„Ein Lied geht um die Welt“ am Samstag, 3. Oktober: Tickets buchen bei Rosa Schafbauer, erreichbar unter Karten-Telefon 09672 /3435, Order-Mail schafbauerrosa@gmail.com und Büro-Pressezentrum, Hauptstraße 50. (VVK läuft bereits)
OVIGO-Musical „Spamalot“ am 10., 11., 16. und 17. Oktober (mit Abschlussparty): Plätze buchen bei ok-Ticket, NT-Ticket, www.ovigo-theater.de oder örtliche Vorverkaufsstellen. (VVK läuft bereits)
OVIGO–Komödie „Kalter Weißer Mann“ am Samstag, 31. Oktober und Sonntag, 1. November: Plätze buchen online unter www.okticket.de, NT-Ticket.de u. örtliche Vorverkaufsstellen. (VVK läuft bereits)
Kulinarik & Musik–Event am 7. November: Tickets buchen bei Rosa Schafbauer, erreichbar unter Karten-Telefon 09672 /3435, Order-Mail schafbauerrosa@gmail.com (VVK läuft bereits)
Konzert „Klassiker der Filmmusik“ am 29. November: Tickets buchen bei Rosa Schafbauer, erreichbar unter Karten-Telefon 09672 /3435, Order-Mail schafbauerrosa@gmail.com und Büro-Pressezentrum, Hauptstr. 50. (VVK läuft bereits)
Lesung & Musik „Alle Jahre schon wieder“ am Montag, 23. November und am Dienstag, 8. Dezember im Büro- und Pressezentrum, Hauptstraße 50 (VVK-Beginn am 1. Oktober!)
Eintritt frei – Spenden erbeten: „Sinfonische Europa-Reise“ am Freitag, 11. September, Schwarzachtalhalle; Orgelkonzert Riccabona am Sonntag, 18. Oktober, Pfarrkirche St. Josef; „Das andere Schöpfungssingen“ am Freitag, 23. Oktober, Pfarrkirche St. Josef; Gesang-Workshop „Macht hoch die Tür“ am 29. November, ev. Versöhnungskirche/Schrannenplatz; Weihnachtssingen im Schloss am Sonntag, 20. Dezember.
Jugend-Bonus: Den erstmals in der 10. Jubiläums-Saison vom Kunstverein Unverdorben angebotenen „Jugendbonus“ gibt es auch bei Kultur-Aktivitäten im 14. Neunburger Kunstherbst, nämlich beim Evergreen-Abend „Ein Lied geht um die Welt“ am 3. Oktober, Guadigni-Trio-Abend am 11. Oktober, DomraPiano-Duo-Abend am 13. November und Konzert „Klassiker der Filmmusik“ am 29. November. Schüler, Studenten und Auszubildende haben bei Vorlage entsprechender Ausweise etc. an der Abendkasse freien Eintritt.
Weitere Infos unter www.neunburger-kunstherbst.de und #neunburgerkunstherbst
Sie stellten im Neunburger Rathaus das neue Kunstherbst-Programm vor: In der unteren Reihe von links Kartenverkaufsleiterin Rosa Schafbauer, KVU-Vorsitzender Peter Wunder, Programm-Koordinator Karl Stumpfi, 2. Bürgermeister Harald Klatzka, Stadtmarketing-Leiter Markus Bauer-Würth; mittlere Reihe von links KVU-Vorstandsmitglieder Roland Thäder und Dr. Hella Simandi, Eva Laußer (Ostbayerisches Jugendsinfonieorchester) und Ursula Hüfner (Orchester am Singrün Regensburg); obere Reihe von rechts KVU Schatzmeisterin Tanja Lennert sowie die KVU-Vorstandsmitglieder Gaby Irlbacher und Dana Ettl. Foto: Ralf Gohlke, MZ
Die Hochkultur hat Hochsaison
Die 14. Saison des Neunburger Kunstherbsts steht vor der Tür. Sieben Wochen vor dem Eröffnungskonzert, welches das Ostbayerische Jugendsinfonieorchester mit einer sinfonischen Europa-Reise gestalten wird, legten die Verantwortlichen des Neunburger Kunstvereins Unverdorben e. V. im historischen Rathaus-Sitzungssaal das Programm mit insgesamt 16 Kultur-Events vor: Konzerte, Ausstellungen und Kleinkunst: Sie werden Strahlkraft auf die Region entwickeln, gaben sich die örtlichen Programm-Macher optimistisch.
Der 1. Vorsitzende des Neunburger Kunstvereins als Initiator des Neunburger Kunstherbsts Peter Wunder begrüßte neben den Medienvertretern 2. Bürgermeister Harald Klatzka als Hausherrn, die 1. Stellvertreterin des Orchestervorstands Eva Laußer und Ursula Hüfner als Repräsentatinnen des Ostbayerischen Jugendsinfonieorchesters und des Singrün-Orchesters Regensburg, Vertreter der Stadtverwaltung und Stadtwerke Freizeit GmbH sowie die fast komplett erschienene Vorstandschaft des Kunstvereins.
Wunder präsentierte den noch druckfrischen Programm-Folder des 14. Kunstherbsts (mit Untertiteln in tschechischer Sprache). Er merkte zur unorthodoxen Seitenreihenfolge pointiert an, dass diese in der holländischen Druckerei „etwas unter die Windmühlenflügel gekommen ist“. Der Kunstverein nehme das sportlich und als Herausforderung für die Gäste: „Wer die sechs Seiten durchliest, zeigt auch wirklich Interesse an unserem Angebot und wir hoffen sehr auf ihren Besuch“. Die Vorstellung des kompletten Kunstherbst-Programms nahm er jedoch in der gewohnten chronologischen Reihenfolge vor.
°Fr 11. 09. – 19.30 bis 21.45 Uhr: „Sinfonische Europa-Reise“ (Ostbayerisches Jugendsinfonieorchester in der Schwarzachtalhalle. Eintritt frei!)
°Fr 25. 09. – 18 bis 21 Uhr: Internationale Kunstausstellung AHOJ 26 (Ab 18 Uhr Vernissage Rathaus-Foyer; Ausstellungsquartiere Spitalkirche und Fronfeste (Besichtigungen So. 14 – 16 Uhr, bis 25. Oktober!)
°Sa 03. 10. – 19 bis 21.30 Uhr: „Ein Lied geht um die Welt“ (Evergreens der 30-er Jahre mit Stephan-Schlögl-Quartett, Schwarzachtalhalle)
°Do 01. 10. – Sa. 31. 10. – Ausstellung „Gefangen in Belarus“ (Plakate mit Porträtzeichnungen von Xisha Angelova, ev. Versöhnungskirche)
°Sa 10. 10. – 20 bis 22.30 Uhr: OVIGO Musical „Spamalot“ (Weitere Aufführungen am 11., 16. und 17.10 in der Schwarzachtalhalle)
°So 11. 10. – 17 bis 19 Uhr: „Zwischen Licht und Schatten“ (Das Guadagnini-Trio spielt Haydn, Beethoven und Dvorak im Schlosssaal)
°So 18. 10. – 17 bis 18.30 Uhr: M. Riccabona an der neuen Orgel (Festkonzert zur Orgelweihe in der kath. Stadtpfarrkirche St. Josef)
°Fr 23. 10. – 19 Uhr: Das andere Schöpfungs-Singen (GAIA-Konzert von Contigo mit Band in illuminierter Pfarrkirche St. Josef)
°Sa 31. 10. / So. 1. 11 – 20 bis 22 Uhr: „Kalter Weißer Mann“ (Wendungsreiche Komödie mit Ovigo Theater in der Schwarzachtalhalle)
°Sa 07. 11. – 19 bis 22 Uhr: “Dinnermusic“ für Feinschmecker (Das Kulinarik & Musik-Event mit dem Quartett von Paul Windschüttl im Foyer der Schwarzachtalhalle. Karten-VVK bei Rosa Schafbauer!)
°Fr. 13. 11. – 19.30 bis 21.30 Uhr: DomraPiano im Schloss (Ein außergewöhnlicher Konzertabend mit Natalia Anchutina am russischen Zupfinstrument. Tickets an der Abendkasse. Studenten, Schüler, Azubis frei!)
°Mo 23. 11. / Di 8. 12 – 19 bis 21.45 Uhr: „Alle Jahre schon wieder…“ (Satirisch-musikalische Weihnachts-Lesung mit den Vier Unverdorbenen im Sporrer-Saal. VVK ab 1. 10. im Büro- und Pressezentrum NEN)
°So 29. 11. – 9.30 bis 15 Uhr: Workshop „Macht hoch die Tür“ (Uwe Steinmetz & Band studieren im ev. Gemeindesaal alte und neue Adventslieder ein und führen diese auf dem Schrannenplatz auf)
°So 29. 11. – 18 bis 20 Uhr: Klassiker der sinfonischen Filmmusik (Jubiläumskonzert des Singrün-Orchesters Regensburg mit Hollywood-„Ohrwürmern“ in der Schwarzachtalhalle)
°Fr. 11. – So. 13. 12.: Kunstvolles und Preiswertes (Verkaufsausstellung der KVU-Mitglieder während der Burgadvent-Öffnungszeiten)
°So. 20. 12. – 17 bis 18.30: Weihnachtssingen im Schloss (Traditionelles Vorweihnachtskonzert des Gesangverein 1861 mit Chormusik und besinnlichen Texten)
„Ein tolles und vielversprechendes Kulturprogramm! Für alle Interessensgruppen ein abwechslungsreicher Kunstherbst!!“ Anne Gierlach (2. Vorsitzende der Freunde der Kunst Oberviechtach)
„Wunderbar, ich freue mich auf den Herbst!“ (Monika Krauß, 1. Vorsitzende der Freunde der Kunst Oberviechtach)
Programm-Koordinator Karl Stumpfi rundete die offizielle Präsentation mit einigen grundsätzlichen Überlegungen ab. Dem Neunburger Kunstherbst liege die Idee zugrunde, vielfältige Kulturaktivitäten vor Ort zu bündeln und diese mit der regionalen bzw. internationalen Kunstszene zu vernetzen. Das Programm-Tableau beinhaltet Kulturtermine schwerpunktmäßig auf den Sektoren bildende Kunst, darstellende Kunst und Kleinkunst. Allerdings sei es keine Selbstverständlichkeit, mit Hochkultur angereicherte Programme in Kleinstädten und ländlich strukturierten Regionen zusammen zu stricken und zum Laufen zu bringen. „Auch im Neunburger Rathaus ist es ja nicht so, dass man wie im Schlaraffenland nur die Fenster aufmachen muss und schon fliegen einem die gebratenen Tauben in den Mund“, fügte er hinzu.
Ein Saisonfestival wie den NEUNBURGER KUNSTHERBST alljährlich zu stemmen, ist seinen Worten nach für die Macher meist mühselige, oftmals auch frustierende Kleinarbeit. Müsste ein Kulturverein wie der Neunburger Kunstverein Unverdorben mit 100 Mitgliedern die gesamte Programm-Last schultern, wäre er unter dieser Last längst zusammengebrochen. Die Massgabe, vielfältige Kulturaktiväten zu bündeln, sei zwar unumgänglich, wäre jedoch nicht realisibar gewesen, wenn der KVU nicht vom Gründerjahr an auf zuverlässige Kooperationspartner hätte zurückgreifen können. „Sie sind sozusagen die Stammgäste auf der Veranstalterseite“. Dazu gehören als regelmäßige Lieferanten von Kunstherbst-Programm-Komponenten das OVIGO-Theaterensemble mit Intendant Florian Wein, die Freunde der Kunst Oberviechtach mit den Vorständinnen Monika Krauß und Anne Gierlach sowie die Katholische Stadtpfarrei mit Pfarrer Stefan Wagner / Orgelbauverein und die Evangelische Kirchengemeinde Neunburg vorm Wald mit Pfarrer Gerhard Beck.
Zu den zwei großen Konzertereignissen im 14. Neunburger Kunstherbst erinnerte Karl Stumpfi: „Die beiden ostbayerischen Klangkörper sind nicht zum ersten Mal bei uns zu Gast, auch wenn seither geraume Zeit vergangen ist“. Damit ihre Debüt-Auftritte in der Schwarzachtalhalle nicht der Vergessenheit anheim fallen, habe er in der Chronik zurückgeblättert und stieß dabei auf diese Konzert-Termine: Eröffnet wurde die neu erbaute Schwarzachtalhalle bekanntlich am 14. Juli 2012 mit einer Aufführung des Sinfonischen Zyklus „Mein Vaterland“ durch die Smetana Philharmoniker Prag. Doch schon das zweite Klassik-Konzert führte das Ostbayerische Jugendsinfonieorchester am Samstag, 8. September 2012 in die Pfalzgrafenstadt. Sie spielten damals unter Leitung von Dirgent Hermann Seitz neben Werken von Haydn, Enescu und Schostakowitsch auch Beethovens Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21. Damit sei ein Zyklus aller neun Beethoven-Sinfonien in der Schwarzachtalhalle auf den Weg gebracht worden, so Stumpfi.
Das achte Klassik-Konzert nach der Halleneröffnung gestaltete am Sonntag, 9. Februar 2014 das Orchester am Singrün Regensburg. Unter Leitung seines damaligen Dirigenten Lutz Landwehr von Pragenau spielten sie ein rein US amerikanisches Programm mit Werken von George Gershwin und Leonard Bernstein. „Gerade weil es so lange gedauert hat, ist unsere Vorfreude umso ausgeprägter, diese beiden Klangkörper im Kunstherbst 2026 wieder live erleben zu können– am 11. September und am 29. November ist es dann endlich soweit“. Abschließend überreichte der Kunstherbst-Koordinator zwei auf CD gepresse Live-Mitschnitte des „Jahrtausendkonzerts 2017“ an Eva Laußer und Ursula Hüfner.
2. Bürgermeister Harald Klatzka, welcher das an diesem Tag in Böhmen weilende Stadtoberhaupt Martin Birner bei der Medienpräsentation vertrat, zeigte sich vom vorgelegten saisonalen Kulturangebot sehr beeindruckt: „Die Kunst ist hier angekommen und dies ist das Verdienst unseres Kunstvereins Unverdorben!“ Er werde sich persönlich einige kulturelle Termine „a la carte“ heraussuchen, sagte Klatzka und er freue sich schon heute auf die künstlerischen Darbietungen. Desgleichen hoffe er auf gute Akzeptanz bei den Neunburgern und zahlreichen Besuch von Interessenten aus der Region, denn nur so könne der außerordentlich starke Einsatz der ehrenamtlichen Kunstvereins-Akteure eine angemessene Würdung erhalten.
Die insgesamt 16 Kulturtermine des 14. Neunburger Kunstherbsts 2026 ließ KVU-Vorsitzender Peter Wunder im Rathaus-Sitzungssaal kurz Revue passieren. Foto: Karl Stumpfi
„Kapelle für eilige Passanten“ – Dieses aus Granit und einer Stahlplatte gefertigte Kunstobjekt des tschechischen Bildhauers Vaclav Fiala war im Neunburger Kunstherbst 2017 ganz im Sinne des Ahoj-Mottos „Glaube und Kunst“ am Halsgraben vor dem unteren Rathaustorbogen platziert.
Der Kunstverein Unverdorben e. V. in Neunburg vorm Wald hat sich seit seiner offiziellen Gründung im Sommer 2011 zu einer tragenden Säule der regionalen Kulturszene in der Oberpfalz entwickelt. Mit der Förderung von bildender Kunst, Musik und Völkerverständigung (insbesondere mit dem Nachbarland Tschechien) schaffte es der Verein, die historische Achse Nürnberg–Prag auch kulturell neu zu beleben. Eine angemessene Würdigung dieses enormen ehrenamtlichen Engagements – der Neunburger Kunstverein organisierte in zehn Jahren 40 grenzüberschreitende Kulturprojekte – stellte die Verleihung des Kulturpreises des Bezirks Oberpfalz im Jahr 2024 dar.
Chronologischer Überblick
Die Vereinsgeschichte ist geprägt von kreativem Tatendrang, dem Mut zur Zwischennutzung von Leerständen und einem stetig wachsenden Veranstaltungsnetzwerk. * Die Keimzelle 2011 Der offizielle Startschuss fiel nach einer erfolgreichen, zeitlich befristeten Phase als lockere „Neunburger Kunst-Initiative Unverdorben“. Am 6. Juli 2011 mündete diese Initiative schließlich in die offizielle Vereinsgründung des eingetragenen Vereins (e. V.). Als erster Vorsitzender fungierte Martin Schmid (2011 bis 2015) * Erster Sitz & Stadtmarketingpreis 2011–2013 Als erstes Domizil diente der Leerstand des ehemaligen „Hirschenwirts“ in der Hauptstraße 57. Die kreative Wiederbelebung dieses historischen Gebäudes mitten in der Altstadt erregte landesweit Aufsehen: Der Freistaat Bayern zeichnete das Projekt mit dem Bayerischen Stadtmarketingpreis aus. Die Einweihung der neu errichteten regionalen Veranstaltungs-Location Schwarzachtalhalle am 14. Juli 2011 mit einer Aufführung des sinfonischen Zyklus „Ma Vlast“ (Mein Vaterland) von Bedrich Smetana durch die Smetana Philharmoniker Prag gab das Startsignal für eine Ausweitung der Vereinsaktivitäten bis hin zur Planung von Großveranstaltungen in der Pfalzgrafenstadt. * Umzug & Geburt des „Kunstherbstes“ 2013 Nach dem Verkauf des Hirschenwirts zog der Verein in das städtische „Altmann-Haus“ (Im Berg 7) um. Gleichzeitig wurde die Initiative „Neunburger Kunstherbst“ ins Leben gerufen – ein mehrwöchiges, spartenübergreifendes Kulturfestival, das seither jährlich das herbstliche Kulturleben prägt. Als Programm-Koordinator fungiert von 2013 bis in die Gegenwart Karl Stumpfi, ehemaliger Tageszeitungsredakteur und städtischer Kulturbeauftragter sowie aktueller 2. Vorsitzender des Kunstvereins Unverdorben. Als nächste 1. Vorsitzende des Kunstvereins amtierte von 2015 bis 2018 Beate Seifert. Sie legte diese Funktion nach ihrem Wegzug aus Neunburg vorm Wald nieder.
2017
Aus Anlass des Stadtjubiläums „1000 Jahre Neunburg vorm Wald“ stemmte der Kunstverein sein bisher umfangreichstes und bedeutendsten Kulturprojekt, gefördert durch den Bayerischen Kulturfonds: Die „Tage der Bayerischen Philharmonie“ vom 30. 9. bis 3. 10. 2017 mit 85 Orchestermusikern aus 27 Ländern unter Leitung von Chefdirigent Mark Mast. Einstudiert wurden u. a. Mozarts „Jupiter“-Symphonie Nr. 41 C-Dur und Bruckners Symphonie Nr. 4 Es-Dur „Romantische“. Dieses singuläre Kunstmusik-Ereignis in der Schwarzachtalhalle wurde auf einer Live-CD dokumentiert.
2018
Nachdem das zweite Kunstquartier „Altmannhaus“ wegen Abbruchs zwecks Rathaus-Erweiterung vom Verein geräumt worden war, konnte dieser Räumlichkeiten des Mehrgenerationenhauses Alte Fronfeste als quasi-Kunstquartier Nr. 3 für Vereinszwecke nutzen. Es dient alljährlich als Quartier der Internationalen Kunstausstellung AHOJ im Neunburger Kunstherbst. Die ehemalige Lagerhalle auf dem alten Frankbräu-Gelände erfüllt heute eine Depotfunktion für Inventar und Mobilar des Kunstvereins.
* 10 Jahre Kunstverein & Jubiläumskunstherbst 2021–2022 Im Jahr 2021 bzw. verzögert durch die Corona-Pandemie in der Saison 2022 feierte der Verein sein großes Doppeljubiläum: 10 Jahre Kunstverein Unverdorben und der 10. Neunburger Kunstherbst. Zum runden Geburtstag bot die Neunburger Klassik-Gala mit Werken von Brahms und Dvořák ein absolutes Highlight in der Schwarzachtalhalle. Es gastierte die Philharmonie Hradec Kralove (Königgrätz). Erstmalig wurde auch ein „Jugendbonus“ eingeführt, um jüngere Menschen für klassische Konzerte zu begeistern.
* Etablierung als regionales Kulturzentrum 2025–2026 Unter der bewährten Führung von Peter Wunder (1. Vorsitzender ab 2018 bis heute) und Karl Stumpfi (2. Vorsitzender) setzt der Verein seine Arbeit kontinuierlich fort. Mit neuen Formaten wie dem Bayerisch-Böhmischen Ukulele-Tag, Ausstellungen/Kunstaktionen im In- und Ausland und neuen Vereinsdepots bleibt der Kunstverein der kreative Motor Neunburgs.
*Namenspatron: Wer war Peter Unverdorben? Der Name des Kunstvereins geht auf eine historische (und teils legendenumwobene) Persönlichkeit aus der Neunburger Stadtgeschichte zurück: > Peter Unverdorben war ein mittelalterlicher Minnesänger und Ritter im 14. Jahrhundert. Der Sage nach galt er als feinsinniger Mann, der für die Musik und das gesungene Wort lebte. Weil er jedoch die falsche Dame – angeblich die Gattin des Pfalzgrafen – unverblümt in seinen Liedern besang, fiel er in Ungnade und wurde im Turm des Schiltenhelm in Neunburgs Stadtmauer eingekerkert. Dort verfasste er noch das „Todeslied des Peter Unverdorben“, eine in spät-mittelhochdeutscher Sprache verfasste Dichtung, welche in die deutsche Literaturgeschichte einging und heute in der Landesbibliothek Karlsruhe aufbewahrt wird. > Für den Kunstverein symbolisiert sein Name bis heute den Mut, die Leidenschaft und die unbändige Kraft der freien Kunst.
Das bayerisch-böhmische Band
Der Verein versteht sich nicht nur als lokaler Kulturveranstalter, sondern explizit als Brückenbauer. Die satzungsgemäßen Ziele umfassen: * Grenzüberschreitender Austausch: Die Partnerschaft mit tschechischen Künstlern und Kulturzentren zieht sich wie ein roter Faden durch alle Ausstellungsreihen (z. B. die Reihe Ahoj). * Belebung des Stadtraums: Durch die Nutzung von historischen Gebäuden wie dem Altmann-Haus, der Alten Fronfeste oder der profanierten Spitalkirche verbindet der Verein Denkmalschutz mit zeitgenössischer Kunst. * Spartenvielfalt: Ob Autorenlesungen, klassische Konzerte, moderne Jazz-Sessions, Kabarett oder Theater – der Kunstverein vermeidet Berührungsängste zwischen Hochkultur und populärer Unterhaltung.
RS-Direktorin Diana Schmidberger (r.) war stolz auf die Leistungen ihrer jungen Künstler. Fotos: Ralf Gohlke, MZ
Die Klasse 10c der Gregor-von-Scherr-Realschule Neunburg vorm Wald zeichnet eine landkreisweite Besonderheit aus. Sie darf die Ergebnisse ihres Lernprozesses und der Prüfungen einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Seit der Einführung der Wahlpflichtfächergruppe II-1b: Gestalterischer Bereich, ist es zur Tradition geworden, dass die Schüler ihre Werke im Foyer der Schwarzachtalhalle ausstellen. Den Aufbau sowie die Vernissage begleitete zum wiederholten Mal der Neunburger Kunstverein Unverdorben. Dessen 1. Vorsitzender Peter Wunder eröffnete den offiziellen Teil. „Wir Neunburger können stolz sein, eine solche Realschule zu haben, an der Kunst ein dartig gelebtes und praktiziertes Fach ist“, stellte er in seiner Grußbotschaft fest.
Den jungen Künstlern bescheinigte er, nicht nur Handwerkliches erlernt zu haben, sondern auch Gestalten, Gedanken und Ideen zu entwickeln, um diese in abstrakte Darstellungen umzusetzen. Dies sei etwas, was KI nicht könne. Sie könne zwar alles mögliche und unmögliche neu zusammensetzen, aber irgendwann müsse es von Menschen eingegeben worden sein. Deshalb sei Kunst nicht nur „nice zu have“ oder gar „brotlos“, sondern Teil eines kreativen Schaffens. Wunder ging die ausgestellten Werke kurz durch bis hin zum Surrealismus, dem Hauptthema dieser Epoche. Er erwähnte fünf Bilder zum Thema Frieden, die 2024 beim Wettbewerb der Firma „beraten und planen“, in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein, ausgezeichnet worden seien. Eigene Gedanken und Inspirationen seien hier beispielhaft verarbeitet und gestaltet worden seien. Die Stadt Neunburg könne stolz sein auf ihre Entwicklung zum Kunst- und Kulturzentrum. Damit verband er aber auch sein Anliegen, die Stadt möge Kunst und Kultur eine eigene Haushaltsnummer zuordnen und sie nicht „unter ferner liefen als Verein einzustufen“.
Stellvertretender Bürgermeister Harald Klatzka würdigte in seinem Grußwort dies Engagement für die Kunst: „Projekte dieser Art machen die Schule lebendig und zeigen, dass sie mehr sei als Unterrichtsstätte“. Die Schülerin Karolina Dietz fasste die vergangenen drei Jahre zusammen und listete eine Reihe gewonnener Wettbewerbe auf. Direktorin Diana Schmidberger erkärte, die Ausstellung sei bewusst chronologisch ausgerichtet. Sie bezog das sowohl auf die Bilder als auch auf die Objekte. Ihr Schlusswort lautete. „Die Welt braucht mehr Kunst, um die Situation zu ertragen“. Ralf Gohlke, MZ
Die facettenreiche Welt der Weiher und Seen sowie der Flüsse und Bäche im Landkreis Schwandorf ist das Thema der neuen Multivisionsschau des Zangensteiner Fotografen Josef Merkl.
Die schon im Neunburger Kunstherbst 2025 geplante Präsentation in der Pfalzgrafenstadt musste kurzfristig verschoben werden und wird am Freitag, 17. April, 20 Uhr, in der Spitalkirche nachgeholt. Veranstalter ist der Kunstverein Unverdorben. Die zahlreichen Fließ- und Stillgewässer im Landkreis laden nicht nur zum Wandern ein, sondern ziehen auch viele Fotografen in ihren Bann. Den Schwerpunkt von Josef Merkls „Wasserwelten“ bilden die faszinierenden Luftbildaufnahmen, die eine völlig neue, überraschende und beeindruckende Sicht auf diese Wasserlandschaften freigeben. Die Fischteiche und Kiesweiher werden in eindrucksvollen Fotografien genauso porträtiert wie die ab den 1980er-Jahren entstandenen Tagebauseen. Dauer der Multivisionsschau ca. 2x 45 min (plus Pause). Eintritt fünf Euro, Abendkasse ab 19.30 Uhr.
Fotograf Josef Merkl bei seinem Multivisonsvortrag „Wasserwelten“ in der Spitalkirche.
Die Protagnonisten des Abends: Pianist Andreas Lehmann und Sängerin Franziska von Hülst. Foto: F. Wein
Unstillbare Gier…nach Musical
„Unstillbare Gier…nach Musical“: nach erfolgreichem Start eines neuen Konzertformats nun auch im historischen Neunburger Schlosssaal. Am Samstag, 14. März, 20 Uhr, lässt Ovigo Theater alle Musik-Fans in die Welt des Musicals eintauchen.
Nach dem Rekordjahr mit fast 18.000 Besuchern legt das OVIGO Theater 2026 ein noch größeres Jahresprogramm vor. Über 200 Aufführungen sind 2026 in der gesamten Oberpfalz geplant. Neben großen Musicals, Schauspielen, Krimidinnern oder Komödien gibt es mit „OVIGO sings“ auch ein gänzlich neues Format. „Ein Konzertabend, der sich um ein bestimmtes Thema dreht“, sagte Intendant Florian Wein bei der Programmvorstellung.
Der erste Abend dieser Art heißt „Unstillbare Gier… nach Musical“. Wie der Name bereits verrät, geht es um Songs aus Musicals. „Doch nicht unbedingt die Songs, die man erwarten würde“, sagt Wein. Die bekennenden Musical-Fans und bekannten OVIGO-Gesichter Franziska von Hülst und Andreas Lehmann haben deshalb den etwas anderen Konzertabend vorbereitet. Die Sängerin aus Maxhütte-Haidhof und ihr singender Pianist und Musiklehrer aus Neunburg vorm Wald entführen die Besucher in eine Musicalwelt, abseits der großen, altbekannten Produktionen und Evergreens.
Vor Kurzem hat es im Kultur-Schloss Theuern (7. Februar) und in der Spitalkirche St. Marien Nabburg (14. Februar) bereits die ersten erfolgreichen Termine des neuen Konzertformats „Ovigo sings“ gegeben. In Nabburg war die Vorstellung ausverkauft. Ein weiterer Auftritt folgt nun am Samstag, 14. März, 20 Uhr, im historischen Schlosssaal in Neunburg vorm Wald.
„Der Fokus liegt auf unseren persönlichen Lieblings-Musicalsongs und weniger den zu oft gehörten Dauerbrennern“, sagt Franziska von Hülst. Darunter sind Songs aus Musicals wie „Tanz der Vampire“, „Rudolf“ oder „Come From Away“. „Natürlich in einer ganz eigenen und unverwechselbaren Form“, so Pianist Andreas Lehmann, der als Musiklehrer außerdem einige launige Anekdoten aus seinem Arbeitsalltag erzählte.
Für den 14. März im historischen Schlosssaal Neunburg vorm Wald gibt es noch Restkarten. Tickets gibt es für 11,00 € (8,50 € ermäßigt) über ovigo-theater.de oder die bekannten Vorverkaufsstellen.
Walzer, Polkas und Arien läuten das Kunstjahr 2026 ein
Sopranistin Eva Himmer Štruplová und das Westböhmische Sinfonieorchester Marienbad unter Leitung von Jan Mikoláš begeisterte rund 300 Gäste in der Schwarzachtalhalle mit Werken von Johann Strauß, Carl Zeller, Emmerich Kalman und Franz Lehár. Fotos: Karl Stumpfi / Stefan Wunder
Mit Walzern, Polkas und Operetten-Schlagern wünschte der Neunburger Kunstverein Unverdorben in der Schwarzachtalhalle „Prosit Neujahr!“ Mit Verpflichtung des Westböhmischen Sinfonieorchesters Marienbad und der Sopranistin Eva Himmer Štruplová hatte der Gastgeber einen guten Griff getan.
2. KVU Vorsitzender Karl Stumpfi hieß die Zuhörerschaft willkommen.
2. Vorsitzender und Kulturbeauftragter des Stadtrates Karl Stumpfi verwies in seinen Grußworten auf die mittlerweile elfte Auflage des Neunburger Neujahrskonzerts. „Unserer Meinung nach ist es das zweitwichtigste nach dem Wiener“, meinte er mit einem Augenzwinkern. Die 40 Musikerinnen und Musiker aus der tschechischen Kurbäder-Region kredenzten den Gästen in der gut frequentierten Schwarzachtalhalle einen spritzigen Coctail beliebter Melodien der leichten Klassik.
Im Mittelpunkt stand der Wiener Walzerkönig Johann Strauß Sohn zum 200. Geburtstag. Schon bei der einleitenden „Zigeunerbaron“-Ouvertüre ließen nicht nur die Passagen im Dreivierteltakt, sondern auch das ungarische Kolorit den Funken schnell auf die Zuhörerreihen überspringen. Neben Arien aus seinen Erfolgsoperetten „Der Zigeunerbaron“, „Die Fledermaus“ und „Eine Nacht in Venedig“ – den Gesangspart übernahm die excellente Koloratursopranistin Eva Himmer Štruplová – waren die großen Strauß-Walzer op. 314 („An der schönen blauen Donau“) und op. 437 („Kaiserwalzer“) tragende Programm-Säulen. Temperamentvoll flankiert von den bekannten Polkas „Unter Donner und Blitz“, „Tritsch Tratsch“ und „Banditen-Galopp“. Carl Zeller war ein Zeitgenosse der Wiener Strauß-Dynastie. Aus dessen erfolgreichster Operette „Der Vogelhändler“ sang Eva Himmer Štruplová die Arie „Ich bin die Christl von der Post“.
Die Silberne Operettenära war mit den Komponisten Franz Lehár („Guiditta“) und Emmerich Kalman („Die Csardasfürstin“) vertreten. Die von Dirigent Jan Mikoláš souverän geleiteten Marienbader Sinfoniker hatten selbstverständlich auch Werke des böhmischen Meisters Antonin Dvorak im Gepäck, dessen Prager Walzer und die Polonaise Es-Dur die musikalische Farbpalette bereicherten.
Sowohl die orchestralen als auch sängerischen Leistungen wurden nach Abschluss des offizillen Programms – es erklang der berühmte „Donauwalzer“ – mit lautstarkem Applaus bedacht. Nach Überreichung eines Blumengebindes bedankte sich die Sopranistin mit der Zugabe „Meine Lippen, die küssen so heiß“ von Lehár. Die Begeisterung des Publikums entlud sich vollends in der Mitklatsch-Orgie des finalen „Radetzky Marschs“ von Johann Strauß Vater.
Das Neunburger Neujahrskonzert 2026 wird durch den Deutsch-Tschechischen Zukunftfonds finanziell gefördert. Dazu hatte sich der Kunstverein Unverdorben e. V. vertraglich verpflichtet, im Zusammenhang mit dieser öffentlichen Musikveranstaltung ein pädagogisches Begleitprogramm für Jugendliche anzubieten und schon im Vorfeld die Schulleitungen des Ortenburger-Gymnasiums Oberviechtach mit Oberstudiendirektor Ludwig Pfeiffer und die Staatliche Gregor-von-Scherr-Realschule Neunburg vorm Wald mit Direktorin Diana Schmidberger kontaktiert. Die Schülerinnen und Schüler im Alter von zehn bis 16 Jahren konnten als Zuhörer während der Anspielprobe des Orchesters einmal hinter die Kulissen eines Klassik-Konzerts blicken. Auch beim abendlichen Konzert-Event waren die Jugendlichen Ehrengäste des Kunstvereins. Im Anschluss stellte sich Dirigent Jan Mikoláš den Fragen der jungen Besucher, assistiert von KVU Vorstandsmitglied Dana Ettl als Dolmetscherin.
2. KVU Vorsitzender Karl Stumpfi beleuchtete den musikhistorischen Hintergrund des Neujahrskonzerts 2026, das ganz im Zeichen des 200. Geburtstags von Johann Strauß Sohn stand. Er verwies darauf, dass der „Walzerkönig“ nicht nur ein genialer Komponist und begnadeter Entertainer gewesen sei, sondern mit seiner Familie auch das Musik-Business rund um den Erdball revolutionierte und dabei das „Tantiemenprinzip“ als Einnahmequelle für Musiker gesellschaftsfähig machte. Als gefeierter Weltstar bereiste Johann Strauß nicht nur den europäische Kontinent, er gastierte mit seinem Orchester auch beim Weltfriedensfest 1872 in den Vereinigten Staaten von Amerika. In Boston dirigierte er u. a. ein Riesenorchester mit rund 400 Instrumentalisten. Sein „Donauwalzer“ gilt heute als heimliche Nationalhymne Österreichs.
Kurz vor Beginn des Neujahrskonzerts in der Schwarzachtalhalle stellten sich Vertreter des Westböhmischen Sinfonieorchesters Marienbad und des Kunstvereins Unverdorben mit den Schülerinnen und Schülern zum Erinnerungsbild. Foto: Ralf Gohlke
MEDIEN-ECHO
Bericht in der Zeitung „Der Neue Tag“, Kreisausgabe SAD, vom 9. Januar 2026:
Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung, Kreisausgabe SAD, vom 5. Januar 2026: