Saisonstart mit Vernissage zur AHOJ 21-Ausstellung

Auch Corona-Jahr 2.0 bekommt Kunstherbst!

Wie schon im Vorjahr wirft auch 2021 die Corona-Pandemie ihren Schlagschatten auf viele kulturelle Aktivitäten. Der Kunstverein Unverdorben setzt dem jedoch keinen selbst verordneten Lockdown entgegen. Seinen Intentionen nach soll der Neunburger Kunstherbst ein Aufbruchsignal in Richtung Normalität aussenden.

Sie präsentierten das Programm des 9. Neunburger Kunstherbstes im Foyer der Schwarzachtalhalle (v. li.): 1. Bürgermeister Martin Birner, KVU-Vorsitzender Peter Wunder, Hallenmanagerin Rosa Schafbauer und Programm-Koordinator Karl Stumpfi.

Sie präsentierten das Programm des 9. Neunburger Kunstherbstes im Foyer der Schwarzachtalhalle (v. li.): 1. Bürgermeister Martin Birner, KVU-Vorsitzender Peter Wunder, Hallenmanagerin Rosa Schafbauer und Programm-Koordinator Karl Stumpfi.

Mindestens 14 Kulturtermine umfasst das Programm der 9. Auflage dieses regionalen Saisonfestivals. Wie im Vorjahr enthält es ausschließlich Veranstaltungsformate, die unter Einhaltung der Infektionsschutzregeln realisierbar sind. Das betonte der 1. Vorsitzende des Kunstvereins, Peter Wunder, bei der offiziellen Medienpräsentation am Freitag, 6. August im Foyer der Schwarzachtalhalle. Das Angebot beinhaltet von Mitte September bis Ende November einen ausgewogenen Event-Mix quer durch die Felder der bildenden Kunst, darstellenden Kunst und Kleinkunst. „Selbstverständlich ist das alles mit Risiken behaftet“, relativierte der KVU-Vorsitzende. Er verwies aber auch darauf, dass die Organisatoren diesmal praktische Erfahrungen aus dem Corona-Jahr 2020 in ihre aktuellen Planungen einfließen lassen könnten.PLKunstherbst2007-02 Der Kunstverein scheue keinen Aufwand, um beim Publikum Sicherheitsbedenken erst gar nicht aufkommen zu lassen. Er selbst habe inzwischen mindestens zehn Hygienekonzepte für örtliche Kulturevents geschrieben. Sollte es eine sich verschärfende Infektionslage erfordern, werde es in letzter Konsequenz kurzfristige Absagen geben. Peter Wunder nützte das Pressegespräch nicht zuletzt für eine Dankabstattung an all jene, die dem gemeinnützigen Kunstverein Unverdorben unterstützend zur Seite stünden. So lägen für die neue Kunstherbst-Saison bereits diverse Förderzusagen vor: Erstmals auch vom Bund (Sonderfonds für „Corona geschädigte“ Kulturveranstaltungen), ein weiteres Mal vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, vom Bezirk Oberpfalz sowie von der Stadt Neunburg vorm Wald.
Schon traditionell wird die Kunstherbst-Saison mit der Vernissage zur Internationalen Kunstausstellung AHOJ eröffnet. Diesmal ohne exponiertes Ausstellungsmotto und ohne „Kunstprozession“. Dafür mit vier Schwerpunkt-Themen: „Rund um den Kirchturm“ zeigt auf Leinwand gedruckte Fotografien von Agnes Jonas (Pfarrsaal St. Georg und Fronfeste). Landschaften des Oberpfälzer Waldes und des Bayerischen Waldes „porträtiert“ Edmund Keilhammer (Fronfeste). Collagen zu den Themen „Augen“ und „Pop Art“ steuern Simona Baselidesová und Klára Záková von der Kunstschule Klatovy bei (Fronfeste). 18 Aquarelle „Gesichter“ – prämierte Schülerarbeiten der Klasse 9e Gregor-von-Scherr-Realschule Neunburg – sind in der Spitalkirche ausgestellt.
1. Bürgermeister Martin Birner zeigte sich hoch erfreut, dass es auch im zweiten Corona-Jahr einen Neunburger Kunstherbst geben werde. Mit dieser kulturellen Veranstaltungsserie seien in der Pfalzgrafenstadt erstmals 2013 Maßstäbe gesetzt worden. Der Modellcharakter dieses Kunstherbstes habe über den Zeitraum von fast zehn Jahren Bestand. Dies finde laut Martin Birner in der Region viel Anerkennung. Er dankte den Kunstvereins-Aktiven für ihre nie nachlassende Kreativität in der Programmgestaltung und ihren unermüdlichen Dauereinsatz, um das künstlerische Schaffen zu vernetzen und publikumswirksam darzustellen. „Wir wissen, was wir an unserem Kunstverein Unverdorben in Neunburg haben!“, wandte sich der Bürgermeister direkt an die Verantwortlichen. Und er zeigte sich recht zuversichtlich, was die Akzeptanz des Kunstherbst-Angebots anbelangt. Denn nach so vielen Wochen der Entbehrungen freuten sich die Menschen darauf, endlich wieder Kultur genießen zu können.

GEDANKEN DES KOORDINATORS KARL STUMPFI

Wir Programm-Macher vom Kunstverein Unverdorben haben, geprägt von den Erfahrungen des Corona-Jahres ’20, lange abgewartet und die pandemische Entwicklung beobachtet, bevor wir am 22. Juni aus der Deckung kamen, um das endgültige „GO“ für den Neunburger Kunstherbst ’21 zu geben. Einen Tag später, am 23. erschien im Feuilleton-Teil der überregionalen Tageszeitung „DIE WELT“ ein Kommentar von Manuel Brug – der renommierte Klassik-Experte schrieb folgendes:
Genießen wir diesen Festspielsommer, solange er hält! Noch kann das Publikum nach langer Durststrecke wieder so etwas Ähnliches wie Normalität erleben. Dieser Festivalsommer gibt jedoch kein Versprechen für den neuen, sicher noch von Corona bestimmten Kulturherbst. Außer, dass dieser gegenwärtig schon flächendeckend üppige Spielpläne bereithält. Wird das, kann das was werden? Die Frage der Normen kann selbst ein Virologe nicht beantworten. Alles ist im Fluss. Flexibilität muss sein, in einem Gewerbe, das früher vieles unverrückbar getaktet hatte. Und kommt überhaupt das Publikum zurück? Nur eines ist sicher: Einen normalen Kulturherbst wird es auch 2021 nicht geben. . .
Man hätte diese Lage-Einschätzung auch mit einem einzigen Satz auf den Punkt bringen können: Nur eines ist sicher: Nichts ist sicher! Dessen ungeachtet haben wir wieder die heiße Nadel ausgepackt, um jenes Kunstherbstprogramm zu stricken, das wir heute der Öffentlichkeit – vertreten durch die Medien – vorstellen können. Wir tun das alles nicht aus Ignoranz der Faktenlage, sondern weil wir gar nicht anders können. Wer sonst sollte in diesen unsicheren, instabilen Zeiten das Banner der Kultur voran tragen – Kultur, deren Systemrelevanz für uns unstreitig ist.
Wir starten diesen Neunburger Kunstherbst im Corona-Jahr II aber nicht im Alleingang. Wir konnten uns, wie schon in den acht Kunstherbst-Saisonen davor, der Unterstützung zuverlässiger und treuer Kooperationspartner versichern. Namentlich zu nennen sind hier die beiden Kirchengemeinden mit ihren Pfarrern Stefan Wagner und Gerhard Beck, aber auch das von uns sehr geschätzte Szenelokal in der Hauptstraße, die Alte Seilerei mit ihrem Wirt Alois Feldmeier. Neue, vielversprechende Kontakte entstehen zur Veranstaltungslokation Alte Glasschleife Untermurnthal der Familie Kopp-Marz und Kalligrafie-Künstler Johann Maierhofer. Unser Dank gilt nicht zuletzt auch der Kommune, die den Neunburger Kunstherbst seit Beginn im Jahr 2013 finanziell fördert und den Stadtwerken-Freizeit GmbH mit Hallenmanagerin Rosa Schafbauer für die allzeit unbürokratische Lösung jedweder organisatorischer Problemlagen.
So können wir ein weiteres Mal ein aus vorbildlichem Teamwork entstandenes Kunstherbst-Programm vorstellen, das insgesamt 14 Kultur-Ereignisse quer durch die Felder Bildende Kunst, Darstellende Kunst und Kleinkunst bietet. Ein „Nichts ist sicher“ kann und wird für uns nie eine Vorgabe unseres Planens und Handelns sein – wir halten es vielmehr mit den Worten Erich Kästners: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“.
Jetzt sind die Kulturinteressenten aus Stadt und Region am Zug, dieser bunten Programm-Offerte durch ihren – hoffentlich zahlreichen – Besuch zum Erfolg zu verhelfen.

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LogoKH
9. NEUNBURGER KUNSTHERBST: PROGRAMM-TABLEAU (Stand: 6.08.21),
WEITERE INFOS unter Menüpunkt „Neunburger Kunstherbst“ auf dieser Seite!

°Fr., 17. 09., 18 – ca. 21h: AHOJ-21-KUNSTAUSSTELLUNG – Vernissage; Fronfeste / Dauer bis Sonntag, 31. Oktober / Veranstalter: Kunstverein Unverdorben (KVU)
°So., 19. 09., 17h: PLATZKONZERT mit dem Reservistenmusikzug Oberpfalz im Burghof Neunburg; Veranstalter: KVU
°Sa., 25. 09., 19h: REGENSBURGER KULTURBÜHNE – Premiere: „Liebe Frau Nüsslan“; Alte Glasschleife / Veranstalter: Murnthaler Kultursommer, J. G. Maierhofer
°So., 26. 09., 17h: BENEFIZKONZERT „MUT“ mit Band „Voice & Chords“ u. a., Versöhnungskirche. / Veranstalter: Pfarrer Gerhard Beck, evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Neunburg
°Sa., 02. 10., 20h: BEETHOVEN-NACHT – Klassik-Galakonzert mit der Filharmonie Hradec Kralóvé, Solist Milan Pala (Violine); Schwarzachtalhalle / Veranstalter: KVU
°So., 10. 10., 16h: KIRCHENMUSIKALISCHE ANDACHT, Pfarrkirche St. Josef mit Gesang und Instrumentalmusik unter Leitung von Stefanie Heelein / Veranstalter: Orgelbauverein
°Fr., 15. 10., 20h: CHANSONS FÜR FEINSCHMECKER – Anja Killermann & Toby Mayerl inkl. „Esszimmer“-Menü; Schwarzachtalhalle / Veranstalter: KVU
°Sa., 16. 10., 20h: JUST ONE MORE live in der Alten Seilerei / Veranstalter: KVU
°Fr., 22. 10., 20h: LIEDERMACHER AUS FRANKEN Martin Rohr in der Alte Seilerei / Veranstalter: Alois Feldmeier
°Fr. 5. 11., 20h: TRIBUT AN FREDL FESL mit Gery Gerspitzer in der Alten Seilerei / Veranstalter: Alois Feldmeier
°Mo., 8. 11., 19h: BLAUER MONTAG mit dem Kleinkunst-Ensemble „Die 4 Unverdorbenen“ (Lesung & Musik „Auf den Hund gekommen“; Sporrersaal / Veranstalter: KVU
°Fr., 12. 11., 20h: d’ISARSCHIFFER, Kleinkunst in der Alten Seilerei Veranstalter: Alois Feldmeier
°Do., 18. 11., 16h: CAPTAIN SILBERZAHN, Familien-Musical; Schwarzachtalhalle / Veranstalter: Wacky Show
°So., 21. 11., 17h: ORGELKONZERT in der Pfarrkirche St. Josef; Solist: Prof. Steven Heelein; Veranstalter: Orgelbauverein
°Sa., 27. 11., 20h: RINGLSTETTER LIVE; Schwarzachtalhalle / Veranstalter: Jimbob Events/ AUSVERKAUFT! Interessenten können sich bei okticket.de mit E-Mail-Adresse auf die Warteliste setzen lassen.

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MEDIEN-ECHO

Bericht in der „Chamer Zeitung“ v. 18. August 2021 als PDF- und JPG-Datei:030_CHO_ZTG_00_180821ChamerZeitungKH21

Bericht in der Zeitung „Der Neue Tag“, Ausgabe SAD, v. 11. August 2021 als PDF-Datei u. Link zum Onetz:
KH21NThttps://www.onetz.de/oberpfalz/neunburg-vorm-wald/neunburger-kunstherbst-2021-nimmt-fahrt-id3297735.html

Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung, Ausgabe SAD, v. 11. August 2021 als PDF- und JPG-Datei:
PDFKunsth21MZ
11_Aug.STN1

Werbeanzeige im Oberpfalz-Kulturmagazin EXPULS, September/Oktober-Ausgabe: AnzeigeKH21expuls

Zusammenhalten

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