Vernissage der RS-Bilderausstellung im Hallenfoyer

Kunst und Kreativität als Anker in unruhiger Zeit

Schülerinnen und Schüler der "Kunst-Klasse 10 c" der Gregor-von-Scherr-Realschule präsentieren im Foyer der Schwarzachtalhalle ihre Werke. Fotos: Karl Stumpfi

Schülerinnen und Schüler der „Kunst-Klasse 10 c“ der Gregor-von-Scherr-Realschule präsentieren im Foyer der Schwarzachtalhalle ihre Werke. Fotos: Karl Stumpfi

Ehrengäste aus Politik und Schule sowie Schülereltern beim Rundgang durch die Ausstellung.

Ehrengäste aus Politik und Schule sowie Schülereltern beim Rundgang durch die Ausstellung.

Seit Mittwoch, 15. Mai 2024 ist das Foyer der Schwarzachtalhalle wieder in eine Bildergalerie umfunktioniert. Die Staatliche Gregor-von-Scherr-Realschule präsentiert gegenwärtig das Schaffen seines Kunstzweiges in den Schuljahren 2020 bis 2024. Die Vernissage ging im Beisein zahlreicher Vertreter der Öffentlichkeit und Schulfamilie über die Bühne.
Querschnitt der Projektarbeiten des RS-Kunstzweiges.

Querschnitt der Projektarbeiten des RS-Kunstzweiges.

„An der Gregor-von-Scherr-Realschule sollen sich Schüler, Lehrkräfte und Eltern als Schulfamilie wohl fühlen, sich mit ihren Stärken als auch ihren Schwächen in ihrer Vielfalt aufgehoben und angenommen fühlen“, lautet eine Passage aus dem Leitbild dieser Bildungseinrichtung in der Stadt Neunburg vorm Wald.
KVU-Vorsitzender Peter Wunder

KVU-Vorsitzender Peter Wunder

Und weiter: „In einer Atmosphäre von gegenseitiger Wertschätzung und Respekt will die Schulfamilie jedem Schüler und jeder Schülerin eine individuelle Schwerpunktsetzung zur Persönlichkeitsbildung ermöglichen. Dafür prüfen wir neue, innovative Ideen und halten an Bewährtem fest“. Bewährt hat sich in der Neunburger Realschule das Angebot einer „Wahlpflichtfächergruppe IIIb“ mit dem Schwerpunkt Musisch-gestalterischer Bereich und dem Profilfach Kunsterziehung. Begzüglich Zielgruppe richtet sich diese Wahlpflichtfächergruppe vor allem an Schülerinnen und Schüler, die Berufe im handwerklich gestalterischen Bereich ergreifen wollen. Die Wahlpflichtfächergruppe IIIb gilt auch eine gute Vorbereitung für die Berufliche Oberschule (FOS/BOS), insbesondere für der Bereich Gestaltung. Zu den Abschlussprüfungsfächer zählen Deutsch, Englisch, Mathematik II und Kunsterziehung.
1. Bürgermeister Martin Birner

1. Bürgermeister Martin Birner

Bevor im Monat Juni die heiße Phase mit den schriftlichen Abschlussprüfungen des Schuljahres 2023/24 beginnt, hatten die ersten Schüler bereits im Vorfeld praktische und mündliche Teile der Prüfung absolviert.
Im Fach Kunst wurde die praktische Prüfung abgelegt. Unter dem Motto „Alles wandelt sich – nichts vergeht“ mussten die Kunstabsolventen eine Physalis zuerst im Original zeichnen und dann als Metamorphose die Frucht in etwas Anderes verwandeln. Zum Abschluss fand am 15. Mai ab 18 Uhr im Foyer der Schwarzachtalhalle eine Vernissage der Kunstklasse 10 c statt, in der Kunstwerke der vergangenen vier Jahre ausgestellt werden. Die musikalische Umrahmung übernahm ein Realschüler-Trio bestehend aus den Vokalisten Sophie Janner und Petr Korda sowie Gitrarristin Lena Borowski. Fast schon einer alten Tradition folgend, übernahm der 1. Vorsitzende des Neunburger Kunstvereins Peter Wunder den rhetorischen Part der „Ausstellungs-Einführung“. Er hatte zuvor wiederum bei den Aufbauarbeiten im Hallenfoyer mit Hand angelegt. Grußworte ließen anschließend Stellvertretender Landrat Jakob Scharf, 1. Bürgermeister Martin Birner, Realschuldirektorin Diana Schmidberger und Kunsterzieherin Katharina Stang folgen.
Realschuldirektorin Diana Schmidberger

Realschuldirektorin Diana Schmidberger

Wie ein Roter Faden zog sich durch all diese Ausführungen, dass die Kunstausstellung der Gregor-von-Scherr-Realschule in bewegten und unruhigen Zeiten vonstatten gehe. Umso bedeutungsvoller erscheine deshalb die integrative Kraft der Kunst und Kreativität. Diese seien als verbindende Elemente über Landesgrenzen hinweg unverzichtbarer denn je geworden. Das Jahresmotto „Alles wandelt sich“ findet in der Strukturierung der ausgestellten Schülerarbeiten sichtbaren Ausdruck. In der Retrospektive der vergangenen vier Jahre ist die Schwerpunktsetzung auf Comics, perspektivischem Zeichnen und Malen, Bewegungsstudien bis hin zum Kubismus klar erkennbar, mithin die künstlerische Entwicklung der jungen Akteure von 2020 bis 2024 deutlich nachvollziehbar. So war es folgerichtig, den Reigen der Grußworte mit einer jungen Künstlerin aus der Wahlpflichtfächergruppe IIIb zu beschließen. Luisa Scharf bemühte dann keinen Geringeren als jenen Nobelpreisträger, welcher bekanntlich auch ein leidenschaftlicher Violinist war. Sie zitierte nämlich Albert Einstein mit den Worten: „Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt“.
Sie führten musikalisch durch die Vernissage (v. li.): Petr Korda, Sophie Janner und Lena Borowski. Sie führten musikalisch durch die Vernissage (v. li.): Petr Korda, Sophie Janner und Lena Borowski.kunst-logo-v2

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Brillant-Feuerwerk im „Jahr der böhmischen Musik 2024“

KVU-Vorstand beim WBSO-Eröffnungskonzert

Das Westböhmische Sinfonieorchester unter Leitung ihres Chefdirigenten Radek Baborák präsentierte  Werke von Smetana, Dvorák, Martinu und Janácek.

Das Westböhmische Sinfonieorchester unter Leitung ihres Chefdirigenten Radek Baborák präsentierte Werke von Smetana, Dvorák, Martinu und Janácek.

Der Casino-Festsaal im Zentrum Marienbads bietet einen respräsentativen Rahmen für Tagungen und Konzerte.

Der Casino-Festsaal im Zentrum Marienbads bietet einen respräsentativen Rahmen für Tagungen und Konzerte.

Das Eröffnungskonzert zum Auftakt der Kursaison in Marianske Lazne markiert alljährlich einen Höhepunkt des kulturellen Lebens in der bekannten tschechischen Bäderstadt. Im „Jahr der böhmischen Musik 2024“ – das Nachbarland gedenkt des 200. Geburtstags von Bedrich Smetana, des 170. Geburtstags von Leos Janácek, des 120. Todestags von Antonin Dvorák und des 65. Todestags von Bohuslav Martinu – war das Programm des Abends eigentlich vorgegeben: Im Zentrum standen Kompositionen der genannten Tonkünstler.Marienbad3 Mit dem Westböhmischen Sinfonieorchester Marienbad verbindet den Neunburger Kunstverein Unverdorben im laufenden Jahr ein gemeinsames Musikprojekt, das vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds gefördert wird. Im Rahmen des 12. Neunburger Kunstherbsts werden die Marienbader Sinfoniker gemeinsam mit dem Cerchovan Chor Domazlice (Taus) am 2. November, 19 Uhr, in der Schwarzachtalhalle das Mozart-Requiem aufführen. Um die im Vorjahr angebahnten Kontakte zu vertiefen, nahm eine Vorstandsdelegation des KVU eine Einladung zum Eröffnungskonzert am 10. Mai im Marienbader Casino-Festsaals gerne an.
Zu Beginn des festlichen Abends intonierte das Orchester die tschechische Nationalhymne. Nach kurzen Grußworten des Orchesterdirektors und Bürgermeisters eröffnete die sinfonische Dichtung „Muj domov“ (Mein Heim) von Antonin Dvorák das Programm. Vom selben Komponisten erklang die Mazurka für Violine und Orchester. Den Solopart gestaltete hochvirtuos der junge Geiger Milan Al-Ashab.Marienbad1 Er ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe, darunter der renommierte Fritz Kreisler International Violin Competition in Wien und der Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau. „Stadt der lebenden Wasser“ ist eine im Jahr 1935 eigens für Marianske Lazne komponierte Doku-Filmmusik von Bohuslav Martinu (1890 – 1959) mit den Satzbezeichnungen „Grave“ und „Poco allegro“. Das danach in Vergessenheit geratene Werk wurde fast 90 Jahre später von Chefdirigent Baborák wieder „ausgegraben“ und aufs Programm des Saison-Eröffnungskonzerts `24 gesetzt. Aus der Sammlung der Lachischen Tänze von Leos Janácek (1854 – 1928) hatte Radek Baborák drei Titel ausgewählt: „Starodavny“, „Pozehnany“ und „Pilky“. Der zweite Programmteil blieb der Komischen Oper „Die verkaufte Braut“ von Bedrich Smetana vorbehalten. Mit ihr schuf der Komponist (der wie Beethoven in den letzten Lebensjahren vollkommen taub war) den Typus der tschechischen Nationaloper. Nach der schwungvollen Ouvertüre wechselten Arien, Duette und Terzette der Protagonisten – das Liebespaar Marie und Hans sowie der schrullige Heiratsvermittler Kezal – mit rhythmisch-elekrisierenden Intermezzi des Orchesters ab. Die böhmischen Volkstänze Polka und Furiant sowie ein dahin wirbelnder „Tanz der Komödianten“ rissen die Zuhörerschaft förmlich von den Sitzen. Lange anhaltender, begeisterter Schlussapplaus honorierten die sängerischen Darbietungen von Sopranistin Barbora Perná (seit 2019 Ensemblemitglied des Mährischen Theaters Olomouc), Tenor Martin Srejma (Nationaltheater und Staatsoper Prag) und Bassbariton Pavel Klecka (regelmäßiger Gast von führenden Opernhäusern im In- und Ausland).Tosende Ovationen gab es auch für das Westböhmischen Symphonieorchesters und ihres Chefdirigenten. Radek Baborák hat erneut bewiesen, Emotionen und Nuancen der Musik zu vermitteln und unvergessliche Konzerterlebnisse zu schaffen. So wird er im laufenden Jahr 2024 noch Dirigentendebüts bei der Slowakischen Philharmonie Bratislava, dem Oxford Philharmonic Orchestra London und der Nationalen Philharmonie Lviv (Lemberg) geben. In Neunburg vorm Wald hatten die Marienbader beim Neujahrskonzert am 6. Januar in der Schwarzachtalhalle ihre musikalische Visitenkarte abgegeben und erhielten ebenso große Zustimmung beim örtlichen Publikum. Deshalb freut sich der Kunstverein Unverdorben auf eine Fortsetzung der Grenzen überschreitenden Zusammenarbeit im Neunburger Kunstherbst 2024 und voraussichtlich auch im 13. Neunburger Kunstherbst 2025.
Vokal-Trio Martin Srejma, Barbora Perná und Pavel Klecka mit Chefdirigent Radek Baborak (r.) Foto: Jiri Puzej

Vokal-Trio Martin Srejma, Barbora Perná und Pavel Klecka mit Chefdirigent Radek Baborak (r.) Foto: Jiri Puzej

Beim Pausensekt (v. l.) Maria Wunder, Peter Wunder, Georg Ettl und Dana Ettl. Fotos: Karl Stumpfi

Beim Pausensekt (v. l.) Maria Wunder, Peter Wunder, Georg Ettl und Dana Ettl. Fotos: Karl Stumpfi

Katarina Honysová (2 v. re.) empfing die Abordnung des Neunburger Kunstvereins im Foyer des Casinos Marienbad.

Katarina Honysová (2 v. re.) empfing die Abordnung des Neunburger Kunstvereins im Foyer des Casinos Marienbad.


2024 - das Jahr der Tschechischen Musik.

2024 – das Jahr der tschechischen Musik.

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Georgisches Kammerorchester gastiert am 2. Oktober

Klassik-Gala ’24: Startschuss für Kartenverkauf

Ein europäisches Spitzenensemble der klassischen Musik tritt im Neunburger Kunstherbst auf: Georgisches Kammerorchester unter Leitung von Gastdirigent Reinhold Mages.

Ein europäisches Spitzenensemble der klassischen Musik tritt im Neunburger Kunstherbst auf: Georgisches Kammerorchester unter Leitung von Gastdirigent Reinhold Mages.

Seit 2012 ist die Klassik-Gala am 2. Oktober eine tragende Säule des Neunburger Kunstherbstes. Für die zwölfte Auflage im Jahr 2024 kann der Kunstverein Unverdorben e. V. mit einem großen Wurf aufwarten. Mit dem Georgischen Kammerorchester wird ein europäisches Spitzenensemble der Klassik-Musiksparte in der Schwarzachtalhalle auftreten. Das Gastspiel dieses hochkarätigen Klangkörpers konnte im Rahmen einer Bayerntournee verwirklicht werden, denn die Georgier werden nach der Pfalzgrafenstadt auch in der oberfränkischen Stadt Selb im Rosenthal-Theater sowie im renommierten Konzerthaus Blaibach musizieren.
Gastdirigent Reinhold Mages – er leitete bereits 2022 die Vogtland-Philharmonie bei der Klassik-Gala am 2. Oktober u. a. mit Antonin Dvoraks 9. Symphonie e-moll op. 95 „Aus der Neuen Welt“ – hat für den 2. Oktober 2024 ein Programm mit Meisterwerken von „Wiener Klassikern“ ausgewählt. So wird im ersten Teil des Gala-Konzerts die spritzige Ouvertüre zur Oper „Le nozze di Figaro“ (Figaros Hochzeit“) von W. A. Mozart erklingen. Alexander-Maria-Wagner-4-1030x687Darauf folgt ebenfalls von Mozart dessen Konzert für Klavier und Orchester Nr. 23 A-Dur KV 488. Solist ist der in Wien lebende und aus dem Landkreis Cham stammende Pianist und Komponist Alexander Maria Wagner. Das regionale Klassik-Publikum kennt und schätzt den 29-
jährigen seit seinen Kunstherbst-Gastspielen 2018 (Klavierkonzert Nr. 1 b-moll von P. I. Tschaikowsky) und 2022 (Klavierkonzert Nr. 1 d-moll von Johannes Brahms). Nach der Pause steht die Symphonie Nr. 2 D-Dur op.36 von Ludwig van Beethoven auf dem Programm. Der Kunstverein setzt damit den vor zwölf Jahren begonnenen Neunburger Beethoven-Symphonienzyklus fort: Die Symphonien Nr. 1, 6, 7 und 9 wurden schon in der Schwarzachtalhalle von verschiedenen Orchestern und Dirigenten aufgeführt.
Der Kartenvorverkauf für dieses regionale Klassikmusik-Highlight startet am 2. Mai. Tickets in den Preiskategorien 1 (40 Euro), PK 2 (35 Euro) und PK 3 (30 Euro) können per eMail (schafbauerrosa@gmail.com) oder telefonisch (Nr. 09672 3435) bestellt oder im Pressezentrum Neunburg, Hauptstraße 1, erworben werden. Restkartenverkauf am 2. Okober ab 18 Uhr im Foyer der Schwarzachtalhalle. Das Gala-Konzert beginnt um 19 Uhr.LogoKH

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Am 17. Mai Tango nuevo mit TRIOnfal: Restkarten-Verkauf!

Im Alten Schloss der Geist von Astor Piazzolla

Tango vom Feinsten im Historische Schlosssaal, Im Berg 20,  mit der Gruppe TRIOnfal. Foto: Alex Pissano

Tango vom Feinsten im Historische Schlosssaal, Im Berg 20, mit der Gruppe TRIOnfal. Foto: Alex Pissano

In der Besetzung Susanne Hofmann (Violine), Carlos Nozzi (Violoncello) und Gustavo La Cruz (Klavier) gastiert am Freitag, 17. Mai, 19.30 Uhr, die Gruppe TRIOnfal in der Pfalzgrafenstadt und bietet einen glanzvollen Konzertabend mit Tango nuevo von Astor Piazzolla („Estaciónes portenas“), Gustavo La Cruz („Esbozos Latinoamericanos“) und Judith Brandenburg („Vier Jahreszeiten“).
Violine, Cello und Piano durchwandern das Jahr im Tango nuevo-Stil, inspiriert von den Jahreszeiten Astor Piazzollas und doch ganz anders. Der Herbst empfängt uns mit seinen warmen Farben und einem kraftvollen, rhythmischen Passagen, bevor die morgendlichen Nebel heranziehen. Der Winter bringt die Erstarrung und den Schneesturm – wie vertont man Minusgrade, Frost, schwarz und weiß? Der Frühling ist ein launenhafter Mix, von der argentinischen Zamba über einen 7/4-Takt bis hin zu einem burlesken Vals. Und nach einem großen Klaviersolo besingt die Violine die Impression einer warmen Sommernacht.
Das Werk Esbozos Latinoamericanos von César Gustavo La Cruz entstand in zwei Etappen: die zwei ersten Sätze – beide Habaneras – etwa um das Jahr 2010, die letzten Sätze erst im Jahr 2020. Der Tango-Habanera und das Scherzo-Habanera sind eine Art Studie für ein Instrument, welches sich nicht durchsetzen konnte: die Viola Profonda (eine Oktave unterhalb der Violine gestimmt) – das Scherzo alternativ auch für Violoncello möglich. Der Schwierigkeitsgrad des Tango grenzt an Unspielbarkeit und ist von seinen Harmonien und Melodien ziemlich traditionell. Das Scherzo ist im 7/4-Takt, weswegen der Habanera-Rhythmus etwas verzerrt erscheint; das häufige Erscheinen des Themas aus der berühmten Arie der Carmen in der gleichnamigen Oper von Bizet hilft jedoch bei der Identifizierung der Habanera. Dieser Satz ist deshalb auch eine Carmen-Paraphrase.
Der dritte und vierte Satz sind eigentlich ein Satz mit Einleitung. Die Einleitung ist ein Triste Enzambado („Einzambiertes“ Trauerlied), welches in einen peruanischen Walzer mündet, der etwa im traditionellen Stil von der quasi „Nationalkomponistin“ Chabuca Granda komponiert ist und mit dem Triste ein gemeinsames Leitthema aufweist. Drei Walzer von ihr werden zitiert, allerdings bereits bevor das jeweilige Thema zum Ende kommt, verselbständigt sich dieses oder wird kombiniert mit dem Leitmotiv des Triste bzw. des Walzers. Drei Minifughetten umrahmen den Satz, alle mit dem Leitthema, jedoch jedes Mal anders ausgehend – beim letzten Mal erscheinen kontrapunktisch alle vier Themen und bilden den krönenden Schluss. Diese zwei Sätze sind ursprünglich konzipiert für Stimme und Klavier (beim Text geht es um die Einschränkungen während der Coronapandemie und die Vorteile, die die Umwelt dadurch gewinnen konnte). Bei der Bearbeitung für Klaviertrio wurden wesentliche Veränderungen vorgenommen.

DIE KÜNSTLER-PORTRÄTS

Susanne Hofmann beendete ihr Studium an der Franz-Liszt-Akademie Budapest bei Prof. Eszter Perényi. Neben ihrer Tätigkeit als stellvertrende Konzertmeisterin der zweiten Violinen in der Magdeburgischen Philharmonie gilt ihre Passion der Kammermusik. Sie wurde eingeladen in die Berliner Philharmonie, zu den Potsdamer Hofkonzerten, den Max-Reger Tagen und konzertierte in England, Spanien, Österreich, Schweiz, Frankreich und Japan. Weiterer Schwerpunkt sind die Durchführung und Konzeption von Kinderkonzerten. Sie ist Gründerin und Organisatorin des Oberpfälzer
Tango-Festivals, bei dem sie seit vielen Jahren mit dem Bandoneonisten und Komponisten Matías Gonzalez konzertiert. Highlight der Zusammenarbeit war die Aufführung von Piazzollas Concierto de Nacar mit dem Fracanapa Tango Quintet und der Magdeburgischen Philharmonie.

Carlos Nozzi wurde 1951 in Rosario geboren. Seine ersten Cellokenntnisse erlernt er bei seinem Vater. Danach tritt er dem „Instituto Superior de Música“ bei, indem er mit Maestro Ernesto Cobelli seine Fähigkeiten erweitert. 1970 beginnt er als Ersatzsolist im Sinfonie Orchester von Rosario zu spielen. Nach einer Aufnahmeprüfung im Jahr 1973 ist er der sechste Cellist des „Orquesta Filarmónica“ von Buenos Aires. 1975 ist er der dritte Cellist in dem „Orquesta Filarmónica de Las Américas“ mit Sitz in Mexico D.F. auf. Auf demselben Weg wird er zum ersten Solisten des „Orquesta del Têatre Royal de la Monnaie“ in Brüssel, Belgien ernannt. Er perfektioniert seine Fähigkeiten im Robert Schumann Institut in Düsseldorf mit Professor Johannes Goritzky. Darauf folgt seine Anstellung für zwei Saison als Cellosolist am „Orquesta Estable“ des „Teatro Colón“. Er spielte als erster Solist im „Ensamble Musical de Buenos Aires“ unter dem Dirigenten Maestro Pedro I. Calderón mit. Desweiteren verbesserte er sich mit Arto Noras im Luzerner Konservatorium in der Schweiz. Seit 1983 ist er der erste Solist des Violoncellos des „Orquesta Filarmónica“ von Buenos Aires. Auch hat er für das Orchester von Rosario, Mar del Plata, Curitiba (Brasil), „Juvenil de L.R.A“, Lanús und „Filarmónica de Buenos Aires“ als Gastsolist gespielt. Er repräsentierte Argentinien im internationalen Wettbewerb von Viña del Mar, Chile. Zudem
ist er Mitglied in der Gruppe „Encuentros de Música Contemporánea“ (moderne Musik) mit der er Konzerte in Europa, USA, China und Lateinamerika gibt. Ebenso ist er in wichtigen Gruppen der Populärmusik, wie der Band „Tanguísimo“, mit der er Japan bei zwei Gelegenheiten durchreiste, und dem Sex-Tet, die letzte Gruppe, die Maestro Astor Piazzolla 1989 gründete und mit welcher er in ganz Europa Konzerte gab. In den letzten Jahren intensivierte er seine Tätigkeit als Solist mit bemerkenswertem Erfolg in Argentinien ebenso wie im Ausland.
Er koordinierte ein Seminar zur Celloperfektionierung, das Maestro Yo-Yo-Ma in Mai 1996 in „Teatro Colón“ anbot. Auch genoss er das Privileg mit diesem ausgezeichneten Cellisten zusammen das Duo von Jean Barrière spielen zu dürfen, ein unvergessliches Ereignis, das sowohl das Publikum als auch die Kritiker mitriss. Er wird regelmäßig als Solist zum Orchestre Symphonique du Jura in Delémont, Schweiz, eingeladen. Er ist Gründer und Leiter des Ensembles “Violoncellos Argentinos” mit Sitz in Buenos Aires, des Ensembles “Acht Celli” mit Sitz in Stuttgart sowie des Ensembles „Die Meistercelli von Nürnberg“ mit Sitz in Nürnberg.

César Gustavo La Cruz wurde 1963 in Lima (Peru) geboren. Mit fünf Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht bei Teresa La Torre. Mit sechs Jahren gewann er den Ersten Preis beim Nationalen Wettbewerb W.A. Mozart in seiner Heimatstadt. 1971 wurde er an der Staatlichen Musikschule aufgenommen und hatte seitdem Klavierunterricht bei Frau Luisa Negri, die ihn bis zu seinem dortigen Abschluss fortbrachte. Während der Studienzeit an der Musikschule (bzw. des Besuchs der Musikschule) gab er öfters Klavierabende und Konzerte mit dem National Symphonischen Orchester in Lima und anderen Städten des Landes. 1981 ging er nach Berlin und studierte an der Hochschule der Künste (heute Universität der Künste) bei Prof. Georg Sava. Während des Studiums besuchte er Meisterkurse im In- und Ausland; auch nahm er an einigen Wettbewerben teil, u.a. am Lateinamerikanischen Wettbewerb ‚Teresa Carreno‘ in Caracas-Venezuela (Zweiter Preis), am Internationalen ‚Franz Liszt‘-Wettbewerb in Utrecht-Niederlande (Vierter Preis), etc.
Ende des vorigen Jahrtausends ging er einer weiteren Berufung nach und begann Kirchenmusik zu studieren, zunächst in Berlin, später an der Ev. Hochschule für Kirchenmusik in Halle/Saale, wo er das B- und das A-Diplom erlangte. Auch während dieses Studiums besuchte er Fortbildungsseminare in den entsprechenden Fächern und gab Orgelkonzerte in Perú und verschiedenen Städten Deutschlands. Er war jahrelang Leiter des Frauenchores Zehlendorf 1952 in Berlin und hatte eine Organistenstelle am Paul-Gerhardt-Stift in Berlin inne. Zurzeit ist er Kirchenmusiker in Schmölln und Ronneburg (jeweils seit 2018 und 2020). Die Konzerttätigkeit führt er nach Möglichkeit und je nach Kapazitäten fort, u.a. bei Familienkonzerten.

Der Eintritt beträgt 15 Euro. Vorverkauf online unter www.nt-ticket.de. Restkarten gibt es an der Abendkasse ab 18.30 Uhr am Eingang zum Schlosssaal. Die Pausenbewirtung übernimmt ein Team des Neunburger Kunstvereins Unverdorben e. V.
TangoabendLogoKultur

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Start der „Rollierenden KVU-Mitgliederausstellung“

Gärtnereiladen in der Altstadt ist Kunst-Station

Künstlerin Renate Ullmann und Kuratorin nach Eröffnung der 1. Station der rollierenden KVU Werkschau im Gartenfachgeschäft Sturm. Foto: K. Stumpfi

Künstlerin Renate Ullmann (links) und Kuratorin Tanja Lennert nach Eröffnung der 1. Station der Rollierenden KVU Werkschau im Gartenfachgeschäft Sturm. Foto: K. Stumpfi

Das neue KVU-Projekt auf dem Sektor Bildende Kunst, die „Rollierende Ausstellung“, ist jetzt angelaufen: Erste Station ist seit einigen Tagen das Gärtnerei-Fachgeschäft Sturm in der oberen Hauptstraße.
Künstlerin und Gründungsmitglied des Neunburger Kunstvereins Renate Ullmann tritt als Ausstellerin auf und zeigt dort in den kommenen Wochen eine Auswahl ihrer Blumen-Aquarelle. Die Kunstwerke sind mit Vita, Preisschild und Kontaktdaten versehen. Tanja Lennert ist zurzeit damit beschäftigt, weitere Stationen mit öffentlichem Publikumsverkehr ausfindig zu machen und appellierte nochmals an alle Kreativ-Kräfte des Neunburger Kunstvereins, sich als Teilnehmer der Rollierenden Werkschau ’24 baldmöglichst anzumelden.
Bitte detaillierte Angaben zu Anzahl, Größe und Art der Exponate an die Kuratorin weiterleiten, um die Planung zu erleichtern. Ihre Kontaktdaten sind Mobil: 0171 4901016; E-Mail: tanja.lennert@iks-kuehlung.deKVULogo

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Der Kunstverein setzt weiter kulturelle Akzente in der Region

Kunstherbst auch mit weniger Unterstützung

Nach den Jahresberichten der Vorstandschaft über das abgelaufene Kunstjahr 2023 gab Programm-Koordinator Karl Stumpfi (re.) einen Ausblick auf die Planungen für den 12. Neunburger Kunstherbst. Foto: Maria Wunder

Nach den Jahresberichten der Vorstandschaft über das abgelaufene Kunstjahr 2023 gab Programm-Koordinator Karl Stumpfi (re.) einen Ausblick auf die Planungen für den 12. Neunburger Kunstherbst. Foto: Maria Wunder

Der gemeinnützige Neunburger Kunstverein Unverdorben e. V. hat in der Mitgliederversammlung am 15. April in der Fronfeste das vergangene Kunstjahr 2023 bilanziert und über die Planungen im laufenden Jahr 2024 informiert. Den Berichten der Vorstandschaft ließ sich entnehmen, dass der KVU auch unter schwierigen Rahmenbedingungen wichtige kulturelle Akzente nicht nur für die Pfalzgrafenstadt Neunburg vorm Wald setzt, sondern mit vielfältigen Aktivitäten die Kunst-Szene in der Region belebt und bereichert. So fiel wie ein „Wermutstropfen in den Freudenbecher“ eine Ankündigung der anwesenden 2. Bürgermeisterin Margit Reichl, wonach der bisherige Stadtzuschuss an den Kunstverein Unverdorben im Haushaltsjahr 2024 um 20 Prozent gekürzt werden wird.
1. Vorsitzender Peter Wunder hatte eingangs der Mitgliederversammlung die Stellvertreterin des 1. Bürgermeisters Martin Birner im Kreis von rund 20 eingetragenen KVU-Angehörigen begrüßt, anschließend erstattete er seinen Jahresbericht 2023 als Powerpoint-Präsentation. Eingeläutet wurde eine beachtliche Veranstaltungs-Serie am 14. Januar in der Schwarzachtalhalle: Nachgeholtes 8. Neunburger Neujahrskonzert mit der Vogtlandphilharmonie unter Chefdirigent Dorian Keilhack – der ursprünglich vorgesehene Termin 15. Januar 2022 musste wegen Corona-Auflagen kurzfristig abgesagt werden. Wunder erinnerte weiter daran, dass kurz nach Jahresbeginn 2023 eine Kontaktanfrage des Westböhmischen Sinfonieorchesters Marienbad an den Neunburger Kunstverein gerichtet worden war, dem sich ein Treffen mit der Auslandsagentin Katarina Honysová Mitte Februar in der Stadt Neunburg anschloss. Gerne kam eine Vereinsabordnung der Einladung zum Saisoneröffnungskonzert am 12. Mai in das bekannte tschechische Kurbad nach. Weitere Gespräche und Vertragsverhandlungen führten schließlich zum erfolgreichen Abschluss eines ersten Gastauftritts der Marienbader Sinfoniker anlässlich des 9. Neunburger Neujahrskonzerts an 6. Januar 2024. In das Kunstjahr 2023 startete „Unverdorben“ am 13. Mai mit einer Reprise der Schönwerth-Märchenwanderung im Garten der Alten Glasschleife Kopp-Martz in Untermurnthal. Wegen nasskalter Witterung musste die Performance des Kleinen Theaters Blaue Blume Regensburg unter Leitung von Hermann Schmucker kurzfristig in den Saal der Glaspolier verlegt werden. Ende Mai wurde in der Fronfeste die erstmals von Kuratorin Tanja Lennert organisierte Mitgliederausstellung eröffnet. Im Vorfeld der 11. Neunburger Kunstherbst-Saison verbrachten 25 Pilsener Kunst- und Pädagogik-Studenten zum FreshAir-Workshop unter Leitung von Professor Vaclav Vela in Untermurnthal. Kombiniert wurde der viertägige Aufenthalt mit einer Land-Art-Aktion der Studierenden aus dem Nachbarland unter Einbindung von Oberviechtacher Gymnasiasten und Neunburger Realschülern. Das Kunstprojekt wurde ebenso durch den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds gefördert wie die nachfolgende Internationale Kunstausstellung AHOJ 23 „Hoffnung“, der erste Bayerisch-Böhmische Ukulele-Tag und die Neunburger Klassik-Gala mit der Filharmonie Hradec Kralové. Besonders engagiert hatten sich beim FreshAir-Malereiprojekt Dana Ettl, Tanja Lennert und Maria Bücherl, sowie bei der Vorbereitung und Durchführung des Ukulele-Tags Jörg Maderer – Vorsitzender Wunder dankte den Vorstandskollegen und -kolleginnen besonders für ihren Einsatz. Aus „fördertechnischen Gründen“ war die Klassik-Gala 23 mit einem Schülerworkshop gekoppelt: Zwölf Jugendliche aus dem Ortenburg-Gymnasium und aus der Gregor-von-Scherr-Realschule durften bei der Anspielprobe den Königsgrätzer Philharmonikern über die Schulter blicken. Abschließend erläuterte Dirigent Andreas Weiser die Konzertstücke „Tschechische Suite“ von Antonin Dvorak, Tondichtung „Die Moldau“ von Bedrich Smetana und die 2. Symphonie D-Dur von Johannes Brahms.OGODank 2. KVU-Vorsitzender Karl Stumpfi vermittelte den Jugendlichen, dass die langjährige Künstler-Freundschaft zwischen Brahms und Dvorak für die Länder übergreifenden Kulturaktivitäten des Neunburger Kunstvereins von der Gründung 2011 bis heute Beispielcharakter habe. Wie stark das Konzertsaal-Erlebnis nachwirkte, dokumentierten die OGO-Schüler mit einem an die Adresse des KVU versandten Dankschreiben.
Unvergessen sind auch andere künstlerische Kunstherbst-Sternstunden wie die Krieg-und-Frieden-Performance der gebürtigen Russin Regisseurin Katja Ladynskaya und des Exil-Ukrainers Konstantin Skiba in der Versöhnungskirche, „Orgelmusik und Tanz“ mit Steven Heelein und Julia Koderer in der Pfarrkirche St. Josef, „Chansons für Feinschmecker“ mit dem Romy-Börner-Quartett im Foyer der Schwarzachtalhalle und der Blaue Montag „O du mein Österreich“ mit den Vier Unverdorbenen im ausgebuchten Sporrersaal. Die vorzügliche Publikumsresonanz auf den 1. Bayerisch-Böhmischen Ukulele-Tag mit Workshops und Konzerten unter Einbeziehung tschechischer, niederländischer, US-amerikanischer und deutscher InstrumentalistInnen sei ein starkes Argument, dieses Musik-Event auch auf das Programm des 12. Neunburger Kunstherbstes zu setzen.
2. Bürgermeisterin Margit Reichl (2.v.li.) verfolgt die Ausführungen der KVU Vorstandsmitglieder.

2. Bürgermeisterin Margit Reichl (2.v.li.) verfolgt die Ausführungen der KVU Vorstandsmitglieder.


Nach den Rechenschaftsberichten von Schatzmeisterin Tanja Lennert und dem Kassenprüfbericht, vorgetragen von 1. Revisor Alois Wild, wurde der amtierenden Vorstandschaft einstimmig Entlastung erteilt. Beim Tagesordnungpunkt „Aktivitäten und Planungen im Kunstjahr 2024“ stellte Kuratorin Tanja Lennert – sie trat im Vorjahr die Nachfolge von Renate Ullmann an – den neuen Modus der jährlichen Mitgliederausstellung in kurzen Umrissen vor. Demnach werde im laufenden Jahr die „stationäre“ Werkschau in der Fronfeste durch eine „rollierende“ in mehreren öffentlich zugänglichen Örtlichkeiten abgelöst. Dadurch erwarte sich der Kunstverein eine deutlich bessere Publikumsfrequenz. „Das liegt ganz im Sinn der beteiligten Kunstschaffenden“, betonte Lennert. Die erste Station der Ausstellung im Gärtnereifachgeschäft Sturm, Hauptstraße, wurde inzwischen eröffnet. Angenommen wird eine Offerte des Initiators der Neuen Galerie NEN, Dr. Günter Toth, ab August 2024 Kunstwerke von KVU-Mitgliedern in den Räumen der vormaligen Commerzbank, Jakobstraße, öffentlich zu präsentieren.
Den aktuellen Planungsstand für die zwölfte Auflage der regionalen Kulturfestivals Neunburger Kunstherbst erläuterte Programm-Koordinator Karl Stumpfi. Zehn Termine seien mit Stand Mitte April 2024 schon fest gebucht bzw. vertraglich abgesichert. Trotz sich ständig verschlechtender Rahmenbedingungen bei der finanziellen Ausstattung, sprich Förderung, dieser teils hochkarätig besetzten Veranstaltungen werde laut Stumpfi der KVU mit dem Neunburger Kunstherbst „das Dutzend voll machen“ und wiederum mehrere Schwergewichte stemmen. Er nannte exemplarisch die Verpflichtung des europäischen Spitzenensembles Georgisches Kammerorchester und des international agierenden und in Wien lebenden Oberpfälzer Pianisten Alexander Maria Wagner für die Klassik-Gala am 2. Oktober in der Schwarzachtalhalle. Großen Dank zollte er weiters dem Westböhmischen Sinfonieorchester Marienbad und dem Cerchovan Chor Domazlice, welche am Allerseelentag das berühmte Mozart-Requiem erstmals in Neunburg vorm Wald aufführen werden. Als beträchtliche Aufwertung des nächsten Kunstherbst-Programms wertete er den Premierenzyklus des Musicals „Spamalot“ ab 12. Oktober durch das OVIGO-Ensemble in der Schwarzachtalhalle. Das Team um Intendant Florian Wein bezeichnete Karl Stumpfi als gern gesehene „Kunstherbst-Stammgäste“ seit der ersten Saison 2013. Zur organisatorischen Vorbereitung der Internationalen Kunstausstellung AHOJ 24 – Vernissage ist am Freitag, 19. September, 18 Uhr, im neuen Rathaus-Foyer – werden noch im Monat April Repräsentanten des Kunstvereins Unverdorben nach Pilsen reisen, um mit der dortigen Fakultät für Kunst und Design zu konferieren. Der Koordinator kündigte die Drucklegung und Vorstellung des Neunburger Kunstherbst-Programmfolders für Ende Juni an.
Der aktuelle Mitgliederstand des gemeinnützigen Kunstvereins Unverdorben Neunburg e. V. beziffert sich auf 103 Personen. Der Jahresbeitrag in Höhe von 30 Euro wird beibehalten und sollte nach übereinstimmender Meinung des KVU-Vorstandes einen Kunst affinen Personenkreis in der Region eigentlich nicht daran hindern, sich den Reihen von „Unverdorben“ anzuschließen. Denn frei nach Karl Valentin „ist Kunst schön, macht aber viel Arbeit“ – und kostet Geld, wie Vorsitzender Peter Wunder bei dieser Gelegenheit gerne hinzufügt.
Mit großem Interesse verfolgten rund 20 Mitglieder in der Fronfeste den Ausführungen der Vorstandsmitglieder Peter Wunder, Karl Stumpfi und Tanja Lennert.

Mit großem Interesse verfolgten rund 20 Mitglieder in der Fronfeste den Ausführungen der Vorstandsmitglieder Peter Wunder, Karl Stumpfi und Tanja Lennert.

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Liederabend mit Duo Conrad & Prinz im Schlosssaal

„Männer zwischen Rausch und Verzweiflung“

Die Freunde der Kunst Oberviechtach präsentieren am Samstag, 13. April, 19.30 Uhr, im Historischen Schlosssaal Neunburg vorm Wald, Im Berg 20, das Duo Lars Conrad & Daniel Prinz mit ihrem Liederprogramm „Männer zwischen Rausch und Verzweiflung“. Eintritt 15 €; Schüler, Studenten, Auszubildende frei!
Mit Liedern der Komponisten Brahms, Schumann, Wolf und Eisler erkunden die beiden Künstler (Bariton/Klavier) Bilder von Männlichkeit im Spannungsfeld zwischen Verletzlichkeit und Machotum, Depression und Manie, gedankenversunkener Melancholie und rauschhaftem Übermut. Am Ende stellt sich die Frage, was männliche Identität heute ausmacht und wie oder ob der Mann sich von diesen beiden Polen bestimmen lässt.
Johannes Brahms (1833-1897)
9 Lieder und Gesänge op. 32 (1864)
Hanns Eisler (1898-1962)
5 Anakreontische Fragmente (aus dem Hollywooder Liederbuch) (1942)
(Text: Eduard Mörike nach Anakreon)
Pause
Robert Schumann (1810-1856)
aus 12 Gedichte von Justinus Kerner op. 35 (1840)
Hugo Wolf (1860-1903)
aus Goethe-Lieder (1891)
Robert Schumann
aus Myrthen op. 25 (1840)
Hugo Wolf
aus Goethe-Lieder
Robert Schumann
Belsazar op 57 (1840) (Text: Heinrich Heine)
Die beiden Musiker des Liedduos Conrad/Prinz fanden durch eine glückliche Fügung während einer Audition zusammen und beginnen nun ihre gemeinsame Ensembletätigkeit als Stipendiaten der Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb. Individuell wurden die beiden Westfalen bereits bei nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet.LogoKultur

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Mitgliederversammlung am 15. April

Bilanz und Ausblick des Kunstvereins

Es ist mal wieder so weit. Wir laden ein zu einer

ordentlichen Mitgliederversammlung

am Montag, den 15. April 2024 um 19:00 Uhr,

in die Fronfeste, Neunburg v.W.KVULogo

Tagesordnung

Eröffnung und Begrüßung
Berichte und Entlastung des Vorstandes
Bericht des 1. Vorsitzenden
Bericht der Schatzmeisterin
Bericht der Kassenprüfer
Aussprache zu den Berichten
Entlastung der Vorstandschaft
Mitgliederausstellung 2024
Vorhaben und Konzept Kunstherbst 2024
Wünsche, Anträge, Sonstiges

Zur Einstimmung gibt es für alle ein Getränk.

Wir bitten um rege Teilnahme und würden uns freuen, Euch alle persönlich begrüßen zu können.

Peter Wunder
1. Vorsitzender

Karl Stumpfi
2. Vorsitzender

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Lesung & Musik in Alter Seilerei entfällt!

received_795009212475573Wegen eines Trauerfalls muss die für Donnerstag, 21. März, 19.30 Uhr, in der Alten Seilerei geplante Musikalische Lesung „O du mein Österreich“ der Vier Unverdorbenen des Neunburger Kunstvereins abgesagt werden. Ein Nachholtermin wird später bekannt gegeben.KVULogo


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Früheres Bankhaus wird neue NEN-art-galerie

Psychologe setzt auf „heilende Kraft der Kunst“

Psychologe Dr. Günter Toth (Mitte) gewährte erste Einblicke in die neue NEN-art-galerie (v. li.) KVU-Vorsitzender Peter Wunder, Stadtmarketing-Leiterin Ulrike Meixner, Bürgermeister Martin Birner, KVU-Kuratorin Tanja Lennert und Kulturbeauftragter Karl Stumpfi. Foto: Gaby Irlbacher

Psychologe Dr. Günter Toth (Mitte) gewährte erste Einblicke in die neue NEN-art-galerie (v. li.) KVU-Vorsitzender Peter Wunder, Stadtmarketing-Leiterin Ulrike Meixner, Bürgermeister Martin Birner, KVU-Kuratorin Tanja Lennert und Kulturbeauftragter Karl Stumpfi. Foto: Gaby Irlbacher

Nach Schließung der Commerzbank-Filiale Neunburg (vormals Schmidt-Bank) blieb ein markanter Immobilien-Leerstand in der Vorstadt zurück. In Kürze wird neues Leben in die Räumlichkeiten am neuen Kreisverkehr einziehen. Diplom-Psychologe Dr. Günter Toth, ein gebürtiger Neunburger, wird dort eine Praxis etablieren und dabei auch auf die „heilende Kraft der Kunst setzen“: Am Samstag, 16. März eröffnet die NEN-art-galerie mit einer Vernissage.
„Es war eine lange Vorgeschichte, eine Vision oder wie auch immer man es nennen möchte, in die Realität umzusetzen“, schrieb Toth Mitte Februar in einem Brief an die Stadt Neunburg und an den Neunburger Kunstverein Unverdorben. Nun sei es gelungen, eine geeignete Heimat für diese Idee zu finden. Am 27. Februar nutzte er ein informelles Treffen im ehemaligen Bankhaus, um Vertretern der Stadtverwaltung mit Bürgermeister Martin Birner und Stadtmarketing-Leiterin Ulrike Meixner sowie KVU-Vorstandsmitgliedern sozusagen in seine Pläne einzuweihen.
Die ersten Möbel-Kunstwerke haben bereits einen vorläufigen Platz in der ehemaligen Schalterhalle gefunden. Foto: K. Stumpfi

Die ersten Möbel-Kunstwerke haben bereits einen vorläufigen Platz in der ehemaligen Schalterhalle gefunden. Foto: K. Stumpfi


Praxis-Hauptsitz von Günter Toth, der auch als Lehrbeauftrager für Psychologie an der TH Rosenheim fungiert, ist die niederbayerische Stadt Eggenfelden. „Dort bin ich seit rund einem Jahr mit der der konzeptionellen Veränderung der psychologisch-therapeutischen Begleitung von Patienten befasst, die in meiner Privatpraxis nach Hilfe und Unterstützung suchen“, berichtete er seinen Gästen. Hierbei sei – neben einer Reihe anderer Innovationen – positive Veränderungen durch Integration von Kunst in die Therapie als wirksamer Bestandteil der Konzeption zu nennen. Der Eggenfelden.art.room ist der Pilot zu diesem Angebot, welches sich nicht nur an Patienten richtet, sondern an alle Besucher, die neben dem Genuss der Kunst auch deren heilende Wirkung in einer ruhigen und erdenden Umgebung kennenlernen wollen. Die Ganzheitlichkeit in der Betrachtung setze sich dort fort, wo die Künstlerinnen und Künstler zum Zuge kommen. Denn jeder Mensch leiste im Grunde einen Beitrag zum Wohlbefinden anderer Zeitgenossen. Im Rottal und darüber hinaus sei er immer wieder auf unbekannte Künstler gestoßen, die ihre Werke in unserem Raum für Kunst ausstellen wollen und damit die Chance erhalten, sich einem breiteren Publikum bekannt zu machen. „Ich bin mir absolut sicher, dass dies auch in unserer Oberpfälzer Heimat möglich sein wird“, betonte Günter Toth. Genau deswegen soll mit der „NEN-art-galerie“ als Schwester des „e.a.r.“ nun auch in der Geburtsstadt Neunburg für Bürgerinnen und Bürger, insbesondere für junge Menschen unter dem Gesichtspunkt der „Re-Analogisierung“ (weg vom Handy – hin zu einer gesunden psycho-physischen Lebenshaltung) ein attraktives und innovatives Angebot geschaffen werden.
Es gilt dasselbe auch für die im Erdgeschoss eingerichtete Neunburger Galerie: Wenig oder gar unbekannte Künstlerinnen und Künstler anzusprechen, die sich einem Publikum vorstellen wollen und aus dem Schatten der Anonymität herauskommen möchten – „Ich bin sehr glücklich, wenn mich solche Künstler kontaktieren und sich um einen Ausstellungsplatz bemühen. Hier bin ich um jede Unterstützung dankbar, die es ermöglicht, win-win-Situationen zu generieren“.
Im Obergeschoss des früheren Bankhauses ist die Privatpraxis von Dr. Toth untergebracht. Dort werde neben der ganzheitlichen psycho-emotionalen Versorgung der Patienten unter dem Aspekt von „Body & SOUL“ auch eine therapiegestützte MPU-Vorbereitung sowie ganz unterschiedliche Angebote der Prävention im Sinne eines effektiven und tatsächlich praktizierten Jugendschutzes angeboten werden – und stellt den Besuchern die Möglichkeit zur Verfügung, „die heilende Kraft der Kunst als eine Energie erfahren zu dürfen, die weit mehr ist als Bilder in einer Galerie“.
Initiator Günter Toth freut sich auf einen lebendigen Austausch und auf viele wunderbare Begegnungen in der „NEN-art-galerie“. Foto: K. Stumpfi

Initiator Günter Toth freut sich auf einen lebendigen Austausch und auf viele wunderbare Begegnungen in der „NEN-art-galerie“. Foto: K. Stumpfi


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°NEUERÖFFNUNG UND VERNISSAGE in der NEN-art-galerie mit Kunstwerken von Olivia Jakob, Brigitte Hanseder und Guilia Rauenschwender findet am Samstag, 16. März um 20 Uhr statt. Einlass ab 18 Uhr, Eintritt frei. Die Ausstellung kann bis 30. Juli besichtigt werden.
Infos & Links:
https://www.ipjg.de/
https://www.instagram.com/eggenfelden.art.room/PosterGalerieToth

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