Alte Seilerei bei musikalischen Lesungen zweimal „ausverkauft“!

Wahlk(r)ämpfe im satirischen Rückspiegel

Mit einem ausgewogenen Mix aus Lokalsatiren und musikalischen Evergreens unterhielten die Vier Unverdorbenen des Neunburger Kunstvereins ihre Gäste im voll besetzten Szenelokal Alte Seilerei. Nach dem traditionellen Blauen Montag ist auch die Wiederholung des Programms am 6. Februar an gleicher Stelle bereits ausgebucht – ein perfekter Start ins neue Kunstjahr 2020!

Am 20. Januar präsentierten die Vier Unverdorbenen erstmals ihr neues Programm "Gesegnete Wahlzeit!" in der mit über 50 Gästen voll besetzten Alten Seilerei. Foto: Udo Weiß, NT

Am 20. Januar präsentierten die Vier Unverdorbenen erstmals ihr neues Programm „Gesegnete Wahlzeit!“ in der mit über 50 Gästen voll besetzten Alten Seilerei. Foto: Udo Weiß, NT

Nach Grußworten des KVU-Vorsitzenden Peter Wunder und dem Auftaktlied „Der schwarze Zigeuner“ (Textversion von Jürgen Zach) stimmte Rezitator Karl Stumpfi auf das zentrale Thema des Abends ein: „Am 15. März haben wir die Bescherung: In Gestalt neuer und runderneuerter Kommunal-Mandatsträger, also Landräte, Oberbürgermeister, Bürgermeister, Kreisräte, Stadträte und Konsorten“. Dazu wünschten die Vier Unverdorbenen schon jetzt unisono „Gesegnete Wahlzeit!“
Die anschließende satirisch-musikalischen Zeitreise versetzte das Publikum zurück in das Neunburg der 70er, 80er-, und 90er bis hinein in die beginnenden 2000er Jahre. „Alle Geschichten, die hier erzählt werden, hat das Leben geschrieben“, versicherte der Rezitator, „denn sie standen als Kommentare, Glossen und Lokalspitzen schwarz auf weiß in der Zeitung“ Aber auch in den aktuellen Wahlkampf, „der nach unserem Geschmack viel zu träge dahindümpelt“, wollten sich die Unverdorbenen einmischen. So seine Ankündigung von Zachs Neunburger Schnadahüpfln. (Siehe unten!)

Nachfolgende Zeitungskolumne „Schwarze Lichtmess“ befasste sich mit der CSU-Kandidatenkür zur Bürgermeisterwahl 2011 und dokumentiert sozusagen die Geburtsstunde der „Bürgermeister-Ära Birner“. Der nächste Text „Platz-Ängste“ entstand rund 25 Jahre früher, im Vorfeld der Kommunalwahlen 1984. Er beschreibt die emotional aufgeladene Atmosphäre einer CSU-Ortsversammlung zur Aufstellung der Stadtratskandidatenliste. Traditionsreiche Tagungsstätte war die Jakobsbrauerei Baumgärtner, auch Pritsch genannt. Der Saal drohte bei solchen Anlässen regelmäßig aus allen Nähten zu platzen. Die nächste Glosse „Die Letzten werden die Ersten sein“ nimmt Bezug auf eine Entwicklung vor den Kommunalwahlen 1996 mit einer interessanten Parallele zur Gegenwart: Der Ortsvorsitzende greift nicht nach dem ersten Platz auf der Stadtratsliste, sondern bescheidet sich mit der „Schlusslaterne der Kandidatenstaffel“.

Die Hauptakteure des Abends waren wieder von Zuhörerinnen und Zuhörern dicht umlagert. Foto: Gaby Irlbacher

Die Hauptakteure des Abends waren wieder von Zuhörerinnen und Zuhörern dicht umlagert. Foto: Gaby Irlbacher, KVU

„Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Beste, was es gibt auf der Welt“, sangen 1930 erstmals die Comedian Harmonists. Die Vier Unverdorbenen variierten dieses Thema sarkastisch unter Bezugnahme auf zwei Alphatiere der Neunburger Politszenerie der 80-er und frühen 90-er Jahre: „1. Bürgermeister Sepp Manlik und 2. Bürgermeister Theo Männer, deren Vorrat an Gemeinsamkeiten sich aufs CSU-Parteibuch beschränkte“. Die Auseinandersetzung um eine Personalentscheidung spitzte sich immer mehr zu, ob das Stadtoberhaupt für eine vierte Amtsperiode nominiert oder in den wohlverdienten Ruhestand weggelobt werden sollte. Mit der zweiten Option hatte man dem schon lange in den Startblöcken verharrenden Vizebürgermeister die Zähne lang gemacht. Doch nach der Aufstellungsversammlung mit reichlich Theaterdonner bleib alles beim Alten – und die Lokalzeitung titelte: „Kein Königsmord-Drama in den CSU-Kammerspielen“.
Den bekannten Song „Kein Schwein ruft mich an“ in der neuen Unverdorben-Fassung bezeichnete der Rezitator als Elegie für Palastorchester und Tenorstimme a lá Max Raabe. Vermittelt werden Einblicke in die Seelenlage eines vom Wählervolk weitgehend unbeachteten Listenkandidaten. Die in Wahlkampfzeiten oftmals aufkommende Hektik, aber auch Situationskomik persiflieren zwei Texte aus dem Doppelwahljahr 1990: „Wahl-Krämpfe“ und „Gustls Eiertanz“. Teils Steilvorlage, teils gefundenes Fressen für einen hungrigen Glossenschreiber, erinnerte sich Karl Stumpfi.
Die einem unsterblichen Beatles-Klassiker innewohnende zart-bittere Melancholie, welche auch in der deutschen Fassung „Gestern war’s“ spürbar wird, übertrug der Rezitaor auf die Gemütslage in Neunburgs Kommunalszene der frühen 90er-Jahre: „Verflogen war die anfangs von der Wiedervereinigung ausgelöste Euphorie. Frust anstatt Lust machte sich auch im Rathaus breit, wo Bürgermeister Manlik schon seit 1972 Hof hielt“. Die Glosse „Chronik eines angekündigten Rücktritts“ endet mit der Perspektive, dass „das Stadtoberhaupt, vom Stadtrat ehrerbietig umlagert, zum eigenen Denkmal wird“.

Von einer Neunburger Bürgermeisterwahl, die aus dem Rahmen fiel (1993), und dem ersten Bürgerentscheid (1998) handelten die Textbeiträge des zweiten Programmabschnitts. Musikalisch eingeleitet vom Haindling-Cover „Margot“ – ein Hinweis auf Neunburgs erste Bürgermeisterkandidatin Weber (SPD) – folgten weitere Wahlkämpferporträts über die Konkurrenten Wolfgang Bauer, REP („Ein Republikaner, den keiner fürchtet“), Theo Männer, CSU („Kronprinz in der Endlos-Warteschleife“) und Wolfgang Bayerl, FWG („Die Wahl zwischen Heimatfilm und Bauernseufzern“). Nach dem Reinhard-Mey-Chanson „Diplomatenjagd“ zitierte Karl Stumpfi den Eisernen Kanzler Otto von Bismarck: „Es wird niemals so viel gelogen wie nach der Jagd, während des Krieges und vor der Wahl“. Zum Abschluss des offiziellen Programms gab es noch eine Rückblende auf die Bürgermeisterwahl 1999, als der Amtsinhaber Bayerl die Klinge mit seinen beiden Herausforderern CSU-Fraktionschef Klaus Zeiser und 3. Bürgermeister Hans Reiml (SPD) kreuzte: „Rosenkrieg statt Wahlschlacht“ glossierte die Mittelbayerischen eine „blumige Episode“ kurz vor dem Urnengang. Den lautstarken Schlussapplaus mit „Zugabe“-Rufen honorierten die Vier Unverdorbenen mit einem kräftigen Nachschlag. Mit „Bayern, des samma mia“ coverten die Musiker Zach, Götze & Schöberl ein weiteres Mal die Kultband „Haindling“. Stumpfi erinnerte an die Kommunalwahl kurz nach der Erstaufführung des „Hussenkrieg“-Festspiels 1983, als „Pfalzgraf Johann Neunburger Stadtrat wurde“.

Vorsitzender Wunder begrüßte die Gästeschar und eröffnete das Neunburger Kunstjahr 2020 offiziell. Foto: Udo Weiß, NT

Vorsitzender Wunder begrüßte die Gästeschar und eröffnete das Neunburger Kunstjahr 2020 offiziell. Foto: Udo Weiß, NT

NEUNBURGER SCHNADAHÜPFL’N von und mit Jürgen Zach

Unser Stodt kannt so schei sa, wenn dei Fleischmo-Mich-Gedächtnisruine niad waar. Irgendwann maouß doch mit dem Kraich vorbei sa, is des denn so schwaar?
***
Mit’m Ruhland Andres is des Gleiche, der maißt seine Thesen an d’Spitalkirchatür hi schreibn, dann daad er, wei da Martin Luther, vielleich wos bewirka und für die Nachwelt in Erinnerung bleibn.
***
Da Männer Theo is ziemlich fertig daoughockt, er is eitz a ganz a oarma Mo. Erm hams vom Dochbodn im Museum sei ganz Spielzeug davo.
***
Die ostbayrische Adria, unser Open-Air-Wellness-Spa, da Eixendorfer See is im Sommer, weil er grün is, goar nimmer schee. Deswegn wüll der Drexler Walter, der zum Stausee-Papst avanciert, in da Schweinebucht jetzt an Turm baun, von dem er alles kontrolliert.
***
Vom Martin Birner, hot ma gmoint, er wüll aufhörn, koi Mensch konnt se des erklärn. Grund war ein Job im „überregionalen Metzger-Medizinisch-auf Zukunft hinausgerichtetn Versorgungszentrum für Osteuropa“: Dourt wollt er Chefarzt werdn.

***
Eitz bei de Wahln, daou kann ma’s doch endlich probiern, dass ma mit a na feindlichn Übernahme die Verwaltungsgemeinschaft ruiniern. Die poar Hansl waarn leicht zu verwaltn, nur die Burgermoaster , die san a Problem. Ah! Dei werdn Pförtner im neuer groaßn Riesen-Rothaus. Daou ham ses woarm und bequem.

***
Jedn Tag schau i in d’Zeitung, unser Landrat is da immer präsent. Leider konn er halt nix arbeitn – wegen seine zsammagwachsner Händ.
KVULogo

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Wahlkampf-Satiren und Polit-Schnadahüpfln

Die Vier Unverdorbenen v. li. n. re.: Klaus Götze (Gitarre), Karl Stumpfi (Rezitation), Franz Schöberl (Akkordeon) und Jürgen Zach (Bass/Gesang.) Foto: Alfred Grassmann

Die Vier Unverdorbenen v. li. n. re.: Klaus Götze (Gitarre), Karl Stumpfi (Rezitation), Franz Schöberl (Akkordeon) und Jürgen Zach (Bass/Gesang.) Foto: Alfred Grassmann

Der Blaue Montag des Neunburger Kunstvereins befasst sich wenige Wochen vor den Bayerischen Kommunalwahlen mit dem Thema „Wahlkampf“. Sein Kleinkunst-Ensemble, die Vier Unverdorbenen, präsentieren ihr neues Satire-/Musik-Programm unter dem Titel „Gesegnete Wahlzeit!“ am Montag, 20. Januar  (ist bereits ausgebucht!) und am Donnerstag, 6. Februar, jeweils ab 19 Uhr, in der Szenekneipe Alten Seilerei, Hauptstraße 40. 

Die musikalische Lesung blendet auf vergangene Neunburger Wahlkampfzeiten zurück – Karl Stumpfi, ehemaliger Neunburger Redakteur und Reporter, rezitiert aus seinen Glossen und Lokalspitzen der Jahre 1980 bis 2010 – das weitere Programm greift aktuelle Themen der Kommunalpolitik auf (Neunburger Schnadahüpfln, getextet und gesungen von Jürgen Zach). Begleitet werden sie von Gitarrist Klaus Götze  und Akkordeonist Franz Schöberl. Der musikalische Teil unterhält die Gäste unter anderem mit Cover-Versionen alter Schlager, Pop-Hits, Chansons und Folklore.
Eine Archivaufnahme der Mittelbayerischen Zeitung (Fotograf: Josef Dorrer)  Oldieszeigt die beiden rivalisierenden Alphatiere der Neunburger Stadtpolitik der 80er und frühen 90er Jahre, 1. Bürgermeister Sepp Manlik (Mitte) und 2. Bürgermeister Theo Männer (links dahinter), sowie den  damaligen  Stimmkreis-Abgeordneten MdL Manfred Humbs (2. v.re.) und den jungen MZ-Reporter Karl Stumpfi (rechts).
Platzreservierungen für die beiden Abende werden wegen des begrenzten Platzangebots im Lokal empfohlen und sind an Alois Feldmeier (Tel. 09434/3672) Mobil 0173 9560092 oder E-Mail kontakt@feldmeier-vm.de zu richten. Reservierungen werden bis eine halbe Stunde vor Beginn des Auftritts aufrecht erhalten, die angemeldeten Personen sollten ihre Plätze rechtzeitig einnehmen.
Der Eintritt ist frei, Spenden an den Kunstverein Unverdorben sind erwünscht.
ACHTUNG! Auch der zweite Auftritt der Vier Unverdorbenen am 6. Februar, 19h, Alte Seilerei, ist ausgebucht. Interessenten können sich bei Alois Feldmeier (Alte Seilerei) auf eine Warteliste setzen lassen.
Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Zwei Nachholtermine für die Blauen Montage

Vier Unverdorbene eröffnen Kunstjahr 2020

UVkalender20Nachholtermine für den im November abgesagten Blauen Montag der Vier Unverdorbenen mit neuem Satire-/Musikprogramm „Gesegnete Wahlzeit!“: Montag, 20. Januar, 19h, und Donnerstag, 6. Februar, 19h, in der Alten Seilerei, Hauptstraße 40. Ab sofort sind Platzreservierungen möglich unter Telefon 09434 / 3672 (Alois Feldmeier), Mobil 0173 9560092 oder Mail:  kontakt@feldmeier-vm.deKVULogo

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

KVU-Highlights: Klassik-Rock-Gala, Singrün-Konzert, Ahoj 19 „Kunst und Natur“

Servus, großes Neunburger Kunstjahr 2019!

Markus Engelstaedter & Band, begleitet von den Smetana Philharmonikern Prag bei der Neunburger Klassik-Rock-Gala in der Schwarzachtalhalle. Foto: Ralf Gohlke, MZ

Markus Engelstaedter & Band, begleitet von den Smetana Philharmonikern Prag bei der Neunburger Klassik-Rock-Gala in der Schwarzachtalhalle. Foto: Ralf Gohlke, MZ

Der Neunburger Kunstverein blickt am heutigen Silvestertag 31. Dezember auf ein  großartiges Kunstjahr 2019 zurück, das mit seinem Kulturprogramm mit vielen Facetten weit über die Grenzen der Pfalzgrafenstadt in die Region ausstrahlte: Erinnert sei besonders an die Mitglieder-Werkschau (erstmals in den Kreuzgängen des Klosters Ensdorf), das Sinfonische Sommerkonzert mit dem Regensburger Singrün-Orchester und zwei excellenten Instrumentalsolisten in der OGO-Sporthalle, die Fortsetzung der Friedenstauben-Aktion in Klatovy und Neratov (Tschechische Republik)  sowie die siebte Auflage des Kulturfestivals NEUNBURGER KUNSTHERBST mit Highlights wie die Internationale Kunstausstellung „Ahoj 19 – Kunst und Natur“ und die Klassik-Rock-Gala in der ausverkauften Schwarzachtalhalle – zur Erinnerung: Der grandiose Oberpfälzer Sänger und Entertainer Markus Engelstaedter mit einem Titel von Lou Reed, welcher auch am 2. Oktober in Neunburg auf dem Programm stand: „The Power of Love“.

DER KVU-VORSTAND WÜNSCHT ALLEN KUNSTFREUNDEN UND KUNSTFÖRDERERN EINEN GUTEN RUTSCH INS NEUE JAHR UND FÜR 2020 ALLEN NUR DAS BESTE!!

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Festtagsgrüße des Kunstvereins Unverdorben:

Frohe und friedvolle Weihnachten 2019!

Weihnachten_und_PF_2020-1

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

KVU-Vorstände im Konzerthaus Blaibach zu Gast

Stippvisite im Bayerischen Kulturwald

Die KVU-Vorsitzenden beim "Probesitzen" im Auditorium des Konzerthauses Blaibach. Fotos: Maria Wunder

Die KVU-Vorsitzenden beim „Probesitzen“ im Auditorium des Konzerthauses Blaibach. Fotos: Maria Wunder

Nach einem Exkurs in den hohen Norden – Hamburger Elbphilharmonie – zum Jahresanfang, führte kurz vor Jahrestorschluss die KVU-Vorstände Peter Wunder und Karl Stumpfi eine Stippvisite in den Bayerischen Kulturwald: Auf dem Programm stand der Besuch eines Weihnachtskonzerts der „Singfoniker“, eines der profiliertesten deutschen Vokalensembles. „Sehr schön, einmal nicht selbst gestresster Veranstalter zu sein, sondern als ganz entspannter Zuhörer dabei zu sein“, meinte 1. Vorsitzender Wunder kurz vor Konzertbeginn.

„Wie ein Meteorit“ habe die neue Konzertstätte in Blaibach eingeschlagen, bilanzierte dieser Tage die Presse exakt fünf Jahre nach Eröffnung des Hauses. Dieses sei ein viel bestauntes Vorzeigeobjekt geblieben und die Erfolgsgeschichte dauere an.

*************************************************

„Kultur kann in vielen Formen Vorreiter sein, Land-Stadt-Hierarchien abzubauen und ländliche Regionen über die Sicherung der kulturellen Infrastruktur als Lebensraum aufzuwerten und weiterzuentwickeln“. Thomas E. Bauer (Intendant des Konzerthauses Blaibach)

**************************************************

Als extravaganten Monolithen hatte Peter Haimerl das Kulturhaus konzipiert – 2016 wurde er dafür mit dem Architekturpreis der deutschen Architekten ausgezeichnet. Dass die Euphorie seit der Einweihung im Dezember 2014 nicht nachgelassen hat, bestätigen Daten und Fakten, welche Initiator und Spiritus rector Thomas E. Bauer aktuell vorweisen kann. So wurden 2019 insgesamt 23000 Tickets verkauft. Damit erreicht das Konzerthaus im Bayerwald Dimensionen z. B. der Osterfestspiele in Salzburg und Baden-Baden. Das Einzugsgebiet der Besucher reicht bis Wien, München und Nürnberg. Bis 70 Prozent der Kosten werden bereits durch den Ticketverkauf refinanziert, die öffentliche Fördern bewegt sich zwischen vier und fünf Prozent und der Rest werde durch Sponsorengelder abgedeckt. Bauers Erfolgsrezept: Er habe nicht nur ein Konzerthaus konzipiert, sondern auch dessen inhaltliche Gestaltung geprägt. Durch seine künstlerischen Kontakte habe der international agierende Bariton ein hohes Programm-Niveau erreicht, „Weltklasse im Dorf“ sozusagen. So gastierte 2019 selbst der berühmte russische Pianist Grigorij Sokolov in Blaibach.

Nichtzuletzt bewegt Thomas Bauer, welche Rolle Kultur und Heimat in der gegenwärtigen Gesellschaft spielten. Übrigens eine Fragestellung, die auch den Neunburger Kunstverein Unverdorben umtreibt. Laut Bauer könne die Kultur in vielen Formen der Vorreiter sein, Land-Stadt-Hierarchien abzubauen, ländliche Regionen über die Sicherung der kulturellen Infrastruktur als Lebensraum aufzuwerten und weiter zu entwickeln. Daraus resultiere ein neues Kulturverständnis, das die Politik noch nicht genügend wertschätze. Der Hausherr dies Konzerthauses Blaibach betont deshalb: Er wolle keine Almosen der Kultur, sondern deren Würdigung, sichtbar durch adäquate Unterstützung.

Zurück in Neunburg vorm Wald werden sich die KVU-Verantwortlichen gleich nach Weihnachten und Neujahr in die Programm-Detailplanungen für das Jahr 2020 stürzen. Schwerpunkte: Mitglieder-Werkschau im ersten Halbjahr und 8. Neunburger Kunstherbst mit Internationaler Ausstellung „Ahoj 20“ mit Künstlern aus Tschechien und Bayern sowie Klassik-Galakonzert am 2. Oktober mit Pianist Alexander Maria Wagner und der Vogtland-Philharmonie aus Sachsen.

Die "Singfoniker" bei ihrem Auftritt am 13. Dezember im Blaibacher Konzerthaus.

Die „Singfoniker“ bei ihrem Auftritt am 13. Dezember im Blaibacher Konzerthaus.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Weihnachtsmahl für fleißige Helfer und treue Unterstützer

Ein geselliger Ausklang des Kunstjahres ’19!

Die Vier Unverdorbenen des KVU (v.li. Franz Schöberl, Jürgen Zach, Karl Stumpfi und Klaus Götze) werden in Kürze für den Auftakt im neuen Kunstjahr 2020 sorgen. Foto: Friedrich W. Stumpfi

Die Vier Unverdorbenen des KVU (v.li. Franz Schöberl, Jürgen Zach, Karl Stumpfi und Klaus Götze) werden in Kürze für den Auftakt im neuen Kunstjahr 2020 sorgen. Foto: Friedrich W. Stumpfi

Das Neunburger Kunstjahr 2019 neigt sich allmählich dem Ende zu, Weihnachten steht vor der Tür: Grund genug für den KVU-Vorstand, treue Mitglieder und Helfer zu einem festlichen Mahl einzuladen. Dieses gesellige Jahresabschluss-Treffen fand zum dritten Mal im Gasthaus „Zum Schwarzen Rössl“ im Ortsteil Pissau statt.

Prost! 1. Vorsitzender Peter Wunder, Dana Ettl, Georg Ettl und Josef Ettl stoßen auf ein erfolgeiches Kunstjahr 2019 an. Foto: Udo Weiß

Prost! 1. Vorsitzender Peter Wunder, Dana Ettl, Georg Ettl und Josef Ettl stoßen auf ein erfolgeiches Kunstjahr 2019 an. Foto: Udo Weiß

Die Wirtsleute Dana, Georg und Josef Ettl servierten einen opulenten Gänsebraten mit Kartoffelknödeln plus Beilagen vom Salatbuffet, ließen zur späteren Stunde noch ein leckeres Adventsdessert folgen. 1. Vorsitzender Peter Wunder stieß mit Gastgebern und Gästen nicht nur auf den gelungenen Abend in einem ur-gemütlichen Ambiente an. Seine Dankabstattung galt allen Unterstützern und „dienstbaren Geistern“, insbesondere bei den ebenso arbeits- wie erfolgreichen Ausstellungen „Mitgliederwerkschau ´19“ (Monat Mai, Kloster Ensdorf) und „Ahoj 19 – Kunst für den Frieden“ (September/Oktober im Foyer der Schwarzachtalhalle, in der Spitalkirche und in acht weiteren Kunststationen entlang der Hauptstraße). Desgleichen bei der Vorbereitung und Durchführung der beiden regionalen Musik-Highlights „Sinfoniekonzert mit dem Singrün-Orchester Regensburg“ (Monat Juni, OGO-Sporthalle Oberviechtach) und Neunburger Klassik-Rock-Gala (2. Oktober, Schwarzachtalhalle). Das neue Neunburger Kunstjahr werden die Vier Unverdorbenen, das Kleinkunst-Ensemble des KVU, mit Aufführungen ihres neuen Musik-Satire-Programms „Gesegnete Wahlzeit!“ im Januar/Februar 2020 einläuten.

Veröffentlicht unter Allgemein | 1 Kommentar

Absage „BLAUER MONTAG“!

PosterBlauerMontagVerehrte Freunde des Kunstvereins UNVERDORBEN,

leider müssen wir die im KUNSTHERBST-Programm angekündigten  „BLAUEN MONTAGE“ mit den Vier Unverdorbenen und ihrem neuen Satire & Musik-Programm „Gesegnete Wahlzeit!“ am 25./26. November in der Gaststätte Jakobsbrauerei (Klaus Baumgärtner), Vorstadt 1, Neunburg vorm Wald,

krankheitsbedingt absagen. Wir werden diese beiden Termine im I. Quartal 2020 nachholen. Bitte Hinweise in der Lokalpresse und in den KVU-Internetforen beachten!!LogoKH

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

2. November: Das Klassik-Highlight im Kunstherbst ’19!

Zwei herausragende Künstler am Piano

Generalprobe für "Klavier zu vier Händen" in der Jugendkirche München, Preyssingstraße, mit Anton Zapf und Mayuko Obuchi.

Generalprobe für „Klavier zu vier Händen“ am 30. Oktober  in der Jugendkirche München, Preyssingstraße, mit Anton Zapf und Mayuko Obuchi.

Die japanische Pianistin Mayuko Obuchi tritt am Samstag, 2. November, 20 Uhr, gemeinsam mit Pianist und Komponist Anton Zapf, München, beim 🍁NEUNBURGER KUNSTHERBST🍁 auf und gestaltet in der Schwarzachtalhalle einen Konzertabend „Klavier zu vier Händen“ mit Werken von Händel, Mozart, Reger und Glasunow, darunter Uraufführungen von zwei Bearbeitungen von Orchesterwerken für vierhändiges Klavier von Anton Zapf.

Eintritt 15 Euro, Kinder/Jugendliche bis 14 Jahren freier Eintritt! Vorverkauf online: www.okticket.de (Stichwort „Klavierabend vierhändig“) und örtliche VVK-Stellen.PianoDINa3

DAS PROGRAMM:

Georg Friedrich Händel (1685-1759):  Konzert für Orgel u. Orchester op. 4 Nr. 4  F-Dur  (bearbeitet für Klavier zu 4 Händen von Anton Zapf ); Satzfolge:                               Allegro –  Andante – Adagio – Allegro; Uraufführung

 Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791):  Klaviersonate B-Dur KV 281;     Satzfolge: Allegro – Andante amoroso – Rondo; Solistin: Mayuko Obuchi

                                                                      —PAUSE—

AntonundMayMax Reger (1873-1916):   Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart op. 132a; Satzfolge: Andante grazioso – L’istesso tempo (quasi un poco piu lento) –  Poco agitato (non troppo allegro) – Con moto – Vivace – Quasi presto – Sostenuto – Fuga

Alexander Glasunow (1865-1936):   Hochzeitsmarsch für Orchester op. 21;         (bearbeitet für Klavier zu 4 Händen von Anton Zapf); Uraufführung

*************************************************************************

MEDIENECHO

Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung, Ausgabe SAD, v. 15. 11. 2019 als jpg-Datei: 2Nov2019

Teilseite _STN1_

*********************************************************************************

PORTRÄT: ANTON ZAPF

Der Dirigent und Komponist Anton Zapf erhielt seine musikalische
Grundausbildung am Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen bei Eberhard Kraus, Orgel und Kontrapunkt, sowie im Georg Ratzinger Chor.

Porträtfoto: Thomas Raithel

Porträtfoto: Thomas Raithel

Er studierte Orgel bei Werner Jacob (1. Preis beim Orgelwettbewerb Stuttgart 1973, UA Hans Werner Henze Toccata senza Fuga SWR 1979) und Dirigieren bei Thomas Ungar an der Musikhochschule Stuttgart, beide Examina mit Auszeichnung; 1978 Kulturförderpreis der Stadt Regensburg; 1980-82 Karl-Böhm- und Rotary International-Stipendium in den USA. 1983 erhielt Zapf den  2. Preis beim Internationalen Fitelberg Dirigentenwettbewerb in  Katowice/Polen; danach startete seine  internationale Karriere als Opern- wie als Konzertdirigent mit über 60 Orchestern in 16 Ländern auf vier Kontinenten

Weitere  Stationen waren von 1983 – 1990 Kapellmeister am Staatstheater Stuttgart; danach 1. Kapellmeisterpositionen in Dortmund, am Nationaltheater Mannheim und ab 1999 in Bonn. Er war langjähriger Gastdirigent der Finnish National Opera Helsinki sowie der Ostböhmischen Philharmonie Königgrätz/CZ, mit der er auch seine ersten Kompositionen uraufführte; seit 2010 sind sie im C.F. Peters Verlag publiziert.

Anton Zapf war außerdem Gastdirigent u.v.a. an den Opernhäusern in Hamburg, Paris, Madrid, Oslo, Braunschweig und an der North West Opera Irland. Er arbeitete mit herausragenden Sänger(inne)n wie Karita Mattila, Anja Harteros, Simone Kermes, Samuel Ramey, Kurt Moll, Tom Krause, Georg Zeppenfeld oder dem Pianisten Grigorij Sokolov zusammen.  Sein Engagement für zeitgenössische Musik dokumentieren zahlreiche Uraufführungen und Aufnahmen u.a. mit den Rundfunkorchestern des DR Berlin, des WDR Köln, der Musikfabrik NRW, des Beethovenorchesters Bonn und besonders mit dem RSO und Vokalensemble des SWR Stuttgart. 2012-2017 war er Dozent für Orchesterleitung an der Musikhochschule München und leitete das B-Orchester(Schulmusik). 2016 bis 2018 sprang er kurzfristig als Domkapellmeister am Münchner Liebfrauendom ein. 2017 startete eine Romkonzertreise auch mit eigenen Werken. Neben seinen Dirigaten konzertiert Anton Zapf auch immer wieder als Organist, Pianist und Liedbegleiter.Von Kindheit an ist er sportlich als Fußballer aktiv (seit 2015 in der Ehrenliga beim FC Bayern), er wurde mehrfach Seniorenweltmeister im Skisprung, zuletzt 2018 in Szczyrk/PL

PORTRÄT: MAYUKO OBUCHI

1988 in Kyoto geboren, studierte Mayuko Obuchi Klavier am Doshisha Women’s College bei Claudio Soares. Ferner schloss sie ihr Klavier-Masterstudium an der Kyoto University of Arts bei Chiharu Sakai und Irina Mejoueva ab.

Foto: Piano Fischer, MUC

Foto: Piano Fischer, MUC

2015 absolvierte sie ihr Masterstudium für Liedgestaltung bei Prof. Helmut Deutsch und Tobias Truniger an der Hochschule für Musik und Theater München. 2017 schloss sie ihr Masterstudium für Klavier mit Auszeichnung an der Universität Mozarteum in Salzburg in der Klasse von Prof. Rolf Plagge und Prof. Thomas Böckheler ab. Seit 2017 studiert sie bei Prof. Jacques Rouvier im Postgraduate-Lehrgang an der Universität Mozarteum Salzburg. Mayuko Obuchi besuchte Meisterkurse bei Arnulf von Arnim, Felix Gottlieb, Pascal Rogé, Oxana Yablonskaya und Lilya Zilberstein. Seit 2015 wird sie von der Stiftung Yehudi Menuhin-Live Music Now München gefördert und 2015-2017 war sie Stipendiatin des DAAD.
2012 gewann Mayuko Obuchi beim Sakai International Piano Competition den 1. Preis und den Publikumspreis. 2013 und 2014 war sie als Solistin mit den Mozart Klavierkonzerten KV415 und KV488 mit Osaka Chamber Orchestra und Yamanami Orchestra zu hören. 2016 wurde sie beim Richard Strauss Wettbewerb im Fach Klavier mit einem Förderpreis ausgezeichnet. 2017 gewann sie den 1. Preis beim Internationalen Anton Rubinstein Wettbewerb in Düsseldorf. 2018 war sie Finalistin bei „Concours International de Piano d’Ile de France“. 2015 gewann Obuchi im Liedduo mit Katharina Konradi den 1. Preis beim 24. Wettbewerb „Musikpreis Kulturkreis Gasteig“ im Fach Liedgestaltung in München. Im August 2015 wurde sie Preisträgerin der Sommerakademie Mozarteum und trat im Liedduo mit Katharina Konradi im Rahmen der Salzburger Festspiele auf.
Seit 2016 ist Mayuko Obuchi Mitwirkende im Musiktheater und in Konzerten der Bayerischen Staatsoper München. 2017 war sie Korrepetitorin bei Prof. Daniel Kotlinski in der Internationalen Sommerakademie Mozarteum Salzburg. Seit 2017 ist sie Lehrbeauftragte für Korrepetition an der Ballett-Akademie der Hochschule für Musik und Theater München.

LINK zu -youtube-:

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

AHOJ 19 – Kunst und Natur letztmals geöffnet!

Eva Felixová: DÄMMERUNG

Eva Felixová: DÄMMERUNG

Die Internationale Ausstellung des Kunstvereins Unverdorben e. V. im Rahmen des NEUNBURGER KUNSTHERBSTES  kann heute, Sonntag, 14 bis 16 Uhr, in der Spitalkirche, Hauptstraße 3, sowie im Foyer der Schwarzachtalhalle, Rötzer Straße 2, zum letzten Mal besichtigt werden. Kunststationen mit Werken der Ausstellerinnen Susanne Heinrich, Roth; Rose Heuberger, Regensburg, und Eva Felixová, Holysov, sowie Arbeiten der Kunstschule Klatový und Staatl. Gregor-von-Scherr-Realschule (Kunstzweig) befinden sich im Restaurant Esszimmer (Schwarzachtalhalle), sowie in den Schaufenstern der Geschäfte Blasinstrumente Kroner, Büro- und Pressezentrum, Alte Seilerei, Fensterbau Kerschberger und Sparkasse (Schrannenplatz).

Die Ausstellung  „Ahoj 19 – Kunst und Natur“ wird ab Montag, 28. Oktober demontiert.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar