In einer deutschsprachigen Kultursendung hat Radio Prag am Feiertag, 15. August, 18 Uhr, den aktuellen Aktivitäten des Neunburger Kunstvereins einen Hörfunk- Beitrag gewidmet. Redakteurin Melanie Pfaendler führte einige Tage zuvor mit Vorstandsmitglied und Medienreferent Karl Stumpfi (er vertrat den noch in Urlaub befindlichen 1. Vorsitzenden Martin Schmid) ein ausführliches Telefoninterview zu Themen wie Altstadtfest-Kunstaktion „Begegnung 13“ und Initiative Neunburger Kunstherbst.
Der Link zur Live-Sendung:
http://old.radio.cz/mp3/podcast/de/aviso/von-minnesaengern-palaesten-und-volkshelden.mp3
Radio Prag berichtet über KV Unverdorben
Nach der Ausstellung ist vor der Ausstellung…
Die Kunstaktion zum Altstadtfest „Begegnung 13“ ist am späten Sonntagabend erfolgreich zuende gegangen. Ein harter Kern „Unverdorbener“ harrte noch bis nach Mitternacht bei südländischen Temperaturen „outdoor“ aus. Das eine oder andere Entspannungs-Bierchen rann durch die Kehlen. „Saure Wochen, frohe Feste“, wusste schon Dichterfürst Goethe! Viel Zeit zum Durchatmen bleibt indessen nicht…
Am Montag rückte das „Aufräumkommando“ im neuen Kunstquartier Im Berg 7 an. Danach konzentriert sich das Interesse der KVU-ler auf die große Kunstherbst-Aktion „Ahoj 13 – Bayerisch-Böhmische Kunstausstellung“ im Foyer der Schwarzachtalhalle. An der historischen Kulturachse Nürnberg – Prag treffen sich in Neunburg vorm Wald die Objektkünstler Hanna Regina Uber & Robert Diem sowie Florian Zeitler aus der Oberpfalz und die Prager Film- und Multimedia-Künstler Martin Buril & Jan Sramek (zeitgemäße Kunst von Heavy Metal bis Fantastisch).
Die Vernissage am Donnerstag, 26. September, 19 Uhr, ist zugleich offizieller Auftakt des Neunburger Kunstherbsts mit insgesamt 16 hochwertigen Kulturterminen in der Pfalzgrafenstadt auf den Feldern Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Literatur, Klassische Musik, Jazz und Musikkabarett.
Altstadtfest-Kunstaktion „Begegnung 13“ in der Retrospektive
Aufnahmen von Karl Stumpfi, Medien- und Öffentlichkeitsreferent des KVU
Europaministerin kehrt in die Weinlaube ein
„Staatsbesuch“ am späten Samstagabend im neuen Kunsthaus Unverdorben: Die bayerische Ministerin für Europa und Bundesangelegenheiten Emilia Müller kam während ihrer Stippvisite beim Neunburger Altstadtfest zu einem Schoppen Veltliner in die Weinlaube. Das Kabinettsmitglied ließ sich von 1. Bürgermeister Martin Birner und 2. Vorsitzenden des KVU Peter Wunder über die gelungene Leerstands-Wiederbelebung des ehemaligen Altmann-Hauses Im Berg 7 informieren. KVU-Vorstandsmitglied Karl Stumpfi, zugleich Koordinator des 1. Neunburger Kunstherbsts, nutzte die sich bietende Gelegenheit, der Europaministerin einen Klassik-Konzertbesuch in der Schwarzachtalhalle schmackhaft zu machen. Dazu bietet sich die erstmalige Aufführung der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven im Landkreis Schwandorf geradezu an – eben wegen des berühmten Schlusschors „Freude, schöner Götterfunken“, dessen Melodie bekanntlich für die Europahymne Verwendung fand. Emilia Müller merkte sich das Konzertdatum Samstag, 26. Oktober, 19.30 Uhr, im Rahmen des Neunburger Kunstherbsts schon mal in ihrem digitalen Terminplaner vor…
Magische Altstadtfest-Nacht beim Kunstverein
Einen wahren Sommernachtstraum erlebten am Samstagabend die Besucher der Weinlaube im Hinterhof des neuen Neunburger Kunstquartiers Unverdorben zum Auftakt des Altstadtfestes. Die meisten mussten sich mit Stehplätzen begnügen, so mächtig war der Gästeansturm auf den so genannten „Geheimtipp“ unter den Altstadtfest-Bewirtungsoasen! Die Gruppe Just One More u. a. mit den beiden Neunburger Musikern Jürgen Zach (Gitarre, Gesang) und Christian Schmid (Bass) fand den richtigen Sound, welcher die Zuhörer in eine heiter-beschwingte Stimmung versetzte und sie animierte, den einen oder anderen Schoppen edlen Rebensafts zu heben. Weil der Applaus einfach nicht abebben wollte, legte JOM noch ein paar Zugaben drauf und beendete um 1 Uhr nachts mit einem Paul-Simon-Song ihren Auftritt. Die Videoprojektionen von VJ Jakob Maier verliehen diesem magischen Sommer-Event ein weiteres Glanzlicht. Nach einer kurzen Nacht öffnet die Weinlaube am Sonntag um 11 Uhr, letztmals können dann auch die Kunstexponate der „Begegnung 13“ bis 22 Uhr besichtigt werden.
Foto-Impressionen von der Eröffnung des Kunstquartiers am 15. August 2013
Aufnahmen von Karl Stumpfi, Medien- und Öffentlichkeitsreferent des KVU Neunburg
Neunburgs neues „Haus der Kunst“ strahlt…
Es ist vollbracht! Am Abend des Feiertags 15. August war es endlich soweit: Auferstanden aus den „Ruinen“ des Altmann-Hauses zeigte sich das neue Kunstquartier Unverdorben im neuen Glanz. Erfreulich viele Kunstinteressierte eilten herbei, um in der locker-ungezwungenen Atmosphäre dieser lauen Sommernacht nach längerer Pause „Ausstellung-Flair“ zu genießen. 1. Vorsitzender Martin Schmid hieß die Gäste der Vernissage aus Fern und Nah, unter ihnen 1. Bürgermeister Martin Birner, Ehrenbürger und Heimatpfleger Theo Männer sowie Kreisrat Rudi Sommer willkommen – alle drei Honoratioren sind übrigens Mitglieder des Kunstvereins Unverdorben. Nach Vorstellung der anwesenden Künstler W. A. Hansbauer, Alzbeta Skálóva und Frantisek A. Skála konnte sie beginnen: die Begegnung 2013!
Abende mit feiner Musik im Kunstquartier
Sie darf und will man nicht missen bei der Kunstaktion zum Altstadtfest: Gut gemachte Musik wird die „Begegnung 2013“ des Kunstvereins Unverdorben im neuen Quartier Im Berg 7 bereichern. „On stage“ sind in der Weinlaube am Festwochenende zwei Formationen, deren Namen für ein qualitativ hochwertiges Musikangebot bürgen.
Am Samstag, 17. August, ab 20 Uhr spielt die Gruppe „Just One More“ live beim Kunstverein. Die Gastgeber nutzen ihre enge Verbindung zu einem der Bandgründer, denn Jürgen Zach (Gesang und Gitarre) gehört seit kurzem der KVU-Vorstandschaft an. Zusammen mit Cyrus Saleki (Gitarre) bildete er die die JOM-Keimzelle. Dazu kamen später Stefan Huber (Percussion), Hans Oswald (Bass) und Franz Prechtl (Piano). Mittlerweile ist JOM nicht mehr nur Insidern bekannt. Sie spielte sowohl bei diversen Gigs im Raum Neunburg als auch bei Galas von Garmisch bis Bamberg.
JOM spielt Blues, Rock, Jazz und Pop. Es ist aber nicht das Laute, nicht das Mitreißen des Publikums, was die fünf Musiker bei ihren Auftritten unbedingt anstreben. Es ist nicht mehr, aber auch nicht weniger als der eigene Spaß an guter Musik. Neben einigen Klassikern der Beatles sind unter anderem Blues-Songs von Eric Clapton oder Pop-Balladen von Cat Stevens, Paul Simon oder Peter Frampton zu hören. Dazu gesellen sich der eine oder andere Jazz-Song. Kurzum: JOM macht die richtige Musik für einen relaxten, lauen Sommerabend bei einem kühlen Bier oder einem Schoppen Wein…
Am Sonntag, 18. August, tritt ab 19 Uhr die Band „Ton(e)gift“ im Weinhof auf. Leadsängerin Manu Förster, Martin Niedermeier (Gitarre/Gesang), Toni Götz (Keyboard/Gesang), Matz Beer (Bass) und Mike Helgath (Schlagzeug) fanden sich 2009 zusammen mit dem Ziel, „Musik für’d Leut“ zu machen.
So entstand ein vielseitiges Repertoire, das einen weiten Bogen spannt von Janis Joplin über Duffy bis zu ZZ Top, Aerosmith oder Kitty, Daisy & Lewis, dadurch vielseitige Stilrichtungen abdeckt und dennoch durch die Einzigartigkeit der Stimme von Frontfrau Manu Förster zu einem harmonischen Ganzen verschmilzt. Ton(e)gift versucht also nicht Lieder möglichst originalgetreu zu covern, sondern ihnen den eigenen Stempel aufzudrücken und vor allem Fun an Livemusik zu vermitteln. Das setzte die Band schon bei der Altstadtfest-Ausstellung vor zwei Jahren beim „Hirschenwirt“ perfekt um, so dass sie der KVU-Vorstand jetzt gerne wieder nach Neunburg v. W. holt.
Der Kunstverein-Weinhof wird möbliert
Endspurt bei den Arbeiten zur Instandsetzung des neuen Kunstquartiers Unverdorben Im Berg 7 und Umgestaltung des Altmannhaus-Gartens zur idyllischen Weinlaube für die Kunstaktion „Begegnung 2013“ anlässlich des Neunburger Altstadtfestes! Ausstellungsorganisatorin Veronika Riedl und Öffentlichkeitsreferent Karl Stumpfi „testen“ die Musikbühne des Weinhofs, welche am Samstag Vormittag von den KVU-Mitgliedern Jürgen Zach und Wilfried Nößner installiert worden war. Montag und Dienstag stehen der Aufbau bzw. die Einrichtung des Thekenbereichs auf dem Plan. Am Mittwoch werden noch Ausstellungsexponate der tschechischen Künstler Alzbeta Skálóva und Frantisek A. Skála unter Leitung des KVU-Vorsitzenden Martin Schmid von Prag nach Neunburg transferiert.
Der Countdown für die öffentliche Vernissage am Feiertag, 15. August, 19 Uhr, läuft – bis es endlich heißt: „Hereinspaziert ins neue Künstlerquartier Unverdorben!“
(Foto: Alfred Grassmann, Mittelbayerische Zeitung)
Künstler der Altstadtfest-Ausstellung 2013
ALZBETA SKÁLÓVA / PRAG
geb. 1982 in Brandys nad Labem, ist Absolventin der Prager Akademie der Künste 2002-2008. Sie studierte zunächst im Atelier für Film-und TV-Grafiken bei Jirí Bárta (2002-2003) und dann bei Juraj Horváth (2003-2008) Illustration und Grafik. Sie absolvierte Praktika in Paris und Baltimore (USA). Im Jahr 2010 war sie Stipendiatin am ESAC (Egon Schiele Art Centrum) in Krumlov (Tschechien) und im Jahr 2011 am kult.centru Bánská Stanica (Slowakei). Dort konzentrierte sich auf ihre eigenen Projekte. Die Künstlerin widmete sich Illustrationen, vor allem für Kinder, und ihrer eigenen freien Schöpfung. Sie befasst sich vorwiegend mit Malerei, vor allem Aquarelle, Grafik, Objekt-Gestaltung und Spielzeug-Erstellung. Ihre freie Arbeiten präsentiert sie in Naugallery. Seit 2011 veröffentlicht sie Bücher unter dem Label Napoli. Seither hat sie bereits mehrere Auszeichnungen und Nominierungen erhalten. 2012 belegte Alžběta Skálóva den ersten Platz im Wettbewerb Schönstes Buch, Prag, „Rostlinopis 2012″. Die Künstlerin lebt und arbeitet heute in Prag und in der Nähe von Loun.
F. ANTONIN SKÁLA / PRAG
geb. 1984 in Praze, besuchte 1999-2003 die Fachschule für Angewandte Kunst in Prag (Fakultät für Holzschnitzkunst), von 2003-2009 die Hochschule für Angewandte Kunst in Prag (Bildhauerwerkstatt Prof. J. Beránek). Seit 2000 ist er Mitglied der LSJ.In den vergangenen zehn Jahren hat F. Antonin Skála an zahlreichen Kunstausstellungen mitgewirkt, zum Beispiel 2003 im Kulturzentrum Dobeška, Prag; 2011 „Kabidet“ – Café im Wald, Prag; ferner bei diversen Gruppenausstellungen, zum Beispiel 2004 „Art Prague“ – Ausstellungshalle Mánes in Prag; 2006 „New Works“ – Schlossgalerie, Nové Hrady; „Nonstop Liebstöckel“- Galerie Dach, Jihlava; 2008 „Kirmis Stará Boleslav“- AVU Galerie in Prag und mit Schnitzkunst, Galerie Krásova 27 in Prag; 2009 „F.Skála, F.Skála, F.Skála – Kunstwerke von drei Generationen“, Rabasova Galerie in Rakovník; Diplomarbeit und Ausstellung, Galerie kai de kai; 2011 „Grün Space“ – Schloss Trója in Prag; „Glück – 4+4 Tage in Bewegung“, Prag; 2012 „Koloryt“ – Artinbox Galerie in Prag; „Welt-Durchdringung“ – Trafačka Galerie in Prag.
Der Künstler arbeitet und lebt heute in Prag–Vršovice.
W. A. HANSBAUER / ETZENRICHT
geb. 1967 in Neustadt/Waldnaab, 1987 Abitur am Kepler-Gymnasium Weiden. Nach dem Grundwehrdienst bei der Bundeswehr 1989 bis 1994 Studium der freien Malerei bei Jörg Immendorff in Frankfurt/Main. 1991 und 1993 Herausgabe der Bücher „Und“ sowie „Callboy der Götter“. 1995 und 1997 Einzelausstellungen in der Jablonka-Galerie in Köln, freischaffender Künstler und Assistent bei Jörg Immendorff in Düsseldorf, Zeichenbuch „Kuhmische Erotik“. 1996 Leiter einer Malklasse in Vertretung von Jörg Immendorff an der Städelschule Frankfurt/Main, Zeichenbuch „Die kleinen Tode der Männer“. 1997 Textrezitationen von Baudelaire, Nietzsche und Villon in Frankfurt/Main. 1999 Einzelausstellungen Galerie susu in Frankfurt und Berlin. In der Oberpfalz stellte W. A. Hansbauer 2004 beim Kunstverein Weiden mit Renate Winkler und Peter Angermann aus. Ein Jahr darauf folgten Ausstellungen bei der Regierung der Oberpfalz in Regensburg sowie in Amberg, 2010 beim Kunstverein GRAZ in Regensburg und 2011 eine Retrospektive im Oberpfälzer Künstlerhaus in Schwandorf. Vor drei Jahren war Hansbauer Finalist beim renommierten Kunstpreis Celeste in Berlin.
Der Künstler lebt heute mit der Familie auf seinem Bauernhof in Etzenricht.
JAKOB MAIER, REGENSBURG
geb. 1985 in Mallersdorf, 2009 Abitur an der BOS Regensburg. Mit 16 Jahren musste er bei einem Konzert kurzfristig Regie und Schnitt der Videoliveproduktion übernehmen und war beindruckt wie eindeutig sich sein Empfinden eines Moments in der von ihm gestalteten bildlichen Untermalung wiederspiegelte. Der Fokus verlagerte sich vom Livebild zum animierten und abstrakten aber auch zum objektbezogenen Bild (Videomapping) . Das stimmige Zusammenspiel von Licht- und Bildtechnik war bald grundlegendster Anspruch. Seit 2010 selbstständig mit Lichtprogrammierung und Videotechnik als Kerntätigkeiten. Die Arbeit entwickelte sich von unzähligen VJ-Licht Jobs bei Clubabenden, Firmenevents, Konzerten, Tanzaufführungen und Festivals über Projekte – wie der Umbau der Diskotheken „Gloria“ 2010 und „suite15“ 2011 – hin zu interaktiven Anwendungen. Im Kunstverein Graz machte im Frühjahr 2013 das „Human Instrument“ den Betrachter zum Auslöser bestimmter Töne wie z.B. Piano. Den Tönen entsprechenden Symbole wurden gemeinsam mit dem gefilmten Betrachter lebensgroß visualisiert. Es war möglich auf diese Weise „für Elise“ zu spielen.























