Werbeauftritt bei der 1. Regensburger Buchmesse

RegensBUCH16: „Unverdorben“ zeigt Flagge

Messe-Logo des Kunstvereins Unverdorben bei der 1. Regensburger Buchmesse.

Messe-Logo des Kunstvereins Unverdorben bei der 1. Regensburger Buchmesse.

Am Wochenende 5. / 6. November wird das DEGGINGER, das Zentrum der Kultur- und Kreativwirtschaft in Regensburgs Wahlenstraße, erstmals die RegensBUCH erleben. 27 Aussteller  aus der ostbayerischen Verlags- und Dienstleisterszene präsentieren sich Lesern und Buchfans. Ein buntes Vortrags- und Workshopprogramm wird Verlage, Autoren und ihre Bücher den Besuchern näherbringen. Auch der Neunburger Kunstverein zeigt erstmals bei einer Fachmesse Flagge und stellt am 6. November ab 14 Uhr am eigenen Infostand den neu erschienenen Lyrikband „Ich war noch nie in Abrams Schoß“ von Joachim Kendzia.

Ostbayerns starke Verlagsszene

Die RegensBUCH wird – kurz nach der Frankfurter Buchmesse und wenige Tage vor der Münchener Bücherschau – zeigen, dass auch in Ostbayern interessante Verlage und Autoren tätig sind, die den Lesern spannende, informationsreiche und gut gestaltete Bücher anbieten. Das Spektrum reicht von Sachbuchverlagen mit den Schwerpunkten Kunst und Geschichte über Ratgeberverlage bis hin zum Kinder-oder Hörbuch- oder dem breit aufgestellten Regionalverlag. Wer beim Schmökern an den Ständen sein Lieblingsbuch gefunden hat, kann es mit nach Hause nehmen: Die RegensBUCH ist auch als Verkaufsmesse gedacht.

Lyrik-Import aus Neunburg

Ein Ziel der RegensBUCH ist die bessere Vernetzung der Buchszene in Ostbayern. Dienstleistungen rund um das Buch sollen auch in der Region nachgefragt werden, ob bei Autoren, Freien Lektoren, Buchgestaltern, Hörbuchsprechern, Illustratoren usw.  Bei einem entsprechenden Erfolg soll die RegensBUCH zur regelmäßigen Veranstaltung werden. Ausrichter und Organisator ist der Verein „Regensburg liest e.V.“  umschlag-gedichtband1610-07Der Neunburger Kunstverein, 2014 bereits Aussteller bei der Schwarzachtalmesse, debütiert am Sonntag, 6. November bei einer Fachmesse und ist ab 14 Uhr im Regensburger DEGGINGER, Wahlenstraße, mit einem eigenen Infotisch (Stand-Nr. 17) präsent. Ab ca. 14.30 Uhr wird Autor Joachim Kendzia aus seiner Gedichtesammlung „Ich war noch nie in Abrams Schoß“ lesen. Das Buch kann am KVU-Stand erworben werden. Der bei Schmidl-Druck/media9 produzierte Lyrikband ist mittlerweile auch bei den Neunburger Verkaufsstellen Buchhandlung am Tor, Büro- und Pressezentrum, Hauptstraße; sowie Café/Bäckerei Irl, Katzdorfer Straße, für 11,80 € erhältlich.

  • Fahrt-Service zur RegensBUCH16: Am Sonntag, 6. November bietet der Kunstverein Unverdorben allen Literaturfreunden eine Mitfahrtgelegenheit nach Regensburg an. Abfahrt in FG um 13 Uhr bei der Schwarzachtalhalle, Rückfahrt aus Regensburg ca. 17 Uhr. Anmeldung bei 1. Vorsitzender Beate Seifert, E-Mail: seifert-bea@gmx.de; Tel. 0160 2687827).
  •  Aktuelle Informationen rund um die RegensBUCH16 finden Sie im Netz unter www.regensbuch.de und bei www.facebook.de/regensbuch
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Experimentelles Konzert des Chors CONTIGO

Dunkelheit und Licht, Nacht und Träume

Stimmungsreiches Nachtkonzert des Chors CONTIGO am 5. November in der Stadtpfarrkirche St. Josef. Foto: Agnes Jonas

Stimmungsreiches Nachtkonzert des Chors CONTIGO am 5. November 2016 in der katholischen Stadtpfarrkirche Neunburg-St. Josef. Foto: Agnes Jonas

Im mystisch illuminierten Kirchenraum der katholischen Stadtpfarrkirche St. Josef führt der Chor CONTIGO am 5. November sein Nachtkonzert "Die Träume hüten..." auf. Foto: Ralf Gohlke, MZ

Im mystisch illuminierten Kirchenraum der katholischen Stadtpfarrkirche St. Josef führt der Chor CONTIGO am 5. November sein Nachtkonzert „Die Träume hüten…“ auf. Foto: Ralf Gohlke, MZ

„Die Träume hüten…“ – Titel des Nachtkonzerts, das der Chor CONTIGO mit Band am Samstag, 5. November, 21 Uhr, in der Stadtpfarrkirche St. Josef im Rahmen des vierten Neunburger Kunstherbstes aufführen wird. Der Neunburger Chor unter Leitung von Jürgen Zach  ist bekannt für seine experimentellen und berührenden Konzerte im Kirchenraum. logonenkunstherbst430

In diesem Jahr heißt das Programm „Die Träume hüten…“ Es dreht sich um Dunkelheit und Licht, um Nacht und Träume, um Mystik und Geborgenheit und findet deshalb zu einer für Kirchenkonzerte ungewohnt späten Zeit, um 21:00 Uhr, statt. Einlass ab 20 Uhr.  Die Zuhörer sitzen im neueren Teil der Pfarrkirche St. Josef. CONTIGO wird musikalisch begleitet von einer Band, besetzt mit Piano, Gitarre, Bass und Schlagzeug und bereichert mit Flöte und Saxophon. Und – wie in den vergangenen Jahren bei „MENSCH!“ und „LichtMomente“ gewohnt, wird das Kirchenschiff kreativ illuminiert; dieses Mal mit Kerzen und passend zur Musik mit faszinierendem Licht.
Auf dem Programm stehen v.a. deutschsprachige Neue Geistliche Lieder in neuen Bearbeitungen von musikalischen Leiter Jürgen Zach, englische Songs und moderne Instrumentalmusik. Auch Stadtpfarrer Stefan Wagner trägt ein Orgelstück zu diesem besonderen Konzert im Neunburger Kunstherbst bei.
Der Eintritt ist frei, aber es wird um Spenden gebeten!

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Bericht im Neuen Tag, Ausgabe SAD, v. 8. 11. 16 als jpg-Datei:

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Stummfilm-Konzert in der Versöhnungskirche:

Dick & Doof von der Orgel begleitet…

sfk_stanolli_a5_druck-geschnittenAm Samstag, 29. Oktober, 20 Uhr, interpretiert Stephan Graf von Bothmer an der Orgel der evangelischen Versöhnungskirche Neunburg v. W. die vier besten Stummfilme des berühmten Komiker-Duos Stan Laurel und Oliver Hardy („Dick & Doof“). Diese Stummfilm-Konzerte haben sich von Filmvorführungen zu ausgewachsenen Shows mit Musikeinlagen, Vorfilmen und Moderation weiterentwickelt. Die Besucher erwartet ein grandioses Spektakel voll Witz und guter Laune.

SONY DSCEintritt frei, Spenden sind erwünscht!

MEDIEN-ECHO

Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung, Ausgabe SAD, v. 4.11.16 als jpg-Format:

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Erste Buchpräsentation im Neunburger Kunstherbst

Joachim Kendzias lyrisches Lebenswerk

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Der NEUNBURGER KUNSTHERBST freut sich auf eine besondere Premiere: Vorstellung des soeben gedruckten Gedichtbandes „Ich war noch nie in Abrams Schoß“ von Joachim Kendzia – er vollendete im Sommer das 80. Lebensjahr – am Mittwoch, 2. November in Neunburg v. W. und am Sonntag, 6. November in Regensburg.

Buchhändlerin Doris Reitinger, Autor Joachim Kendzia und Kunstherbst-Koordinator Karl Stumpfi bei Vorbereitungen der Buchpräsentation.

Buchhändlerin Doris Reitinger, Autor Joachim Kendzia und Kunstherbst-Koordinator Karl Stumpfi bei Vorbereitungen der Buchpräsentation.

Nach den „K.u.K.“-Tagen, die Anfang Oktober Werke der Autoren Franz Kafka und Karl Kraus in den Fokus rückten, widmet sich der Kunstverein Unverdorben im laufenden Neunburger Kunstherbst dem Schaffen eines Dichters aus der Region. Unterstützt von Sponsoren aus der heimischen Wirtschaft wird in einer Literaturwoche Anfang November das lyrische Lebenswerk von Joachim Kendzia präsentiert.

Der KVU lädt alle an Literatur Interessierten zur öffentlichen Vorstellung des Gedichtbandes „Ich war noch nie in Abrams Schoß“ am Mittwoch, 2. November, 17 Uhr, in die Buchhandlung am Tor ein. Die Besucher werden mit einem Glas Sekt oder O-Saft empfangen. Nach einer halbstündigen Lesung können Bücher erworben werden, welche der Autor auf Wunsch auch gerne signieren wird. portrait-kendzia-004Der gebürtige Berliner ist gelernter Sozialpädagoge und arbeitete nach einer Weiterbildung zum Diplom-Religionspädagogen (FH) als Berufschullehrer in Herzogenaurach. Nach dem Studium der Theologie wirkte Kendzia zunächst als evangelischer Pfarrer in Schierling und von 1986 bis zu seiner Pensionierung 2001 als Pfarrer in der evangelischen Gemeinde Neunburg v. W.

Die 127 veröffentlichten Gedichte aus Kendzias Feder, so eine Literaturkritiker-Meinung, “bringen die Problematik der von ihm ausgewählten Themen schnell auf den Punkt, sie bleiben dabei jedoch offen und lassen voller Verständnis in vielen Texten immer wieder einen Funken Hoffnung aufglimmen, ohne den das Leben auf unserem Planeten gar nicht mehr möglich wäre“. Im Vorwort zu seiner Gedichtesammlung gibt der Autor zu bedenken: „Lyrik, zumal religiöse Lyrik, ist kein Renner auf dem Büchermarkt. Dafür aber ist sie wohl die ehrlichste Gattung der Poesie“. Wie keine andere Kunstrichtung gebe Lyrik etwas von der inneren Spannung des Schreibers wieder. Das Chaos in ihm dränge danach geordnet zu werden. Sein Wort könne – vielleicht – den Leser aufbauen, Mut machen, erheitern, verunsichern und anregen alte Strukturen zu überdenken. Die Gedichte „Traumbegegnung“, „Frühling“ und „Heim(weh)kinder“ fanden vorab Aufnahme in die Frühlings-Anthologie 2016 „stimmung(s)poesie“, erschienen im novum pro-Verlag.buchmessel

Auf Vermittlung des Kunstvereins Unverdorben – er firmiert als Aussteller bei der 1. Regensburger Buchmesse – bekommt Kendzia einen Auftritt vor regionalem Fachpublikum.  Er liest aus seinem neuen Gedichtband am Sonntag, 6. November ab 14.30 Uhr, bei der RegensBUCH 16 im Degginger, Wahlenstraße 17. Der KVU organisiert Fahrgemeinschaften nach Regensburg und zurück. Abfahrt um 13 Uhr an der Schwarzachtalhalle.

* Anmeldungen sind an 1. Vorsitzende Beate Seifert per Mail (seifert-bea @gmx.de) oder telefonisch (0160 2687827) zu richten.

MEDIEN-ECHO

Bericht in der Tageszeitung „Der Neue Tag“ v. 29. 10. 16 als jpg-Datei:

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Bericht in der MZ-Kreisaussgabe Schwandorf/Cham v. 27. 10. 16 als jpg-Datei:

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Operngala, Ahoj 16, Lennon-Nacht: KVU setzt Glanzlichter

Halbzeit beim Neunburger Kunstherbst!

2. Oktober: Opern- und Operettengala mit Werken tschechischer Komponisten in der gut besuchten Schwarzachtalhalle. Foto: Ralf Gohlke, MZ

2. Oktober: Opern- und Operettengala mit Werken tschechischer Komponisten in der gut besuchten Schwarzachtalhalle. Foto: Ralf Gohlke, MZ

Am Sonntag, 23. Oktober endet mit dem Gastkonzert des Renner-Ensembles im Pfarrsaal St. Georg die erste Halbzeit des 4. NEUNBURGER KUNSTHERBSTS. Nach kurzer Pause geht’s aber gleich weiter  mit der „Nummer 11“ der insgesamt 21 Kultur-Events umfassenden Veranstaltungsserie: Stummfilm-Konzert mit dem Organisten Stephan von Bothmer am 29. Oktober in der evangelischen Versöhnungskirche.

Der Neunburger Kunstverein Unverdorben als „Spiritus rector“ dieses Saisonfestivals kann eine durchaus positive Zwischenbilanz ziehen: Die Qualitätsmarke „Neunburger Kunstherbst“ legt bei ihrem Bekanntheitsgrad zu, das vielfältige Angebot findet allgemeine Anerkennung und das Gros der Besucher spendete den von Sängern, Musikern, Schauspielern und bildenden Künstlern erbrachten Leistungen hohes Lob. Der KVU kann nicht zuletzt stolz darauf sein, dass er neben der Programm- und Werbungs-Koordination mit mehreren Eigenveranstaltungen für echte Kunst-Highlights im Programmtableau gesorgt hat. Erinnert sei an die Internationale Herbstausstellung/Kunstprozession „Ahoj 16“ (16. September bis 16. Oktober), die John-Lennon-Nacht am 28. September in der Alten Seilerei, die festliche Opern- und Operettengala am 2. Oktober in der Schwarzachtalhalle sowie das Karl-Kraus-Lesetheater „Die letzten Tage der Menschheit“ am 7. Oktober in der ev. Versöhnungskirche – eine herkulische Anstrengung dieses  knapp 70 Mitglieder zählenden gemeinnützigen Vereins!

Nachfolgend eine KUNSTHERBST-RÜCKBLENDE IN BILDERN:

2.10.: Tenor Jaroslav Kovacs (l.) und Bariton Andrij Shkurhan.

2.10.: Tenor Jaroslav Kovacs, Tschechien (l.) und Bariton Andrij Shkurhan, Ukraine

2.10.: Jana Sjrema-Kazirkova, Sopran

2.10.: Jana Sjrema-Kacirkova, Sopran

2.10.: Workshop-Chor des Regental-Gymnasiums Nittenau und Smetana Philharmoniker Prag

2.10.: Workshop-Chor des Regental-Gymnasiums Nittenau und Smetana Philharmoniker Prag

16.9.: Beginn der Kunstprozession "Ahoj 16" mit "Beuys" und "Van Gogh"

16.9.: Beginn der Kunstprozession AHOJ 16  mit „Beuys“ und „Van Gogh“

16.9.: Galerie im Kunstquartier, Im Berg 7

16.9.: Galerie im Kunstquartier, Im Berg 7

16.9.: Die Kunststadt Pilsen grüßt die Kunststadt Neunburg

16.9.: Die Kunststadt Pilsen grüßt die Kunststadt Neunburg

7.10.: Karl Stumpfi (li.) & Wolfgang Huber lesen Karl Kraus in der ev. Versöhnungskirche

7.10.: Karl Stumpfi (li.) & Wolfgang Huber lesen Karl Kraus in der ev. Versöhnungskirche

22.9.:Florian Wein (Ovigo, re.) und Karl Stumpf (KVU) stellen die "K.u.K"-Literaturtage vor

22.9.: Florian Wein (Ovigo) und Karl Stumpfi (KVU) stellen die „K.u.K“-Literaturtage vor

13.10.: Dr. Marita Panzer (Schriftstellerverband Ostbayern) eröffnet den Filmabend "Literatur in Wanderstiefeln" im KQ.

13.10.: Dr. Marita Panzer (Schriftstellerverband Ostbayern) eröffnet den Filmabend „Literatur in Wanderstiefeln“ im KQ.

28.9.: Die "John-Lennon-Nacht" in der Alten Seilerei mit Achim Amme, Hamburg (Rezitation) und Volkwin Müller, Detmold (Gitarre u. Gesang) beeindruckte Zuhörerinnen und Zuhörer.

28.9.: Die „John-Lennon-Nacht“ mit Achim Amme, Hamburg (Rezitation) und Volkwin Müller, Detmold (Gitarre / Gesang) beeindruckte Zuhörerinnen und Zuhörer.

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Renner Ensemble gibt Konzert im Neunburger Kunstherbst

Profilierter Männerchor in bester Bierlaune

Das Renner Ensemble aus Regensburg widmet ihr aktuelles Konzertprogramm dem Jubiläum "500 Jahre bayerisches Reinheitsgebot".

Das Renner Ensemble aus Regensburg widmet sein aktuelles Konzertprogramm dem Jubiläum „500 Jahre bayerisches Reinheitsgebot“.

Das Renner Ensemble feiert die Einführung des bayerischen Reinheitsgebots vor 500 Jahren mit einem besonderen Konzertprogramm und sagt „Prost, Neunburg!“ – am Sonntag, 23. Oktober, 17.30 Uhr, Pfarrsaal St. Georg, im Rahmen des 4. Neunburger Kunstherbsts. Dr. Hans Pritschet dirigiert diesen profilierten Männerchor. Gastgeber ist der Orgelbauverein, der Reinerlös dient dem laufenden Orgelbauprojekt in der katholischen Pfarrgemeinde. Vereinsmitglieder sorgen für „konzertgerechte Bewirtung“ mit Bier, Getränken und delikaten Kleinigkeiten.

Mit einschlägigen Trinkliedern aus verschiedenen Jahrhunderten und Ländern wie „Ale and Tobacco“ des Engländers Thomas Ravenscroft, „Die vier Patienten“ des bayerischen Komponisten Max Welcker oder einem Arrangement des bekannten Traditional „Drunken Sailor“ werden der Gerstensaft und seine Genießer besungen.

Wie gesellig und spaßig der Bierkonsum sein kann, davon zeugen „Die lust´gen Musikanten“ von August F. Riccius, der aus Nonsens-Silben bestehende „Pseudo-Yoik“ des Finnen Jaakko Mäntyjärvi oder auch das von Franz Lachner vertonte Dialektgedicht „Ist das die da, die die dode Dido gibt“. Musikalisch präsentiert wird auch, dass der Herzog Kurt von Polen wegen Biermangels nicht auf den Kreuzzug nach Jerusalem „aufspringen“ will, und auch, warum Paul Kuhn seiner Marianne die Hochzeit verweigert. Die Zuhörer erhalten zudem Informationen über weitere Ereignisse im Jahr 1516, über berühmte Gaststätten und über die Bierheiligen mitsamt einem legendären Bierwunder.

Die Konzertreihe wird vom Kulturfonds des Freistaats Bayern gefördert. Das Renner Ensemble gilt als einer der renommiertesten Männerchöre Deutschlands und wurde 1987 in Regensburg gegründet. Ein Großteil der Mitglieder erhielt seine musikalische Ausbildung am Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen. Das Ensemble, das sich nach den Würdigungen von Konzertkritikern durch eine „beeindruckende klangliche Homogenität“ auszeichne und mit seinem breitgefächerten Repertoire immer wieder für „Kunstgenuss vom Feinsten“ sorge, ist unter anderem Kulturförderpreisträger der Stadt Regensburg sowie Träger des Kulturpreises des Bezirks Oberpfalz.

  • Eintrittskarten für 12 Euro gibt es im Vorverkauf im Eine-Welt-Laden (Rathausarkaden); telefonische Reservierung im Pfarramt unter Tel. (09672) 869 und an der Abendkasse.   LogoNENKunstherbst430
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OVIGO beendet Aufführungsserie der Kafka-Bühnenadaption

„Die Verwandlung“ als Kassenschlager

Frenetischer Schlussapplaus dankte den Ovigo-Akteuren nach allen Aufführungen von Franz Kafkas "Die Verwandlung" in der Inszenierung von Florian Wein. Foto: Zentrum der Jugend

Frenetischer Schlussapplaus dankte den Ovigo-Akteuren nach allen Aufführungen von Franz Kafkas „Die Verwandlung“ in der Inszenierung von Florian Wein. Foto: Zentrum für junge Kultur

„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er
sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.“
Auch die dramatisierte Version des OVIGO Theaters beginnt mit diesen ikonischen
Worten aus der Feder Franz Kafkas. Der Künstlerische Leiter der OVIGO Truppe
Florian Wein hatte eine eigene Bühnenvariante geschrieben, die nun
in Oberviechtach, Neunburg vorm Wald und Regensburg aufgeführt worden ist.
Man konnte spüren, wie gespannt die Besucher waren, die sich gefragt hatten,
wie die jungen Theatermacher die Verwandlung Gregor Samsas in ein riesiges
Ungeziefer darstellen würden.ovigo-theater-die-verwandlung-in-regensburg-1-1
Florian Wein und seine OVIGOs ziehen nun begeistert Bilanz. Über 700 Zuschauer
konnten bei den insgesamt fünf Aufführungen (Pfarrheim Oberviechtach,
Schwarzachtalhalle Neunburg vorm Wald, W1 Regensburg) begrüßt werden –
darunter auch zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Kultur, Schuldienst, Wissenschaft
und echte Kafka-Experten, die sich von der OVIGO-Inszenierung tief beeindruckt
zeigten. Die tschechische Germanistin Katka Karl-Brejchova, die sich
im Besonderen mit Kafkas Frauen beschäftigt, bilanzierte:
„Sagenhafte Interpretation eines schwierigen Stoffes!Ich war gebannt und
konnte mich dem Geschehen gar nicht mehr entziehen. Am Ende war ich schwer
mitgenommen und dennoch traurig, dass es vorbei war. Eine große, beeindruckende
Leistung des Ensembles“.

Wiederaufnahme 2017 geplant

Mit ausverkauften Häusern in Neunburg vorm Wald (über 320 Zuschauer) und
Regensburg (jeweils fast 100 Zuschauer im kleinen Theatersaal) verbuchte das
OVIGO Theater auch neue Rekorde. Auch ein Grund, warum sich Florian Wein
und sein Ensemble dazu entschlossen haben, eine Wiederaufnahme der „Verwandlung“ im Jahr 2017 zu spielen. Aller Voraussicht nach wird es also neue
Aufführungen in Oberviechtach, Neunburg vorm Wald und Regensburg geben.
Das umtriebige OVIGO Theater geht den konsequenten Weg in Richtung (semi)professionelles Theater unbeirrt weiter und kündigt bereits die nächsten Produktionen an.

Märchenhaftes vor Weihnachten

Im Dezember wird mit einer eigenen Fassung von „Schneewittchen“
erstmals ein Märchen für Kinder auf die Bühnen gebracht. Am 3. Dezember
wird es die Premiere um 15 Uhr in Neunburger Schwarzachtalhalle geben.
Die zweite Aufführung ist an gleicher Stelle am Sonntag, 4. Dezember, 15 Uhr.
Im Mehrgenerationentreff Oberviechtach wird „Schneewittchen“ am Samstag,
10. Dezember, Samstag, 17. Dezember und Sonntag, 18. Dezember (jeweils 15
Uhr) gezeigt.

  • Eintrittskarten können für 8 Euro (Erwachsene) bzw. 5 Euro (ermäßigt)
    über tickets@ovigo-theater.de oder die Nummer 0160 96 22 71 48 bestellt werden.

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Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung vom 11. 10. 16 als jpg-Datei:

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VS Ostbayern zeigte Pilsen 2015-Film im Kunstquartier

Das Wandern ist auch der Schriftsteller Lust…

Dr. Marita A. Panzer, 1. Vorsitzende des Schriftstellerverbandes Ostbayern, gab eine kurze Einführung zum Filmabend "Literatur in Wanderstiefeln". Foto: Grassmann

Dr. Marita A. Panzer, 1. Vorsitzende des Schriftstellerverbandes Ostbayern, gab eine kurze Einführung zum Filmabend „Literatur in Wanderstiefeln“. Foto: Grassmann

Unterwegs sein zu Freunden. Diesen Gedanken hat der Verband deutscher Schriftsteller, Regionalgruppe Ostbayern (VSO) unter dem Motto „Literatur in Wanderstiefeln“ Realität werden lassen. Im Jahr 2015 war die Regensburger Patenstadt Pilsen Europäische Kulturhauptstadt. Ansporn genug, das Projekt in die Tat umzusetzen, die Wanderstiefel zu schnüren und im September 2015 in zehn Tagesetappen nach Pilsen zu pilgern. Sie knüpften damit an eine lange Tradition der schreibenden Zunft an. Denn bereits berühmte Dichter wie Goethe und Schiller waren mobil, weil sie wussten: Das Unterwegs-Sein bringt den Körper und die Seele in Bewegung, die Gedanken entfalten sich frei und finden dabei neue Lösungen und Wendungen….

KH-Koordinator Karl Stumpfi begrüßte die Gäste.

KH-Koordinator Karl Stumpfi begrüßte die Gäste.

Mitglieder des Schriftstellerverbandes Ostbayern unter Leitung der 1. Vorsitzenden Dr. Marita A.Panzer (Regensburg) kamen im Rahmen des 4. Neunburger Kunstherbsts erstmals in die Pfalzgrafenstadt Neunburg. Im Kinoraum des Kunstquartiers zeigten sie am Donnerstag, 13. Oktober die Dokumentation „Literatur in Wanderstiefeln“ des Filmemachers Erik Grun. Die Autoren verbanden die filmische Retrospektive mit Kurzlesungen aus der begleitenden Anthologie „unterwegs / cestou“, erschienen im Friedrich Pustet Verlag, Regensburg:  Auszüge daraus lasen Gabriele Kiesl, Rolf Stemmle und Martin Stauder zur Einstimmung in die rund einstündige Filmvorführung.

Autorin Gabriele Kiesl

Autorin Gabriele Kiesl

Für den gastgebenden Kunstverein Unverdorben richtete Kunstherbst-Koordinator Karl Stumpfi einige Grußworte an die Gäste aus der Domstadt und an einen intimen Kreis von Literaturkennern und -liebhabern. Besonders freute ihn die Stippvisite von 1. Bürgermeister Martin Birner im Kunstquartier. Dr. Marita Panzer führte kurz in die Thematik ein und machte auf die nachfolgende Filmdokumentation neugierig. Start der Wanderschaft war am 18. September 2015 vor dem Alten Rathaus in Regensburg. Die Tour führte über Ramspau, Nittenau, Roding, Cham und Furth im Wald bis zur tschechischen Grenze bei Eschlkam. Dort übernahmen westböhmische Schriftstellerkollegen den Stab und führten die Wandergruppe über Domazlice, Chudenice, Merklin und Valcha nach Pilsen.

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Interessierte Zuhörer: Bgm. Martin Birner, Renate Ullmann

Viele interessante Orte, Kunst- und Naturdenkmäler erwarteten die Wanderer, darunter die Gedenkstätte Wetterfeld, das Vogelschutzgebiet Großer Röthelseeweiher bei Cham, das Waldschmidt-Museum in Eschlkam, das Barockkloster in Chotésov. Am Abend der Wanderetappen luden die Autorinnen und Autoren zu zweisprachigen Lesungen mit Musik ein.

Autor Rolf Stemmle

Autor Rolf Stemmle

Die Menschen vor Ort waren hierbei einbezogen. Die große Abschlusslesung mit Schriftsteller Josef Hrubý fand in der Europäischen Kulturhauptstadt Pilsen statt. Die vielfältigen Erlebnisse und Eindrücke fanden ihren Niederschlag in einem zweisprachigen Blog und in der Filmdokumentation von Erik Grun. Weitere Infos dazu finden sich auch auf der Webseite des VS Ostbayern unter www.vs-ostbayern.de

Ein reger Meinungsaustausch der Autoren mit den anwesenden Literaturfreunden bei einem edlen Tropfen ließ den Kunstherbst-Abend harmonisch ausklingen. Für den Kunstverein Unverdorben weckte die Rückblende auf Pilsen 2015 viele Reminiszenzen. Im Kunstherbst des vergangenen Jahres hatte der KVU der Europäischen Kulturhauptstadt gleich zwei Programm-Beiträge gewidmet. Neben einer Kultur-Tagestour am 12. September 2015 bleibt insbesondere die Auftaktveranstaltung zur Ahoj-15-Ausstellung mit Pilsener Straßentheater und Regensburger Tanzperformance unvergessen – letzere  fand Aufnahme in das kulturelle Begleitprogramm der Kulturhauptstadt Pilsen 2015 und wurde durch den Bayerischen Kulturfonds gefördert.

Der Filmvorführung schloss sich ein reger Meinungsaustausch zwischen Schriftstellern und Literaturfreunden an

Der Filmvorführung schloss sich ein reger Meinungsaustausch zwischen Schriftstellern und Literaturfreunden an….

...und bei einem erlesenen Tropfen herrschte Wohlfühlstimmung im KQ Unverdorben!

…und bei einem erlesenen Tropfen herrschte Wohlfühlstimmung im KQ Unverdorben!

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Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung v. 18. 10. 16 als pdf-Datei:

literaturwandern16

Bericht in der Tageszeitung „Der Neue Tag“ als jpg-Datei:

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„Ahoj16“-Finale am Kirchweihwochenende

Kunstherbst-„Straßengalerie“ läuft aus!

Die Weidener Künstlerin Sandra Hosol (Atelier Roschau) ist bei der Ahoj-16-Kunstprozession u. a. mit ihrem Portrait-Triptychon vertreten. Foto: Atelier Roschau

Die Weidener Künstlerin Sandra Hosol (Atelier Roschau) ist bei der Ahoj-16-Kunstprozession u. a. mit ihrem Portrait-Triptychon vertreten. Foto: Atelier Roschau

Nach vierwöchiger „Laufzeit“ schließt die Straßengalerie wieder. Am Kirchweih-Wochenende können die rund 80 quer durch die Innenstadt verteilten Kunstwerke der Internationalen Herbstausstellung „Ahoj 16“ letztmals besichtigt werden. Am Sonntag, 14 Uhr, öffnet das Kunstquartier, Im Berg 7, und empfängt kunstinteressierte Besucher mit einem Glas Sekt. Insgesamt umfasst die Ahoj-16-Kunstprozession 22 Stationen. Die Vernissage fand am 16. September mit musikalischer Begleitung durch Duopoli – art in duo statt.SANYO DIGITAL CAMERA

Ein Teil der Exponate entstand beim sommerlichen Malworkshop mit „Artists in Residence“ aus dem Nachbarland Tschechien. Partner des Kunstvereins Unverdorben im laufenden Jahresprojekt „Töne & Farben ohne Grenzen“ ist die Pilsener Künstlergruppe ArtVrch, bei „Ahoj 16“ vertreten durch Jaroslav Hausner, Ivana Hruba, Alice Kopeckova, Petr Kozel, Tomas Kus, Ladislav Sykora, Vaclav Smolik, Jana Vrtelova und Jana Wimalawija. Sie betreuten beim Malworkshop Schülerinnen und Schüler der Gregor-von-Scherr-Realschule und der Mittelschule Neunburg. Eine Auswahl der Schülerarbeiten ist ebenfalls Bestandteil dieser Ausstellung. Als lokale Jungkünstlerin ist die Studentin Teresa Wurmstein mit einigen ihrer Werke vertreten. Der vom Kunstverein Unverdorben organisierte Malworkshop wurde vom Bayerischen Kulturfonds und die Internationale Ahoj-16-Kunstausstellung vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds finanziell gefördert.

Aus der Region wurde das Weidener Künstlerpaar Sandra Hosol und Jürgen Fischer eingeladen. SANYO DIGITAL CAMERAPräsentiert wird unter anderem Hosols Porträt-Triptychon (Fotos). Schon immer lag ein spezielles Interesse der Künsterlin an jenem, was wahrgenommen werden kann, wenn man sich dem Offensichtlichen abwendet, und stattdessen rein dem eigenen, inneren Empfinden folgt. So entstand eine Serie von Portraits im weiteren Sinne, die nicht nur verträumte Posen oder melancholische Blicke darstellen, sondern gleichzeitig von der zumeist verkannten Schönheit in eben jenen gezeigten Gefühlszuständen erzählen:  „Unsicher“ – „Zaghaft“ – „Versunken“, die Titel der drei Porträts. Nähere Informationen zum Gesamtwerk des Künstlerpaares Hosol und Fischer ist ihrer Homepage (http://scheunenmalerei.jimdo.com/) zu entnehmen.

 Der Ahoj-16-Herbstausstellung angegliedert ist im Foyer der Schwarzachtalhalle eine „Franz-Kafka-Ecke“, initiiert vom Theaterensemble OVIGO zur Werbung für ihre Kunstherbst-Produktion „Die Verwandlung“. Sie ist u. a. bestückt mit Kunstwerken von Wolfgang Pöhlmann und Theresa Weidhas. Sämtliche in Lokalen und Schaufenstern entlang der Hauptstraße sowie in der Vorstadt zur Schau gestellten Gemälde und Zeichnungen werden nach Schließung der Straßengalerie am Sonntagabend wieder eingesammelt. Dann heißt es: „Auf Wiedersehen bei der Kunstprozession Ahoj 17“ in Neunburg vorm Wald!

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Karl-Kraus-Lesung lässt betroffene Zuhörer zurück

Beklemmende Parallelen zur Gegenwart

 

Wolfgang Huber (rechts) und Karl Stumpfi lesen aus dem Drama "Die letzten Tage der Menschheit", Akte 4 und 5, von Karl Kraus. Foto: Tanja Kraus

Wolfgang Huber (rechts) und Karl Stumpfi lesen aus dem Drama „Die letzten Tage der Menschheit“, Akte 4 und 5, von Karl Kraus. Foto: Tanja Kraus

Langer Schlussapplaus für die Akteure des Karl-Kraus-Lesetheaters in der Versöhnungskirche (v. re.) Matthias Eckel-Binder (Organist), Wolfgang Huber und Karl Stumpf (Rezitatoren) und Jürgen Zach (Gesang und Tontechnik). Foto: Grassmann

Langer Schlussapplaus für die Akteure des Karl-Kraus-Lesetheaters in der Versöhnungskirche (v. re.) Matthias Eckel-Binder (Organist), Wolfgang Huber und Karl Stumpf (Rezitatoren) und Jürgen Zach (Gesang und Tontechnik). Foto: Grassmann

Dieses Theaterstück ist  schlichtweg unspielbar. Es führt in „hundert Szenen und Höllen“, seine Helden sind „Operettenfiguren, welche die Tragödie der Menschheit aufführen. Die wenigen Versuche, es in Ausschnitten auf eine Bühne zu bringen, blieben  bis dato unbefriedigend.

Karl Kraus (1874 - 1936)

Karl Kraus (1874 – 1936)

Nach „irdischer Zeitrechnung“, so schätzte der Wiener Satiriker, müssten für Die letzten Tage der Menschheit zehn Abende in Anspruch genommen werden. Das Drama war nach dem Willen des Autors  deswegen einem „Marstheater“ zugedacht. „Was aus dieser Versuchsstation des Weltunterganges dringt“, gestand  Karl Kraus ein, “ ist das Echo meines blutigen Wahnsinns“.

Dass dieses kolossale Endzeitdrama dennoch nicht in der Versenkung verschwunden ist, dafür sorgte die Wiederaufbereitung durch geniale Rezitatoren. Die Tournee-Lesungen des Wiener Kabarettisten, Schauspielers und Schriftstellers Helmut Qualtinger in den 70er Jahren etwa, aber auch die zweiteilige Hörspielfassung des Österreichischen Rundfunks im Weltkriegsgedenkjahr 2014 mit Schauspieler Erwin Steinhauer, der sämtlichen Rollen seine Stimme lieh.

Die Rezitatoren: Karl Stumpfi (li.) & Wolfgang Huber.

Die Rezitatoren: Karl Stumpfi (li.) & Wolfgang Huber.

Diesen großen Vorbildern versuchte der Ex-Journalist und Kraus-Fan Karl Stumpfi „nachzuarbeiten“, als er für den Neunburger Kunstherbst eine eigene Fassung für Lesetheater einrichtete. Der erste Teil  umfasste rund 20 Szenen aus dem Vorspiel sowie den Akten 1 bis 3. Umgesetzt wurde sie am 17. Oktober 2014 im Rahmen einer Benefizveranstaltung für den Orgelbauverein der katholischen Kirchengemeinde Neunburg im Pfarrsaal St. Georg. Teil 2 mit weiteren 20 Szenen aus den Akten 4 und 5 folgten am vergangenen Freitagabend in der Neunburger Versöhnungskirche, diesmal zugunsten der Orgelsanierung der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde. Die feiert dieser Tage das 110-jährige Bestehen ihres Gotteshauses an der Dietrich-Bonhoeffer-Allee/Bahnhofstraße. Einen engen Zusammenhang des 1906 entstandenen Kirchenbaus mit den nachfolgenden Menschheits-Katastrophen der Weltkriege I und II stellte Pfarrer Gerhard Beck in seinen Grußworten deutlich heraus. Eingeleitet hatte den Karl-Kraus-Leseabend ein kontemplatives Orgelpräludium des Neunburger Organisten Matthias Eckel-Binder.

Einen totalen Stimmungswandel führte bewusst das erste Karl-Kraus-Couplet herbei, „Das Lied von der Presse“, in welchem Macht und Machtmissbrauch der damaligen Printmedien schonungslos bloßgestellt werden

Sänger und Gitarrist Jürgen Zach

Sänger und Gitarrist Jürgen Zach

– die Intepretation des Sängers und Gitarristen Jürgen Zach traf die Intentionen des Verfassers auf den Punkt. Danach betraten die beiden Rezitatoren Karl Stumpfi und Wolfgang Huber das Podium. Die Handlung setzt im Weltkriegsjahr 1917 ein. Die erste Szene ist am Ringstraßenkorso-Sirkecke angesiedelt: „Soweit die Masse in Bewegung ist, zieht sie durch ein Spalier von Krüppeln in Zivil, Invaliden, deren Köpfe und Gliedmaßen in unaufhörlichen Zuckungen begriffen sind, Bettler und Bettlerinnen aller Lebensalter, Blinden und Sehenden, die mit erloschenen Blicken dies bunte Leben begleiten…“ Die Zuhörer werden Ohrenzeugen eines Gesprächs zwischen Offizieren. Sie kommentieren eher gelangweilt die tagesaktuellen Geschehnisse, halten den Kriegseinritt der Vereinigten Staaten nur für „eine amerikanische Reklam“, die lediglich „ihnern Pusiness“ dient. Auch zwei pensionierte Hofräte gewinnen der immer schwieriger werdenden Frontlage der Ku.K-Monarchie nur tragik-komische Züge ab, indem sie beim Umdichten von Goethes „Wanderers Nachtlied“ wetteifern. Die Kriegsberichterstatterin Schalek versucht einem Soldaten  an vorderster Artilleriestellung  zu entlocken: „Was denkt ein einfacher Mann, wenn er den Spagat am Mörser zieht“. Seine entwaffnend-knappe Antwort „Gor nix!“ lässt sie frustriert die Front weiter abschreiten… Die Kriegspropaganda nimmt der Dialog des Patrioten mit dem Abonnenten aufs Korn: Sie weiden sich genüsslich an einer vorgeblich in England ausgebrochenen Hungersnot, indessen die Versorgungslage an der Heimatfront immer dramatischere Formen annimmt. Die beiden abschließenden Leseszenen im ersten Teil sind von schwarzem Humor und Situationskomik geprägt – beides lässt beim Zuhörer wiederholt das Lachen in der Kehle stecken.  So beispielsweise, wenn Vinzenz Chramosta, Inhaber einer Viktualienhandlung, seine Kundschaft ein ums andre Mal mit derben Worten zusammenstaucht oder einen zur Revision erschienenen Marktamtskommissär mit Schimpfworten überzieht, ihn zuletzt mit Messern bedroht und ihm einen Korb mit Haselnüssen nachwirft. Der senile Kaiser Franz Joseph schläft auf seinem Schreibtisch in Schloss Schönbrunn ein. Träumend stimmt er sein resignatives Couplet „Mir bleibt ja nichts erspart“ an – von Sänger Jürgen Zach gekonnt und treffend nachempfunden. Zach zeichnete an diesem Abend auch für die Tontechnik verantwortlich. Die Textpassagen wurden mit kurzen Toneinblendungen aus Gustav Mahlers 6. Sinfonie, die „Tragische“, unterbrochen. In einem weiteren Audio-Einspieler wurde das Publikum mit der aberwitzigen Syntax einer amtlichen Verlautbarung des Wiener Stadtmagistrats 1917 konfrontiert.

Nach der Pause rücken die Kriegsgreuel auch szenisch näher. Eine zynisch-inhumane Ministerialbürokratie im Hinterland und eine abgrundtief entmenschlichte Soldateska im Blutrausch nehmen die Zuhörerschaft in den Würgegriff. Beklemmende Parallelen zu einer aus den Fugen geratenen Welt der Gegenwart, bestätigen Besucher tief beeindruckt unmittelbar nach der Lesung. Das unsägliche Leid der heimkehrenden Kriegsinvaliden, auf dem Wiener Nordbahnhof öffentlich zur Schau gestellt, kontrastiert mit einem orgiastischen Liebesmahl bei einem Korpskommando, letzte Durchhalteparolen verpuffen in der überbordenden Weltuntergangsstimmung. Dann steigt am Horizont die Flammenwand empor – die Apokalypse ist nun zum Greifen nahe. Kann sie noch abgewendet werden? Karl Kraus‘ Antwort darauf ist zutiefst pessimistisch. Und er lässt sie seinem Alter Ego, den Nörgler, in diese anklagenden Worte kleiden: „Die Welt geht unter und man wird es nicht wissen. Alles was gestern war, wird man vergessen haben, was heute ist, nicht sehen, was morgen kommt, nicht fürchten. Man wird vergessen haben, dass man den Krieg verloren, vergessen haben, dass man ihn begonnen, vergessen, dass man ihn geführt hat. Deshalb wird er nicht aufhören“.

Karl-Kraus-Lesetheater "Die letzten Tage der Menschheit" am 7. Oktober in der ev. Versöhnungskirche.

Karl-Kraus-Lesetheater „Die letzten Tage der Menschheit“ am 7. Oktober in der ev. Versöhnungskirche. Foto: Udo Weiß, NT

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MEDIEN-ECHO

Bericht in der Zeitung „Der Neue Tag“, Ausgabe SAD, v. 12.10.16 als jpg-Datei:

krauslesungnt16Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung v. 11. 10. 2016 als jpg-Datei:

11_Oct.STN2

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