Nach dem Eröffnungskonzert mit den Ostbayerischen Jugendsinfonieorchester am 11. September nimmt der 14. Neunburger Kunstherbst Fahrt auf. Am Freitag, 25. September, 14 Uhr, folgt die öffentliche Vernissage der Internationalen Kunstausstellung Ahoj 26 im Foyer des neuen Rathauses. Mitwirkende sind auf tschechischer Seite die Kunstmalerin Alena Anderlová sowie Schülerinnen und Schüler der Kunstschule Klatovy. Bayern vertreten die Malerin, Grafikerin und Bildhauerin Ingrid Prey sowie Jugendliche des Kunstzweigs der Staatlichen Gregor-von-Scherr-Realschule. Weiters werden junge Künstlerinnen aus Asien ihre Werke erstmals bei einer Ahoj-Ausstellung in Neunburg zeigen. Die musikalische Umrahmung übernimmt das Gitarren-Duo „La Fresa“ aus Kralovicé. Nach dem Sekt-Empfang und der offiziellen Ausstellungseröffnung im Rathaus-Foyer schließt sich ein kurzer Spaziergang zu den weiteren Quartieren „Spitalkirche“ und „Alte Fronfeste“ an. Dort geselliger Ausklang mit Bewirtung und musikalischer Unterhaltung, Ende ca. 21 Uhr. Die Ausstellung in der Spitalkirche und in der Alten Fronfeste ist jeweils am Sonntag von 14 bis 16 Uhr geöffnet, letztmals am 25. Oktober. Eintritt frei, Spenden für den Kunstverein Unverdorben erbeten.
KUNSTMALERIN ALENA ANDERLOVÁ (Tschechien)
Alena Anderlová (*1977) ist eine der Schlüsselpersonen der zeitgenössischen Malerei. Während ihres Studiums an der Prager Akademie der Bildenden Künste durchlief sie zwei Malateliers. Das erste wurde von Antonín Střížek geleitet, das zweite von Michael Rittstein. Nach ihrem Studium kehrte sie in ihre Heimatstadt Klatovy zurück. Auch hier, abseits des großen Trubels, gelang es ihr, ihre kreative Freiheit zu bewahren, systematisch zu arbeiten und sich auf der tschechischen Kunstszene zu etablieren.
Heute blickt sie auf ein umfangreiches, schlüssiges Werk zurück, das sie in mehreren Einzelausstellungen präsentiert hat, zuletzt sogar an so renommierten Orten wie dem Egon-Schiele-Art-Centrum in Český Krumlov, der Galerie Václav Špála in Prag oder dem Schloss Klenová in ihrer Heimatregion. Alena Anderloá ist in Sie ist in privaten Sammlungen in Tschechien und weltweit vertreten. (Link zur Webseite der Künstlerin: http://www.alenaanderlova.cz/)
MALERIN/GRAFIKERIN/BILDHAUERIN INGRID PREY (BAYERN)
Ingrid Prey beschäftigt sich seit über zwei Jahrzehnten intensiv mit Malerei, Druckgrafik und Skulptur. Ihre künstlerische Ausbildung führte sie unter anderem an die Kunstakademien in Augsburg, Bad Reichenhall und Irsee. Ergänzt wurde ihr Weg durch Malreisen nach Kuba, Peru, Malta, Mallorca und Italien – Eindrücke, die sich deutlich in ihren Arbeiten widerspiegeln. „Mich fasziniert die Vielfalt der Materialien und Techniken – und die Möglichkeit, sie miteinander zu verbinden“, sagt Ingrid Prey. Ihre Werke sind geprägt von einer sensiblen Auseinandersetzung mit Momentaufnahmen, Stimmungen und Strukturen, die sie auf Reisen sammelt und künstlerisch verarbeitet.
Seit 2004 nimmt die freischaffende Künstlerin Ingrid Prey regelmässig an Workshops an drei Kunstakademien – mit Schwerpunkten in Malerei, Druckgrafik und Skulptur. 2005 schloss sie eine Ausbildung in Kunst- und Kreativtherapie an den Paracelsus-Schulen in Regensburg ab. Es folgten zahlreiche Malreisen. In den Jahren 2018/19 absolvierte sie die zweijährige Meisterklasse an der Freien Kunstakademie Augsburg mit dem Schwerpunkt Drucktechnik bei Rainer Kaiser. Ihre Arbeiten waren unter anderem bei Einzelausstellungen im Schmidt-Haus in Nabburg, in der Sybillenbad-Galerie in Bad Neualbenreuth und bei PIArt in der medbo in Regensburg zu sehen. Die gebürtige Ambergerin lebt in Nabburg und betreibt ein Atelier in Regensburg.
Der aus Weissrussland stammende Dirigent Dzimitry Kalatstila hatte sein Orchester gut im Griff.Die Blechbläser-Abteilung des OJO bestand die Bewährungsprobe vor allem in Robert Schumanns anspruchsvoll instrumentierter „Frühlingssinfonie“.Ein personell stark besetztes Streicherregister wurde für das Hochromantik-Programm mit Werken von Chabrier, Grieg, Lysenko u. a. aufgeboten.Die Musizierfreude in Kombination mit spieltechnischem Können wurde vom Publikum mit einem finalen Beifallsssturm quittiert.Mit zarten 13 hinter dem Kontrabass; Sonderlob der KVU Vorsitzenden für die jüngste Musikerin. Fotograf beim Eröffnungskonzert in der Schwarzachtalhalle: Ralf Gohlke (Mittelbayerische Zeitung).
Nach einem heißen Sommer beginnt schon bald der Herbst und damit auch unser Neunburger Kunstherbst. Es ist bereits die 14. Auflage und wir haben wieder ein umfangreiches Programm mit insgesamt 16 Veranstaltungen geplant.
Der Programm-Folder liegt euch inzwischen vor. Beim Druck ist die zeitliche Reihenfolge etwas durcheinandergekommen, deshalb liegt dieser Mail noch einmal eine chronologische Reihenfolge bei.
Unser Programm beginnt in diesem Jahr schon am Freitag, den 11.September um 19:30 Uhr in der Schwarzachtalhalle mit dem Ostbayerischen Jugendsinfonieorchester.
60 Instrumentalmusiker im Alter von 14 bis 27 Jahren führen uns mit einer „Sinfonischen Reise durch Europa“ mit Mozart, Grieg, Chabrier, Lysenko und Schumann. Im Vorjahr hatte der junge Klangkörper das Publikum mit dem Konzertprogramm „OJO goes Latin“ zu Beifallsstürmen hingerissen.
Die offizielle Eröffnung ist dann die Vernissage unserer Internationalen Kunstausstellung „AHOJ 26“ am Freitag, den 25. September um 18:00 Uhr in Foyer unseres Rathauses.
Besonders aufmerksam machen möchten wir noch auf unser traditionelles Klassikkonzert – diesmal ausnahmsweise am Samstag, den03. Oktober – wieder mit dem Quartett von Stephan Schögl „Ein Lied geht um die Welt“.
Und auf unsere „Dinnermusic für Feinschmecker“ am Samstag, den 7. November.
Für beide Veranstaltungen können im Vorverkauf schon Karten über Rosa Schafbauer bezogen werden,
Wir hoffen viele von Euch begrüßen zu können, da es keinen großen Spaß macht leere Ränge zu begrüßen, beziehungsweise vor leeren Rängen zu spielen.
Also bis bald mit lieben Grüßen
Peter Wunder und Karl Stumpfi für den Vorstand des Neunburger Kunstvereins Unverdorben.
Rund 60 Instrumentalmusiker im Alter von 14 bis 27 Jahren sind zurzeit Mitglieder des Ostbayerischen Jugendsinfonieorchesters, das am 11. September, 19.30 Uhr, ein weiteres Mal den Neunburger Kunstherbst in der Schwarzachtalhalle eröffnen wird. Foto: Johanna Sulejmani
Sinfonische Reise durch Europa mit Mozart,Grieg, Chabrier, Lysenko und Schumann
Am Freitag, 11. September, 19.30 Uhr, beginnt in der Pfalzgrafenstadt die 14. Saison des Neunburger Kunstherbsts. Auf Einladung des Kunstvereins Unverdorben gastiert wieder das Ostbayerische Jugendsinfonieorchester in der Schwarzachtalhalle mit romantischer Musik großer europäischer Komponisten. Im Vorjahr hatte der junge Klangkörper das Publikum mit dem Konzertprogramm „OJO goes Latin“ zu Beifallsstürmen hingerissen.
Das Ostbayerische Jugendsinfonieorchester (OJO) vereint junge Musikerinnen und Musiker aus Niederbayern und der Oberpfalz und bietet ihnen die Möglichkeit, anspruchsvolle sinfonische Literatur auf hohem Niveau zu erarbeiten. Dabei steht nicht nur musikalische Brillanz, sondern auch gemeinsames Erleben, kultureller Austausch und persönliche Entwicklung. Das OJO besteht aus 50 bis 60 jungen Musiker:innen aus dem ostbayerischen und auch überregionalen Raum zwischen 14 und 27 Jahren, die die Freude an der Orchestermusik teilen und zusammen – in vier Probenphasen und drei Konzerten jedes Jahr – erleben. Jedes Arbeitsjahr beginnt im November mit dem ersten Probenwochenende und endet im September des Folgejahres mit einer Konzertreihe, in der das erarbeitete Programm zur Aufführung gebracht wird. Das Repertoire umfasst sinfonische Werke aus allen Epochen von der Klassik über die Filmmusik bis hin zur Moderne. In den Probenphasen wird die Literatur unter Anleitung des künstlerischen Leiters, Desar Sulejmani, und professionellen Dozenten erarbeitet. Neben einem straffen Probenplan bleibt Zeit für verschiedene Unternehmungen und Teambuilder, wie sportliche Aktivitäten, Spieleabende oder Karaoke. Verstärkt durch das gemeinsame Musizieren wächst das Orchester jedes Jahr zu einer Familie zusammen. Mit musikalischem Entdeckergeist, jugendlicher Energie und großer Spielfreude startet das OJO zum Neunburger Kunstherbst-Auftakt eine klangvolle Europareise. Dabei spannt das Orchester einen musikalischen Bogen von der Wiener Klassik bis zur romantischen Sinfonik und macht dabei Station in fünf Ländern – jedes mit eigener Klangsprache, eigenem Temperament und unverwechselbarem Charakter. Den festlichen Auftakt bildet die Ouvertüre zur „Zauberflöte“ von W. A. Mozart. Mit ihrer Mischung aus feierlichem Ernst und lebendigem Spielwitz öffnet sie gleichsam die Tore zu dieser musikalischen Reise. Von Wien führt der Weg weiter nach Frankreich, wo Emmanuel Chabrier mit seiner temperamentvollen „Habanera“ südliche Farben, rhythmische Raffinesse und orchestrale Brillanz entfaltet. Ein besonderer Moment des Abends ist dem ukrainischen Komponisten Mykola Lysenko gewidmet. Sein „Farewell Waltz“ verbindet lyrische Melancholie mit tänzerischer Eleganz und eröffnet einen berührenden, oft zu selten gehörten Blick auf die osteuropäische Musiktradition. Anschließend geht die Reise nach Norden: In den „Norwegischen Tänzen“ von Edvard Grieg begegnen dem Publikum nordische Klanglandschaften, folkloristische Anklänge und eine unmittelbare rhythmische Kraft, die Natur und Lebensfreude gleichermaßen widerspiegelt.
„IN FEURIGER STUNDE GEBOREN…“
Den krönenden Abschluss bildet die 1. Sinfonie von Robert Schumann – auch bekannt als „Frühlingssinfonie“. Mit ihrem optimistischen Grundton, ihrer poetischen Dichte und sinfonischen Weite steht sie sinnbildlich für Aufbruch, Hoffnung und musikalische Leidenschaft – Werte, die auch die Arbeit des Orchesters prägen. Schumann beschrieb die Entstehung und den Charakter seiner 1. Sinfonie aus dem Jahr 1841 in Briefen, Tagebuchnotizen und Aussagen gegenüber Freunden sehr bildhaft. Er bezeichnete das Werk rückblickend stolz als „in feuriger Stunde geboren“. Die grundlegende Stimmung beschrieb er mit den Worten: „Ich schrieb die Sinfonie in jenem Frühlingsdrang, der den Menschen wohl bis in das höchste Alter hinreißt und in jedem Jahr von neuem überfällt.“ Schumann legte großen Wert darauf, dass sein Werk nicht als rein deskriptive Programmmusik missverstanden wird. In einem Brief an den Dirigenten Wilhelm Taubert bat er darum, das Orchester stimmungsvoll anzuleiten: „Könnten Sie Ihrem Orchester beim Spiel etwas Frühlingssehnsucht einwehen?“ Über die einleitende Fanfare der Bläser sagte er: „Gleich den ersten Trompeteneinsatz, möcht’ ich, dass er wie aus der Höhe klänge, wie ein Ruf zum Erwachen“. Für das Geschehen im ersten Satz sah er vor seinem inneren Auge, „wie es überall zu grüneln anfängt, wohl gar ein Schmetterling aufsteigt, wie nach und nach alles zusammenkommt, was zum Frühling etwa gehört.“ Inspiriert wurde das Eröffnungsthema zudem durch die Gedichtzeile „Im Tale blüht der Frühling auf!“ von Adolf Böttger. In den ersten Skizzen gab er den vier Sätzen noch programmatische Überschriften („Frühlingsbeginn“, „Abend“, „Frohe Gespielen“, „Voller Frühling“), strich diese jedoch vor der Veröffentlichung wieder, um dem Hörer die freie gedankliche Interpretation zu überlassen.
„EINE REISE DURCH EUROPA“ – Das Programm Das erste von insgesamt drei OJO-Herbstkonzerten in Ostbayern findet am Freitag, 11. September 2026, um 19.30 Uhr (Saaleinlass 19 Uhr) in der Schwarzachtalhalle in Neunburg v. Wald statt. Die Leitung übernimmt der junge weißrussische Dirigent Dzymitri Kalatsila. Ein Abend, der Europa hörbar macht – facettenreich, lebendig und voller junger Klangfarben. Österreich: W. A. Mozart – Zauberflöte Ouvertüre Frankreich: E. Chabrier – Habanera Ukraine: M. Lysenko – Farewell Waltz Norwegen: E. Grieg – Norwegische Tänze Deutschland: R. Schumann – 1. Sinfonie B-Dur op. 38 („Frühlingssinfonie“ ) Der Eintritt ist frei, Spenden für die Orchesterarbeit sind erbeten!
„Ein Lied geht um die Welt“ am Samstag, 3. Oktober: Tickets buchen bei Rosa Schafbauer, erreichbar unter Karten-Telefon 09672 /3435, Order-Mail schafbauerrosa@gmail.com und Büro-Pressezentrum, Hauptstraße 50. (VVK läuft bereits)
OVIGO-Musical „Spamalot“ am 10., 11., 16. und 17. Oktober (mit Abschlussparty): Plätze buchen bei ok-Ticket, NT-Ticket, www.ovigo-theater.de oder örtliche Vorverkaufsstellen. (VVK läuft bereits)
OVIGO–Komödie „Kalter Weißer Mann“ am Samstag, 31. Oktober und Sonntag, 1. November: Plätze buchen online unter www.okticket.de, NT-Ticket.de u. örtliche Vorverkaufsstellen. (VVK läuft bereits)
Kulinarik & Musik–Event am 7. November: Tickets buchen bei Rosa Schafbauer, erreichbar unter Karten-Telefon 09672 /3435, Order-Mail schafbauerrosa@gmail.com (VVK läuft bereits)
Konzert „Klassiker der Filmmusik“ am 29. November: Tickets buchen bei Rosa Schafbauer, erreichbar unter Karten-Telefon 09672 /3435, Order-Mail schafbauerrosa@gmail.com und Büro-Pressezentrum, Hauptstr. 50. (VVK läuft bereits)
Lesung & Musik „Alle Jahre schon wieder“ am Montag, 23. November und am Dienstag, 8. Dezember im Büro- und Pressezentrum, Hauptstraße 50 (VVK-Beginn am 1. Oktober!)
Eintritt frei – Spenden erbeten: „Sinfonische Europa-Reise“ am Freitag, 11. September, Schwarzachtalhalle; Orgelkonzert Riccabona am Sonntag, 18. Oktober, Pfarrkirche St. Josef; „Das andere Schöpfungssingen“ am Freitag, 23. Oktober, Pfarrkirche St. Josef; Gesang-Workshop „Macht hoch die Tür“ am 29. November, ev. Versöhnungskirche/Schrannenplatz; Weihnachtssingen im Schloss am Sonntag, 20. Dezember.
Jugend-Bonus: Den erstmals in der 10. Jubiläums-Saison vom Kunstverein Unverdorben angebotenen „Jugendbonus“ gibt es auch bei Kultur-Aktivitäten im 14. Neunburger Kunstherbst, nämlich beim Evergreen-Abend „Ein Lied geht um die Welt“ am 3. Oktober, Guadigni-Trio-Abend am 11. Oktober, DomraPiano-Duo-Abend am 13. November und Konzert „Klassiker der Filmmusik“ am 29. November. Schüler, Studenten und Auszubildende haben bei Vorlage entsprechender Ausweise etc. an der Abendkasse freien Eintritt.
Weitere Infos unter www.neunburger-kunstherbst.de und #neunburgerkunstherbst
Sie stellten im Neunburger Rathaus das neue Kunstherbst-Programm vor: In der unteren Reihe von links Kartenverkaufsleiterin Rosa Schafbauer, KVU-Vorsitzender Peter Wunder, Programm-Koordinator Karl Stumpfi, 2. Bürgermeister Harald Klatzka, Stadtmarketing-Leiter Markus Bauer-Würth; mittlere Reihe von links KVU-Vorstandsmitglieder Roland Thäder und Dr. Hella Simandi, Eva Laußer (Ostbayerisches Jugendsinfonieorchester) und Ursula Hüfner (Orchester am Singrün Regensburg); obere Reihe von rechts KVU Schatzmeisterin Tanja Lennert sowie die KVU-Vorstandsmitglieder Gaby Irlbacher und Dana Ettl. Foto: Ralf Gohlke, MZ
Die Hochkultur hat Hochsaison
Die 14. Saison des Neunburger Kunstherbsts steht vor der Tür. Sieben Wochen vor dem Eröffnungskonzert, welches das Ostbayerische Jugendsinfonieorchester mit einer sinfonischen Europa-Reise gestalten wird, legten die Verantwortlichen des Neunburger Kunstvereins Unverdorben e. V. im historischen Rathaus-Sitzungssaal das Programm mit insgesamt 16 Kultur-Events vor: Konzerte, Ausstellungen und Kleinkunst: Sie werden Strahlkraft auf die Region entwickeln, gaben sich die örtlichen Programm-Macher optimistisch.
Der 1. Vorsitzende des Neunburger Kunstvereins als Initiator des Neunburger Kunstherbsts Peter Wunder begrüßte neben den Medienvertretern 2. Bürgermeister Harald Klatzka als Hausherrn, die 1. Stellvertreterin des Orchestervorstands Eva Laußer und Ursula Hüfner als Repräsentatinnen des Ostbayerischen Jugendsinfonieorchesters und des Singrün-Orchesters Regensburg, Vertreter der Stadtverwaltung und Stadtwerke Freizeit GmbH sowie die fast komplett erschienene Vorstandschaft des Kunstvereins.
Wunder präsentierte den noch druckfrischen Programm-Folder des 14. Kunstherbsts (mit Untertiteln in tschechischer Sprache). Er merkte zur unorthodoxen Seitenreihenfolge pointiert an, dass diese in der holländischen Druckerei „etwas unter die Windmühlenflügel gekommen ist“. Der Kunstverein nehme das sportlich und als Herausforderung für die Gäste: „Wer die sechs Seiten durchliest, zeigt auch wirklich Interesse an unserem Angebot und wir hoffen sehr auf ihren Besuch“. Die Vorstellung des kompletten Kunstherbst-Programms nahm er jedoch in der gewohnten chronologischen Reihenfolge vor.
°Fr 11. 09. – 19.30 bis 21.45 Uhr: „Sinfonische Europa-Reise“ (Ostbayerisches Jugendsinfonieorchester in der Schwarzachtalhalle. Eintritt frei!)
°Fr 25. 09. – 18 bis 21 Uhr: Internationale Kunstausstellung AHOJ 26 (Ab 18 Uhr Vernissage Rathaus-Foyer; Ausstellungsquartiere Spitalkirche und Fronfeste (Besichtigungen So. 14 – 16 Uhr, bis 25. Oktober!)
°Sa 03. 10. – 19 bis 21.30 Uhr: „Ein Lied geht um die Welt“ (Evergreens der 30-er Jahre mit Stephan-Schlögl-Quartett, Schwarzachtalhalle)
°Do 01. 10. – Sa. 31. 10. – Ausstellung „Gefangen in Belarus“ (Plakate mit Porträtzeichnungen von Xisha Angelova, ev. Versöhnungskirche)
°Sa 10. 10. – 20 bis 22.30 Uhr: OVIGO Musical „Spamalot“ (Weitere Aufführungen am 11., 16. und 17.10 in der Schwarzachtalhalle)
°So 11. 10. – 17 bis 19 Uhr: „Zwischen Licht und Schatten“ (Das Guadagnini-Trio spielt Haydn, Beethoven und Dvorak im Schlosssaal)
°So 18. 10. – 17 bis 18.30 Uhr: M. Riccabona an der neuen Orgel (Festkonzert zur Orgelweihe in der kath. Stadtpfarrkirche St. Josef)
°Fr 23. 10. – 19 Uhr: Das andere Schöpfungs-Singen (GAIA-Konzert von Contigo mit Band in illuminierter Pfarrkirche St. Josef)
°Sa 31. 10. / So. 1. 11 – 20 bis 22 Uhr: „Kalter Weißer Mann“ (Wendungsreiche Komödie mit Ovigo Theater in der Schwarzachtalhalle)
°Sa 07. 11. – 19 bis 22 Uhr: “Dinnermusic“ für Feinschmecker (Das Kulinarik & Musik-Event mit dem Quartett von Paul Windschüttl im Foyer der Schwarzachtalhalle. Karten-VVK bei Rosa Schafbauer!)
°Fr. 13. 11. – 19.30 bis 21.30 Uhr: DomraPiano im Schloss (Ein außergewöhnlicher Konzertabend mit Natalia Anchutina am russischen Zupfinstrument. Tickets an der Abendkasse. Studenten, Schüler, Azubis frei!)
°Mo 23. 11. / Di 8. 12 – 19 bis 21.45 Uhr: „Alle Jahre schon wieder…“ (Satirisch-musikalische Weihnachts-Lesung mit den Vier Unverdorbenen im Sporrer-Saal. VVK ab 1. 10. im Büro- und Pressezentrum NEN)
°So 29. 11. – 9.30 bis 15 Uhr: Workshop „Macht hoch die Tür“ (Uwe Steinmetz & Band studieren im ev. Gemeindesaal alte und neue Adventslieder ein und führen diese auf dem Schrannenplatz auf)
°So 29. 11. – 18 bis 20 Uhr: Klassiker der sinfonischen Filmmusik (Jubiläumskonzert des Singrün-Orchesters Regensburg mit Hollywood-„Ohrwürmern“ in der Schwarzachtalhalle)
°Fr. 11. – So. 13. 12.: Kunstvolles und Preiswertes (Verkaufsausstellung der KVU-Mitglieder während der Burgadvent-Öffnungszeiten)
°So. 20. 12. – 17 bis 18.30: Weihnachtssingen im Schloss (Traditionelles Vorweihnachtskonzert des Gesangverein 1861 mit Chormusik und besinnlichen Texten)
„Ein tolles und vielversprechendes Kulturprogramm! Für alle Interessensgruppen ein abwechslungsreicher Kunstherbst!!“ Anne Gierlach (2. Vorsitzende der Freunde der Kunst Oberviechtach)
„Wunderbar, ich freue mich auf den Herbst!“ (Monika Krauß, 1. Vorsitzende der Freunde der Kunst Oberviechtach)
Programm-Koordinator Karl Stumpfi rundete die offizielle Präsentation mit einigen grundsätzlichen Überlegungen ab. Dem Neunburger Kunstherbst liege die Idee zugrunde, vielfältige Kulturaktivitäten vor Ort zu bündeln und diese mit der regionalen bzw. internationalen Kunstszene zu vernetzen. Das Programm-Tableau beinhaltet Kulturtermine schwerpunktmäßig auf den Sektoren bildende Kunst, darstellende Kunst und Kleinkunst. Allerdings sei es keine Selbstverständlichkeit, mit Hochkultur angereicherte Programme in Kleinstädten und ländlich strukturierten Regionen zusammen zu stricken und zum Laufen zu bringen. „Auch im Neunburger Rathaus ist es ja nicht so, dass man wie im Schlaraffenland nur die Fenster aufmachen muss und schon fliegen einem die gebratenen Tauben in den Mund“, fügte er hinzu.
Ein Saisonfestival wie den NEUNBURGER KUNSTHERBST alljährlich zu stemmen, ist seinen Worten nach für die Macher meist mühselige, oftmals auch frustierende Kleinarbeit. Müsste ein Kulturverein wie der Neunburger Kunstverein Unverdorben mit 100 Mitgliedern die gesamte Programm-Last schultern, wäre er unter dieser Last längst zusammengebrochen. Die Massgabe, vielfältige Kulturaktiväten zu bündeln, sei zwar unumgänglich, wäre jedoch nicht realisibar gewesen, wenn der KVU nicht vom Gründerjahr an auf zuverlässige Kooperationspartner hätte zurückgreifen können. „Sie sind sozusagen die Stammgäste auf der Veranstalterseite“. Dazu gehören als regelmäßige Lieferanten von Kunstherbst-Programm-Komponenten das OVIGO-Theaterensemble mit Intendant Florian Wein, die Freunde der Kunst Oberviechtach mit den Vorständinnen Monika Krauß und Anne Gierlach sowie die Katholische Stadtpfarrei mit Pfarrer Stefan Wagner / Orgelbauverein und die Evangelische Kirchengemeinde Neunburg vorm Wald mit Pfarrer Gerhard Beck.
Zu den zwei großen Konzertereignissen im 14. Neunburger Kunstherbst erinnerte Karl Stumpfi: „Die beiden ostbayerischen Klangkörper sind nicht zum ersten Mal bei uns zu Gast, auch wenn seither geraume Zeit vergangen ist“. Damit ihre Debüt-Auftritte in der Schwarzachtalhalle nicht der Vergessenheit anheim fallen, habe er in der Chronik zurückgeblättert und stieß dabei auf diese Konzert-Termine: Eröffnet wurde die neu erbaute Schwarzachtalhalle bekanntlich am 14. Juli 2012 mit einer Aufführung des Sinfonischen Zyklus „Mein Vaterland“ durch die Smetana Philharmoniker Prag. Doch schon das zweite Klassik-Konzert führte das Ostbayerische Jugendsinfonieorchester am Samstag, 8. September 2012 in die Pfalzgrafenstadt. Sie spielten damals unter Leitung von Dirgent Hermann Seitz neben Werken von Haydn, Enescu und Schostakowitsch auch Beethovens Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21. Damit sei ein Zyklus aller neun Beethoven-Sinfonien in der Schwarzachtalhalle auf den Weg gebracht worden, so Stumpfi.
Das achte Klassik-Konzert nach der Halleneröffnung gestaltete am Sonntag, 9. Februar 2014 das Orchester am Singrün Regensburg. Unter Leitung seines damaligen Dirigenten Lutz Landwehr von Pragenau spielten sie ein rein US amerikanisches Programm mit Werken von George Gershwin und Leonard Bernstein. „Gerade weil es so lange gedauert hat, ist unsere Vorfreude umso ausgeprägter, diese beiden Klangkörper im Kunstherbst 2026 wieder live erleben zu können– am 11. September und am 29. November ist es dann endlich soweit“. Abschließend überreichte der Kunstherbst-Koordinator zwei auf CD gepresse Live-Mitschnitte des „Jahrtausendkonzerts 2017“ an Eva Laußer und Ursula Hüfner.
2. Bürgermeister Harald Klatzka, welcher das an diesem Tag in Böhmen weilende Stadtoberhaupt Martin Birner bei der Medienpräsentation vertrat, zeigte sich vom vorgelegten saisonalen Kulturangebot sehr beeindruckt: „Die Kunst ist hier angekommen und dies ist das Verdienst unseres Kunstvereins Unverdorben!“ Er werde sich persönlich einige kulturelle Termine „a la carte“ heraussuchen, sagte Klatzka und er freue sich schon heute auf die künstlerischen Darbietungen. Desgleichen hoffe er auf gute Akzeptanz bei den Neunburgern und zahlreichen Besuch von Interessenten aus der Region, denn nur so könne der außerordentlich starke Einsatz der ehrenamtlichen Kunstvereins-Akteure eine angemessene Würdung erhalten.
Die insgesamt 16 Kulturtermine des 14. Neunburger Kunstherbsts 2026 ließ KVU-Vorsitzender Peter Wunder im Rathaus-Sitzungssaal kurz Revue passieren. Foto: Karl Stumpfi
„Kapelle für eilige Passanten“ – Dieses aus Granit und einer Stahlplatte gefertigte Kunstobjekt des tschechischen Bildhauers Vaclav Fiala war im Neunburger Kunstherbst 2017 ganz im Sinne des Ahoj-Mottos „Glaube und Kunst“ am Halsgraben vor dem unteren Rathaustorbogen platziert.
Der Kunstverein Unverdorben e. V. in Neunburg vorm Wald hat sich seit seiner offiziellen Gründung im Sommer 2011 zu einer tragenden Säule der regionalen Kulturszene in der Oberpfalz entwickelt. Mit der Förderung von bildender Kunst, Musik und Völkerverständigung (insbesondere mit dem Nachbarland Tschechien) schaffte es der Verein, die historische Achse Nürnberg–Prag auch kulturell neu zu beleben. Eine angemessene Würdigung dieses enormen ehrenamtlichen Engagements – der Neunburger Kunstverein organisierte in zehn Jahren 40 grenzüberschreitende Kulturprojekte – stellte die Verleihung des Kulturpreises des Bezirks Oberpfalz im Jahr 2024 dar.
Chronologischer Überblick
Die Vereinsgeschichte ist geprägt von kreativem Tatendrang, dem Mut zur Zwischennutzung von Leerständen und einem stetig wachsenden Veranstaltungsnetzwerk. * Die Keimzelle 2011 Der offizielle Startschuss fiel nach einer erfolgreichen, zeitlich befristeten Phase als lockere „Neunburger Kunst-Initiative Unverdorben“. Am 6. Juli 2011 mündete diese Initiative schließlich in die offizielle Vereinsgründung des eingetragenen Vereins (e. V.). Als erster Vorsitzender fungierte Martin Schmid (2011 bis 2015) * Erster Sitz & Stadtmarketingpreis 2011–2013 Als erstes Domizil diente der Leerstand des ehemaligen „Hirschenwirts“ in der Hauptstraße 57. Die kreative Wiederbelebung dieses historischen Gebäudes mitten in der Altstadt erregte landesweit Aufsehen: Der Freistaat Bayern zeichnete das Projekt mit dem Bayerischen Stadtmarketingpreis aus. Die Einweihung der neu errichteten regionalen Veranstaltungs-Location Schwarzachtalhalle am 14. Juli 2011 mit einer Aufführung des sinfonischen Zyklus „Ma Vlast“ (Mein Vaterland) von Bedrich Smetana durch die Smetana Philharmoniker Prag gab das Startsignal für eine Ausweitung der Vereinsaktivitäten bis hin zur Planung von Großveranstaltungen in der Pfalzgrafenstadt. * Umzug & Geburt des „Kunstherbstes“ 2013 Nach dem Verkauf des Hirschenwirts zog der Verein in das städtische „Altmann-Haus“ (Im Berg 7) um. Gleichzeitig wurde die Initiative „Neunburger Kunstherbst“ ins Leben gerufen – ein mehrwöchiges, spartenübergreifendes Kulturfestival, das seither jährlich das herbstliche Kulturleben prägt. Als Programm-Koordinator fungiert von 2013 bis in die Gegenwart Karl Stumpfi, ehemaliger Tageszeitungsredakteur und städtischer Kulturbeauftragter sowie aktueller 2. Vorsitzender des Kunstvereins Unverdorben. Als nächste 1. Vorsitzende des Kunstvereins amtierte von 2015 bis 2018 Beate Seifert. Sie legte diese Funktion nach ihrem Wegzug aus Neunburg vorm Wald nieder.
2017
Aus Anlass des Stadtjubiläums „1000 Jahre Neunburg vorm Wald“ stemmte der Kunstverein sein bisher umfangreichstes und bedeutendsten Kulturprojekt, gefördert durch den Bayerischen Kulturfonds: Die „Tage der Bayerischen Philharmonie“ vom 30. 9. bis 3. 10. 2017 mit 85 Orchestermusikern aus 27 Ländern unter Leitung von Chefdirigent Mark Mast. Einstudiert wurden u. a. Mozarts „Jupiter“-Symphonie Nr. 41 C-Dur und Bruckners Symphonie Nr. 4 Es-Dur „Romantische“. Dieses singuläre Kunstmusik-Ereignis in der Schwarzachtalhalle wurde auf einer Live-CD dokumentiert.
2018
Nachdem das zweite Kunstquartier „Altmannhaus“ wegen Abbruchs zwecks Rathaus-Erweiterung vom Verein geräumt worden war, konnte dieser Räumlichkeiten des Mehrgenerationenhauses Alte Fronfeste als quasi-Kunstquartier Nr. 3 für Vereinszwecke nutzen. Es dient alljährlich als Quartier der Internationalen Kunstausstellung AHOJ im Neunburger Kunstherbst. Die ehemalige Lagerhalle auf dem alten Frankbräu-Gelände erfüllt heute eine Depotfunktion für Inventar und Mobilar des Kunstvereins.
* 10 Jahre Kunstverein & Jubiläumskunstherbst 2021–2022 Im Jahr 2021 bzw. verzögert durch die Corona-Pandemie in der Saison 2022 feierte der Verein sein großes Doppeljubiläum: 10 Jahre Kunstverein Unverdorben und der 10. Neunburger Kunstherbst. Zum runden Geburtstag bot die Neunburger Klassik-Gala mit Werken von Brahms und Dvořák ein absolutes Highlight in der Schwarzachtalhalle. Es gastierte die Philharmonie Hradec Kralove (Königgrätz). Erstmalig wurde auch ein „Jugendbonus“ eingeführt, um jüngere Menschen für klassische Konzerte zu begeistern.
* Etablierung als regionales Kulturzentrum 2025–2026 Unter der bewährten Führung von Peter Wunder (1. Vorsitzender ab 2018 bis heute) und Karl Stumpfi (2. Vorsitzender) setzt der Verein seine Arbeit kontinuierlich fort. Mit neuen Formaten wie dem Bayerisch-Böhmischen Ukulele-Tag, Ausstellungen/Kunstaktionen im In- und Ausland und neuen Vereinsdepots bleibt der Kunstverein der kreative Motor Neunburgs.
*Namenspatron: Wer war Peter Unverdorben? Der Name des Kunstvereins geht auf eine historische (und teils legendenumwobene) Persönlichkeit aus der Neunburger Stadtgeschichte zurück: > Peter Unverdorben war ein mittelalterlicher Minnesänger und Ritter im 14. Jahrhundert. Der Sage nach galt er als feinsinniger Mann, der für die Musik und das gesungene Wort lebte. Weil er jedoch die falsche Dame – angeblich die Gattin des Pfalzgrafen – unverblümt in seinen Liedern besang, fiel er in Ungnade und wurde im Turm des Schiltenhelm in Neunburgs Stadtmauer eingekerkert. Dort verfasste er noch das „Todeslied des Peter Unverdorben“, eine in spät-mittelhochdeutscher Sprache verfasste Dichtung, welche in die deutsche Literaturgeschichte einging und heute in der Landesbibliothek Karlsruhe aufbewahrt wird. > Für den Kunstverein symbolisiert sein Name bis heute den Mut, die Leidenschaft und die unbändige Kraft der freien Kunst.
Das bayerisch-böhmische Band
Der Verein versteht sich nicht nur als lokaler Kulturveranstalter, sondern explizit als Brückenbauer. Die satzungsgemäßen Ziele umfassen: * Grenzüberschreitender Austausch: Die Partnerschaft mit tschechischen Künstlern und Kulturzentren zieht sich wie ein roter Faden durch alle Ausstellungsreihen (z. B. die Reihe Ahoj). * Belebung des Stadtraums: Durch die Nutzung von historischen Gebäuden wie dem Altmann-Haus, der Alten Fronfeste oder der profanierten Spitalkirche verbindet der Verein Denkmalschutz mit zeitgenössischer Kunst. * Spartenvielfalt: Ob Autorenlesungen, klassische Konzerte, moderne Jazz-Sessions, Kabarett oder Theater – der Kunstverein vermeidet Berührungsängste zwischen Hochkultur und populärer Unterhaltung.