Westböhmisches Sinfonieorchester zelebrierte Johann Strauß

Walzer, Polkas und Arien läuten das Kunstjahr 2026 ein

Sopranistin Eva Himmer Štruplová und das Westböhmische Sinfonieorchester Marienbad unter Leitung von Jan Mikoláš begeisterte rund 300 Gäste in der Schwarzachtalhalle mit Werken von Johann Strauß, Carl Zeller, Emmerich Kalman und Franz Lehár. Fotos: Karl Stumpfi / Stefan Wunder

Mit Walzern, Polkas und Operetten-Schlagern wünschte der Neunburger Kunstverein Unverdorben in der Schwarzachtalhalle „Prosit Neujahr!“ Mit Verpflichtung des Westböhmischen Sinfonieorchesters Marienbad und der Sopranistin Eva Himmer Štruplová hatte der Gastgeber einen guten Griff getan. 

2. KVU Vorsitzender Karl Stumpfi hieß die Zuhörerschaft willkommen.

2. Vorsitzender und Kulturbeauftragter des Stadtrates Karl Stumpfi verwies in seinen Grußworten auf die mittlerweile elfte Auflage des Neunburger Neujahrskonzerts. „Unserer Meinung nach ist es das zweitwichtigste nach dem Wiener“, meinte er mit einem Augenzwinkern. Die 40 Musikerinnen und Musiker aus der tschechischen Kurbäder-Region kredenzten den Gästen in der gut frequentierten Schwarzachtalhalle einen spritzigen Coctail beliebter Melodien der leichten Klassik.

Im Mittelpunkt stand der Wiener Walzerkönig Johann Strauß Sohn zum 200. Geburtstag. Schon bei der einleitenden „Zigeunerbaron“-Ouvertüre ließen nicht nur die Passagen im Dreivierteltakt, sondern auch das ungarische Kolorit den Funken schnell auf die Zuhörerreihen überspringen. Neben Arien aus seinen Erfolgsoperetten „Der Zigeunerbaron“, „Die Fledermaus“ und „Eine Nacht in Venedig“ – den Gesangspart übernahm die excellente Koloratursopranistin Eva Himmer Štruplová – waren die großen Strauß-Walzer op. 314 („An der schönen blauen Donau“) und op. 437 („Kaiserwalzer“) tragende Programm-Säulen. Temperamentvoll flankiert von den bekannten Polkas „Unter Donner und Blitz“, „Tritsch Tratsch“ und „Banditen-Galopp“. Carl Zeller war ein Zeitgenosse der Wiener Strauß-Dynastie. Aus dessen erfolgreichster Operette „Der Vogelhändler“ sang Eva Himmer Štruplová die Arie „Ich bin die Christl von der Post“.

Die Silberne Operettenära war mit den Komponisten Franz Lehár („Guiditta“) und Emmerich Kalman („Die Csardasfürstin“) vertreten. Die von Dirigent Jan Mikoláš souverän geleiteten Marienbader Sinfoniker hatten selbstverständlich auch Werke des böhmischen Meisters Antonin Dvorak im Gepäck, dessen Prager Walzer und die Polonaise Es-Dur die musikalische Farbpalette bereicherten.

Sowohl die orchestralen als auch sängerischen Leistungen wurden nach Abschluss des offizillen Programms – es erklang der berühmte „Donauwalzer“ – mit lautstarkem Applaus bedacht.  Nach Überreichung eines Blumengebindes bedankte sich die Sopranistin mit der Zugabe „Meine Lippen, die küssen so heiß“ von Lehár. Die Begeisterung des Publikums entlud sich vollends in der Mitklatsch-Orgie des finalen „Radetzky Marschs“ von Johann Strauß Vater.

Das Neunburger Neujahrskonzert 2026 wird durch den Deutsch-Tschechischen Zukunftfonds finanziell gefördert. Dazu hatte sich der Kunstverein Unverdorben e. V. vertraglich verpflichtet, im Zusammenhang mit dieser öffentlichen Musikveranstaltung ein pädagogisches Begleitprogramm für Jugendliche anzubieten und schon im Vorfeld die Schulleitungen des Ortenburger-Gymnasiums Oberviechtach mit Oberstudiendirektor Ludwig Pfeiffer und die Staatliche Gregor-von-Scherr-Realschule Neunburg vorm Wald mit Direktorin Diana Schmidberger kontaktiert. Die Schülerinnen und Schüler im Alter von zehn bis 16 Jahren konnten als Zuhörer während der Anspielprobe des Orchesters einmal hinter die Kulissen eines Klassik-Konzerts blicken. Auch beim abendlichen Konzert-Event waren die Jugendlichen Ehrengäste des Kunstvereins. Im Anschluss stellte sich Dirigent Jan Mikoláš den Fragen der jungen Besucher, assistiert von KVU Vorstandsmitglied Dana Ettl als Dolmetscherin.

2. KVU Vorsitzender Karl Stumpfi beleuchtete den musikhistorischen Hintergrund des Neujahrskonzerts 2026, das ganz im Zeichen des 200. Geburtstags von Johann Strauß Sohn stand. Er verwies darauf, dass der „Walzerkönig“ nicht nur ein genialer Komponist und begnadeter Entertainer gewesen sei, sondern mit seiner Familie auch das Musik-Business rund um den Erdball revolutionierte und dabei das „Tantiemenprinzip“ als Einnahmequelle für Musiker gesellschaftsfähig machte. Als gefeierter Weltstar bereiste Johann Strauß nicht nur den europäische Kontinent, er gastierte mit seinem Orchester auch beim Weltfriedensfest 1872 in den Vereinigten Staaten von Amerika. In Boston dirigierte er u. a. ein Riesenorchester mit rund 400 Instrumentalisten. Sein „Donauwalzer“ gilt heute als heimliche Nationalhymne Österreichs.

Kurz vor Beginn des Neujahrskonzerts in der Schwarzachtalhalle stellten sich Vertreter des Westböhmischen Sinfonieorchesters Marienbad und des Kunstvereins Unverdorben mit den Schülerinnen und Schülern zum Erinnerungsbild. Foto: Ralf Gohlke

MEDIEN-ECHO

Bericht in der Zeitung „Der Neue Tag“, Kreisausgabe SAD, vom 9. Januar 2026:

Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung, Kreisausgabe SAD, vom 5. Januar 2026:

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Blauer Montag mit Kaffeehaus-G’schichten beim „Sporrer“

Vier Unverdorbene auf Coffein-Trip

Mit lang anhaltendem Schlussapplaus honorierten die Gäste des Blauen Montags beim „Sporrer“ das neue Programm der Musikalischen Lesung „Kaffeehaus-G’schichten“ mit den Vier Unverdorbenen von li.: Karl Stumpfi (Rezitator), Jürgen Zach (Gesang/Bassgitarre), Klaus Götze (E-Gitarre) und Franz Schöberl (Akkordeon). Fotos: Alfred Grassmann

Kaffeehaus-G’schichten, so ist das neue Programm des Kleinkunst-Ensembles „Die Vier Unverdorbenen“ überschrieben. Rezitator Karl Stumpfi und die Musiker Jürgen Zach, Klaus Götze und Franz Schöberl präsentierten es erstmals beim Blauen Montag im Rahmen des 13. Neunburger Kunstherbsts. Dieser lockere Mix aus Unterhaltungsliteratur und Evergreens zeigte einmal mehr enorme Zugkraft. Flugs war der Sporrersaal ausverkauft, ein Wiederholungstermin ist bereits terminiert: Am 26. Januar werden die Kaffeehaus-G’schichten ein weiteres Mal erzählt.

KVU Vorsitzender Peter Wunder freute sich über ein „volles Haus“.

Kaffee ist ein besonderer „Treibstoff“. Schon Schiller wusste dies zu schätzen: „Erwachen sollen deine Glieder mit der Bohnen Kraft Geleit“. Also nahm der Vorleser den Dichter beim Wort. Er könne mit dem Vortrag nicht beginnen, weil momentan das wichtigste Element noch fehle. So schlüpfte Karl Stumpfi in die Rolle des Oberkellners. Er servierte sich eine mit heißem Kaffee gefüllte Kanne selbst, schenkte eine Tasse ein und genoss den ersten Schluck. „Ein treuer Begleiter durch alle Zeitläufe und Lebenslagen“, ließ er die Zuhörerschaft am Glück eines Kaffeetrinkers teilhaben.

Im ersten Teil der Musikalischen Lesung geleitete der Georg-Danzer-Song „Wieder in Wien“ an jenen Ort, an dem Ausgang des 17. Jahrhunderts alles begann. Nach der zweiten erfolglosen Belagerung der Kaiserstadt traten 1683 die Türken einen chaotischen Rückzug an. Dass sie einige Bohnensäcke zurück ließen und es bald danach zur Eröffnung des Wiener Kaffeehauses kam sei „eine in Wien gut funktionierende Legende“. Der Rezitator blätterte bei Kulturhistorikerin Käthe Springer nach. Erstens waren Kaffeebohnen schon vor 1683 in Wien bekannt und zweitens sei kein polnischer Spion, sondern ein armenischer Handelsmann erster Cafetier in Wien gewesen. Ihm gestattete der Kaiser 1685 „die Freyheit, den Caffee einem offenen Gewölb ausschänken zu mögen“. Kostenlose Zeitungslektüre, Schach und Billard rückten den ursprünglichen „Ansatzpunkt des Nichtstuns“ in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Dort habe auch W. A. Mozart, ein Liebhaber des schwarzen Kaffees zur Pfeife, seiner Billard-Leidenschaft gefrönt. Im 19. Jahrhundert verwandelten sich Kaffeehäuser von schummrigen Gewölben, versteckt in engen Gäßchen Alt-Wiens, zu prachtvoll eingerichteten Stätten, die an Adelspaläste erinnerten. Berauscht sein von Kaffee, eine typisch Wienerische Spielart, oder doch lieber vom Bier als die bayerische Alternative? Diese Frage inspirierte La Brass Banda zu ihrem Hit „Kaffee versus Bier“. Mit einer eigenwillen und ohne Blasinstrumenten auskommende Cover-Version überraschte das Musikantentrio Zach, Götze & Schöberl beim „Sporrer“.

Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, dass die geradezu inflationäre Entwicklung der Wiener Kaffeesorten alsbald auch behördliche Regulierungs- und Kontrollwut anstacheln würde. Und die gaben unweigerlich eine Steilvorlage für Satiriker vom Schlage eines Anton Kuh. Er, der notorische Kaffeehaus-Gänger und Kaffeehaus-Sitzer, spitzte seine Feder und ätzte gegen die Legislative: „Ehre dem Geist des Gesetzes. Es macht einen Unterschied zwischen der Summe und der Summierung, zwischen Melange und Milchkaffee“. Alfred Polgar, der Philosoph unter allen Kaffeehausliteraten, entwickelte die „Theorie des Café Central“. Seine Bewohner seien größtenteils Menschen, die allein sein wollen, aber dazu Gesellschaft brauchen. Musikalisch begleitetete die Unverdorbenen-Combo ihre Gäste anschließend in die Wiener Vorstadt, in „Ein kleines Café in Hernals“. Mit der Schilderung von markanten Wiener Kaffeehaus-Originalen erhielt Friedrich Torberg breiten Raum im zweiten Teil der Musikalischen Lesung. Seine Memoiren-Sammlung „Tante Jolesch oder der Untergang des Abendlandes in Anekdoten“ gilt immerhin als die „Bibel der Wiener Kaffeehaus-Literatur“.

Prägen den musikalischen Stil des Kleinkunst-Ensembles mit: E-Gitarrist Klaus Götze und Franz Schöberl am Akkordeon.

Einer der erfolgreichsten Aktionskünstler der Welt, der Wiener Autor, Schauspieler und Chansonnier André Heller, beschreibt sein Stamm-Café Hawelka als einen „Ort der selbstverständlichen Täuschungen“. Das Haus in der Dorotheergasse Nr. 6 beherberge nämlich hauptsächlich Leute, die nicht gehalten haben, was sie sich von sich selbst versprachen. Nur beim gütigen Ober gelte man allerdings als das, was man beinahe geworden wäre: „Denn er kann sich seine Gäste als Bewohner der wirklichen, undunstigen Welt ebenso wenig vorstellen wie jene sich ihn ohne Smoking und speckiges Mascherl“.

Der Wiener Liedermacher Georg Danzer (1946 – 2007) teilte André Hellers Sucht nach „Hawelkanischen Nächten“, den Heißhunger nach flaumigen Buchteln der Kaffeehaus-Chefin Josefine, die seinem Empfinden nach auch zum Bier vortrefflich schmeckten. Er setzte, wie könnte es anders sein, dem Stammlokal ein musikalisches Denkmal: „Jö, schau! So a Sau! A Nackerter im Hawelka!“.

Seine Neunburger Gstanzln reizten wieder das Zwerchfell des Publikums: Dichter, Sänger und Bassist Jürgen Zach.

Wer die vom Publikum mit tosendem Schlussapplaus gefeierte Premiere der „Kaffeehaus-G’schichten“ beim Blauen Montag 24. November 2025 versäumt hat, kann bei einer Neuauflage der Musikalischen Lesung kurz nach dem Jahreswechsel dabei sein. Eine zweite Aufführung wird ebenfalls beim „Sporrer“ über die Bühne gehen. Termin: Montag, 26. Januar 2026, 19 Uhr; Abendkasse ab 18 Uhr. Eintrittskarten im Preis von zehn Euro sind in der örtlichen Vorverkaufsstelle Büro- und Pressezentrum Kramer, Hauptstraße 50, erhältlich.

Der Vorleser als Oberkellner: Karl Stumpfi serviert zum Beginn der Musikalischen Lesung das „Objekt der Begierde“, eine Kanne Kaffee.

DIE PLAY-LIST der Musikalischen Lesung:

Peter Cornelius: Coverversionen von „Caféhaus“ (Text Jürgen Zach) und „Der Kaffee ist fertig“. Georg Danzer: „Wieder in Wien“ und „Jö, schau!“ Rainhard Fendrich: „Haben Sie Wien schon bei Nacht geseh’n?“ (Text Jürgen Zach). La Brass Banda: „Kaffee vs. Bier“. Trio Wien: „Mei Gurgl hat heut Waschtag“. Hermann Leopoldi:Ein kleines Café in Hernals“. Karl Föderl: „Das Lied von der Reblaus“. Jürgen Zach: „Neunburger Gstanzln“. Instrumentalmusik: „Café Mozart Walzer“ und „Wien bleibt Wien“-Marsch„.

MEDIEN-ECHO

Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung, Kreisausgabe SAD, vom 9. Januar 2026:

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Weihnachts- und Neujahrsgrüße aus Brünn

Der tschechische Künstler ist dem Neunburger Kunstverein Unverdorben seit vielen Jahren eng verbunden und war bei zwei Internationalen Kunstausstellungen AHOI 2017/2018 vertreten.

Kunstwerk von Dr. Karel Rechlik

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KVU-Mitgliederbrief Weihnachten 2025

Kleine Anerkennung für großen Einsatz im Kunstjahr 2025 (v. re.): 1. Vorsitzender Peter Wunder, Vorstandsmitglieder Maria Bücherl, Dana Ettl, Dr. Hella Simandi, Gaby Irlbacher, Tanja Lennert und 2. Vorsitzender Karl Stumpfi. Foto: Ralf Gohlke, MZ

Starke Teamarbeit für die Kunst

Verehrte Mitglieder und Freunde des Neunburger Kunstvereins Unverdorben,

das Jahr neigt sich dem Ende zu und wir haben nach einem anspruchsvollen Programm viel Anerkennung und Lob von unseren treuen Gästen erfahren. Herzlichen Dank für Eure Treue und Unterstützung.

Das letzte Jahr begann mit einem großartigen Neujahrskonzert der Hofer Symphoniker, im Mai folgte eine Lesung mit Dr. Susanne Plank in der Spitalkirche und die Vernissage der Abschlussklasse unserer Gregor-von-Scherr-Realschule, bevor der 13. Kunstherbst mit 17 Veranstaltungen begann, davon acht Kulturtermine, bei denen wir Veranstalter waren.

Ein sehr vielfältiges und hochwertiges Programm wurde organisiert und in die Tat umgesetzt. So etwas kann man nur mit einem tüchtigen und engagierten Team bewältigen und deshalb gilt unser besonderer Dank der Vorstandschaft des Kunstvereins Unverdorben: Fünf Damen und zwei Herrn, die sich stets und ständig eingebracht haben. Hier könnten wir noch Verstärkung brauchen. 

Wir würden uns auch sehr freuen noch mehr Mitglieder  und Freunde bei unseren Veranstaltungen begrüßen zu dürfen. Wie schon mehrfach gesagt: “Kunst ist schön, macht viel Arbeit, kostet viel Geld und lebt von den Zuschauern und den Zuhörern.“ Bei geringer Gästezahl rechnet sich keine Veranstaltung – mit der Folge, dass dann manches in Neunburg vorm Wald nicht mehr veranstaltet werden kann. Noch haben wir durchhalten können, aber wir brauchen Eure Unterstützung. 

Das neue Jahr beginnt am Samstag, 3. Januar mit dem 11. Neunburger Neujahrskonzert. Das bekannte Westböhmische Sinfonieorchester aus der tschechischen Kurregion Marienbad wird uns wieder begeistern – diesmal mit Werken von Johann Strauß zu dessen 200. Geburtstag. Wir freuen uns auf diesen heiteren und beschwingten Jahresbeginn – noch sind Karten in der örtlichen Vorverkaufsstelle Büro- und Pressezentrum, Hauptstraße 50, erhältlich.

Wir dürfen Euch ein friedliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das Neue Jahr wünschen!

Die KVU Vorsitzenden:

Peter Wunder und Karl Stumpfi

Die 1. Mitglieder-Verkaufsausstellung des Kunstvereins Unverdorben im Rahmen des Neunburger Burgadvents in der Fronfeste wurde von zahlreichen Besuchern frequentiert. Mit diesen drei Ausstellungstagen klang das Kunstjahr 2025 aus. Foto: Karl Stumpfi, KVU
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„Große Kunst für wenig Geld“ in der Fronfeste

KVU erstmals beim Burgadvent aktiv

Der Neunburger Kunstverein Unverdorben veranstaltet im Rahmen des Neunburger Burgadvents eine Verkaufsausstellung in der Fronfeste, Im Berg 17. Das Motto lautet: Große Kunst für kleines Geld. Die beteiligten Mitglieder bieten Bilder in kleineren Formaten an, dazu auch selbstgemachten edlen Schmuck und Lampen. Die Verkaufsausstellung ist während der gesamten Öffnungszeiten des Burgadvents zu besuchen.

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MusiTextical: Welt-Hit „Stille Nacht, Heilige Nacht“ wird geboren

Joseph Mohr & Franz Gruber-Story

Das MusiTextical „Stille Nacht – die Entstehung eines Liedes“ von Dr. Klaus Sauerbeck stimmt im ausklingenden 13. NEUNBURGER KUNSTHERBST am Freitag, 5. Dezember, 19.30 Uhr, in der Stadtpfarrkirche St. Josef (Alte Kirche) auf die kommende Weihnachtszeit ein. Seien Sie dabei bei der Geschichte der Entstehung des wohl schönsten Weihnachtsliedes der Welt, kombiniert – passend zu dessen weltweiter Verbreitung – mit internationaler Weihnachtsmusik. Gastgeber ist der Neunburger Kunstverein Unverdorben.

MusiTextical Erfinder Dr. Klaus Sauerbeck erzählt in der Rolle eines guten Freundes von Stille-Nacht-Dichter Joseph Mohr feinfühlig und empathisch die Entstehungsgeschichte von „Stille Nacht, heilige Nacht“– eine Geschichte voller Dramatik, Gefühl und Gottesglaube. Die Besucher des MusiTexticals erleben die bewegende Geschichte des Joseph Mohr, der, aus einfachsten Verhältnissen kommend, Geistlicher wird und sich rührend um die armen Menschen im Salzburger Land kümmert. Sie hören von verständnislosen Vorgesetzten, die Mohrs Mitmenschlichkeit stört. Sie lernen Maria, Anton und ihr „Kind der Schande“, wie der Ortspfarrer sich ausdrückt, kennen. Joseph Mohr nimmt sich dieses Kindes an und rettet einem anderen Kind das Leben.

Die Protagonisten des MusiTexticals: Erzähler Klaus Sauerbeck (li.) und Sänger Marc Charro.

Die Besucher erfahren die Geschichte einer kaputten Kirchenorgel, die dafür sorgt, dass die Botschaft von Gottes Liebe die Herzen neu erreicht. Und Alle erleben mit, wie Joseph zusammen mit seinem Freund Franz Gruber „Stille Nacht, heilige Nacht“ erschafft, das bekannteste und für viele Menschen schönste Weihnachtslied aller Zeiten. Sänger Marc Charro interpretiert mit einzigartiger Stimme internationale Christmas-Songs als Umrahmung für dieses Lied, das einen weltweiten Siegeszug antrat – im Jahr 1818 im kleinen Oberndorf im Salzburger Land. Lassen Sie sich beim Hören der Musik und der Texte mitnehmen in die Welt des Joseph Mohr und spüren Sie den Zauber von Weihnachten und den Frieden und die Freude der Heiligen Nacht!

°Eintritt: 15 €, Abendkasse ab 18.30 Uhr. Vorverkauf: 13 €, Büro- und Pressezentrum, Hauptstraße 50 / Buchhandlung am Tor, Hauptstraße 35. Achtung! Schüler, Studenten und Auszubildende haben an der Abendkasse freien Eintritt. Ausweis, Bescheinigungen usw. zur Einlasskontrolle bitte mitbringen!

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Kunstprojekt im evangelischen Kirchgarten mit Schülern

Erschütternder Friedens-Appell

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11. Neunburger Neujahrskonzert mit Traditionsorchester aus Böhmen

Das Westböhmische Symphonieorchester aus der Kurstadt Marienbad gestaltet zum zweiten Mal nach 2024 das Neunburger Neujahrskonzert in der Schwarzachtalhalle. Termin ist Samstag, 3. Januar ’26.

Huldigung an den „Walzerkönig“

Mit Strauß-Musik beschwingt ins neue Jahr 2026. Unter diesem Motto gastiert das Westböhmische Sinfonieorchester aus Marienbad am Samstag, 3. Januar, 19 Uhr, in der Schwarzachtalhalle. Gastgeber des 11. Neunburger Neujahrskonzerts ist der Kunstverein Unverdorben. Zur Programm-Präsentation im historischen Rathaus-Sitzungssaal konnte 1. Vorsitzender Peter Wunder neben 1. Bürgermeister Martin Birner auch dem aus dem tschechischen Kurort angereisten Dirigenten Jan Mikoláš willkommen heißen. 

Er steht am Dirigentenpult: Jan Mikoláš.

Die Marienbader Orchestertradition reicht bis ins Jahr 1821 zurück. Heute umfasst der Orchesterbetrieb Abonnement-Konzerte und Kolonnaden-Konzerte während der Kursaison im Sommer. Gastspiele führt den Klangkörper regelmäßig ins Ausland, bevorzugt ins benachbarte Deutschland. In Neunburg vorm Wald gastiert das Westböhmische Symphonieorchester bereits zum dritten Mal. Nach dem 9. Neujahrskonzert am 6 Januar 2024 übernahmen sie beim Allerseelen-Konzert am 2. November 2024 den Orchesterpart des Requiems von W. A. Mozart (mit dem Cerchovan Chor Domazlice) und führte Mozarts Konzert für Klarinette und Orchester auf.

Im Mittelpunkt des Programms am 3. Januar 2026 stehen Werke von Johann Strauß Sohn, dessen 200. Geburtstag die Musikwelt feiert. Der „Wiener Walzerkönig“ wird mit einer Auswahl seiner beliebtesten Ouvertüren, Operettenarien, Walzer, Polkas und Märschen vertreten sein. Der KVU Vorsitzende betonte einleitend, dass man bei diesem Konzert bewusst auf die „Leichte Muse“ setze. Um so mehr in schwierigen Zeiten, in denen sich gegenwärtig nicht nur Kunst und Kultur konfrontiert sehen. 1. Bürgermeister Martin Birner bezeichnete das Neujahrskonzert als erstes musikalisches Highlight im beginnenden Neunburger Veranstaltungsjahr. Er dankte dem Kunstverein Unverdorben für die organisatorische Arbeit im Vorfeld und die Kontaktaufnahme zum Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds. Auch das Stadtoberhaupt warb dafür, Konzertkarten als Weihnachtsgeschenke zu erwerben. „In hektischen Zeiten abschalten und Musik genießen“, so Birner wörtlich.

Vor 200 Jahren geboren: Komponist Johann Strauss (Gemälde von Eduard Gruetzner, Wien Museum).

STRAUSS-WALZER UND PERLEN DER OPERETTE

Dirigent Jan Mikoláš begann seine Ausführungen mit dem Hinweis, dass zurzeit nur eine vorläufige Spielfolge vorliegt und es noch kleine Änderungen geben könne. Als gesetzt bezeichnete er aber den für ein Neujahrskonzert unverzichtbaren Strauß-Walzer „An der schönen blauen Donau“ und als ultimative Zugabe der „Radetzky-Marsch“, den allerdings Johann Strauß Vater komponiert habe. Dazu kämen „Perlen der Operette“ auch hier mit Schwerpunkt auf Johann Strauß Sohn. Es werde aber auch sein Zeitgenosse Carl Zeller („Der Vogelhändler“) und Franz Lehár („Guiditta“) einen Platz im Neujahrskonzert-Programm haben ebenso wie Antonin Dvorák („Prager Walzer“) als böhmischer Komponist der Spätromantik.

Eva Štruplová (Sopran) singt Johann Strauß, Carl Zeller und Franz Lehár. Fotos: Jiří Pužej

Mit der tschechischen Sopranistin Eva Štruplová aus Kutna Horá (Kuttenberg) konnte laut Mikoláš eine ideale Besetzung als Gesangsolisten realisiert werden. Sie studierte am Staatlichen Konservatorium und an der Akademie für Darstellende Künste Prag, sie  ist Preisträgerin von mehreren internationalen Gesangwettbewerben teil und wurde als Sopran-Solistin an das Südböhmische Theater Budweis engagiert. In der Pfalzgrafenstadt wird die Sängerin mit den beiden Adele-Arien „Mein Herr Marquis“ und „Spiel ich die Unschuld vom Lande“ aus der Operette „Die Fledermaus“ zu hören sein. Aus der Operette „Eine Nacht in Venedig“ singt sie die Arie der Annina „Frutti di Mare“. Von Carl Zeller interpretiert die Sopranistin die bekannte Arie „Ich bin die Christl von der Post“. Zudem übernimmt sie den Vokalpart im Walzer „Frühlingstimmen“ von Johann Strauß.

Dass der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds das 11. Neunburger Neujahrskonzert fördert, ist laut Kulturbeauftragtem Karl Stumpfi an eine Maßgabe geknüpft: Das „Musikerlebnis“ Live-Konzert muss von einer „pägogischen Jugendbetreuung“ begleitet werden. Dabei kooperiere der Kunstverein mit dem Ortenburg-Gymnasium und der Gregor-von-Scherr-Realschule. Jugendliche können als Zuhörer bei der Akustikprobe des Orchesters dabei sein. Anschließend erläutert der Dirigent, auf was es beim Führen eines Klangkörpers ankommt und stellt sich auch Schülerfragen. Stumpfi ist für ein kurzes „musikhistorisches Briefing“ zuständig. Er wird u. a. die Aufmerksamkeit der jungen Zuhörer auf das Multi-Talent Johann Strauß lenken. Der Wiener war nicht nur  genialer Erfinder von rund 1500 Walzerthemen und begnadeter Entertainer, sondern einer der ersten Musik-Weltstars mit Tourneen in den USA und Russland. Außerdem bewies er ausgeprägten Geschäftsinn und machte die Tantiemen als Einnahmequelle für Musiker gesellschaftsfähig.

Sie werben für das 11. Neunburger Neujahrskonzert (v. li.): Karl Stumpfi, Dana Ettl, Dirigent Jan Mikoláš, Peter Wunder, Bürgermeister Martin Birner und Rosa Schafbauer. Foto: Edgar Pielmeier, MZ

Der Kartenvorverkauf für das Neujahrskonzert hat bereits begonnen. Tickets für 40 € / 35 € / 30 € sind in der VVK-Stelle Büro- und Pressezentrum, Hauptstraße 50, erhältlich. Karten können auch über e-Mail (schafbauerrosa@gmail.com) oder telefonisch (09672/3435) geordert werden. Die Abendkasse im Hallenfoyer öffnet am 3. Januar um 18 Uhr. Schüler, Studenten und Auszubildende haben an der Abendkasse freien Eintritt. Ausweis mitbringen!

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Endspurt im 13. NEUNBURGER KUNSTHERBST!

Von „Traditional Jazz“ über „Blauer Montag“ bis zur Einstimmung auf das Weihnachtsfest

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15. November: Traditioneller Jazz im Schlosssaal

Der Jazzer Jonas Sorgenfrei (32) präsentiert sein aktuelles Projekt „Invites“. Foto: Dirk Baierlipp

Sorgenfrei, Graf & Zambito gastieren

Im Rahmen des 13. Neunburger Kunstherbsts und auf Einladung der Freunde der Kunst Oberviechtach gastiert der gebürtige Neunburger Jazz Schlagzeuger Jonas Sorgenfrei, Komponist und Bandleader am Samstag, 15. November, 19.30 Uhr, im historischen Schlosssaal des Schwarzachtaler Heimatmuseums. Das geht aus einer Pressemitteilung der Freunde der Kunst Oberviechtach hervor. Mit seinem Projekt „Jonas Sorgenfrei Invites“ präsentiert der 32-Jährige mit dem Münchner Pianisten Luca Zambito und dem in der Nürnberger Jazzszene verankerten Bassisten Moritz Graf musikalische Höhepunkte aus der Ära des „Traditionellen Jazz Trios“ in den 1940er und 1950er Jahren. Songs der damaligen Jazz-Größen kommen dabei zur Geltung. Eine Vorstellung der damaligen Jazzmusik steht im Mittelpunkt des Konzertabends. Eintrittskarten kosten 15 Euro und sind ab 19 Uhr an Abendkasse erhältlich.

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