Vorverkauf-Start für Neunburger Neujahrskonzert ’23

Singendes, klingendes Weihnachtsgeschenk!

Die Instrumentalisten der Vogtland Philharmonie spielen bei den Silvester- und Neujahrskonzerten traditionell in "Gala-Uniform".

Die Instrumentalisten der Vogtland Philharmonie spielen bei den Silvester- und Neujahrskonzerten traditionell in „Gala-Uniform“.

Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause werden die philharmonischen Neujahrskonzerte am Samstag, 14. Januar 2023, Beginn um 16 Uhr, in der Schwarzachtalhalle fortgesetzt. Auf Einladung des Kunstvereins Unverdorben gastiert die Vogtland Philharmonie zur achten Auflage des Neunburger Neujahrskonzerts erneut in der Pfalzgrafenstadt. Zwei Gesangsolisten und das Sinfonieorchester mit ca. 50 Instrumentalmusikern warten mit heiteren und beschwingten Melodien aus Oper, Operette und Musical zum Jahreswechsel auf. Es erklingen Werke von Johann Strauß Vater, Johann Strauß Sohn und Joseph Strauß sowie von Emmerich Kalmán, Giacomo Puccini, Giuseppe Verdi, Gaetano Donizetti, Charles Gounod und anderen. Eintrittskarten im Preis von 40, 35 und 30 Euro können ab sofort bei den Neunburger Stadtwerken gebucht werden: Telefon (09672) 9208 514 (Rosa Schafbauer) oder eMail: schwarzachtalhalle@stadtwerke-neunburg.deKlassikLogoVoPhil
Die Vogtland Philharmonie mit Chefdirigent Dorian Keilhack gehört zu den herausragenden Ensembles sinfonischer Musik in Mitteldeutschland. Der traditionsreiche Klangkörper gastiert in Konzerthäusern der Region und in Musikzentren nahezu aller europäischen Länder, wie dem Goldenen Saal des Musikvereins Wien oder dem Gewandhaus zu Leipzig. Das Spektrum der musikalischen Genres reicht von Sinfoniekonzerten und Serenaden, festlichen Galas, bis zur Aufführung berühmter Filmmusiken.
Bei ihrem ersten Neunburger Gastkonzert im Rahmen der Klassik-Gala am 2. Oktober 2022 u. a. mit Dvoráks Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ erzielte die Vogtland Philharmonie einen großartigen Publikumserfolg – die Steilvorlage für das Neujahrskonzert am 14. Januar an gleicher Stätte!
Tenor Daniel Pataky ist festes Ensemblemitglied des Theaters Bielefeld und regelmäßig in Konzerten mit den Bielefelder Philharmonikern zu hören. Gastengagements führten ihn an die Oper in Debrecen und an die Staatsoper Budapest. Der Sänger stammt aus Debrecen/Ungarn und absolvierte hier ein Violinstudium an der Kodály Zoltán Music School in seiner Heimatstadt. Von 2005 bis 2010 studierte er Gesang an der Ferenc Liszt Music Academy in Budapest. Er gewann den Kulturpreis „Musical performer scholarship from the National Ministry of Culture“ und wurde mit dem „Junior Prima Prize‘ ausgezeichnet.
Sopranistin Jeannette Wernecke absolvierte ihr Gesangsstudium bei Prof. Marina Sandel in Halle-Wittenberg. Noch während dieser Zeit debütierte sie an der Staatsoper Stuttgart. Die Zeitschrift „Opernwelt“ nominierte sie als „Beste Nachwuchssängerin des Jahres“. Das umfangreiche Bühnenrepertoire der Koloratursopranistin reicht von der Königin der Nacht („Zauberflöte“) und Zerbinetta („Ariadne“) über Olympia („Hoffmanns Erzählungen“) und Musetta („La Bohème“) bis hin zu zahlreichen Operettenpartien als Gast an die Theater u. a. in Stuttgart, Dortmund, Luzern, Bonn, Aachen, Halle und Meiningen. Neben der Oper ist Jeannette Wernecke regelmäßig als Oratorien- und Konzertsängerin tätig.
Es gelten die aktuellen Auflagen des gesetzlichen Infektionsschutzes!KVULogo

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Andreas & Musikanten und Jackl & Luggi:

„Böhmisch-Klassiker“ mit Pointen gewürzt

Andreas Königsberger und seine Musikanten gaben im Rahmen des Neunburger Kunstherbstes ihr Debüt in der Schwarzachtalhalle. Fotos: Karl Stumpfi

Andreas Königsberger und seine Musikanten gaben im Rahmen des Neunburger Kunstherbstes ihr Debüt in der Schwarzachtalhalle. Fotos: Karl Stumpfi

Bauchredner Aurer Jackl und sein "Luggi"

Bauchredner Aurer Jackl und sein „Luggi“

Der Unterhaltungsabend mit bodenständiger Blasmusik ist seit 2017 fester Bestandteil der Neunburger Kunstherbst-Programme. Ausnahmen von dieser Regel waren Corona bedingt die Saisonen 2020 und 2021. Während dieser Zwangspause gaben die Protagonisten Daniel Käsbauer & Mission Böhmisch ihre Gruppenauflösung bekannt. Jetzt sprangen Andreas Königsberger und seine Musikanten in die Bresche und boten dem Kunstverein Unverdorben an, den Unterhaltungsabend im Neunburger Kunstherbst musikalisch zu gestalten. Für ihr Debüt in der Schwarzachtalhalle brachten sie den routinierten Entertainer und Bauchredner Aurer Jackl aus Landshut mit. Der „Bayerische Comedian“ brannte ein fulminantes Pointen-Feuerwerk ab, insbesondere die Doppel-Conference des Bauchredners „mit mei’m Buam Luggi“ strapazierten die Lachmuskeln der Gäste.
Mit dem Egerländer Musikantenmarsch von Ernst Mosch gab Andreas Königsberger gleich die Marschroute des Abends vor: Böhmisch sollte es klingen und „Klassiker“ sollten es vorzugsweise sein. So folgten im Laufe dieses kurzweiligen und beschwingten Abends Titel wie die Fuchsgraben Polka (komponiert von Karel Vacek), Polkafreude (Peter Leitner), Gruß an Böhmen (Vaclav Vackar), Am Zehentstadel (Herbert Hornig), Bei Kerzenlicht und Amse-Polka, (Jaromir Vejvoda), Prager Leben (Jaroslav Labsky) und Meine große Liebe (Karel Vacek). Ehrensache für die hochmotiviert aufspielenden Musikanen, dass dem Publikum Ohrwürmer wie der Böhmische Wind oder der Olympiade Marsch nicht vorenthalten wurden. Den kräftigen Schlussapplaus belohnten Königsberger & Co mit drei Zugaben und zum Abgang gab’s noch einen besonderen musikalischen Gag: Das berühmte Johannes Brahms-Wiegenlied „Guten Abend, gute Nacht“ als Thema mit Variationen für Böhmische Blasmusik in der Bearbeitung von Alexander Stütz. Bevor der Unterhaltungsabend nach 23 Uhr endgültig ausklang, bedankten sich die KVU-Vorsitzenden Peter Wunder und Karl Stumpfi bei den Akteuren für ihre respektable Leistung. Sie überreichten süffige Geschenke in Form von Flaschen, gefüllt mit „Neunburger Kunstverein-Wein“.BlasComedy

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Musical-Aufführungsserie vom 26. November bis 4. Dezember

„Kleiner Horrorladen“ kommt nach Neunburg

Seymour (Florian Wein, 2. v. li..) und Audrey (3. v. re.) wollen endlich raus aus der Skid Row.

Seymour (Florian Wein, 2. v. li..) und Audrey (3. v. re.) wollen endlich raus aus der Skid Row.

Nach den sehr erfolgreichen ersten vier (und ausverkauften) Vorstellungen von „Der kleine Horrorladen“ in Oberviechtach und Pfreimd kommt OVIGO mit dem neuen Musical nun in die Schwarzachtalhalle Neunburg vorm Wald – und sorgt für den Theater-Theaterhöhepunkt im laufenden 10. Neunburger Kunstherbst!
Die Gruselkomödie mit den eingängigen Songs, die mit einer Liveband um Susanne Hutzler, Andreas Lehmann und Landrat Thomas Ebeling gespielt werden, wird am Samstag, 26. November (20 Uhr), Sonntag, 27. November (19 Uhr), Samstag, 3. Dezember (20 Uhr) und letztmals am Sonntag, 4. Dezember (19 Uhr) in der Schwarzachtalhalle in Neunburg gezeigt. In die Rollen auf der Bühne schlüpfen OVIGO-Chef Florian Wein (aus Regensburg), Thomas Gitter, Lena Biegerl (beide aus Oberviechtach), Selina Zeitler (aus Tännesberg), Stephanie Meier (aus Neunburg), Paula Klepser (aus Teunz), Finn Ebenschwanger (aus Schwandorf) und Bernhard Beer (aus Amberg).
Da bereits viele Karten vor den Neunburg-Vorstellungen verkauft wurden, geht das Kontingent teilweise bereits zu Neige. Die Theatermacher zeigen sich mit dem bisherigen Verlauf mehr als zufrieden: „Wir hatten schon rund 1.000 Besucher und freuen uns nun riesig auf mindestens nochmal so viele“, so Regisseurin Theresa Weidhas. Und das Publikum goutiert die gruselige Musical-Komödie auf ganzer Linie. Bei der letzten Vorstellung in der Landgraf-Ulrich-Halle Pfreimd dankten die
Besucher mit Standing Ovations und es gab mehrfache Zugaben. Der Tenor war schließlich einhellig: „Das muss man gesehen haben!“
Seymour (links, Florian Wein) wird von seinem Chef Mr. Mushnik (rechts, Bernhard Beer) adoptiert.  Fotos: Freya Fehse

Seymour (links, Florian Wein) wird von seinem Chef Mr. Mushnik (rechts, Bernhard Beer) adoptiert. Fotos: Freya Fehse


Zur Geschichte: Mushniks Blumenladen hat keine Kunden, aber welke Blumen. Seymour, sein linkischer Angestellter, beschäftigt sich mit der Zucht ominöser Pflanzen und ist heimlich in Kollegin Audrey verliebt. Diese kommt häufig zu spät zur Arbeit, ihr Freund, ein sadistischer Zahnarzt, prügelt sie. Als Mushnik seinen Laden aufgeben will, naht Rettung in Form einer seltsamen Pflanze: Kaum steht diese im Fenster, erweckt sie das Interesse neugieriger Kunden. Plötzlich brummt der Laden. Doch alles hat seinen Preis: Das Gewächs, das Seymour liebevoll Audrey Zwo taufte, entwickelt einen speziellen Appetit – nach Menschenfleisch…
Bekannt wurde „Der kleine Horrorladen“ durch die Verfilmung aus dem Jahr 1986 mit Rick Moranis und Steve Martin unter der Regie von Frank Oz. Die OVIGO-Version versucht sich davon zu emanzipieren und dennoch den Charme der Vorlage zu nutzen. Original sind natürlich die bekannten Songs wie „Downtown“, „Gib’s mir“, „Irgendwo im Grünen“, „Zahnarzt“ oder „Jetzt hast du Seymour“.LogoMusical
°Eintrittskarten gibt es über www.ovigo-theater.de, OK-Ticket und die örtlichen Vorverkaufsstellen. Gruppen ab 10, 20 oder 30 Personen können entsprechende Rabatte nutzen (15 %, 18 % oder 22 %).LogoKH

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Orgelkonzert mit Prof. Steven Heelein

Die Katholische Stadtpfarrei Neunburg St. Josef und der Orgelbauverein St. Josef laden zu einer Kirchenmusikalischen Andacht am Christkönigsonntag, 20. November um 17 Uhr in die Stadtpfarrkirche ein. Im Rahmen des zehnten Neunburger Kunstherbsts gibt der Kirchenmusiker und Komponist Steven Heelein Kostproben seiner Viruosität an der Orgel, der „Königin der Instrumente“.

Steven Heelein an der Orgel. Foto: Peter Pavlas

Steven Heelein an der Orgel. Foto: Peter Pavlas


Auf dem Programm der Orgelmusik zum Christkönigsonntag stehen Orgelwerke alter Meister des 16., 17. und 18. Jahrhunderts wie Dietrich Buxtehude, Johann Pachelbel, Girolamo Frescobaldi und Johann Sebastian Bach. Im Mittelpunkt der Orgelmusik steht das Werk „Trivium“ des estnischen Komponisten Arvo Pärt. Steven Heelein ist Professor für Dirigieren an der Hochschule für Kirchenmusik in Bayreuth und seit 2020 Kirchenmusiker und Chorleiter in der Pfarrei St. Josef. Als Komponist erringt er regelmäßig beeindruckende Preise und findet die Anerkennung der Fachkritik. Der Eintritt ist frei. Spenden kommen der neuen Orgel in der Stadtpfarrkirche zugute. Im Anschluss lädt der Orgelbauverein zu einem Beisammensein bei Getränken und kleinen Köstlichkeiten ins Pfarrheim St. Georg ein.LogoKH

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Jonas Sorgenfrei ließ „Elephants“ aufmarschieren

Musiker aus der „Jazz-Bundesliga“ zu Gast

Auf Einladung des Kunstvereins Unverdorben in der Schwarzachtalhalle "on stage": v. li. Pianist Rainer Böhm, Bassist Matthias Akeo Nowak, Saxofonist Denis Gäbel und Schlagzeuger Jonas Sorgenfrei. Foto: Karl Stumpfi

Auf Einladung des Kunstvereins Unverdorben in der Schwarzachtalhalle „on stage“: v. li. Pianist Rainer Böhm, Bassist Matthias Akeo Nowak, Saxofonist Denis Gäbel und Schlagzeuger Jonas Sorgenfrei. Foto: Karl Stumpfi

Der aus Neunburg stammende Schlagzeuger und Percussionist Jonas Sorgenfrei feierte am Sonntagabend mit seiner Formation „Elephants Marching On“ ein triumphales Comeback in seiner Heimatstadt. Und rechtfertigte die Vorschusslorbeeren, mit denen er nach Hause kam: „Er wird als eines der größten deutschen Jazz-Talente der letzten Jahre gehandelt“, verriet kürzlich die BR-Jazztime! Die zweieinhalbstündige Jazz-Session setzte ein weiteres Glanzlicht im breitgefächerten Musik-Angebot der Jubiläumssaison 10. Neunburger Kunstherbst…
Die hochkarätige Besetzung dieses Konzertabends in der Schwarzachtalhalle ließ einen Vergleich mit Spitzenspielern der Jazz-Bundesliga aus Köln, Mainz, Frankfurt oder Stuttgart als nicht übertrieben erscheinen. 1. Vorsitzender Peter Wunder konnte nach seinen Grußworten nicht umhin, die künstlerischen Referenzen der anwesenden Jazzer nur auszugsweise in Erinnerung zu rufen.
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„Jazz ist eine Musik, die nie still steht, die sich selbst immer wieder neu erfindet und Überraschendes hervorbringt“. (Stefan Gerdes, NDR-Jazzredakteur)
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Pianist Rainer Böhm absolvierte von 1997 bis 2001 sein Studium im Fachbereich Jazz- und Popularmusik an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Mannheim, als Stipendiat erlangte er seinen Master of Music an der City University in New York mit Bestnote. Nach mehreren Lehraufträgen ist Böhm Professor für Jazz-Piano und Ensembleleitung an der Hochschule für Musik in Mannheim und gleichzeitig in Nürnberg. Neben vielen Preisen und Auszeichnungen erhielt Rainer Böhm den ersten Preis beim BMW Welt Jazz Award mit dem Peter Gall Quintett (2021), den Preis für den besten Solisten und 1. Preis mit dem Bastian Jütte Quartett beim Neuen Deutschen Jazzpreis (2016) und wurde für den Echo Jazz (2015) in den Kategorien „Ensemble des Jahres national“ und „Instrumentalist des Jahres national Piano“ nominiert.
Saxofonist Denis Gäbel absolvierte von 1999 bis 2005 sein Bachelor- und Masterstudium am „Conservatorium van Amsterdam“ sowie ein Auslandssemester 2006 an der Manhattan School of Music in New York. Seit diesem Jahr ist er Mitglied der hr-Big Band (Frankfurt Radio Big Band) und wirke seit 2007 an verschiedenen CD-Produktionen diverser Jazz-Formationen mit, unternahm zahlreiche Tourneen im In- und Ausland und war Finalist beim Deutschen Jazz-Preis. Seit 2012 unterrichtet Gäbel in einem Lehrauftrag Saxofon für Jazz an der Johann-Gutenberg-Universität Mainz und wirkte 2021/22 in einer Professur an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien mit. Denis Gäbel ging auch unter die Buchautoren und veröffentlichte 2010 mit Co-Autor Michael Villmow den Band „Saxofon für Dummies“, das inzwischen auch in Englisch und Französisch übersetzt worden ist. Bassist Matthias Akeo Nowak studierte Orchestermusik und Jazz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim und am New Yorker Queens College.
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BESETZUNG des Jazz-Konzerts im Neunburger Kunstherbst
Denis Gäbel – Saxofon
Rainer Böhm – Klavier
Matthias Akeo Nowak – Bass
Jonas Sorgenfrei – Schlagzeug

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Als Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie und der Jungen Österreichischen Philharmonie trat er im In- und Ausland auf. Von 1999 bis 2008 spielte er in der Gruppe Triosence, mit der er 2001 den Wettbewerb „Jugend jazzt“ gewann und mehrere Alben einspielte. 2010 gründete Nowak sein Koi Trio und zählt heute zur Kölner Jazz-Szene. Konzertreisen führten den Bassisten nach Albanien, Frankreich, England, Italien, USA und Indien.
Der Neunburger Lokalmatador Jonas Sorgenfrei offenbarte schon frühzeitig sein musikalisches Talent: Er begann bereits ab fünf Jahren Schlagzeug an lokalen und regionalen Musikschulen zu lernen. Nach dem Abitur studierte er an der Berufsfachschule für Musik in Nürnberg, die er 2014 als „Staatlich geprüfter (Ensemble)Leiter für Popularmusik“ abschloss. Seine Liebe zur Musik führte den jungen Neunburger zum Studium an der Hochschule für Musik in Würzburg, bei der er 2019 mit dem Bachelor in Jazz-Schlagzeug und einem zusätzlichen pädagogischen Zertifikat in Jazz-Gesang abschloss. Auch Jonas Sorgenfrei absolvierte einen Studienaufenthalt in New York City u. a. am Drummers Collective und an der Manhattan School of Music. Seinen Master-Abschluss erreichte er 2021 in Jazz-Drums in Nürnberg u. a. bei Professor Rainer Böhm, mit der er nun im Rahmen des 10. Neunburger Kunstherbstes auf der Bühne stand. Sein Debüt als Bandleader gab Sorgenfrei 2021, als auch die CD „Elephants Marching On“ erschien. Seine Trioaufnahme „Moods“ wurde im April 2022 veröffentlicht. Beim Neunburger Heimspiel am 13. November griff er auf in den genannten CDs eingespielten Titel zurück. Im ersten Set präsentierte die Combo die dynamisch-rhythmisch und improvisatorisch höchst anspruchvollen Titel „State of Affairs“, „Elephants Marching On“, „Coffee Bean Dance“, (Peaceful) Life Upon A Dyying Star“ und die Ballade „Afflicted“. Nach der Pause folgten die CD-Auskopplungen „Morning Traffic“, „Something Familiar“, „Reminiscing“ und „Questioning“.Der Schlussapplaus war enorm und erzwang die Zugabe „There They Go“.
Der immer wieder aufbrandende Szenenbeifall legte ein beredtes Zeugnis darüber ab, dass sich größtenteils eingeschworene Jazz-Freaks im Auditorium befanden. Sie alle teilten denn auch das Statement des Schweizer Jazz-Experten Ursus Bachthaler. Dieser attestierte Bandleader Jonas Sorgenfrei ein „feinnerviges, agiles, aber nie aufdringliches, pulsierendes Spiel“, mit dem er ein Fundament errichtete, auf dem die Combo mit Solisten aus der Ersten Liga der deutschen Jazzszene abheben konnten. D’accord war die applausfreudige Zuhörerschaft schlussendlich auch mit dem Kritikerurteil, das Sorgenfrei & Co drei Tage vorher beim Regensburger Jazzclub erhielten: „Ein Konzert auf höchstem klanglichen Niveau mit einer unglaublichen Präzision. Diese Jazzmusiker sollte man sich merken!“
Um im eingangs bemühten Vergleich mit der Bundesliga zu verweilen: Sorgenfreis Heimspiel am Sonntagabend fand in Anwesenheit von Dr. Brych statt: Der Vater eines der bekanntesten deutschen Fußball-Schiedsrichter ist selbst ausgewiesener Kenner und Jazzclub-Mitgründer. Grund genug für den Neunburger, dem „Friedl“ eines der Konzertstücke persönlich zu widmen…
KVU-Vorsitzender Peter Wunder begrüßte die vier profilierten Jazz-Musiker und überreichte ihnen abschließend gemeinsam mit Kunstherbst-Koordinator Karl Stumpfi Geschenke in Form von "Kunstverein Unverdorben-Weißwein". Foto: Maria Wunder

KVU-Vorsitzender Peter Wunder begrüßte die vier profilierten Jazz-Musiker und überreichte ihnen abschließend gemeinsam mit Kunstherbst-Koordinator Karl Stumpfi Geschenke in Form von „Kunstverein Unverdorben-Weißwein“. Foto: Maria Wunder

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MEDIEN-ECHO

Bericht in der Zeitung „Der Neue Tag“, Ausgabe SAD, v. 17. 11. 2022 als jpg-Datei:NTjazzerLogoKH

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Böhmische Klänge und bayerischer Humor

Blasmusi & Comedy im zehnten Kunstherbst

Debüt in der Schwarzachtalhalle: Andreas Königsberger und seine Musikanten treten am 19. November gemeinsam mit dem Comedian Aurer Jackl aus Landshut auf. Foto: Königsberger

Debüt in der Schwarzachtalhalle: Andreas Königsberger und seine Musikanten treten am 19. November gemeinsam mit dem Comedian Aurer Jackl aus Landshut auf. Foto: Königsberger

„Böhmisch soll es klingen!“ Unter diesem Motto steht ein musikalischer Unterhaltungsabend am Samstag, 19. November, 20 Uhr, im Rahmen der zehnten Jubiläumssaison des Neunburger Kunstherbsts.
Aurer Jackl und sein "Luggi"

Aurer Jackl und sein „Luggi“

  Auf Einladung des Kunstvereins Unverdorben gastieren Andreas Königsberger und seine Musikanten sowie der bayerische Comedian Aurer Jackl erstmals in der Schwarzachtalhalle. Die zehn Musikanten aus der Oberpfalz nehmen ihre Gäste mit auf eine Reise nach Böhmen, lassen s
ie den Böhmischen Wind spüren, zeigen Ihnen Mondschein an der Eger und sorgen dafür, dass sie böhmisch träumen. Mit flotten Märschen, schwungvollen Polkas und weltbekannten Walzern  präsentieren sie feinste bodenständige Blasmusik. Mit dem Humoristen und Bauchredner „Aurer Jackl“ aus Landshut steht ein Garant für guten bayerischen Humor mit auf der Bühne. Der Mundart-Comedian bringt eine über 30 jährige Bühnenerfahrung mit und strapaziert die Lachmuskeln des Publikums! Der Eintritt beträgt zwölf Euro, freie Platzwahl. Für Bewirtung ist gesorgt.
° Kartenvorverkauf per E-Mail an schwarzachtalhalle@stadtwerke-neunburg.de oder Telefon 09672 / 9208514 (Rosa Schafbauer). Die Abendkasse im Hallenfoyer ist ab 19 Uhr geöffnet. Schüler, Studenten und Auszubildende erhalten an der Abendkasse Freikarten, Ausweise, Bescheinigungen etc. bitte mitbringen.BlasComedy

 
 

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Ein Blau-Gelber Montag, der starken Eindruck macht

Plädoyer gegen Krieg und Friedensappell

Steffi Heelein am E-Piano verstärkte das Unverdorbenen-Trio Jürgen Zach, Franz Schöberl und Klaus Götze. Foto: Alfred Grassmann

Steffi Heelein am E-Piano verstärkte das Unverdorbenen-Trio Jürgen Zach, Franz Schöberl und Klaus Götze. Foto: Alfred Grassmann

Sie präsentierten den literarischen Teil: Rezitatoren Karl Stumpfi (links) und Wolfgang Huber. Foto: Maria Wunder

Sie präsentierten den literarischen Teil: Rezitatoren Karl Stumpfi (links) und Wolfgang Huber. Foto: Maria Wunder

„Es war ein toller Abend. Herzlichen Dank dafür!“, sagte Bürgermeister Martin Birner auf dem Weg zum Ausgang der Schwarzachtalhalle. Anne Gierlach von den Freunden der Kunst Oberviechtach pflichtete ihm bei und betonte: „Großes Kompliment an die Veranstalter und alle Akteure auf der Bühne für diesen beeindruckenden und berührenden Abend“. Der Neunburger Kunstverein, sein Kleinkunst-Ensemble „Die vier Unverdorbenen“ und drei „Special Guests“ hatten mit dem literarisch-musikalischen Programm am Blau-Gelben Montag 7. November offenbar den Nerv getroffen: Ein flammendes Plädoyer gegen den Krieg und ein eindringlicher Friedensappell bereitete den über 80 Zuhörerinnen ein Wechselbad der Emotionen.
Jörg Maderer (Gesang/Ukulele) überzeugte mit seiner Hannes-Wader-Interpretation.

Jörg Maderer (Gesang/Ukulele) überzeugte mit seiner Hannes-Wader-Interpretation.


Nach dem musikalischen Entree „Lied für den Frieden“ erklärte 1. Vorsitzender Peter Wunder, warum aus dem traditionellen und humoristisch geprägten Blauen Montag im Neunburger Kunstherbst ein Blau-Gelber Montag geworden ist: „Wir haben Krieg in Europa und es ist ungeheuerlich, dass hier im 21. Jahrhundert versucht wird, Grenzen gewaltsam zu verschieben“. Der Kunstverein habe auf diese Entwicklung reagiert und den Abend auch als Benefizveranstaltung für die Ukraine-Hilfe umgewidmet. „Nur ein Lied“, mit diesem Protestsong von Alex Diehl nahm danach die musikalische Lesung Fahrt auf. Rezitator Karl Stumpfi modererierte mit einem Zitat des US-Bürgerrechtlers Martin Luther King den ersten Textbeitrag an: „Wir haben gelernt, wie Vögel zu fliegen und wie Fische zu schwimmen, doch wir haben das einfachste nicht gelernt, wie Brüder zu leben“. Der unmittelbare Bezug zur politischen Tagesaktualität: In den 257 Tagen des russischen Überfalls auf die Ukraine seien wir Zeugen von Brudermord – und dieser pflanze sich seit des alttestamentarischen „Falles Kain und Abel“ linear in der Menschheitsgeschichte fort.
Starke Waldhorn-Soli: Franz Schöberl von den Vier Unerdorbenen.

Starke Waldhorn-Soli: Franz Schöberl von den Vier Unerdorbenen.

Dem hält die deutsch-jüdische Poetin Hilde Domin, eine profilierte Vertreterin des reimlosen Gedichtes, ihre Utopie zur Umkehrung der Menschheitsgeschichte entgegen: „Abel, steh auf“. Der andere Anfang, das neue Spiel, wie es in ihrem Gedicht auch heißt, es muss mit Abel beginnen. Die Umkehr, die Wende, der Neubeginn wird nicht dem Täter, sondern dem Opfer zugemutet! Könne es in unserer Zeit trotzdem anders anfangen oder bleibe die biblische Legende von Kain und Abel das bestimmende Paradigma der Menschheitsgeschichte?
Die Zerbrechlichkeit des Planeten Erde klingt im Sting-Oldie „Fragile“ an. Dem stellte das Unverdorbenen-Trio Jürgen Zach, Klaus Götze & Franz Schöberl, verstärkt durch Steffi Heelein und Jörg Maderer zwei „Klassiker“ des deutschen Liedermachers Hannes Wader gegenüber: „Schon so lang“ und „Es ist an der Zeit“. Den literarischen Schwerpunkt im ersten Programmteil setzte Karl Stumpfi auf Joseph Roths Roman „Radetzkymarsch“, ein Abgesang, ein kunstvoll formuliertes Requiem auf den Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn. Der Erste Weltkrieg beendete auch die 600-jährige Herrscher-Dynastie der Habsburger. Leutnant Joseph Trotta rettet Kaiser Franz Joseph 1859 in der Schlacht von Solferino das Leben – es ist jenes Gemetzel, welches den Schweizer Henri Dunant zur Gründung des Roten Kreuzes bewegen wird. Die Familie Trotta wird zum Dank dafür in den Adelsstand erhoben. Der Enkel des Helden von Solferino“ profitiert zwar noch vom Schutz des alten Systems, aber er ist nicht mehr in der Lage, sich damit zu identifizieren. Im 21. Kapitel beschreibt der Autor die ersten Kriegstage im September 1914, aber auch das eher ruhmlose Ende des Protagonisten.Schauplatz ist das Gebiet Lemberg in der Westukraine, damals die Ostgrenze der KuK Monarchie.KrausZitat
Mit einer bemerkenswerten Ouvertüre zwangen nach der Pause die Unverdorbenen-Musiker zum konzentrierten Hin- und Zuhören. Sie spielten eine Coverversion der Komposition „Alps“ des Herbert-Pixner-Projekts aus Südtirol, wobei Gitarrist Klaus Götze und Hornist Franz Schöberl mit ihren Soli Szenenbeifall provozierten. Co-Rezitator Wolfgang Huber, er wirkte bereits beim Karl-Kraus-Zyklus „Die letzten Tage der Menschheit“ 2014 bis 2018 mit, richtete seinen Fokus auf Oskar Maria Graf, den anarchistischen bayerischen Schriftsteller.
Peter Wunder applaudiert den Akteuren auf der Bühne.

Peter Wunder applaudiert den Akteuren auf der Bühne.

Er verküpfte hierbei biografische Basisdaten mit Textauszügen aus „Wir sind Gefangene“, „Einer gegen alle“ und „Das Leben meiner Mutter“. Mit schonungsloser Offenheit, kraftvoll und ehrlich schildert der Autor Erlebnisse seiner Kindheit bis zum Ende des Ersten Weltkriegs und der Zeit der Münchner Räterepublik, wobei dessen „Feldzüge“ gegen die Kriegsmaschinerie und den Obrigkeitsstaat ihn an diesem Abend als „Antikriegsheld“ positionierten.
Wie im Frühjahr 1945 im brennenden Deutschland nun auch ganz junge Leben verheizt werden, ist Thema einer der bekanntesten und prägnantesten Kurzgeschichten von Heinrich Böll: „Wanderer, kommst du nach Spa“. Auszüge daraus las Karl Stumpfi im zweiten Teil des Gelb-Blauen Montags. Weitere Musikbeiträge folgten mit dem Cat-Stevens-Song „Peace Train“, dem Reinhard-Fendrich-Chanson „Frieden“ und der italienischen Revolutions-Canzone „Bella Ciao“. Das Gebet der Vereinten Nationen des amerikanischen Pulitzer-Preisträgers Stephen Vincent Benét und der John-Lennon-Friedenssong „Imagine“, von Jürgen Zach ins Oberpfälzische transponiert, setzten den Schlusspunkt hinter einem wahrhaft denkwürdigen Neunburger Kunstherbst-Abend. Das Publikum bedankte sich für die künstlerischen Darbietungen mit reichlichem, lange anhaltendem Applaus und zeigte sich zudem äußerst spendenfreudig: Rund 500 Euro können an die Ukraine-Hilfe weitergereicht werden. Nicht unerwähnt bleiben sollte nicht zuletzt der Illuminations-Support des Beleuchters Wolfgang Gräßl – er tauchte das Hallenfoyer in die Symbolfarben Blau und Gelb…
Das Ensemble des Blau-gelben-Montag-Programms nach getaner Arbeit...

Das Ensemble des Blau-gelben-Montag-Programms nach getaner Arbeit…


Schlussbeifall
Viel Beifall für die Akteure des Blau-Gelben Montags im Foyer der Schwarzachtalhalle.

Viel Beifall für die Akteure des Blau-Gelben Montags im Foyer der Schwarzachtalhalle.

Das Gehörte sorgte in der Pause und nach der Lesung für Diskussionsbedarf beim Publikum.

Das Gehörte sorgte in der Pause und nach der Lesung für Diskussionsbedarf beim Publikum.

Wolfgang Huber porträtierte den bayerischen Schriftsteller Oskar Maria Graf als anarchischen Antikriegshelden.

Wolfgang Huber porträtierte den bayerischen Schriftsteller Oskar Maria Graf als anarchischen Antikriegshelden.

Karl Stumpfi las Auszüge aus Josef Roths Roman "Radetzkymarsch" und Heinrich Bölls Kurzgeschichte "Wanderer, kommst du nach Spa..."

Karl Stumpfi las Auszüge aus Josef Roths Roman „Radetzkymarsch“ und Heinrich Bölls Kurzgeschichte „Wanderer, kommst du nach Spa…“

Gitarrist Klaus Götze sorgte mit einem Big Solo in der Pixner-Komposition "Alps" für Furore!

Gitarrist Klaus Götze sorgte mit einem Big Solo in der Pixner-Komposition „Alps“ für Furore!

Professionelle Leistung: Die erweitere "Unverdorbenen-Combo"spielte zwei Stunden vor Beginn des Blau-Gelben Montags erstmals in der Generalprobe zusammen. Foto: Karl Stumpfi

Professionelle Leistung: Die erweitere „Unverdorbenen-Combo“spielte zwei Stunden vor Beginn des Blau-Gelben Montags erstmals in der Generalprobe zusammen. Foto: Karl Stumpfi

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MEDIEN-ECHO

Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung, Ausgabe SAD, v. 9. 11. 2020 als jpg-Datei:
MZBerichtBlauGelber

Solidarität mit der Ukraine will der Blau-Gelbe Montag der Vier Unverdorbenen mit Special Guests vermitteln. Grafik: Alfred Grassmann

Solidarität mit der Ukraine will der Blau-Gelbe Montag der Vier Unverdorbenen mit Special Guests vermitteln. Grafik: Alfred Grassmann

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Kunstverein bietet einen Musical-Gruppenbesuch an

Am 3. Dezember in den „Kleinen Horrorladen“

Eine Szene, die bei den Abschlussproben für das Grusel-Musical "Der kleine Horrorladen" aufgenommen wurde. Foto: OVIGO-Theater

Eine Szene, die bei den Abschlussproben für das Grusel-Musical „Der kleine Horrorladen“ aufgenommen wurde. Foto: OVIGO-Theater

Das Grusel-Musical „Der kleine Horrorladen“ des OVIGO-Theaters ist am Wochenende mit der Premierenvorstellung in Oberviechtach gestartet und kommt in Rahmen der anschließenden Tournee auch in die Pfalzgrafenstadt. Der Kunstverein Unverdorben bietet allen Interessenten einen Gruppenbesuch an. Termin: Samstag, 3. Dezember, 20 Uhr, Schwarzachtalhalle Neunburg vorm Wald.
Die Technik wurde eingerichtet, Modelle der fleischfressenden Pflanze optimiert, Wände wurden gestrichen und Songs sowie Choreografien gründlich einstudiert. In den zurückliegenden Wochen liefen die Endproben für das neue Grusel-Musical des OVIGO Theaters, „Der kleine Horrorladen“ auf Hochtouren. Das Team um Regisseurin Theresa Weidhas traf sich bis zur Premiere am 5. November in Oberviechtach täglich, um dem Stück den letzten Feinschliff zu verliehen.LogoMusical
Worum geht‘s? Mushniks Blumenladen hat keine Kunden, aber welke Blumen. Seymour, sein linkischer Angestellter, beschäftigt sich mit der Zucht ominöser Pflanzen und ist heimlich in Kollegin Audrey verliebt. Diese kommt häufig zu spät zur Arbeit, ihr Freund, ein sadistischer Zahnarzt, prügelt sie. Als Mushnik seinen Laden aufgeben will, naht Rettung in Form einer seltsamen Pflanze: Kaum steht diese im Fenster, erweckt sie das Interesse neugieriger Kunden. Plötzlich brummt der Laden. Doch alles hat seinen Preis: Das Gewächs, das Seymour liebevoll Audrey Zwo taufte, entwickelt einen speziellen Appetit – nach Menschenfleisch…
Bekannt wurde „Der kleine Horrorladen“ durch die Verfilmung aus dem Jahr 1986 mit Rick Moranis und Steve Martin unter der Regie von Frank Oz. Die OVIGO-Version versucht sich davon zu emanzipieren und dennoch den Charme der Vorlage zu nutzen. Original sind natürlich die bekannten Songs wie „Downtown“, „Gib’s mir“, „Irgendwo im Grünen“, „Zahnarzt“ oder „Jetzt hast du Seymour“. Live begleitet wird das Musical von der OVIGO-Band. Neben Susanne Hutzler, Hans Hutzler, Dominik Roßmeisl, Stephan Pregler, Andreas Lehmann und Martin Gersing ist auch Schwandorfs Landrat Thomas Ebeling Teil des musikalischen Ensembles und spielt E-Gitarre.
Seymour Krelbourn wird von OVIGOs künstlerischem Leiter Florian Wein aus Regensburg dargestellt. Seine Angebetete Audrey spielt Selina Zeitler aus Tännesberg. Bernhard Beer aus Amberg ist Mr. Mushnik, Finn Ebenschwanger aus Schwandorf verkörpert den Zahnarzt Dr. Scrivello und die drei „Straßen-Gören“, die auch den Chor mimen, werden von Stephanie Meier aus Neunburg vorm Wald, Lena Biegerl aus Oberviechtach und Paula Klepser aus Teunz gespielt.
Die ersten Vorstellungen im Emil-Kemmer-Haus Oberviechtach waren bereits ausverkauft. Anschließend kommt „Der kleine Horrorladen“ in die Landgraf-Ulrich-Halle Pfreimd (12./13. November) und in die Schwarzachtalhalle Neunburg vorm Wald (26./27. November, 3./4. Dezember).
Karten gibt es über www.ovigo-theater.de, OK-Ticket und die örtlichen Vorverkaufsstellen. Gruppen ab 10, 20 oder 30 Personen können entsprechende Rabatte nutzen (15 %, 18 % oder 22 %). Der Kunstverein Unverdorben wird die Aufführung am Samstag, 3. Dezember, 20 Uhr, besuchen. Wer sich dieser Gruppe anschließen möchte, sollte sich bis spätestens Donnerstag, 10. November beim KVU-Vorstand (Peter Wunder, Tel. 4337, oder Karl Stumpfi, Tel. 1823) melden, danach wird das benötigte Gruppenkontingent bei OVIGO geordert.LogoKH

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Jazz-Musiker der Spitzenklasse beim zehnten Kunstherbst

„Elephants marching on“ am 13. November!

Elephants JazzIm Rahmen des regionalen Kulturfestivals 10. NEUNBURGER KUNSTHERBST bietet die Schwarzachtalhalle den idealen Rahmen für ein Jazz-Konzert der Sonderklasse: Am Sonntag, 13. November um 19 Uhr geben hier die „Elephants“ ein Gastspiel. In Anlehnung an ihre aktuelle CD-Neuerscheinung „Elephants Marching On“ tritt diese Formation auf: Denis Gäbel (Saxofon), Rainer Böhm (Klavier), Matthias Akeo Nowak (Bass) und Jonas Sorgenfrei (Schlagzeug).
„Es ist bis heute das immer wieder faszinierende an einer außerordentlich guten Jazzcombo: die eigenständigen, starken Persönlichkeiten verschmelzen zu einem größeren Ganzen, einem unverkennbaren Gesamtsound.“ (Ursus Bachthaler/Unit Records).LogoKH Der in Neunburg aufgewachsene Schlagzeuger Jonas Sorgenfrei, hat sich gut überlegt, wer seine musikalischen Visionen tragen kann: Mit herausragenden Musikern und Solisten der Ersten Liga der Deutschen Szene – Rainer Böhm am Klavier, Denis Gäbel am Saxofon und Matthias Akeo Nowak am Bass – präsentiert er am Konzertabend sein in 2021 erschienenes Album „Elephants Marching On“.
Bandleader Sorgenfrei liefert mit „feinnervigen, agilen, aber nie aufdringlichen, pulsierenden Spiel“ (Ursus Bachthaler) das Fundament, auf dem diese Combo inspiriert abheben kann. Den Titel „Elephants Marching On“ mag man 2022 als optimistisch-metaphorisches Motto der aktuellen Zeit interpretieren. „Wir schreiten weiter, dickhäutig geworden gegen die Widrigkeiten des Lebens, dünnhäutig aber in der Musik, hochkonzentriert im Zusammenspiel und mit einem absolut eigenständigen Sound am Puls unserer Zeit.“ (Ursus Bachthaler) Link zu weiteren Details der Band: https://www.jonassorgenfrei.com/elephantsmarchingon (Foto: Sebastian Richter).
Tickets für 15 Euro können im Vorverkauf unter E-Mail: rosa.schafbauer@stadtwerke-neunburg.de oder Telefon 09672/9208 514 gebucht werden. Freie Platzwahl, Saalöffnung 18.30 Uhr. Schüler, Studenten und Auszubildende erhalten an der Abendkasse gegen Vorlage von Ausweisen, Bescheinigungen etc. Freikarten!
Aktuelle Informationen enthält die Homepage des Neunburger Kunstvereins Unverdorben e. V.PLElephants

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Am 7. November gibt’s erstmals Blau-Gelben Montag:

„Zeitenwende“ bei den 4 Unverdorbenen

Solidarität mit der Ukraine will der Blau-Gelbe Montag der Vier Unverdorbenen mit Special Guests vermitteln. Grafik: Alfred Grassmann

Solidarität mit der Ukraine will der Blau-Gelbe Montag der Vier Unverdorbenen mit Special Guests vermitteln. Grafik: Alfred Grassmann

Vom ersten bis zum neunten Neunburger Kunstherbst waren jeweils ein Montag im November BLAU. Im zehnten Kunstherbst-Jahr changiert diese Farbgebung nun nach BLAU-GELB und das hat einen einzigen, plausiblen Grund: Die von Bundeskanzler Olaf Scholz so bezeichnete Zeitenwende hat den Neunburger Kunstverein und dessen Kleinkunst-Ensemble „Die 4 Unverdorbenen“ erreicht! Nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf das Nachbarland Ukraine, so die einhellige Meinung, könnten Satiriker und Humoristen sich nicht wegducken und in gewohnter Manier, als ob nichts gewesen wäre, an ihren Programmen weiterstricken. So wurde eine von Ensemblemitglied Karl Stumpfi angedachte Programm-Idee „Mein Österreich“ nach dem 24. Februar in die Schublade verfrachtet und der nächste Auftritt der Vier Unverdorbenen in einen Blau-Gelben Montag umgefärbt. Unterstützt werden sie von Special Guests. Termin ist am 7. November, 19 Uhr, erstmals im Foyer der Schwarzachtalhalle. Es soll ein überzeugtes und überzeugendes Manifest gegen den Krieg und ein flammender Appell für den Frieden werden. Kooperationspartner des Kunstvereins ist an diesem Abend die Stadt Neunburg. Eintritt ist frei, die eingesammelten Spenden werden einem wohltätigen Zweck (Ukraine-Hilfe) zugeführt.
Die Vier Unverdorbenen sind seit 2013 für die Blauen Montage zuständig (v. li.) Klaus Götze, Jürgen Zach, Franz Schöberl und Karl Stumpfi. Foto: Alfred Grassmann

Die Vier Unverdorbenen sind seit 2013 für die Blauen Montage zuständig (v. li.) Klaus Götze, Jürgen Zach, Franz Schöberl und Karl Stumpfi. Foto: Alfred Grassmann


Der musikalisch-literarischer Abend beginnt mit einem „Lied für den Frieden“. Das Stammtrio Jürgen Zach (Gesang/Bass), Klaus Götze (Gitarre) und Franz Schöberl (Akkordeon/Waldhorn) wird von Steffi Heelein am E-Piano begleitet. Anschließend richtet KVU-Vorsitzender Peter Wunder Grußworte an die Zuhörerinnen und Zuhörer, ergänzt durch eine kurze Einführung in die Thematik des Abend.
Jörg Maderer (Ukulele, Gesang) interpretiert Hannes Wader.

Jörg Maderer (Ukulele, Gesang) interpretiert Hannes Wader.


Im ersten Teil sieht die Play-List Protestsongs und politische Chansons vor:„Nur ein Lied“ von Alex Diehl, „Fragile“ von Sting und „Schon so lang“ von Hannes Wader. Vom gleichen populären deutschen Liedermacher stammt der Titel „Es ist an der Zeit“. Interpretiert wird er von Jörg Maderer (Gesang/Ukulele), begleitet vom Unverdorbenen-Trio. Im literarischen Teil rezitiert zunächst Karl Stumpfi „Abel, steh auf!“ von Hilde Domin, die als ein der profiliertesten Vertreterinnen des reimlosen Gedichtes gilt. Co-Rezitator Wolfgang Huber – er wirkte bereits an dem dreiteiligen Karl-Kraus-Zyklus 2014 – 2018 mit – ist ein profunder Kenner des schriftstellerischen Werks von Oskar Maria Graf. Er liest Auszüge aus den Romanen „Einer gegen alle“, „Wir sind Gefangene“, „Das Leben meiner Mutter“ und „Minutengeschichten“.
Co-Rezitator Wolfgang Huber (re.) ist auf Oskar Maria Graf spezialisiert.Foto: Tanja Kraus

Co-Rezitator Wolfgang Huber (re.) ist auf Oskar Maria Graf spezialisiert.Foto: Tanja Kraus


Nach der Pause bieten die Unverdorbenen-Musiker Zach, Götze und Schöberl eine besondere Ouvertüre: Sie spielen „Alps“, eine Komposition des Herbert-Pixner-Projekts mit einem reizvollen Klangmix unterschiedlicher musikalischer Stile.“Innovativ, experimentierfreudig, weltoffen“, schwärmt die Presse über die aktuelle Deutschland-Österreich-Tournee der Südtiroler.
Rezitator Karl Stumpfi setzt seine Schwerpunkte der musikalischen Lesung auf einen bedeutenden österreichischen Romancier und einen großen, mit dem Literaturnobelpreis geadelten deutschen Schriftsteller. Im ersten Teil liest er aus dem 21. Kapitel des Romans „Radetzkymarsch“. Geschildert werden die ersten Tage nach Ausbruch des ersten Weltkriegs im September 1914 im westukrainischen Lemberg, damals östliche Außengrenze der KuK Donaumonarchie. Im zweiten Teil folgt eine Lesung aus Bölls aufwühlender Kurzgeschichte „Wanderer, kommst du nach Spa“. Es handelt von einem Abiturienten, der im Frühjahr 1945 schwerverwundet in seine alte Schule gebracht wird, die in ein Notlazarett umfunktioniert worden war. Den musikalischen Rahmen geben Songs von Cat Stevens „Peace Train“, die italienische Revolutions-Canzone „Bella Ciao“ und das Chanson „Frieden“ von Reinhard Fendrich. Die „Europahymne“ und der John-Lennon-Klassiker „Imagine“, in der Oberpfälzer Version von Jürgen Zach, beschließen einen sicherlich eindrucksvollen Blau-Gelben Montag.
Anmeldung/Platzreservierung ist erforderlich beim Neunburger Kunstverein Unverdorben e. V.:
Telefon 09672 / 4337 (1. Vorsitzender Peter Wunder) oder Mobil 0171 4158745 (2. Vorsitzender Karl Stumpfi). Saalöffnung ist um 18.30 Uhr, das Programm dauert bis ca. 22 Uhr.
Steffi Heelein (E-Piano) verstärkt am Blau-Gelben Montag die Unverdorbenen-Combo. Foto: Karl Stumpfi

Steffi Heelein (E-Piano) verstärkt am Blau-Gelben Montag die Unverdorbenen-Combo. Foto: Karl Stumpfi

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MEDIEN-ECHO

Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung, Ausgabe SAD, v. 29. Oktober 2022 als pdf- und jpg-Datei:schwandorf-29-10-2022-2BGmz22
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