KVU stellte Medien das neue Kunstherbst-Programm vor

Ein exklusives Kulturangebot an die Region

 Der Neunburger Kunstherbst, das Kulturfestival im Schwarzachtal, geht ab Mitte September in seine siebte Saison. Das Programm hat wieder der Kunstverein Unverdorben erstellt: Ein breitgefächertes Angebot von Konzerten und Ausstellungen, Lesungen und Kleinkunst.

Bei der Präsentation des Kunstherbst-Programms '19 im Foyer der Schwarzachtalhalle v. li.: Kunstherbst-Koordinator Karl Stumpfi, Hallenmanagerin Rosa Schafbauer, Erster Bürgermeister Martin Birner und KVU-Vorsitzender Peter Wunder. Foto: Ralf Gohlke, MZ

Bei der Präsentation des Kunstherbst-Programms ’19 im Foyer der Schwarzachtalhalle v. li.: Kunstherbst-Koordinator Karl Stumpfi, Hallenmanagerin Rosa Schafbauer, Erster Bürgermeister Martin Birner und KVU-Vorsitzender Peter Wunder. Foto: Ralf Gohlke, MZ

Die KVU-Vorsitzenden Peter Wunder und Karl Stumpfi unterstrichen bei der Medienpräsentation am 16. Juli im Hallenfoyer die Zielsetzungen des Neunburger Kunstherbsts. Ihm liege die Idee zugrunde, das Kreativpotential vor Ort zu bündeln und regionale Kulturaktivitäten mit der internationalen Kunstszene zu vernetzen. Das Programm-Tableau umfasst insgesamt 15 Veranstaltungen auf den Sektoren Bildende Kunst, Darstellende Kunst und Kleinkunst.

Peter Wunder verwies in seinem Grußwort besonders auf den Kunstherbst-Auftakt am Freitag, 13. September, 19 Uhr:  Internationale Kunstausstellung „AHOJ 19“ mit Vernissage im Foyer der Schwarzachtalhalle und anschließender Kunstprozession. Nach den Feldern „Kunst und Glauben“ (2017) und „Kunst und Frieden“ (1918) thematisiert die Herbstausstellung diesmal „Kunst und Natur“. Der Kunstverein Unverdorben zeigt die Exponate ein weiteres Mal in Form einer Kunstprozession. Diese führt an zehn Kunststationen in der Altstadt vorbei und endet in der profanierten Spitalkirche.

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Über die Programm-Vorstellung des 7. Neunburger Kunstherbstes berichten die Medienvertreter Fabian Borkner (Redakteur Ostbayern-Kurier), H. Probst (Regionales Fernsehen OTV), Ralf Gohlke (Reporter Mittelbayerische Zeitung), Udo Weiß (Reporter Der Neue Tag), Monika Steffens (Reporterin Rundschau Schwandorf) und Thomas Starringer (Freier Journalist).

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Die in Mittelfranken lebende Malerin, Zeichnerin und Grafikerin Susanne Heinrich (Jg. 1956) über ihr Werk: Der „Eigensinnliche“ schätzt die geheimnisvolle Kraft in sich selbst und wünscht nichts anderes, als sich selbst rein und frei zu entfalten – das ist der Sinn des eigenen Seins in all seiner Sinnlichkeit“. Die Regensburger Kunstfotografin und Sozialpädagogin Rose Heuberger (Jg. 1957) erhielt 2003 den Kulturpreis der Oberpfalz. In mehr als 30 Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen zeigt sie ihre Sicht auf „Herrschaftsräume“. Vieles in schwarz/weiß, ihre bevorzugte Präsention, wenn es um das Verdichtete einer kristallklaren Fotografie geht. Die tschechische Künstlerin Eva Felixová (Jg. 1960) aus Holysov malt in erster Linie konventionell, Landschaften, Natur mit sehr feinem Pinselstrich und farbintensiv. Die Ausstellung endet am 20. Oktober. Abschließend verwies der 1. Vorsitzende auf diesmal außergewöhnlich starkes Engagement des Kunstvereins Unverdorben in der Kunstherbst-Saison. Denn er werde bei annährend der Hälfte von insgesamt 15 Kultur-Events auch das Veranstalterrisiko tragen.

Als weiteres Highlight der Kunstherbst-Saison 2019  sieht Programmkoordinator Karl Stumpfi die Neunburger Klassik-Rock-Gala „Smetana Philharmoniker Prag treffen Engelstaedter & Band“  am 2. Oktober 20 Uhr, in der Schwarzachtalhalle. Wenn sich der Kunstverein  erstmals an ein solches Crossover-Projekt wagt, sei dies auch ein „spannendes Experiment“.  „Klassiker“ und „Rocker“ werden sich am Vorabend des Nationalfeiertags auf Augenhöhe begegnen. Orchestertänze der Komponisten Antonin Dvorak, Bedrich Smetana und Leos Janacek wechseln sich ab mit „Ohrwürmern“ der Filmmusik (Artie Shaw, John Williams) und unvergesslichen Rock-Balladen von Lennon/Mc Cartney, Freddie Mercury, David Bowie, Lou Reed, Bob Geldof, Prince u. a.

RUN AUF „KLASSIK-ROCK-GALA“-TICKETS!

Durch den Konzertabend führen Chefdirigent Hans Richter und Sänger Markus Engelstaedter, beide gebürtige Oberpfälzer. Der Orchesterleiter ist Urenkel des ersten Bayreuther „Ring“-Dirigenten, assistierte dem Pult-Star Karajan und  hat Konzert-Engagements in Europa und Übersee. Engelstaedter startete nach erfolgreichem Debüt als Musical-Sänger durch, gilt heute mit seiner Vier-Oktaven-Stimme als Mercury-Spezialist und feiert Tournee-Triumphe im In- und Ausland. „Wir freuen uns sehr über die enorme Nachfrage im laufenden Vorverkauf „, betonte Stumpfi. Das Onlineportal okticket.de verfüge nur noch über ein Restkartenkontingent. Einige Plätze in den vorderen Sitzreihen könnten derzeit aber noch unter  www.nt-ticket.de  geordert werden.

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„Wir sehen die nach uns entstandenen Kulturherbste in den Städten Nittenau und Pfreimd oder den Goldenen Klassik-Oktober in der Kreisstadt Schwandorf nicht als Konkurrenz, sondern eher als Beleg dafür, dass wir 2013 eine gute und zündende Idee hatten und seither auf dem richtigen Weg sind. Wer also das Original haben will, muss zu uns nach Neunburg kommen!“ (Kunstherbst-Koordinator Karl Stumpfi in seiner Schlussbemerkung)

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Ein besonderes Augenmerk in der kommenden Kunstherbst-Saison lege der KVU auf den Kleinkunst-Sektor. Hier fungiert der Verein unter anderem als Gastgeber des „Joachim-Ringelnatz-Abends“ mit den Protagonisten Achim Amme und Ulrich Wendt aus Hamburg (Sonntag, 15. September, 19 Uhr, Alte Seilerei). Zum letzten Mal vor der anstehenden baulichen Sanierung werde man die Spitalkirche beim Lyrik-Abend mit „Wortes Klang“ mit den Hauptakteuren Michael Braun & Michael Chwatal, Straubing-Burglengenfeld, nutzen.  Ein hochkarätig besetzter Konzertabend „Klavier zu vier Händen“ erwartet die Klassikfreunde am Samstag, 2. November, 20 Uhr, in der Schwarzachtalhalle. Es gastieren die Pianisten An-Na Nan aus Südkorea und Anton Zapf aus München. Beim Pop-Concert „A Tribute to Stevie Wonder“ mit neun bayerischen Jungmusikern ist auch der junge Neunburger Jonas Sorgenfrei mit von der Partie (Sonntag,  10. November, Schwarzachtalhalle). Für ein amüsantes Kunstherbst-Finale sorgt der traditionelle Blaue Montag. Mit ihrem neuen Programm „Gesegnete Wahlzeit!“ ziehen die Vier Unverdorbenen für zwei Abende in die „Jakobsbrauerei“ um. Termine: 25./26. November.

Der Programm-Koordinator zog folgendes Fazit: „Der Neunburger Kunstherbst ist mit einer Dauer von zehn Wochen und mit insgesamt 15 Terminen wahrscheinlich die größte kulturelle Veranstaltungsreihe in der Mittleren Oberpfalz und er ist mit Sicherheit auch das einzige regionale Kulturfestival, das zu hundert Prozent von Ehrenamtlichen getragen wird“. Hohes Lob an den Kunstverein Unverdorben zollte 1. Bürgermeister Martin Birner in seiner Grußbotschaft: „Ich bin sehr dankbar für dieses attraktive Programm und das letzten Jahren hier entstandene künstlerische Netzwerk, nicht zuletzt aber über die Einbindung von Schülern und Jugendlichen in die vielfältigen Kulturaktivtäten!“

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NEUNBURGER KUNSTHERBST-KALENDER 2019

Fr., 13. 09. – 19.00 Uhr – So., 20. 10.  –  Ausstellung

Ahoj 19 – Natur pur,  mit Kunstprozession

Nach den Feldern „Kunst und Glauben“ (2017) und „Kunst und Frieden“ (2018)  thematisiert die Internationale Ausstellung Ahoj 19 zum Auftakt des Neunburger Kunstherbsts „Kunst und Natur“. Vernissage im Hallenfoyer, anschließend Kunstprozession zur Spitalkirche. Ausstellende Künstler sind die in Mittelfranken lebende Malerin, Zeichnerin und Grafikerin Susanne Heinrich (Jg. 1956),  die Regensburger Kunstfotografin und Sozialpädagogin Rose Heuberger (Jg. 1957) und die Malerin/Fotografin  Eva Felixova (Jg. 1960) aus Holysov/Tschechien. Abgerundet wird Ahoj 19 mit Arbeiten der Kunstschule Klatovy und des Kunstzweigs der Gregor-von-Scherr-Realschule Neunburg.

Ort: Schwarzachtalhalle, Spitalkirche (Vernissage); Kunststationen an der Hauptstraße.

Eintritt frei, Spenden für den Kunstverein erbeten.

So., 15. 09. – 19.00 –      Lesung mit Musik

Ringelnatz – „Echt verboten!“

Ringelnatz ist ein Klassiker geworden, ein Dichter, den alle kennen, aber keiner liest. Zu Unrecht. Es gibt so viel mehr in seinen Büchern zu entdecken. Wie aber ist in der heutigen Zeit einem von den Massenmedien mit ständig neuem Material versorgten, oft zugeschütteten Publikum der Blick auf einen unterschätzten Dichter freizuschaufeln? Dieser Aufgabe widmen sich in einem gemeinsamen Projekt der Hamburger Schauspieler und Autor Achim Amme und der durch seine Filmarbeit mit Fatih Akin bekannt gewordene Musiker Ulrich Wendt. Presse-Echo: „Die unverwechselbare Mixtur von Wehmut, Sentimentalität, Fernweh, Heimatliebe und Selbstironie in einer eindrucksvollen Lesung zweier inspirierter Künstler“.

Ort: Alte Seilerei, Hauptstraße 40

Eintritt frei, Spenden für den Kunstverein erbeten.

Fr., 20. 09. – 18.00  bis 24.00 Uhr –    Kunst & Meditation

Nacht der offenen Kirchentüren

Nach der erfolgreichen „Premiere“ im Kunstherbst 2017 laden Neunburgs Kirchen erneut  ein zu Musik, Gebet, Meditation, Stille, Kunst und Begegnung. In folgenden Sakralbauten der Innenstadt läuft ein kulturelles Begleit- und Rahmenprogramm ab: Stadtpfarrkirche St. Josef (mit Leihgaben aus den Internationalen Ausstellungen  Ahoj 2017 „Kunst und Glauben“ und Ahoj 2018 „Kunst und Frieden), Jakobskirche am Aign, Spitalkirche (u. a. Kunstwerke der laufenden Ausstellung Ahoj 19 „Kunst und Natur“), Klosterkirche, Friedhofskirche und evangelische Versöhnungskirche. Das Programm beginnt mit Glockenläuten und Eröffnung in der Jakobskirche und endet mit Gebet und Segen für die Nacht in der Pfarrkirche St. Josef. Nähere Hinweise siehe Tagespresse!

Ort: Kirchen in Neunburg vorm Wald

Eintritt frei, Spenden erbeten.

Sa., 21. 09. – 19.30 Uhr –    Lesung mit Musik

Lyrik der aufregenden Art

Diese Event-Lesung verspricht eine Achterbahnfahrt der Gefühle durch die deutsche Lyrik. „Wortes Klang“ entführt in die Welt der Worte, Laute, Geräusche und nicht zuletzt Musik. Von den Anfängen, den Ur-Lauten und Wurzeln der deutschen Sprache, über Verse aus allen Epochen bis hinein in die Gegenwart. Die Großen der deutschen Literatur fehlen dabei ebenso wenig wie unbekannte Dichter, Lautpanscher und Parodisten.  „Wortes Klang“, das sind Text, Theater, Klang und Körpereinsatz. Die Akteure Michael Braun & Michael Chwatal lesen die Texte zu zweit oder einzeln, miteinander, gegeneinander, durcheinander, auf  oder hinter der Bühne – und sie versprechen: „So haben Sie Gedichte noch nie erlebt!

Ort:  Spitalkirche, Hauptstraße 1

Eintritt frei, Spenden für den Kunstverein erbeten.

Mi., 02. 10. – 20.00 Uhr –        Konzert

Neunburger Klassik-Rock-Gala

Die Smetana Philharmoniker Prag treffen Engelstaedter & Band.  Dieses Konzert mit seinem reizvollen Crossover-Programm verspricht das musikalische Highlight im Neunburger Kunstherbst ´19 zu werden! Populäre Orchestertänze der Komponisten Antonin Dvorak, Bedrich Smetana und Leos Janacek wechseln sich ab mit „Ohrwürmern“ der Filmmusik (Artie Shaw, John Williams) und „klassischen“ Rock-Balladen von Lennon/Mc Cartney, Freddie Mercury, David Bowie, Lou Reed, Bob Geldof, Prince u. a. Es moderieren Chefdirigent Hans Richter und Sänger Markus Engelstaedter, beide gebürtige Oberpfälzer.
Ort: Schwarzachtalhalle, Rötzer Straße 2

Eintritt: 30 €/35 €/40 €; Vorverkauf online: www.okticket de; www.nt-ticket.de; örtliche VVK-Stellen.

Mi., 16. 10. – 20.00 Uhr –       Theater

Einst, um eine Mitternacht…

Edgar Allan Poe – schon der Name verursacht Schauerstimmung und Gänsehaut, erinnert an lebendig Begrabene, an alte Gemäuer, die in stürmischer Nacht im Moor versinken, an dröhnenden Herzschlag unter den Fußbodendielen und natürlich an den Raben, der im Gedicht sein „Nimmermehr“ krächzt. Dieser Vogel selbst ist es, der quasi als Conferencier das Publikum auf humorvoll-gruselige Art in beklemmende Sphären entführt. Mit dem Solo-Theaterstück nach Edgar Allen Poe, produziert bei der Landesbühne Oberfranken, lässt  Schauspieler Markus Veith die Zuschauer teilhaben an den düsteren Geschehnissen, die der Altmeister des Horrors erschuf.

Ort: Evangelische Versöhnungskirche, Bahnhofstraße 5

Eintritt: 10 Euro, VVK bei Textilwaren Ettl, Hauptstraße, über die Homepage (http://www.neunburg-evangelisch.de ) und Abendkasse.

Sa. 19. 10. / Sa. 26. 10. – 19.00 Uhr –       Theater & Kulinarik

Der Killer kommt zum Dinner

Dieser Abend wird todsicher spannend verlaufen: Wunderbares Ambiente, gutes Essen, eine tolle Atmosphäre und dann … ein MORD! Und die Gäste sind mittendrin im Geschehen, dürfen Miträtseln und können das Verbrechen sogar aufklären. Die Eintrittskarte inkludiert neben einer dramatischen Theaterhandlung auch ein Vier-Gänge-Abendmenue. Das Besondere: Nicht mal die Ovigo-Schauspieler selbst wissen, wie es weitergeht. Denn einige der Hinweise werden direkt von den Gästen kommen…

Ort: Landhotel Neunburg, Pfalzgrafenweg

Eintritt: 59 Euro / 54 Euro ermäßigt (Schüler, Studenten), Karten online www.okticket.de; telefonisch Nr. 09672 / 9249522. Einlass ist eine Stunde vor Beginn des Dinners. Wer vegetarisch oder vegan essen möchte, kann sich vorab über info@ovigo-theater.de melden.

Sa., 26. 10. – 15.30 Uhr –               Konzert

Wiener Operetten-Revue

Nachmittag der klassischen Operette mit Meisterwerken von Strauß, Millöcker, Stolz, Kalman, Suppé, Offenbach und Lehár.  Zum Repertoire gehören u.a. Titel wie der „Kaiser Walzer“, „Wer uns getraut“, „Komm in die Gondel“, „Ich bin die Christel von der Post“, „Brüderlein und Schwesterlein“, „An der schönen blauen Donau“, „Dein ist mein ganzes Herz“, die „Tritsch-Tratsch Polka“ und selbstverständlich der „Radetzky-Marsch“. Mitwirkende: Gala Sinfoniker Prag, Johann Strauß Ballett, Mario Papian (Tenor), Aeanan de Montiel und Kathrin Lopes (Sopran).

Ort: Schwarzachtalhalle, Rötzer Straße 2

Eintritt: 19 bis 32 Euro; VVK www.okticket.de

Sa., 26. 10. –  20.00 Uhr  –          Unterhaltung

Spiel mir eine alte Melodie…

Wenn Musikanten sich treffen, um Spaß zu haben, dann kommen sie „die
guten alten Lieder“,  Chansons und Schlager aus den dreißiger, vierziger und fünfziger
Jahren, garniert mit Melodien, welche den Musikanten ganz einfach gefallen. Es wird ein entspannter Abend zum Träumen, Amüsieren und Mitsingen. Titel wie „Spiel mir eine alte Melodie“, „Besame mucho“, „C´est si bon“, „Marina“ und viele andere mehr sind im Repertoire der Sänger und Instrumentalisten Richard Hauser (Posaune), Anton Lottner (Trompete), Josef Sochor (Akkordeon, Saxophon), Jürgen Zach (Gitarre, Bass) und weitere befreundete Musiker aus der Region.

Ort: Alte Seilerei, Hauptstraße 40

Eintritt frei, Spenden erbeten.
Sa., 02. 11. – 20.00 Uhr –         Konzert

Klavierabend „vierhändig“

Klavierwerke für vier Hände aus Barock, Klassik, Romantik und Moderne der Komponisten Georg Friedrich Händel, Franz Schubert, Max Reger, Alexander Glasunow, Wilhelm Killmayer und Anton Zapf  interpretieren zwei international renommierte Pianisten auf Einladung des Neunburger Kunstvereins Unverdorben. Die in Südkorea geborene Künstlerin An-Na Nan erhielt 2010 den Jeannot-Heinen-Preis für herausragende Interpretation zeitgenössischer Musik. Der Pianist und Komponist Anton Zapf lebt in München, wo er zuletzt interimistisch als Domkapellmeister tätig war.

Ort: Schwarzachtalhalle, Rötzer Straße 2

Eintritt:  15 Euro; Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre frei; Kartenvorverkauf: www.okticket.de, örtliche VVK-Stellen und Abendkasse.

So., 10. 11. – 18.00 Uhr –          Konzert

Ein Tribut an Stevie Wonder

 Wem würde wohl eher ein Tribut gebühren als dem einzigartigen Stevie Wonder?
Das dachte sich auch Andreas Eiber, als er 2017 die Planung für das
„Stevie Wonder Tribute“ startete. Zusammen mit neun weiteren professionellen
Musikern nahm das Projekt schnell an Fahrt auf.  Im Programm befinden sich Songs aus Wonders Motown-Zeit, z.B. „Signed, Sealed, Delivered“ und „Uptight“, seine größten Erfolge, wie „I Just Called To Say I Love You“ und „Superstition“, bis hin zu seinem
aktuellen Kinohit „Faith“ mit Ariana Grande.

Ort: Schwarzachtalhalle, Rötzer Straße 2

Eintritt: 12 € im Vorverkauf, 15 € an der Abendkasse; www.okticket.de und örtliche VVK-Stellen.

Sa., 16. 11. – 19.30 Uhr –        Konzert

Jubiläum: „Böhmisch im Herbst“

Fünf Jahre Mission Böhmisch – so lautet das Motto der Jubiläumsveranstaltung„Böhmisch im Herbst“. Die Formation um den musikalischen Leiter Daniel Käsbauer hat wieder Gäste eingeladen. Die kommen diesmal aus dem Frankenland: „philharmenka – Die Nürnberger Böhmische“, allesamt professionelle Musiker und zum Teil in Nürnberger Profi-Orchestern beruflich tätig. Danach übernimmt  der Europameister der böhmischen und mährischen Blasmusik 2017, Mission Böhmisch, die Bühne. Die jungen Musiker bringen einen bunten Strauß bekannter Melodien, Solowerke sowie einige Eigenkompositionen zu Gehör.

Ort: Schwarzachtalhalle, Rötzer Straße 2

Kartenvorverkauf ab Juli unter www.okticket.de

So. 24. 11. – 19.00 Uhr –              Konzert

Stimmenwunder aus Italien

Das Vokalensemble The Italian Tenors gilt als Vorzeigebeispiel für gefühlvolle italienische Musik. Ihre Lieder bilden eine originelle Mischung aus Klassik und italienischem Pop.. 2019 sind die Stimmenwunder aus Italien im Rahmen der Viva la Vita Tour in Deutschland zu sehen und vor allem zu hören: Mirko Provini, geboren in Mailand, studierte am Mailänder Konservatorium; Sabino Gaita, geboren in Mailand, studierte am Mailänder Konservatorium und spielt Saxophon, Klarinette und Piano; Evans Tonon, geboren in Turin, studierte Gesang in London und in Rom.

Ort: Schwarzachtalhalle, Rötzer Straße 2

Eintritt: ab 40,60 Euro; VVK online unter www.adticket.de und Abendkasse

Mo., 25. 11./ Di., 26. 11. – 19.00 Uhr –        Lesung mit Musik

„Gesegnete Wahlzeit!“

2020 ist es wieder soweit: Kommunalwahlen, es geht um Bürgermeisterjobs und Ratsmandate! Im Vorfeld des Urnengangs wollen die Vier Unverdorbenen mit ihrem neuem Programm darauf einstimmen. Rezitator Karl Stumpfi, als Reporter und Redakteur an vorderster Wahlkampflinie, reflektiert das turbulente Geschehen der Jahre 1980 bis 2010 in Berichten und Glossen. Vor authentischer Kulisse, denn die Jakobsbrauerei war jahrzehntelang  Nominierungs-Arena der Neunburger CSU.   Auf dieser Nostalgie-Tour begleiten ihn Jürgen Zach (Bass und G’stanzln), Klaus Götze (Gitarre) und Franz Schöberl (Akkordeon) mit Musik-Mix von Folklore bis Pop und Chansons.

Ort: Jakobsbrauerei, Vorstadt 1

Eintritt frei, Spenden an den Kunstverein erbeten.  Wegen begrenzten Platzangebots diesmal zwei Abende! Reservierung im Gasthaus/Metzgerei Klaus Baumgärtner oder telefonisch (09672/4337).

LogoKH Ausführliche Programm-Infos sind der KVU-Webseite (www.kunstverein-unverdorben.de) und dem Internetportal www.neunburger-kunstherbst.de zu entnehmen.

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Engelstaedter zelebrierte „Queen“ in der Schwarzachtalhalle

Vorglühen für Neunburger Klassik-Rock-Gala!

Markus Engelstaedter performt Queen. Foto: Ralf Gohlke, MZ

Markus Engelstaedter & Band begeisterten bei den Neunburger Music Nights in der Schwarzachtalhalle. Am 2. Oktober werden sie zurück kommen und mit den Prager Smetana Philharmonikern die Neunburger Klassik-Rock-Gala performen… Foto: Ralf Gohlke, MZ

Perfektes Warm-up für das musikalische Highlight im kommenden Neunburger Kunstherbst, die „Klassik-Rock-Gala“ am 2. Oktober! „500 Musikfans erlebten bei den Music Nights in der Schwarzachtalhalle mit Markus Engelstädter und seiner Band ein sensationelles Konzert“, schreibt NT-Reporter Udo Weiß – und weiter: „Der Sänger, der über eine Vier-Oktaven-Stimme verfügt, schaffte es, mit seinen exzellenten Musikern eine der größten Rockbands aufleben zu lassen und dabei diese nicht nur zu covern, sondern mit großer Musikalität und mit eigener Note bestens zu interpretieren“. Zwei Stunden lang sei die ganze Palette der Queen-Songs zu hören gewesen. Gitarrist Hermann „Sherry“ Trautner, der mit seinen virtuosen Soli einem Brian May in nichts nachstand, zog alle Register. Pianist Bernd Meyer legte den Klangteppich, und Mathias Baumann am Schlagzeug, der Schwerstarbeit leistete, sorgte mit Bassist Thomas Wildenauer für den nötigen Rhythmus und Groove. „The Show must go on“ hieß bezeichnenderweise das letzte Lied dieser hinreißenden Show…

Zur selben Einschätzung gelangt MZ-Reporter Ralf Gohlke in seinem Bericht über das Rockspektakel des Tennisclubs Neunburg vorm Wald in der Schwarzachtalhalle: „Markus Engelstädter und seine Queen-Coverband sind in Neunburg schon lange keine Unbekannten mehr. Aufgrund der noch relativ kurzen Restzeit für ihren Auftritt, nach den leider immer notwendigen Umbaupausen, komprimierte der Ausnahmesänger, der im Oktober zusammen mit den Smetana Philharmonikern Prag in Neunburg auftreten wird, das Programm auf die bekanntesten Titel“. Dank seiner stimmlichen Performance und der unglaublichen Bühnenpräsenz der übrigen Bandmitglieder begeisterte Markus Engelstädter bei Freddie-Mercury-Titel wie „A Kind Of Magic“, „I Want To Break Free“ oder „Crazy Little Things Called Love“. Da konnte man einfach nicht anders als mitzusingen und zu tanzen. Am Ende eines großen Musikabends stand die Feststellung: „We are the Champions!“

Während Engelstaedter & Band es bei ihrem Erfolgsprogramm „The Magic of Queen“ also auch phonmäßig richtig krachen ließen, werden Sänger und Musiker bei ihrem nächsten Neunburg-Act am 2. Oktober, 20 Uhr, an gleicher Stelle eher „weichgespült“ über die Rampe kommen. Wie der Bandleader in einem Gespräch mit den KVU-Verantwortlichen Peter Wudner und Karl Stumpfi „backstage“ anklingen ließ, wolle man bei diesem speziellen Konzert gemeinsam mit dem Prager Sinfonieorchester Balladen in den Programmfokus rücken. Der Kunstverein Unverdorben als Veranstalter freut sich über die enorme Kartennachfrage im laufenden Vorverkauf. Wer noch keine Tickets besitzt, aber bei der Neunburger Klassik-Rock-Gala dabei sein möchte, der sollte zeitnah online buchen (www.okticket.de oder www.nt-ticket.de) oder bei den örtlichen VVK-Shops vorstellig werden.KVULogo

 

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Sie lieben Brahms selbst bei Treibhaus-Temperaturen

Klassiker geben Singrün-Orchester den Vorzug

 

Erstmals gastierte das Orchester am Singrün Regensburg, eines der führenden Oberpfälzer Laienmusikensembles, in der Doktor-Eisenbarth-Stadt.

Das Orchester am Singrün Regensburg unter Leitung von Dirigent Michael Falk spielt Humperdincks Ouvertüre zur Märchenoper "Hänsel und Gretel". Fotos: Karl Stumpfi

Das Orchester am Singrün Regensburg unter Leitung von Dirigent Michael Falk spielt  in der OGO-Sporthalle Humperdincks Ouvertüre zur Märchenoper „Hänsel und Gretel“. Fotos: Karl Stumpfi

Gegen eine schier übermächtige Konkurrenz von Freibad, Grill und Biergarten trat am Samstagabend das Sinfonische Sommerkonzert an, welches die Partner Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach & Neunburger Kunstverein Unverdorben in der zur Philharmonie umfunktionierten OGO-Sporthalle ausrichteten. Die Zuhörerinnen und Zuhörer erwiesen sich allerdings als hartgesottene Klassik-Liebhaber, die selbst Brahms bei Treibhaus-Temperaturen ohne Wimpernzucken goutierten.

Benedikt Wiedmann (Geige) und Benedikt Don Strohmeier (Cello) beeindruckten mit hohem Spielniveau.

Benedikt Wiedmann (Geige) und Benedikt Don Strohmeier (Cello) beeindruckten mit hohem Spielniveau.

Bei dessen spieltechnisch höchst anspruchsvollen und selten aufgeführten Doppelkonzert a-moll op. 102 boten die Solisten Benedikt Wiedmann (Violine) und Benedikt Don Strohmeier (Violoncello) eine Bravourleistung an Virtuosität und setzten bei der Zugabe, eine Händel’sche Passacaglia, noch eins drauf.

Schon in der einleitenden Ouvertüre zur Märchenoper „Hänsel und Gretel“ des Wagner-Assistenten Engelbert Humperdinck ließ „Singrün“ die Zuhörerschaft in eine teils bläsergrundierte, teils ätherische Streichervaleurs verströmende Klangwelt der Spätromantik eintauchen. Nach der (Trink)Pause gelang den 75 Orchestermusikern unter Michael Falks souveräner Stabführung eine sowohl rhythmisch akzentuierte als auch melodisch schwelgerische, vom Publikum zurecht umjubelte Wiedergabe  von Antonin  Dvořáks 8. Sinfonie G-Dur. Das Finale wartet mit einer vierfachen Variation eines in der böhmischen Volksmusik wurzelnden Themas auf und schließt „fortissimo“ mit einer Apotheose auf Heimat und Natur. Nach der Uraufführung 1890 in Prag durch den Komponisten am Pult brachte Maestro Hans Richter die Sinfonie in Wien zur Erstaufführung und schrieb danach an Dvořák: »Wir alle haben gefühlt, dass es sich um ein herrliches Werk handelt: darum waren wir alle mit Enthusiasmus dabei…“

Mit einer Zugabe, der hinreißenden Tritsch-Tratsch-Polka von Johann Strauß, entließ „Singrün“ keineswegs erschöpft wirkende Konzertbesucher in eine anhaltend schweißtreibende Sommernacht. Klassikbeauftragter und KVU-Vizevorstand Karl Stumpfi will an den Regensburgern dran bleiben und das Laienorchester 2020 oder 2021 in die Schwarzachtalhalle nach Neunburg holen. Wahlweise entweder im zeitigen Frühjahr oder im Spätherbst. Dann garantiert nicht bei Bade-, Grill- oder Biergartenwetter…

Blick von der "Galerie" aufs Auditorium und Konzertpodium.

Blick von der „Galerie“ aufs Auditorium und Konzertpodium.

MEDIENECHO

Bericht in der Zeitung „Der Neue Tag“, Ausgabe SAD-OVI, v. 1. 7. 2019 als jpg-Datei: OGOKonzertkritikNTBericht in der Mittelbayerischen Zeitung, Ausgabe SAD, v. 9. Juli 2019 als jpg-Datei: 

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 KVULogo
 
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29. Juni: Märchenoper-Vorspiel, Doppelkonzert und Sinfonie

Werke von Humperdinck, Brahms und Dvorak

Flyer_OberviechtachENGELBERT HUMPERDINCK (1854 – 1921)

Ouvertüre zur Märchenoper „Hänsel und Gretel“

Der Zaun aus (Leb-) Kuchenmännern beim Hexenhaus und das Uraufführungsdatum 23. Dezember haben gereicht, um aus „Hänsel und Gretel “ – Engelbert Humperdincks  Märchenspiel  von 1893 – auf ewig eine Weihnachtsoper zu machen, obwohl sie im Sommer spielt…

Komponist Engelbert Humperdinck

Komponist Engelbert Humperdinck

Generationen von Kindern haben damit ihre ersten Musiktheatererfahrungen gemacht; das Stück ist hierzulande nach wie vor neben Mozarts  „Zauberflöte“ die meistgespielte Oper in deutscher Sprache. Das ursprünglich für eine Aufführung im Familienkreis vorgesehene „Kinderstuben-Weihfestspiel“ – so der auf Wagner anspielende Titel der frühen Fassung von 1890 – vergrößerte Humperdinck zur vollgültigen, großorchestrierten Oper, ohne die „Kinderstube “ zu vergessen, aus der sie hervorgegangen war.

Im Vorspiel nimmt der berühmte  „Abendsegen“ vom Ende des zweiten Bildes („Abends will ich schlafen gehn, vierzehn Engel um mich stehn… „) eine zentrale Stellung ein. Er beansprucht als langsame Einleitung fast ein Drittel der Gesamtlänge, um dann dem ersten Themenkomplex (Hänsels  „Hokus Pokus“ aus dem Finale der Oper und das „Der Wind, der Wind “ aus der ersten Begegnung mit der Hexe) einer verkürzten Sonatenform Platz zu machen. Vom Ende der Oper stammen auch das zweite Thema („Die Englein haben’s im Traum gesagt“) und die triumphale Schlussgruppe (» Die Hexerei ist nun vorbei“). In Letztere steigert sich der Satz schließlich auch, wobei Humperdinck sich erfolgreich an die Stimmung von Wagners „Meistersinger“-Vorspiel annähert. Den Abschluss bildet aber die Wiederkehr des Abendsegens, der auch die Oper beschließt:  „Wenn die Not aufs höchste steigt, Gott der Herr die Hand uns reicht!«

JOHANNES BRAHMS (1833 – 1897):

Konzert für Violine und Violoncello a-moll  op. 102

Der Anfang würde sich perfekt für einen kleinen theatralen Effekt eignen: Angenommen, das Publikum wüsste nicht Bescheid, welche Art von Stück es erwartet, könnte man es so beginnen, als handele es sich einfach um ein Konzert für Violoncello und Orchester. Die nach den einleitenden Orchesterschlägen einsetzende, über 20 Takte dauernde Solokadenz des Cellos würde perfekt ins Bild passen. Doch dann, nach den weichen Einsätzen der Bläser, könnte hinten aus dem Orchester, zunächst optisch nicht erkennbar, die Solovioline mit ihrem ersten Einsatz heraustreten: die Überraschung wäre perfekt…

Komponist Johannes Brahms

Komponist Johannes Brahms

Denn Johannes Brahms komponierte 1887 mit seinem Opus 102 als letztes großes Orchesterwerk, eines der wenigen Doppelkonzerte des 19. Jahrhunderts. Dazu bedurfte es einer Anregung von außen und einer persönlichen Motivation: Der Cellist Robert Hausmann, dem Brahms mit der Sonate op. 99 schon die Bitte nach einem „Seitenstück“ zu seiner ersten Cellosonate op. 38 erfüllt hatte, hatte sich von Brahms auch ein konzertantes Werk gewünscht. Brahms verband das Eingehen auf diesen Wunsch schließlich mit einem eigenen Anliegen, das darin bestand, die aus privaten Gründen abgekühlte Freundschaft zu dem großen Geiger Joseph Joachim (für ihn komponierte Brahms sein epochales D-Dur Violinkonzert) wiederzubeleben. Beides – den Cellisten zufrieden- und den Kontakt zu Joachim wiederherzustellen – gelang; am 21. September 1887 notierte Clara Schumann nach einer Klavierprobe: „Es ist dies Concert gewissermaßen ein Versöhnungswerk – Joachim und Brahms haben sich seit Jahren zum ersten Mal wieder gesprochen. “ Eine Anspielung im Seitenthema des ersten Satzes auf ein gemeinsames Lieblingswerk (Giovanni Battista Viottis Violinkonzert Nr. 22 in der selben Tonart a-moll) dürfte der Sache förderlich gewesen sein.

Das Zusammenspiel der beiden Soloinstrumente – von einem konzertanten Wettstreit um die  „Lufthoheit “ über dem Orchester ist nichts zu spüren – ist von einem harmonischen Ineinandergreifen geprägt: von komplementär sich abwechselnden Spielfiguren über geschmeidiges Rollentauschen von Melodiestimme und Begleitung bis hin zu gemeinsamen, mehrstimmigen Akkorden. Diese kollegiale Konstellation kann man durchaus als Sinnbild der erneuerten Freundesbande zwischen Brahms und Joachim auffassen.

ANTONIN DVORAK (1841 – 1904)

Sinfonie Nr. 8 G-Dur op 88

Mit der anlässlich seiner  „Aufnahme in die Böhmische Kaiser-Franz-Joseph-Akademie für Wissenschaft, Literatur und Kunst“ komponierten 8. Symphonie in G-Dur habe sich Antonín Dvořák endgültig von deutschen Vorbildern, vor allem vom Einfluss durch Johannes Brahms frei gemacht: So lautet häufig das zusammenfassende Fazit zu diesem 1889 entstandenen, 1890 uraufgeführten Hauptwerk des Komponisten.

Komponist Antonin Dvorak

Komponist Antonin Dvorak

Wenn man die großartige, fünf Jahre zuvor komponierte 7. Symphonie als produktives Ringen mit diesem Einfluss und eine Art Durchgangsstation deuten will, kann man das in Bezug auf die Achte durchaus so sehen. Auffällig ist aber vor allem, mit welcher Souveränität, Selbstsicherheit und Verve sich Dvořák nun die symphonische Form zu eigen macht.

Schon der Beginn ist ein Paradebeispiel dafür, wie Dvořák die traditionelle Form nicht nur mit Kontrasten in Thematik und Harmonik, sondern auch durch extreme Wechsel der orchestralen Register dynamisiert: Dem elegischen g-moll-Motto in den durch Horn, Fagott und Klarinette eingefärbten Celli setzt er nach der Dur-Aufhellung der Geigen eine beschwingt hüpfende Melodie in hoher Flötenlage entgegen, deren Rhythmus den Satz fortan entscheidend prägen wird. Nachdem die Durchführung mit einer heiteren, naturnahen Episode zunächst eine überraschend entspannte Wendung zu nehmen scheint, zieht Dvořák die dramatischen Zügel rasch an und taucht mit einer unwiderstehlichen Variante des Moll-Dur-Übergangs vom Beginn triumphal in die Reprise ein. Auch im langsamen Satz, dem Herzstück der Symphonie, dessen emotionales Wechselbad vom Trauermarschcharakter ausgeht, spielt der Registerwechsel hoch-tief eine wichtige Rolle und wieder ist die Flöte maßgeblich beteiligt. In den zur Mitte hin sich zu Choralgröße aufschwingenden Trompetenfanfaren und der anschließenden, fast opernhaften Dramatik kann man hören, wo Gustav Mahler sich seine frühen symphonischen Inspirationen holte. Die Beruhigung zur streicherseeligen Idylle wird gegen Ende hin noch einmal schmerzlich in Frage gestellt.

Im herrlichen Walzer-Scherzo hört man den Einfluss Tschaikowskys heraus, das Trio ist melodisch dann aber purer Dvořák, und beim Spiel mit Zweier- und Dreierrhythmus schaut dann doch wieder Brahms über die Schulter… Der von den Trompeten markant eröffnete Finalsatz  schließlich bezieht seinen elektrisierenden Schwung aus dem Wechsel von vorwärtstreibenden und nachdenklich innehaltenden Passagen. Den letzten dieser ruhigen Momente spinnt Dvořák zu einer ausgedehnten Episode aus, bevor er sie vom Schlusswirbel fortreißen lässt.

Text: Juan Martin Koch, MZ-Musikkritiker

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EINTRITTSKARTEN  (16/12 €) für das Sinfonische Sommerkonzert des Orchesters am Singrün Regensburg am Samstag, 29. Juni, 20 Uhr, in der OGO-Sporthalle Oberviechtach gibt es online unter www.okticket.de, in den örtlichen VVK-Stellen und an der Abendkasse!KVULogo2017

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Karel Rechlik, Brünn: PFINGSTEN 2019

Pfingsten_2019

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Pfingstliche Kunst-Installation von Andrea Thema

Feuerzungen aus dem „Heilig-Geist-Loch“…

Andrea Thema - sie stellte bei AHOJ 17/18 in Neunburg aus - hier beim Aufbau ihrer aktuellen Kunst-Installation „Feuerzungen“ in der Spitalkirche Bad Windsheim. Foto: Giselher Scheicher

Andrea Thema – sie stellte bei AHOJ 17/18 in Neunburg aus – hier beim Aufbau ihrer aktuellen Kunst-Installation „Feuerzungen“ in der Spitalkirche Bad Windsheim.
Foto: Giselher Scheicher

„Heilig-Geist-Löcher“ gibt es in vielen Kirchen – sie dienten einst liturgischen Inszenierungen. Die Künstlerin Andrea Thema greift diesen historischen Brauch auf und weist mit einer eindrucksvollen Installation in moderner Formensprache auf das Pfingstgeschehen hin. Zu sehen ist das Werk „Feuerzungen“ vom Pfingstsamstag, 8. bis zum Sonntag, 23. Juni im Museum Kirche in Franken in Bad Windsheim.
Das vorwiegend aus textilem Material bestehende Kunstwerk wurde eigens für die Spitalkirche zum Heiligen Geist in Bad Windsheim geschaffen. Das Museum Kirche in Franken lässt damit die Tradition geistlicher Inszenierungen zum Pfingstfest lebendig werden, von denen das „Heilig-Geist-Loch“ im Chor des spätmittelalterlichen Kirchenbaus ein architektonisches Zeugnis ablegt.
Die 1957 in Maroldsweisach geborene Künstlerin Andrea Thema lebt und arbeitet in Burgthann im Nürnberger Land. Unter dem Titel „Dem Himmel so nah“ hatte sie bereits 2012 zusammen mit ihrem Ehepartner Giselher Scheicher eine illuminierte Installation aus farbigen Folien und kinetischen Objekten im mächtigen Dachgebälk der Spitalkirche präsentiert. Bei den Internationalen AHOJ-Ausstellungen 2017  („Kunst und Glauben“) und 2018 („Kunst und Frieden“) arbeitete die Künstlerin mit dem Neunburger Kunstverein Unverdorben e. V. eng zusammen.
Das neue Werk „Feuerzungen“ ist ein Anlass, auch das künstlerische Gesamtwerk Andrea Themas zu würdigen.
Experimentelle künstlerische Vorstöße in den dreidimensionalen Raum – so beschreibt es der Neuendettelsauer Praktische Theologe Klaus Raschzok – bestimmen seit längerem das Werk von Andrea Thema, von den Schleifpapier-Landschaftsarbeiten über die kinetischen und teilweise illuminierten Objekte bis hin zu den jetzt präsentierten „Feuerzungen“. Letztere stellen eine Verbindung zu den textilkünstlerischen Arbeiten her, die die Künstlerin entwirft, besonders seit sie in der Zeit von 2013 bis 2014 mit der kommissarischen Leitung der Paramentik der Diakonie Neuendettelsau betraut war.
„Aus der sogenannten Heilig-Geist-Öffnung im Chorgewölbe der spätmittelalterlichen Hallenkirche ergießen sich zwölf in leuchtendem Rot gehaltene, sternförmig angeordnete Stoffbahnen unterschiedlicher Länge in den Kirchenraum hinab, beginnen in Verbindung mit dem natürlichen Lichteinfall durch die Chorfenster ihr leuchtendes Spiel und setzen die im biblischen Bericht der Apostelgeschichte (Apostelgeschichte 2, 1-4) über das Jerusalemer Pfingstwunder geschilderte Metapher der tänzelnden Feuerzungen, die sich auf die vom Heiligen Geist ergriffenen Apostel zusammen mit den versammelten Anhängerinnen und Anhängern des auferstandenen Christus legen, in eine ansprechende raumgreifende künstlerische Arbeit um. Transzendenz wird auf diese Weise im Kirchenraum sinnlich wahrnehmbar.“, wird Klaus Raschzock diesbezüglich zitiert.

  • Quelle: Wochenzeitung „BlickLokal“/www.blicklokal.de
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Sinfonisches Sommerkonzert in der OGO-Sporthalle

Romantische Klangpracht mit „Singrün“

 Das Orchester am Singrün Regensburg gastiert mit großer Besetzung (ca. 90 Musiker) in der OGO-Sporthalle Oberviechtach. Foto: Stefan Weinert

Das Orchester am Singrün Regensburg gastiert mit großer Besetzung (ca. 90 Musiker) in der OGO-Sporthalle Oberviechtach. Foto: Stefan Weinert

Nach einer Konzertreise mit Ziel Brixen/Südtirol gastiert das Regensburger Orchester am Singrün am Samstag, 29. Juni, 20 Uhr, auf Einladung des Kunstvereins Unverdorben e. V. in Oberviechtach mit gleichem Programm: Sinfonische Werke von Engelbert Humperdinck, Johannes Brahms und Antonin Dvorak.

Intensive Orchesterarbeit mit leidenschaftlichem Musizieren zu verbinden ist das Anliegen des 1986 in der Domstadt gegründeten Laienorchesters. Motto: „Wir wollen  die Freude an der Musik zusammen erleben und unsere Begeisterung mit ins Publikum tragen“. Die Gründungsmitglieder nannten sich nach der Adresse des damaligen Probenraumes „Am Singrün“. Das Singrün (sin = immer) ist ein Pflänzchen, das im Brauchtum Verwendung unter anderem als Brautschmuck oder auch Totenkraut auf Gräbern fand.

Von der anfänglichen Kammermusikbesetzung wuchs der Klangkörper schnell zur Größe eines Symphonieorchesters mit großer Streicherbesetzung und komplettem Holz- und Blechbläsersatz sowie Schlagwerk heran. Heute musizieren rund 90 Instrumentalisten unterschiedlichen Alters und verschiedener Berufsgruppen zusammen. Programm-Schwerpunkte bilden Kompositionen der symphonischen Musik vom Barock über die Klassik und Romantik bis hin zur Musik der Gegenwart. „Unser Programm wählen wir übrigens immer demokratisch“, betont Orchestersprecher Florian Baueregger.

Eine Bestätigung für  seine stetige Arbeit bekam das Orchester 1996 durch die Verleihung des  Kulturförderpreis der Stadt Regensburg. Des weiteren durften sich die Singrün-Musiker  2013 über den Kulturpreis des Bezirks Oberpfalz freuen.

DIRIGENT UND SOLISTEN

Die Nachfolge des langjährigen Chefdirigenten Lutz Landwehr von Pragenau hat im Jahr 2018 Michael Falk angetreten.

Dirigent Michael Falk

Dirigent Michael Falk

Meisterkurse führten ihn zu prominenten Lehrern wie den niederländischen Maestro Bernard Haitink. Außerdem erhielt Falk eine Einladung von Paavo Järvi zu den Sommerkursen nach Estland. Zurzeit ist er als 2. Kapellmeister am Theater Hof engagiert. Als Dirigent arbeitete er bereits mit dem Beethoven Orchester Bonn, den Hofer Symphonikern, dem Philharmonischen Kammerorchester Berlin, der Rumänische Staatsphilharmonie „Dinu Lipatti“ Satu Mare, dem Rousse Philharmonic Orchestra, der Neuen Philharmonie Westfalen und den Bergischen Symphonikern zusammen.

Benedikt Wiedmann erhielt seinen ersten Violinunterricht bei Bernhard Fischer in Tübingen. Im Alter von 12 Jahren wurde er in Regensburg in die Bayerische Frühförderklasse aufgenommen, ehe er 2004 sein Violinstudium bei Prof. Eckhard Fischer an der Musikhochschule Detmold aufnahm.

Benedikt Wiedmann (Violine)

Benedikt Wiedmann (Violine)

Nach dem Vordiplom setzte er sein Studium an der Züricher Hochschule der Künste bei Prof. Ulrich Gröner fort und schloss dieses mit Auszeichnung ab. Weitere wichtige künstlerische Impulse erhielt er durch Unterrichte und Meisterkurse bei Ulf Schneider, Christian Altenburger, Thomas Brandis, Helena Bondarenko und Elise Båtnes. Neben solistischen Auftritten mit verschiedenen Orchestern stellt die Kammermusik einen großen Teil seines künstlerischen Schaffens dar.

Benedikt Wiedmann war Konzertmeister der Jungen Deutschen Philharmonie und Mitglied der Orchesterakademie des Bayerischen Staatsorchesters, er spielte darüber hinaus im Konzerthausorchester Berlin und dem Rundfunkorchester des BR. Neben regelmäßigen Aushilfstätigkeiten im Oslo Philharmonic Orchestra ist er seit 2011 Mitglied des Orchesters der Norwegischen Nationaloper in Oslo.

Benedikt Don Strohmeier begann seine musikalische Ausbildung im Alter von sieben Jahren mit dem Klavierspiel und nahm elfjährig das Cello hinzu. Von 1999 bis 2001 wurde er von Prof. Gabriel Rosenberg als Jungstudent im Fach Klavier an der Musikhochschule in Nürnberg unterrichtet.

Benedikt Don Strohmeier (Violoncello)

Benedikt Don Strohmeier (Violoncello)

Fast zeitgleich wurde er als Jungstudent  in die Celloklasse von Prof. Walter Nothas an der Hochschule für Musik und Theater in München aufgenommen. Dieses Studium setzte er bis 2008 fort und schloss es mit Diplom ab. Ein folgendes Master-Studium in der Meisterklasse von Prof. Thomas Grossenbacher führte  ihn an die Musikhochschule Zürich. Ausgezeichnet wurde er durch mehrfache Bundes – und Sonderpreise bei » Jugend Musiziert «, Preisen bei internationalen Wettbewerben sowie durch ein Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben. Bei Wolfgang Boettcher, David Geringas, Antonio Meneses u.a. besuchte er zahlreiche Cello-Meisterkurse. In regelmäßigen Aushilfstätigkeiten konzertiert er als Solocellist oder stellvertretender Solocellist in verschiedenen Orchestern wie z. B. dem Gewandhausorchester Leipzig und den Symphonieorchestern des BR und HR. Seit 2009 ist er stellvertretender Solocellist des Bayerischen Staatsorchester.

KLANGOPULENTE STÜCKE

Für das Sommerkonzert 2018 hat das Orchester klangopulente Werke der Spätromantik-Epoche ausgewählt. Nach der klangprächtigen Ouvertüre zur Märchenoper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck – Schüler und Assistent von Richard Wagner – erklingt das so genannte Doppelkonzert a-moll aus der späten Schaffensperiode von Johannes Brahms. Solisten sind Benedikt Wiedmann (Violine) und Benedikt Don Strohmeier (Violoncello). Nach der Pause steht die mittlere der drei letzten Meistersinfonien des tschechischen Komponisten Antonin Dvorak auf dem Programm, seine „Achte“ in G-Dur. Die Gastgeber-Rolle teilen sich beim Konzert am Samstag, 29. Juni, 20 Uhr, in der Sporthalle, Jahnstraße 18, der Neunburger Kunstverein Unverdorben und das Ortenburg-Gymnasium Oberviechach.

  • Eintrittskarten: Preise 16 und 12 Euro, Vorverkauf online: www.okticket.de und übliche VVK-Stellen. Abendkasse ab 19 Uhr.Kunstverein_Sinfoniekonzert190214-A3+-08RZ.inddMEDIENECHO

                Vorschau auf der aktuellen MZ-Veranstaltungsseite WAS WANN WO? als jpg-Datei:

Teilseite _ST_WWW_

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Artikel im Kulturteil der Mittelbayerischen Zeitung v. 27. 6. 19 als jpg-Datei:

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Konzertvorschau in der Wochenzeitung Rundschau SAD vo 26.6.19. als jpg-Datei: RS2

Artikel in der Zeitung „Der Neue Tag“, Ausgabe SAD/OVI vom 27.6.19 als pdf-Datei und jpg-Datei: SingrünNT

SingruenOVI

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9. Juni: Italienischer Abend mit szenischer Opernaufführung

Romeo und Julia lieben sich in Guteneck

Die konzertante Aufführung der Oper "Giulietta e Romeo" von Felice Romani, Musk von Nicola Vaccaj, steht im Mittelpunkt des Italienischen Abends auf Schloss Guteneck.

Eine Aufführung der Oper „Giulietta e Romeo“ von Felice Romani, Musik von Nicola Vaccaj, steht im Mittelpunkt des Italienischen Abends auf Schloss Guteneck. Foto: Tina Colditz / Copyright: Astrid Mathyshek, Cultura Immanuel

Am Pfingstsonntag, 9. Juni 2019, findet erstmals auf Schloss Guteneck eine außergewöhnliche  Opernaufführung von „Romeo und Julia“ statt. Im Schloss-Innenhof geben international bekannte Sänger ihr Können zum Besten. Es handelt sich um eine besondere Darbietung inmitten der sommerlichen Schloss-Kulisse, mit anschliessendem rundum italienischen Abend.

 

Im Mittelpunkt steht eine szenische Aufführung von Felice Romani’s Version von „Romeo und Julia“ (Giulietta e Romeo). Vor der romantischen Kulisse des Renaissance-Schlosshofes präsentieren internationale Sänger das musikalische Meisterwerk von Niccola Vaccaj, welcher die Tradition von Romeo als Hosenrolle begründete.

„Romeo ist ein Ideal. Das Idealbild des jugendlichen Liebhabers. Er ist der Inbegriff dessen, wonach Frauenherzen sich sehnen: Liebevoll, opferbereit, kämpferisch und zärtlich zugleich – ein weiblicher Eros im Körper eines Mannes. Somit ist offensichtlich, warum er nur von einer Frau gespielt werden kann“, beschreibt Mezzosopranistin Astrid Mathyshek ihre Paraderolle, mit welcher sie nicht nur in Italien großen Erfolg hatte, sondern an Pfingsten auch auf Schloss Guteneck zu erleben sein wird. Ihre Bühnenpartnerin, die Südtirolerin Elisabeth Margraf, steht als blutjunge Julia Capelletti zwischen zwei Männern: dem heimlichen Geliebten Romeo, Erbe der verfeindeten Familie Montecchi und ihrem Verlobten Tebaldo Capelletti, dargestellt von Reuben Walker aus den Vereinigten Staaten von Amerika.

Der Librettist Felice Romani folgt mit der Ausführung dieses Liebesdreiecks nicht der Fassung von Shakespeare, sondern greift auf die Ursprünge der italienischen Liebeslegende zurück, die bereits im Mittelalter in Italien entstanden ist und – wie alle Legenden – einen wahren Kern enthält. So ist die tatsächliche Existenz der Familien Capelletti und Montecchi in Verona ebenso nachweisbar, wie der Name Tebaldos. Lediglich um die schöne Julia und ihren Romeo rankt sich das Geheimnis ihrer Herkunft: Eine der ältesten Quellen, mittelalterliche Aufzeichnungen des süditalienischen Ortes Montecorvino Rovella belegen, dass im 12. Jahrhundert auch dort zwei verfeindete Familien ansässig waren, deren Bluttaten auf dem Stadtplatz immer wieder den Frieden der Bürger erschütterten.

Die Tochte der Familie Damolidei hieß Maria Teresa und verliebte sich in den Sohn der Familie D’Arminio, den jungen Davide, der ihre Liebe erwiderte. Bei einem Versuch nachts dem Hause des Liebsten zu nahen, wurde Davide gefangen genommen. Um ihn vor ihren grausamen Verwandten zu retten, lieferte sich Maria Teresa kurz entschlossen den D’Armino aus. Nur war guter Rat teuer. Keiner der Verwandten wagte es den Gefangenen etwas anzutun, da dies zwangsläufig zum Tod des eigenen Erben führen würde. In ihrer Verzweiflung suchten sie Beistand bei einem Mönch der Franziskaner, Padre Bernadino d’Enza – der historischen Vorlage für Frater Lorenzo, den unglückseligen Mittler von Romeos und Julias tragischer Liebe.

In Montecorvino Rovella jedoch gab der Frater der Geschichte eine ganz und gar andere Wendung: Er vermittelte zwischen den verfeindeten Familien und erwirkte Frieden, der sogar soweit ging, dass die jungen Liebenden einander versprochen wurden. Ihre Trauung fand auf dem Stadtplatz statt, wo die Familien sich zuvor stets blutig bekriegt hatten. Um ein dauerhaftes Zeichen des Friedens zu setzen, erbauten sie nach der Heirat ihrer Kinder an dieser Stätte die Kirche Santa Maria della Pace (Heilige Maria vom Frieden), die noch heute Zeugnis gibt von Versöhnung und Frieden. Lange vor Shakespeare entwickelten italienische Schriftsteller über Jahrhunderte hinweg die Legende weiter, mischten sie mit einer Quelle aus Siena über „Mariozzo e Gianozza“, deren verbotene Liebe ihnen zum tragischen Tod wurde und mit den Quellen von Verona, wo die so entstandene kunstvolle Tragödie von „Guilietta e Romeo“ letztlich verortet wurde.

Shakespeare tat am Ende dieser Entwicklung nichts weiter als die fertige Legende aufzugreifen und für die Bühne zu adaptieren. Der Erfinder von „Romeo und Julia“ war er nicht. „Giulietta e Romeo“, das Werk des großen romantischen Komponisten Nicola Vaccaj, wird allen Quellen der Legende durch seinen einzigartigen Zauber gerecht: den Zauber einer Musik, welche die Herzen der Menschen berührt und die Liebe von Romeo und Julia unsterblich macht… (Text: Cultura Immanuel)

Weitere Mitwirkende: Kathrin Duschek, Karol Bettley, Frits Kamp und Elisabeth Beretta. Musikalische Begleitung: Barbara Eckmüller (Harfe), Karl Macourek (Piano).

Alle Künstlerporträts enthält der Web-Link:https://www.schloss-guteneck.de/veranstaltungen/romeo_und_julia

Gesamter Ablaufplan des Erlebnistags auf Schloss Guteneck am Pfingstsonntag, 9. Juni:

  • 12.30 Uhr Oldtimer-Treffen mit 120 Fahrzeugen (30er -80er Jahre)
  • 16.30 Uhr: Einzigartige Aufführung von „Romeo und Julia“
  • 19.00 Uhr: Italienischer Abend mit italienischer Gastronomie (Antipasti & Prosecco) und original Italienischer Livemusik  mit Eddi Mautone aus Neapel
  • Informationen und Kartenreservierung: Schloss Guteneck, Tel. +49(0)9675914662; Eintritt Oper 19 Euro (ermäßigt 16 Euro), Eintritt Italienischer Abend 10 Euro, Kombi-Karte Oper/Italienischer Abend 24 Euro.
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Jahresausstellung des RS-Kunstzweigs im Hallenfoyer

Auf den Spuren von Van Gogh und Picasso…

Schülerinnen der Klasse 10d mit ihrer Kunsterzieherin Juli Weigl bei der Vernissage im Hallenfoyer. Tatkräftig unterstützt wurden sie vom Vorsitzenden des Kunstvereins Unverdorben, Peter Wunder (links).

Schüler(innen) der Klasse 10d mit ihrer Kunsterzieherin Julia Heigl bei der Vernissage im Hallenfoyer. Tatkräftig unterstützt wurden sie vom Vorsitzenden des Kunstvereins Unverdorben, Peter Wunder

Realschule 10d 05„Wir malen uns die Welt, wie sie uns gefällt!“ So lautet das Motto der Jahresausstellung 2019 des Kunstzweigs der Staatlichen Gregor-von-Scherr-Realschule Neunburg vorm Wald, die am Dienstagabend im  Foyer der Schwarzachtalhalle eröffnet wurde. Schülerinnen und Schüler der Kunstklasse 10d luden Verwandte, Freunde sowie Repräsentanten der Öffentlichkeit zu einer Reise durch die Kunstgeschichte ein: „Tauchen Sie ein in eine bunte Traumwelt und freuen Sie sich auf vielfältige Kunstwerke, inspiriert von verschiedenen Künstlern und Kunstepochen!“Realschule 10d 03

Realschuldirektorin Diana Schmidberger freute sich in ihrer Grußbotschaft, dass der Kunstzweig sich inzwischen zur festen Größe etabliert habe. Im kommenden Schuljahr werde Kunsterziehung erstmals die größte Wahlpflichtfächergruppe stellen. Die Werkschau der Kunstklasse 10d unter fachlicher Anleitung von Julia Heigl  überzeuge durch diverse Techniken, Schwerpunkte setzen hierbei das Stilmittel Verfremdung sowie Selbstporträts. „Die Persönlichkeit kann in den Werken nachvollzogen werden“, resümierte die Direktorin und forderte alle Besucher auf: „Nutzen Sie die schöne Location und lassen Sie sich auf diese Bilder ein!“RSVernissage21. Bürgermeister Martin Birner zeigte sich von der künstlerischen Kreativität und Qualität der Jugendlichen und Kunstwerke beeindruckt. Sein Lob galt überdies der guten Zusammenarbeit der Schule mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Kunstvereins Unverdorben, welche derartig hochwertige Ausstellungen in der Stadt möglich mache. Birner bezeichnete dies als „wichtigen Baustein der Stadtentwicklung, Kunst und Kultur den nötigen Freiraum zu geben“. Peter Wunder, Vorsitzender des Neunburger Kunstvereins, zollte den an der Ausstellung beteiligten Schülerinnen und Schülern höchsten Respekt. Quer durch die Kunstepochen Jugendstil, Impressionismus, Expressionismus, Surrealismus und Kubismus hätten die jungen Maler und Zeichner beachtliche Gestaltungskraft unter Beweis gestellt. Er ermunterte sie, den Weg als Kunstschaffende weiterhin zu beschreiten. Auch die Tür des Kunstvereins stehe für sie jederzeit offen. Für musikalische Umrahmung der Vernissage sorgte eine Holzbläsergruppe der Realschule, für die Verpflegung Schülerinnen der Kunsterziehungsklasse 9d.

Die Ausstellung „Wir malen uns die Welt, wie sie uns gefällt“ kann noch bis Ende Juni im Hallenfoyer besichtigt werden (Eingang Restaurant „Esszimmer“).

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Satire-Programm „Gefüllt mit Trüffeln“ im Kloster-Speisesaal

Komisches und Nachdenkliches serviert

Karl Stumpfi rezitiert satirische Texte bekannter deutschsprachiger Autoren.

Karl Stumpfi rezitiert satirische Texte bekannter deutschsprachiger Autoren.

Im Kloster Ensdorf "on stage": Klaus Götze (Gitarre), Franz Schöberl (Akkordeon) und Jürgen Zach (Bass und Gesang). Fotos: Hubert Söllner, NT

Im Kloster Ensdorf „on stage“: Klaus Götze (Gitarre), Franz Schöberl (Akkordeon) und Jürgen Zach (Bass und Gesang). Fotos: Hubert Söllner, NT

Die Vier Unverdorbenen, das literarisch-musikalische Quartett des Neunburger Kunstvereins, gastierte am Sonntagabend ein weiteres Mal im Bildungshaus Kloster Ensdorf. Zum Abschluss der drei Wochen dauernden KVU-Werkschau „Die Kraft der Farbe“ in den Kloster-Kreuzgängen präsentierte das Ensemble sein aktuelles Programm „Gefüllt mit Trüffeln“ und fand damit beim Publikum im gut besetzten Speisesaal viel Anklang.

Nach dem Opening, eine Oberpfälzer „Hey Joe“-Version, begrüßte der Hausherr, P. Christian Liebenstein SDB, die Gäste. Die Combo, bestehend aus Jürgen Zach, Klaus Götze & Franz Schöberl, überzeugte einmal mehr mit einem melodisch-rhythmischen Crossover von Ernst Mosch bis Jimi Hendrix. Der Rezitator an diesem unterhaltsamen Abend, Karl Stumpfi, legte sich beim Vortrag von satirischen Texten u. a. von Heinrich Heine, Heinrich Böll, Erich Kästner, Karl Kraus und Friedrich Torberg mächtig ins Zeug…

Letztmals treten die Vier Unverdorbenen mit dem Programm „Gefüllt mit Trüffeln“ am Freitag, 11.Oktober, 20 Uhr, auf Einladung der Freunde der Kunst im Eisenbarth-Museum Oberviechtach auf.

Das literarisch-musikalische Quartett des Neunburger Kunstvereins, die Vier Unverdorbenen, während ihres Auftritts im Speisesaal des Klosters Ensdorf. Foto: Alfred Grassmann

Das literarisch-musikalische Quartett des Neunburger Kunstvereins, die Vier Unverdorbenen, während ihres Auftritts im Speisesaal des Klosters Ensdorf. Foto: Alfred Grassmann

MEDIEN-ECHO

Bericht im Amberger Volksblatt/MZ-Vilstalausgabe vom 28. Mai als jpg-Datei:28_May.AML2

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