TERMIN!!! 8. JULI: Mitgliederversammlung in Pissau

Vorstandswahl beim Kunstverein

Eine ordentliche Mitgliederversammlung des gemeinnützigen Neunburger Kunstvereins Unverdorben e. V. mit Neuwahlen des Vorstandes findet am Dienstag, 8. Juli 2025, 19:00 Uhr, im Gasthaus Ettl, Pissau, statt. Auf der Tagesordnung stehen folgende Punkte:
1. Eröffnung und Begrüßung
2. Bildung eines Wahlausschusses
3. Berichte und Entlastung des Vorstandes
• Bericht des 1. Vorsitzenden
• Bericht des Schatzmeisters
• Bericht der Kassenprüfer
• Aussprache zu den Berichten
• Entlastung der Vorstandschaft
4. Wahlen
• Wahl der Mitglieder des Vorstandes
• Wahl von 2 Kassenprüfern
5. Vorhaben und Konzept 2025
6. Wünsche, Anträge, Sonstiges
Zur Stärkung gibt es für alle Teilnehmer eine Runde Leberkas-Semmeln und ein Getränk.
Wir bitten um rege Teilnahme und würden uns freuen, Euch alle persönlich begrüßen zu können.

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Vernissage ’25 der Gregor-von-Scherr-Realschule

„Kunst kann niemals falsch sein“

Für den Kunstzweig der Gregor-von-Scherr-Realschule präsentierte Victoria Fink de Leon (Klasse 10 c) die diesjährige Ausstellung in der Schwarzachtalhalle. Fotos: K. Stumpfi
Für den Kunstzweig der Gregor-von-Scherr-Realschule Neunburg vorm Wald präsentierte Victoria Fink de Leon (Klasse 10 c) die Schülerarbeiten im Foyer der Schwarzachtalhalle. Fotos: K. Stumpfi, KVU

Gemälde, Collagen, Grafiken und Skulpturen ziehen die Blicke der Besucher im Neunburger „Musentempel“ magnetisch an. Geschaffen haben sie 14 Schülerinnen und ein Schüler des Kunstzweiges der Staatlichen Gregor-von-Scherr-Realschule. Die Gäste im Foyer der Schwarzachtalhalle zeigten sich stark beeindruckt von dieser Leistungsschau der Kreativität.

Auf den Punkt brachte es der 1. Vorsitzende des Neunburger Kunstvereins Unverdorben e. V., Peter Wunder, als er auf Bitte der Realschuldirektorin Diana Schmidberger am 4. Juni die Vernissage eröffnete: „Gerade mit euren Kunstwerken habt ihr gezeigt, dass ihr nicht nur kreativ seid und euch mit abstrakten Themen auseinandersetzen könnt. Ihr seid auch ehrgeizig und leistungsbereit. Bleibt so und schaut nach vorne. Bleibt zuversichtlich, seid gespannt auf die Zukunft und engagiert euch, wo es euch gefällt.“ Aus seiner Sicht gingen die jungen Absolventen gut gerüstet ins Berufsleben hinaus. Nicht zuletzt dank einer hervorragenden kunsterzieherischen Arbeit, welche in der Neunburger Realschule unter Diana Schmidbergers Leitung geleistet werde. Dies sei erfreulicherweise im Vorjahr durch den Jugend-Kulturförderpreis des Bezirks Oberpfalz für das Projekt „LAND-ART international“ anerkannt und gewürdigt worden. Dasselbe gelte übrigens auch für den Kunstverein Unverdorben – Oberpfälzer Kulturpreisträger 2024 für „Grenzüberschreitende Kultur-Kooperationen“, mit immerhin 40 Projekten innerhalb von zwölf Jahren. „Neunburg hat im weiten Umfeld kulturell einen guten Ruf und den gilt es weiter zu fördern und zu erhalten“, betonte Peter Wunder – und verband dies mit einem Appell an den anwesenden 1. Bürgermeister Martin Birner: „Dazu brauchen wir weiter die Hilfe der Stadt!“

Ausgestellt wurden im Foyer der Schwarzachtalhalle Kunstwerke aus den zurückliegenden vier Schuljahren des Kunstzweiges, zuletzt pädagogisch betreut und begleitet von Kunstlehrerin Susanne Pauli. Der KVU-Vorsitzende hob besonders die „künstlerische Vielfalt und großartige Ausgestaltung“ hervor und zollte den jungen Kunstschaffenden hierfür höchsten Respekt. Die bunte Ausstellungspalette umfasst Collagen zu berühmten Personen, Detailstudien zu diversen Themen, Filigran-Zeichnungen und expressionistische Malerei. Sogar Schuhe aus dem Schrank der Schuldirektorin wurden zu Objekten dieses Kreativitätsprozesses.

Eröffnung der Vernissage durch KVU-Vorsitzenden Peter Wunder (re.) in Anwesenheit der 15 Jungkünstlerinnen aus der Klasse 10 c und Kunstlehrerin Susanne Pauli (li.)

Mit einem gleichermaßen tiefschürfenden wie aufrüttelnden Plädoyer für die „lebensnotwendige Kunst“ startete Victoria Fink de Leon als Sprecherin des Kunstzweiges ihre Ausstellungs-Präsentation. Energisch widersprach sie der Behauptung mancher Menschen, dass Kunst eben nicht lebensnotwendig sei: „Wir brauchen Wasser, Essen, Sonne. Ja, das alles brauchen wir, um zu überleben. Aber ist Überleben wirklich genug?“ Die Schülerin verwies auf den Sauerstoff, welcher zwar unsichtbar, dennoch lebenswichtig sei. So auch Kunst. Die sei nicht immer greifbar, nicht messbar, aber unverzichtbar für echtes, lebendiges Leben. Kunst, das sei mehr als Bilder oder Skulpturen – „Sie ist eine Sprache ohne Worte, ein Spiegel unserer Seele. In ihr zeigen sich unsere tiefsten Gefühle, Gedanken und Träume, manchmal auch unsere Ängste und Widersprüche.“ Eine Welt ohne Kunst wäre grau, keine Emotionen, keine Tiefe, kein Ausdruck. Denn Kunst begegne den Menschen überall – in den Farben, in der Musik, in Geschichten, in der Raumgestaltung. „Kunst ist nicht nur in Museen, sie ist in uns“, so Victoria Fink de Leon, „und genau deshalb kann Kunst niemals falsch sein. Weil sie persönlich ist, weil sie echt ist, weil sie zeigt, was Worte nicht sagen können, weil sie Fragen stellt, weil sie Reaktionen auslöst.“ Aber auch das macht die Kunst nach Darstellung der Sprecherin aus: sie fordert uns heraus, sie provoziert, sie lässt uns staunen und hinterfragen. Das Resümmee: Kunst sei unverzichtbarer Teil unseres Lebens, „denn sie lässt uns wachsen, fühlen, verstehen. Sie gibt unserer Seele eine Stimme und unserem Leben Farbe“.
Abschließend lud Victoria Fink de Leon die Gäste der Vernissage dazu ein, mit offenen Augen und Herzen durch diese Ausstellung zu gehen.

Das Instrumental-Trio (v. li.) Hannah Schöberl, Karolin Mages und Sonja Reitinger umrahmte die Vernissage im Hallenfoyer mit Pop-Klassikern musikalisch.
Was ist Kunst? Die Besucher durften ihre Antworten auf die Plakatwand schreiben.
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Fast 800 Karten gingen weg wie warme Semmeln!

Musical „Winnie“ ist ausverkauft

Am Weltkindertag, Samstag, 20. September 2025, wird in der Schwarzachtalhalle Stefanie Heeleins Afrika-Musical „Winnie – Vom Waisenkind zur Hoffnungsträgerin“
mit rund 200 Mitwirkenden uraufgeführt. Am 1. Februar wurde der
Kartenvorverkauf für dieses Premium-Event im 13. Neunburger Kunstherbst 
gestartet. Die Kartenpreise betragen 20 Euro für Erwachsene, 5 Euro für
Kinder bis 12 Jahren. Es setzte ein enormer Ansturm auf das
Kartenkontingent (785 Plätze) ein. Rund vier Monate vor der Aufführung
meldet der Veranstalter, dass die Weltpremiere restlaus ausverkauft ist. Der Kartenvorverkauf muss eingestellt werden. Eine Wiederholung des Afrika-Musicals im Kunstherbst ’25 ist leider nicht realisierbar.
°ACHTUNG! Tickets können ab sofort weder im Büro- und
Pressezentrum, Hauptstraße 50, Neunburg v. W. noch über das
Kartentelefon/Bestellmail geordert werden. Bitte beachten!

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Lesung „Tanze den Tanz des Lebens“ mit Dr. Susanne Plank in der Spitalkirche

Autorin: Den Tod nicht tabuisieren

Die Aufnahmen zeigen Autorin Dr. Susanne Plank bei ihrem Vortrag und die Eröffnung des Lesebends am Montag, 26. Mai, 19 Uhr, durch den 1. Vorsitzenden des Neunburger Kunstvereins Peter Wunder. Fotos: (c) Karl Stumpfi, gem. Kunstverein Unverdorben e. V. Neunburg vorm Wald

Das Leben als eine schöne, bunte Reise bis zur Endstation Tod: Diese Conclusio der Autorin folgte aus der rund 80-minütigen Lesung am 26. Mai in der Neunburger Spitalkirche. Auf Einladung des Kunstvereins Unverdorben rezitierte Dr. Susanne Plank Kapitel aus ihrem Buch „Tanze den Tanz des Lebens“. Es handelt vom Tod, ist aber voller Leben. Es handelt von Verlust und Trauer, ist jedoch voller Liebe und Wärme. Eines von insgesamt fünf Fallbeispielen schildert Erinnerungen an die Sterbebegleitung ihrer Mutter im Endstadium deren Bauchspeicheldrüsenkrebs-Erkrankung. Eine Familiengeschichte ist es nicht. Sie habe das Buch im Zuge ihrer persönlichen Mission veröffentlicht, nämlich das Sterben als Exitus vom Rande ins Zentrum des gesellschaftlichen Bewusstseins zu rücken. Ihr Denkansatz dabei lautet: Erzähl mir vom Tod, damit ich reife und das Leben in Weite und Tiefe begreife. Susanne Plank fungiert heute, nachdem sie ihren Beruf als hauptamtliche 1. Bürgermeisterin der Stadt Maxhütte-Haidhof aufgegeben hatte, u. a. als professionelle Trauerrednerin. Die Autorin zeigte sich eingangs von der Publikumsresonanz beeindruckt und dankte dem ansehnlichen Zuhörerkreis „für den Mut, dem Tabu-Thema Tod zu begegnen“.

Die Lesung mit Dr. Plank war nach dem 10. Neunburger Neujahrskonzert die zweite öffentliche Veranstaltung. Zurzeit laufen organisatorische Vorbereitungen des 13. NEUNBURGER KUNSTHERBSTS vom 12. September bis 21. Dezember 2025. Das Programm wird am Freitag, 4. Juli im Rahmen einer Medienpräsentation vorgestellt.

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TERMIN‼ MONTAG, 26. MAI: LESUNG IN DER SPITALKIRCHE, Hauptstraße 3

Zu einer öffentlichen Vortragsveranstaltung hat der gemeinnützige Neunburger Kunstvereins Unverdorben e. V. Autorin Dr. Susanne Plank in die Spitalkirche, Hauptstraße 3, eingeladen. Termin ist Montag, 26. Mai, 19 Uhr. Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten. Die Referentin ist promovierte Juristin und ehemalige 1. Bürgermeisterin der Stadt Maxhütte-Haidhof. Heute tritt sie als professionelle Trauerrednerin auf. Bei der Lesung in der Spitalkirche stellt Dr. Plank ihr neues Buch „Tanze den Tanz des Lebens“ vor. Interessenten aus der Region sind willkommen. Mitglieder des Kunstvereins übernehmen ab 18 Uhr die Bewirtung der Gäste.

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Grüße zum Osterfest 2025 aus Brno/Brünn

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Gelungenes Comeback im Neunburger Szene-Lokal

Vier Unverdorbene zurück in der Alten Seilerei

AlteSeilereiNeunburg

Zwei Jahre und drei Monate nach der letzten Veranstaltung des Neunburger Kunstvereins gab es am 25. März in dem nicht mehr bewirtschafteten Szene-Lokal

Zwei Jahre und drei Monate nach der letzten Veranstaltung des Neunburger Kunstvereins gab es am 25. März in dem nicht mehr bewirtschafteten Szene-Lokal „Alte Seilerei“ wieder ein Konzert mit den Vier Unverdorbenen. Fotos: K. Stumpfi, A. Feldmeier, J. Käsbauer

Am 30. Dezember 2022, Vorabend des Silvestertags, gab es ein Live-Konzert der Regensburger Formation „French Kiss“ in der vollbesetzten „Alten Seilerei“. Wie der Betreiber und Immobilienbesitzer Alois Feldmeier zuvor angekündigt hatte, werde ab Jahresbeginn 2023 die Bewirtschaftung dieses Szene-Lokals in der Neunburger Altstadt eingestellt.
Die Musiker Klaus Götze, Jürgen Zach und Franz Schöberl ( v. li.) fühlen sich in der Alten Seilerei pudelwohl.

Die Musiker Klaus Götze, Jürgen Zach und Franz Schöberl ( v. li.) fühlen sich in der Alten Seilerei pudelwohl.

Die Musiker Mirelle Vicogne (Gesang, Querflöte), Steffi Heelein (E-Piano), Philippe Matic-Arnauld des Lions (Gitarre) und Mark Müllers (Kontrabass) gastierten auf Einladung des Kunstvereins Unverdorben, coverten Klassiker berühmter französischer Kult-Interpreten wie Jacques Dutronc, Michel Polnareff oder Johnny Halliday – Musik, die perlte und prickelte wie Dom Perignon, wie die Presse darüber schrieb. Nach diesem Auftritt fiel der Schlussvorhang und in der Folgezeit vermisste der Neunburger Kunstverein und sein Kleinkunst-Ensemble „Die 4 Unverdorbenen“ schmerzhaft eine Location vom Format der „Alten Seilerei“.
Zwei Jahre und drei Monate sollten vergehen, ehe wieder eine öffentliche Musikveranstaltung im originell ausgestatteten Szene-Lokal an der Oberen Hauptstraße über die Bühne gehen konnte.
 Bewährtes Alte-Seilerei-Team: Hausherr Alois Feldmeier und Servicekraft Sonia Tanke.

Bewährtes Alte-Seilerei-Team: Hausherr Alois Feldmeier und Servicekraft Sonia Tanke.

Dabei war ein Comeback der Vier Unverdorbenen schon im März 2024 angedacht worden. Mit Inhaber Feldmeier wurde vereinbart, das satirische-musikalische Programm „O du mein Österreich“ in der Alten Seilerei zu wiederholen. Ein Todesfall in der Familie eines Ensemblemitglieds erzwang die kurzfristige Absage. Aufgeschoben hieß jedoch nicht aufgehoben. Schnell waren sich alle Beteiligten einig, mit dem Nachfolge-Programm „Polt(er)abend“ einen neuen Anlauf zu unternehmen, das stillgelegte Szene-Lokal wieder zu beleben. Immerhin hatten die Vier Unverdorbenen auf dieser Kleinkunstbühne zwischen 2015 und 2022 insgesamt sechs musikalische Lesungen präsentiert – die letzte übrigens am 4. März 2020, zwei Wochen vor dem Corona-Lockdown.
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„…möchte mich persönlich noch bei Ihnen melden und mich bei Ihnen und Ihren Kollegen für diesen unterhaltsamen Abend bedanken. Sollte ein neuer Abend geplant sein, können Sie sich gerne wieder bei mir melden. Gute Zeit!“ (Mail-Nachricht von Besucherin Alexandra Dommer an Rezitator Karl Stumpfi)
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Am Dienstag, 25. März, 19.30 Uhr, war es endlich so weit. Nach Grußworten von Hausherr Alois Feldmeier, der für den verhinderten KVU Vorsitzenden Peter Wunder einsprang, griffen die Musiker Jürgen Zach, Klaus Götze und Franz Schöberl in die Saiten und Tasten. Ihre Version des Haindling-Erfolgtitels „Bayern, das san mir“ eröffnete den Alte-Seilerei-Nostalgieabend und nahm rund 40 Gäste aus der Region auf ihren Bayern-Exkurs mit. Rezitator Karl Stumpfi streute kabarettistische und humoristische Texte von Gerhard Polt ein. Dazu sorgten die Neunburger Schnadahüpfln von und mit Jürgen Zach für herzhafte Lacher im Publikum. Eineinhalb Stunden niveauvoller Unterhaltung gingen an diesem Abend wie im Fluge vorbei, bis der „Klarinettenmuckl“ den Schlussakkord setzte und den Akteuren langer, lautstarker Applaus entgegenbrandete.
Das Nostalgie-Event nach über zwei Jahren Zwangspause soll kein Strohfeuer bleiben. Hausherr Feldmeier signalisierte weitere Kooperations-Bereitschaft und der Kunstverein Unverdorben möchte sich demgemäß um Nachhaltigkeit bemühen. Über einen weiteren Musikabend noch vor den Sommerferien wollen die Protagonisten intensiv nachdenken und mögliche künstlerische Besetzungen prüfen. Die Ideallösung wäre natürlich, wenn ein Pächter für die regelmäßige Bewirtschaftung des Altstadtobjekts gefunden und fest etabliert werden könnte.
Die Gäste tauchten für eineinhalb Stunden in die magische Atmosphäre des Szene-Lokals "Alte Seilerei" ein.

Die Gäste tauchten für eineinhalb Stunden in die magische Atmosphäre des Szene-Lokals „Alte Seilerei“ ein.

KVULogo

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Szenische Lesung am 26. März in der Versöhnungskirche

Ein „Später Besuch“ von Dietrich Bonhoeffer

Autor Bernhard Setzwein (links) und der ehemalige NT-Kulturressortleiter Stefan Voit gestalten die szenische Lesung in der Versöhnungskirche.

Autor Bernhard Setzwein (links) und der ehemalige NT-Kulturressortleiter Stefan Voit gestalten die szenische Lesung in der Versöhnungskirche.

„Später Besuch“ Dietrich Bonhoeffer redivivus – eine Szenische Lesung des gleichnamigen Theaterstücks mit Autor Bernhard Setzwein und Kulturjournalist Stefan Voit findet am Mittwoch, 26. März, 19 bis 21 Uhr, in der evangelisch-lutherischen Versöhnungskirche, Bahnhofstraße 5, in Neunburg vorm Wald statt. Eintrittspreis fünf Euro. Anmeldung beim Evangelischen Bildungswerk Oberpfalz (ebw.oberpfalz@elkb.de, Telefon 09622/6079426).
Inhalt: Anlässlich des 80. Todestages des evangelischen Pfarrers und Widerstandskämpfers findet am 26. März um 19. Uhr in der evangelischen Versöhnungskirche Neunburg die szenische Lesung „Später Besuch“ statt. Das Leben des erst 39jährigen Dietrich Bonhoeffer endete am 9. April 1945 auf dem Hinrichtungsplatz des KZ Flossenbürg nahe der bayerisch-tschechischen Grenze. Mithin ist 2025 an den 80. Todestag des bedeutenden Theologen und Widerstandskämpfer zu gedenken.
Dem Tod Bonhoeffers vorausgegangen waren chaotische Tage und Stunden, in denen er von Berlin aus mit anderen prominenten Häftlingen auf einen Gefangenentransport Richtung „Alpenfestung“ geschickt worden war. Unter ihnen der spätere CSU-Mitbegründer Josef Müller, genannt „Ochsensepp“. Bis in die allerletzten Stunden blieben die beiden zusammen. Ja, in Flossenbürg kam es sogar zu einer fatalen Verwechslung. Beinahe hätte man an Stelle von Bonhoeffer Müller hingerichtet.
Diese dramatische Konstellation greift das Theaterstück „Später Besuch. Dietrich Bonhoeffer redivivus“ auf und spitzt sie in einer unheimlichen Wiederbegegnung zu: Dietrich Bonhoeffer erscheint spät nachts als Gast bei Josef Müller. Im schonungslosen Dialog wird das Vergangene noch einmal aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. „Auch wenn Setzwein mit seinem Stück die Biographie Dietrich Bonhoeffers einem breiteren Publikum […] nahebringt und seiner moralischen Haltung im Widerstand auf diese Weise ein anrührendes Denkmal setzt, verstehen wir das Stück weniger als Hommage an einen ,großen Menschen‘, denn als exemplarischen Fall zur Diskussion und Reflexion grundsätzlicher Optionen menschlichen Verhaltens“, schreibt Prof. Hans-Peter Ecker vom Germanistischen Lehrstuhl der Universität Bamberg im Nachwort zur Buchausgabe des Stückes. Autor Bernhard Setzwein aus Waldmünchen hat zusammen mit dem Kulturjournalisten Stefan Voit (Weiden/Opf.) eine Fassung des Stückes als szenische Lesung mit den verteilten Rollen „Bonhoeffer“ und „Ochsensepp“ eingerichtet.
Kosten: 5€
Anmeldung erbeten beim EBW Oberpfalz, ebw.oberpfalz@elkb.de oder 09622 6079426

Presse-Stimmmen:
Text und Regie (…) schaffen es, die Erinnerung an Bonhoeffer an authentischem Ort zu wecken und wachzuhalten. Es ist ein beeindruckender Theaterabend.
(Bayerische Staatszeitung)
Setzweins Text schafft es in seiner offensichtlichen Fiktionalität, dass das Publikum ihm in die Biografie des Mannes folgen kann. Denn er öffnet so die Tür zur Imagination. In Rückblenden wird nun von den letzten Tagen Bonhoeffers erzählt, immer am Dokumentarischen entlang, aber immer auch: Bühnenerzählung bleibend […] Ja, es gibt vielleicht doch diese Kräfte, die einen Menschen zum Helden machen können, zeigt das Stück. Sie heißen Glaube und Liebe.
(Landshuter Tagblatt)
Aber vielleicht eröffnen Stücke wie Bernhard Setzweins „Später Besuch“ ja eine neue Perspektive für die Nachgeborenen, und auch darauf dass die Vergangenheit einer Blitzentsorgung entgeht. Der nächtliche Dialog zwischen zwei NS-Widerständlern, den der in Ostbayern lebende Romancier und Dramatiker ersonnen hat, rührt tief an jene Schnittstellen unserer Geschichte, in denen es um die Kernfragen von Schuld, Verantwortung und Moral geht.
(Mittelbayerische Zeitung)
BonhoefferNEN

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LTO gastiert mit „Kunst“ in Neunburg v. W.

Mit „Kunst“, eine Komödie von Yasmina Reza, unter der Regie von Christian A. Schnell und Alexandra Marinescu, gastiert das Landestheater Oberpfalz am Samstag, 22. März, 20h, in der Schwarzachtalhalle.LTOKunst
Inhalt: »Was du siehst, ist zwar eine Scheiße, doch sei unbesorgt, es steckt ein Gedanke dahinter!« Serge hat sich ein Gemälde für 100.000 Euro gekauft. Das Bild zeigt weiße Querstreifen auf weißem Untergrund. Voller Stolz präsentiert der neue Besitzer seinem langjährigen Freund Marc die kostspielige Errungenschaft. Doch dieser reagiert ganz anders als erwartet. Er lacht lauthals über die Absurdität des Bildes und den in seinen Augen obszönen Preis. Die beiden Freunde geraten darüber in Streit, sodass sich der Dritte im Bunde das Bild anschauen und kommentieren soll. Als Yvan entgegen der Erwartung sagt, dass das Kunstwerk in ihm etwas auslöst, verliert Marc die Fassung. In den hitzigen Diskussionen geht es schnell nicht mehr nur um das Bild, sondern um die Grundfesten der gemeinsamen Freundschaft.
In ihrem 1994 uraufgeführten und vielfach ausgezeichneten Stück beleuchtet die französische Autorin Yasmina Reza die besonderen Verwicklungen einer Männerfreundschaft. Sie stellt die Frage, wie eine Freundschaft einen unerwartet tiefgreifenden Konflikt aushalten kann. Dabei reizt die Komödie nicht nur zum Lachen; das Lachen ist Thema des Stückes. Die Autorin selbst sagt dazu: »Das Drama von ›Kunst‹ ist ja nicht, dass Serge das weiße Bild kauft, sondern dass man mit ihm nicht mehr lachen kann.« Zum autobiografischen Hintergrund ergänzt sie: »Die Geschichte ist mir passiert mit einem Freund, der ein weißes Bild gekauft hat. Er ist Dermatologe, und ich habe ihn gefragt: ›Wieviel hast du dafür bezahlt?‹ Und er hat geantwortet: ›Zweihunderttausend Francs.‹ Und ich brüllte vor Lachen. Er allerdings auch. Wir sind Freunde geblieben, weil wir lachten. Als er das Stück las, lachte er auch. Es hinderte ihn nicht daran, sein Bild weiterhin zu lieben.«
Eintrittskarten (26,50 € u. 22,50 €) gibt es online unter okticket.de und in den örtlichen Vorverkaufsstellen. Abendkasse ab 19.30 Uhr. Weitere Infos unter www.landestheater-oberpfalz.de
Zusammenhalten

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Neunburger Art Gallery feiert Geburtstag

In der ehemaligen Commerzbank-Filiale in der Vorstadt etablierte der gebürtige Neunburger Diplom-Psychologe Dr. Günter Toth eine Praxis und wollte damit auch auf die „heilende Kraft der Kunst setzen“: Vor einem Jahr eröffnete die NEN art gallery mit einer Vernissage. Die neu gestalteten Räume nutzte im 12. Neunburger Kunstherbst der Kunstverein Unverdorben für seine Mitglieder-Ausstellung 2024. Anlässlich des ersten Geburtstags bittet diese „Kunstgalerie für jedermann“ am Samstag, 8. Februar, ab 17 Uhr, zu einem Neujahrsempfang. „Entdecken Sie eine Welt der Kreativität mit Gemälden, Möbel-Unikaten und Geschenkideen“, heißt es in der Einladung. Willkommen sind alle Kunstinteressierten aus der Region.EinladungToth

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