„Best of Blauer Montag“-Programm wird wiederholt

Die Vier Unverdorbenen in der Alten Seilerei

BestofAlteSeilereiNach ihrem Auftritt zum Abschluss der Stadtjubiläums-Festwoche wiederholen die „Vier Unverdorbenen“ des Kunstvereins das Programm „Best of Blauer Montag“ am Dienstag, 12. September, 20 Uhr, in der Alten Seilerei. Die Musiker Jürgen Zach (Bassgitarre / Gstanzln), Klaus Götze (Gitarre) und Franz Schöberl (Akkordeon) sowie Karl Stumpfi (Rezitation) präsentieren einen bunten Querschnitt der satirisch-musikalischen Lesungen der Jahre 2013 bis 2016: Texte der Autoren Bertolt Brecht, Robert Gernhardt, Hans Magnus Enzensberger, Oskar Maria Graf, Alfred Polgar, Fritz Grünbaum, Friedrich Torberg u. a., dazu Evergreens von Guiseppe Verdi bis Kurt Weill und von Hazy Osterwald bis Wolfgang Ambros u. a.

Eintritt frei, Spenden für den Kunstverein Unverdorben.

Platzreservierung bei Alois Feldmeier unter Tel. 0173 / 9560092 oder kontakt@Feldmeier-vm.de

 

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Sagt unserm Künstler-Kino leise „Servus“…

Erste offizielle Veranstaltung im KVU-Kino war die Autorenlesung im Rahmen der Sommerausstellung 2015 "Steine". Foto: Karl Stumpfi, KVU

Erste offizielle Veranstaltung im KVU-Kino war die Autorenlesung Friedrich Brandl im Rahmen der Sommerausstellung „Begegnung 2015 – Steine“.                 Foto: Karl Stumpfi, KVU

Nach der rundum gelungenen „Abschiedsparty“ für den KVU-Weinhof am Montag, 14. August wollen wir jetzt auch unserem Kino „Servus“ sagen und dies mit einer harmonischen Einstimmung auf den nahenden Neunburger Kunstherbst sowie auf das große Jahrtausendkonzert verbinden. Dazu ist Treffpunkt am Montag, 4. September, 20 Uhr, im KVU-Kinoraum des Kunstquartiers, Im Berg 7. Bei einem gemütlichen Umtrunk mit erlesenen Tropfen aus dem KVU-Weinkeller wird im Laufe des Abends ein „romantischer“ Landschaftsfilm gezeigt werden. Neben den KVU-Mitgliedern sind alle Freunde des Kunstvereins Unverdorben gern gesehene Gäste!LogoNENKunstherbst430

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Das Jahrtausendkonzert ist restlos ausverkauft

Generalprobenkarten sind noch verfügbar!

preview2Oktober17Aktuelle Information für alle Musikfreunde in der Region, die keine Eintrittskarten für das Jahrtausendkonzert am Montag, 2. Oktober, besitzen, aber auf dieses einmalige sinfonische Klangerlebnis nicht verzichten wollen:

Am Sonntag, 1. Oktober findet die öffentliche Generalprobe des Jahrtausendkonzerts der Bayerischen Philharmonie in der Schwarzachtalhalle statt. Kompletter Programm-Durchlauf unter Leitung von Chefdirigent Mark Mast mit Werken von Richard Strauss, W. A. Mozart und Anton Bruckner.

Tickets für 20 Euro (freie Platzwahl) ab sofort unter Tel. 09672/9208-514 oder schwarzachtalhalle@stadtwerke-neunburg.de oder an der Abendkasse!

Einlass: 17:30 Uhr

Beginn: 19:00 Uhr.

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300 Kunstinteressierte sahen „Bunte Vielfalt“

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAm Sonntag, 27. August, 16 Uhr, schloss die diesjährige Mitgliederausstellung des Kunstvereins Unverdorben unter dem Motto „Bunte Vielfalt“. Wie die zuständige Kuratorin Renate Ullmann (2. v. re.) mitteilte, hätten rund 300 Kunstinteressierte aus der Region die ca. 70 Exponate im Neunburger Kunstquartier besichtigt. 13 Kunstschaffende des KVU hatten die Plattform genutzt, um eigene Werke vier Wochen lang öffentlich zu präsentieren. Ob die nächste Werkschau 2018 wieder in den Räumen des früheren Altmannhauses, Im Berg 7, stattfinden kann, steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Foto: Karl Stumpfi, KVU

MEDIENECHO

Bericht im „Neuen Tag“/Ausgabe SAD v. 7.9.2017 als jpg-Datei:Präsentation1

 

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Musikalisches Theater zur Kunstherbst-Eröffnung 2017:

Die Kunstprozession führt zu „Play Luther“

Eine Spielszene aus „Play Luther“ mit den Hauptakteuren Lukas Ullrich (links) und Till Florian Beyerbach. Foto: Joris Haas

Eine Spielszene aus „Play Luther“ mit den Hauptakteuren Lukas Ullrich (links) und Till Florian Beyerbach. Foto: Joris Haas

Das musikalische Theaterstück „Play Luther“ eröffnet in Kombination mit der Kunstprozession „Ahoj 17 – Glaube und Kunst“ am 16. September den Neunburger Kunstherbst. Kunstverein Unverdorben und Kirchengemeinde sind Kooperationspartner, gefördert vom Deutsch-Tschechischen Kulturfonds und unterstützt von der Evangelischen Landeskirche.

Menschlich, ohne Heiligenverehrung, sondern als spannende Persönlichkeit bringt das Ensemble „EuReformation“ den deutschen Reformator auf die Bühne der Schwarzachtalhalle. Die 500 Jahre alten Lieder Martin Luthers interpretieren sie mit E-Piano und Schlagzeug neu, die Texte sind original und gewinnen durch die musikalische Interpretation an aktueller Dringlichkeit. „Play Luther“ ist eine unterhaltsame Geschichtsstunde mit Querbezügen zur Gegenwart und einem Nachhall zum Nachdenken. Die Schauspieler Lukas Ullrich und Till Florian Beyerbach zeichnen in 90 Minuten ein vielschichtiges Bild Martin Luthers. Spielerisch und häufig mit Augenzwinkern stellen sie Momente aus dem Leben des Reformators vor.  Autor und Dramaturg des Stückes ist der Theaterfachmann und Kirchenkenner Uwe Hoppe. Die musikalische Leitung übernahm der Musiker Adrew Zbik.pl_impressum_01

Zwei Ebenen und eine musikalische Brücke bilden den Rahmen des Theaterstücks. Eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Moderation über die Evangelische und Katholische Kirche unter mittelalterlichen und gegenwärtigen Aspekten bildet die erste Ebene. Mit Fragen wie „Was ist der Ablasshandel unserer Zeit?“ oder „Wie Luther wohl heute reagieren würde?“  wird der Zuschauer dazu angeregt, sich und seine eigene Haltung zu überdenken.

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„Gönnen Sie sich mit PLAY LUTHER einen unterhaltsamen und lehrreichen Blick in die

Geschichte der Evangelischen Kirche. Lassen Sie sich von Luthers Glaubensmut

anstecken 500 Jahre Reformation und die Geschichte ist noch nicht zu Ende.“

Dr. h.c. Frank Otfried July (Württembergischer Landesbischof)

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Im szenischen Spiel, die zweite Ebene, werden Momente aus Luthers Leben nachgespielt, wie beispielsweise das Stotternheim-Erlebnis und der daraus resultierende Entschluss Mönch zu werden, der Reichstag zu Worms, Luther als Junker Jörg auf der Wartburg und die damit verbundene Bibelübersetzung. Aber es gibt auch nicht geschichtlich belegte Szenen wie zum Beispiel das Treffen Luthers mit dem Anführer des gewaltbereiten Bauernaufstandes Thomas Müntzer.

Ausgewählte Lutherlieder wurden zeitgemäß in unterschiedlichen Stilrichtungen, zum Beispiel Elektropop, Raggae oder als Volkslied, vertont. Dabei treffen moderne Instrumente auf Luthers Originaltexte. Die Musik will damit einen neuen Zugang für alle zu Luthers Sprache schaffen. Luther-Kenner finden manch weniger bekanntes Lied  neu gewürdigt und bei Luther-Neueinsteigern erleichtern die eingängigen Melodien die Auseinandersetzung mit den Texten. Das Bühnenbild besteht aus Dreiecken, symbolisiert die Dreifaltigkeit. Im Laufe des Stückes setzen sich diese Dreiecke zu einem kuppelartigen Gebäude zusammen. Ein stetig wachsender, sich verändernder Raum entsteht. Dieser stellt Luthers sich nach und nach entwickelnde Glaubenswelt dar und weiterführend die Kirche, die sich im stetigen Wandel befindet.LogoLuther

Dass „Play Luther“ im Gedenkjahr „500 Jahre Reformation“ auf eine Tournee quer durch die Bundesrepublik auch in der Pfalzgrafenstadt Station macht, ist einer Initiative von Pfarrer Gerhard Beck zu verdanken. Nachdem sich die kleine evangelische Diasporagemeinde außerstande sah, die Kosten dieses Theatervorhabens allein zu schultern, kam der Neunburger Kunstverein Unverdorben ins Spiel. Deren Vorstandsteam mit Vorsitzender Beate Seifert, Geschäftsführer Peter Wunder und Kunstherbst-Koordinator Karl Stumpfi machte sich Gedanken, wie man „Play Luther“ fördertechnisch in ein weiterführendes Kulturprojekt integriert werden könnte. Dazu bot ein Schulterschluss mit der alljährlichen bayerisch-böhmischen Herbstausstellung an. Die Konzeption sah schließlich vor, die Kunstprozession „Ahoj 17“ unter den Leitgedanken „Gemeinsame Wege in Glaube und Kunst“ zu stellen.

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„Herzlichen Dank an die beiden Schauspieler Lukas Ullrich und Till Florian Beyerbach,

dass sie auf so gute und unkonventionelle Weise uns ‚unseren Luther‘ näher bringen.

Das ist ein Bildungstheaterstück für Jugendliche und Erwachsene“.

Brigitte Lösch (ehemalige Landtagsvizepräsidentin von Baden-Württemberg)

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Mit insgesamt ca. 20 Kunststationen, beginnend in der evangelischen Versöhnungskirche und unter Einbeziehung weiterer Sakralräume und Kirchengebäude der Innenstadt. „Endstation“ sollte die Schwarzachtalhalle mit einer Aufführung von „Play Luther“ sein, die bildende Kunst sozusagen in die darstellende Kunst übergehen.

Protagonisten des Ensembles „EuReformation“ sind die Schauspieler Lukas Ullrich und Till Florian Beyerbach. Ullrich (Jahrgang 1979) absolvierte das Schauspielstudium von 1998 bis 2002 an der Akademie für darstellende Kunst Ulm, ab 2007 im Filmschauspieler-Workshop an der Filmakademie Ludwigsburg. Aus dem Fernsehen ist der vielseitige Theatermann unter anderem durch die Krimi-Serie „Soko Stuttgart“ bekannt geworden. Beyerbach studierte von 1999 bis 2003 an der Akademie für darstellende Kunst in Ulm. Seit 2014 ist er Gründungsmitglied von „EuReformation“ und tourt seither mit „Play Luther“ durch Deutschland. Auch Beyerbach ist an Theaterbühnen engagiert und wirkt in diversen TV-Produktionen mit.

  • Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen. Tickets für 15 Euro (freie Platzwahl) können online über okticket.de (Stichwort: Play Luther) gebucht oder bei den örtlichen Vorverkaufsstellen erworben werden. Ermäßigte Eintrittskarten für zehn Euro werden an die Teilnehmer vor Beginn der Ahoj-17-Kunstprozession ausgegeben. Zeitlicher Ablauf: Samstag, 16. September, 17 bis 17.45 Uhr Einführung in die Internationale Herbstausstellung „Ahoj 17 – Glaube und Kunst“ mit Vorstellung der mitwirkenden Künstler aus Tschechien und Bayern in der Versöhnungskirche, Bahnhofstraße 3; anschließend Kunstprozession durch die Vorstadt und Altsstadt mit kurzem Sektempfang im Kunstquartier, Im Berg 7, weiter zur Schwarzachtalhalle, Rötzer Straße 2. Saalöffnung um 19.30 Uhr, Beginn des musikalischen Theaterstücks „Play Luther“ um 20 Uhr, Ende gegen 21.45 Uhr (mit Pause).
  • MEDIENECHO
  • Bericht in der Wochenzeitung „Rundschau“ v. 13.9.17 als pdf- und jpg-Datei:
  • 2017.13_SepRS
  • 13_Sep.81_11
  • Bericht in der Regionalzeitung „Der Neue Tag“ v. 26./27.8.17 als JPG-Datei: PLNT2017
  • Bericht im Straubinger Tagblatt/Chamer Zeitung als PDF- und JPG-Datei: pdfPLChaZeitung PLChamerZeitung
  • Bericht in der MZ-Kreisausgabe SAD v. 19./20.8.17 als PDF- und JPG-Datei:
  • 0170819.MZ.A.8811329

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OTV-Vorschau auf das „Jahrtausendkonzert“

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Bacchantische Nacht vor toller Kulisse:

„Jam-Session“ in der Kunst-Weinlaube!

Stadtpfarrer Stefan Wagner holte sein "Schifferklavier" und verstärkte das Unverdorben-Duo Jürgen Zach & Klaus Götze...

Stadtpfarrer Stefan Wagner holte sein „Schifferklavier“ und verstärkte das Unverdorben-Duo…

Einmal mehr mit dem Hl. Petrus im Bunde war der Neunburger Kunstverein Unverdorben, als er am Vorabend des Feiertags „Maria Himmelfahrt“ zum Weinabend in den lauschigen Hinterhof des Kunstquartiers gebeten hatte. Wie bereits beim „Blauen Montag“ zum Finale der Stadtjubiläums-Festwoche leisteten wieder zahlreiche Einheimische und auswärtige Gäste die KVU-Einladung Folge. Schon kurz nach 18.30 Uhr füllten sich die Reihen…

Meister der Improvisation erwiesen sich die Musiker Klaus Götze, Jürgen Zach und Christian Schmid (v. li.)

Als wahre Meister der Improvisation erwiesen sich die Musiker Klaus Götze, Jürgen Zach und Christian Schmid (v. li.)

Im Gegensatz zum 31. Juli gab es diesmal aber keine feste Programm-Vorgabe. Improvisation war angesagt, als um 19.30 Uhr zunächst die beiden „Unverdorbenen“ Hausmusikanten Jürgen Zach und Klaus Götze in die Saiten griffen. Der Spontan-Appell an alle Anwesenden, bei Lust und Laune ihre eigenen Instrumente zu holen bzw. auszupacken, verhallte nicht ungehört. So verstärkte KVU-Nachbar Stadtpfarrer Stefan Wagner das Duo mit seinem Akkordeon bei einer Neuauflage der „Best of Neunburger Gstanzln“ und einigen unmittelbar nachfolgenden „Bayerischen“.
Zuletzt unterhielt ein Quintett mit Christian Schmid (Bassgitarre) und ein trommelnder Münchner Gast die Zuhörerschaft, die Musikanten boten einen Evergreen-Mix von Bob Dylan bis Jethro Tull, Beatles, Stones bis Cat Stevens. Mit tosendem Applaus befeuerte das sichtlich vergnügte Publikum diese „Jam-Session“ der unverdorbenen Art, während dessen das fleißige Thekenteam um Renate und Jochen Ullmann den Durst löschte.
Erst gegen Mitternacht setzte Aufbruchstimmung ein und die beschwingten KVU-Gäste sagten gar nicht so leise „Servus, Weinhof!“

Es muss ja nicht die letzte „Abschiedsparty“ gewesen sein…

Das Publikum verfolgte sichtlich vergnügt den Darbietungen und geizte auch nicht mit Beifall.

Das Publikum verfolgte bestens gelaunt den Musik-Darbietungen und geizte nicht mit Beifall.

 

Erlesene Tropfen aus dem KVU-Weinkeller und die laue Sommernacht erwiesen sich als Garanten für prächtige Weinlaubenstimmung! Fotos: Alfred Grassmann

Erlesene Tropfen aus dem KVU-Weinkeller und die laue Sommernacht erwiesen sich als Garanten für prächtige Weinlaubenstimmung! Fotos: Alfred Grassmann

MEDIENECHO

Bericht in der Tageszeitung „Der Neue Tag“ v. 19./20.8.17 als jpg-Datei:

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Gemütlicher Sommerabend bei gutem Tropfen und Musik

Am 14. August heißt es „Servus, Weinhof!“

Idylle pur im Weinhof des Neunburger Kunstquartiers, Im Berg 7.... Foto: Beate Seifert

Idylle pur im Weinhof des Neunburger Kunstquartiers, Im Berg 7…. Foto: Beate Seifert

Der Neunburger Kunstverein Unverdorben e. V. lädt alle Freundinnen und Freunde der schönen Künste zu einem gemütlichen, stimmungsvollen Sommerabend in den Weinhof seines Kunstquartiers ein. Nachdem die Wochen des Verbleibs in dieser seit 2013 vom KVU genutzten Location gezählt sind – der Rathaus-Erweiterungsbau soll 2018 beginnen – lautet das Motto am Abend vor dem Feiertag Maria Himmelfahrt ab 19 Uhr „Servus, Weinhof!“ Die Gäste erwartet nicht nur ein „erlesener Tropfen“ aus dem Unverdorben-Weinkeller, sondern auch eine improvisierte Musik-Session unter Regie von Vorstandsmitglied Jürgen Zach. Der Sänger und Gitarrist animiert alle interessierten Musikerkollegen zum Mitspielen – also Instrument mitbringen, Anlage steht bereit! Außerdem ist an diesem Abend auch eine Besichtigung der laufenden Mitglieder-Werkschau „Bunte Vielfalt“ möglich.s

MEDIEN-ECHO

Bildbericht in der Regionalzeitung „Der Neue Tag“ v. 12.8.17 als jpg-Datei:

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„Best of Blauer Montag“ im vollbesetzten KVU-Weinhof

Witzig-spritziger Sommernachtstraum

In Bestform präsentierte sich der "Haus-Band" des KVU mit Jürgen Zach (Mitte), Klaus Götze (links) und Franz Schöberl (rechts). Fotos: Alfred Grassmann

In Bestform präsentierte sich die „Haus-Band“ des KVU mit Sänger & Gitarrist Jürgen Zach (Mitte),  Gitarrist Klaus Götze (links) und Franz Schöberl mit dem Schifferklavier (rechts).

Rezitator Karl Stumpfi beanspruchte wieder sein volles Mimik- und Gestikrepertoire. Fotos: Alfred Grassmann

Rezitator Karl Stumpfi beanspruchte wieder sein volles Mimik- und Gestikrepertoire. Fotos: Alfred Grassmann

 

Dieser Abend lieferte alle „Zutaten“ für einen Sommernachtstraum frei Haus. Der fein herausgeputzte Weinhof des Kunstquartiers lud bei angenehmen Temperaturen zum Verweilen ein. Bei einem erlesenen Tropfen aus dem vereinseigenen Weinkeller und niveauvoller musikalisch-literarischer Unterhaltung waren ebenso genussreiche wie kurzweilige Stunden vorprogrammiert.

Vorsitzende Beate Seifert bei der Begrüßung der Gästeschar.

Vorsitzende Beate Seifert bei der Begrüßung der Gästeschar.

Zum Abschluss der Jubiläums-Festwoche „1000 Jahre Neunburg vorm Wald“ hatte der Kunstverein Unverdorben am 31. Juli zum „Blauen Montag“ eingeladen. Viele Gäste aus Nah und Fern ließen sich nicht lange bitten und sorgten für eine stattliche Zuhörerkulisse.

Die Vier Unverdorbenen als Hauptakteure des Abends

Klaus Götze, Gitarre

Klaus Götze, Gitarre

boten eine „Best of“-Auswahl ihrer bisherigen Programme der Jahre 2013 bis 2016 an. Den musikalischen Part übernahmen in bewährter Weise Jürgen Zach (G’stanzln und Bassgitarre), Klaus Götze (Gitarre) und Franz Schöberl (Akkordeon). Zum Entree sangen und spielten sie das bekannte Hannes-Wader-Chanson „Die kleine Stadt“ – ein unüberhörbarer Fingerzeig auf die jubilierende Millenniumsgemeinde.

Rezitator Karl Stumpfi ließ mit seiner Einführung in die Abteilung Satire gleich aufhorchen: „Wir beginnen unser Programm heute Abend nicht, wie man durchaus erwarten könnte, dem Beginn. Nein, wir fangen ausnahmsweise mit dem Ende an, genauer gesagt mit der Endzeit“. Gesanglich mit der Moritat „Mackie Messer“ von Brecht/Weill eingestimmt, trug Stumpfi dann zwei nachdenklich stimmende Texte aus dem Programm „Denk‘ ich an Deutschland“ vor. Damit debütierten die Vier Unverdorbenen im ersten Neunburger Kunstherbst 2013.

Jürgen Zach, Gesang und Bassgitarre

Jürgen Zach, Gesang und Bassgitarre

Die „Drei Paragraphen der Weimarer Republik“ hat Bertolt Brecht 1931 zu Papier gebracht. Ein Abgesang auf den ersten demokratischen Staat auf deutschem Boden, zugleich beklemmende Vision eines menschenverachtenden totalitären Systems. Mit der braunen Machtergreifung wurde sie keine zwei Jahre später Realität. Auch der Wiener Literat Polgar hat das finale Siechtum eines Staatsgebildes beschrieben. Die Donaumonarchie existierte immerhin über 600 Jahre. 1918, nach vier Weltkriegsjahren, blutete nicht nur ihre Armee, sondern der ganze Vielvölkerstaat aus. Im selben Jahr entstand die Satire „Musterung“, sozusagen die österreichische Lesart eines im wahrsten Sinne des Wortes Staats-Begräbnisses, voller morbider Stimmung. Darauf hörten die Gäste folgerichtig den Wolfgang Ambros-Klassiker „Es lebe der Zentralfriedhof“.

Franz Schöberl, Akkordeon

Franz Schöberl, Akkordeon

Die musikalisch-satirische Zeitreise fand ihre Fortsetzung mit einer Fallstudie inklusive Ursachenforschung: Wie wird ein Biedermann zum Brandstifter? Robert Gernhardts „Der Fall Binder“ ist Inhalt einer Sammlung von Nonsens-Geschichten, die vor vierzig Jahren von der Neuen Frankfurter Schule herausgegeben wurde. Auch nach dem „Kriminaltango“ bewegte sich die Lesung noch eine Weile auf juristischem Parkett.  Ebenfalls aus dem „Denk ich an Deutschland“-Programm stammt der  Satiretext „Vorschlag zur Strafrechtsreform“. Niedergeschrieben im Jahr 1967, nimmt Autor Hans Magnus Enzensberger in einer Schachtelsatz-Endlosschleife Beamtendeutsch und Stereotypen der Bürokratie trefflich aufs Korn. Die exhibionistischen Anwandlungen eines ehemaligen k.u. k. Marinedieners mit zwei am Hinterteil eintätowierten Schiffen beschreibt Anton Kuh süffisant in der Episode „Das Marinemuseum“. Als Anspielung auf dessen übermäßigen Alkoholgenuss durfte man das abschließende Heurigenlied „Nüchtern bin i allweil schüchtern“ verstehen – eine Reminiszenz an das Blaue-Montag-Programm „Mit freudigem Geifern“ im Kunstherbst 2014.

Urbayerisch starteten die Vier Unverdorbenen in den zweiten Teil  des Abends – musikalisch und literarisch sogar mit einer richtigen Sauerei!  Auf das eingangs vom Trio interpretierte Volkslied „d’Sau hat an schweinern Kopf“ passte wie angegossen ein Kapitel aus dem „Bayrischen Dekameron“ von Oskar Maria Graf. An dessen 50. Todestag erinnerte der Rezitator, bevor er seinen Zuhörern das „Sauohr“ servierte. Bei „Best of Blauer Montag“ durfte natürlich das Intermezzo „Best of Neunburger Gstanzln“ nicht fehlen, mit dem Solist Jürgen Zach einmal mehr lautstarke Lachsalven provozierte.

Karl Stumpfi blendete danach nochmals auf das Programm  „Mit freudigem Geifern“ zurück. Er las daraus zwei Texte zeitgenössischer Satiriker aus der Bundesrepublik Deutschland in den 60er und 70er Jahren.  Zunächst persiflierte Autor Markus Werner die von Sexual-Volksaufklärern wie Oswalt Kolle forcierte Entdeckung des Neuen Körperkults in seiner „Liebes-Organologie“. Darauf folgte eine tiefenpsychologische Analyse zum unerschöpflichen Theman „Was will die Frau“, von Autor Bernhard Lassahn originell in Versform gepackt. Viel Gelächter auf offener Szene dann auch bei einer Wiener Ballade des vielseitig begabten österreichischen Kabarettisten Fritz Grünbaum, welcher dem „Hausfreund“ eine ellenlange Lobeshymne widmete.

Alte Seilerei-Wirt Alois Feldmeier wirft "Herrn Neugröschl" wegen Randalierens hinaus... Foto: R. Gohlke, MZ

Alte Seilerei-Wirt Alois Feldmeier wirft „Herrn Neugröschl“ wegen Randalierens hinaus… Foto: R. Gohlke, MZ

Eine literarische Kostprobe aus dem Programm 2015 „Von komischen Käuzen“ gab es abschließend zum Andenken an Friedrich Torberg, den Chronisten einer untergehenden Epoche, nämlich die der Kaffeehausliteratur. Aus dessen Anekdotensammlung „Tante Jolesch oder der Untergang des Abendlandes“ las Stumpfi ein Kapitel über den mürrischen Restaurantbesitzer Herr Neugröschl. Letztgenannter befördert einen widerspenstigen Gast nach kurzem Disput an die frische Luft – und unversehens ereilte den Neugröschl imitierenden Rezitator dasselbe Schicksal. Alois Feldmeier setzte mit einem markigen „Jetzt reicht’s!“ den Schlusspunkt hinter den offiziellen Programmteil.

Auf den langen, kräftigen Applaus anspielend, meinte Karl Stumpfi lapidar: „So sind wir eben, die Vier Unverdorbenen.  Zugaben liefern wir auch unaufgefordert ab“. Gesagt, getan: Nach Tevjes Lied „Wenn ich einmal reich wär“ aus dem Musical „Anatevka“ folgten noch drei „Nachbrenner“ aus dem letztjährigen Programm „Himmlisches und Höllisches“, darunter der „Sperrstunden-Blues“. Dann war’s vollbracht. Kurz vor 22.30 Uhr fiel der Schlussvorhang über einen traumhaft gelungenen „Blauen Montag“ im Weinhof des Neunburger Kunstquartiers…

*WIEDERHOLT wird das Programm „Best of Blauer Montag“ am 12. September, 20 Uhr, in der Alten Seilerei, Hauptstraße 40, Neunburg vorm Wald!

"Best of Blauer Montag" mit der KVU-Hauscombo. Foto: Onetz/H. Probst

„Best of Blauer Montag“ mit der KVU-Hauscombo. Foto: Onetz/H. Probst

Karl Stumpfi rezitierte Texte von Brecht, Polgar, Gernhardt, Enzensberger, Kuh, O. M. Graf, Torberg u. a. Foto: Onetz/H.Probst

Karl Stumpfi rezitierte Texte von Brecht, Polgar, Gernhardt, Enzensberger, Kuh, O. M. Graf,  Grünbaum, Torberg u. a. Foto: Onetz/H.Probst

Die Zuhörerinnen und Zuhörer genossen die gemütliche Weinlaubena tmosphäre! Foto: Alfred Grassmann

Die Zuhörerinnen und Zuhörer genossen die gemütliche Weinlaubenatmosphäre! Foto: Alfred Grassmann

MEDIEN-ECHO

Bericht in der MZ-Lokalausgabe SAD/NEN v. 2. 8. 2017 als pdf-Datei:

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Bericht in der Zeitung „Der Neue Tag“, Ausgabe SAD, v. 5. 8. 2017 als jpg-Datei:

NTbmJuli17Bericht in der Chamer Zeitung, Ost-Ausgabe, v. 8.8.17 als pdf- u. jpg-Datei:

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Werkschau heute Nachmittag letztmals geöffnet!

„Bunte Vielfalt“ im Kunstquartier

Die Werkschau-2017-Grafik "Bunte Vielfalt" des Pilsener Künstlers Jiri Perret.

Die Werkschau-2017-Grafik „Bunte Vielfalt“ des Pilsener Künstlers Jiri Perret.

Seit Sonntag, 30. Juli läuft die diesjährige Mitglieder-Werkschau des Neunburger Kunstvereins Unverdorben im KQ, Im Berg 7. Sie steht diesmal unter dem Motto „Bunte Vielfalt“. Letzte Besichtigungsmöglichkeit besteht am Sonntag, 27. August nachmittags!

Im Rahmen der Vernissage, zu der neben vielen Kunstinteressierten auch 1. Bürgermeister Birner und CSU-Fraktionsvorsitzender Zeiser erschienen waren, stellte 1. Vorsitzende Beate Seifert die ausstellenden Künstler kurz vor. „Erschaffer der Werkausstellung 2017“ sind Renate Ullmann (zugleich Kuratorin), Tanja Lennert, Thomas Zilch, Carola Braun, Marion Demleitner, Cornelia Walbrun, Gerlinde Turban, Arzy Umarova, Andras Olah, Irene Ehemann, Angelika Peshold und Johannes Steidl gemeinsam.

Vorsitzende Beate Seifert bei der Begrüßung.

Vorsitzende Beate Seifert bei der Begrüßung.

Sie führte unter anderem weiter aus: „Als ich gestern Abend noch alleine durch die Räume ging und mir in aller Ruhe die wundervollen Arbeiten angeschaut habe, strömte eine solche liebenswürdige Kreativität auf mich ein, dass mir das Herz aufging. So schaut bunte Vielfalt aus“.
Die KVU-Vorsitzende hob besonders die motivische Vielfalt und ein interessantes Kontrastprogramm der Techniken hervor. Jeden Einzelnen unserer Künstler zu beschreiben, sei aber keine leichte Sache, weil sie allesamt begeistert ihr Handwerk verstünden und viel Fachkunde in verschiedenen Techniken, Farben und Stile besäßen – „und trotzdem setzt jeder seine eigene Marke und man ist immer wieder aufs Neue überrascht!“ Der Kunstverein Unverdorben könne sehr stolz sein, so ein Potential an kreativen Künstlern zu haben.
Zum Abschluss ihrer Ausführungen richtete die Vorsitzende Dankesworte an die Kuratorin und alle fleißigen Helferinnen und Helfer im Vorfeld der Ausstellungseröffnung. Dann wünschte sie allen Besuchern viel Vergnügen beim Betrachten der Kunstwerke und Verweilen in den Kunstvereinsräumen. Die Werkschau kann jeden Sonntag von 14 bis 16 Uhr besichtigt werden, letztmals am 27. August.

MEDIEN-ECHO

Bericht in der Regionalzeitung „Der Neue Tag“, Ausgabe Schwandorf, v. 2.8.17 als JPG-Datei:WerkschauNT17

Fotos von der Vernissage: Karl Stumpfi, KVU-Medienreferent

Fotos von der Vernissage: Karl Stumpfi, KVU-Medienreferent

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