MusiTextical: Welt-Hit „Stille Nacht, Heilige Nacht“ wird geboren

Joseph Mohr & Franz Gruber-Story

Das MusiTextical „Stille Nacht – die Entstehung eines Liedes“ von Dr. Klaus Sauerbeck stimmt im ausklingenden 13. NEUNBURGER KUNSTHERBST am Freitag, 5. Dezember, 19.30 Uhr, in der Stadtpfarrkirche St. Josef (Alte Kirche) auf die kommende Weihnachtszeit ein. Seien Sie dabei bei der Geschichte der Entstehung des wohl schönsten Weihnachtsliedes der Welt, kombiniert – passend zu dessen weltweiter Verbreitung – mit internationaler Weihnachtsmusik. Gastgeber ist der Neunburger Kunstverein Unverdorben.

MusiTextical Erfinder Dr. Klaus Sauerbeck erzählt in der Rolle eines guten Freundes von Stille-Nacht-Dichter Joseph Mohr feinfühlig und empathisch die Entstehungsgeschichte von „Stille Nacht, heilige Nacht“– eine Geschichte voller Dramatik, Gefühl und Gottesglaube. Die Besucher des MusiTexticals erleben die bewegende Geschichte des Joseph Mohr, der, aus einfachsten Verhältnissen kommend, Geistlicher wird und sich rührend um die armen Menschen im Salzburger Land kümmert. Sie hören von verständnislosen Vorgesetzten, die Mohrs Mitmenschlichkeit stört. Sie lernen Maria, Anton und ihr „Kind der Schande“, wie der Ortspfarrer sich ausdrückt, kennen. Joseph Mohr nimmt sich dieses Kindes an und rettet einem anderen Kind das Leben.

Die Protagonisten des MusiTexticals: Erzähler Klaus Sauerbeck (li.) und Sänger Marc Charro.

Die Besucher erfahren die Geschichte einer kaputten Kirchenorgel, die dafür sorgt, dass die Botschaft von Gottes Liebe die Herzen neu erreicht. Und Alle erleben mit, wie Joseph zusammen mit seinem Freund Franz Gruber „Stille Nacht, heilige Nacht“ erschafft, das bekannteste und für viele Menschen schönste Weihnachtslied aller Zeiten. Sänger Marc Charro interpretiert mit einzigartiger Stimme internationale Christmas-Songs als Umrahmung für dieses Lied, das einen weltweiten Siegeszug antrat – im Jahr 1818 im kleinen Oberndorf im Salzburger Land. Lassen Sie sich beim Hören der Musik und der Texte mitnehmen in die Welt des Joseph Mohr und spüren Sie den Zauber von Weihnachten und den Frieden und die Freude der Heiligen Nacht!

°Eintritt: 15 €, Abendkasse ab 18.30 Uhr. Vorverkauf: 13 €, Büro- und Pressezentrum, Hauptstraße 50 / Buchhandlung am Tor, Hauptstraße 35. Achtung! Schüler, Studenten und Auszubildende haben an der Abendkasse freien Eintritt. Ausweis, Bescheinigungen usw. zur Einlasskontrolle bitte mitbringen!

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Kunstprojekt im evangelischen Kirchgarten mit Schülern

Erschütternder Friedens-Appell

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11. Neunburger Neujahrskonzert mit Traditionsorchester aus Böhmen

Das Westböhmische Symphonieorchester aus der Kurstadt Marienbad gestaltet zum zweiten Mal nach 2024 das Neunburger Neujahrskonzert in der Schwarzachtalhalle. Termin ist Samstag, 3. Januar ’26.

Huldigung an den „Walzerkönig“

Mit Strauß-Musik beschwingt ins neue Jahr 2026. Unter diesem Motto gastiert das Westböhmische Sinfonieorchester aus Marienbad am Samstag, 3. Januar, 19 Uhr, in der Schwarzachtalhalle. Gastgeber des 11. Neunburger Neujahrskonzerts ist der Kunstverein Unverdorben. Zur Programm-Präsentation im historischen Rathaus-Sitzungssaal konnte 1. Vorsitzender Peter Wunder neben 1. Bürgermeister Martin Birner auch dem aus dem tschechischen Kurort angereisten Dirigenten Jan Mikoláš willkommen heißen. 

Er steht am Dirigentenpult: Jan Mikoláš.

Die Marienbader Orchestertradition reicht bis ins Jahr 1821 zurück. Heute umfasst der Orchesterbetrieb Abonnement-Konzerte und Kolonnaden-Konzerte während der Kursaison im Sommer. Gastspiele führt den Klangkörper regelmäßig ins Ausland, bevorzugt ins benachbarte Deutschland. In Neunburg vorm Wald gastiert das Westböhmische Symphonieorchester bereits zum dritten Mal. Nach dem 9. Neujahrskonzert am 6 Januar 2024 übernahmen sie beim Allerseelen-Konzert am 2. November 2024 den Orchesterpart des Requiems von W. A. Mozart (mit dem Cerchovan Chor Domazlice) und führte Mozarts Konzert für Klarinette und Orchester auf.

Im Mittelpunkt des Programms am 3. Januar 2026 stehen Werke von Johann Strauß Sohn, dessen 200. Geburtstag die Musikwelt feiert. Der „Wiener Walzerkönig“ wird mit einer Auswahl seiner beliebtesten Ouvertüren, Operettenarien, Walzer, Polkas und Märschen vertreten sein. Der KVU Vorsitzende betonte einleitend, dass man bei diesem Konzert bewusst auf die „Leichte Muse“ setze. Um so mehr in schwierigen Zeiten, in denen sich gegenwärtig nicht nur Kunst und Kultur konfrontiert sehen. 1. Bürgermeister Martin Birner bezeichnete das Neujahrskonzert als erstes musikalisches Highlight im beginnenden Neunburger Veranstaltungsjahr. Er dankte dem Kunstverein Unverdorben für die organisatorische Arbeit im Vorfeld und die Kontaktaufnahme zum Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds. Auch das Stadtoberhaupt warb dafür, Konzertkarten als Weihnachtsgeschenke zu erwerben. „In hektischen Zeiten abschalten und Musik genießen“, so Birner wörtlich.

Vor 200 Jahren geboren: Komponist Johann Strauss (Gemälde von Eduard Gruetzner, Wien Museum).

STRAUSS-WALZER UND PERLEN DER OPERETTE

Dirigent Jan Mikoláš begann seine Ausführungen mit dem Hinweis, dass zurzeit nur eine vorläufige Spielfolge vorliegt und es noch kleine Änderungen geben könne. Als gesetzt bezeichnete er aber den für ein Neujahrskonzert unverzichtbaren Strauß-Walzer „An der schönen blauen Donau“ und als ultimative Zugabe der „Radetzky-Marsch“, den allerdings Johann Strauß Vater komponiert habe. Dazu kämen „Perlen der Operette“ auch hier mit Schwerpunkt auf Johann Strauß Sohn. Es werde aber auch sein Zeitgenosse Carl Zeller („Der Vogelhändler“) und Franz Lehár („Guiditta“) einen Platz im Neujahrskonzert-Programm haben ebenso wie Antonin Dvorák („Prager Walzer“) als böhmischer Komponist der Spätromantik.

Eva Štruplová (Sopran) singt Johann Strauß, Carl Zeller und Franz Lehár. Fotos: Jiří Pužej

Mit der tschechischen Sopranistin Eva Štruplová aus Kutna Horá (Kuttenberg) konnte laut Mikoláš eine ideale Besetzung als Gesangsolisten realisiert werden. Sie studierte am Staatlichen Konservatorium und an der Akademie für Darstellende Künste Prag, sie  ist Preisträgerin von mehreren internationalen Gesangwettbewerben teil und wurde als Sopran-Solistin an das Südböhmische Theater Budweis engagiert. In der Pfalzgrafenstadt wird die Sängerin mit den beiden Adele-Arien „Mein Herr Marquis“ und „Spiel ich die Unschuld vom Lande“ aus der Operette „Die Fledermaus“ zu hören sein. Aus der Operette „Eine Nacht in Venedig“ singt sie die Arie der Annina „Frutti di Mare“. Von Carl Zeller interpretiert die Sopranistin die bekannte Arie „Ich bin die Christl von der Post“. Zudem übernimmt sie den Vokalpart im Walzer „Frühlingstimmen“ von Johann Strauß.

Dass der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds das 11. Neunburger Neujahrskonzert fördert, ist laut Kulturbeauftragtem Karl Stumpfi an eine Maßgabe geknüpft: Das „Musikerlebnis“ Live-Konzert muss von einer „pägogischen Jugendbetreuung“ begleitet werden. Dabei kooperiere der Kunstverein mit dem Ortenburg-Gymnasium und der Gregor-von-Scherr-Realschule. Jugendliche können als Zuhörer bei der Akustikprobe des Orchesters dabei sein. Anschließend erläutert der Dirigent, auf was es beim Führen eines Klangkörpers ankommt und stellt sich auch Schülerfragen. Stumpfi ist für ein kurzes „musikhistorisches Briefing“ zuständig. Er wird u. a. die Aufmerksamkeit der jungen Zuhörer auf das Multi-Talent Johann Strauß lenken. Der Wiener war nicht nur  genialer Erfinder von rund 1500 Walzerthemen und begnadeter Entertainer, sondern einer der ersten Musik-Weltstars mit Tourneen in den USA und Russland. Außerdem bewies er ausgeprägten Geschäftsinn und machte die Tantiemen als Einnahmequelle für Musiker gesellschaftsfähig.

Sie werben für das 11. Neunburger Neujahrskonzert (v. li.): Karl Stumpfi, Dana Ettl, Dirigent Jan Mikoláš, Peter Wunder, Bürgermeister Martin Birner und Rosa Schafbauer. Foto: Edgar Pielmeier, MZ

Der Kartenvorverkauf für das Neujahrskonzert hat bereits begonnen. Tickets für 40 € / 35 € / 30 € sind in der VVK-Stelle Büro- und Pressezentrum, Hauptstraße 50, erhältlich. Karten können auch über e-Mail (schafbauerrosa@gmail.com) oder telefonisch (09672/3435) geordert werden. Die Abendkasse im Hallenfoyer öffnet am 3. Januar um 18 Uhr. Schüler, Studenten und Auszubildende haben an der Abendkasse freien Eintritt. Ausweis mitbringen!

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Endspurt im 13. NEUNBURGER KUNSTHERBST!

Von „Traditional Jazz“ über „Blauer Montag“ bis zur Einstimmung auf das Weihnachtsfest

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15. November: Traditioneller Jazz im Schlosssaal

Der Jazzer Jonas Sorgenfrei (32) präsentiert sein aktuelles Projekt „Invites“. Foto: Dirk Baierlipp

Sorgenfrei, Graf & Zambito gastieren

Im Rahmen des 13. Neunburger Kunstherbsts und auf Einladung der Freunde der Kunst Oberviechtach gastiert der gebürtige Neunburger Jazz Schlagzeuger Jonas Sorgenfrei, Komponist und Bandleader am Samstag, 15. November, 19.30 Uhr, im historischen Schlosssaal des Schwarzachtaler Heimatmuseums. Das geht aus einer Pressemitteilung der Freunde der Kunst Oberviechtach hervor. Mit seinem Projekt „Jonas Sorgenfrei Invites“ präsentiert der 32-Jährige mit dem Münchner Pianisten Luca Zambito und dem in der Nürnberger Jazzszene verankerten Bassisten Moritz Graf musikalische Höhepunkte aus der Ära des „Traditionellen Jazz Trios“ in den 1940er und 1950er Jahren. Songs der damaligen Jazz-Größen kommen dabei zur Geltung. Eine Vorstellung der damaligen Jazzmusik steht im Mittelpunkt des Konzertabends. Eintrittskarten kosten 15 Euro und sind ab 19 Uhr an Abendkasse erhältlich.

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26. Januar 2026: „Kaffeehaus-G’schichten“ 2.0

Die Vier Unverdorbenen v. li. Franz Schöberl, Jürgen Zach, Klaus Götze und Karl Stumpfi machen am 26. Januar den „Sporrer“ ein weiteres Mal zu einem Alt-Wiener Kaffeehaus…
Foto: Christina Ziereis

Blauer Montag geht in die Verlängerung…

Der Blaue Montag mit dem Kleinkunst-Ensemble „Die Vier Unverdorbenen“ – seit dem ersten Neunburger Kunstherbst 2013 auf dem Programm – hat sich zum echten „Renner“ entwickelt. Das neue Programm der Musikalischen Lesung „Kaffeehaus-G’schichten“ ist wieder sehr gefragt und der Blaue Montag am 24. November 2025, 19 Uhr, im Sporrersaal inzwischern schon restlos ausgebucht. Deshalb gibt es am 26. Januar 2026, 19 Uhr, im selben Lokal eine weitere Vorstellung. Der Vorkauf (10 €) startet am 1. Dezember im Büro- und Pressezentrum.

Der Abend bietet einen sowohl kulturgeschichtlich interessanten als auch literarisch-musikalisch unterhaltsamen Exkurs durch die Epochen. Texte von Friedrich Torberg, Alfred Polgar, Peter Altenberg, André Heller u. a. werden begleitet von „Ohrwürmern“ der Liedermacher und Gruppen wie Georg Danzer, Peter Cornelius, Trio Wien und LaBrassBanda. Als Sahnehäubchen auf dieser Melange gibt’s wieder ein Intermezzo mit satirischen Neunburger G`stanzln. Übrigens: In Geschenkpapier eingepackte Blaue-Montag-Tickets unterm Christbaum garantieren eine „schöne Bescherung“!

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Termin-Absage: Heute Abend keine „Wasserwelten“!

Multivisionsschau verschoben

Fotograf Josef Merkl, Zangenstein.

Die Multivisionsschau „Wasserwelten“ von Fotograf Josef Merkl, Zangenstein, kann aus organisatorischen Gründen nicht wie, im Kunstherbstprogramm angekündigt, heute Freitag, 7. November, 19 Uhr, in der Spitalkirche stattfinden. Die Veranstaltung muss auf einen späteren Zeitpunkt, voraussichtlich im Frühjahr 2026, verlegt werden. Dies geht aus einer Presseverlautbarung des Neunburger Kunstvereins Unverdorben hervor.

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Ensemble Sine Nomine gestaltet Jubiläumskonzert

Das Oberpfälzer Männerensemble Sine Nomine blickt auf sein zehnjähriges Bestehen zurück und lädt am Samstag, 8. November zu einem zweiteiligen Jubiläumskonzert in die Stadtpfarrkirche St. Josef und anschließend ins Pfarrheim St. Georg ein. Foto: Patrick Ehrich

Lieder über Gott und die Welt

Für Freunde der A-capella-Chormusik hält das Programm des 13. Neunburger Kunstherbst einen echten Hörgenuss bereit: Die neun Männerstimmen um ihren Leiter Alexander Lottner präsentieren am 8. November ab 19 Uhr anlässlich des zehnjährigen Bestehens ein Jubiläumskonzert unter dem Motto „Lieder über Gott und die Welt“. Dazu hat das Ensemble ein besonderes Format ausgewählt – ein Konzert, das an einem Abend an zwei Veranstaltungsorten über die Bühne gehen wird.

Allgemeiner Schwerpunkt der Gesangsliteratur für Sine Nomine ist die geistliche Chormusik, das Ensemble verfügt aber auch über eine Vielzahl von weltlichem Liedgut. Die katholische Stadtpfarrkirche St. Josef bietet den würdigen Rahmen für den ersten Teil mit Schwerpunkt geistliche Lieder alter Meister, wie Georg Friedrich Händel, Orlando di Lasso und Anton Bruckner (vierstimmige Motette „Locus iste“). Aber auch moderne Kompositionen von Franz Biebl (doppelchöriges „Ave Maria“), David Hamilton und Ola Gjeilo werden aufgeführt. Die Mehrzahl dieser geistlichen Lieder hat das Ensemble über die vergangenen Jahre fest in ihr Repertoire aufgenommen. Einige neue Lieder wurden extra für das Jubiläumskonzert von Sine Nomine einstudiert.

Für den zweiten, den weltlichen Teil folgt ein Lokalwechsel. Im Pfarrheim St. Georg warten die Sänger mit traditionellen, modernen, aber auch humoristischen Liedern, teils mit Klavierbegleitung auf. Zu hören sind unter anderem Swing the Prelude, das Bayernlied und der Donaustrudel. Am Ende des Konzerts hält das Ensemble mit dem bekannten Klassiker von Billy Joel „And so it goes“ (ein Arrangment von Patrick Ehrich) sozusagen eine musikalische Rückschau. In der Pause lädt der Neunburger Orgelbauverein im Pfarrsaal zu Speisen und Getränken ein. Der Eintritt zum Jubiläumskonzert ist frei, Spenden werden gerne angenommen.

OHNE NAMEN UND OHNE KAPELLE

Das vor zehn Jahren gegründete Oberpfälzer Ensemble besteht aus ausgebildeten Sängern vorwiegend aus dem Landkreis Schwandorf und tritt ohne „Kapelle“, also als A-capella Ensemble auf. Noch aktive Gründungsmitglieder sind Alexander Lottner (Neunburg vorm Wald) und Bernd Gaisa (Heselbach).

Sine Nomine-Konzert in der evangelisch-lutherischen Erlöserkirche Schwandorf.

Sine Nomine, das Ensemble ohne Namen, grenzt sich bewusst von einem klassischen Männerchor oder -gesangsverein ab, weswegen die Ensemblegröße bewusst auf acht bis zehn Sänger begrenzt ist. Somit sind alle Stimmlagen von Tenor1, Tenor 2, Bariton und Bass mit jeweils zwei Sängern besetzt. Deshalb können auch über die klassischen vierstimmigen Lieder hinaus, fünf- bis achtstimmige Lieder aufgeführt werden. Die meisten Sänger sind ehemaligen Regensburger Domspatzen. Dies war und ist allerdings kein „Muss“ für eine Aufnahme ins Ensemble.

 „Wichtig ist es uns die Freude am Singen zu behalten und somit auch in unseren Auftritten an unser Publikum weiterzugeben“, betont der Ensemble-Leiter Alexander Lottner. Der Probenort ist Wackersdorf, wo sich die Ensemblemitglieder einmal Monat zu Proben treffen. Auftritte absolvierte Sine Nomine in den vergangenen zehn Jahren in der gesamten Oberpfalz, z. B. auf Weihnachtsmärken, zu Gottesdiensten und Maiandachten oder im Rahmen von Advents-, Weihnachts- und Passionskonzerten. Konzertorte waren Schwandorf, Neunburg, Weiding, Nittenau, Waldmünchen, Wackersdorf, Ensdorf, Guteneck u. a.

Sine Nomine bei einem Auftritt in der Spitalkirche während der Nacht der offenen Kirchentüren im 12. Neunburger Kunstherbst 2024. Foto: Karl Stumpfi

Ensemble-Mitglieder von Sine Nomine

Tenor
Alexander Lottner (Leitung)

Florian Weindler 
Patrick Ehrich (Klavier)
Rudolf Mandl
Uwe Jäger

Bariton/Bass
Bernd Gaisa
Clemens Reimer (Orgel)
Franz Weindler
Anton Seilbeck

Weitere Informationen zum Ensemble:  

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VIDEO-CLIP: Sine Nomine live im Neunburger Kunstherbst 2022

https://photos.google.com/photo/AF1QipMQYNJ2CNssDQxOuYlgJYI9zV3MO9ugW6CqLtG3

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„Elvis und die BRAVO“ ließ Senioren wieder jung werden…

Sie drückten der Elvis-Nacht im Schlosssaal ihren Stempel auf: Sänger Marc Charro und Rezitator Dr. Klaus Sauerbeck. Fotos: Karl Stumpfi und Josef Egartner

MusiTextical begeistert Alt-Rocker

An diesem Abend werde der alt-ehrwürdige Schlosssaal mit hier eher ungewohnten, weil rockigen Klängen ausgefüllt und zum Vibrieren gebracht werden. Mit diesen Worten kündigte der 2. Vorsitzende des Kunstvereins und Programm-Koordinator Karl Stumpfi das Gastspiel des Duos Marc Charro & Klaus Sauerbeck an. Nach der Premiere am 18. Oktober in Burglengenfeld ging das neue MusiTextical „Elvis und die BRAVO“ im Rahmen des 13. Neunburger Kunstherbsts über die Bühne.

Fast ein halbes Jahrhundert ist vergangen. Am 16. August 1977 – „Dieses Datum hat sich eingebrannt“, so der KVU-Repräsentant – erlag der „King of Rock ’n‘ Roll“, erst 42 Jahre alt, in Memphis/Tennessee einem akuten Herzversagen und trat für immer aus dem Rampenlicht. Doch mit seiner vitalen und emotionalen Musik gibt er bis heute immer wieder kraftvolle Lebenszeichen. Weniger bekannt, so Stumpfi, sei sein anderes Datum: 5. Febuar 1960. „An diesem Tag ist der US-Soldat Elvis Presley der Stadt Neunburg vorm Wald schon einmal sehr nahe gekommen“, blendete er zurück. Während eines Manövers tauchte Elvis, rund 40 Kilometer Luftlinie entfernt, in Hirschau auf und kehrte dort im Gasthaus „Zum Goldenen Lamm“ ein.

Eine umfangreiche Bildergalerie mit Elvis-Titelseiten der BRAVO aus den 50er-, 60er- und 70er-Jahren empfing am Abend des 25. Okober die Konzertbesucher in der „Lobby“ des historischen Schlosssaals. Eine geniale Einstimmung auf die kommenden zwei Stunden eines großartigen Throw-backs in die Goldene Ära des „Kings“ of Rock ’n‘ Roll“. Der MusiTextical-Erfinder Dr. Klaus Sauerbeck und Sänger Marc Charro, als einer der besten Elvis-Interpreten Deutschlands, holten die Ikone mit einem Potpourri der größten Hits, garniert mit vielen Background-Infos, wieder „on stage“. Der Burglengenfelder Autor warf sich dazu in die Reporter-Schale und mimte den BRAVO-Journalisten Thomas Beyl. Dieser führte zahlreiche Interviews mit dem Superstar und dessen Recherchen bildeten die Grundlage für viele Geschichten und Anekdoten, welche wiederum spezielle und geradezu intime Einblicke in Elvis Presleys Gefühls- und Gedankenwelt vermittelten. Kein Medium aus dieser Zeit berichtete so positiv über den Künstler und Menschen, BRAVO sah sich sozusagen als Bollwerk gegen viele durch die Gazetten schwirrenden Unwahrheiten, Sticheleien und Desinformations-Kampagnen. Der „King“ belohnte dieses wohlwollende Verhalten, die Kontakte zwischen dem Jugendmagazin und dem Superstar verdichteten sich und mündeten in eine wahre Love-Story. Dies dokumentierte Klaus Sauerbeck alias Thomas Beyl mit Kopien von handgeschriebenen Briefen, die Elvis an die BRAVO-Redaktion adressierte.

Musikalisch war Marc Charro als Elvis-Double ein kongenialer Partner des Rezitators. Sogar der berühmte Elvis-Move ist bei ihm eingepreist. Volle Energie, Intensität und Emotionalität packte er in seine Cover-Versionen nicht nur der „Smash Hits“, sondern auch vieler Raritäten aus dem Presley-Repertoire. Beginnend vom ersten Nummer-1-Song „I forget to remember to forget you“ in lokalen Sendern (1955) und Heartbreak Hotel (1956) in den internationalen Charts. Als am 12. August 1977 eine BRAVO-Reportage über das neueste Studioalbum „Moody Blue“ erschien, ahnte noch niemand, was vier Tage später zur traurigen Gewissheit wurde. „Elvis Presley, der King of Rock ’n‘ Roll, ist tot!“, meldeten die Nachrichtenagenturen am 16. August 1977. Bewusst setzten Charro & Sauerbeck einen Song aus dieser letzten Produktion an das Ende der Playlist: „She thinks, I still care“. Es war auch das Lieblingslied des BRAVO-Reporters Thomas Beyl…

Selbstverständlich durften die Protagonisten des Abends das Feld nicht ohne Zugaben räumen. „Wooden Heart“ war so gut wie gesetzt. Dieses Lied aus dem Film „G. I. Blues“ (1960) ist eine Adaption des alten schwäbischen Volkslieds „Muss i denn zum Städtele hinaus“. Elvis singt darin den Großteil auf Englisch, verwendet aber den bekannten Refrain des Volkslieds im Original und schwäbischem Dialekt: „Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus. Und du, mein Schatz bleibst hier“. Nach dem beifallsumrauschten Finale des neuen MusiTexticals mussten Sänger Charro und Erzähler Sauerbeck zwar selber wieder zum „Städtele Neunburg“ hinaus, doch die Worte des 2. KVU-Vorsitzenden bei dessen Einleitung hatten sich an diesem Abend im historischen Schlosssaal bestätigt: „Wir können sicher sein, heute wird der „King“ endlich ganz in Neunburg ankommen!“

Für den Kunstverein bedankte sich 2. Vorsitzender Karl Stumpfi bei den Akteuren für eine eindrucksvolle Elvis-Nacht in Neunburg.

Das geradezu euphorische Publikumsecho fand noch Tage nach dem Konzert seinen Widerhall in den Sozialen Netzwerken. So schwärmte Josef Egartner in einem Facebook-Post unter anderem: „Wir waren dabei – ein unvergesslicher Abend in Neunburg vorm Wald! Klaus Sauerbeck entführte uns mit Witz, Charme und viel Herzblut in eine Zeit, in der Elvis Presley die Welt eroberte und die BRAVO zum Spachrohr der jungen Generation wurden. Seine Geschichten waren spannend, informativ und detailreich. Marc Charro brachte mit seiner großartigen Stimme den „King“ zum Leben – jedes Lied ein Volltreffer, jedes Stück pure Gänsehaut! Der Funke sprang sofort aufs Publikum über, und am Ende hielt es niemanden mehr auf den Sitzen! Es war ein Abend voller Musik, Nostalgie und Emotion – perfekt inszeniert, wunderbar präsentiert und zurecht mit viel Applaus gefeiert“.

Beste Werbung für ein weiteres Gastspiel des Erfolgsdoppels Charro & Sauerbeck, welches noch auf dem Spielplan des laufenden 13. Neunburger Kunstherbsts steht. Am Freitag, 5. Dezember, 19.30 Uhr, präsentieren sie das MusiTextical „Stille Nacht – Geschichte eines Liedes“ in der Stadtpfarrkirche St. Josef. Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen. Tickets gibt’s für 13 Euro im Büro- und Pressezentrum, Hauptstraße 50, und in der Buchhandlung am Tor, Hauptstraße 35. An der Abendkasse (ab 18.30 Uhr, Eingang Alte Kirche) kostet die Eintrittskarte 15 Euro.

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VIDEO-CLIP: „I need your love tonight“ (Marc Charro & Klaus Sauerbeck in Neunburg v. W.)

https://photos.app.goo.gl/Dy9xTagJnTChzuWV6

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Mitreißend: „Singende Klarinetten“ aus der Goldenen Stadt!

Cross-over von Oper bis Klezmer

„Noch auf der Heimfahrt waren wir immer noch so beschwingt wie über das ganze wunderbare Konzert“, schwärmte ein Ehepaar aus dem Nachbarlandkreis Cham – und das hatte den Weg zum historischen Schlosssaal Neunburger bestimmt nicht bereut. Denn dort gab es ein nicht alltägliches Instrumental-Setting zu bestaunen: Vier Damen, vier Klarinetten! Cantarina Clarinete Prag – ein gelungener Coup, der dem Kunstverein Unverdorben am Kirchweihsamstag, 18. Oktober im Rahmen des laufenden 13. Neunburger Kunstherbst gelungen war…

Das Quartett aus der Goldenen Stadt mit Hana Bahniková (Gesang/Klarinette), Jana Cernohouzová (Klarinette), Jana Lahodná (Klarinette) und Vera Kestránková (Bassklarinette) führten ein polyglottes Crossover-Programm aus der Alten und der Neuen Welt mit in ihrem Gepäck. Heißes südländisches Temperament entfachte schon der Auftakt mit dem Opernklassiker „Carmen“ von Georges Bizet mit der Ouvertüre (arrangiert von David Silva Monje) und die Aragonaise (arrangiert von Marco Mazzini). Nach der Humoreske, ein „Ohrwurm“ des böhmischen Spätromantikers Antonin Dvorák, folgten zwei Klassiker der Moderne: Drei rumänische Volkstänze von Bela Bartok und die „Brazileira“ aus der Scaramouche-Suite von Darius Milhaud. Zum Abschluss des ersten Konzertteils tauchten die „Singenden Klarinetten“ in die Welt des Musicals ein. Und Hana Bahniková als Solo-Vokalistin legte Ehre für den Gruppennamen ein, als sie den Welt-Hit „Memory“ aus Andrew Lloyd-Webbers „Cat“ stimmlich souverän gestaltete. Danach schickte ein vor Lebenslust schier überbordendes „America“ aus der West Side Story von Leonhard Bernstein die Zuhörerschaft in die Pause.

Im zweiten Programmteil dieses lange noch nachhallenden Konzertabends wandte sich das Damen-Quartett den Sparten Pop und Latin zu, jazzte das Stimmungsbarometer im Schlosssaal hoch und schlug den Bogen zu Klezmer. Der im Nachbarland populäre zeitgenössische Komponist Jaroslav Jezek war auf der Play-List mit zwei Swing-Titeln – „Carioca“ und Bugatti Step (arrangiert von Petr Kaspar) vertreten. Die rhythmische Parforce-Jagd ging weiter mit „Lebedik un Freylach“, „Rebn’s Tanz“ und „Freylacher Bulgar“ aus dem Klezmer-Triptychon von Mike Curtis. Beim Leonard Cohen-Klassiker „Halleluja“ (arrangiert von Vera Kestránková) überzeugte auch der chorische Einsatz der Cantarina Clarinete. Zum finalen Höhepunkt dieser temparamentvollen Cross-over-Tour durch die Musikepochen zogen die Klarinetten-Damen nochmals zwei Trümpfe mit „Somewhere over the Rainbow“ (arrangiert von Zdenek Novák) und „Libertango“ von Astor Piazzola (arrangiert von Guido Arbonelli).

KVU-Vorsitzender Peter Wunder dankte „Cantarina Clarinete Prag“ für tolle Konzert-Eindrücke. Fotos: Karl Stumpfi, Eva Willert

Der Schlussbeifall steigerte sich zu einem nicht mehr enden wollenden Jubel-Orkan. Dieser zwang die „Singenden Klarinetten“ noch zu zwei Zugaben auf die Bühne. Hana, Vera und die beiden Janas nutzten das gerne, um dem Wiener Walzerkönig Johann Strauß zum 200. Geburtstag zu huldigen – mit der „Tritsch Tratsch Polka“ und „Perpetuum mobile“. KVU-Vorsitzender Peter Wunder überraschte die Musikerinnen mit „Kunstverein Unverdorben“-Rebensaft und machte schon den Mund wäßrig für den nächsten Musik-Import aus der Tschechischen Republik: Am Samstag, 3. Januar 2026 gastiert das Westböhmische Symphonieorchester beim 11. Neunburger Neujahrskonzert mit einem Johann-Strauß-Jubiläumsprogramm in der Schwarzachtalhalle.

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VIDEOCLIP: „Somewhere over the Rainbow“ (Cantarina Clarinete Prag in Neunburg v. W.)

https://photos.app.goo.gl/A8h8zY4c9XdtXcmHA

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