Die 13. Saison des Neunburger Kunstherbsts beginnt am Freitag, 12. September, 19.30 Uhr, mit einem wahren Orchester-Spektakel. 64 Instrumentalmusiker unter Leitung von Dirigent Desar Sulejmani, Solist Raimundo Luco (Gitarre) gastieren in der Schwarzachtalhalle unter dem Motto „Ostbayerisches Jugendsinfonieorchester goes Latin“.
Rhythmisches Orchester-Spektakel

Für dieses anspruchsvolle Programm, das den Einsatz eines verstärkten Percussion-Apparats erfordert, hat sich das OJO personelle Verstärkung geholt. Dank Kooperation mit dem Western Balkans Youth Orchestra werden auch junge Musikerinnen und Musiker aus Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien dem Klangkörper angehören. Drei Konzerte bilden den Abschluss des Sommerseminars 2025, das vom 8. Bis 14. Septemberin der Musikakademie Alteglofsheim stattfindet. Der Auftakt am 12. September in der Schwarzachtalhalle gibt gleichzeitig den Startschuss für den 13. Neunburger Kunstherbst.
Beim Blick auf die Programmfolge kommt dem Konzertgast einiges Spanisch vor. So erklingen eingangs bekannte Ohrwürmer aus den beiden „Carmen“-Suiten. Diese hat Ernest Guiraud, ein Freund des kurz nach Premiere verstorbenen Komponisten Bizet als „Best of“ arrangiert, darunter die Habanera der Titelheldin, das Auftrittslied des Toreros und der Zigeunertanz. Eine Erstaufführung in der Region dürfte das Concierto de Aranjuez mit Solist Raimundo Luco sein. Joaquin Rodrigo schrieb es 1939 als Konzert für klassische Solo-Gitarre und Orchester.
Der Komponist – er erblindete im Alter von drei Jahren – wollte Atmosphäre, Klänge und Düfte der königlichen Gärten bei Madrid einfangen. Der bekannteste und emotionalste Satz ist das Adagio: Tiefgründig und melancholisch, mit einer aussdruckstarken Melodie, die vom Englischhorn und der Gitarre in einem ausführlichen Dialog vorgetragen wird. Angeblich hat Rodrigo in diesem Satz persönliche Schicksalsschläge verarbeitet, wie den Tod seines ungeborenen Kindes. Das Concierto de Aranjuez hat die Gitarre als vollwertiges Soloinstrument im Konzertsaal etabliert. Es inspirierte Generationen von Musikern und fand Eingang in viele Flamenco- und Jazz-Interpretationen.
Auch die nachfolgenden Werke der Komponisten de Falla, Marquez, Prado und Piazzolla entfachen pure orchestrale Leidenschaft. Das Publikum geht mit auf eine musikalische Reise voller spanischer und lateinamerikanischer Rhythmen und Melodien. Der Eintritt zu diesem symphonischen Konzertabend ist frei, Spenden werden gerne entgegen genommen. Das Ostbayerische Jugendsinfonieorchester wurde 2006 als eingetragener Verein gegründet und hat seinen Sitz in Dingolfing. Es besteht aus 50 bis 60 Mitgliedern zwischen 14 und 27 Jahren, die ihre Freude an der Orchestermusik teilen. Sie treffen sich viermal im Jahr zu Probenwochenenden, an denen die Literatur in Orchester- und Satzproben mit dem künstlerischen Leiter Desar Sulejmani und professionellen Dozenten erarbeitet werden.
Zum Abschluss eines jeden Konzertjahres gibt es drei Gastauftritte in Niederbayern und Oberpfalz. Zum Repertoire gehören sinfonische Werke aus allen Epochen von der Klassik über die Moderne bis hin zur Filmmusik. Im Vorjahr geriet ein Presserezensent nach einer OJO-Performance ins Schwärmen: „In perfektem Wohlklang und Schwelgen bei den Streichern und Bläsern in Dvoraks 6. Sinfonie endete ein musikalischer Hochgenuss“.

„OJO goes Latin“ – das PROGRAMM:
George Bizet (1838–1875)
- Sinfonische Auszüge aus den „Carmen“-Suiten
Joaquin Rodrigo (1901–1999)
- Concierto de Aranjuez für Gitarre und Orchester
Manuel de Falla (1876–1946)
- Spanish Dance No. 1
- Ritual Fire Dance
Robert Sheldon (*1954)
- Danzas Cubanas
Astor Piazzolla (1921 – 1992)
- Orchestersuite aus der Oper „Maria de Buenos Aires“
Arturo Marquez (*1950)
- Danzon No. 2
Saaleinlass ab 19 Uhr, Beginn 19.30 Uhr. Eintritt frei, Spenden erwünscht.
************************************************
MEDIEN-ECHO
Bericht in de Mittelbayerischen Zeitung, Ausgabe SAD, v. 1. 09. 2025:

Bericht im Onetz/Der Neue Tag v. 1. September 2025:


