Hallenfoyer in Galerie verwandelt


Die Klasse 10c der Gregor-von-Scherr-Realschule Neunburg vorm Wald zeichnet eine landkreisweite Besonderheit aus. Sie darf die Ergebnisse ihres Lernprozesses und der Prüfungen einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Seit der Einführung der Wahlpflichtfächergruppe II-1b: Gestalterischer Bereich, ist es zur Tradition geworden, dass die Schüler ihre Werke im Foyer der Schwarzachtalhalle ausstellen. Den Aufbau sowie die Vernissage begleitete zum wiederholten Mal der Neunburger Kunstverein Unverdorben. Dessen 1. Vorsitzender Peter Wunder eröffnete den offiziellen Teil. „Wir Neunburger können stolz sein, eine solche Realschule zu haben, an der Kunst ein dartig gelebtes und praktiziertes Fach ist“, stellte er in seiner Grußbotschaft fest.
Den jungen Künstlern bescheinigte er, nicht nur Handwerkliches erlernt zu haben, sondern auch Gestalten, Gedanken und Ideen zu entwickeln, um diese in abstrakte Darstellungen umzusetzen. Dies sei etwas, was KI nicht könne. Sie könne zwar alles mögliche und unmögliche neu zusammensetzen, aber irgendwann müsse es von Menschen eingegeben worden sein. Deshalb sei Kunst nicht nur „nice zu have“ oder gar „brotlos“, sondern Teil eines kreativen Schaffens. Wunder ging die ausgestellten Werke kurz durch bis hin zum Surrealismus, dem Hauptthema dieser Epoche. Er erwähnte fünf Bilder zum Thema Frieden, die 2024 beim Wettbewerb der Firma „beraten und planen“, in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein, ausgezeichnet worden seien. Eigene Gedanken und Inspirationen seien hier beispielhaft verarbeitet und gestaltet worden seien. Die Stadt Neunburg könne stolz sein auf ihre Entwicklung zum Kunst- und Kulturzentrum. Damit verband er aber auch sein Anliegen, die Stadt möge Kunst und Kultur eine eigene Haushaltsnummer zuordnen und sie nicht „unter ferner liefen als Verein einzustufen“.
Stellvertretender Bürgermeister Harald Klatzka würdigte in seinem Grußwort dies Engagement für die Kunst: „Projekte dieser Art machen die Schule lebendig und zeigen, dass sie mehr sei als Unterrichtsstätte“. Die Schülerin Karolina Dietz fasste die vergangenen drei Jahre zusammen und listete eine Reihe gewonnener Wettbewerbe auf. Direktorin Diana Schmidberger erkärte, die Ausstellung sei bewusst chronologisch ausgerichtet. Sie bezog das sowohl auf die Bilder als auch auf die Objekte. Ihr Schlusswort lautete. „Die Welt braucht mehr Kunst, um die Situation zu ertragen“. Ralf Gohlke, MZ

