OTV-Vorschau auf das „Jahrtausendkonzert“

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Bacchantische Nacht vor toller Kulisse:

„Jam-Session“ in der Kunst-Weinlaube!

Stadtpfarrer Stefan Wagner holte sein "Schifferklavier" und verstärkte das Unverdorben-Duo Jürgen Zach & Klaus Götze...

Stadtpfarrer Stefan Wagner holte sein „Schifferklavier“ und verstärkte das Unverdorben-Duo…

Einmal mehr mit dem Hl. Petrus im Bunde war der Neunburger Kunstverein Unverdorben, als er am Vorabend des Feiertags „Maria Himmelfahrt“ zum Weinabend in den lauschigen Hinterhof des Kunstquartiers gebeten hatte. Wie bereits beim „Blauen Montag“ zum Finale der Stadtjubiläums-Festwoche leisteten wieder zahlreiche Einheimische und auswärtige Gäste die KVU-Einladung Folge. Schon kurz nach 18.30 Uhr füllten sich die Reihen…

Meister der Improvisation erwiesen sich die Musiker Klaus Götze, Jürgen Zach und Christian Schmid (v. li.)

Als wahre Meister der Improvisation erwiesen sich die Musiker Klaus Götze, Jürgen Zach und Christian Schmid (v. li.)

Im Gegensatz zum 31. Juli gab es diesmal aber keine feste Programm-Vorgabe. Improvisation war angesagt, als um 19.30 Uhr zunächst die beiden „Unverdorbenen“ Hausmusikanten Jürgen Zach und Klaus Götze in die Saiten griffen. Der Spontan-Appell an alle Anwesenden, bei Lust und Laune ihre eigenen Instrumente zu holen bzw. auszupacken, verhallte nicht ungehört. So verstärkte KVU-Nachbar Stadtpfarrer Stefan Wagner das Duo mit seinem Akkordeon bei einer Neuauflage der „Best of Neunburger Gstanzln“ und einigen unmittelbar nachfolgenden „Bayerischen“.
Zuletzt unterhielt ein Quintett mit Christian Schmid (Bassgitarre) und ein trommelnder Münchner Gast die Zuhörerschaft, die Musikanten boten einen Evergreen-Mix von Bob Dylan bis Jethro Tull, Beatles, Stones bis Cat Stevens. Mit tosendem Applaus befeuerte das sichtlich vergnügte Publikum diese „Jam-Session“ der unverdorbenen Art, während dessen das fleißige Thekenteam um Renate und Jochen Ullmann den Durst löschte.
Erst gegen Mitternacht setzte Aufbruchstimmung ein und die beschwingten KVU-Gäste sagten gar nicht so leise „Servus, Weinhof!“

Es muss ja nicht die letzte „Abschiedsparty“ gewesen sein…

Das Publikum verfolgte sichtlich vergnügt den Darbietungen und geizte auch nicht mit Beifall.

Das Publikum verfolgte bestens gelaunt den Musik-Darbietungen und geizte nicht mit Beifall.

 

Erlesene Tropfen aus dem KVU-Weinkeller und die laue Sommernacht erwiesen sich als Garanten für prächtige Weinlaubenstimmung! Fotos: Alfred Grassmann

Erlesene Tropfen aus dem KVU-Weinkeller und die laue Sommernacht erwiesen sich als Garanten für prächtige Weinlaubenstimmung! Fotos: Alfred Grassmann

MEDIENECHO

Bericht in der Tageszeitung „Der Neue Tag“ v. 19./20.8.17 als jpg-Datei:

weinhofimNT

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Gemütlicher Sommerabend bei gutem Tropfen und Musik

Am 14. August heißt es „Servus, Weinhof!“

Idylle pur im Weinhof des Neunburger Kunstquartiers, Im Berg 7.... Foto: Beate Seifert

Idylle pur im Weinhof des Neunburger Kunstquartiers, Im Berg 7…. Foto: Beate Seifert

Der Neunburger Kunstverein Unverdorben e. V. lädt alle Freundinnen und Freunde der schönen Künste zu einem gemütlichen, stimmungsvollen Sommerabend in den Weinhof seines Kunstquartiers ein. Nachdem die Wochen des Verbleibs in dieser seit 2013 vom KVU genutzten Location gezählt sind – der Rathaus-Erweiterungsbau soll 2018 beginnen – lautet das Motto am Abend vor dem Feiertag Maria Himmelfahrt ab 19 Uhr „Servus, Weinhof!“ Die Gäste erwartet nicht nur ein „erlesener Tropfen“ aus dem Unverdorben-Weinkeller, sondern auch eine improvisierte Musik-Session unter Regie von Vorstandsmitglied Jürgen Zach. Der Sänger und Gitarrist animiert alle interessierten Musikerkollegen zum Mitspielen – also Instrument mitbringen, Anlage steht bereit! Außerdem ist an diesem Abend auch eine Besichtigung der laufenden Mitglieder-Werkschau „Bunte Vielfalt“ möglich.s

MEDIEN-ECHO

Bildbericht in der Regionalzeitung „Der Neue Tag“ v. 12.8.17 als jpg-Datei:

NTWeinhof

 
Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

„Best of Blauer Montag“ im vollbesetzten KVU-Weinhof

Witzig-spritziger Sommernachtstraum

In Bestform präsentierte sich der "Haus-Band" des KVU mit Jürgen Zach (Mitte), Klaus Götze (links) und Franz Schöberl (rechts). Fotos: Alfred Grassmann

In Bestform präsentierte sich die „Haus-Band“ des KVU mit Sänger & Gitarrist Jürgen Zach (Mitte),  Gitarrist Klaus Götze (links) und Franz Schöberl mit dem Schifferklavier (rechts).

Rezitator Karl Stumpfi beanspruchte wieder sein volles Mimik- und Gestikrepertoire. Fotos: Alfred Grassmann

Rezitator Karl Stumpfi beanspruchte wieder sein volles Mimik- und Gestikrepertoire. Fotos: Alfred Grassmann

 

Dieser Abend lieferte alle „Zutaten“ für einen Sommernachtstraum frei Haus. Der fein herausgeputzte Weinhof des Kunstquartiers lud bei angenehmen Temperaturen zum Verweilen ein. Bei einem erlesenen Tropfen aus dem vereinseigenen Weinkeller und niveauvoller musikalisch-literarischer Unterhaltung waren ebenso genussreiche wie kurzweilige Stunden vorprogrammiert.

Vorsitzende Beate Seifert bei der Begrüßung der Gästeschar.

Vorsitzende Beate Seifert bei der Begrüßung der Gästeschar.

Zum Abschluss der Jubiläums-Festwoche „1000 Jahre Neunburg vorm Wald“ hatte der Kunstverein Unverdorben am 31. Juli zum „Blauen Montag“ eingeladen. Viele Gäste aus Nah und Fern ließen sich nicht lange bitten und sorgten für eine stattliche Zuhörerkulisse.

Die Vier Unverdorbenen als Hauptakteure des Abends

Klaus Götze, Gitarre

Klaus Götze, Gitarre

boten eine „Best of“-Auswahl ihrer bisherigen Programme der Jahre 2013 bis 2016 an. Den musikalischen Part übernahmen in bewährter Weise Jürgen Zach (G’stanzln und Bassgitarre), Klaus Götze (Gitarre) und Franz Schöberl (Akkordeon). Zum Entree sangen und spielten sie das bekannte Hannes-Wader-Chanson „Die kleine Stadt“ – ein unüberhörbarer Fingerzeig auf die jubilierende Millenniumsgemeinde.

Rezitator Karl Stumpfi ließ mit seiner Einführung in die Abteilung Satire gleich aufhorchen: „Wir beginnen unser Programm heute Abend nicht, wie man durchaus erwarten könnte, dem Beginn. Nein, wir fangen ausnahmsweise mit dem Ende an, genauer gesagt mit der Endzeit“. Gesanglich mit der Moritat „Mackie Messer“ von Brecht/Weill eingestimmt, trug Stumpfi dann zwei nachdenklich stimmende Texte aus dem Programm „Denk‘ ich an Deutschland“ vor. Damit debütierten die Vier Unverdorbenen im ersten Neunburger Kunstherbst 2013.

Jürgen Zach, Gesang und Bassgitarre

Jürgen Zach, Gesang und Bassgitarre

Die „Drei Paragraphen der Weimarer Republik“ hat Bertolt Brecht 1931 zu Papier gebracht. Ein Abgesang auf den ersten demokratischen Staat auf deutschem Boden, zugleich beklemmende Vision eines menschenverachtenden totalitären Systems. Mit der braunen Machtergreifung wurde sie keine zwei Jahre später Realität. Auch der Wiener Literat Polgar hat das finale Siechtum eines Staatsgebildes beschrieben. Die Donaumonarchie existierte immerhin über 600 Jahre. 1918, nach vier Weltkriegsjahren, blutete nicht nur ihre Armee, sondern der ganze Vielvölkerstaat aus. Im selben Jahr entstand die Satire „Musterung“, sozusagen die österreichische Lesart eines im wahrsten Sinne des Wortes Staats-Begräbnisses, voller morbider Stimmung. Darauf hörten die Gäste folgerichtig den Wolfgang Ambros-Klassiker „Es lebe der Zentralfriedhof“.

Franz Schöberl, Akkordeon

Franz Schöberl, Akkordeon

Die musikalisch-satirische Zeitreise fand ihre Fortsetzung mit einer Fallstudie inklusive Ursachenforschung: Wie wird ein Biedermann zum Brandstifter? Robert Gernhardts „Der Fall Binder“ ist Inhalt einer Sammlung von Nonsens-Geschichten, die vor vierzig Jahren von der Neuen Frankfurter Schule herausgegeben wurde. Auch nach dem „Kriminaltango“ bewegte sich die Lesung noch eine Weile auf juristischem Parkett.  Ebenfalls aus dem „Denk ich an Deutschland“-Programm stammt der  Satiretext „Vorschlag zur Strafrechtsreform“. Niedergeschrieben im Jahr 1967, nimmt Autor Hans Magnus Enzensberger in einer Schachtelsatz-Endlosschleife Beamtendeutsch und Stereotypen der Bürokratie trefflich aufs Korn. Die exhibionistischen Anwandlungen eines ehemaligen k.u. k. Marinedieners mit zwei am Hinterteil eintätowierten Schiffen beschreibt Anton Kuh süffisant in der Episode „Das Marinemuseum“. Als Anspielung auf dessen übermäßigen Alkoholgenuss durfte man das abschließende Heurigenlied „Nüchtern bin i allweil schüchtern“ verstehen – eine Reminiszenz an das Blaue-Montag-Programm „Mit freudigem Geifern“ im Kunstherbst 2014.

Urbayerisch starteten die Vier Unverdorbenen in den zweiten Teil  des Abends – musikalisch und literarisch sogar mit einer richtigen Sauerei!  Auf das eingangs vom Trio interpretierte Volkslied „d’Sau hat an schweinern Kopf“ passte wie angegossen ein Kapitel aus dem „Bayrischen Dekameron“ von Oskar Maria Graf. An dessen 50. Todestag erinnerte der Rezitator, bevor er seinen Zuhörern das „Sauohr“ servierte. Bei „Best of Blauer Montag“ durfte natürlich das Intermezzo „Best of Neunburger Gstanzln“ nicht fehlen, mit dem Solist Jürgen Zach einmal mehr lautstarke Lachsalven provozierte.

Karl Stumpfi blendete danach nochmals auf das Programm  „Mit freudigem Geifern“ zurück. Er las daraus zwei Texte zeitgenössischer Satiriker aus der Bundesrepublik Deutschland in den 60er und 70er Jahren.  Zunächst persiflierte Autor Markus Werner die von Sexual-Volksaufklärern wie Oswalt Kolle forcierte Entdeckung des Neuen Körperkults in seiner „Liebes-Organologie“. Darauf folgte eine tiefenpsychologische Analyse zum unerschöpflichen Theman „Was will die Frau“, von Autor Bernhard Lassahn originell in Versform gepackt. Viel Gelächter auf offener Szene dann auch bei einer Wiener Ballade des vielseitig begabten österreichischen Kabarettisten Fritz Grünbaum, welcher dem „Hausfreund“ eine ellenlange Lobeshymne widmete.

Alte Seilerei-Wirt Alois Feldmeier wirft "Herrn Neugröschl" wegen Randalierens hinaus... Foto: R. Gohlke, MZ

Alte Seilerei-Wirt Alois Feldmeier wirft „Herrn Neugröschl“ wegen Randalierens hinaus… Foto: R. Gohlke, MZ

Eine literarische Kostprobe aus dem Programm 2015 „Von komischen Käuzen“ gab es abschließend zum Andenken an Friedrich Torberg, den Chronisten einer untergehenden Epoche, nämlich die der Kaffeehausliteratur. Aus dessen Anekdotensammlung „Tante Jolesch oder der Untergang des Abendlandes“ las Stumpfi ein Kapitel über den mürrischen Restaurantbesitzer Herr Neugröschl. Letztgenannter befördert einen widerspenstigen Gast nach kurzem Disput an die frische Luft – und unversehens ereilte den Neugröschl imitierenden Rezitator dasselbe Schicksal. Alois Feldmeier setzte mit einem markigen „Jetzt reicht’s!“ den Schlusspunkt hinter den offiziellen Programmteil.

Auf den langen, kräftigen Applaus anspielend, meinte Karl Stumpfi lapidar: „So sind wir eben, die Vier Unverdorbenen.  Zugaben liefern wir auch unaufgefordert ab“. Gesagt, getan: Nach Tevjes Lied „Wenn ich einmal reich wär“ aus dem Musical „Anatevka“ folgten noch drei „Nachbrenner“ aus dem letztjährigen Programm „Himmlisches und Höllisches“, darunter der „Sperrstunden-Blues“. Dann war’s vollbracht. Kurz vor 22.30 Uhr fiel der Schlussvorhang über einen traumhaft gelungenen „Blauen Montag“ im Weinhof des Neunburger Kunstquartiers…

*WIEDERHOLT wird das Programm „Best of Blauer Montag“ am 12. September, 20 Uhr, in der Alten Seilerei, Hauptstraße 40, Neunburg vorm Wald!

"Best of Blauer Montag" mit der KVU-Hauscombo. Foto: Onetz/H. Probst

„Best of Blauer Montag“ mit der KVU-Hauscombo. Foto: Onetz/H. Probst

Karl Stumpfi rezitierte Texte von Brecht, Polgar, Gernhardt, Enzensberger, Kuh, O. M. Graf, Torberg u. a. Foto: Onetz/H.Probst

Karl Stumpfi rezitierte Texte von Brecht, Polgar, Gernhardt, Enzensberger, Kuh, O. M. Graf,  Grünbaum, Torberg u. a. Foto: Onetz/H.Probst

Die Zuhörerinnen und Zuhörer genossen die gemütliche Weinlaubena tmosphäre! Foto: Alfred Grassmann

Die Zuhörerinnen und Zuhörer genossen die gemütliche Weinlaubenatmosphäre! Foto: Alfred Grassmann

MEDIEN-ECHO

Bericht in der MZ-Lokalausgabe SAD/NEN v. 2. 8. 2017 als pdf-Datei:

20170802.MZ.A.8789436

Bericht in der Zeitung „Der Neue Tag“, Ausgabe SAD, v. 5. 8. 2017 als jpg-Datei:

NTbmJuli17Bericht in der Chamer Zeitung, Ost-Ausgabe, v. 8.8.17 als pdf- u. jpg-Datei:

CHAZeitungPDF

ChamerZeitungBestoflogo1000jahrenen

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

KVU-Werkschau 2017 im Kunstquartier eröffnet

„Bunte Vielfalt“ bis Ende August bestaunen

Renate Ullmann, Kuratorin der Werkschau (links) und weitere Aussteller bei der Eröffnung am Sonntagvormittag im Kunstquartier Im Berg 7.

Renate Ullmann, Kuratorin der Werkschau (links) und weitere Aussteller bei der Eröffnung am Sonntagvormittag im Kunstquartier Im Berg 7.

Seit Sonntag Vormittag läuft die diesjährige Mitglieder-Werkschau des Neunburger Kunstvereins Unverdorben im KQ, Im Berg 7. Sie steht diesmal unter dem Motto „Bunte Vielfalt“. Im Rahmen der Vernissage, zu der neben vielen Kunstinteressierten auch 1. Bürgermeister Birner und CSU-Fraktionsvorsitzender Zeiser erschienen waren, stellte 1. Vorsitzende Beate Seifert die ausstellenden Künstler kurz vor.

Vorsitzende Beate Seifert bei der Begrüßung.

Vorsitzende Beate Seifert bei der Begrüßung.

„Erschaffer der Werkausstellung 2017“ sind Renate Ullmann (zugleich Kuratorin), Tanja Lennert, Thomas Zilch, Carola Braun, Marion Demleitner, Cornelia Walbrun, Gerlinde Turban, Arzy Umarova, Andras Olah, Irene Ehemann, Angelika Peshold und Johannes Steidl gemeinsam. Sie führte unter anderem weiter aus: „Als ich gestern Abend noch alleine durch die Räume ging und mir in aller Ruhe die wundervollen Arbeiten angeschaut habe, strömte eine solche liebenswürdige Kreativität auf mich ein, dass mir das Herz aufging. So schaut bunte Vielfalt aus“.
Die KVU-Vorsitzende hob besonders die motivische Vielfalt und ein interessantes Kontrastprogramm der Techniken hervor. Jeden Einzelnen unserer Künstler zu beschreiben, sei aber keine leichte Sache, weil sie allesamt begeistert ihr Handwerk verstünden und viel Fachkunde in verschiedenen Techniken, Farben und Stile besäßen – „und trotzdem setzt jeder seine eigene Marke und man ist immer wieder aufs Neue überrascht!“ Der Kunstverein Unverdorben könne sehr stolz sein, so ein Potential an kreativen Künstlern zu haben.
Zum Abschluss ihrer Ausführungen richtete die Vorsitzende Dankesworte an die Kuratorin und alle fleißigen Helferinnen und Helfer im Vorfeld der Ausstellungseröffnung. Dann wünschte sie allen Besuchern viel Vergnügen beim Betrachten der Kunstwerke und Verweilen in den Kunstvereinsräumen. Die Werkschau kann jeden Sonntag von 14 bis 16 Uhr besichtigt werden, letztmals am 27. August.

MEDIEN-ECHO

Bericht in der Regionalzeitung „Der Neue Tag“, Ausgabe Schwandorf, v. 2.8.17 als JPG-Datei:WerkschauNT17

Fotos von der Vernissage: Karl Stumpfi, KVU-Medienreferent

Fotos von der Vernissage: Karl Stumpfi, KVU-Medienreferent

KVUlogo

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Pressemitteilung der Bayerischen Philharmonie

…und am 3. Oktober im Prinzregententheater!

Bruckner4plusDie Bayerische Philharmonie präsentiert das Programm des Neunburger Jahrtausendkonzerts am 3. Oktober 2017 auch im Münchner Prinzregententheater! In einer Pressemitteilung des in der Landeshauptstadt residierenden Sinfonieorchesters heißt es diesbezüglich weiter:
Die Bayerische Philharmonie gastiert am 2. Oktober 2017 zum 1000-jährigen Festjahr mit in der Pfalzgrafenstadt Neunburg vorm Wald. Das Programm des dort bereits ausverkauften Jahrtausendkonzerts präsentiert die Bayerische Philharmonie am 3. Oktober 2017 auch im Münchner Prinzregententheater. Konzertbeginn ist um 20 Uhr.
Mit großer symphonischer Besetzung bildet Anton Bruckners »Romantische«, die Symphonie Nr.4, das Hauptwerk des Abends. Die wegen ihrer opulenten Bläserbesetzung selten aufgeführte »Wiener Philharmoniker-Fanfare« von Richard Strauss eröffnet das Konzert, gefolgt von Mozarts »Jupiter-Symphonie«, die als Krönung der klassischen Symphonik gilt.
Karten gibt es zu € 59 / € 49 / € 39 / € 32 / € 24 (Schüler und Studenten 50% Ermäßigung) in der Geschäftsstelle der Bayerischen Philharmonie, Telefon 089 / 120 220 320 sowie unter www.muenchenticket.de.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Werkschau-Vernissage 30. Juli & Blauer Montag 31. Juli

Kunst zum Finale der Jubiläums-Festwoche

Die Werkschau-2017-Grafik "Bunte Vielfalt" des Pilsener Künstlers Jiri Perret.

Die Werkschau-2017-Grafik „Bunte Vielfalt“ des Pilsener Künstlers Jiri Perret.

Der Neunburger Kunstverein Unverdorben ist in der laufenden Festwoche zum Stadtjubiläum „1000 Jahre Neunburg v. W.“ OLYMPUS DIGITAL CAMERAmit zwei Programm-Beiträgen vertreten.  Die Mitglieder-Werkschau beginnt am Sonntag, 30. Juli, 11 Uhr, im Kunstquartier, Im Berg 7, mit einer öffentlichen Vernissage. Das Thema 2017 lautet „Bunte Vielfalt“. Insgesamt zwölf Kunstschaffende aus den KVU-Reihen zeigen bis einschließlich Sonntag, 27. August ihre Werke. Die Ausstellung kann an Sonntagen und am Feiertag (Maria Himmelfahrt, 15. August) von  14 bis 16 Uhr besucht werden. Weitere Möglichkeiten zur Besichtigung gibt es am „Blauen Montag“, 31. Juli und beim geselligen Abend  „Servus, Weinhof!“ am 14. August jeweils ab 19 Uhr im Kunstquartier.  

Die Vier Unverdorbenen des Neunburger Kunstvereins.

Die Vier Unverdorbenen des Neunburger Kunstvereins.

Zum Ausklang der Festwoche findet am 31. Juli die musikalische Lesung „Best of Blauer Montag“ statt. Der Weinhof des Kunstquartiers öffnet um 19 Uhr, Programm ab 20 Uhr. (Bei Regen ist kurzfristig eine Verlegung ins Pfarrheim St. Georg möglich). Die Vier Unverdorbenen des Kunstvereins in der Besetzung Jürgen Zach (Bassgitarre, Gesang), Klaus Götze (Gitarre), Franz Schöberl (Akkordeon) & Karl Stumpfi (Rezitation) präsentieren handgemachte Musik diverser Stilrichtungen sowie satirische Texte deutscher und österreichischer Autoren aus ihren Kunstherbst-Programmen „Denk‘ ich an Deutschland…“ (2013), „Mit freudigem Geifern“ (2014), „Von komischen Käuzen“ (2015) und „Himmlisches und Höllisches“ (2016). Eintritt frei, Spenden für den Kunstverein erbeten.logo1000jahrenenMEDIEN-ECHO

Vorschau in der Chamer Zeitung/Straubinger Tagblatt als jpg- u. pdf-Datei:

Chamer Zeitung060_CHO_ZTG_01_260717(1)

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

OTV-Exklusiv-Interview mit Chefdirigent Mark Mast

Jahrtausendkonzert: Infos aus erster Hand

Intendant und Chefdirigent Mark Mast von der Bayerischen Philharmonie gab dem Regionalfernsehsender OTV ein ausführliches Interview. Foto: K. Stumpfi

Intendant und Chefdirigent Mark Mast von der Bayerischen Philharmonie gab dem Regionalfernsehsender OTV ein ausführliches Interview. Foto: K. Stumpfi

Am Rande des Probespielnachmittags am Donnerstag, 6. Juli im Musikfachraum der Staatlichen Gregor-von-Scherr-Realschule zeichnete der regionale Fernsehsender Oberpfalz TV  ein ausführliches Interview auf. Mark Mast, Intendant und Chefdirigent der Bayerischen Philharmonie, stand dem OTV-Kamerateam Rede und Antwort rund um das Thema „Kulturprojekt Neunburger Jahrtausendkonzert 2017“.

In der Sendung „OTV-Talk“ wird das rund zehn Minuten dauernde Gespräch heute, Dienstag, 18. Juli, im Anschluss an das OTV-Magazin um 18.30 Uhr (Kabel-TV) bzw. 19.30 Uhr (Sat-TV) ausgestrahlt. Ab Mittwoch, 19. Juli kann das Mast-Interview in der OTV-Mediathek jederzeit unter dem nachfolgenden Link abgerufen werden.

OTV-Talk vom 18.07.2017

Vom Probespiel der Nachwuchstalente in den Instrumentalfächern Geige, Bratsche und Cello aus den Gymnasien Schwandorf, Burglengenfeld, Nabburg und Oberviechtach sowie von routinierten Blechbläsern aus der Region nahm das OTV-Team einige Sequenzen für die aktuelle Magazinsendung auf. Dazu führte OTV-Reporterin Melanie Schreiner Kurzinterviews mit Chefdirigent Mark Mast und 1. Bürgermeister Martin Birner zum Thema „Jahrtausendkonzert“ und mit KVU-Geschäftsführer Peter Wunder zum Thema „5. Neunburger Kunstherbst“.

KVU-Geschäftsführer vor der OTV-Kamera.

KVU-Geschäftsführer  Peter Wunder mit OTV-Reporterin Melanie Schreiner vor der Kamera.

OTV-Filmbericht über das Jahrtausendkonzert-Probespiel in Neunburg:

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Ausstellung „Here I stand“ im Kunstquartier

Begegnung mit Martin Luthers Lehre

Martin-Luther-Ausstellung vom 1. bis 16. Juli im Neunburger Kunstquartier, Im Berg 7.

Martin-Luther-Ausstellung vom 1. bis 16. Juli im Neunburger Kunstquartier, Im Berg 7.

Text: Philipp Mardanow, NT / Fotos: Karl Stumpfi, Alfred Grassmann

Mit einem Lied aus der Feder Martin Luthers ist die Ausstellung der evangelischen Kirchengemeinde Neunburg v. Wald „Here I stand“  im Kunstquartier eröffnet worden. Bis Mitte Juli lässt sich hier dem Leben und Werk des Reformators nachspüren. Auch das Schwarzachtaler Heimatmuseum hat dazu Exponate beigesteuert.

Torte mit Luther-Rose

Torte mit Luther-Rose

Die evangelische Kirchengemeinde hat diese Ausstellung nach Neunburg geholt. Zur Eröffnung bat Pfarrer Gerhard Beck die Gäste, gemeinsam fünf Strophen des Lieds „Nun freut euch, liebe Christen g’mein“ zu singen. Martin Luther selbst hat es verfasst, „und er erzählt darin, wie es zur Reformation gekommen ist“. Dabei handle es sich um kein Kirchenlied – „es wurde vielmehr auf der Straße von den Händlern gesungen“, wusste der Geistliche. So habe es zur Ausbreitung der Lehre Luthers und der Reformation beigetragen.

Den englischen Titel der Ausstellung erklärte Beck damit, dass diese ursprünglich für protestantische Gemeinden in den Vereinigten Staaten konzipiert wurde. Der Titel „Here I stand“ bezieht sich auf das Luther zugeschriebene Zitat „Hier stehe ich und kann nicht anders“, das dieser angeblich 1521 auf dem Wormser Reichstag gesagt hat, als er seine Thesen widerrufen sollte.Ankndigung-Lutherausstellung

Pfarrer Beck gab einen kurzen Einblick in die Ausstellung, die mit Infografiken und Plakat-Präsentationen die wichtigsten Stationen der Reformationsgeschichte und ihre Auswirkungen beleuchtet. Diese geht zunächst auf Luthers Biografie ein und wirft einen Blick auf die Zeit vor der Reformation. Das Weltbild um 1500 wird beschrieben und auf den Ablasshandel – Sünden werden gegen Geld vergeben – durch die katholische Kirche eingegangen. „Daran hat sich Martin Luther ganz besonders gestört“, berichtete Beck.

Von Buchdruck profitiert

Desweiteren erfährt der Besucher etwas über die Veröffentlichung von Luthers 95 Thesen am 31. Oktober 1517.

Pfarrer Beck stimmt das Eingangslied an.

Pfarrer Beck stimmt das Eingangslied an.

Verdeutlicht wird, wie sich seine Lehre zwischen 1520 und 1554 ausgebreitet hat, und welche Rolle der neu erfundene Buchdruck dabei spielte. Auch auf Luthers Ehe mit der ehemaligen Nonne Katharina von Bora wird eingegangen, außerdem wird dargelegt, welche Auswirkungen die Reformation auf das gesellschaftliche Leben hatte. Nicht ausgespart bleiben die Schattenseiten Martin Luthers, der sich unter anderem abwertend gegenüber Papst, Juden und Bauern geäußert hatte. Zusätzlich erhält der Betrachter Einblick in die Vielfalt protestantischer Glaubensrichtungen und erfährt Luthers Bedeutung als „lebendes Denkmal“ – so gibt es 8 Lutherwege, 57 Denkmäler weltweit und 197 Lutherbäume. Auch ein Vergleich mit dem gleichnamigen US-Bürgerrechtler Martin Luther King wird gezogen.

Gussform mit Luther-Abbild

Das „spannendste Zimmer der Ausstellung“ (Pfarrer Beck) sei der „schwarze Raum“, in dem eine Gussform mit dem Abbild des Reformators und ein altes Gedenk-Buch zu sehen sind. Beide Exponate stammen von 1883, und sind zum 400. Geburtstag Luthers produziert worden.SONY DSC Leihgeber der Gussform ist Alfred Niedermayer aus Osternach im österreichischen Innviertel. Ein besonderer Hingucker der Ausstellung sind auch die alten Lutherbibeln aus dem 17. Jahrhundert, die das Schwarzachtaler Heimatmuseum als Leihgabe überlassen hat. Weitere Bibeln haben Mitglieder der Kirchengemeinde zur Verfügung gestellt. In einer Glasvitrine finden sich Exponate, die belegen, wie Luther gerade heuer zum Jubiläum „500 Jahre Reformation“ zum Marketing-Instrument geworden ist. Sein Konterfei findet sich auf Kleidung, ihn gibt’s als Playmobil-Spielfigur und er muss sogar als Namenspatron für Bier herhalten. Ergänzend wird im Kunstquartier noch eine Plakatserie zur Landesausstellung „Ritter, Bauern, Lutheraner“ präsentiert, die aktuell auf der Veste Coburg zu sehen ist.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung „Here I stand“ im Kunstquartier, Im Berg 7, ist  noch bis einschließlich Sonntag, 16. Juli in der Zeit von 14 bis 20 Uhr geöffnet.

Vorschau „Play Luther“

Der Kunstverein Unverdorben und die Evangelische Gemeinde setzen ihre Kooperation im Reformations-Gedenkjahr im 5. Neunburger Kunstherbst fort. Zur Eröffnung am Samstag, 16. September wird die Vernissage der Internationalen Herbstausstellung „Ahoj 17 – Gemeinsame Wege in Glaube und Kunst“ mit einer Aufführung des musikalisch-szenischen Stücks „Play Luther“ in der Schwarzachtalhalle kombiniert. Die Kunstprozession beginnt um 17 Uhr in der ev. Versöhnungskirche und führt über die Vorstadt und Altstadt zur Stadthalle, wo die Vorstellung um 20 Uhr beginnen wird. Der Kartenvorverkauf (15 Euro) hat bereits begonnen, online unter www.okticket.de und bei den örtlichen VVK-Stellen. Ermäßigte Eintrittskarten (10 Euro) werden an die Teilnehmer der Kunstprozession in der ev. Versöhnungskirche ausgegeben.

Diese Glasvitrine enthält Leihgaben des Schwarzachtaler Heimatmuseums und aus der Privatsammlung Theo Männers.

Diese Glasvitrine enthält Leihgaben der Evangelischen Gemeinde, von Gerhard Beck und von Peter Wunder. Weitere Leihgaben stammen aus dem Schwarzachtaler Heimatmuseums und aus der Privatsammlung Theo Männers.

Blick in dem Ausstellungs-Folder (v. li.): Tanja Kraus, Beate Seifert, Dr. Lydia Mann und Pfarrer Gerhard Beck.

Blick in dem Ausstellungs-Folder (v. li.): Tanja Kraus, Beate Seifert, Dr. Lydia Mann und Pfarrer Gerhard Beck.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Klassik-Konzert zur Eröffnung der Schwarzachtalhalle

14. Juli 2012: Beginn einer neuen Ära…

Hans Richter dirigierte die Prager Smetana Philharmoniker im Eröffnungskonzert der Schwarzachtalhalle am 14. Juli 2012. Foto: Ralf Gohlke, MZ

Hans Richter dirigierte die Prager Smetana Philharmoniker im Eröffnungskonzert der Schwarzachtalhalle am 14. Juli 2012. Foto: Ralf Gohlke, MZ

Heute vor fünf Jahren ging in der Stadt Neunburg v. W. die neu erbaute Schwarzachtalhalle mit einer fulminanten Klassik-Konzertpremiere in Betrieb. Die Aufführung des Smetana-Zyklus‘ „Má Vlast“ (Mein Vaterland) durch die Smetana Philharmoniker Prag unter Leitung ihres Chefdirigenten und gebürtigen Neunburgers Hans Richter ist in die Annalen der Pfalzgrafenstadt eingegangen. Sie begründete eine neue Musik-Ära in der mittleren Oberpfalz. Die vom damaligen 1. Bürgermeister Wolfgang Bayerl und ehrenamtlichen Klassikbeauftragten Karl Stumpfi initiierte neue Konzertreihe der klassischen Musik in der Schwarzachtalhalle hat sich in der Folgezeit gut entwickelt und fest etabliert. Und das nächste Großereignis wirft schon seine Schatten voraus: Das vom Kunstverein Unverdorben organisierte „Jahrtausendkonzert“ zum Neunburger Stadtjubiläum am 1./2. Oktober in der Schwarzachtalhalle!

Chefdirigent Hans Richter und 1. Bürgermeister Wolfgang Bayerl präsentieren am 12. April 2012 den Medienvertretern das Poster des Eröffnungskonzerts. Foto: Karl Stumpfi

Chefdirigent Hans Richter und 1. Bürgermeister Wolfgang Bayerl präsentieren am 12. April 2012 den Medienvertretern das Poster des Eröffnungskonzerts. Foto: Karl Stumpfi

Kurzer Rückblick auf das „Konzert der ersten Stunde“ mit nachfolgendem Text der am 16. Juli 2012 in der Mittelbayerischen Zeitung erschienenen Rezension:

Mit Moldau-Wasser getauft 

Auftakt in der Schwarzachtalhalle mit Smetana-Zyklus „Ma vlást“

Mit „Moldau-Wasser“ hat die neue Schwarzachtalhalle ihre musikalische Weihe erhalten. Das Eröffnungskonzert des neuen Veranstaltungszentrums der Mittleren Oberpfalz gestalteten die Smetana Philharmoniker Prag unter Leitung ihres Chefdirigenten Hans Richter mit Friedrich Smetanas Zyklus „Ma vlast“ (Mein Vaterland). Rund 750 Zuhörer erlebten in dem seit Wochen restlos ausverkauften Saal einen fulminanten Auftakt, den sie schlussendlich mit stehenden Ovationen quittierten.
Auch die Bühnenkapazität des neuen Hauses wurde mit dem 65 Musiker umfassenden Orchesterapparat voll ausgereizt. Moderator Wolfgang Bayerl erläuterte dem Publikum, warum der Veranstalter den Smetana-Zyklus auf das Programm dieser „Inaugurazione“ gesetzt hatte: Der Komponist thematisiert in den beiden abschließenden Tondichtungen „Tabor“ und „Blanik“ die hussitische Geschichte Böhmens ebenso wie das Neunburger Heimatfestspiel „Vom Hussenkrieg“, das seine 30. Jubiläums-Spielzeit begonnen hat.
Das spätromantische Werk Smetanas, dessen Nähe zur Klangwelt Richard Wagners kaum zu verleugnen ist, bedeutete zugleich den ultimativen Akustik-Eignungstest für die Schwarzachtalhalle. Der Dirigent, ein gebürtiger Neunburger, erkundete beim einleitenden „Vysehrad“ behutsam die „Terra inkognita“, setzte auf eine epische Deutung der nigsburg-Geschichte und ließ – den Intentionen des Komponisten voll entspechend – nationales Pathos außen vor. Wie Hans Richter überhaupt auf Partiturtreue setzte und folgerichtig der Versuchung widerstand, den „Klassik-Hit“ Vltava (Moldau) als nach Effekt haschende Filmmusik darzubieten. Auch die oftmals als „Rosinen“ aus dem Zyklus-Kuchen gepickten Stücke „Z ceskýchluhu a háju“ (Aus Böhmens Hain und Flur“) und „Sarka“ beeindruckten durch Hans Richters unprätentiöse und klare Interpretation.
Ein Knackpunkt dieses Eröffnungskonzerts war sicherlich die „Tabor“-Tondichtung, zu unrecht oft als „sperriges Orchesterstück“ gebrandmarkt. Den Smetana Philharmonikern gelang es hier vortrefflich, den Spannungsbogen vom einleitenden Pianissimo bis zum finalen Fortissimo zu halten, der hussitischen Willenstärke und Kampfeskraft tönenden Ausdruck zu verleihen. Dass der das Werk krönende,triumphale „Blanik“-Festmarsch kurz darauf frenetischen Schlussapplaus erzwingen würde, war schon zu diesem Zeitpunkt abzusehen. Die urböhmische Musizierfreude und jugendliche Verve dieses Prager Orchesters hatte das Publikum restlos in seinen Bann gezogen. Mit zwei „Slawischen Tänzen“ von Antonin Dvorak sagten Hans Richter & Co. „Auf Wiedersehen und –hören“ bis zur 1. Neunburger Operngala am 2. Oktober in der Schwarzachtalhalle. (su)

Der tschechische Komponist Bedrich Smetana (1834 - 1884)

Der tschechische Komponist Bedrich Smetana (1824 – 1884)

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar