{"id":1105,"date":"2013-09-17T18:24:57","date_gmt":"2013-09-17T18:24:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunstverein-unverdorben.de\/?p=1105"},"modified":"2013-09-18T19:59:25","modified_gmt":"2013-09-18T19:59:25","slug":"beethovens-neunburger-techtelmechtel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kunstverein-unverdorben.de\/index.php\/2013\/09\/beethovens-neunburger-techtelmechtel\/","title":{"rendered":"<h1>Beethovens Neunburger &#8222;Techtelmechtel&#8220;<\/h1>"},"content":{"rendered":"<p>Im Vorfeld der aus regionaler Sicht durchaus als historisch zu bezeichnenden Auff\u00fchrung der 9. Sinfonie d-moll op.125 von Ludwig van Beethoven im Rahmen des 1. Neunburger Kunstherbsts hat die Mittelbayerische Zeitung in der Kreisausgabe Schwandorf vom 18.9. 2013 eine interessante pers\u00f6nliche Querverbindung zwischen dem ber\u00fchmten Komponisten und der Pfalzgrafenstadt thematisiert (Titel &#8222;Beethoven verehrte Neunburgerin&#8220; von MZ-Redakteur Karl-Heinz Probst). Sozusagen zur Einstimmung auf das gro\u00dfe Konzertereignis am Samstag, 26. Oktober, 19.30 Uhr, in der Schwarzachtalhalle zitierten wir im heutigen Kunstverein-Unverdorben-Blog nachfolgend einige Textpassagen.<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-1105 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.kunstverein-unverdorben.de\/beethoven\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.kunstverein-unverdorben.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/beethoven-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-1113\" srcset=\"https:\/\/www.kunstverein-unverdorben.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/beethoven-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.kunstverein-unverdorben.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/beethoven-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.kunstverein-unverdorben.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/beethoven.jpg 402w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1113'>\n\t\t\t\tLudwig van Beethoven (*16.12.1770 in Bonn +26.3.1827 in Wien):\nDie h\u00fcbsche Neunburgerin gefiel dem Musik-Titanen&#8230;\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.kunstverein-unverdorben.de\/index.php\/2013\/09\/beethovens-neunburger-techtelmechtel\/elisabeth-rockel\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.kunstverein-unverdorben.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Elisabeth-R\u00f6ckel-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-1104\" srcset=\"https:\/\/www.kunstverein-unverdorben.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Elisabeth-R\u00f6ckel-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.kunstverein-unverdorben.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Elisabeth-R\u00f6ckel.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1104'>\n\t\t\t\tElisabeth R\u00f6ckel (*15-3-1793 in Neunburg +3.3.1883 in Weimar)\nPortr\u00e4t von E. Gr\u00fcnler (1839) \/ Quelle: K.H.Probst, MZ)\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl>\n\t\t\t<br style='clear: both' \/>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Die Neunburgerin Elisabeth R\u00f6ckel, eine Schwester des Theaterdirektors und Operns\u00e4ngers Joseph August R\u00f6ckel, war zu ihrer Zeit als eine der gefeiertsten S\u00e4ngerinnen Wiens nicht minder bekannt. Getauft auf den Namen Maria Eva &#8211; Patin war die Lederersgattin Maria Gruber aus der Vorstadt &#8211; erblickte sie am 15. M\u00e4rz 1793 in Neunburg das Licht der Welt. \u00dcber ihre Ausbildung ist derzeit nichts bekannt. Von 1811 bis 1813 war Elisabeth, wie sie sich jetzt vielleicht nach ihrer Mutter nennt, als Sopranistin Mitglied der Wiener Hofoper. Dort lernt sie den ber\u00fchmten Pianisten und Komponisten Johann Nepomuk Hummel (1778-1837) kennen. Die beiden verlieben sich und heiraten am 16. Mai 1813 in der Pfarrkirche St. Joseph in der Wiener Vorstadt Laimgrube. Einer der Trauzeugen war Hofkapellmeister Antonio Salieri.<br \/>\nElisabeth Hummel beendete nach der Heirat ihre vielversprechende Sangeskarriere. Nach einer Zwischenstation in Stuttgart wurde Hummel 1819 als Kapellmeister nach Weimar berufen, wo er bis zu seinem Tod wirkte. Zu seinen Lebzeiten war Hummel so ber\u00fchmt wie Beethoven, er galt als der beste Klaviervirtuose in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts. Auf seinen zahlreichen Gastspielreisen in Europa feierte er gro\u00dfe Erfolge. In Weimar geh\u00f6ren die Hummels zu Goethes engstem Umkreis. Auch mit Beethoven waren sie bereits seit ihrer Wiener Zeit bekannt. Wie Hummel hatte Beethoven bei Haydn, Albrechtsberger und Salieri studiert. Beethoven hatte die junge und h\u00fcbsche Neunburgerin sehr gerne. Als das Ehepaar Hummel 1827 von Beethovens schwerer Krankheit erfuhr, besuchte es den Todkranken in seiner Wohnung. Beethoven bat Johann Nepomuk Hummel, der ihn zun\u00e4chst allein aufgesucht hatte, doch auch seine Frau mitzubringen, die er ja sehr verehrte. \u201eSie sind ein gl\u00fccklicher Mann\u201c, sagte er zu Hummel, \u201eSie haben eine Frau, die sich um sie k\u00fcmmert und sie liebt. Ich aber bin ein armer Junggeselle\u201c. F\u00fcnf Tage nach dem Besuch stirbt Beethoven. Elisabeth \u00fcberlebt ihren Mann um 46 Jahre und schlie\u00dft am 3. M\u00e4rz 1883 in Weimar f\u00fcr immer die Augen.<br \/>\nSoweit aus dem detailreichen und informativen MZ-Artikel. Doch unbeantwortet bleiben wohl f\u00fcr immer ein paar Fragen, womit der Legendenbildung T\u00fcr und Tor ge\u00f6ffnet ist: Gab es eine &#8222;Amour fou&#8220; zwischen Ludwig und Elisabeth? War SIE seine &#8222;ferne Geliebte&#8220;? War SIE jene Widmungstr\u00e4gerin des ebenso bekannten wie kurzen Beethoven-Klavierst\u00fccks &#8222;F\u00fcr Elise&#8220;?<br \/>\nSei`s drum. Wir freuen uns jedenfalls auf Beethovens &#8222;Neunte&#8220; in Neunburg&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Vorfeld der aus regionaler Sicht durchaus als historisch zu bezeichnenden Auff\u00fchrung der 9. Sinfonie d-moll op.125 von Ludwig van Beethoven im Rahmen des 1. 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