Vernissage der RS-Bilderausstellung im Hallenfoyer

Kunst und Kreativität als Anker in unruhiger Zeit

Schülerinnen und Schüler der "Kunst-Klasse 10 c" der Gregor-von-Scherr-Realschule präsentieren im Foyer der Schwarzachtalhalle ihre Werke. Fotos: Karl Stumpfi

Schülerinnen und Schüler der „Kunst-Klasse 10 c“ der Gregor-von-Scherr-Realschule präsentieren im Foyer der Schwarzachtalhalle ihre Werke. Fotos: Karl Stumpfi

Ehrengäste aus Politik und Schule sowie Schülereltern beim Rundgang durch die Ausstellung.

Ehrengäste aus Politik und Schule sowie Schülereltern beim Rundgang durch die Ausstellung.

Seit Mittwoch, 15. Mai 2024 ist das Foyer der Schwarzachtalhalle wieder in eine Bildergalerie umfunktioniert. Die Staatliche Gregor-von-Scherr-Realschule präsentiert gegenwärtig das Schaffen seines Kunstzweiges in den Schuljahren 2020 bis 2024. Die Vernissage ging im Beisein zahlreicher Vertreter der Öffentlichkeit und Schulfamilie über die Bühne.
Querschnitt der Projektarbeiten des RS-Kunstzweiges.

Querschnitt der Projektarbeiten des RS-Kunstzweiges.

„An der Gregor-von-Scherr-Realschule sollen sich Schüler, Lehrkräfte und Eltern als Schulfamilie wohl fühlen, sich mit ihren Stärken als auch ihren Schwächen in ihrer Vielfalt aufgehoben und angenommen fühlen“, lautet eine Passage aus dem Leitbild dieser Bildungseinrichtung in der Stadt Neunburg vorm Wald.
KVU-Vorsitzender Peter Wunder

KVU-Vorsitzender Peter Wunder

Und weiter: „In einer Atmosphäre von gegenseitiger Wertschätzung und Respekt will die Schulfamilie jedem Schüler und jeder Schülerin eine individuelle Schwerpunktsetzung zur Persönlichkeitsbildung ermöglichen. Dafür prüfen wir neue, innovative Ideen und halten an Bewährtem fest“. Bewährt hat sich in der Neunburger Realschule das Angebot einer „Wahlpflichtfächergruppe IIIb“ mit dem Schwerpunkt Musisch-gestalterischer Bereich und dem Profilfach Kunsterziehung. Begzüglich Zielgruppe richtet sich diese Wahlpflichtfächergruppe vor allem an Schülerinnen und Schüler, die Berufe im handwerklich gestalterischen Bereich ergreifen wollen. Die Wahlpflichtfächergruppe IIIb gilt auch eine gute Vorbereitung für die Berufliche Oberschule (FOS/BOS), insbesondere für der Bereich Gestaltung. Zu den Abschlussprüfungsfächer zählen Deutsch, Englisch, Mathematik II und Kunsterziehung.
1. Bürgermeister Martin Birner

1. Bürgermeister Martin Birner

Bevor im Monat Juni die heiße Phase mit den schriftlichen Abschlussprüfungen des Schuljahres 2023/24 beginnt, hatten die ersten Schüler bereits im Vorfeld praktische und mündliche Teile der Prüfung absolviert.
Im Fach Kunst wurde die praktische Prüfung abgelegt. Unter dem Motto „Alles wandelt sich – nichts vergeht“ mussten die Kunstabsolventen eine Physalis zuerst im Original zeichnen und dann als Metamorphose die Frucht in etwas Anderes verwandeln. Zum Abschluss fand am 15. Mai ab 18 Uhr im Foyer der Schwarzachtalhalle eine Vernissage der Kunstklasse 10 c statt, in der Kunstwerke der vergangenen vier Jahre ausgestellt werden. Die musikalische Umrahmung übernahm ein Realschüler-Trio bestehend aus den Vokalisten Sophie Janner und Petr Korda sowie Gitrarristin Lena Borowski. Fast schon einer alten Tradition folgend, übernahm der 1. Vorsitzende des Neunburger Kunstvereins Peter Wunder den rhetorischen Part der „Ausstellungs-Einführung“. Er hatte zuvor wiederum bei den Aufbauarbeiten im Hallenfoyer mit Hand angelegt. Grußworte ließen anschließend Stellvertretender Landrat Jakob Scharf, 1. Bürgermeister Martin Birner, Realschuldirektorin Diana Schmidberger und Kunsterzieherin Katharina Stang folgen.
Realschuldirektorin Diana Schmidberger

Realschuldirektorin Diana Schmidberger

Wie ein Roter Faden zog sich durch all diese Ausführungen, dass die Kunstausstellung der Gregor-von-Scherr-Realschule in bewegten und unruhigen Zeiten vonstatten gehe. Umso bedeutungsvoller erscheine deshalb die integrative Kraft der Kunst und Kreativität. Diese seien als verbindende Elemente über Landesgrenzen hinweg unverzichtbarer denn je geworden. Das Jahresmotto „Alles wandelt sich“ findet in der Strukturierung der ausgestellten Schülerarbeiten sichtbaren Ausdruck. In der Retrospektive der vergangenen vier Jahre ist die Schwerpunktsetzung auf Comics, perspektivischem Zeichnen und Malen, Bewegungsstudien bis hin zum Kubismus klar erkennbar, mithin die künstlerische Entwicklung der jungen Akteure von 2020 bis 2024 deutlich nachvollziehbar. So war es folgerichtig, den Reigen der Grußworte mit einer jungen Künstlerin aus der Wahlpflichtfächergruppe IIIb zu beschließen. Luisa Scharf bemühte dann keinen Geringeren als jenen Nobelpreisträger, welcher bekanntlich auch ein leidenschaftlicher Violinist war. Sie zitierte nämlich Albert Einstein mit den Worten: „Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt“.
Sie führten musikalisch durch die Vernissage (v. li.): Petr Korda, Sophie Janner und Lena Borowski. Sie führten musikalisch durch die Vernissage (v. li.): Petr Korda, Sophie Janner und Lena Borowski.kunst-logo-v2

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.