Folk & Blues: Neue Töne beim Kunstverein

"Oberpfälzer Spirit" nach großer Folk and Blues Performance in der Alten Seilerei (v. re.) 1. Vorsitzender Peter Wunder, Singer/Songwriter Robert Coyne, Drummer Werner Steinhauser, Bluesmusiker Wolfgang Bernreuther und 2. Vorsitzender Karl Stumpfi. Fotos: Alfred Grassmann

„Oberpfälzer Spirit“ nach großer Folk and Blues Performance in der Alten Seilerei (v. re.) 1. Vorsitzender Peter Wunder, Singer/Songwriter Robert Coyne, Drummer Werner Steinhauser, Bluesmusiker Wolfgang Bernreuther und 2. Vorsitzender Karl Stumpfi. Fotos: Alfred Grassmann

 Ein erlesener, wenn auch handverlesener Zuhörerkreis nahm am Sonntagabend in der Alten Seilerei ein Exklusiv-Angebot des Kunstverein Unverdorben wahr: Erstmals in der fünfjährigen Geschichte des Neunburger Kunstherbstes stand ein Folk & Blues-Concert auf dem Programm.

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Wolfgang Bernreuther bot Blues vom Feinsten…

Auf Vermittlung von Stefan Voit, Kultur-Ressortleiter des Oberpfälzer Medienhauses in Weiden, SONY DSCstartete der Londoner Singer/Songwriter Robert Coyne – Sohn der Musiker- und Malerlegende Kevin Coyne – seine diesjährige deutsch-österreichische Clubtour in der Pfalzgrafenstadt Neunburg vorm Wald. Als seine Partner waren der Neumarkter Bluesmusiker Wolfgang Bernreuther – er gestaltete den ersten Programmteil – sowie der Nürnberger Schlagzeuger Werner Steinhauser mit von der Partie. Bernreuther gab einen repräsentativen Querschnitt seines Blues-Repertoires zum Besten, überraschte mit einer ansehnlichen Gitarrenkollektion und suchte den Dialog mit dem Publikum. Robert Coyne, zumindest stimmlich ein naher Donovan-Verwandter, nutzte den Gig, um einige Referenznummern aus der Anfang Oktober neu erschienenen CD „Out Of Your Tree“ zu Gehör zu bringen. Sein zweites Soloalbum auf Meyer Records nach der „Woodland Conspiracy“ von 2010, ist sowohl eine Fortsetzung als auch eine bewusste Abkehr von den drei Alben, die er (auch auf Meyer Records) mit dem großen Jaki Liebezeit, dem legendären Drummer von Can, der im Januar 2017 verstarb, aufgenommen hat. Während mystische Wiederholungen bei „Out of Your Tree“ und der Liebezeit-Trilogie üblich sind, ist der Rhythmus des neuen Albums meditativer, manchmal jenseitiger. Zu den noch spärlichen Drums und der Instrumentierung der akustischen Gitarre kommen Blitze von Leadgitarre, Keyboards und Bass, die oft mit Bandecho und Reverb gefärbt sind und an Doo-Wop der 50er Jahre und New Yorker Avant-Punks Suicide erinnern – beide gehören zu Coynes Haupteinflüssen.SONY DSC

Abschließend dankte Alte-Seilerei-Wirt Alois Feldmeier dem KVU für sein Engagement in der regionalen Kulturszene im Allgemeinen und seinen Einsatz für die Kleinkunst im Besonderen. In ersten Zuhörerreaktionen klang vor allem Respekt an – vor der herausragenden musikalischen Qualität des Dargebotenen. Die beiden KVU-Vorstände Peter Wunder und Karl Stumpfi verabschiedeten die drei sympathischen Künstler mit der Übergabe von „Flaschen voll Oberpfälzer Geist“.

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Fotos von der Folk & Blues-Session in der Alten Seilerei Neunburg:

Alfred Grassmann

Gitarrist und Vocalist Robert Coyne, begleitet von Werner Steinhauser am Schlagzeug.

Gitarrist und Vocalist Robert Coyne, begleitet von Werner Steinhauser am Schlagzeug.

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MEDIEN-ECHO

Bericht in der Zeitung „Der Neue Tag“, Ausgabe SAD, v. 18. 10. 2018 als jpg-Datei: NTCoyneAbendBericht in der Mittelbayerischen Zeitung v. 13. 10. 2018 als jpg-Datei:13_Oct.STN3

 

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G’standene Musikerpersönlichkeiten der Folk- und Blues-Szene gastieren

Coyne, Bernreuther & Steinhauser „on stage“

Schlagzeuger Werner Steinhauser (li.) begleitet Singer/Songwriter Robert Coyne.

Schlagzeuger Werner Steinhauser (li.) begleitet Singer/Songwriter Robert Coyne.

Robert Coyne, Folk-Singer & Songwriter:

Der Alternativ-Folk-Musiker Robert Coyne startet am 7. Oktober in Neunburg vorm Wald  seine Deutschland-Österreich-Herbsttournee `18 und präsentiert hierbei seine am 5. Oktober erscheinende neue CD „Out of Your Tree“. Der Sohn des legendären Sängers, Malers und Autors Kevin Coyne ist ein sensibler Singer-Songwriter, mit Gefühl für feine Melodien und wunderschöne Texten.  Mit „I Still Have This Dream“ (2016) beendete er  – nach „The Obscure Departement“ (2013) und „Golden Arc“ (2014) – seine Trilogie mit dem legendären Schlagzeuger Jaki Liebezeit,  unter anderem Gründungsmitglied der Krautrock-Legende „Can“.RobertCoyne

Robert Coyne interpretiert seine Musik selbst als „Lob der Schlichtheit“. Gemeinsame Concert-Auftritte hatte er mit weltweit bekannten und geschätzten Musikern wie Eric Burdon, Amy Rigby, Spooky Tooth und Chris Wilson von den Flamin‘ Groovies.

Robert Coyne lebt in London, hat mit  seiner Mutter Helmi Coyne in Nürnberg immer noch einen Anker in Bayern. Zu Gigs kommt der Singer & Songwriter regelmäßig in die Region, um Perlen des Alternative-Folk zu Gehör zu bringen. „Seine Songs sind wohltuend schlicht anmutende, in sich verschachtelte Melodien-Miniaturen, die die zärtliche Stimme Roberts dezent ans Ohr des Zuhörers führen, um von dort aus die smarten Texte des Londoners bis zum zerebralen Sprachzentrum zu begleiten“, schrieb ein NT-Musikkritiker im Jahr 2016 über diesen Künstler.

In  Neunburg vorm Wald begleiten ihn mit den beiden Oberpfälzern Werner Bernreuther ein ausgewiesener Blues-Spezialist und mit Schlagzeuger Werner Steinhauser ein begehrter Studiomusiker, welcher schon 15 Jahre gemeinsam mit dem 2004 verstorbenen Kevin Coyne gemeinsam musiziert hatte.

Wolfgang Bernreuther, Blues-Gitarrist:

Wolfgang Bernreuther ist seit  vielen Jahren fester Bestandteil der Bluesszene. img_wolfgang_bernreuther_2Bereits in jungen Jahren wurde er von dem Mississippi-Blues-Gitarristen Luisiana Red beeinflußt mit dem er viele Jahre tourte und der ihn in die Geheimisse des Slide-Spiels einweihte. Mit der schwarzen Sängerin Jeanne Carroll veröffentlichte er 1993 das Album „My Style Is Different“ . Einer der Meilensteine seines musikalischen Schaffens war sicherlich die Einladung nach Arkansas/USA in die King Biscuit Time Radio Show im Jahre 2000, wo er eine halbe Stunde live im Studio spielte. Der Bayer. Rundfunk bezeichnet Bernreuther als „stilsicherer Gitarrist, der sich abseits ausgelatschter Bluespfade bewegt.“ Wolfgang Bernreuther ist das ganze Jahr über auf der staubigen Straße des Blues unterwegs. Er spielt sowohl in Clubs, als auch auf großen Festivals. 2004 war für den „einfühlsamen Gitarristen“, wie ihn der Musikjournalist  iCarl-Ludwig Reichert in seinem Buch „Blues-Geschichte und Geschichten“  beschreibt, ein wichtiges Jahr.newExperience
Er unterschrieb bei der Plattenfirma  „Clearaudio“ einen Exklusiv-Vertrag und spielte über 50 Konzerte, soviel wie nie zuvor. In den folgenden Jahren erfolgten viele LP und CD Veröffentlichungen und Konzerte. Seine Konzerte leben neben der emotionalen Musik auch von der witzig und gehaltvollen Moderation, gespickt mit Anekdoten, welche den Hintergrund zu einzelnen Stücken und zur Geschichte des Blues im Allgemeinen liefern. In Neunburg v. W. tritt Bernreuther gemeinsam mit dem Engländer Robert Coyne (Gitarre, Vocals) und Werner Steinhauser (Schlagzeug) auf.

Werner Steinhauser, Schlagzeug:

Der Oberpfälzer absolvierte ein Schlagzeugstudium am Meistersinger-Konservatorium Nürnberg, nahm Unterricht bei Klaus Benning, Evert Fraterman, Peter Giger sowie Prof. Hermann Schwander. steinhauser_2-abc38ddcUmfangreich sind seine künstlerischen Aktivitäten, herausgegriffen seien nur Auftritte mit  den Hofer Symphonikern, Nürnberger Symphonikern, Gary Lucas, Brendan Croker, Georg Ringsgwandl, Haindling u. a. Erwähnenswert sind weiters Gastspiele in Tschechien, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Großbritannien, Spanien, Kolumbien, Bahamas und USA sowie Rundfunk- und Fernsehproduktionen u.a. bei BR 3, Bayerischer Rundfunk, WDR, HR, SWR, NDR Radio Bremen, Deutsche Welle und  BBC London Steinshauser wirkt zudem als Musikpädagoge und Schulleiter, z. B.:Dozent an der städt. Sing- und Musikschule Marktredwitz/Ofr.,Dozent an der städt. Musikschule Stein/Mfr.,Dozent beim Jugendblasorchester der Stadt Stein, Lehrauftrag an der Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg sowieLeitung der privaten Musikschule „MUSICATION“ in Nürnberg. Er ist Preisträger der Deutschen Schallplattenkritik für die Produktion des Kevin Coyne Albums „Underground“. In der Gruppe Paradise Band“ des wernerenglischen Sängers, Malers und Autors wirkte er 15 Jahr als Drummer mit. CDs produzierte Werner Steinshauser mit der Fred Hill Group („On the Hill“ 1988), „Like the Wind“ (1990) und „Local Radio“ (1993) mit La Roque sowie mit Kevin Coyne: „The World Awaits My Genius“ (1992), „Adventures Of Crazy Frank“ (1995) und „Room Full Of Fools“ (2000)

In Neunburg v. W. tritt Werner Steinhauser  gemeinsam mit Alternativ-Folksänger Robert Coyne, London, und Bluesmusiker Wolfgang Bernreuther, Neumarkt, auf.

  •  Karten- und Platzreservierung unter Tel. 09434/3672 / oder Mail: Kontakt@Feldmeier-vm.de sowie an der Abendkasse Alte Seilerei.
    Eintritt 15 €. Termin: Sonntag, 7. Oktober, 19 Uhr.KHBanner18

 

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2. Oktober 2018 – die Tschaikowsky-Nacht!

Musik-Glanzlicht im Neunburger Kunstherbst

FL-TschaikowskyNacht1804-02-A5-RZ.inddDie Smetana Philharmoniker Prag unter Leitung ihres Chefdirigenten Hans Richter.

Wagner_Cover_full_final-1Bild oben:  Die Smetana Philharmoniker Prag mit ihrem Chefdirigenten Hans Richter. Bild unten: Coverfoto der CD „Alexander Maria Wagner:  P. I. Tschaikowsky (1. Klavierkonzert) und A. M. Wagner (2. Sinfonie)“ mit dem Radio-Sinfonieorchester Moskau unter Leitung von Alexej Kornienko.                                                                             Foto: Maria Siebenhaar

MEDIEN-ECHO

Bericht in der Tageszeitung „Der Neue Tag“ v. 5. 10. 2018 als jpg-Datei:karlBericht in der Mittelbayerischen Zeitung/Ausgabe SAD v. 4. 10. 2018 als jpg-Datei:

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„Künstler des Monats September“ gastiert im Neunburger Kunstherbst

Bluesmusiker Bernreuther in der Alten Seilerei

„Blues ist mehr als Musik, Blues ist ein Lebensgefühl“: Die Jury des Forums Kultur der Metropolregion Nürnberg hat den Neumarkter Musiker Wolfgang Bernreuther zum Künstler des Monats September der Metropolregion gewählt. Am Sonntag, 7. Oktober, 19 Uhr, tritt er mit dem englischen Singer/Songwriter Robert Coyne im Rahmen des laufenden Kunstherbstes in Neunburg vorm Wald/Alte Seilerei auf.

MIT LOUSIANA RED GETOURT

Bereits in jungen Jahren wurde Wolfgang Bernreuther, geboren 1961 in Waldsassen/Oberpfalz, von dem Mississippi-Blues Gitarristen Louisiana Red beeinflusst, mit dem er viele Jahre tourte und der ihn in die Geheimnisse des Slide-Spiels einweihte. Seine Konzerte leben neben der emotionalen Musik auch von der witzigen und gehaltvollen Moderation, gespickt mit Anekdoten, welche den Hintergrund zu einzelnen Stücken und zur Geschichte des Blues liefern. Für „United Blues Experience“ hat sich der Musiker geballte Blues-Erfahrung an Bord geholt. Die wahrscheinlich schnellste und eine der besten Mundharmonika-Spielerinnen der Welt, Beata Kossowska und das Nürnberger Blues-Urgestein an der Gitarre, Tommy Gedon. Zahlreiche LP und CD Veröffentlichungen machten Wolfgang Bernreuther weit über die Grenzen Europas hinaus bekannt.

KULTURPREISTRÄGER 2016

Im Museum Lothar Fischer, in dem derzeit eine Sonderausstellung des englischen Bildhauers David Nash (*1945) zu sehen ist, werden anlässlich des Konzertabends einmalig auch einige Kunstwerke Wolfgang Bernreuthers gezeigt. 2016 erhielt er den Kulturpreis der Stadt Neumarkt i.d.OPf. für sein künstlerisches Werk.
Am Sonntag, 7. Oktober ab 19 Uhr begleitet Wolfgang Bernreuther den englischen Folk-Sänger, Gitarristen und Songwirter Robert Coyne bei dessen Herbsttournee-Auftakt in der Alten Seilerei, Neunburg v. W., Hauptstraße 40. Eintrittspreis 15 €.Willkommen sind alle Musikfreunde aus der Region!

  • Karten/Platzreservierung ab sofort unter Tel. 09434/3672, Mail: Kontakt@Feldmeier-vm.de sowie an der Abendkasse!!

Foto: Wolfgang Bernreuther (c)Meyer Originals

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen, Personen, die stehen und Gitarrelogonenkunstherbst430
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Musikalische Lesung „1918 – Die letzte Nacht“ in der Spitalkirche:

Weltkrieg, sinnentleert und pervers…

Die Hauptakteure der Musikalischen Lesung "1918 - Die letzte Nacht" in der Spitalkirche (v.li.) Karl Stumpfi, Jürgen Zach und Wolfgang Huber. Fotos: Alfred Grassmann

Die Hauptakteure der Musikalischen Lesung „1918 – Die letzte Nacht“ in der Spitalkirche (v.li.) Karl Stumpfi, Jürgen Zach und Wolfgang Huber. Fotos: Alfred Grassmann

„Die letzten Tage der Menschheit“ – Dieses in den Kriegsjahren 1914 bis 1917 entstandene Drama gab die Vorlage zum dreiteiligen Karl-Kraus-Lesetheater im Neunburger Kunstherbst. Nach dem Auftakt 2014 und die Fortsetzung 2016 folgte am Mittwochabend das Finale mit der rund zweistündigen Musikalischen Lesung „1918 – Die letzte Nacht“ in der Spitalkirche.

1. Vorsitzender Peter Wunder begrüßte die Zuhörerschaft.

1. Vorsitzender Peter Wunder begrüßte die Zuhörerschaft.

1. Vorsitzender  Peter Wunder begrüßte dazu einen zwar kleinen, aber doch hochkonzentrierten Zuhörerkreis im ehemaligen Gotteshaus, dessen Gründung auf die Spitalstifung des Pfalzgrafen Ruprecht III. im Jahr 1398 zurückreicht.  Wunder sah diese Lesung im Kontext zur laufenden Internationalen Ausstellung „Ahoj 18 – Kunst für den Frieden“. Der Kunstverein Unverdorben wolle damit ein Zeichen setzen in einer politisch sehr unruhigen Zeit, welche sich zunehmend zur Gefahr auch für den Frieden in Europa entwickle. Er dankte seinen Vorstandsmitgliedern Karl Stumpfi und Jürgen Zach, welche das Lesetheaterprojekt mit großem Idealismus betreuten. Mit Wolfgang Huber aus Nittenau komplettiert ein ausgewiesener Literatur- und Sprachexperte diese Troika.

LITANEI VON TODESURTEILEN

Mit dem „Lied von der Presse“, getextet und komponiert von Karl Kraus, interpretiert von Jürgen Zach (Gesang/Gitarre) wurde gleich eingangs des Abends deutlich: Der Erste Weltkrieg gilt nicht nur als der erste technische, sondern auch der erste mediale Großkonflikt. Unmittelbar darauf folgte als Toneinspieler: „Verlautbarte Todesurteile“, ein Auszug aus der Wiener Arbeiterzeitung vom 8. Oktober 1918.

Karl Stumpfi liest Texte von Karl Kraus und Georg Trakl

Karl Stumpfi liest Texte von Karl Kraus und Georg Trakl

„Über vier Jahre dauert der Weltkrieg schon, längst ist er zum statischen Stellungskrieg geraten“, führte Rezitator Karl Stumpfi in die Thematik, „Frontberichte verschwinden aus den Zeitungsspalten, Litaneien verlautbarter Todesurteile von Militär- und Standgerichten häufen sich. Werden alltäglich, wie heutzutage amtliche Bekanntmachungen und Standesamtsnachrichten“.

Für den Satiriker und Moralisten Karl Kraus sind mit dem Ersten Weltkrieg die letzten Tage der Menschheit angebrochen. Aus seinem monumentalen Endzeitdrama, das einem Marstheater zugeeignet ist, lasen Karl Stumpfi und Wolfgang Huber vier Szenen aus dem 4. Akt, welche die menschenverachtende Sinnentleerheit, ja Perversion des Krieges vor Augen führen. Sie seien auch ein leidenschaftlicher Appell an die Menschheit, die Lektionen der Geschichte endlich zu begreifen und zu verinnerlichen. „Denn wer aus Geschichte nicht lernt, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen“.

REMARQUES LEBEN UND WERK

Nach dem von Jürgen Zach vorgetragenen „Marschlied“ befasste sich Wolfgang Huber mit der Biografie Erich Maria Remarques und der Rezeptionsgeschichte dessen Klassikers „Im Westen nichts Neues“. Er rückte hierbei in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen, dass der Autor eine Romantrilogie nicht primär dem Grauen des Kriegsgeschehens, sondern dem Schicksal der jungen Generation widmete.  Weitere Romantitel sind „Drei Kameraden“ und „Zeit zu leben – Zeit zu sterben“.

Wolfgang Huber liest Texte von Karl Kraus und Erich Maria Remarque

Wolfgang Huber liest Texte von Karl Kraus und Erich Maria Remarque

Huber schloss diesen Komplex mit der Lesung des Schlusskapitels aus „Im Westen nichts Neues“ – und dem Sterben des  Ich-Erzählers: „Er war vornübergesunken und lag wie schlafend an der Erde. Als man ihn umdrehte, sah man, dass er sich nicht lange gequält haben konnte – sein Gesicht hatte einen so gefassten Ausdruck, als wäre er beinahe zufrieden damit, dass es so gekommen war“.

Musik von Gustav Mahler leitete nach der Pause den zweiten Teil des Leseabends ein, Adagio aus der unvollendeten 10. Sinfonie, entstanden in den Jahren 1910/11. „Seine Klangwelt“, so Stumpfi, „antizipiert förmlich alle Schrecken und Fährnisse in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.“  Zu Beginn der Kampfhandlungen 1914 kam es in der Stadt Grodek in Ostgalizien (heute Ukraine) zu einer erbitterten Schlacht zwischen österreichisch-ungarischen und russischen Truppen.  Der 27 Jahre alte Dichter Georg Trakl ist als Sanitätsleutnant in einem Feldlazarett nahe dran an dem blutigen Gemetzel. Unter widrigen Umständen – es fehlen Narkotika für Operationen, sieht er sich außerstande, das Leid der Verletzten zu mildern. Unter diesem Eindruck stehend, verfasst Trakl das  expressionische Gedicht Grodek. Seine nervliche Verfassung verschlechtert sich zusehends, er wird in ein Krakauer Militärspital eingewiesen, wo er Anfang November 1914 einer Herzlähmung in Verbindung mit einer Überdosis Kokain erliegt. Ungeklärt bleibt, ob die Überdosierung absichtlich geschah oder ein Versehen war.

ZERSTÖRTES EBENBILD GOTTES

Kurz vor Kriegsausbruch war Georg Trakls Gedichtezyklus „Der Jüngste Tag“ erschienen. Nach dem Kriegsgedicht Grodek  rezitierte Karl Stumpfi daraus fünf Texte, angereichert mit zwei weiteren Passagen aus Mahlers sinfonischem Vermächtnis: „Menschheit“, „Die Raben“, „Die Ratten“, „Allerseelen“, „Im Winter“ und „Verfall“. Nach Remarque und Trakl stand der Schlussabschnitt wieder ganz im Zeichen von Karl Kraus. Zunächst intonierte Zach Karl Kraus‘ „Weltkriegs-Couplet“. Den Epilog „Die letzte Nacht“ trug das Rezitatoren-Duo in Auszügen vor – sein apokalyptisches Ende samt Untergang des Menschen („Zerstört ist Gottes Ebenbild“) und Gottes Stimme („Ich habe es nicht gewollt!“) ließ den Zuhörern den Atem stocken. Mit dem Friedens-Chanson „Die Antwort der Blumen“ von Klaus Hoffmann setzte Sänger & Gitarrist Jürgen Zach dem Teufelskreis der Gewalt aber  eine Botschaft der Hoffnung entgegen.

Jürgen Zach interpretiert Chansons über Krieg und Frieden.

Jürgen Zach interpretiert Chansons über Krieg und Frieden.

Die Spitalkirche bot einen ebenso stilvollen wie atmosphärisch passenden Rahmen für den Abschluss des dreiteiligen Karl-Kraus-Lesetheaters.

Die Spitalkirche bot einen ebenso stilvollen wie atmosphärisch passenden Rahmen für den Abschluss des dreiteiligen Karl-Kraus-Lesetheaters.

G R O D E K  von Georg Trakl:

Am Abend tönen die herbstlichen Wälder
Von tödlichen Waffen, die goldnen Ebenen
Und blauen Seen, darüber die Sonne
Düstrer hinrollt; umfängt die Nacht
Sterbende Krieger, die wilde Klage
Ihrer zerbrochenen Münder.
Doch stille sammelt im Weidengrund
Rotes Gewölk, darin ein zürnender Gott wohnt
Das vergossne Blut sich, mondne Kühle;
Alle Straßen münden in schwarze Verwesung.
Unter goldnem Gezweig der Nacht und Sternen
Es schwankt der Schwester Schatten durch den schweigenden Hain,
Zu grüßen die Geister der Helden, die blutenden Häupter;
Und leise tönen im Rohr die dunkeln Flöten des Herbstes.
O stolzere Trauer! ihr ehernen Altäre
Die heiße Flamme des Geistes nährt heute ein gewaltiger Schmerz,
Die ungebornen Enkel.

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AUS DEM VORWORT DES AUTORS zum Drama „Die letzten Tage der Menschheit“:

„Es mag auch zu befürchten sein, dass eine Zukunft, die den Lenden einer so wüsten Gegenwart entsprossen ist, trotz größerer Distanz der größeren Kraft des Begreifens entbehrt. Dennoch muss ein so restloses Schuldbekenntnis, dieser Menschheit anzugehören, irgendwo willkommen und irgendeinmal von Nutzen sein“.

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MEDIEN-ECHO

Bericht in der Tageszeitung „Der Neue Tag“ vom 1. Oktober 2018 als jpg-Datei:NTKrieg1Bericht vom 28. September 2018 in der Mittelbayerischen Zeitung, Ausgabe SAD, als jpg-Datei:28_Sep.STN1

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„Wienerisches“ mit den Vier Unverdorbenen im Nachbarlandkreis

Ein erfolgreiches Kunstherbst-Auswärtsspiel

Die Vier Unverdorbenen nach dem rundum gelungenen Auftritt in Chammünster (v. li.) Jürgen Zach, Franz Schöberl, Karl Stumpfi und Klaus Götze. Fotos: Alfred Grassmann

Die Vier Unverdorbenen nach dem rundum gelungenen Auftritt in Chammünster (v. li.) Jürgen Zach, Franz Schöberl, Karl Stumpfi und Klaus Götze. Fotos: Alfred Grassmann

Stürmischen Beifall für ihre „Wiener G’schichten“ ernteten die Vier Unverdorbenen, das literarisch-musikalische Quartett des Neunburger Kunstvereins, auch beim zweiten Gastauftritt in Chammünster. Das Publikum goutierte am Samstagabend das unterhaltsame Wienerische Programm mit Schmankerln aus der so genannten Kaffeehaus-Literatur, garniert mit „unverdorbenen“ Cover-Versionen berühmter Wiener Musiktitel vom „Dritten Mann“ bis „Es lebe der Zentralfriedhof“.

Gabriele Kiesl, Kleinkunstbühne Tintenfassl Cham.

Gabriele Kiesl, Kleinkunstbühne Tintenfassl Cham.

So nebenbei ließen sich die best gelaunten Gäste auch das Wiener Drei-Gänge-Menü aus der Küche des Ödenturm-Restaurants schmecken.

Gabriele Kiesl, Autorin und Chefin der Chamer Kleinkunstbühne „Tintenfassl“ – sie hatte die Neunburger eingeladen – äußerte sich begeistert über das Dargebotene: „Die Vier Unverdorbenen des Neunburger Kunstvereins e. V. zu Gast im Gasthaus zum Ödenturm. Was sollen wir berichten? Es war eine Tintenfassl Veranstaltung at its best. Ein -liches Dankeschön an die begnadeten Künstler, das Küchen- und Serviceteam des Gasthauses und natürlich an das sensationelle Publikum“.

Infos zu diesem Abend für Feinschmecker: Die Vier Unverdorbenen präsentierten zum zweiten Mal eine glanzvolle Kulinarische Lesung mit Musik unter dem Motto „Wienerisches unterm Ödenturm“. Die Gäste erwartete in jeder Hinsicht ein genussreicher Abend. Zwischen den einzelnen Gängen eines Wiener Drei-Gänge-Menüs warteten die Vier Unverdorbenen mit einem unterhaltsamen Mix aus Text-und Musikbeiträgen auf. Quasi A la carte folgten satirische Miniaturen von Wiener Autoren, gepaart mit Wiener Heurigenliedern, Schrammelmusik, Austria-Pop und Klassischem.

Karl Stumpfi & Jürgen Zach beim Trio-Wien-Lied "Nüchtern bin i allweil so schüchtern".

Karl Stumpfi & Jürgen Zach beim Trio-Wien-Lied „Nüchtern bin i allweil so schüchtern“.

  Wer nach Lektüre dieser Zeilen Appetit bekommen hat, sollte schnell das nächste kulinarisch-satirische Event mit den Vier Unverdorbenen buchen: „Wienerisches im Kloster“ heißt das Motto am Samstag, 3. November, 19 Uhr, im Bildungshaus Kloster Ensdorf!

Franz Schöberl, ein Virtuose am Akkordeon!

Franz Schöberl, ein Virtuose am Akkordeon!

Lead-Gitarrist Klaus Götze greift in die Saiten...

Lead-Gitarrist Klaus Götze greift in die Saiten…

Gute Stimme für eine gute Stimmung: Vokalist und Bassist Jürgen Zach

Gute Stimme für eine gute Stimmung: Vokalist und Bassist Jürgen Zach

Liest und lebt die Textvorlage: Rezitator Karl Stumpfi

Liest und lebt die Textvorlage: Rezitator Karl Stumpfi

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Abschluss des Karl-Kraus-Lesetheaters am 26. September

„1918 – Die letzte Nacht“ in der Spitalkirche

 Im Rahmen des Projekts „Lost Traces – Europäisches Kulturerbejahr 2018“  in der Spitalkirche veranstaltet der Kunstverein Unverdorben am 26. September, 19 Uhr, eine Lesung mit Musik: „1918 – Die letzte Nacht“.

Wolfgang Huber (rechts) und Karl Stumpfi lesen aus „Die letzten Tage der Menschheit“. Foto: Tanja Kraus

Wolfgang Huber (rechts) und Karl Stumpfi lesen aus „Die letzten Tage der Menschheit“ (Teil II im Neunburger Kunstherbst 2016, evangelische Versöhnungskirche).  Foto: Tanja Kraus

Der abschließenden dritte Teil des Karl-Kraus-Lesetheaters „Die letzten Tage der Menschheit“

Autor Karl Kraus

Autor Karl Kraus

ist eine Erinnerung an das Ende des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren. Die Rezitatoren Karl Stumpfi, Journalist aus Neunburg v. W., und Wolfgang Huber, Sprachwissenschaftler aus Nittenau,  lesen aus Texten von Karl Kraus, Georg Trakl und Erich Maria Remarque. Der Neunburger Musiker Jürgen Zach (Gitarre und Gesang) umrahmt den Literaturabend mit Chansons über Krieg und Frieden. Eintritt ist frei, Spenden für den Kunstverein sind erbeten.

Im Rahmen einer Themenwoche „Erster Weltkrieg“  hatte der Kunstverein Unverdorben 2014  im Pfarrsaal St. Georg eine Bearbeitung des Endzeitdramas von Karl Kraus für Lesetheater präsentiert.

Autor Erich Maria Remarque

Autor Erich Maria Remarque

Sie enthielt  ausgewählte Szenen des Vorspiels und der Akte 1 bis 3. Der zweite Teil folgte im Kunstherbst 2016 in der evangelischen Versöhnungskirche mit rund 20 Szenen der Akte 4 und 5. Teil 3 des Lesertheaters rückt den Epilog „Die letzte Nacht“ in den Mittelpunkt. Angereichert wird das Programm mit einer Lesung aus dem Schlusskapitel des Romans „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque und Gedichten des österreichischen Lyrikers Georg Trakl („Grodek“).

Im musikalischen Teil begegnen die Zuhörer zwei Originaltexten und  –vertonungen aus der Feder von Karl Kraus, nämlich das „Lied von der Presse“ und das „Weltkriegs-Couplet“, interpretiert von Jürgen Zach. Das Friedenschancon „Die Antwort der Blumen“ des Liedermachers Klaus Hoffmann lässt sowohl die musikalische Lesung „1918  – Die letzte Nacht“ als auch den dreiteiligen Karl-Kraus-Zyklus ausklingen.

Autor Georg Trakl

Autor Georg Trakl

Die Tragödie in fünf Akten mit Vorspiel und Epilog „Die letzten Tage der Menschheit“ gilt als eine der wichtigsten literarischen Reaktionen auf den Ersten Weltkrieg. Der Autor lässt in diesem monumentalem Stück Hunderte von Gestalten, erfundene und historische, zu Wort kommen. Mehr als ein Drittel des Textes hat der Dichter aus Zeitungsmeldungen, militärischen Tagesbefehlen, Verordnungen, Gerichtsurteilen, Anzeigentexten und Gedichten zusammengetragen.

 

Längst hat sich in der Theaterpraxis durchgesetzt, das große Drama nicht auf der Bühne zu stemmen, sondern in Lesungen dem Publikum darzubieten. Aber auch eine reduzierte Auswahl der über 200 Szenen macht deutlich, dass „Die letzten Tage der Menschheit“ mehr sind als nur ein Stück gegen Militarismus. Vielmehr sind sie ein Plädoyer für Humanismus und Toleranz. Also für das, was eine Zivilgesellschaft ausmacht: Anerkennung der Anderen, Wertschätzung, Respekt und Empathie.

Jürgen Zach: Chansons über Krieg und Frieden. Foto: A. Grassmann

Jürgen Zach: Chansons über Krieg und Frieden. Foto: A. Grassmann

 

Musikalische Lesung "Die letzten Tage der Menschheit", Teil I, im Neunburger Kunstherbst 2014 im Kath. Pfarrsaal St. Josef. Foto: Alfred Grassmann

Musikalische Lesung „Die letzten Tage der Menschheit“, Teil I, Neunburger Kunstherbst 2014,  im Kath. Pfarrsaal St. Josef. Foto: Alfred Grassmann

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MEDIEN-ECHO

Bericht in der Tageszeitung „Der Neue Tag“/ Ausgabe SAD, v. 24. 9. 2018 als jpg-Datei:k

Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung, Ausgabe SAD, v. 22. 9. 2018 als jpg-Datei:

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21. September ist Internationaler Weltfriedenstag

Ahoj 18-Sonderführung im Kunstquartier

International Day of Peace 21. September 2018. Foto: UN Website

International Day of Peace 21. September 2018. Foto: UN Website

Eine Friedenstaube aus der Ahoj-18-Kollektion der Kunstschule Klatový/Tschechische Republik.

Eine Friedenstaube aus der Ahoj-18-Kollektion der Kunstschule Klatový/Tschechische Republik.

1. Vorsitzender Peter Wunder erläutert den Besuchern der Sonderführung am Weltfriedenstag die "Ahoj18"-Exponate im Kunstquartier. Fotos: Friedrich W. Stumpfi

1. Vorsitzender Peter Wunder erläutert den Besuchern der Sonderführung am Weltfriedenstag die „Ahoj18“-Exponate im Kunstquartier. Fotos: Friedrich W. Stumpfi

Der Neunburger Kunstverein Unverdorben e. V. bietet am Internationalen Weltfriedenstag Freitag, 21. September eine Sonderführung 3Glockedurch die am vergangenen Freitag eröffnete Internationale Ausstellung „Ahoj 18 – Kunst für den Frieden“ an. Gezeigt werden Werke von sechs Künstlerinnen und Künstler aus Tschechien und Bayern, sowie Schülerarbeiten zur projektbegleitenden Aktion „Friedenstauben“ aus drei Neunburger Kindergärten und Schulen sowie aus dem Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach und der Kunstschule Klatový (Tschechische Republik); Treffpunkt um 17.45 Uhr am Kunstquartier Im Berg 7. Von 18 bis 18.10 Uhr ist europaweites Glockenläuten für den Frieden, anschließend Rundgang durch die Ausstellung unter Leitung des 1. Vorsitzenden und Ahoj 18-Kurators Peter Wunder.2weltfriedenstag Willkommen sind alle Kunstinteressierten aus Nah und Fern. Das Datum für den „International Day of Peace“ wurde von der UN-Generalversammlung 1982 noch in Zeiten des Kalten Kriegs festgelegt. 2018 soll insbesondere an das Ende des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren sowie an den Ausbruch und an das Ende des Dreißigjährigen Kriegs (1618 – 1648) erinnert werden. Die Aktionen zum Weltfriedenstag entsprechen dem, was im Europäischen Kulturerbejahr 2918 für unsere Nachkommen gesichert werden soll: Die Werte der Solidarität und des Friedens.DSC06242logonenkunstherbst430

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Internationale Ausstellung AHOJ 18 glanzvoll eröffnet!

Friedensappell aus dem Burghof an die Welt

Vernissage1a (1)Mit einer Openair-Vernissage vor stattlicher Gästekulisse und bei angenehmen Spätsommer-Temperaturen gelang dem Kunstverein Unverdorben im Burghof ein Bilderbuchstart  in die 6. Saison
🍁NEUNBURGER KUNSTHERBST🍁

Mit großem Interesse und wachsender Begeisterung verfolgten die Gäste die Kunstpräsentation unter dem "Friedenstauben-Himmel"... Fotos: Alfred Grassmann

Mit großem Interesse und wachsender Begeisterung verfolgten die Gäste die Kunstpräsentation unter dem „Friedenstauben-Himmel“…      Fotos: Alfred Grassmann

Absolute Highlights einer imposanten Kunstpräsentation mit Werken von sechs Künstlerinnen und Künstlern aus Tschechien & Bayern

Vorsitzender Peter Wunder moderierte den Eröffnungsabend.

Vorsitzender Peter Wunder moderierte den Eröffnungsabend.

waren Lichtprojektionen an die Westfassade der Stadtpfarrkirche St. Josef und ein tschechischer Videofilm über das von Prof. Dr. Rechlik betreute Projekt „Kapelle Maria Himmelfahrt im Bärnwald im Adlergebirge“.  KVU-Vorsitzender Peter Wunder moderierte den Abend, 2. Vorsitzender Karl Stumpfi trug die Künstlervitae vor, Vorstandsmitglied Dana Ettl übersetzte für die Gäste aus Böhmen. Die Lichtregie besorgte Wolfgang Gräßl. Gitarrist Tassilo Männer aus Leipzig umrahmte die Fotoserie von Miriam Ferstl mit einer rund sieben Minuten dauernden Eigenkomposition „Soul for Lights“, für die der Berufsmusiker großen Applaus erntete.

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FRIEDEN IST…

Waffenruhe – keine Gewalt – Gerechtigkeit – Leben in Freiheit – Frieden in der Welt.

Liebe – Toleranz – Verständnis – Alle gleich behandeln.

Glück, Erfolg, keinen Streit mehr in der Familie.

Nicht andere Menschen schon nach der ersten Begegnung in eine Schublade  stellen.

Jemandem auf der Straße ein Lächeln schenken.

(Kleine Auswahl der „Botschaften“, welche die jungen Künstler in Kindergärten und Schulen den von ihnen gefertigten Friedenstauben anhängten)

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Vorsitzender Wunder begrüßte einige Ehrengäste namentlich: Stellvertretenden Landrat MdL Joachim Hanisch, 1. Bürgermeister Martin Birner,

Bürgermeister Birner lobte in seinem Grußwort Kreativität und Innovationskraft des Kunstvereins Unverdorben.

Bürgermeister Birner lobte in seinem Grußwort Kreativität und Innovationskraft des Kunstvereins Unverdorben.

Stadtpfarrer Stefan Wagner, die Stadträte Margot Weber, Klaus Zeiser, Martin Scharf, Thomas Albang und Harald Klatzka und die neue CeBB-Geschäftsführerin Dr. Veronika Hofinger. Einen herzliches Willkommen entbot er Hans Richter, Chefdirigent der Smetana Philharmonie Prag, ein bewährter Kooperationspartner beim Klassik-Galakonzert am 2. Oktober. Unter den Gästen befanden sich auch Asylbewerber aus der Neunburger Unterkunft in Begleitung der städtischen Migrations-Beauftragten Elke Reinhart. Mit besonderer Freude erwähnte der KVU-Vorsitzende, dass es bei der diesjährigen Internationalen Kunstausstellung mit ihrem Friedensleitmotiv gelungen sei, alle örtlichen Kindergärten und Schulen einzubinden und darüber hinaus auch das Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach sowie die Kunstschule Klatový ins Boot zu holen.

2. Vorsitzender Karl Stumpfi stellte die sechs Ahoj18-Künstler vor.

2. Vorsitzender Karl Stumpfi stellte die sechs Ahoj18-Künstler vor.

Seinen Dank übermittelte er an die anwesenden Schulleiter Jarmila Stepánková aus Klattau, Oberstudiendirektor Ludwig Pfeifer, OVI, Konrektor Bernd Bischoff, Gregor-von-Scherr-Realschule Neunburg v. W., Rektorin Sabine Bauer, Grundschule Neunburg v. W., Rektorin Irene Träxler, Mittelschule Neunburg v. W. Anerkennung zollte er ebenso den Kindergarten-Leiterinnen Schwester Christine (Kloster), Kathrin Woyte (St. Josef) und Isolde Killermann (St. Martin).

Gitarrist Tassilo Männer, Leipzig, beeindruckte die Zuhörer mit seiner Eigenkomposition zur "More Light"-Fotoserie von Miriam Ferstl.

Gitarrist Tassilo Männer, Leipzig, beeindruckte die Zuhörer mit seiner Eigenkomposition zur „More Light“-Fotoserie von Miriam Ferstl.

Auf das  Austellungsmotto „Ahoj 17 – Kunst und Glaube“ folgt dieses Jahr „Ahoj 18 – Kunst für den Frieden“ mit dem begleitenden Projekt „Friedenstauben“. Das Thema  „Frieden und Aussöhnung“ sei  insbesondere in Hinblick auf die Deutsch-Tschechische Freundschaft, aber auch in jeder zwischenmenschlichen Beziehung wichtig. Durch das Projekt „Kunst für den Frieden“ sollte den Kindern und Jugendlichen vermittelt werden, dass jeder einen Beitrag zum Frieden leisten kann, ganz egal wie klein dieser auch sein mag. Dazu wurden im Unterricht Friedenstauben, z.B. aus Papier oder Pappe gebastelt und vom jeweiligen Schüler gestaltet Zudem hatte jeder die Möglichkeit seiner Taube einen kurzen persönlichen Wortbeiträge zum Thema „Frieden“ beizufügen.

Insbesondere die XXL-Formate der Friedenstauben zogen die Blicke und Objektive an...

Insbesondere die XXL-Formate der Friedenstauben fanden das Interesse der Fotogafen.

Nach der Vernissage werden die Friedenssymbole in die Spitalkirche, in das Kunstquartier und ins Foyer der Schwarzachtalhalle gebracht, um die Friedensbotschaft im Zentrum der Pfalzgrafenstadt weiterleben zu lassen. „Vielleicht lassen wir sie auch nach Syrien, Palästina und Afghanistan fliegen“, fügte Vorsitzender Peter Wunder hinzu.MoreLIght (1) Im Vorfeld des Projekts „Friedenstauben“ hatte Initiatorin Miriam Ferstl in der Grundschule,  Mittelschule, im Ortenburg-Gymnasium  und für Asylbewerber Workshops durchgeführt. Seine Einführung schloss Wunder mit den Worten: „Lassen wir  nun die Bilder sprechen“. Wie sehr das Ahoj18-Opening die Anwesenden beeindruckte, brachte Neunburgs Tourist-Information-Leiter Werner Dietrich auf den Punkt: „Es war ein super Abend, die Kunst ist in Neunburg angekommen!“

Arbeiten der Aussteller Jitka Stenclova, Dagmar Kruskova, Marketa Gebrian, Karl Rechlik, Andrea Thema und Miriam Ferstl können jeden Sonntag bis einschließlich 28. Oktober 2018, jeweils von 14 bis 16 Uhr im Kunstquartier, Im Berg 7, besichtigt werden. Eine Sonderführung bietet der KVU am Weltfriedenstag 21. September an. Treffpunkt um 17.45 Uhr im Kunstquartier!

Gruppenbild der Ahoj18-Künstler und der am Projekt "Kunst für den Frieden" Beteiligten. Foto: Udo Weiß, NT

Gruppenbild der Ahoj18-Künstler und der am Projekt „Kunst für den Frieden“ Beteiligten. Foto: Udo Weiß, NT/Onetz.de

Unter den Ehrengästen der Ahoj18-Vernissage befand sich auch Hans Richter, Chefdirigent der Prager Smetana Philharmoniker.

Unter den Ehrengästen der Ahoj18-Vernissage befand sich auch Hans Richter, Chefdirigent der Prager Smetana Philharmoniker.

Der Burghof - in mystisches Licht getaucht! Foto: Wolfgang Gräßl

Der Burghof – in mystisches Licht getaucht! Foto: Wolfgang Gräßl

Von der Performance gebannt: das lokale Pressekorps mit Ralf Gohlke (MZ), Elfriede und Udo Weiß (NT)

Von der Performance gebannt: das lokale Pressekorps mit Ralf Gohlke (MZ), Elfriede und Udo Weiß (NT)

Dana Ettl bewährte sich einmal mehr als versierte Dolmetscherin.

KVU-Vorstandsmitglied Dana Ettl bewährte sich einmal mehr als versierte Dolmetscherin.

Dagmar Kruskova: Portraits

Dagmar Kruskova: Portraits

Marketa Gebrian: Time for Wondering in Peace

Marketa Gebrian: Time for Wondering in Peace

Miriam Ferstl: St. Nepomuk Pilsen

Miriam Ferstl: St. Nepomuk Pilsen

Die beleuchteten Bildkästen der Kunstfoto-Kollektion "More Light" von Miriam Ferstl zogen die Blicke der Besucher magnetisch an... Foto: Wolfgang Gräß.

Die beleuchteten Bildkästen der Kunstfoto-Kollektion „More Light“ von Miriam Ferstl zogen die Blicke der Besucher magnetisch an… Foto: Wolfgang Gräßl

Das Kunstquartier Im Berg 7 war am Eröffnungsabend gut frequentiert. Foto: Ralf Gohlke

Das Kunstquartier Im Berg 7 war am Eröffnungsabend gut frequentiert. Foto: Ralf Gohlke,MZ

an attraktiven Fotomotiven mangelte es beim Galerierundgang nicht...

An attraktiven Fotomotiven mangelte es beim Galerierundgang nicht… Foto: Ralf Gohlke, MZ

Brüdertreffen am Rand von Ahoj 18: Friedrich W. Stumpfi, bildender Künstler aus Stockholm/Schweden u. Karl Stumpf, 2. KVU-Vorsitzender und Kunstherbst-Koordinator. Foto: Ralf Gohlke, MZ

Brüdertreffen am Rand von Ahoj 18: Friedrich W. Stumpfi, bildender Künstler aus Stockholm/Schweden  (rechts) u. Karl Stumpfi, 2. KVU-Vorsitzender und Kunstherbst-Koordinator, Neunburg v. Wald. Foto: Ralf Gohlke, MZ

 

Bleibende Erinnerungen an eine magische Kunst-Nacht im Burghof... Foto: Ralf Gohlke, MZ

Bleibende Erinnerungen an eine magische Kunst-Nacht im Burghof… Foto: Ralf Gohlke, MZ

MEDIEN-ECHO

 Bericht in der Zeitung „Der Neue Tag“/Ausgabe SAD v. 18. 9. 2018 als jpg-Datei:kunstinBandbreite

Bericht in der Zeitung „Der Neue Tag“/Ausgabe SAD v. 17. 9. 2018 als jpg-Datei: kBericht in der Mittelbayerischen Zeitung, Ausgabe NEN, v. 17. 9. 2018 als pdf- und jpg-Datei:  2018.17_Sep.STN1

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Openair-Vernissage „Ahoj 18“ im Burghof

14. September: Kunst und Friedenstauben

Der Neunburger Kunstherbst ’18 startet mit Eröffnung der Internationalen Ausstellung „Ahoj 18 – Kunst für den Frieden“ im Burghof. Dort  begannen am Donnerstag die Aufbauarbeiten. Bei einem Pressegespräch im Kunstquartier informierte der KVU-Vorstand  kürzlich über Veranstaltungsdetails.

Mehrere hundert Friedenstauben wurden am Vorabend der Eröffnung am Tribünendach befestigt. Foto: Karl Stumpfi

Mehrere hundert Friedenstauben wurden am Vorabend der Eröffnung am Tribünendach befestigt. Foto: Karl Stumpfi

Stv. KVU-Vorsitzender Karl Stumpfi und 1. Bürgermeister Martin Birner präsentierten der Presse die Internationale Kunstausstellung "Ahoj 18" im 6. Neunburger Kunstherbst. Foto: Alfred Grassmann

Stv. KVU-Vorsitzender Karl Stumpfi und 1. Bürgermeister Martin Birner präsentierten der Presse die Internationale Kunstausstellung „Ahoj 18“ im 6. Neunburger Kunstherbst. Foto: Alfred Grassmann

Die Auftaktveranstaltung wird vom gastgebenden Kunstverein Unverdorben erstmals als Openair-Vernissage im historischen Burghof gestaltet.  Als verantwortlicher Kurator leitete 1. Vorsitzender Peter Wunder  die organisatorischen Vorbereitungen für die Internationale Kunstausstellung „Ahoj 18“. Alle sechs ausstellenden Künstler aus Böhmen und Bayern werden am Freitagabend präsent sein: Miriam Maria Ferstl, Neunburg-München; Markéta Gebrian, Dagmar Krůšková, Jitka Štenclová, Prag; Andrea Thema, Burgthann; und Prof. Dr. Karel Rechlik, Brünn. Dazu kommen Repräsentanten der drei einheimischen Kindergärten, der Grund-, der Mittel- und der Realschule, des Ortenburg-Gymnasiums Oberviechtach und der Kunstschule Klatový – allesamt  Teilnehmer an der flankierenden Kunstaktion „Friedenstauben“.  Die kunstinteressierte Bevölkerung aus Stadt und Umland sind herzlich willkommen. Eintritt frei!

Friedenstaube aus der Kunstschule Klatovy und Universumscheibe "Sophia" von Andrea Thema aus Burgthann,

Friedenstaube aus der Kunstschule Klatovy und Universumscheibe „Sophia“ von Andrea Thema aus Burgthann,

Während der Vernissage werden Ahoj-18-Kunstwerke großflächig an die Kirchenwestfassade projiziert: Für die Lichtregie ist Wolfgang Gräßl, Neunburg, zuständig.  Mit Live-Musik wird der Musikproduzent und Gitarrist  Tassilo Männer, Leipzig, die Openair-Vernissage umrahmen. Und unter dem Zeltdach der Besuchertribüne werden rund 800 Friedenstauben „flattern“…  „Ahoj 18 – Kunst für den Frieden“ mit den Ausstellungslocations Kunstquartier, Im Berg 7; Schwarzachtalhalle Foyer, Rötzer Straße 2; und Spitalkirche, Hauptstraße 1, dauert bis einschließlich Sonntag, 28. Oktober 2018. Öffnungszeiten sind jeweils an Sonntagen von 14 bis 16 Uhr. Eine Sonderführung durch die Ausstellung wird am Freitag, 21. September („Weltfriedenstag“) angeboten. Treffpunkt um 17.45 Uhr im Kunstquartier, Im Berg 7.

Friedenstauben – ist  eine die Kunstausstellung „Ahoj 18“ begleitende Projektidee von Miriam Ferstl in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Unverdorben. Das Thema „Frieden und Aussöhnung“ ist insbesondere in Hinblick auf die Deutsch-Tschechische Freundschaft, aber auch in jeder zwischenmenschlichen Beziehung wichtig. Durch das Projekt „Kunst für den Frieden“ soll den Kindern und Jugendlichen vermittelt werden, dass jeder einen Beitrag zum Frieden leisten kann, ganz egal wie klein dieser auch sein mag. Dazu sollten im Unterricht Friedenstauben, z.B. aus Papier oder Pappe gebastelt und vom jeweiligen Schüler gestaltet werden.   Ganz persönliche kurze Wortbeiträge zum Thema „Frieden“ werden den gebastelten Tauben beigefügt.

Nach der Vernissage werden die Friedenssymbole in die Spitalkirche gebracht, um die Friedensbotschaft im Zentrum der Pfalzgrafenstadt weiterleben zu lassen. Im Vorfeld des Projekts „Friedenstauben“ hatte die Künstlerin Miriam Ferstl in der Grundschule und Mittelschule Neunburg v. W. sowie im Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach Schüler-Workshops durchgeführt. Ein weiterer Workshop für Asylbewerber kam durch Vermittlung der Neunburger Migrations-Beauftragten Elke Reinhart  zustande.

Unter Anleitung der Künstlerin Miriam Ferstl bastelten Asylbewerber Friedenstauben.

Unter Anleitung der Künstlerin Miriam Ferstl bastelten Asylbewerber Friedenstauben.

AHOJ 18 – KÜNSTLERPORTRÄTS

Jitka Štenclová ist eine tschechische Malerin und TextilkünstlerinJStenclova, die in Prag lebt und arbeitet. Sie absolvierte die Hochschule für Künste, Architektur und Design. Neben der abstrakten Malerei widmet sie sich auch Pastell-Zeichnungen, ihr künstlerisches Wirken umfasst ebenso 3D-Objekte. 1982 gewann sie den 2. Preis der dritten Quadriennale des Kunsthandwerks in Erfurt. Sie ist in der Nationalgalerie in Prag, in den Museen Royaux d’Art et d’Histoire, Brüssel/Belgen und im Power House Sydney/Australien vertreten.

Dagmar Krůšková, geboren in Napajedla (Tschechische Republik), DKruskovastudierte Malerei an der weiterführenden Schule für angewandte Künste in Uherské Hradiště. 2002 erhielt sie ihren Abschluss von der Karls-Universität Prag (Fakultät für Bildung, Lehrstuhl für Kunstbildung und Tschechische Sprache). Ihre momentane Arbeit ist auf große Seidenmalereien fokussiert,. Die Inspiration kommt aus der Natur und deren Pflanzen, Gärten, Mustern, Farben und Licht. Sie sagt über sich selbst: „ Zeichnen und Malen macht mir seit meiner frühen Kindheit Spaß, besonders auf großen Formaten. Die Obsession mit Farben führte mich von den Ölmalereien hin zu den Seidenexperimenten“.

Marketa Gebrian, lebt und arbeitet in Prag.MarketaGebri Studiert hat sie Architektur und Kunsterziehung in Prag und Liberec. Zu längeren Studienaufenthalten weilte sie an der La Sapienza-Universität in Rom (Fakultät für Restauration), an der Ecol dÀrchitectüre in Paris und an der Gerrit-Rietveld Akademie, Abteilung Innenarchitektur, in Amsterdam. Beruflich war sie zunächst als Architektin tätig. Im Rahmen eines Selbstfindungsprozesses kam sie  zur bildenden Kunst,  begann zu malen, allerdings nicht mit Farbe und Pinsel – sie malt am Computer. Ihre bei Ahoj 18 gezeigten Werke sind in der Technik „Digitaldruck auf Leinwand“ angesiedelt. Marketa Gebrian ist seit 2009 freischaffende Künstlerin, trat 2014 und 2016 mit Solo-Ausstellungen an die Öffentlichkeit und wurde mehrfach ausgezeichnet.

Prof. Dr. Karel Rechlik aus Brünn, studierte von 1968–1973 KRechlikKunstgeschichte und Philosophie an der Masaryk Universität in Brno/Brünn. Er ist seit 1975 freischaffender Künstler und Kunsttheoretiker. Realisierte zahlreiche Glasfenster sowie liturgische Ausstattungen für Kirchenräume in Tschechien, Deutschland und Österreich,  zahlreiche Installationen wie Kreuzwege und liturgische Tücher im In- und Ausland. Für die Domkirche in Sankt Pölten entstand 2013 die Installation eines achtteiligen Credo-Zyklus sowie 2015 das monumentale Triptychon der Porta Caritatis. Karel Rechlík kuratierte  auch mehrere Ausstellungen historischer Kunst.  So die bestehende Dauerausstellung „Vita Christi“ im Diözesanmuseum in Brünn, dessen Direktor er ab 1993 war.

Andrea Thema war nach dem 1979 abgeschlossenen StudiumAndreaThem im Lehrberuf vorwiegend in Nürnberg tätig. Seit 1986 ist sie  freischaffende Künstlerin, ihre Arbeiten werden im In- und Ausland gezeigt. Die in Burgthann lebende Malerin beschäftigt sie sich auch mit der Verbindung von Kunst und Architektur, Kunst im sakralen Raum, kinetischer und kybernetischer Kunst, sowie mit der Verbindung von Kunst und Technik. Raumgreifende Installationen und die Verwendung außergewöhnlicher Materialien in Verbindung mit Licht und Illuminationen sind zu einem Schwerpunkt ihres Schaffens geworden. Die bei Ahoj 18 – Kunst für den Frieden gezeigte Installation nennt sich „Zwischen Krieg und Frieden“. Mit Wandobjekten von stilisierten Grenzbefestigungen mit symbolhafter Farbigkeit und einem kinetischem Objekt im Raum, einer „Universumscheibe“ namens Sophia, erinnert die Künstlerin an die Zeit des Eisernen Vorhangs und den damit verbundenen Grauen des Kalten Krieges.

Miriam Ferstl wuchs in Seebarn auf und lebt in München. Sie studierte Theaterwissenschaft, Medienwissenschaft und Germanistik an der Universität Bayreuth.MiriamFotoMBachmann Anschließend war sie in Bochum und München als Requisiteurin, Schauspielerin, Dramaturgin, Redakteurin und Autorin tätig.  Seit 2015 ist sie als freischaffende bildende Künstlerin tätig und studiert aktuell an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Prof. Dieter Rehm. Für ihre aktuelle fotografische Arbeit „Divine Light / Kaleidoscope“ konzentriert sie sich auf die zentralen Lichtquellen sakraler Orte. Ausstellungen ihrer Arbeiten fanden u.a. im Museum of Fine Arts in Split, im Meštrovic Pavillon in Zagreb, bei der Licht Kunst Biennale Hildesheim und in der Galerie ANAÏS in München statt. Vor Kurzem war Miriam Ferstl noch in Nordafrika (Tunis) in Sachen Kunst unterwegs.

MEDIEN-ECHO

Bericht im überregionalen MZ-Kulturteil v. 14. 9. 2018 als pdf- und jpg-Datei: 2018.14_Sep.K1_RL

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Bericht in der Wochenzeitung „Rundschau Schwandorf“ v. 12. 9. 2018 als jpg-Datei: 12_Sep.81_11

Bericht in der Fränkischen Tageszeitung „Der Bote“ v. 31. 8. 18 als jpg-Datei: Andrea Thema_Kunst_Paramente_Paramentik_Der BoteBericht im Neuen Tag, Ausgabe SAD/NEN, v. 12.9. 18 als jpg-Datei: kBericht in der Mittelbayerischen Zeitung SAD v. 8.9.18 als jpg-Datei:

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