29. Juni: Sommerkonzert in der OGO-Sporthalle

Romantische Klangpracht mit „Singrün“

 Das Orchester am Singrün Regensburg gastiert mit großer Besetzung (ca. 90 Musiker) in der OGO-Sporthalle Oberviechtach. Foto: Stefan Weinert

Das Orchester am Singrün Regensburg gastiert mit großer Besetzung (ca. 90 Musiker) in der OGO-Sporthalle Oberviechtach. Foto: Stefan Weinert

Nach einer Konzertreise mit Ziel Brixen/Südtirol gastiert das Regensburger Orchester am Singrün am 29. Juni, 20 Uhr, auf Einladung des Kunstvereins Unverdorben e. V. in Oberviechtach mit gleichem Programm: Sinfonische Werke von Engelbert Humperdinck, Johannes Brahms und Antonin Dvorak.

Intensive Orchesterarbeit mit leidenschaftlichem Musizieren zu verbinden ist das Anliegen des 1986 in der Domstadt gegründeten Laienorchesters. Motto: „Wir wollen  die Freude an der Musik zusammen erleben und unsere Begeisterung mit ins Publikum tragen“. Die Gründungsmitglieder nannten sich nach der Adresse des damaligen Probenraumes „Am Singrün“. Das Singrün (sin = immer) ist ein Pflänzchen, das im Brauchtum Verwendung unter anderem als Brautschmuck oder auch Totenkraut auf Gräbern fand.

Von der anfänglichen Kammermusikbesetzung wuchs der Klangkörper schnell zur Größe eines Symphonieorchesters mit großer Streicherbesetzung und komplettem Holz- und Blechbläsersatz sowie Schlagwerk heran. Heute musizieren rund 90 Instrumentalisten unterschiedlichen Alters und verschiedener Berufsgruppen zusammen. Programm-Schwerpunkte bilden Kompositionen der symphonischen Musik vom Barock über die Klassik und Romantik bis hin zur Musik der Gegenwart. „Unser Programm wählen wir übrigens immer demokratisch“, betont Orchestersprecher Florian Baueregger.

Eine Bestätigung für  seine stetige Arbeit bekam das Orchester 1996 durch die Verleihung des  Kulturförderpreis der Stadt Regensburg. Des weiteren durften sich die Singrün-Musiker  2013 über den Kulturpreis des Bezirks Oberpfalz freuen.

DIRIGENT UND SOLISTEN

Die Nachfolge des langjährigen Chefdirigenten Lutz Landwehr von Pragenau hat im Jahr 2018 Michael Falk angetreten.

Dirigent Michael Falk

Dirigent Michael Falk

Meisterkurse führten ihn zu prominenten Lehrern wie den niederländischen Maestro Bernard Haitink. Außerdem erhielt Falk eine Einladung von Paavo Järvi zu den Sommerkursen nach Estland. Zurzeit ist er als 2. Kapellmeister am Theater Hof engagiert. Als Dirigent arbeitete er bereits mit dem Beethoven Orchester Bonn, den Hofer Symphonikern, dem Philharmonischen Kammerorchester Berlin, der Rumänische Staatsphilharmonie „Dinu Lipatti“ Satu Mare, dem Rousse Philharmonic Orchestra, der Neuen Philharmonie Westfalen und den Bergischen Symphonikern zusammen.

Benedikt Wiedmann erhielt seinen ersten Violinunterricht bei Bernhard Fischer in Tübingen. Im Alter von 12 Jahren wurde er in Regensburg in die Bayerische Frühförderklasse aufgenommen, ehe er 2004 sein Violinstudium bei Prof. Eckhard Fischer an der Musikhochschule Detmold aufnahm.

Benedikt Wiedmann (Violine)

Benedikt Wiedmann (Violine)

Nach dem Vordiplom setzte er sein Studium an der Züricher Hochschule der Künste bei Prof. Ulrich Gröner fort und schloss dieses mit Auszeichnung ab. Weitere wichtige künstlerische Impulse erhielt er durch Unterrichte und Meisterkurse bei Ulf Schneider, Christian Altenburger, Thomas Brandis, Helena Bondarenko und Elise Båtnes. Neben solistischen Auftritten mit verschiedenen Orchestern stellt die Kammermusik einen großen Teil seines künstlerischen Schaffens dar.

Benedikt Wiedmann war Konzertmeister der Jungen Deutschen Philharmonie und Mitglied der Orchesterakademie des Bayerischen Staatsorchesters, er spielte darüber hinaus im Konzerthausorchester Berlin und dem Rundfunkorchester des BR. Neben regelmäßigen Aushilfstätigkeiten im Oslo Philharmonic Orchestra ist er seit 2011 Mitglied des Orchesters der Norwegischen Nationaloper in Oslo.

Benedikt Don Strohmeier begann seine musikalische Ausbildung im Alter von sieben Jahren mit dem Klavierspiel und nahm elfjährig das Cello hinzu. Von 1999 bis 2001 wurde er von Prof. Gabriel Rosenberg als Jungstudent im Fach Klavier an der Musikhochschule in Nürnberg unterrichtet.

Benedikt Don Strohmeier (Violoncello)

Benedikt Don Strohmeier (Violoncello)

Fast zeitgleich wurde er als Jungstudent  in die Celloklasse von Prof. Walter Nothas an der Hochschule für Musik und Theater in München aufgenommen. Dieses Studium setzte er bis 2008 fort und schloss es mit Diplom ab. Ein folgendes Master-Studium in der Meisterklasse von Prof. Thomas Grossenbacher führte  ihn an die Musikhochschule Zürich. Ausgezeichnet wurde er durch mehrfache Bundes – und Sonderpreise bei » Jugend Musiziert «, Preisen bei internationalen Wettbewerben sowie durch ein Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben. Bei Wolfgang Boettcher, David Geringas, Antonio Meneses u.a. besuchte er zahlreiche Cello-Meisterkurse. In regelmäßigen Aushilfstätigkeiten konzertiert er als Solocellist oder stellvertretender Solocellist in verschiedenen Orchestern wie z. B. dem Gewandhausorchester Leipzig und den Symphonieorchestern des BR und HR. Seit 2009 ist er stellvertretender Solocellist des Bayerischen Staatsorchester.

KLANGOPULENTE STÜCKE

Für das Sommerkonzert 2018 hat das Orchester klangopulente Werke der Spätromantik-Epoche ausgewählt. Nach der klangprächtigen Ouvertüre zur Märchenoper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck – Schüler und Assistent von Richard Wagner – erklingt das so genannte Doppelkonzert a-moll aus der späten Schaffensperiode von Johannes Brahms. Solisten sind Benedikt Wiedmann (Violine) und Benedikt Don Strohmeier (Violoncello). Nach der Pause steht die mittlere der drei letzten Meistersinfonien des tschechischen Komponisten Antonin Dvorak auf dem Programm, seine „Achte“ in G-Dur. Die Gastgeber-Rolle teilen sich beim Konzert am Samstag, 29. Juni, 20 Uhr, in der Sporthalle, Jahnstraße 18, der Neunburger Kunstverein Unverdorben und das Ortenburg-Gymnasium Oberviechach.

  • Eintrittskarten: Preise 16 und 12 Euro, Vorverkauf online: www.okticket.de und übliche VVK-Stellen. Abendkasse ab 19 Uhr.Kunstverein_Sinfoniekonzert190214-A3+-08RZ.indd
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29. Juni: Märchenoper-Vorspiel, Doppelkonzert und Sinfonie

Werke von Humperdinck, Brahms und Dvorak

Flyer_OberviechtachENGELBERT HUMPERDINCK (1854 – 1921):

Ouvertüre zur Märchenoper „Hänsel und Gretel“

Der Zaun aus (Leb-) Kuchenmännern beim Hexenhaus und das Uraufführungsdatum 23. Dezember haben gereicht, um aus „Hänsel und Gretel “ – Engelbert Humperdincks  Märchenspiel  von 1893 – auf ewig eine Weihnachtsoper zu machen, obwohl sie im Sommer spielt…

Komponist Engelbert Humperdinck

Komponist Engelbert Humperdinck

Generationen von Kindern haben damit ihre ersten Musiktheatererfahrungen gemacht; das Stück ist hierzulande nach wie vor neben Mozarts  „Zauberflöte“ die meistgespielte Oper in deutscher Sprache. Das ursprünglich für eine Aufführung im Familienkreis vorgesehene „Kinderstuben-Weihfestspiel“ – so der auf Wagner anspielende Titel der frühen Fassung von 1890 – vergrößerte Humperdinck zur vollgültigen, großorchestrierten Oper, ohne die „Kinderstube “ zu vergessen, aus der sie hervorgegangen war.

Im Vorspiel nimmt der berühmte  „Abendsegen“ vom Ende des zweiten Bildes („Abends will ich schlafen gehn, vierzehn Engel um mich stehn… „) eine zentrale Stellung ein. Er beansprucht als langsame Einleitung fast ein Drittel der Gesamtlänge, um dann dem ersten Themenkomplex (Hänsels  „Hokus Pokus“ aus dem Finale der Oper und das „Der Wind, der Wind “ aus der ersten Begegnung mit der Hexe) einer verkürzten Sonatenform Platz zu machen. Vom Ende der Oper stammen auch das zweite Thema („Die Englein haben’s im Traum gesagt“) und die triumphale Schlussgruppe (» Die Hexerei ist nun vorbei“). In Letztere steigert sich der Satz schließlich auch, wobei Humperdinck sich erfolgreich an die Stimmung von Wagners „Meistersinger“-Vorspiel annähert. Den Abschluss bildet aber die Wiederkehr des Abendsegens, der auch die Oper beschließt:  „Wenn die Not aufs höchste steigt, Gott der Herr die Hand uns reicht!«

JOHANNES BRAHMS (1833 – 1897):

Konzert für Violine und Violoncello a-moll  op. 102

Der Anfang würde sich perfekt für einen kleinen theatralen Effekt eignen: Angenommen, das Publikum wüsste nicht Bescheid, welche Art von Stück es erwartet, könnte man es so beginnen, als handele es sich einfach um ein Konzert für Violoncello und Orchester. Die nach den einleitenden Orchesterschlägen einsetzende, über 20 Takte dauernde Solokadenz des Cellos würde perfekt ins Bild passen. Doch dann, nach den weichen Einsätzen der Bläser, könnte hinten aus dem Orchester, zunächst optisch nicht erkennbar, die Solovioline mit ihrem ersten Einsatz heraustreten: die Überraschung wäre perfekt…

Komponist Johannes Brahms

Komponist Johannes Brahms

Denn Johannes Brahms komponierte 1887 mit seinem Opus 102 als letztes großes Orchesterwerk, eines der wenigen Doppelkonzerte des 19. Jahrhunderts. Dazu bedurfte es einer Anregung von außen und einer persönlichen Motivation: Der Cellist Robert Hausmann, dem Brahms mit der Sonate op. 99 schon die Bitte nach einem „Seitenstück“ zu seiner ersten Cellosonate op. 38 erfüllt hatte, hatte sich von Brahms auch ein konzertantes Werk gewünscht. Brahms verband das Eingehen auf diesen Wunsch schließlich mit einem eigenen Anliegen, das darin bestand, die aus privaten Gründen abgekühlte Freundschaft zu dem großen Geiger Joseph Joachim (für ihn komponierte Brahms sein epochales D-Dur Violinkonzert) wiederzubeleben. Beides – den Cellisten zufrieden- und den Kontakt zu Joachim wiederherzustellen – gelang; am 21. September 1887 notierte Clara Schumann nach einer Klavierprobe: „Es ist dies Concert gewissermaßen ein Versöhnungswerk – Joachim und Brahms haben sich seit Jahren zum ersten Mal wieder gesprochen. “ Eine Anspielung im Seitenthema des ersten Satzes auf ein gemeinsames Lieblingswerk (Giovanni Battista Viottis Violinkonzert Nr. 22 in der selben Tonart a-moll) dürfte der Sache förderlich gewesen sein.

Das Zusammenspiel der beiden Soloinstrumente – von einem konzertanten Wettstreit um die  „Lufthoheit “ über dem Orchester ist nichts zu spüren – ist von einem harmonischen Ineinandergreifen geprägt: von komplementär sich abwechselnden Spielfiguren über geschmeidiges Rollentauschen von Melodiestimme und Begleitung bis hin zu gemeinsamen, mehrstimmigen Akkorden. Diese kollegiale Konstellation kann man durchaus als Sinnbild der erneuerten Freundesbande zwischen Brahms und Joachim auffassen.

ANTONIN DVORAK (1841 – 1904)

Sinfonie Nr. 8 G-Dur op 88

Mit der anlässlich seiner  „Aufnahme in die Böhmische Kaiser-Franz-Joseph-Akademie für Wissenschaft, Literatur und Kunst“ komponierten 8. Symphonie in G-Dur habe sich Antonín Dvořák endgültig von deutschen Vorbildern, vor allem vom Einfluss durch Johannes Brahms frei gemacht: So lautet häufig das zusammenfassende Fazit zu diesem 1889 entstandenen, 1890 uraufgeführten Hauptwerk des Komponisten.

Komponist Antonin Dvorak

Komponist Antonin Dvorak

Wenn man die großartige, fünf Jahre zuvor komponierte 7. Symphonie als produktives Ringen mit diesem Einfluss und eine Art Durchgangsstation deuten will, kann man das in Bezug auf die Achte durchaus so sehen. Auffällig ist aber vor allem, mit welcher Souveränität, Selbstsicherheit und Verve sich Dvořák nun die symphonische Form zu eigen macht.

Schon der Beginn ist ein Paradebeispiel dafür, wie Dvořák die traditionelle Form nicht nur mit Kontrasten in Thematik und Harmonik, sondern auch durch extreme Wechsel der orchestralen Register dynamisiert: Dem elegischen g-moll-Motto in den durch Horn, Fagott und Klarinette eingefärbten Celli setzt er nach der Dur-Aufhellung der Geigen eine beschwingt hüpfende Melodie in hoher Flötenlage entgegen, deren Rhythmus den Satz fortan entscheidend prägen wird. Nachdem die Durchführung mit einer heiteren, naturnahen Episode zunächst eine überraschend entspannte Wendung zu nehmen scheint, zieht Dvořák die dramatischen Zügel rasch an und taucht mit einer unwiderstehlichen Variante des Moll-Dur-Übergangs vom Beginn triumphal in die Reprise ein. Auch im langsamen Satz, dem Herzstück der Symphonie, dessen emotionales Wechselbad vom Trauermarschcharakter ausgeht, spielt der Registerwechsel hoch-tief eine wichtige Rolle und wieder ist die Flöte maßgeblich beteiligt. In den zur Mitte hin sich zu Choralgröße aufschwingenden Trompetenfanfaren und der anschließenden, fast opernhaften Dramatik kann man hören, wo Gustav Mahler sich seine frühen symphonischen Inspirationen holte. Die Beruhigung zur streicherseeligen Idylle wird gegen Ende hin noch einmal schmerzlich in Frage gestellt.

Im herrlichen Walzer-Scherzo hört man den Einfluss Tschaikowskys heraus, das Trio ist melodisch dann aber purer Dvořák, und beim Spiel mit Zweier- und Dreierrhythmus schaut dann doch wieder Brahms über die Schulter… Der von den Trompeten markant eröffnete Finalsatz  schließlich bezieht seinen elektrisierenden Schwung aus dem Wechsel von vorwärtstreibenden und nachdenklich innehaltenden Passagen. Den letzten dieser ruhigen Momente spinnt Dvořák zu einer ausgedehnten Episode aus, bevor er sie vom Schlusswirbel fortreißen lässt.

Text: Juan Martin Koch, MZ-Musikkritiker

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EINTRITTSKARTEN  (16/12 €) für das Sinfonische Sommerkonzert des Orchesters am Singrün Regensburg am Samstag, 29. Juni, 20 Uhr, in der OGO-Sporthalle Oberviechtach gibt es online unter www.okticket.de, in den örtlichen VVK-Stellen und an der Abendkasse!KVULogo2017

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Karel Rechlik, Brünn: PFINGSTEN 2019

Pfingsten_2019

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Pfingstliche Kunst-Installation von Andrea Thema

Feuerzungen aus dem „Heilig-Geist-Loch“…

Andrea Thema - sie stellte bei AHOJ 17/18 in Neunburg aus - hier beim Aufbau ihrer aktuellen Kunst-Installation „Feuerzungen“ in der Spitalkirche Bad Windsheim. Foto: Giselher Scheicher

Andrea Thema – sie stellte bei AHOJ 17/18 in Neunburg aus – hier beim Aufbau ihrer aktuellen Kunst-Installation „Feuerzungen“ in der Spitalkirche Bad Windsheim.
Foto: Giselher Scheicher

„Heilig-Geist-Löcher“ gibt es in vielen Kirchen – sie dienten einst liturgischen Inszenierungen. Die Künstlerin Andrea Thema greift diesen historischen Brauch auf und weist mit einer eindrucksvollen Installation in moderner Formensprache auf das Pfingstgeschehen hin. Zu sehen ist das Werk „Feuerzungen“ vom Pfingstsamstag, 8. bis zum Sonntag, 23. Juni im Museum Kirche in Franken in Bad Windsheim.
Das vorwiegend aus textilem Material bestehende Kunstwerk wurde eigens für die Spitalkirche zum Heiligen Geist in Bad Windsheim geschaffen. Das Museum Kirche in Franken lässt damit die Tradition geistlicher Inszenierungen zum Pfingstfest lebendig werden, von denen das „Heilig-Geist-Loch“ im Chor des spätmittelalterlichen Kirchenbaus ein architektonisches Zeugnis ablegt.
Die 1957 in Maroldsweisach geborene Künstlerin Andrea Thema lebt und arbeitet in Burgthann im Nürnberger Land. Unter dem Titel „Dem Himmel so nah“ hatte sie bereits 2012 zusammen mit ihrem Ehepartner Giselher Scheicher eine illuminierte Installation aus farbigen Folien und kinetischen Objekten im mächtigen Dachgebälk der Spitalkirche präsentiert. Bei den Internationalen AHOJ-Ausstellungen 2017  („Kunst und Glauben“) und 2018 („Kunst und Frieden“) arbeitete die Künstlerin mit dem Neunburger Kunstverein Unverdorben e. V. eng zusammen.
Das neue Werk „Feuerzungen“ ist ein Anlass, auch das künstlerische Gesamtwerk Andrea Themas zu würdigen.
Experimentelle künstlerische Vorstöße in den dreidimensionalen Raum – so beschreibt es der Neuendettelsauer Praktische Theologe Klaus Raschzok – bestimmen seit längerem das Werk von Andrea Thema, von den Schleifpapier-Landschaftsarbeiten über die kinetischen und teilweise illuminierten Objekte bis hin zu den jetzt präsentierten „Feuerzungen“. Letztere stellen eine Verbindung zu den textilkünstlerischen Arbeiten her, die die Künstlerin entwirft, besonders seit sie in der Zeit von 2013 bis 2014 mit der kommissarischen Leitung der Paramentik der Diakonie Neuendettelsau betraut war.
„Aus der sogenannten Heilig-Geist-Öffnung im Chorgewölbe der spätmittelalterlichen Hallenkirche ergießen sich zwölf in leuchtendem Rot gehaltene, sternförmig angeordnete Stoffbahnen unterschiedlicher Länge in den Kirchenraum hinab, beginnen in Verbindung mit dem natürlichen Lichteinfall durch die Chorfenster ihr leuchtendes Spiel und setzen die im biblischen Bericht der Apostelgeschichte (Apostelgeschichte 2, 1-4) über das Jerusalemer Pfingstwunder geschilderte Metapher der tänzelnden Feuerzungen, die sich auf die vom Heiligen Geist ergriffenen Apostel zusammen mit den versammelten Anhängerinnen und Anhängern des auferstandenen Christus legen, in eine ansprechende raumgreifende künstlerische Arbeit um. Transzendenz wird auf diese Weise im Kirchenraum sinnlich wahrnehmbar.“, wird Klaus Raschzock diesbezüglich zitiert.

  • Quelle: Wochenzeitung „BlickLokal“/www.blicklokal.de
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9. Juni: Italienischer Abend mit szenischer Opernaufführung

Romeo und Julia lieben sich in Guteneck

Die konzertante Aufführung der Oper "Giulietta e Romeo" von Felice Romani, Musk von Nicola Vaccaj, steht im Mittelpunkt des Italienischen Abends auf Schloss Guteneck.

Eine Aufführung der Oper „Giulietta e Romeo“ von Felice Romani, Musik von Nicola Vaccaj, steht im Mittelpunkt des Italienischen Abends auf Schloss Guteneck. Foto: Tina Colditz / Copyright: Astrid Mathyshek, Cultura Immanuel

Am Pfingstsonntag, 9. Juni 2019, findet erstmals auf Schloss Guteneck eine außergewöhnliche  Opernaufführung von „Romeo und Julia“ statt. Im Schloss-Innenhof geben international bekannte Sänger ihr Können zum Besten. Es handelt sich um eine besondere Darbietung inmitten der sommerlichen Schloss-Kulisse, mit anschliessendem rundum italienischen Abend.

 

Im Mittelpunkt steht eine szenische Aufführung von Felice Romani’s Version von „Romeo und Julia“ (Giulietta e Romeo). Vor der romantischen Kulisse des Renaissance-Schlosshofes präsentieren internationale Sänger das musikalische Meisterwerk von Niccola Vaccaj, welcher die Tradition von Romeo als Hosenrolle begründete.

„Romeo ist ein Ideal. Das Idealbild des jugendlichen Liebhabers. Er ist der Inbegriff dessen, wonach Frauenherzen sich sehnen: Liebevoll, opferbereit, kämpferisch und zärtlich zugleich – ein weiblicher Eros im Körper eines Mannes. Somit ist offensichtlich, warum er nur von einer Frau gespielt werden kann“, beschreibt Mezzosopranistin Astrid Mathyshek ihre Paraderolle, mit welcher sie nicht nur in Italien großen Erfolg hatte, sondern an Pfingsten auch auf Schloss Guteneck zu erleben sein wird. Ihre Bühnenpartnerin, die Südtirolerin Elisabeth Margraf, steht als blutjunge Julia Capelletti zwischen zwei Männern: dem heimlichen Geliebten Romeo, Erbe der verfeindeten Familie Montecchi und ihrem Verlobten Tebaldo Capelletti, dargestellt von Reuben Walker aus den Vereinigten Staaten von Amerika.

Der Librettist Felice Romani folgt mit der Ausführung dieses Liebesdreiecks nicht der Fassung von Shakespeare, sondern greift auf die Ursprünge der italienischen Liebeslegende zurück, die bereits im Mittelalter in Italien entstanden ist und – wie alle Legenden – einen wahren Kern enthält. So ist die tatsächliche Existenz der Familien Capelletti und Montecchi in Verona ebenso nachweisbar, wie der Name Tebaldos. Lediglich um die schöne Julia und ihren Romeo rankt sich das Geheimnis ihrer Herkunft: Eine der ältesten Quellen, mittelalterliche Aufzeichnungen des süditalienischen Ortes Montecorvino Rovella belegen, dass im 12. Jahrhundert auch dort zwei verfeindete Familien ansässig waren, deren Bluttaten auf dem Stadtplatz immer wieder den Frieden der Bürger erschütterten.

Die Tochte der Familie Damolidei hieß Maria Teresa und verliebte sich in den Sohn der Familie D’Arminio, den jungen Davide, der ihre Liebe erwiderte. Bei einem Versuch nachts dem Hause des Liebsten zu nahen, wurde Davide gefangen genommen. Um ihn vor ihren grausamen Verwandten zu retten, lieferte sich Maria Teresa kurz entschlossen den D’Armino aus. Nur war guter Rat teuer. Keiner der Verwandten wagte es den Gefangenen etwas anzutun, da dies zwangsläufig zum Tod des eigenen Erben führen würde. In ihrer Verzweiflung suchten sie Beistand bei einem Mönch der Franziskaner, Padre Bernadino d’Enza – der historischen Vorlage für Frater Lorenzo, den unglückseligen Mittler von Romeos und Julias tragischer Liebe.

In Montecorvino Rovella jedoch gab der Frater der Geschichte eine ganz und gar andere Wendung: Er vermittelte zwischen den verfeindeten Familien und erwirkte Frieden, der sogar soweit ging, dass die jungen Liebenden einander versprochen wurden. Ihre Trauung fand auf dem Stadtplatz statt, wo die Familien sich zuvor stets blutig bekriegt hatten. Um ein dauerhaftes Zeichen des Friedens zu setzen, erbauten sie nach der Heirat ihrer Kinder an dieser Stätte die Kirche Santa Maria della Pace (Heilige Maria vom Frieden), die noch heute Zeugnis gibt von Versöhnung und Frieden. Lange vor Shakespeare entwickelten italienische Schriftsteller über Jahrhunderte hinweg die Legende weiter, mischten sie mit einer Quelle aus Siena über „Mariozzo e Gianozza“, deren verbotene Liebe ihnen zum tragischen Tod wurde und mit den Quellen von Verona, wo die so entstandene kunstvolle Tragödie von „Guilietta e Romeo“ letztlich verortet wurde.

Shakespeare tat am Ende dieser Entwicklung nichts weiter als die fertige Legende aufzugreifen und für die Bühne zu adaptieren. Der Erfinder von „Romeo und Julia“ war er nicht. „Giulietta e Romeo“, das Werk des großen romantischen Komponisten Nicola Vaccaj, wird allen Quellen der Legende durch seinen einzigartigen Zauber gerecht: den Zauber einer Musik, welche die Herzen der Menschen berührt und die Liebe von Romeo und Julia unsterblich macht… (Text: Cultura Immanuel)

Weitere Mitwirkende: Kathrin Duschek, Karol Bettley, Frits Kamp und Elisabeth Beretta. Musikalische Begleitung: Barbara Eckmüller (Harfe), Karl Macourek (Piano).

Alle Künstlerporträts enthält der Web-Link:https://www.schloss-guteneck.de/veranstaltungen/romeo_und_julia

Gesamter Ablaufplan des Erlebnistags auf Schloss Guteneck am Pfingstsonntag, 9. Juni:

  • 12.30 Uhr Oldtimer-Treffen mit 120 Fahrzeugen (30er -80er Jahre)
  • 16.30 Uhr: Einzigartige Aufführung von „Romeo und Julia“
  • 19.00 Uhr: Italienischer Abend mit italienischer Gastronomie (Antipasti & Prosecco) und original Italienischer Livemusik  mit Eddi Mautone aus Neapel
  • Informationen und Kartenreservierung: Schloss Guteneck, Tel. +49(0)9675914662; Eintritt Oper 19 Euro (ermäßigt 16 Euro), Eintritt Italienischer Abend 10 Euro, Kombi-Karte Oper/Italienischer Abend 24 Euro.
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Jahresausstellung des RS-Kunstzweigs im Hallenfoyer

Auf den Spuren von Van Gogh und Picasso…

Schülerinnen der Klasse 10d mit ihrer Kunsterzieherin Juli Weigl bei der Vernissage im Hallenfoyer. Tatkräftig unterstützt wurden sie vom Vorsitzenden des Kunstvereins Unverdorben, Peter Wunder (links).

Schüler(innen) der Klasse 10d mit ihrer Kunsterzieherin Julia Heigl bei der Vernissage im Hallenfoyer. Tatkräftig unterstützt wurden sie vom Vorsitzenden des Kunstvereins Unverdorben, Peter Wunder

Realschule 10d 05„Wir malen uns die Welt, wie sie uns gefällt!“ So lautet das Motto der Jahresausstellung 2019 des Kunstzweigs der Staatlichen Gregor-von-Scherr-Realschule Neunburg vorm Wald, die am Dienstagabend im  Foyer der Schwarzachtalhalle eröffnet wurde. Schülerinnen und Schüler der Kunstklasse 10d luden Verwandte, Freunde sowie Repräsentanten der Öffentlichkeit zu einer Reise durch die Kunstgeschichte ein: „Tauchen Sie ein in eine bunte Traumwelt und freuen Sie sich auf vielfältige Kunstwerke, inspiriert von verschiedenen Künstlern und Kunstepochen!“Realschule 10d 03

Realschuldirektorin Diana Schmidberger freute sich in ihrer Grußbotschaft, dass der Kunstzweig sich inzwischen zur festen Größe etabliert habe. Im kommenden Schuljahr werde Kunsterziehung erstmals die größte Wahlpflichtfächergruppe stellen. Die Werkschau der Kunstklasse 10d unter fachlicher Anleitung von Julia Heigl  überzeuge durch diverse Techniken, Schwerpunkte setzen hierbei das Stilmittel Verfremdung sowie Selbstporträts. „Die Persönlichkeit kann in den Werken nachvollzogen werden“, resümierte die Direktorin und forderte alle Besucher auf: „Nutzen Sie die schöne Location und lassen Sie sich auf diese Bilder ein!“RSVernissage21. Bürgermeister Martin Birner zeigte sich von der künstlerischen Kreativität und Qualität der Jugendlichen und Kunstwerke beeindruckt. Sein Lob galt überdies der guten Zusammenarbeit der Schule mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Kunstvereins Unverdorben, welche derartig hochwertige Ausstellungen in der Stadt möglich mache. Birner bezeichnete dies als „wichtigen Baustein der Stadtentwicklung, Kunst und Kultur den nötigen Freiraum zu geben“. Peter Wunder, Vorsitzender des Neunburger Kunstvereins, zollte den an der Ausstellung beteiligten Schülerinnen und Schülern höchsten Respekt. Quer durch die Kunstepochen Jugendstil, Impressionismus, Expressionismus, Surrealismus und Kubismus hätten die jungen Maler und Zeichner beachtliche Gestaltungskraft unter Beweis gestellt. Er ermunterte sie, den Weg als Kunstschaffende weiterhin zu beschreiten. Auch die Tür des Kunstvereins stehe für sie jederzeit offen. Für musikalische Umrahmung der Vernissage sorgte eine Holzbläsergruppe der Realschule, für die Verpflegung Schülerinnen der Kunsterziehungsklasse 9d.

Die Ausstellung „Wir malen uns die Welt, wie sie uns gefällt“ kann noch bis Ende Juni im Hallenfoyer besichtigt werden (Eingang Restaurant „Esszimmer“).

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Satire-Programm „Gefüllt mit Trüffeln“ im Kloster-Speisesaal

Komisches und Nachdenkliches serviert

Karl Stumpfi rezitiert satirische Texte bekannter deutschsprachiger Autoren.

Karl Stumpfi rezitiert satirische Texte bekannter deutschsprachiger Autoren.

Im Kloster Ensdorf "on stage": Klaus Götze (Gitarre), Franz Schöberl (Akkordeon) und Jürgen Zach (Bass und Gesang). Fotos: Hubert Söllner, NT

Im Kloster Ensdorf „on stage“: Klaus Götze (Gitarre), Franz Schöberl (Akkordeon) und Jürgen Zach (Bass und Gesang). Fotos: Hubert Söllner, NT

Die Vier Unverdorbenen, das literarisch-musikalische Quartett des Neunburger Kunstvereins, gastierte am Sonntagabend ein weiteres Mal im Bildungshaus Kloster Ensdorf. Zum Abschluss der drei Wochen dauernden KVU-Werkschau „Die Kraft der Farbe“ in den Kloster-Kreuzgängen präsentierte das Ensemble sein aktuelles Programm „Gefüllt mit Trüffeln“ und fand damit beim Publikum im gut besetzten Speisesaal viel Anklang.

Nach dem Opening, eine Oberpfälzer „Hey Joe“-Version, begrüßte der Hausherr, P. Christian Liebenstein SDB, die Gäste. Die Combo, bestehend aus Jürgen Zach, Klaus Götze & Franz Schöberl, überzeugte einmal mehr mit einem melodisch-rhythmischen Crossover von Ernst Mosch bis Jimi Hendrix. Der Rezitator an diesem unterhaltsamen Abend, Karl Stumpfi, legte sich beim Vortrag von satirischen Texten u. a. von Heinrich Heine, Heinrich Böll, Erich Kästner, Karl Kraus und Friedrich Torberg mächtig ins Zeug…

Letztmals treten die Vier Unverdorbenen mit dem Programm „Gefüllt mit Trüffeln“ am Freitag, 11.Oktober, 20 Uhr, auf Einladung der Freunde der Kunst im Eisenbarth-Museum Oberviechtach auf.

Das literarisch-musikalische Quartett des Neunburger Kunstvereins, die Vier Unverdorbenen, während ihres Auftritts im Speisesaal des Klosters Ensdorf. Foto: Alfred Grassmann

Das literarisch-musikalische Quartett des Neunburger Kunstvereins, die Vier Unverdorbenen, während ihres Auftritts im Speisesaal des Klosters Ensdorf. Foto: Alfred Grassmann

MEDIEN-ECHO

Bericht im Amberger Volksblatt/MZ-Vilstalausgabe vom 28. Mai als jpg-Datei:28_May.AML2

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KVU-Werkschau „Die Kraft der Farbe“ klingt aus

Finissage und musikalische Lesung im Kloster

Die Finissage der Mitglieder-Ausstellung "Die Kraft der Farbe" beginnt am Sonntag, 26. Mai um 17 Uhr im Kreuzgang des Klosters Ensdorf. Foto: K. Stumpfi

Die Finissage der Mitglieder-Ausstellung „Die Kraft der Farbe“ beginnt am Sonntag, 26. Mai um 17 Uhr im Kreuzgang des Klosters Ensdorf. Die musikalische Lesung „Gefüllt mit Trüffeln“ der Vier Unverdorbenen des Neunburger Kunstvereins schließt sich ab 18 Uhr im Speisesaal an.

TrüffelnEnsdorf19MEDIEN-ECHO

Bericht in der Zeitung „Der Neue Tag“, Ausgabe SAD, vom 25./26. Mai als jpg-Datei:k2-1

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Vertrauensbeweis für die KVU-Führungskräfte

Komplette Vorstandschaft im Amt bestätigt

Das neu gewählte KVU-Vorstandsteam von links: Schatzmeister Ingo Simandi, 2. Vorsitzender Karl Stumpfi, Beisitzer Jürgen Zach, Beisitzerin Dr. Hella Simandi, 1. Vorsitzender Peter Wunder, Schriftführerin Gaby Irlbacher, Beisitzerin Maria Bücherl und Beisitzerin Renate Ullmann. Nicht auf dem Foto sind die Beisitzerinnen Dana Ettl und Tanja Lennert sowie Beisitzer Hans Fischer. Foto: Klaus Götze

Das neu gewählte KVU-Vorstandsteam von links: Schatzmeister Ingo Simandi, 2. Vorsitzender Karl Stumpfi, Beisitzer Jürgen Zach, Beisitzerin Dr. Hella Simandi, 1. Vorsitzender Peter Wunder, Schriftführerin Gaby Irlbacher, Beisitzerin Maria Bücherl und Beisitzerin Renate Ullmann. Nicht auf dem Foto sind die Beisitzerinnen Dana Ettl und Tanja Lennert sowie Beisitzer Hans Fischer. Foto: Klaus Götze

Am Dienstag, 21. Mai standen bei der Mitgliederversammlung des gemeinnützigen Neunburger Kunstvereins Unverdorben e.V. im Sporrersaal u. a. Rechenschaftsberichte,  Satzungsänderungen und Vorstandswahlen auf der Tagesordnung. Die Einberufung war notwendig geworden, nachdem das Amtsgericht Amberg – zuständig für den Eintrag in das Vereinsregister –  die Satzungsänderungen vom 26. März 2018 und 8. November 2018 nicht anerkannt hatte. Begründung: In den an die Mitglieder ausgesandten Einladungen seien , die zu ändernden Paragraphen bzw. der Änderungstext nicht explizit angegeben gewesen.

Auf diesen Formfehler nahm 1. Vorsitzender Peter Wunder unmittelbar Bezug, als er nach Eröffnung der Mitgliederversammlung in die Abwicklung der Tagesordnungspunkte überleitete. Als offizielle Vertreterin der Stadt Neunburg richtete 2. Bürgermeisterin Margit Reichl Grußworte an die Anwesenden. Sie formulierte einen pauschalen Dank an den Verein für dessen stetigen Einsatz um die Belange der Kunst und Kultur. „Der Neunburger Kunstherbst ist ein Highlight des Jahres und bereichert unsere Stadt“, sagte sie wörtlich. „Machen Sie alle weiter mit dieser erfolgreichen Arbeit !“, appellierte die Vizebürgermeisterin an die Funktionsträgerinnen und  -träger im Hinblick auf die bevorstehenden Neuwahlen.

Vorsitzender Wunder präsentierte den Tätigkeitsbericht über das Vereinsjahr 2018 mit einer umfangreichen Bilderstrecke. Erfreut vermerkte er den Zuwachs des Mitgliederstandes um fünf Personen auf aktuell insgesamt 78 Kunstförderern. Bei der Rückschau auf vielfältige Vereinsaktivitäten erinnerte Peter Wunder an die Unterstützung des Liedermacher-Openairs in Untermurnthal, die KVU-Beiträge zum Altstadtfest, drei Kunstausstellungen (Mitgliederwerkschau letzmals im alten Kunstquartier, Ahoj 18 „Kunst für den Frieden“ mit Freiluft-Vernissage im Burghof, „Menschengesichter“ des Kunstzweiges der Realschule in der evangelischen Versöhnungskirche). Nicht unerwähnt blieben die Kunstherbst-Höhepunkte „Tschaikowsky-Nacht“ mit dem genialen Jungpianisten Alexander Maria Wagner, das Kulinarik & Musikevent mit Trio Wien im Hallenfoyer und den traditionellen Blauen Montag der Vier Unverdorbenen des Kunstvereins mit ihrem musikalischen Satireprogramm „Gefüllt mit Trüffeln“.

Nur kurz ging der Vorsitzende auf die laufende Kunstquartier-Suche ein. Seit Räumung des alten Quartiers im Spätherbst 2018 wurden Immobilien im Bereich der Alt- /Vorstadt angeboten und in Augenschein genommen. Im Gespräch sei  gegenwärtig das ehemalige Anwesen der Hösl-Bäckerei am Jobplatz. Zwingende Voraussetzung für eine Nachfolgenutzung durch den KVU sei eine Grundsanierung durch den Gebäudeeigner Stadt Neunburg. In diesem Zusammenhang merkte Wunder an, dass eine temporäre Nutzung der Spitalkirche mit dem neuen Besitzer vereinbart werden konnte. Nachdem Schatzmeister Ingo Simandi den Kassenbericht vorgelegt und kurz erläutert hatte, erstattete Kassenprüfer Klaus Götze den Kassenrevisionsbericht. Zitat daraus: „Der finanzielle Umfang des Vereins hat zwischenzeitlich die Dimension eines Kleinbetriebes erreicht“. Den Status der Gemeinnützigkeit erfülle der Kunstverein Unverdorben nach Auffassung der Prüfer vorbildlich – „die Arbeit mit Kindern, Schülern und Jugendlichen über die Grenzen hinaus  sowie der Kontakt und die Förderung von Künstlern wurden in die Projekte einbezogen“. Die Entlastung wurde einstimmig erteilt.

Das Procedere der fälligen Vorstandsneuwahlen leitete 2. Bürgermeisterin Margit Reichl. Die Versammlung beschloss eine Abstimmung per Akklamation und die Wahl der Beiräte en bloc. Die bisherigen Funktionsträger wurden hierbei einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Den geschäftsführenden Vorstand bilden 1. Vorsitzender Peter Wunder,  2. Vorsitzender Karl Stumpfi, Schatzmeister Ingo Simandi und Schriftführerin Gaby Irlbacher. Mitglieder des Beirats sind Renate Ullmann, Maria Bücherl, Dr. Hella Simandi und Jürgen Zach. Entschuldigt fehlten Beiräte Hans Fischer, Tanja Lennert und Dana Ettl, Einverständniserklärungen zur Wiederwahl liegen vor. Zu Kassenprüfern wurden wie bisher Irene Ehemann und Klaus Götze bestimmt. Nach einer entsprechenden Satzungsänderung wird die Wahlperiode von zwei auf drei Jahre verlängert.

Abschließend informierte der alte und neue Vorstand über Planungen und Konzepte für das laufende Kunstjahr 2019. Als erste größere Aktivität ging die Mitglieder-Werkschau „Die Kraft der Farbe“ vom 4. bis 26. Mai in den Kreuzgängen des Klosters Ensdorf über die Bühne. In Kooperation mit dem Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach veranstaltet der KVU am 29. Juni, 20 Uhr, ein Sinfoniekonzert mit Werken der Spätromantiker Engelbert Humperdinck, Johannes Brahms und Antonin Dvorak in der OGO-Sporthalle. Es gastiert das Singrün-Orchester Regensburg unter Leitung von Dirigent Michael Falk. Eintrittskarten für 16 und 12 Euro sind über das Onlineportal www.okticket.de und bei den örtlichen Vorverkaufsstellen erhältlich. Für den Neunburger Kunstherbst – er dauert von Mitte September bis Ende November – laufen zurzeit die redaktionellen Vorarbeiten zur Herausgabe des Programmfolders. Als Höhepunkt ragt die Neunburger Klassik-Rockgala mit Markus Engelstaedter und den Prager Smetana Philharmonikern am 2. Oktober in der Schwarzachtalhalle heraus. Die Nachfrage aus der Region ist enorm. Wer dieses Musikereignis „live“ miterleben will, sollte sich baldmöglichst die benötigten Plätze sichern.

Die Internationale Kunstausstellung AHOJ 19 steht unter dem Motto „Natur pur“ und präsentiert Werke von drei Malerinnen bzw. Kunstfotografinnen aus Bayern und Böhmen. Einbezogen werden ferner Arbeiten der Kunstschule Klatovy und Kunstzweigs der Staatlichen Gregor-von-Scherr-Realschule Neunburg vorm Wald. Mit der Vernissage am Freitag, 13. September, 19 Uhr, im Foyer der Schwarzachtalhalle (anschließend Kunstprozession zur Spitalkirche) wird der 7. NEUNBURGER KUNSTHERBST eröffnet. Vier Wochen zuvor reist eine mehrköpfige Abordnung des Neunburger Kunstvereins nach Brünn und Neratov (Tschechien). Sie wird dort die im Rahmen von Ahoj 18 initiierte Kunstaktion „Friedenstauben“ zum Abschluss bringen.

MEDIEN-ECHO

Bericht in der Zeitung „Der Neue Tag“, Ausgabe SAD, vom 25./26. Mai als jpg-Datei:k1Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung, Ausgabe SAD, v. 28. Mai als jpg-Datei:

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KVU-Mitgliederversammlung am 21. Mai 2019

Satzungsänderungen und Neuwahlen

Eine Mitgliederversammlung des Neunburger Kunstvereins Unverdorben mit Neuwahlen der Vorstandschaft findet am Dienstag, 21. Mai, 19.30 Uhr, im Gasthof Sporrer statt. Auf der Tagesordnung stehen folgende Punkte: Eröffnung und Begrüßung, Bildung eines Wahlausschusses, Berichte und Entlastung des Vorstandes, Bericht des Geschäftsführers und Schatzmeisters, Bericht der Kassenprüfer, Aussprache zu den Berichten, Entlastung der Vorstandschaft, Satzungsänderungen mit Aussprache, Neuwahlen der Vorstandschaft und von zwei Kassenprüfern, Vorhaben und Konzept 2019, Wünsche, Anträge und Sonstiges.KVULogo

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