Programm des 14. Neunburger Kunstherbsts den Medien präsentiert

Sie stellten im Neunburger Rathaus das neue Kunstherbst-Programm vor: In der unteren Reihe von links Kartenverkaufsleiterin Rosa Schafbauer, KVU-Vorsitzender Peter Wunder, Programm-Koordinator Karl Stumpfi, 2. Bürgermeister Harald Klatzka, Stadtmarketing-Leiter Markus Bauer-Würth; mittlere Reihe von links KVU-Vorstandsmitglieder Roland Thäder und Dr. Hella Simandi, Eva Laußer (Ostbayerisches Jugendsinfonieorchester) und Ursula Hüfner (Orchester am Singrün Regensburg); obere Reihe von rechts KVU Schatzmeisterin Tanja Lennert sowie die KVU-Vorstandsmitglieder Gaby Irlbacher und Dana Ettl. Foto: Ralf Gohlke, MZ

Die Hochkultur hat Hochsaison

Die 14. Saison des Neunburger Kunstherbsts steht vor der Tür. Sieben Wochen vor dem Eröffnungskonzert, welches das Ostbayerische Jugendsinfonieorchester mit einer sinfonischen Europa-Reise gestalten wird, legten die Verantwortlichen des Neunburger Kunstvereins Unverdorben e. V. im historischen Rathaus-Sitzungssaal das Programm mit insgesamt 16 Kultur-Events vor: Konzerte, Ausstellungen und Kleinkunst: Sie werden Strahlkraft auf die Region entwickeln, gaben sich die örtlichen Programm-Macher optimistisch.

Der 1. Vorsitzende des Neunburger Kunstvereins als Initiator des Neunburger Kunstherbsts Peter Wunder begrüßte neben den Medienvertretern 2. Bürgermeister Harald Klatzka als Hausherrn, die 1. Stellvertreterin des Orchestervorstands Eva Laußer und Ursula Hüfner als Repräsentatinnen des Ostbayerischen Jugendsinfonieorchesters und des Singrün-Orchesters Regensburg, Vertreter der Stadtverwaltung und Stadtwerke Freizeit GmbH sowie die fast komplett erschienene Vorstandschaft des Kunstvereins.

Wunder präsentierte den noch druckfrischen Programm-Folder des 14. Kunstherbsts (mit Untertiteln in tschechischer Sprache). Er merkte zur unorthodoxen Seitenreihenfolge pointiert an, dass diese in der holländischen Druckerei „etwas unter die Windmühlenflügel gekommen ist“. Der Kunstverein nehme das sportlich und als Herausforderung für die Gäste: „Wer die sechs Seiten durchliest, zeigt auch wirklich Interesse an unserem Angebot und wir hoffen sehr auf ihren Besuch“. Die Vorstellung des kompletten Kunstherbst-Programms nahm er jedoch in der gewohnten chronologischen Reihenfolge vor.

°Fr 11. 09. – 19.30 bis 21.45 Uhr: „Sinfonische Europa-Reise“ (Ostbayerisches Jugendsinfonieorchester in der Schwarzachtalhalle. Eintritt frei!)

°Fr 25. 09. – 18 bis 21 Uhr: Internationale Kunstausstellung AHOJ 26 (Ab 18 Uhr Vernissage Rathaus-Foyer; Ausstellungsquartiere Spitalkirche und Fronfeste (Besichtigungen So. 14 – 16 Uhr, bis 25. Oktober!)

°Sa 03. 10. – 19 bis 21.30 Uhr: „Ein Lied geht um die Welt“ (Evergreens der 30-er Jahre mit Stephan-Schlögl-Quartett, Schwarzachtalhalle)

°Do 01. 10. – Sa. 31. 10. – Ausstellung „Gefangen in Belarus“ (Plakate mit Porträtzeichnungen von Xisha Angelova, ev. Versöhnungskirche)

°Sa 10. 10. – 20 bis 22.30 Uhr:  OVIGO Musical „Spamalot“ (Weitere Aufführungen am 11., 16. und 17.10 in der Schwarzachtalhalle)

°So 11. 10. – 17 bis 19 Uhr: „Zwischen Licht und Schatten“ (Das Guadagnini-Trio spielt Haydn, Beethoven und Dvorak im Schlosssaal)

°So 18. 10. – 17 bis 18.30 Uhr:  M. Riccabona an der neuen Orgel (Festkonzert zur Orgelweihe in der kath. Stadtpfarrkirche St. Josef)

°Fr 23. 10. – 19 Uhr: Das andere Schöpfungs-Singen (GAIA-Konzert von Contigo mit Band in illuminierter Pfarrkirche St. Josef)

°Sa 31. 10. / So. 1. 11 – 20  bis 22 Uhr: „Kalter Weißer Mann“ (Wendungsreiche Komödie mit Ovigo Theater in der Schwarzachtalhalle)

°Sa 07. 11. – 19 bis 22 Uhr: “Dinnermusic“ für Feinschmecker (Das Kulinarik & Musik-Event mit dem Quartett von Paul Windschüttl im Foyer der Schwarzachtalhalle. Karten-VVK bei Rosa Schafbauer!)

°Fr. 13. 11. – 19.30 bis 21.30 Uhr: DomraPiano im Schloss (Ein außergewöhnlicher Konzertabend mit Natalia Anchutina am russischen Zupfinstrument. Tickets an der Abendkasse. Studenten, Schüler, Azubis frei!)

°Mo 23. 11. / Di  8. 12 – 19 bis 21.45 Uhr: „Alle Jahre schon wieder…“ (Satirisch-musikalische Weihnachts-Lesung mit den Vier Unverdorbenen im Sporrer-Saal. VVK ab 1. 10. im Büro- und Pressezentrum NEN)

°So 29. 11. – 9.30 bis 15 Uhr: Workshop „Macht hoch die Tür“ (Uwe Steinmetz & Band studieren im ev. Gemeindesaal alte und neue Adventslieder ein und führen diese auf dem Schrannenplatz auf)

°So 29. 11. – 18 bis 20 Uhr: Klassiker der sinfonischen Filmmusik  (Jubiläumskonzert des Singrün-Orchesters Regensburg mit Hollywood-„Ohrwürmern“ in der Schwarzachtalhalle)

°Fr. 11. – So. 13. 12.: Kunstvolles und Preiswertes (Verkaufsausstellung der KVU-Mitglieder während der Burgadvent-Öffnungszeiten)

°So. 20. 12. – 17 bis 18.30: Weihnachtssingen im Schloss (Traditionelles Vorweihnachtskonzert des Gesangverein 1861 mit Chormusik und besinnlichen Texten)

 Weitere Infos zu den Kunstherbst-Veranstaltungen abrufbar unter: www.neunburger-kunstherbst.de

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„Ein tolles und vielversprechendes Kulturprogramm! Für alle Interessensgruppen ein abwechslungsreicher Kunstherbst!!“ Anne Gierlach (2. Vorsitzende der Freunde der Kunst Oberviechtach)

„Wunderbar, ich freue mich auf den Herbst!“ (Monika Krauß, 1. Vorsitzende der Freunde der Kunst Oberviechtach)

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Programm-Koordinator Karl Stumpfi rundete die offizielle Präsentation mit einigen grundsätzlichen Überlegungen ab. Dem Neunburger Kunstherbst liege die Idee zugrunde, vielfältige Kulturaktivitäten vor Ort zu bündeln und diese mit der regionalen bzw. internationalen Kunstszene zu vernetzen. Das Programm-Tableau beinhaltet Kulturtermine schwerpunktmäßig auf den Sektoren bildende Kunst, darstellende Kunst und Kleinkunst. Allerdings sei es keine Selbstverständlichkeit, mit Hochkultur angereicherte Programme in Kleinstädten und  ländlich strukturierten Regionen zusammen zu stricken und zum Laufen zu bringen. „Auch im Neunburger Rathaus ist es ja nicht so, dass man wie im Schlaraffenland nur die Fenster aufmachen muss und schon fliegen einem die gebratenen Tauben in den Mund“, fügte er hinzu.

Ein Saisonfestival wie den NEUNBURGER KUNSTHERBST alljährlich zu stemmen, ist seinen Worten nach für die Macher meist mühselige, oftmals auch frustierende Kleinarbeit. Müsste ein Kulturverein wie der Neunburger Kunstverein Unverdorben mit 100 Mitgliedern die gesamte Programm-Last schultern, wäre er unter dieser Last längst zusammengebrochen. Die Massgabe, vielfältige Kulturaktiväten zu bündeln, sei zwar unumgänglich, wäre jedoch nicht realisibar gewesen, wenn der KVU nicht vom Gründerjahr an auf zuverlässige Kooperationspartner hätte zurückgreifen können. „Sie sind sozusagen die Stammgäste auf der Veranstalterseite“. Dazu gehören als regelmäßige Lieferanten von Kunstherbst-Programm-Komponenten das OVIGO-Theaterensemble mit Intendant Florian Wein, die Freunde der Kunst Oberviechtach mit den Vorständinnen Monika Krauß und Anne Gierlach sowie die Katholische Stadtpfarrei mit Pfarrer Stefan Wagner / Orgelbauverein und die Evangelische Kirchengemeinde Neunburg vorm Wald mit Pfarrer Gerhard Beck.

Zu den zwei großen Konzertereignissen im 14. Neunburger Kunstherbst erinnerte Karl Stumpfi: „Die beiden ostbayerischen Klangkörper sind nicht zum ersten Mal bei uns zu Gast, auch wenn seither geraume Zeit vergangen ist“. Damit ihre Debüt-Auftritte in der Schwarzachtalhalle nicht der Vergessenheit anheim fallen, habe er in der Chronik zurückgeblättert und stieß dabei auf  diese Konzert-Termine: Eröffnet wurde die neu erbaute Schwarzachtalhalle bekanntlich am 14. Juli 2012 mit einer Aufführung des Sinfonischen Zyklus „Mein Vaterland“ durch die Smetana Philharmoniker Prag. Doch schon das zweite Klassik-Konzert führte das Ostbayerische Jugendsinfonieorchester am Samstag, 8. September 2012 in die Pfalzgrafenstadt. Sie spielten damals unter Leitung von Dirgent Hermann Seitz neben Werken von Haydn, Enescu und Schostakowitsch auch Beethovens Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21. Damit sei ein Zyklus aller neun Beethoven-Sinfonien in der Schwarzachtalhalle auf den Weg gebracht worden, so Stumpfi.

Das achte Klassik-Konzert nach der Halleneröffnung gestaltete am Sonntag, 9. Februar 2014 das Orchester am Singrün Regensburg. Unter Leitung seines damaligen Dirigenten Lutz Landwehr von Pragenau spielten sie ein rein US amerikanisches Programm mit Werken von George Gershwin und Leonard Bernstein. „Gerade weil es so lange gedauert hat, ist unsere Vorfreude umso ausgeprägter, diese beiden Klangkörper im Kunstherbst 2026 wieder live erleben zu können– am 11. September und am 29. November ist es dann endlich soweit“. Abschließend überreichte der Kunstherbst-Koordinator zwei auf CD gepresse Live-Mitschnitte des „Jahrtausendkonzerts 2017“ an Eva Laußer und Ursula Hüfner.

2. Bürgermeister Harald Klatzka, welcher das an diesem Tag in Böhmen weilende Stadtoberhaupt Martin Birner bei der Medienpräsentation vertrat, zeigte sich vom vorgelegten saisonalen Kulturangebot sehr beeindruckt: „Die Kunst ist hier angekommen und dies ist das Verdienst unseres Kunstvereins Unverdorben!“ Er werde sich persönlich einige kulturelle Termine „a la carte“ heraussuchen, sagte Klatzka und er freue sich schon heute auf die künstlerischen Darbietungen. Desgleichen hoffe er auf gute Akzeptanz bei den Neunburgern und zahlreichen Besuch von Interessenten aus der Region, denn nur so könne der außerordentlich starke Einsatz der ehrenamtlichen Kunstvereins-Akteure eine angemessene Würdung erhalten.

Die insgesamt 16 Kulturtermine des 14. Neunburger Kunstherbsts 2026 ließ KVU-Vorsitzender Peter Wunder im Rathaus-Sitzungssaal kurz Revue passieren. Foto: Karl Stumpfi

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MEDIEN-ECHO

Mittelbayerische Zeitung / Ausgabe Schwandorf v. 29. Juli 2026 als jpg-Datei:

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