Theater, Liedermacher und Kleinkunst im zweiten Programmteil

5. Neunburger Kunstherbst hat jetzt „Halbzeit“

Das Kunstherst-Banner begrüßt an den Ortseingängen die Kulturinteressierten aus Nah und Fern in Neunburg vorm Wald.

Das Kunstherst-Banner begrüßt an den Ortseingängen die Kulturinteressierten aus Nah und Fern im 1000-jährigen  Neunburg vorm Wald.

Mit dem Theater-Gastspiel „Gift“ des OVIGO-Ensembles am kommenden Samstag, 20 Uhr, in der Schwarzachtalhalle hat der 5. NEUNBURGER KUNSTHERBST seine „erste Halbzeit“ erfolgreich hinter sich gebracht. Zehn von insgesamt 19 kulturellen Saisontermin sind dann absolviert. Darunter überragende Höhepunkte wie das mehrtägige „Jahrtausendkonzert“-Projekt des Kunstvereins Unverdorben mit der Bayerischen Philharmonie, gefördert vom Bayerischen Kulturfonds, und die Internationale Herbstausstellung & Kunstprozession „AHOJ 17 – Gemeinsame Wege in Glaube und Kunst“, gefördert vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds  (wird bis Sonntag, 29. Oktober verlängert!)

Doch auch der sich nun anschließende zweite Programmteil hat noch mehrere attraktive Kunstveranstaltungen im Angebot. Besonders hervorzuheben sind die Gastauftritte berühmter Sänger (Wolfgang Ambros, 28. Oktober, Schwarzachtalhalle) und Kabarettisten (Michael Altinger, 23. November, Schwarzachtalhalle), das große Blasmusikspektakel „Böhmisch küsst Mährisch“ (18. November, Schwarzachtalhalle) und das besondere Adventskonzert „Schrei nach Stille“ mit dem Chor Contigo (1. Dezember, Wallfahrtskirche Katzdorf).

Mit Kleinkunst wird auch der KVU noch zu diesem ausgewogenen  Programm-Mix beitragen, nämlich mit seinem „Blauen Montag“ zum Ausklang des Stadtjubiläums „1000 Jahre Neunburg vorm Wald“.  Die Vier Unverdorbenen präsentieren eine musikalische Lesung mit dem neuen (Jubiläums-)Programm „Sati(e)risches Neunburg“ (27. November, Gasthaus „Zur Goldenen Gans“). Den Schlusspunkt setzt am ersten Dezember-Wochenende wiederum das Ovigo-Ensemble mit zwei Aufführungen des Kindermusicals „Peter Pan“ (2. und 3. Dezember, Schwarzachtalhalle).

  • Aktuelle Programmhinweise auf der KVU-Webseite beachten: www.neunburger-kunstherbst.de
Zupacken lautete beim arbeitsintensiven Neunburger Kunstherbst 17 die Parole - geschäftsführender Vorsitzender Peter Wunder war sich selbst als Plakatkleber nicht zu schade... Foto: Alfred Grassmann, NT

Zupacken lautete beim arbeitsintensiven Neunburger Kunstherbst 17 die Parole – geschäftsführender Vorstand Peter Wunder war sich selbst als Plakatkleber nicht zu schade… Foto: Alfred Grassmann

KulturfondBYLogoZKF

 

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

OVIGO gastiert am 21. Oktober in der Schwarzachtalhalle

Kunstherbst-Theater: „Gift“, ein Ehedrama

ovigo-theater-gift-eine-ehegeschichteMit dem Zwei-Personen-Drama „Gift“ – Protagonisten sind  Florian Waldherr & Christina Götz – setzt das Theaterensemble OVIGO die bisher so erfolgreiche Serie seiner Gastspiele im Rahmen des NEUNBURGER KUNSTHERBSTS fort.

Link zur OVIGO Homepage:

https://www.facebook.com/search/top/?q=ovigo%20theater

Begonnen hatte alles in der ersten Kunstherbst-Saison 2013, damals noch unter künstlerischer Leitung des Gründungsintendanten Wolfgang Pöhlmann. Auf das US-Boulevardstück „Jakes Frauen“ folgte 2014 der Curt-Goetz-Klassiker „Dr. Hiob Praetorius“, das Teenagerdrama „Lucy Diamond“ (2015) und „Die Verwandlung“ nach Franz Kafka im Vorjahr. Die Aufführung der packenden Ehegeschichte „Gift“ findet am Samstag, 21. Oktober, 20 Uhr, in der Schwarzachtalhalle statt.

***************************************

„Es ist verrückt, wie man anfängt zu hoffen, dass jemand stirbt. Aufgibt. Loslässt. Wir schaffen es schon. Wir schaffen es schon ohne dich. Das war ein Irrtum.“

****************************************

Ein Friedhof. Zwei Menschen. Eine gemeinsame Vergangenheit, ein gemeinsamer Verlust und zehn Jahre Trennung, Schweigen. Aus Anlass einer Grabverlegung kommen „Sie“ und „Er“ wieder zusammen. Gift soll aus einer nahegelegenen Fabrik ausgetreten sein und die Umbettung der Toten notwendig machen. Unterdessen betrachten die Frau und der Mann ihr umgebettetes Leben, das eines Silvesterabends sang- und klanglos auseinanderging. Was ist aus ihr und ihm geworden? Was aus ihrer Trauer, ihrem Leben? Zwischen Abrechnung und Annäherung, Trost und Trauer, Zärtlichkeit und Härte oszillieren die Szenen dieser Wiederbegegnung: das Porträt eines Paares, dessen Schicksal schon vorbei zu sein scheint – und das dennoch noch einmal durch alles hindurchgehen muss, in der Hoffnung, in einem Leben nach ihrem Leben anzukommen.

Julia Ruhland führt Regie. Foto: A. Grassmann

Julia Ruhland führt Regie. Foto: Alfred Grassmann, NT

„Gift“ stammt aus der Feder der niederländischen Autorin Lot Vekemans und ist ein anrührendes Zwei-Personen-Drama, das niemanden kalt lassen wird. Nach Vorstellungen in Nabburg, Regensburg, Oberviechtach und Donauwörth, wartet nun eine ultimative Aufführung am kommenden Samstag in Neunburg vorm Wald. Julia Ruhland führt Regie.

LETZTER TERMIN

  • SA, 21.10.2017, 20.00 Uhr: NEUNBURG V.W., Schwarzachtalhalle | KARTEN

PREISE: 12,00 € / 6,00 € ermäßigt (Schüler, Studenten, Auszubildende)

KARTEN

Bestellbar über OK-TICKET über diesen Link.
Auch telefonisch möglich: 0160 / 96 22 71 48
Fragen/Wünsche: tickets@ovigo-theater.de

BESETZUNG

SCHAUSPIELER: Christina Götz, Florian Waldherr
REGIE: Julia Ruhland

MEDIEN-ECHO

Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung/SAD v. 20.10.17 als PDF-Datei: 2017.20_Oct.STN1

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Am Deutschen Nationalfeiertag 3. Oktober 2017 in München:

Das Jahrtausendkonzert goes to „Prinze“

Im historischen Prinzregententheater in München fand die "BrucknerIVplus"-Aufführungsserie mit dem Neunburger Jahrtausendkonzert einen würdigen Abschluss. Foto: Bayerische Philharmonie

Im historischen Prinzregententheater in München fand die „BrucknerIVplus“-Aufführungsserie mit dem Neunburger Jahrtausendkonzert einen würdigen Abschluss. Zum dritten Mal spielte das große Orchester der Bayerischen Philharmonie unter Leitung von Chefdirigent Mark Mast die „Wiener Philharmoniker Fanfare“ von Richard Strauss (mit den Stadtkapellenmitgliedern Jonas Sorgenfrei, Thomas Nolden und Philipp-Adrian Beutel), W. A. Mozarts „Jupiter-Sinfonie“ und Anton Bruckners Sinfonie Nr. 4 „Romantische“ (mit Schülern aus der Region). Unter den Zuhörern befand sich auch eine kleine Delegation des Kunstvereins Unverdorben: Geschäftsführender Vorstand Peter Wunder, Klassikbeauftragter und Medienreferent Karl Stumpfi sowie Vorstandsmitglied Renate Ullmann mit Ehemann Joachim.  Fotos: Bayerische Philharmonie

Traditionell bei der Bayerischen Philharmonie: Konzerteinführung von und mit Chefdirigent Mark Mast auf der Bühne.

Traditionell bei der Bayerischen Philharmonie: Konzerteinführung von und mit Chefdirigent Mark Mast auf der Bühne.

MEDIENECHO

Link zur Kulturseite der Süddeutschen Zeitung:

Intensität und Schönheit

http://www.sueddeutsche.de/kultur/kurzkritik-intensitaet-und-schoenheit-1.3694395

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

„Überraschungsgast“ beim Jahrtausendkonzert

Der Landesvater kam …“in Essig und Öl“!

Künstler Andras Olah und sein Werk, das Horst-Seehofer-Portrait. Foto: Ralf Gohlke

Künstler Andras Olah und sein Werk, das Horst-Seehofer-Portrait. Foto: Ralf Gohlke

Die Schirmherrschaft über das Stadtjubiläum „1000 Jahre Neunburg“ hatte er noch angenommen, dann aber keine Zeit mehr gefunden für Besuchstermine in der Jubelstadt an der Schwarzach. Deshalb drohte der Neunburger Kunstverein auf seinem „Auftragswerk“ sitzen zu bleiben. Er hatte nämlich den Landesvater von Mitglied Andras Olah portraitieren lassen. Beim Jahrtausendkonzert am 2. Oktober in der Schwarzachtalhalle – letztes Großereignis im ausklingenden Jubiläumsjahr – war Horst Seehofer dann zumindest stimmlich präsent. Nämlich täuschend ähnlich imitiert durch den Unterhaltungskünstler Fabian Borkner. Das von Olah eigenhändig enthüllte Gemälde fand beim „amtierenden bayerischen König Horst I.“ Gefallen: „Der Kunstverein Unverdorben wäre kein Kunstverein, wenn er sich nicht etwas Einmaliges einfallen lassen würde und nun bin ich da – in Essig und Öl!“, witzelte Seehofers Double  zum Pläsier der überraschten Konzertgäste. Und der Kunstmaler wurde mit Lob überhäuft: „Wirklich gut getroffen – jung und jugendlich – wie ich nun mal bin!!“ Seiner Wiederwahl 2018 dürfte nun nichts mehr im Wege stehen…

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

„Jahrtausendkonzert“ löst überschwängliches Medienecho aus

Drei Stunden Musik für die Stadtchronik!

Montag, 2. Oktober 2017, Schwarzachtalhalle: Die Bayerische Philharmonie gastiert zum 1000-jährigen Stadtjubiläum in Neunburg vorm Wald. Foto: Ralf Gohlke, MZ

Montag, 2. Oktober 2017, Schwarzachtalhalle: Die Bayerische Philharmonie gastiert zum 1000-jährigen Stadtjubiläum in Neunburg vorm Wald. Foto: Ralf Gohlke

Mitten unter jungen Orchestermusikern aus 25 Ländern: Prof. Wolfgang Gaag, der ehemalige langjährige Solohornist der Müncher Philharmoniker in der glorreichen "Sergiu Celibidache Ära". Foto: Rosenrot Fotografy Tanja Kraus

Mitten unter jungen Orchestermusikern aus 25 Ländern: Prof. Wolfgang Gaag (74), der ehemalige langjährige Solohornist der Müncher Philharmoniker in der glorreichen „Sergiu Celibidache Ära“. Foto: Rosenrot Photography Tanja Kraus

Zehn Minuten tosender Beifall und „standing ovations“ nach dem atemberaubenden Finale von Anton Bruckners „Romantischer Sinfonie“: Das Jahrtausendkonzert zum Neunburger Stadtjubiläum am Vorabend des Nationalfeiertags 2017 wird in die Annalen eingehen. Das erste Gastkonzert der Bayerischen Philharmonie in der Oberpfalz löste ein geradezu enthusiastisches Medienecho aus. Nachfolgend einige Auszüge der Presseberichte und ein Link zur Mediathek des Bayerischen Fernsehens:

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/nachrichten/jahrtausend-konzert-nachwuchsmusiker-100.html

Die eröffnende Festfanfare dirigierte Mark Mast aus dem Auditorium. Foto: R. Gohlke

Die eröffnende Festfanfare dirigierte Mark Mast aus dem Auditorium. Foto: R. Gohlke

Im Kulturteil der oberpfälzischen Tageszeitung „DER NEUE TAG“ in Weiden erschien eine ausführliche Konzertrezension von Reinhold Tietz. Unter dem Titel „1000 Jahre berauschend gefeiert“ schreibt er u. a.:  „Mark Mast dirigierte am Montag emphatisch in der ausverkauften Schwarzachtalhalle zwei sehr berühmte Sinfonien nach einer berührenden

Einleitung. 15 Bläser und zwei Pauker gestalten die feierliche Wiener Philharmoniker-Fanfare von Richard Strauss in vollem Tonvolumen und tadellosem Zusammenspiel….

Kultivierter Bläserklang bei der "Wiener Philharmoniker Fanfare" von Richard Strauss. Foto: R. Gohlke

Kultivierter Bläserklang bei der „Wiener Philharmoniker Fanfare“ von Richard Strauss. Foto: R. Gohlke

Das Menuetto: Allegretto bietet eine schlicht gleitende Melodie in durchaus ernster Stimmung, schwillt zwischendurch an. Genauso stellen die Musiker und ihr Leiter die Gedanken Mozarts dar. Das Molto allegro wird sehr rasch und mit viel Elan dargeboten. Für junge Musiker, die noch nicht Routine aber jede Menge Begeisterung und nötiges Können für Musik empfinden, ist ein solches Konzert selbst ein noch neues Erlebnis. Dieses grandiose Finale gilt als Krönung der symphonischen Arbeit von Mozart….

Die Orchestermitglieder, vorwiegend der Altersklasse 20 bis 30 Jahre angehörend, überzeugten mit ihrer Interpretation von Mozarts "Jupiter-Sinfonie". Foto: T. Kraus

Die Orchestermitglieder, vorwiegend der Altersklasse 20 bis 30 Jahre angehörend, überzeugten mit ihrer Interpretation von Mozarts „Jupiter-Sinfonie“. Foto: T. Kraus

Nach der Pause ertönt in größerer Besetzung die 4. Symphonie Es-Dur von Anton Bruckner, die Romantische, in der Fassung von 1878/1880. Die Bezeichnung stammt vom Komponisten selbst, eine Erklärung dafür hat er nicht gegeben, die gibt aber das Werk selbst. Mit Streichertremolo und einem grandiosen Hornsolo beginnt das Stück. ‚Bewegt, doch nicht zu schnell‘ erklingt der 1. Satz mit einigen kraftvollen Themen im Fortissimo und ebenso leisen Achteln als Zwischenspiel. Bruckner hat das als Lobgesang auf die Natur gedeutet….

Das ‚Finale: Bewegt, doch nicht zu schnell‘ ist sehr feierlich und führt wuchtig ein großes Thema vor. Allmählich – auch durch die freudigen Melodien des zweiten Themas – beruhigt sich die Stimmung. Der Sturm flaut ab. Das Hornthema des 1. Satzes erklingt und in vollem Glanz des Orchesters endet das Werk…. Die Ausführenden zeigen alle vollen Einsatz, beweisen ihr gut entwickeltes musikalisches Können und präsentieren damit einen bemerkenswerten Musikgenuss für jeden Zuhörer. Weiter so, kann man ihnen nur wünschen!“

Vor allem die Bruckner-Sinfonie verlangte dem Pauker Schwerarbeit ab... Foto: R. Gohlke

Vor allem die Bruckner-Sinfonie verlangte dem Pauker Schwerarbeit ab… Foto: R. Gohlke

Über ein „Musikerlebnis der Extraklasse“ berichtet die MITTELBAYERISCHE ZEITUNG: „Einzigartig, grandios, himmlisch, einmalig, unvergleichlich“ – diese Liste an positiven Eigenschaften ließe sich noch um einige Facetten erweitern. Sie stammen von Äußerungen begeisterter Besucher des Neunburger Jahrtausendkonzertes des Symphonieorchesters der Bayerischen Philharmonie am Montag in der Schwarzachtalhalle. Mit der Auswahl des Programms aus Kompositionen von Richard Strauss, Wolfgang Amadeus Mozart und Anton Bruckner hatten die Verantwortlichen genau die richtige Mischung für einen unvergesslichen Konzertabend getroffen. Die hohe Qualität der Umsetzung tat ihr Übriges…“

Es war schlicht beeindruckend, wie das Orchester bei den in Bruckners „Romantischer“  zum Teil spieltechnisch schwierigen Passagen harmonierte.

Dirigent und Konzertmeister nehmen mit ihren Musikern den aufbrandenden Schlussapplaus entgegen. Foto: R. Gohlke

Dirigent und Konzertmeister nehmen mit ihren Musikern den aufbrandenden Schlussapplaus entgegen. Foto: R. Gohlke

Es gab einen ständigen Wechsel zwischen sehr leisen Aktionen, vornehmlich der Streichen, bis hin zu voluminösen Parts aller Instrumente, insbesondere des Bläsersatzes. Es gab kleine Dialoge zwischen den Hörnern und Trompeten aber auch den Querflöten, die nur von gezupften Streichinstrumenten rhythmisch untermalt wurden, bis sich alles zu einem gewaltigen Finale steigerte. Die Stille am Ende, bevor der Beifall aufbrauste, war wie ein Signal. Minutenlang applaudierte das Publikum, am Ende stehend, während Mark Mast die Solisten vorstellte“.

Der OSTBAYERN-KURIER titelt: „Begeisterndes Konzert in Neunburg“ und schreibt unter anderem weiter: „In der Neunburger Schwarzachtalhalle haben schon viele Größen aus dem Show-Geschäft ihre Kunst zum Besten gegeben. Am vergangenen Montag  wurde das Portfolio von einem absoluten Highlight getoppt. Das Symphonie-Orchester der Bayerischen Philharmonie gastierte in Neunburg vorm Wald und begeisterte das Publikum restlos….

Blumen und Schampus überreichten zum Abschluss die KVU-Repräsentanten Peter Wunder und Karl Stumpfi auf dem Konzertpodium. Foto: R Gohlke

Blumen und Schampus überreichten zum Abschluss die KVU-Repräsentanten Peter Wunder und Karl Stumpfi auf dem Konzertpodium. Foto: R Gohlke

….Es folgte ein klangliches Erlebnis in Perfektion, als Dirigent Mark Mast den Taktstock ergriff und die zunächst 50 Musiker durch Mozarts „Jupitersymphonie“ lenkte. Die Dynamik des Spiels sowie die perfekte Mischung zwischen lauten und leisen Passagen ließen ihresgleichen suchen. Nach der Pause, in welcher die Gäste ausschließlich positive Meinungen zum bisherigen Abendverlauf äußerten, erklommen dann 85 Instrumentalisten die Bühne und brachten Anton Bruckners Vierte, die Romantische Symphonie dar. Insgesamt standen Künstler aus 26 Nationen auf der Bühne… Die Klanggewalt des Orchesters fuhr im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut und sorgte für langanhaltende Eindrücke, die sich bei vielen auch beim Nachhausefahren noch in der akustischen Erinnerung befanden“.

In der NT-KREISAUSGABE SCHWANDORF beschreibt Reporter Udo Weiß das Jahrtausendkonzert in Neunburg vorm Wald als „musikalischen Meilenstein“ und fährt u. a. fort: „Das Gastkonzert der Bayerischen Philharmonie setzte dem Neunburger Jubiläumsjahr die Krone auf. In einer dreistündigen Gala begeisterten die 80 Profimusiker um Chefdirigent Mark Mast das Publikum mit Virtuosität und musikalischer Leidenschaft…Mozarts Jupiter-Sinfonie, die Wiener Philharmoniker Fanfare sowie Anton Bruckners Romantische Sinfonie waren die glanzvollen Höhepunkt des montäglichen Konzertabends in der Schwarzachtalhalle. Der erwartete Höhepunkt im Jubiläumsjahr der Stadt Neunburg, setzte zugleich einen Schlusspunkt unter eine zweieinhalbjährige Vorbereitungszeit, die vom Kunstverein Unverdorben als Veranstalter geschultert wurde, und an deren Spitze Geschäftsführer Peter Wunder und Kulturkoordinator Karl Stumpfi zu nennen sind…

Das dreistündige Gala-Konzert, an dem auch acht besonders begabte Musiker aus der Region nach intensiven Proben in München teilnehmen durften, schlug alles bisher Dagewesene in der Schwarzachtalhalle. Kunstverein-Geschäftsführer Peter Wunder zeigte sich in der Pause überaus erfreut, dass alles so gut gelaufen ist: „Ich habe noch nie ein Orchester erlebt, das mit dieser Leidenschaft spielt. Es ist einfach unglaublich, dass junge Menschen aus 25 Nationen so zusammenfinden und eine solch gute Stimmung und Atmosphäre entwickeln. Auch die Integration unserer Jugendlichen war einfach großartig. So müsste es überall auf der Welt zugehen….

Bürgermeister Martin Birner war überglücklich, dass der Kunstverein dieses Konzert im ländlichen Raum bewerkstelligen konnte. Es sei interessant, wie sich junge Musiker aus so vielen Nationen untereinander verständigen und so zur Völkerverständigung beitragen. Die Begegnung von Musikern, Ehrengästen und Sponsoren bei einem Empfang im Foyer rundete das grandiose Konzert ab….“Ein Traum wird Wirklichkeit“, schwärmte Neunburgs Klassikbeauftragter Karl Stumpfi, der sich als gebürtiger Österreicher darüber freute, Bruckner in der Originalbesetzung eines Symphonieorchesters in Neunburg hören zu können. .. Der Kunstverein wirkte als Katalysator, um junge musikalische Gymnasiasten und Mitglieder von Blasorchestern mit Berufsmusikern zusammen auftreten zu lassen. ‚Wir haben heute die Ernte eingefahren. Wenn das Publikum begeistert ist, ist das unser größter Lohn“, so Karl Stumpfi abschließend“.

Last but not least würdigt die Homepage „1000 Jahre Neunburg vorm Wald“ das Jahrtausendkonzert am 2. Oktober 2017 als Kulturereignis, welches in die Annalen der Stadt eingehen wird: „Ein grandioses Erlebnis war das Jahrtausendkonzert mit Mark Mast und der Bayerischen Philharmonie. Die seit langem ausverkauften Plätze wurden von Besuchern gefüllt, die um die Qualität der Musiker und ihres überragenden Dirigenten sehr wohl wussten. Sie wurden nicht enttäuscht!

Nach einer Eröffnung durch 15 Bläser und ein Pauker mit der feierlichen Wiener Philharmoniker-Fanfare von Richard Strauss begrüßte Mark Mast die rund 600 Gäste und übergab das Wort an Staatssekretär Bernd Sibler. Der erste Teil des Abends wird von Wolfgang Amadeus Mozarts Jupiter-Sinfonie gestaltet, um nach der Pause in größerer Besetzung die 4. Symphonie Es-Dur von Anton Bruckner, die „Romantische“, in der Fassung von 1878/1880 zu präsentieren. Musik die unter die Haut geht und dem Jubiläum der Stadt Neunburg vorm Wald die Krone aufsetzt! Genial!“

DIE HOMEPAGE des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst veröffentlichte nachfolgende Presseverlautbarung über das Neunburger Jahrtausendkonzert:

Reichhaltige und lebendige Kulturlandschaft

In Neunburg vorm Wald fand im Rahmen des 1000-jährigen Jubiläums der Stadt das „Jahrtausendkonzert“ statt. Die Bayerische Philharmonie brachte gemeinsam mit Musikern aus der Region – darunter auch Schülerinnen und Schüler – Werke von Richard Strauss, Mozart und Bruckner zu Gehör.

******************************************

 Kunststaatssekretär Bernd SiblerKunststaatssekretär Bernd Sibler:
 
 „Das Projekt ‚Jahrtausendkonzert’ zeigt eindrücklich: Kunstgenuss und Spitzenmusik gibt es nicht nur in unseren Metropolen, sondern auch in der Region. Ich freue mich, dass wir mit dem Kulturfonds Bayern die Möglichkeit haben, das Engagement vor Ort für unsere reichhaltige und lebendige Kulturlandschaft in ganz Bayern kraftvoll unterstützen zu können.“

******************************************

Anlässlich des 1000-jährigen Jubiläums der Stadt Neunburg v. Wald veranstaltete der Kunstverein Unverdorben in Neunburg v. Wald e. V. das „Jahrtausendkonzert“, an dem 90 Musiker der Bayerischen Philharmonie teilnahmen. Im Vorfeld des Konzerts fand ein Orchester-Workshop der Bayerischen Philharmonie mit rund 40 Schülerinnen und Schülern aus der Region statt. Sie haben sich auch am Konzert beteiligt. Das Projekt wurde mit rund 11.500 Euro aus Mitteln des Kulturfonds Bayern gefördert.

Weitere Informationen

Den Beifallsorkan am Ende des Jahrtausendkonzerts hatten sich die Mitwirkenden redlich verdient! Foto: T. Kraus

Den Beifallsorkan am Ende des Jahrtausendkonzerts hatten sich die Mitwirkenden redlich verdient! Foto: Tanja Kraus

Standing Ovations...

Standing Ovations…Foto: R. Gohlke

Sponsoren-Dank durch Klassikbeauftragten und Jahrtausendkonzert-Initiator Karl Stumpfi. Foto: R. Gohlke

Sponsoren-Dank durch Klassikbeauftragten und Jahrtausendkonzert-Initiator Karl Stumpfi. Foto: R. Gohlke

Thanks, Merci, Grazie, Gracias, Spasiba, DANKE!!! Foto: T. Kraus

Thanks, Merci, Grazie, Gracias, Spasiba, DANKE!!! Foto: Tanja Kraus

Das Jahrtausendkonzert ist als kulturelle Pioniertat in die Geschichte der 1000-jährigen Stadt Neunburg eingegangen! Foto: Bayerische Philharmonie

Das  vom KVU initiierte und organisierte Kunstprojekt „Jahrtausendkonzert 2017“ ist als kulturelle Pioniertat für die Region Mittlere Oberpfalz in die Geschichte der 1000-jährigen Stadt Neunburg vorm Wald  eingegangen! Foto: Bayerische Philharmonie 

Bericht im Straubinger Tagblatt/Chamer Zeitung v. 19. 10. 17 als jpg-Datei: Chamer Zeitung JtdKonzertLogo_BayPhil_2012_RGB_oClogo1000jahrenenBannerKunstherbst17

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Philharmonische Feiertage zum Jubiläum „1000 Jahre Neunburg“

Herzlich willkommen, Orchester in residence!

"Musik, die für die Ewigkeit geschrieben wurde", erklingt nach Worten Mark Masts beim Neunburger "Jahrtausendkonzert" in der Schwarzachtalhalle. Dazu gastiert die Bayerische Philharmonie erstmals in der Oberpfalz.

„Musik, die für die Ewigkeit geschrieben wurde“, erklingt nach Worten Mark Masts beim Neunburger „Jahrtausendkonzert“ in der Schwarzachtalhalle. Dazu gastiert die Bayerische Philharmonie erstmals in der Oberpfalz. Bildquelle: Dt. Orchestervereinigung/picture-alliance/dpa

Im Laufe des späten Samstag Vormittag treffen zwei Omnibusse aus der Landeshauptstadt München in der 1000-jährigen Jubiläumsstadt ein. An Bord: 80 Berufs-Orchestermusiker der Bayerischen Philharmonie und zehn Nachwuchsmusiker aus der Region. Nach einer Probenwoche in München sind sie in die Oberpfalz aufgebrochen, um ein weithin beachtetes Kulturprojekt vor Ort fortzusetzten und mit dem „Jahrtausendkonzert“ am 2. Oktober einem erfolgreichen Abschluss zuzuführen. Das Who is Who des Regierungsbezirks wird sich dazu ein Stelldichein in der Schwarzachtalhalle geben.  Dem sinfonischen Klangfest geht „Akkordarbeit“ in Sinne des Wortes voraus: Heute üben die Philharmoniker gemeinsam mit ca 35 Schülern und jungen Blaskapellenmitgliedern in der „Jahrtausendprobe“ (öffentlich ab 17 Uhr, Eintritt frei!) Am Sonntag, 19 Uhr, haben Klassik-Musikfreude aus Nah und Fern die Gelegenheit, bei der öffentlichen Generalprobe in die Klangwelten der Wiener Klassik und Spätromantik einzutauchen. Auf dem Programm stehen Gipfelwerke wie Mozarts „Jupiter-Sinfonie“ und Bruckners „Romantischer Sinfonie“. Das eigentliche Jahrtausendkonzert am Vorabend des Nationalfeiertags ist seit langem ausverkauft.Bruckner4Plus_PH_2017_Titel

Selbst alt eingesessene Kulturfreunde können sich nicht daran erinnern, derlei in den vergangenen Jahrzehnten in der mittleren Oberpfalz erlebt zu haben: Ein professionelles Großorchester verlässt seinen Standort in der Millionen-Metropole und nimmt während drei Tagen  Residenz in einer ländlich strukturierten Kleinstadt mit 8000 Einwohnern! Der Neunburger Kunstverein Unverdorben mit einer handvoll Ehrenamtlicher stemmt das „Mega-Konzert“ (so eine Presse-Schlagzeile), kräftig unterstützt durch öffentliche Förderstellen des Freistaates Bayern, des Bezirks Oberpfalz, des Landkreises Schwandorf, der Stadt Neunburg vorm Wald sowie  von großzügigen Sponsoren aus der heimischen Wirtschaft und generösen privaten Kunstförderern.

23_Nov.81_01

Die KVU-Grußbotschaft

Die Vorstandschaft des KVU, vertreten durch Geschäftsführer Peter Wunder

Peter Wunder, KVU

Peter Wunder, KVU

und Medienreferent Karl Stumpfi, heißen Musiker und Begleitpersonal der Bayerischen Philharmonie um ihren Intendanten und Chefdirigenten Mark Mast herzlich in der Pfalzgrafenstadt Neunburg v. W. willkommen. Nachfolgend ihre Grußbotschaft im Wortlaut:

„Sinfonische Musik ist ein geistiger Besitz, ohne den Deutschland nicht Deutschland und Europa nicht Europa wäre“.  Von diesem Bekenntnis Wilhelm Furtwänglers, dem großen Dirigenten des 20. Jahrhunderts, ließ sich der Kunstverein Unverdorben leiten, als ihm sich vor geraumer Zeit die Frage stellte: Welcher kulturelle Beitrag wäre dem 2017 fälligen Stadtjubiläum „1000 Jahre Neunburg vorm Wald“ angemessen?

Karl Stumpfi, KVU

Karl Stumpfi, KVU

Der 2011 gegründete KVU  ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung von Kunst und Kultur, von Bildung und Erziehung sowie der Völkerverständigung. Seinem Satzungsauftrag folgend, initiiert er an der historischen Handelsachse Nürnberg-Prag einen breit gefächerten Kulturbetrieb, setzt viele Akzente auf den Feldern der bildenden und darstellenden Kunst. 2013 startete der KVU den „Neunburger Kunstherbst“  – ein Saisonfestival, das internationalen, regionalen und ortsansässigen Künstlern eine Plattform bietet. In diesem Rahmen realisiert „Unverdorben“ länderübergreifende Kulturprojekte, unterstützt durch Fördermittel des Bayerischen Kulturfonds und des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.

Die „Tage der Bayerischen Philharmonie“ im 5. Neunburger Kunstherbst sind das aufwändigste und anspruchvollste Kunstvorhaben. Es wurde von langer Hand und im partnerschaftlichen Geist mit Intendant Mark Mast und dessen Team konzipiert und organisiert. Es gipfelt im so genannten Jahrtausendkonzert – ein einmaliges Klangerlebnis, welches das Millenniums-Jubiläum der Pfalzgrafenstadt  krönen wird.  

Sein Programm verstrahlt nicht nur festlichen Glanz. Es bietet eine klangliche Hommage an Bläsertradition und Natur des Oberpfälzer Waldes eingedenk des Furtwängler-Wortes: „Denn immer wieder sind es gerade die Werke Bachs, Mozarts, Beethovens, Mozarts, Schuberts, Brahms‘, Bruckners und der anderen Großen, welche die Säle füllen und den Menschen jenes Gemeinschaftserlebnis großer Kunst vermitteln, das sie über den Alltag hinaushebt und das sich als unversiegbare Kraftquelle erweist“.

Grußwort des 1. Bgm Martin Birner

„Kultur ist ein Teil unserer Lebensqualität. Kulturteilnahme fördert die Kreativität, wie das Umfeld der Arbeitswelt  insgesamt enorme Einflüsse auf Gedankenreichtum und Motivation hat“. Diese Aussage des Arbeitskreises für gemeinsame Kulturarbeit bayerischer Städte e. V. nehmen wir Neunburger beim Wort. Die Pfalzgrafenstadt spricht nicht nur über „weiche Standortfaktoren“, sie handelt dem entsprechend – die vor fünf Jahren eingeweihte Schwarzachtalhalle dokumentiert den politischen Willen, Kultur als Motor einer nachhaltigen Stadtentwicklung zu begreifen. Dass dieses moderne Veranstaltungszentrum über einen veritablen Konzertsaal verfügt, hat eine Vielzahl von Klassik-Events seit dem Eröffnungskonzert mit dem Smetana-Zyklus „Mein Vaterland“ eindruckvoll unter Beweis gestellt. Das durch die Bank positive Publikums-Echo hat maßgeblich dazu beigetragen, diese Konzertreihe fest im kommunalen Veranstaltungskalender zu verankern. Zum Stadtjubiläum „1000 Jahre Neunburg vorm Wald“ setzt Klassische Musik  nunmehr  einen weiteren glanzvollen Höhepunkt.

1. Bürgermeister Martin Birner

1. Bürgermeister Martin Birner

Die „Tage der Bayerischen Philharmonie“ mit dem Jahrtausendkonzert in der Pfalzgrafenstadt sind ein weithin beachtetes Kulturprojekt. Es verbindet ein wohl einmaliges Hörerlebnis mit einem interessanten pädagogischen Ansatz: Rund 40 Jugendliche aus acht Schulen der Region proben und spielen gemeinsam mit professionellen Musikern. Diesem Jugend-Orchesterworkshop, der aus dem Bildungstopf des Bayerischen Kulturfonds gefördert wird, schließt sich am 1. und 2. Oktober das Jahrtausendkonzert an. Das große Sinfonieorchester aus der Landeshauptstadt wird Spitzenwerke der Klassik und Romantik zu Gehör bringen, ca. 85 Instrumentalisten aus 30 Ländern verwandeln hierbei unsere Schwarzachtalhalle in eine imposante Weltbühne der sinfonischen Musik.

Dass die Bayerische Philharmonie mit Intendant und Chefdirigent Mark Mast erstmals in die Oberpfalz kommt, empfinden wir Neunburger als große Ehre. Dass das Neunburger Jahrtausendkonzert am Abend des Nationalfeiertags im Prinzregententheater vor Münchner Publikum wiederholt wird, darf als großartige Anerkennung für die Kulturmacher vor Ort gewertet werden. Ansporn genug, den „Motor“ Kultur für mehr Lebensqualität am Laufen zu halten!

Grußwort von Intendant Mark Mast

Die Stadt Neunburg vorm Wald in der Oberpfalz feiert 1000 Jahre Geschichte – und die Bayerische Philharmonie gratuliert zu diesem besonderen Ereignis mit einem Jahrtausendkonzert. Dabei kommen zwei Meisterwerke europäischer Symphonik zur Aufführung, die für die Ewigkeit geschrieben wurden: mit Mozarts »Jupiter«-Symphonie und Bruckners Vierter Symphonie, der »Romantischen«. Eröffnet wird das Jahrtausendkonzert mit der Festfanfare der Wiener Philharmoniker von Richard Strauss. Somit spannt sich musikalisch der Bogen von der Klanglichkeit der Blechbläsertradition und der Landschaft des Oberpfälzer Waldes über den bayerischen Großmeister Strauss zu den Meisterwerken europäischer Symphonik von Mozart und Bruckner.

Mark Mast, Intendant und Chefdirgent der Bayerischen Philharmonie

Mark Mast, Intendant und Chefdirigent der Bayerischen Philharmonie

Das Symphonieorchester der Bayerischen Philharmonie mit Musikern aus knapp 30 Nationen ist als multinationaler Klangkörper eine Botschaft der Völkerverständigung und des friedlichen symphonischen Musizierens über nationale, ethische und religiöse Grenzen hinweg. Diese Botschaft ist selbstverständlicher Teil der Mission der Bayerischen Philharmonie und bringt Musiker aus aller Welt nach Neunburg vorm Wald, um mit Jugendlichen und Schülern, Blechbläsern und Gästen zu feiern. Das gemeinsame Musizieren soll dabei ein besonderer und inspirierender Moment im Trubel der Jubiläumsfeierlichkeiten werden.

Wir freuen uns darauf, dieses besondere Programm anlässlich der 1000-Jahr-Feier in der Schwarzachtalhalle in Neunburg vorm Wald, sowie anschließend im Prinzregententheater in München zur Aufführung zu bringen. Allen Mitwirkenden und Gästen wünsche ich ein festliches und symphonisches Erleben“.

ÜBERSICHT der Länder mitwirkender Orchestermusiker:

84 Musiker aus folgenden 26 Nationen musizieren gemeinsam im Symphonieorchester der Bayerischen Philharmonie💙:
England 🇬🇧 Spanien 🇪🇸 Syrien 🇸🇾 Südkorea 🇰🇷 USA 🇺🇸 Kolumbien 🇨🇴 Bulgarien 🇧🇬 Chile 🇨🇱 Moldawien 🇲🇩 Weißrussland 🇧🇾 Russland 🇷🇺 Italien 🇮🇹 Ukraine 🇺🇦 Brasilien 🇧🇷 Japan 🇯🇵 China 🇨🇳 Ecuador 🇪🇨 Polen 🇵🇱 Slowakei 🇸🇰 Rumänien 🇷🇴 Frankreich 🇫🇷 Österreich 🇦🇹 Ungarn 🇭🇺 Venezuela 🇻🇪 Taiwan 🇹🇼 Deutschland

TABLEAU der Sponsoren und Mäzene „Jahrtausendkonzert“

Schild-205x100-Sponsoren-04TAGE DER BAYERISCHEN PHILHARMONIE 2017

  • Samstag, 30.  September ab 17.30 Uhr öffentliche „Jahrtausend-Probe“ zum Abschluss des Jugend-Orchesterworkshops mit der Bayerischen Philharmonie unter Leitung von Mark Mast in der Schwarzachtalhalle. Begrenzter Zuhörerraum, Eintritt frei!

    Jugend-Orchesterworkshop "Jahrtausendprobe" 30.9.17

    Jugend-Orchesterworkshop „Jahrtausendprobe“ 30.9.17

  • Sonntag, 1. September, 19 Uhr, öffentliche Generalprobe des Jahrtausendkonzerts mit der Bayerischen Philharmonie und einheimischen Blechbläsern/Pauker in der Schwarzachtalhalle. Das Jahrtausendkonzert-Programm mit Werken von Strauss, Mozart und Bruckner wird im Durchlauf gespielt. Eintritt 20 € auf allen Plätzen. Kartenverkauf an der Abendkasse ab 17.30 Uhr durch den KVU! Bereits zum 10 Uhr gibt die Stadt Neunburg vorm Wald in der Schwarzachtalhalle einen offiziellen Empfang für das Orchester der Bayerischen Philharmonie, eine Historische Stadtführung schließt sich an.

    Festkonzert mit dem großen Orchester der Bayerischen Philharmonie 1.10.17 (GP) und 2.10.17.

    Festkonzert mit dem großen Orchester der Bayerischen Philharmonie 1.10.17 (GP) und 2.10.17.

  • Montag, 2. Oktober, 20 Uhr, Jahrtausendkonzert zum Neunburger Stadtjubiläum mit dem großen Sinfonieorchester der Bayerischen Philharmonie (ca. 85 Musiker) und einheimischen Blechbläsern/Pauker in der Schwarzachtalhalle. Auf dem Programm stehen Werke von Richard Strauss (Wiener Philharmoniker Fanfare),  Wolfgang Amadeus Mozart (Jupiter-Sinfonie) und Anton Bruckner (Romantische Sinfonie). Leitung: Chefdirigent Mark Mast. Logo_BayPhil_2012_RGB_oClogo1000jahrenen

Das Festkonzert ist ausverkauft!

Weitere Informationen online unter www.kunstverein-unverdorben.de

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

„Kunst & Glaube“ in Kirchen, im Kunstquartier und in der Straßengalerie:

Ein Wegweiser zu den Ahoj 17-Kunstwerken

Vaclav Fiala: "Kapelle für eilige Passanten" im Halsgraben. (Aus dem Fotoalbum Agnes Jonas)

Vaclav Fiala: „Kapelle für eilige Passanten“ im Halsgraben. (Aus dem Fotoalbum Agnes Jonas)

Zum Jahrtausendjubiläum wurde vom Kunstverein Unverdorben in Neunburg vorm Wald die Prozessionsausstellung AHOJ 2017 unter dem Leitgedanken: „Gemeinsame Wege in Glaube und Kunst“ über das Gebiet der Innenstadt konzipiert. Vier namhafte tschechische Künstler Jitka Stenclová und Patrik Hábl aus Prag, Vaclav Fiala aus Klatovy und PhDr. Karel Rechlík aus Brno haben zum Teil bereits weltweit – von Sydney über Paris, London, Prag und New York – ausgestellt und sind nun in Neunburg vorm Wald zu sehen. Ebenso dabei sind das Künstlerpaar Andrea Thema und Giselher Scheicher aus Burgthann und 17 Schülerinnen und Schüler aus der Gregor-von-Scherr-Realschule. Einige Kunstwerke – z. B. die Kugel im Verteilerkreis oder der Flügel im Roten Tor – sind schon vielen Neunburgern und Gästen aufgefallen.  Manche Kunstwerke sind aber nicht auf Anhieb zu finden oder sind nur in Zeitfenstern zu besichtigen. Deshalb an dieser Stelle noch einmal einen Überblick und einige Erklärungen für einen schönen Spaziergang:

  • Im Verteilerkreis steht „Etwas“ von Vaclav Fiala. Natürlich soll jeder sich zu einem Kunstwerk selber Gedanken machen. Nach der Diskussion hier ein Vorschlag zur Interpretation: „Die Kugel stellt die Welt dar, gestützt und eingerahmt oder auch eingeengt oder eingefangen von vier Säulen – den großen Weltreligionen, die auch mit vielen Kriegen (Querbalken), die Welt belasten haben.“
  • Das Büro und Pressezentrum hat in dem Fenster „Schulanfang“ passende Werke von zwei Schülerinnen und zwei Werke von Jitka Stenclová.
  • In den Geschäften Fensterbau Kerschberger und Schmuck & Uhren Alesik können Tiffany-Glaskunstwerke von PhDr.Karel Rechlík besichtigt werden.
  • In den Schaufenstern der Sparkasse sind Werke von Andrea Thema und Giselher Scheicher zu sehen.
  • Schon auf der Treppe zur Stadtpfarrkirche St. Josef beeindrucken zwei Monumente von Vaclav Fiala. In der Kirche haben Jitka Stenclová und Patrik Hábl die Wände geschmückt und Karel Rechlíks Kunstinstallationen sind am Altar,  über der Kanzel, sowie mit der Jakobsleiter über dem Altar in luftiger Höhe zu sehen – alleine das Anbringen war sehr spannend! Im Vorraum zum Baptisterium sind beeindruckende Kreuze von Andrea Thema und Giselher Scheicher beleuchtet.
  • Im Burgtor, dem roten Torbogen, hängt ein Engelsflügel aus Glas von Karel Rechlík, der abends, wenn die Sonne darauf leuchtet, besonders beeindruckt.
  • Im Schaufenster des Radio- und Fernsehfachgeschäftes Landkammer befindet sich ein Werk von Jitka Stenclová.
  • Im Schaufenster der Bäckerei Irl stehen zwei beachtenswerte Kunstwerke von Schülern.
  • Von allen Künstlern ist je ein Werk in der Evangelisch-lutherischen Versöhnungskirche ausgestellt. Die Kirche ist tagsüber geöffnet.
  • Im Schaufenster Friseursalon Braun sind zwei Werke von Jitka Stenclová zu sehen.
  • Den Altar der Kirche St. Jakob schmückt ein Kunstwerk von Andrea Thema.
  • Der Altarraum der Spitalkirche wurde von Patrik Habel verhängt. Die Kirche kann leider nur auf Anfrage besichtigt werden.
  • Im Kunstquartier (Im Berg 7) hat jeder je Künstler einen Raum. Neben Installationen mit Leuchteffekten von Andrea Thema und Giselher Scheicher sind viele Bilder und Kunstwerke auch unserer Schüler zu sehen. Zu beachten sind besonders die Kommentare der Jugendlichen zu dem Thema „Kunst und Glaube“. Das Kunstquartier ist sonntags von 14:00 – 16:00 Uhr geöffnet.
  • Nicht leicht zu finden: Im unteren Durchgang unter dem Rathaus lädt die „Kapelle für eilende Fußgänger“ zum Durchschreiten ein. Beim Aufstellen des über vier Tonnen schweren Kunstwerkes hat die Baufirma Wilhelm – wie auch beim Aufbau der anderen Monumente Großartiges geleistet. Profis.
  • Ein Schaufenster von Blumen Sturm schmückt ein beeindruckendes Werk zu Krieg und Frieden einer Schülerin.
  • In den Fenstern der Metzgerei Baumgärtner hängen Werke von Jitka Stenclová.
  • Das Geschäft Musikinstrumente Kroner zeigt ein Tiffany Glaskunstwerk von Karel Rechlík und zwei Werke von Jitka Stenclová.
  • Abschließend durfte in Foyer der Schwarzachtalhalle jeder Künstler noch einmal ein Werk präsentieren.

Sämtliche Kunstwerke werden bis Ende Oktober in Neunburg zu sehen sein. Auf Nachfrage können auch einige Kunstwerke erworben werden. Der Kunstverein Unverdorben freut sich über Ihr Interesse und steht für Auskünfte zur Verfügung. Aktuelle Infos zum laufenden Neunburger Kunstherbst können der KVU-Webseite entnommen werden. Der Link: www.neunburger-kunstherbst.de

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Die Werke des Neunburger Jahrtausendkonzerts (III)

A. Bruckner: Sinfonie Nr. 4 „Romantische“

Der Oberösterreicher Anton Bruckner (1824 – 1896) war als schöpferischer Mensch ein Spätzünder. Zunächst gab es für ihn nur Lernen und Arbeiten, nach und nach nahm die Inspiration und Eigenart zu, von deren grandioser Fülle man fast bis zu seinem 40. Lebensjahr nichts ahnen konnte.

**************************************************

„Weil die gegenwärtige Weltlage geistig gesehen Schwäche ist, flüchte ich zur Stärke und schreibe kraftvolle Musik.“ (Komponist Anton Bruckner während seiner Arbeit an der 4. Sinfonie)

***************************************************

Ab 1861 betrieb Bruckner für zwei Jahre Studien in Formenlehre und Instrumentation. Hatte er sich bis dahin nahezu ausschließlich mit Kirchenmusik und weltlicher Vokalmusik befasst, begann er nun sich auf das Gebiet der Symphonien vorzutasten. Doch wurde ihm die Anerkennung als Komponist nicht in gleichem Maße zuteil, wie er sie als gefeierter Organist genoss.

Die Uraufführung seiner Symphonie Nr. 1  („Linzer) war ohne größeren Erfolg geblieben. Die 2. Symphonie wurde zunächst von den Wiener Philharmonikern abgelehnt. Die Aufführung erfolgte auf Bruckners eigene Kosten und war auch erfolgreich, brachte jedoch nicht den entscheidenden Durchbruch.

Anton Bruckner

Komponist Anton Bruckner: Schöpfer der „Romantischen“

Anton Bruckners 3. Symphonie musste schließlich ganze vier Jahre auf eine Uraufführung warten – und wurde von der Kritik verrissen. Mit dem Komponieren seiner Symphonie Nr. 4 begann Anton Bruckner im Januar 1874. Nach nur elf Monaten führte er sie am 22. November vorerst zu Ende. Die nächsten Jahre blieb die Partitur des Werkes liegen. Erst 1878 nahm er sich der Überarbeitung seiner Vierten Symphonie an. Ende des Jahres hatte er diese fertiggestellt und zur Aufführung nach Berlin gesandt. Doch ließ diese auf sich warten.

Und so war in Bruckner wohl der Gedanke eines neuen Finales herangereift, mit dem seine »Romantische« am 20. Februar 1881, aufgeführt von den Wiener Philharmonikern unter Leitung von Hans Richter, endlich  erklang und vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. Dennoch nahm der Komponist weitere Änderungen vor. Anton Bruckner selbst gab seiner 4. Symphonie  in Es-Dur den Titel »Romantische«. Bestimmend für den Charakter des ganzen Werkes ist das Hauptthema des ersten Satzes, ein Hornruf, der Assoziationen an die freie Natur, an die Jagd und an das Leben auf dem Land weckt.

Hans Richter dirigierte die Uraufführung 1881.

Hans Richter dirigierte die Uraufführung 1881, förderte das sinfonische Schaffen Bruckners.

****************************************************

„In diesem Sinne sehe ich Bruckners ‚Romantische‘ als eine Natursinfonie, in der alle Stimmen der Natur, alle Gewalten des Alls zusammenfließen zu einer höheren Harmonie“.  (Musikkritiker Karl Schumann)

*****************************************************

1.Satz: Bewegt, nicht zu schnell

Zwei Takte leises Streichertremolo, dann ruft das Hauptthema im Horn wie lockend aus dem Waldesdunkel, immer wieder. Bald rauscht es im Wald, ein Drängen hebt an, das Glücksgefühl steigert sich zum Lobgesang, Absinken, Stille. In der Bratsche eine innige Weise, umzwitschert von Vogelrufen der Geigen. Wieder ein Atemholen. Dann erneut eine ansteigende Bewegung, gesteigertes Kraftgefühl des Menschen in der Natur.  Sei es geheimnisvolles Waldweben, sei es Lichtfülle, sei es der Zauber einer Morgenstimmung – in dieses Naturerleben ist der Mensch tiefatmend und mitempfindend gestellt.

2. Satz: Andante quasi Allegretto

Menschliches Leid durchzieht dieses Andante. Das klagende Hauptthema des Cellos wird geleitet von Trauermarsch-Rhythmen der übrigen Streicher. Geigen beginnen eine Choralweise, Holzbläser antworten. Nun in der Bratsche ein neues Thema, wieder klagend, doch bewegter, weicher. Ein Vogelruf (Flöte) als Stimme der Natur, das Dunkel lichtet sich, die Instrumente scheinen Lebensmut auszustrahlen. Abermals dieses atmende Verhallen. Endlich ein letzter Aufschwung: der Vogelruf kündet Frieden, das Hauptthema steigt leuchtend empor und verhallt still. Bei aller Melancholie des trauermarschähnlichen Hauptgedankens ist dieser langsame Satz von einer abgeklärten Stimmung erfüllt.

3. Satz Scherzo: Bewegt − Trio. Nicht zu schnell

Ein drastisch rhythmisiertes Stück ist das so genannte Jagd-Scherzo. Es verbreitet romantische Waldstimmung durch den freudigen Klang der Jagdhörner, die hier durch die Fanfaren der Trompeten hervorgerufen wird, unterbrochen durch ein geheimnisvolles Weben in den Streicherstimmen. Als eine ländliche Idylle klingt dann das ländlerartige Trio auf, ein Tanz auf sonniger Wiese. Bruckner hat zu diesem Trio angemerkt, man möge an eine Jagdgesellschaft bei der Rast denken.

4. Satz: Finale: Bewegt, doch nicht zu schnell

Aus brauenden Nebeln der Streicher zuckt in Klarinetten und Hörnern ein Oktaven-Motiv auf, schiebt sich erschauernd noch einen Ton weiter. Wie Echo aus dem Scherzo hallen Jagdklänge von irgendwoher. Dumpfes Beben in der Natur, ein Sturm erhebt sich… Aus düster lastender Stimmung ringt sich im Finale das großartige Hauptthema des ersten Satzes durch. Wenn es drohend im Fortissimo vor uns steht, enthüllt sich die ganze Wucht dieses Schicksalsgedankens.  Nun stürmt es selbst durch das nächtliche Dickicht. Der monumentalen Größe dieses ersten Teils ist die Melodiefreudigkeit der zweiten Themengruppe gegenüber gestellt. Es melden sich Erinnerungen an das Andante – alle Gedanken der Vergangenheit werden heraufbeschworen. Licht und Schatten, Freude und Schrecken, Naturgewalt und Gottesfurcht. Die Gläubigkeit, die hier zum Ausdruck kommt, ist der Grundton des Finalsatzes, dessen Abschluss wie eine höchste Verklärung anmutet, in strahlendem Licht, im höchsten Glanz des vollen Orchesters.

***************************************************

„Wir müssen die romantische Tradition am Leben erhalten.  Denn ich bin überzeugt davon, dass sie zu uns, den Menschen des 21. Jahrhunderts, unmittelbar spricht. Das gilt im besonderen Maße für  Anton Bruckner, der eine ganz eigene, visionäre Tonsprache entwickelt hat. Bruckner ist hochmodern. Ihn beschäftigten dieselben existenziellen Fragen und Zweifel wie uns alle, und darum hat uns seine Musik gerade heute so viel zu sagen. Sein Glaube und seine innere Stärke spiegeln sich überall in seiner Musik.“

(Dirigent Andris Nelssons)

****************************************************

(Quelle http://anton-bruckner.heimat.eu/4__sinfonie_es-dur.htm / „Knaurs Konzertführer“ von Gerhard v. Westerman und Karl Schumann (1969) / Programmheft der Bayerischen Philharmonie 10/2017)

Bruckner4Plus_PH_2017_Titellogonenkunstherbst430

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Die Werke des Neunburger Jahrtausendkonzerts (II)

W. A. Mozart: Sinfonie Nr. 41 C-Dur „Jupiter“

mozartGALA1Am 16. August 1788 hatte W. A. Mozart die Sinfonie in C-Dur, KV 551 («Jupiter-Sinfonie»), beendet. Ihre Eintragung in das chronologisch angelegte «Verzeichnüß aller meiner Werke», das er von Februar 1784 bis November 1791 führte, erfolgte unmittelbar auf die der g-moll- Sinfonie KV 550, die am 25. Juli in das Verzeichnis aufgenommen worden war. Nur wenige Wochen zuvor, nämlich am 26. Juni, war die Sinfonie in Es-Dur KV 543, erschienen. Innerhalb von kaum mehr als sechs Wochen hatte Mozart somit drei Sinfonien komponiert, die zusammen mit der «Prager» Sinfonie“ vom Dezember 1786 beweisen, welch großartigen Beitrag der Salzburger zu dieser Musikgattung geleistet hat.

Wir wissen nicht, zu welchem Anlass Mozart jeweils seine letzten drei Sinfonien komponierte. Möglicherweise waren sie für eine für Sommer 1788 in Wien geplante Konzertreihe gedacht. Diese Pläne zerschlugen sich jedoch und so kam es, dass Mozart diesem Zeitpunkt an in Wien keine öffentlichen Konzerte mehr gab. Dabei entsprach es durchaus nicht seiner Art, gleich drei Werke einer solchen Dimension zu komponieren,

***************************************************

„In der wundervollen Ausgeglichenheit dieses Werks ist klassische Vollendung zu spüren und damit Geist jener Antike, die in ihrem erhabenen Schönheitssinn jedes Empfinden künstlerisch adeln konnte“. (Musikkritiker Karl Schumann in „Knaurs Konzertführer“)

*****************************************************

ohne dass Aussicht auf eine Aufführung bestanden hätte. Und mussten sich die Pläne für eine sich unmittelbar anschließende Aufführung aufgegeben werden, so ist doch anzunehmen, dass es zu einem späteren Zeitpunkt noch dazu kam. Eine solche Gelegenheit bot sich vielleicht bei Mozarts Reise durch Deutschland, die er im April/Mai 1789 mit seinem Freund Karl Lichnowsky unternahm. Durchaus möglich ist auch, dass eine bzw. zwei seiner letzten drei Sinfonien – zumindest aber einige Sätze hieraus – bei einem Konzert am 12. Mai 1789 in Leipzig gespielt wurden, oder aber dass die «Jupiter-Sinfonie» zu den zwei Sinfonien gehörte, die für ein Konzert am 15. Oktober anlässlich der Krönungsfeierlichkeiten für Leopold II., zu denen Mozart nach Frankfurt gekommen war, vorgesehen waren. Das Programm erwies sich jedoch als für diesen Anlass zu lang und folglich wurde lediglich eine Mozart-Sinfonie, noch dazu eine seiner frühen Kompositionen, aufgeführt. Denkbar ist auch, dass es sich bei der «Großen Sinfonie von der Erfindung des Herrn Mozart“ , die kurz darauf von der «Tonkünstler-Sozietät» erneut angeboten wurde, um die «Jupiter-Sinfonie» gehandelt hat.

Worin der Titel «Jupiter-Sinfonie», unter dem das Werk inzwischen allgemein bekannt ist, letztendlich seinen Ursprung hat, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Bei ihrem Besuch in Salzburg im Jahre 1829 erzählte Mozarts Sohn Franz Xaver dem Ehepaar Vincent und Mary Novello, dass der 1815 verstorbene Violinist und Konzertmeister Salomon, auf dessen Einladung auch Haydns Londoner Aufenthalte zurückzuführen sind, den Titel zuerst gebraucht habe. Ganz sicher aber war der Beiname «Jupiter» bereits in den Anfangsjahren des 19. Jahrhunderts in London bekannt.

1.Satz Allegro vivace

Auch in dieser Sinfonie greift Wolfgang Amadeus Mozart auf einfache, aber geniale Melodieeinfälle zurück. Über das Stück benutzt er zwei melodische Bausteine – jedes davon zwei Takte lang – und spielt nach einer Vorstellung mit diesen Elementen. So setzt er sie im Verlauf in verschiedene Lautstärkestufen, fremde Tonarten und -lagen, wechselt zwischen Intstrumentengruppen.  Das herrische Kopfthema der C-Dur-Sinfonie erinnert an das Hauptthema  in Glucks „Iphigenie“-Ouvertüre, das dort die gebieterische Forderung der Götter verdeutlicht. Bei Mozart wird das herrische Thema in seinem weiteren Verlauf sinnend singend beantwortet, wie überhaupt ein Dualismus von männlichen und weiblichen Elementen und deren Widerstreit dem Satz ein dramatisches Gepräge verleiht. In festlichen Fanfaren klingt der erste Satz aus.

2. Satz Andante cantabile

Der ruhige zweite Satz fordert dann ein intensives Hinören, um die differenzierten Impulse und Farbwechsel wahrzunehmen. Dem lieblichen Hauptthema, das nur vorübergehend überschattet werden kann, wird ein seelenvoller Seitengedanke gegenüber gestellt. Auch wenn in der Durchführung eine große Steigerung erreicht wird, so kann diese über die wehmütige Grundstimmung nicht hinwegtäuschen.

3. Satz Menuetto: Allegretto

Im dritten Satz stechen chromatische Linien heraus. Jedoch schafft Mozart es hier, diese nicht tragisch oder belastend sondern schwebend leicht, fast tänzerisch in einem Dreiviertel-Takt erscheinen zu lassen.  Auch das Menuett mit seinen abwärts gleitenden Halbtonschritten ist von einer heiteren Stimmung weit entfernt.

4. Satz Molto allegro

Das Finale ist Mozarts kontrapunktische Meisterleistung auf sinfonischem Gebiet.  Das überaus einpräsame Hauptthema – sehr wirksam in ganzen Tönen einherschreitend –wird, nachdem es zuerst einmal in vollem Prunk vorgeführt worden ist, in einer einfachen Fuge durchgeführt, die allerdings nach den ersten fünf Einsätzen auch schon wieder zu Ende ist. Aus dem Hauptthema werden weitere Teilthemen entwickelt, so dass eine großangelegte Triplefuge entsteht.  Bei allen kontrapunktischen Künsten bleibt die Fuge bei Mozart nie ein Selbstzweck. Sie ist auch in der Jupiter-Sinfonie nur Hilfsmittel, um die großartigsten Steigerungen zu erzielen.  Wunderbar bleibt dabei immer die außerordentliche Übersichtlichkeit in der thematischen Arbeit. Und dennoch ist der Eindruck, den dieses Finale hinterlässt, wahrhaft groß und befreiend – es ist ein im edelsten Sinn festlich frohes Finale, eines Jupiter wahrhaft würdig.

(Quellen: www.musicademy.de; Programmheft Bayerische Philharmonie 10/2017)

BannerKunstherbst17Logo_BayPhil_2012_RGB_oC

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Die Werke des Neunburger Jahrtausendkonzerts (I)

R. Strauss: Wiener Philharmoniker Fanfare

NotenblattFanfareRichard Strauss,  geboren 1864 in München und gestorben 1949 in Garmisch-Partenkirchen, Komponist der „WIENER PHILHARMONIKER-FANFARE«, OP. 109 (1924),  gilt mit seinen Tondichtungen und Opernkompositionen als herausragender Repräsentant der deutschen Musik in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bereits als Sechsjähriger komponierte er seine ersten Werke, bis zu seinem 18. Geburtstag schuf er etwa 140 Stücke, darunter sein »Opus 1«, ein »Festmarsch für großes Orchester«, der 1881 erschien. Strauss_01_RETBis zur Jahrhundertwende erhielt Strauss nun in rascher Folge mehrere Engagements als Kapellmeister und Musikdirektor in Meiningen, München, Weimar und Berlin. Die Mehrzahl seiner großen Orchesterwerke entstand in seiner München-Weimarer-Zeit.

Dem inzwischen international bekannt gewordenen Instrumentalkomponisten und Dirigenten gelang mit »Salome« (1905) und »Elektra« (1909) schließlich auch auf dem Gebiet der Oper der entscheidende Durchbruch. Von wenigen Ausnahmen abgesehen widmete sich Strauss fortan seinen Tondichtungen. Eine dieser Ausnahmen stellt auch die »Wiener Philharmoniker Fanfare« dar, die Richard Strauss anlässlich des jährlichen Philharmonischen Balls im Februar 1924 komponierte und für 22 Blechbläser und 2 Pauken anlegte. Die Partitur hat der Komponist den „lieben, herrlichen Philharmonikern“ gewidmet. Die Uraufführung fand am 4. März 1924 statt.

Richard Strauss hat Oberpfälzer Wurzeln, denn sein Vater Franz Strauss ist ein gebürtiger Parksteiner. Geboren wurde er 1822 als unehelicher Sohn von Kunigunde Walter, einer Tochter des Parksteiner Türmers Michael Walter. Sie galt als sehr musikalisch, soll eine ausgezeichnete Sängerin gewesen sein und mehrere Instrumente beherrscht haben. Sein Vater war Gerichtsdienerknecht in Rothenstadt bei Weiden. Franz StraussGemäß der damaligen Gesetzgebung erhielt der Sohn den Familiennamen des Vaters. Seine Erziehung übernahm jedoch die Parksteiner Familie. Michael Walter, der Ernährer der Familie, starb als Franz Josef 9 Jahre alt war. Sein erst 18-jähriger Onkel Johann Georg übernahm danach die Vaterstelle und als dieser als Musiker in München Fuß gefasst hatte, holte er seinen Neffen zu sich.

In München brachte es Franz Strauss bald zum ersten Hornisten der Hofoper und zum Professor der königlichen Akademie. Nicht nur das: er galt als einer der besten Hornisten seiner Zeit und wurde sogar mit dem Weltstargeiger Josef Joachim verglichen. In regelmäßigen Abständen finden in Parkstein auch Konzerte zu Ehren von Franz Strauss statt. Im Museum Parkstein, Abteilung „Kultur & Glaube“, kann man mehr über die herausragende Musiktradition in Parkstein, die Geschichte der Familien Walter und Strauss, sowie deren berühmter Söhne erfahren.

(Quellen: Foto Porträt Richard Strauss ©Richard-Strauss-Institut, Garmisch-Partenkirchen; Foto und Biografie Franz Strauss http://www.vulkanerlebnis-parkstein.de)

WIENER PHILHARMONIKER FANFARE  (1924) von Richard Strauss – Link zu youtube:

Bruckner4Plus_PH_2017_Titelpreview2Oktober17

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar