Folk & Blues: Neue Töne beim Kunstverein

"Oberpfälzer Spirit" nach großer Folk and Blues Performance in der Alten Seilerei (v. re.) 1. Vorsitzender Peter Wunder, Singer/Songwriter Robert Coyne, Drummer Werner Steinhauser, Bluesmusiker Wolfgang Bernreuther und 2. Vorsitzender Karl Stumpfi. Fotos: Alfred Grassmann

„Oberpfälzer Spirit“ nach großer Folk and Blues Performance in der Alten Seilerei (v. re.) 1. Vorsitzender Peter Wunder, Singer/Songwriter Robert Coyne, Drummer Werner Steinhauser, Bluesmusiker Wolfgang Bernreuther und 2. Vorsitzender Karl Stumpfi. Fotos: Alfred Grassmann

 Ein erlesener, wenn auch handverlesener Zuhörerkreis nahm am Sonntagabend in der Alten Seilerei ein Exklusiv-Angebot des Kunstverein Unverdorben wahr: Erstmals in der fünfjährigen Geschichte des Neunburger Kunstherbstes stand ein Folk & Blues-Concert auf dem Programm.

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Wolfgang Bernreuther bot Blues vom Feinsten…

Auf Vermittlung von Stefan Voit, Kultur-Ressortleiter des Oberpfälzer Medienhauses in Weiden, SONY DSCstartete der Londoner Singer/Songwriter Robert Coyne – Sohn der Musiker- und Malerlegende Kevin Coyne – seine diesjährige deutsch-österreichische Clubtour in der Pfalzgrafenstadt Neunburg vorm Wald. Als seine Partner waren der Neumarkter Bluesmusiker Wolfgang Bernreuther – er gestaltete den ersten Programmteil – sowie der Nürnberger Schlagzeuger Werner Steinhauser mit von der Partie. Bernreuther gab einen repräsentativen Querschnitt seines Blues-Repertoires zum Besten, überraschte mit einer ansehnlichen Gitarrenkollektion und suchte den Dialog mit dem Publikum. Robert Coyne, zumindest stimmlich ein naher Donovan-Verwandter, nutzte den Gig, um einige Referenznummern aus der Anfang Oktober neu erschienenen CD „Out Of Your Tree“ zu Gehör zu bringen. Sein zweites Soloalbum auf Meyer Records nach der „Woodland Conspiracy“ von 2010, ist sowohl eine Fortsetzung als auch eine bewusste Abkehr von den drei Alben, die er (auch auf Meyer Records) mit dem großen Jaki Liebezeit, dem legendären Drummer von Can, der im Januar 2017 verstarb, aufgenommen hat. Während mystische Wiederholungen bei „Out of Your Tree“ und der Liebezeit-Trilogie üblich sind, ist der Rhythmus des neuen Albums meditativer, manchmal jenseitiger. Zu den noch spärlichen Drums und der Instrumentierung der akustischen Gitarre kommen Blitze von Leadgitarre, Keyboards und Bass, die oft mit Bandecho und Reverb gefärbt sind und an Doo-Wop der 50er Jahre und New Yorker Avant-Punks Suicide erinnern – beide gehören zu Coynes Haupteinflüssen.SONY DSC

Abschließend dankte Alte-Seilerei-Wirt Alois Feldmeier dem KVU für sein Engagement in der regionalen Kulturszene im Allgemeinen und seinen Einsatz für die Kleinkunst im Besonderen. In ersten Zuhörerreaktionen klang vor allem Respekt an – vor der herausragenden musikalischen Qualität des Dargebotenen. Die beiden KVU-Vorstände Peter Wunder und Karl Stumpfi verabschiedeten die drei sympathischen Künstler mit der Übergabe von „Flaschen voll Oberpfälzer Geist“.

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Fotos von der Folk & Blues-Session in der Alten Seilerei Neunburg:

Alfred Grassmann

Gitarrist und Vocalist Robert Coyne, begleitet von Werner Steinhauser am Schlagzeug.

Gitarrist und Vocalist Robert Coyne, begleitet von Werner Steinhauser am Schlagzeug.

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MEDIEN-ECHO

Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung v. 13. 10. 2018 als jpg-Datei:13_Oct.STN3

 

 

 

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Trio Wien sorgt für weiteres Kunstherbst-Highlight

Schmankerln, Wein und Wienerlieder

Das Trio Wien lieferte im Foyer der Schwarzachtalhalle überzeugendes musikalisches Entertainment. Fotos: Alfred Grassmann

Das Trio Wien lieferte im Foyer der Schwarzachtalhalle begeisterndes musikalisches Entertainment. Fotos: Alfred Grassmann

Beim Küchenteam des "Esszimmer"-Restaurants lag der kulinarische Teil des Heurigenabends in besten Händen.

Beim Küchenteam des „Esszimmer“-Restaurants lag der kulinarische Teil des Heurigenabends in besten Händen.

Wienerlieder und Gaumenfreuden original und in bester Qualität – das bot der

KVU-Vorstand Peter Wunder

KVU-Vorstand Peter Wunder bei der Begrüßung

„Heurigenabend“ des Neunburger Kunstvereins Unverdorben am Samstagabend im adrett dekorierten Foyer der Schwarzachtalhalle – ein echtes Highlight im Progamm des 6. Neunburger Kunstherbstes! Für den musikalischen Part war eigens das weit über Österreichs Grenzen hinaus bekannte und beliebte Trio Wien angereist. Die Vollblutmusikanten Fredi Gradinger (Akkordeon, Gesang), Franz Horacek (Kontrabass, Gesang) und Hans Radon (Gitarre, Gesang) verstanden es vom ersten Takt an, musizierend und plaudernd ihr Publikum in beste Feierlaune zu versetzen. Jeder Ton war „handgemacht“, gleich ob bei der swingenden Wienermusik oder bei deutschsprachigen Evergreens.

Karl Stumpfi liest "Der Engel und die Taube"

Karl Stumpfi liest „Die Taube und der Engel“

Neben so populären (und von den Vier Unverdorbenen gerne gecoverten) selberg’strickten Liedern wie „Nüchtern bin i allaweil schüchtern“ oder „Sperrstund‘ Blues“ überzeugte Trio Wien auch mit Austro-Pop-Adaptionen wie Georg Danzers „A Nackerter im Hawelka“. Dazwischen brannten die drei Originale immer wieder ein Pointen-Feuerwerk ab und personifizierten den Begriff „Wiener Schmäh“…

TRIO PLUS ZWEI UNVERDORBENE

Zu guter Letzt erfüllten Gradinger, Horacek & Radon noch eine Reihe von Zuhörerwünschen wie zum Beispiel  „Das Lied von der Reblaus“ oder das „Fiakerlied“. Nach der Pause wurden auch die beiden anwesenden „Unverdorbenen“ Jürgen Zach und Karl Stumpfi als „Special Guests“ ins Abendprogramm einbezogen. Nach Lesung der Humoreske „Die Taube und der Engel“ des Wiener Autors Rudolf Stürzer spielte das um

Jürgen Zach holte Trio Wien nach Neunburg.

Jürgen Zach holte Trio Wien nach Neunburg.

Gitarrist Zach erweiterte Trio Wien den Titel „I wünsch mir‘ an Fensterplatz im Himml“. Bevor die Gäste kurz vor Mitternacht beschwingt den Heimweg antraten, dankte 1. Vorsitzender Peter Wunder neben den beifallsumrauschten Wiener Musikanten auch dem Esszimmer-Serviceteam Bartczyk/Pongratz für ein delikates Wiener Schmankerlbuffet, welches keinerlei Wünsche offenließ. In einem Facebook-Posting brachte Heurigenabend-Gast Till Heimreich die überaus positive Publikumsresonanz  genau auf den Punkt: Herzlichen Dank an den Kunstverein Unverdorben und das Team im Esszimmer für einen genialen Abend!“

"Sondereinlage" der beiden Unverdorbenen Karl Stumpfi (links) und Jürgen Zach mit den Musikern des "Trio Wien".

„Sondereinlage“ der beiden Unverdorbenen Karl Stumpfi (links) und Jürgen Zach mit den Musikern des „Trio Wien“.

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                                                      DIE MITGLIEDER VON TRIO WIEN:

Alfred „Fredi“ Gradinger (Akkordeon, Gesang) SONY DSCbegann seine Laufbahn als  Berufsmusiker nach einem Studium am Konservatorium der Stadt Wien. Seither Live-, Radio- und Fernsehauftritte im In- und Ausland unter anderem mit Wiener Unterhaltungs-Stars wie Heinz Conrads, Karl Merkatz, Andy Borg, Marianne Mendt in der Fernsehserie „Kaisermühlen Blues“. Unzählige CD-Aufnahmen, dazu auch erfolgreicher Komponist und Texter.

Franz Horacek (Kontrabass, Gesang) SONY DSCbegann seine Berufsmusiker-Laufbahn in jungen Jahren als Tanzmusiker und wechselte später zum Genre des Wienerliedes. Es folgten Auftritte im In- und Ausland, im Radio und Fernsehen sowie mehrere CD-Aufnahmen. Zusammenarbeit mit renommierten österreichischen Künstlern wie Jazz-Gitti, Karl Merkatz und vielen Anderen.

Hans Radon (Gitarre, Gesang)SONY DSC verfügt über ein großes Lieder-Repertoire aus verschiedenen Genres (Wienerlied, Volksmusik, Hüttenliedern, Evergreens, Jazz-Standards) und langjährige Erfahrung als erfolgreicher Unternehmer in der Kulturbranche; mehrere CD-Aufnahmen als Künstler und Produzent.

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Heute Abend liegt Grinzing an der Schwarzach!

Heurigenabend

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G’standene Musikerpersönlichkeiten der Folk- und Blues-Szene gastieren

Coyne, Bernreuther & Steinhauser „on stage“

Schlagzeuger Werner Steinhauser (li.) begleitet Singer/Songwriter Robert Coyne.

Schlagzeuger Werner Steinhauser (li.) begleitet Singer/Songwriter Robert Coyne.

Robert Coyne, Folk-Singer & Songwriter:

Der Alternativ-Folk-Musiker Robert Coyne startet am 7. Oktober in Neunburg vorm Wald  seine Deutschland-Österreich-Herbsttournee `18 und präsentiert hierbei seine am 5. Oktober erscheinende neue CD „Out of Your Tree“. Der Sohn des legendären Sängers, Malers und Autors Kevin Coyne ist ein sensibler Singer-Songwriter, mit Gefühl für feine Melodien und wunderschöne Texten.  Mit „I Still Have This Dream“ (2016) beendete er  – nach „The Obscure Departement“ (2013) und „Golden Arc“ (2014) – seine Trilogie mit dem legendären Schlagzeuger Jaki Liebezeit,  unter anderem Gründungsmitglied der Krautrock-Legende „Can“.RobertCoyne

Robert Coyne interpretiert seine Musik selbst als „Lob der Schlichtheit“. Gemeinsame Concert-Auftritte hatte er mit weltweit bekannten und geschätzten Musikern wie Eric Burdon, Amy Rigby, Spooky Tooth und Chris Wilson von den Flamin‘ Groovies.

Robert Coyne lebt in London, hat mit  seiner Mutter Helmi Coyne in Nürnberg immer noch einen Anker in Bayern. Zu Gigs kommt der Singer & Songwriter regelmäßig in die Region, um Perlen des Alternative-Folk zu Gehör zu bringen. „Seine Songs sind wohltuend schlicht anmutende, in sich verschachtelte Melodien-Miniaturen, die die zärtliche Stimme Roberts dezent ans Ohr des Zuhörers führen, um von dort aus die smarten Texte des Londoners bis zum zerebralen Sprachzentrum zu begleiten“, schrieb ein NT-Musikkritiker im Jahr 2016 über diesen Künstler.

In  Neunburg vorm Wald begleiten ihn mit den beiden Oberpfälzern Werner Bernreuther ein ausgewiesener Blues-Spezialist und mit Schlagzeuger Werner Steinhauser ein begehrter Studiomusiker, welcher schon 15 Jahre gemeinsam mit dem 2004 verstorbenen Kevin Coyne gemeinsam musiziert hatte.

Wolfgang Bernreuther, Blues-Gitarrist:

Wolfgang Bernreuther ist seit  vielen Jahren fester Bestandteil der Bluesszene. img_wolfgang_bernreuther_2Bereits in jungen Jahren wurde er von dem Mississippi-Blues-Gitarristen Luisiana Red beeinflußt mit dem er viele Jahre tourte und der ihn in die Geheimisse des Slide-Spiels einweihte. Mit der schwarzen Sängerin Jeanne Carroll veröffentlichte er 1993 das Album „My Style Is Different“ . Einer der Meilensteine seines musikalischen Schaffens war sicherlich die Einladung nach Arkansas/USA in die King Biscuit Time Radio Show im Jahre 2000, wo er eine halbe Stunde live im Studio spielte. Der Bayer. Rundfunk bezeichnet Bernreuther als „stilsicherer Gitarrist, der sich abseits ausgelatschter Bluespfade bewegt.“ Wolfgang Bernreuther ist das ganze Jahr über auf der staubigen Straße des Blues unterwegs. Er spielt sowohl in Clubs, als auch auf großen Festivals. 2004 war für den „einfühlsamen Gitarristen“, wie ihn der Musikjournalist  iCarl-Ludwig Reichert in seinem Buch „Blues-Geschichte und Geschichten“  beschreibt, ein wichtiges Jahr.newExperience
Er unterschrieb bei der Plattenfirma  „Clearaudio“ einen Exklusiv-Vertrag und spielte über 50 Konzerte, soviel wie nie zuvor. In den folgenden Jahren erfolgten viele LP und CD Veröffentlichungen und Konzerte. Seine Konzerte leben neben der emotionalen Musik auch von der witzig und gehaltvollen Moderation, gespickt mit Anekdoten, welche den Hintergrund zu einzelnen Stücken und zur Geschichte des Blues im Allgemeinen liefern. In Neunburg v. W. tritt Bernreuther gemeinsam mit dem Engländer Robert Coyne (Gitarre, Vocals) und Werner Steinhauser (Schlagzeug) auf.

Werner Steinhauser, Schlagzeug:

Der Oberpfälzer absolvierte ein Schlagzeugstudium am Meistersinger-Konservatorium Nürnberg, nahm Unterricht bei Klaus Benning, Evert Fraterman, Peter Giger sowie Prof. Hermann Schwander. steinhauser_2-abc38ddcUmfangreich sind seine künstlerischen Aktivitäten, herausgegriffen seien nur Auftritte mit  den Hofer Symphonikern, Nürnberger Symphonikern, Gary Lucas, Brendan Croker, Georg Ringsgwandl, Haindling u. a. Erwähnenswert sind weiters Gastspiele in Tschechien, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Großbritannien, Spanien, Kolumbien, Bahamas und USA sowie Rundfunk- und Fernsehproduktionen u.a. bei BR 3, Bayerischer Rundfunk, WDR, HR, SWR, NDR Radio Bremen, Deutsche Welle und  BBC London Steinshauser wirkt zudem als Musikpädagoge und Schulleiter, z. B.:Dozent an der städt. Sing- und Musikschule Marktredwitz/Ofr.,Dozent an der städt. Musikschule Stein/Mfr.,Dozent beim Jugendblasorchester der Stadt Stein, Lehrauftrag an der Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg sowieLeitung der privaten Musikschule „MUSICATION“ in Nürnberg. Er ist Preisträger der Deutschen Schallplattenkritik für die Produktion des Kevin Coyne Albums „Underground“. In der Gruppe Paradise Band“ des wernerenglischen Sängers, Malers und Autors wirkte er 15 Jahr als Drummer mit. CDs produzierte Werner Steinshauser mit der Fred Hill Group („On the Hill“ 1988), „Like the Wind“ (1990) und „Local Radio“ (1993) mit La Roque sowie mit Kevin Coyne: „The World Awaits My Genius“ (1992), „Adventures Of Crazy Frank“ (1995) und „Room Full Of Fools“ (2000)

In Neunburg v. W. tritt Werner Steinhauser  gemeinsam mit Alternativ-Folksänger Robert Coyne, London, und Bluesmusiker Wolfgang Bernreuther, Neumarkt, auf.

  •  Karten- und Platzreservierung unter Tel. 09434/3672 / oder Mail: Kontakt@Feldmeier-vm.de sowie an der Abendkasse Alte Seilerei.
    Eintritt 15 €. Termin: Sonntag, 7. Oktober, 19 Uhr.KHBanner18

 

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2. Oktober 2018 – die Tschaikowsky-Nacht!

Musik-Glanzlicht im Neunburger Kunstherbst

FL-TschaikowskyNacht1804-02-A5-RZ.inddDie Smetana Philharmoniker Prag unter Leitung ihres Chefdirigenten Hans Richter.

Wagner_Cover_full_final-1Bild oben:  Die Smetana Philharmoniker Prag mit ihrem Chefdirigenten Hans Richter. Bild unten: Coverfoto der CD „Alexander Maria Wagner:  P. I. Tschaikowsky (1. Klavierkonzert) und A. M. Wagner (2. Sinfonie)“ mit dem Radio-Sinfonieorchester Moskau unter Leitung von Alexej Kornienko.                                                                             Foto: Maria Siebenhaar

MEDIEN-ECHO

Bericht in der Tageszeitung „Der Neue Tag“ v. 5. 10. 2018 als jpg-Datei:karlBericht in der Mittelbayerischen Zeitung/Ausgabe SAD v. 4. 10. 2018 als jpg-Datei:

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„Künstler des Monats September“ gastiert im Neunburger Kunstherbst

Bluesmusiker Bernreuther in der Alten Seilerei

„Blues ist mehr als Musik, Blues ist ein Lebensgefühl“: Die Jury des Forums Kultur der Metropolregion Nürnberg hat den Neumarkter Musiker Wolfgang Bernreuther zum Künstler des Monats September der Metropolregion gewählt. Am Sonntag, 7. Oktober, 19 Uhr, tritt er mit dem englischen Singer/Songwriter Robert Coyne im Rahmen des laufenden Kunstherbstes in Neunburg vorm Wald/Alte Seilerei auf.

MIT LOUSIANA RED GETOURT

Bereits in jungen Jahren wurde Wolfgang Bernreuther, geboren 1961 in Waldsassen/Oberpfalz, von dem Mississippi-Blues Gitarristen Louisiana Red beeinflusst, mit dem er viele Jahre tourte und der ihn in die Geheimnisse des Slide-Spiels einweihte. Seine Konzerte leben neben der emotionalen Musik auch von der witzigen und gehaltvollen Moderation, gespickt mit Anekdoten, welche den Hintergrund zu einzelnen Stücken und zur Geschichte des Blues liefern. Für „United Blues Experience“ hat sich der Musiker geballte Blues-Erfahrung an Bord geholt. Die wahrscheinlich schnellste und eine der besten Mundharmonika-Spielerinnen der Welt, Beata Kossowska und das Nürnberger Blues-Urgestein an der Gitarre, Tommy Gedon. Zahlreiche LP und CD Veröffentlichungen machten Wolfgang Bernreuther weit über die Grenzen Europas hinaus bekannt.

KULTURPREISTRÄGER 2016

Im Museum Lothar Fischer, in dem derzeit eine Sonderausstellung des englischen Bildhauers David Nash (*1945) zu sehen ist, werden anlässlich des Konzertabends einmalig auch einige Kunstwerke Wolfgang Bernreuthers gezeigt. 2016 erhielt er den Kulturpreis der Stadt Neumarkt i.d.OPf. für sein künstlerisches Werk.
Am Sonntag, 7. Oktober ab 19 Uhr begleitet Wolfgang Bernreuther den englischen Folk-Sänger, Gitarristen und Songwirter Robert Coyne bei dessen Herbsttournee-Auftakt in der Alten Seilerei, Neunburg v. W., Hauptstraße 40. Eintrittspreis 15 €.Willkommen sind alle Musikfreunde aus der Region!

  • Karten/Platzreservierung ab sofort unter Tel. 09434/3672, Mail: Kontakt@Feldmeier-vm.de sowie an der Abendkasse!!

Foto: Wolfgang Bernreuther (c)Meyer Originals

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Musikalische Lesung „1918 – Die letzte Nacht“ in der Spitalkirche:

Weltkrieg, sinnentleert und pervers…

Die Hauptakteure der Musikalischen Lesung "1918 - Die letzte Nacht" in der Spitalkirche (v.li.) Karl Stumpfi, Jürgen Zach und Wolfgang Huber. Fotos: Alfred Grassmann

Die Hauptakteure der Musikalischen Lesung „1918 – Die letzte Nacht“ in der Spitalkirche (v.li.) Karl Stumpfi, Jürgen Zach und Wolfgang Huber. Fotos: Alfred Grassmann

„Die letzten Tage der Menschheit“ – Dieses in den Kriegsjahren 1914 bis 1917 entstandene Drama gab die Vorlage zum dreiteiligen Karl-Kraus-Lesetheater im Neunburger Kunstherbst. Nach dem Auftakt 2014 und die Fortsetzung 2016 folgte am Mittwochabend das Finale mit der rund zweistündigen Musikalischen Lesung „1918 – Die letzte Nacht“ in der Spitalkirche.

1. Vorsitzender Peter Wunder begrüßte die Zuhörerschaft.

1. Vorsitzender Peter Wunder begrüßte die Zuhörerschaft.

1. Vorsitzender  Peter Wunder begrüßte dazu einen zwar kleinen, aber doch hochkonzentrierten Zuhörerkreis im ehemaligen Gotteshaus, dessen Gründung auf die Spitalstifung des Pfalzgrafen Ruprecht III. im Jahr 1398 zurückreicht.  Wunder sah diese Lesung im Kontext zur laufenden Internationalen Ausstellung „Ahoj 18 – Kunst für den Frieden“. Der Kunstverein Unverdorben wolle damit ein Zeichen setzen in einer politisch sehr unruhigen Zeit, welche sich zunehmend zur Gefahr auch für den Frieden in Europa entwickle. Er dankte seinen Vorstandsmitgliedern Karl Stumpfi und Jürgen Zach, welche das Lesetheaterprojekt mit großem Idealismus betreuten. Mit Wolfgang Huber aus Nittenau komplettiert ein ausgewiesener Literatur- und Sprachexperte diese Troika.

LITANEI VON TODESURTEILEN

Mit dem „Lied von der Presse“, getextet und komponiert von Karl Kraus, interpretiert von Jürgen Zach (Gesang/Gitarre) wurde gleich eingangs des Abends deutlich: Der Erste Weltkrieg gilt nicht nur als der erste technische, sondern auch der erste mediale Großkonflikt. Unmittelbar darauf folgte als Toneinspieler: „Verlautbarte Todesurteile“, ein Auszug aus der Wiener Arbeiterzeitung vom 8. Oktober 1918.

Karl Stumpfi liest Texte von Karl Kraus und Georg Trakl

Karl Stumpfi liest Texte von Karl Kraus und Georg Trakl

„Über vier Jahre dauert der Weltkrieg schon, längst ist er zum statischen Stellungskrieg geraten“, führte Rezitator Karl Stumpfi in die Thematik, „Frontberichte verschwinden aus den Zeitungsspalten, Litaneien verlautbarter Todesurteile von Militär- und Standgerichten häufen sich. Werden alltäglich, wie heutzutage amtliche Bekanntmachungen und Standesamtsnachrichten“.

Für den Satiriker und Moralisten Karl Kraus sind mit dem Ersten Weltkrieg die letzten Tage der Menschheit angebrochen. Aus seinem monumentalen Endzeitdrama, das einem Marstheater zugeeignet ist, lasen Karl Stumpfi und Wolfgang Huber vier Szenen aus dem 4. Akt, welche die menschenverachtende Sinnentleerheit, ja Perversion des Krieges vor Augen führen. Sie seien auch ein leidenschaftlicher Appell an die Menschheit, die Lektionen der Geschichte endlich zu begreifen und zu verinnerlichen. „Denn wer aus Geschichte nicht lernt, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen“.

REMARQUES LEBEN UND WERK

Nach dem von Jürgen Zach vorgetragenen „Marschlied“ befasste sich Wolfgang Huber mit der Biografie Erich Maria Remarques und der Rezeptionsgeschichte dessen Klassikers „Im Westen nichts Neues“. Er rückte hierbei in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen, dass der Autor eine Romantrilogie nicht primär dem Grauen des Kriegsgeschehens, sondern dem Schicksal der jungen Generation widmete.  Weitere Romantitel sind „Drei Kameraden“ und „Zeit zu leben – Zeit zu sterben“.

Wolfgang Huber liest Texte von Karl Kraus und Erich Maria Remarque

Wolfgang Huber liest Texte von Karl Kraus und Erich Maria Remarque

Huber schloss diesen Komplex mit der Lesung des Schlusskapitels aus „Im Westen nichts Neues“ – und dem Sterben des  Ich-Erzählers: „Er war vornübergesunken und lag wie schlafend an der Erde. Als man ihn umdrehte, sah man, dass er sich nicht lange gequält haben konnte – sein Gesicht hatte einen so gefassten Ausdruck, als wäre er beinahe zufrieden damit, dass es so gekommen war“.

Musik von Gustav Mahler leitete nach der Pause den zweiten Teil des Leseabends ein, Adagio aus der unvollendeten 10. Sinfonie, entstanden in den Jahren 1910/11. „Seine Klangwelt“, so Stumpfi, „antizipiert förmlich alle Schrecken und Fährnisse in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.“  Zu Beginn der Kampfhandlungen 1914 kam es in der Stadt Grodek in Ostgalizien (heute Ukraine) zu einer erbitterten Schlacht zwischen österreichisch-ungarischen und russischen Truppen.  Der 27 Jahre alte Dichter Georg Trakl ist als Sanitätsleutnant in einem Feldlazarett nahe dran an dem blutigen Gemetzel. Unter widrigen Umständen – es fehlen Narkotika für Operationen, sieht er sich außerstande, das Leid der Verletzten zu mildern. Unter diesem Eindruck stehend, verfasst Trakl das  expressionische Gedicht Grodek. Seine nervliche Verfassung verschlechtert sich zusehends, er wird in ein Krakauer Militärspital eingewiesen, wo er Anfang November 1914 einer Herzlähmung in Verbindung mit einer Überdosis Kokain erliegt. Ungeklärt bleibt, ob die Überdosierung absichtlich geschah oder ein Versehen war.

ZERSTÖRTES EBENBILD GOTTES

Kurz vor Kriegsausbruch war Georg Trakls Gedichtezyklus „Der Jüngste Tag“ erschienen. Nach dem Kriegsgedicht Grodek  rezitierte Karl Stumpfi daraus fünf Texte, angereichert mit zwei weiteren Passagen aus Mahlers sinfonischem Vermächtnis: „Menschheit“, „Die Raben“, „Die Ratten“, „Allerseelen“, „Im Winter“ und „Verfall“. Nach Remarque und Trakl stand der Schlussabschnitt wieder ganz im Zeichen von Karl Kraus. Zunächst intonierte Zach Karl Kraus‘ „Weltkriegs-Couplet“. Den Epilog „Die letzte Nacht“ trug das Rezitatoren-Duo in Auszügen vor – sein apokalyptisches Ende samt Untergang des Menschen („Zerstört ist Gottes Ebenbild“) und Gottes Stimme („Ich habe es nicht gewollt!“) ließ den Zuhörern den Atem stocken. Mit dem Friedens-Chanson „Die Antwort der Blumen“ von Klaus Hoffmann setzte Sänger & Gitarrist Jürgen Zach dem Teufelskreis der Gewalt aber  eine Botschaft der Hoffnung entgegen.

Jürgen Zach interpretiert Chansons über Krieg und Frieden.

Jürgen Zach interpretiert Chansons über Krieg und Frieden.

Die Spitalkirche bot einen ebenso stilvollen wie atmosphärisch passenden Rahmen für den Abschluss des dreiteiligen Karl-Kraus-Lesetheaters.

Die Spitalkirche bot einen ebenso stilvollen wie atmosphärisch passenden Rahmen für den Abschluss des dreiteiligen Karl-Kraus-Lesetheaters.

G R O D E K  von Georg Trakl:

Am Abend tönen die herbstlichen Wälder
Von tödlichen Waffen, die goldnen Ebenen
Und blauen Seen, darüber die Sonne
Düstrer hinrollt; umfängt die Nacht
Sterbende Krieger, die wilde Klage
Ihrer zerbrochenen Münder.
Doch stille sammelt im Weidengrund
Rotes Gewölk, darin ein zürnender Gott wohnt
Das vergossne Blut sich, mondne Kühle;
Alle Straßen münden in schwarze Verwesung.
Unter goldnem Gezweig der Nacht und Sternen
Es schwankt der Schwester Schatten durch den schweigenden Hain,
Zu grüßen die Geister der Helden, die blutenden Häupter;
Und leise tönen im Rohr die dunkeln Flöten des Herbstes.
O stolzere Trauer! ihr ehernen Altäre
Die heiße Flamme des Geistes nährt heute ein gewaltiger Schmerz,
Die ungebornen Enkel.

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AUS DEM VORWORT DES AUTORS zum Drama „Die letzten Tage der Menschheit“:

„Es mag auch zu befürchten sein, dass eine Zukunft, die den Lenden einer so wüsten Gegenwart entsprossen ist, trotz größerer Distanz der größeren Kraft des Begreifens entbehrt. Dennoch muss ein so restloses Schuldbekenntnis, dieser Menschheit anzugehören, irgendwo willkommen und irgendeinmal von Nutzen sein“.

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MEDIEN-ECHO

Bericht in der Tageszeitung „Der Neue Tag“ vom 1. Oktober 2018 als jpg-Datei:NTKrieg1Bericht vom 28. September 2018 in der Mittelbayerischen Zeitung, Ausgabe SAD, als jpg-Datei:28_Sep.STN1

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„Wienerisches“ mit den Vier Unverdorbenen im Nachbarlandkreis

Ein erfolgreiches Kunstherbst-Auswärtsspiel

Die Vier Unverdorbenen nach dem rundum gelungenen Auftritt in Chammünster (v. li.) Jürgen Zach, Franz Schöberl, Karl Stumpfi und Klaus Götze. Fotos: Alfred Grassmann

Die Vier Unverdorbenen nach dem rundum gelungenen Auftritt in Chammünster (v. li.) Jürgen Zach, Franz Schöberl, Karl Stumpfi und Klaus Götze. Fotos: Alfred Grassmann

Stürmischen Beifall für ihre „Wiener G’schichten“ ernteten die Vier Unverdorbenen, das literarisch-musikalische Quartett des Neunburger Kunstvereins, auch beim zweiten Gastauftritt in Chammünster. Das Publikum goutierte am Samstagabend das unterhaltsame Wienerische Programm mit Schmankerln aus der so genannten Kaffeehaus-Literatur, garniert mit „unverdorbenen“ Cover-Versionen berühmter Wiener Musiktitel vom „Dritten Mann“ bis „Es lebe der Zentralfriedhof“.

Gabriele Kiesl, Kleinkunstbühne Tintenfassl Cham.

Gabriele Kiesl, Kleinkunstbühne Tintenfassl Cham.

So nebenbei ließen sich die best gelaunten Gäste auch das Wiener Drei-Gänge-Menü aus der Küche des Ödenturm-Restaurants schmecken.

Gabriele Kiesl, Autorin und Chefin der Chamer Kleinkunstbühne „Tintenfassl“ – sie hatte die Neunburger eingeladen – äußerte sich begeistert über das Dargebotene: „Die Vier Unverdorbenen des Neunburger Kunstvereins e. V. zu Gast im Gasthaus zum Ödenturm. Was sollen wir berichten? Es war eine Tintenfassl Veranstaltung at its best. Ein -liches Dankeschön an die begnadeten Künstler, das Küchen- und Serviceteam des Gasthauses und natürlich an das sensationelle Publikum“.

Infos zu diesem Abend für Feinschmecker: Die Vier Unverdorbenen präsentierten zum zweiten Mal eine glanzvolle Kulinarische Lesung mit Musik unter dem Motto „Wienerisches unterm Ödenturm“. Die Gäste erwartete in jeder Hinsicht ein genussreicher Abend. Zwischen den einzelnen Gängen eines Wiener Drei-Gänge-Menüs warteten die Vier Unverdorbenen mit einem unterhaltsamen Mix aus Text-und Musikbeiträgen auf. Quasi A la carte folgten satirische Miniaturen von Wiener Autoren, gepaart mit Wiener Heurigenliedern, Schrammelmusik, Austria-Pop und Klassischem.

Karl Stumpfi & Jürgen Zach beim Trio-Wien-Lied "Nüchtern bin i allweil so schüchtern".

Karl Stumpfi & Jürgen Zach beim Trio-Wien-Lied „Nüchtern bin i allweil so schüchtern“.

  Wer nach Lektüre dieser Zeilen Appetit bekommen hat, sollte schnell das nächste kulinarisch-satirische Event mit den Vier Unverdorbenen buchen: „Wienerisches im Kloster“ heißt das Motto am Samstag, 3. November, 19 Uhr, im Bildungshaus Kloster Ensdorf!

Franz Schöberl, ein Virtuose am Akkordeon!

Franz Schöberl, ein Virtuose am Akkordeon!

Lead-Gitarrist Klaus Götze greift in die Saiten...

Lead-Gitarrist Klaus Götze greift in die Saiten…

Gute Stimme für eine gute Stimmung: Vokalist und Bassist Jürgen Zach

Gute Stimme für eine gute Stimmung: Vokalist und Bassist Jürgen Zach

Liest und lebt die Textvorlage: Rezitator Karl Stumpfi

Liest und lebt die Textvorlage: Rezitator Karl Stumpfi

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Abschluss des Karl-Kraus-Lesetheaters am 26. September

„1918 – Die letzte Nacht“ in der Spitalkirche

 Im Rahmen des Projekts „Lost Traces – Europäisches Kulturerbejahr 2018“  in der Spitalkirche veranstaltet der Kunstverein Unverdorben am 26. September, 19 Uhr, eine Lesung mit Musik: „1918 – Die letzte Nacht“.

Wolfgang Huber (rechts) und Karl Stumpfi lesen aus „Die letzten Tage der Menschheit“. Foto: Tanja Kraus

Wolfgang Huber (rechts) und Karl Stumpfi lesen aus „Die letzten Tage der Menschheit“ (Teil II im Neunburger Kunstherbst 2016, evangelische Versöhnungskirche).  Foto: Tanja Kraus

Der abschließenden dritte Teil des Karl-Kraus-Lesetheaters „Die letzten Tage der Menschheit“

Autor Karl Kraus

Autor Karl Kraus

ist eine Erinnerung an das Ende des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren. Die Rezitatoren Karl Stumpfi, Journalist aus Neunburg v. W., und Wolfgang Huber, Sprachwissenschaftler aus Nittenau,  lesen aus Texten von Karl Kraus, Georg Trakl und Erich Maria Remarque. Der Neunburger Musiker Jürgen Zach (Gitarre und Gesang) umrahmt den Literaturabend mit Chansons über Krieg und Frieden. Eintritt ist frei, Spenden für den Kunstverein sind erbeten.

Im Rahmen einer Themenwoche „Erster Weltkrieg“  hatte der Kunstverein Unverdorben 2014  im Pfarrsaal St. Georg eine Bearbeitung des Endzeitdramas von Karl Kraus für Lesetheater präsentiert.

Autor Erich Maria Remarque

Autor Erich Maria Remarque

Sie enthielt  ausgewählte Szenen des Vorspiels und der Akte 1 bis 3. Der zweite Teil folgte im Kunstherbst 2016 in der evangelischen Versöhnungskirche mit rund 20 Szenen der Akte 4 und 5. Teil 3 des Lesertheaters rückt den Epilog „Die letzte Nacht“ in den Mittelpunkt. Angereichert wird das Programm mit einer Lesung aus dem Schlusskapitel des Romans „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque und Gedichten des österreichischen Lyrikers Georg Trakl („Grodek“).

Im musikalischen Teil begegnen die Zuhörer zwei Originaltexten und  –vertonungen aus der Feder von Karl Kraus, nämlich das „Lied von der Presse“ und das „Weltkriegs-Couplet“, interpretiert von Jürgen Zach. Das Friedenschancon „Die Antwort der Blumen“ des Liedermachers Klaus Hoffmann lässt sowohl die musikalische Lesung „1918  – Die letzte Nacht“ als auch den dreiteiligen Karl-Kraus-Zyklus ausklingen.

Autor Georg Trakl

Autor Georg Trakl

Die Tragödie in fünf Akten mit Vorspiel und Epilog „Die letzten Tage der Menschheit“ gilt als eine der wichtigsten literarischen Reaktionen auf den Ersten Weltkrieg. Der Autor lässt in diesem monumentalem Stück Hunderte von Gestalten, erfundene und historische, zu Wort kommen. Mehr als ein Drittel des Textes hat der Dichter aus Zeitungsmeldungen, militärischen Tagesbefehlen, Verordnungen, Gerichtsurteilen, Anzeigentexten und Gedichten zusammengetragen.

 

Längst hat sich in der Theaterpraxis durchgesetzt, das große Drama nicht auf der Bühne zu stemmen, sondern in Lesungen dem Publikum darzubieten. Aber auch eine reduzierte Auswahl der über 200 Szenen macht deutlich, dass „Die letzten Tage der Menschheit“ mehr sind als nur ein Stück gegen Militarismus. Vielmehr sind sie ein Plädoyer für Humanismus und Toleranz. Also für das, was eine Zivilgesellschaft ausmacht: Anerkennung der Anderen, Wertschätzung, Respekt und Empathie.

Jürgen Zach: Chansons über Krieg und Frieden. Foto: A. Grassmann

Jürgen Zach: Chansons über Krieg und Frieden. Foto: A. Grassmann

 

Musikalische Lesung "Die letzten Tage der Menschheit", Teil I, im Neunburger Kunstherbst 2014 im Kath. Pfarrsaal St. Josef. Foto: Alfred Grassmann

Musikalische Lesung „Die letzten Tage der Menschheit“, Teil I, Neunburger Kunstherbst 2014,  im Kath. Pfarrsaal St. Josef. Foto: Alfred Grassmann

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MEDIEN-ECHO

Bericht in der Tageszeitung „Der Neue Tag“/ Ausgabe SAD, v. 24. 9. 2018 als jpg-Datei:k

Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung, Ausgabe SAD, v. 22. 9. 2018 als jpg-Datei:

22_Sep.STN3

22_Sep.STN3

 

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21. September ist Internationaler Weltfriedenstag

Ahoj 18-Sonderführung im Kunstquartier

International Day of Peace 21. September 2018. Foto: UN Website

International Day of Peace 21. September 2018. Foto: UN Website

Eine Friedenstaube aus der Ahoj-18-Kollektion der Kunstschule Klatový/Tschechische Republik.

Eine Friedenstaube aus der Ahoj-18-Kollektion der Kunstschule Klatový/Tschechische Republik.

1. Vorsitzender Peter Wunder erläutert den Besuchern der Sonderführung am Weltfriedenstag die "Ahoj18"-Exponate im Kunstquartier. Fotos: Friedrich W. Stumpfi

1. Vorsitzender Peter Wunder erläutert den Besuchern der Sonderführung am Weltfriedenstag die „Ahoj18“-Exponate im Kunstquartier. Fotos: Friedrich W. Stumpfi

Der Neunburger Kunstverein Unverdorben e. V. bietet am Internationalen Weltfriedenstag Freitag, 21. September eine Sonderführung 3Glockedurch die am vergangenen Freitag eröffnete Internationale Ausstellung „Ahoj 18 – Kunst für den Frieden“ an. Gezeigt werden Werke von sechs Künstlerinnen und Künstler aus Tschechien und Bayern, sowie Schülerarbeiten zur projektbegleitenden Aktion „Friedenstauben“ aus drei Neunburger Kindergärten und Schulen sowie aus dem Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach und der Kunstschule Klatový (Tschechische Republik); Treffpunkt um 17.45 Uhr am Kunstquartier Im Berg 7. Von 18 bis 18.10 Uhr ist europaweites Glockenläuten für den Frieden, anschließend Rundgang durch die Ausstellung unter Leitung des 1. Vorsitzenden und Ahoj 18-Kurators Peter Wunder.2weltfriedenstag Willkommen sind alle Kunstinteressierten aus Nah und Fern. Das Datum für den „International Day of Peace“ wurde von der UN-Generalversammlung 1982 noch in Zeiten des Kalten Kriegs festgelegt. 2018 soll insbesondere an das Ende des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren sowie an den Ausbruch und an das Ende des Dreißigjährigen Kriegs (1618 – 1648) erinnert werden. Die Aktionen zum Weltfriedenstag entsprechen dem, was im Europäischen Kulturerbejahr 2918 für unsere Nachkommen gesichert werden soll: Die Werte der Solidarität und des Friedens.DSC06242logonenkunstherbst430

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