Im Gespräch mit Komponist Alexander Maria Wagner

Begegnung mit Publikum ist unverzichtbar!

KlassikEin Kammermusik-Konzert mit Werken aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und die Uraufführung eines zeitgenössischen Opus‘ – Suite aus der Operette „Café Ringelspiel“ für Violine und Klavier – sind am 2. Oktober d e r künstlerische Höhepunkt im achten Neunburger Kunstherbst. Kurz davor beantwortete Komponist und Pianist ALEXANDER MARIA WAGNER im Beisein seiner Partnerin IOANA POPESCU (Violine) Fragen zu seinem aktuellen Schaffen und zur allgemeinen Situation des Kulturbetriebs in Zeiten der Pandemie.

Aus aktuellem Anlass diese Fragen vorweg: Wie geht’s Ihnen gesundheitlich, wo wurden Sie erstmals mit der Pandemie konfrontiert, wie kamen Sie bisher durch die Corona-Krise?

Danke, es geht uns gut! Ioana Popescu und ich bereiteten uns in London auf unsere Tournee vor und flogen rechtzeitig vor der Grenzschließung nach Rumänien. Dort hatten wir noch eine schöne Woche, fuhren mit dem Zug zu den Konzerten vom Schwarzen Meer über Bukarest bis nach Transsylvanien. Wir genossen die Idylle und wussten nichts davon, wie die Welt sich vor Corona verschließt. Der Lockdown machte dann den Rückflug nach England unmöglich.

Vielen Klassikfans bleibt Ihr Neunburger Debüt 2018 – als Solist im 1. Klavierkonzert von Tschaikowsky – unvergesslich. Welche Eindrücke sind bei Ihnen noch präsent?

Die Tschaikowsky-Nacht im Kunstherbst vor zwei Jahren bleibt mir in bester Erinnerung, vor allem der herzliche Beifall des einheimischen Publikums! Um so mehr habe ich mich darauf gefreut, wie ursprünglich geplant in diesem Jahr das große Klavierkonzert Nr. 1 von Johannes Brahms in der Schwarzachtalhalle zu spielen. Corona hat’s leider verhindert, doch das Konzert sollte, falls möglich, unbedingt nachgeholt werden.

Mehr noch als Pianist haben Sie als Komponist in der Musikwelt reüssiert. Mit zwei Sinfonien für großes Orchester sind Sie in neue Klangwelten vorgestoßen. Jetzt überraschen Sie als Komponist einer Operette namens „Café Ringelspiel“: Wie kam es dazu?

Dieses Werk ist gemeinsam mit meinem Komponistenkollegen Lukas Metzenbauer entstanden, der auch die steirische Harmonika spielt. Es gibt in diesem Stück eine Querverbindung zwischen Neuer Musik und folkloristischen Tänzen. So wie auch die Handlung eine merkwürdige Verbindung zwischen „Wiener Kaffeehauswelt“ und „Unterwelt“ herstellt. An der Schnittstelle ist das Ringelspiel (österreichischer Ausdruck für Karussell). Es geht in dem Stück um die Frage, wie man dem Sterben entkommen kann.

Metzenbauer arbeitet beim „Café Ringelspiel“-Projekt weiter mit. Wie kann man sich „Teamwork“ beim Entstehungsprozess einer Operette vorstellen?

Figuren und Handlung, Text und Musik, alles ist von uns beiden frei erfunden worden. Das Ganze ist seit zwei Jahren in Arbeit. Lukas liefert besonders für die folkloristische Komponente dieses Werkes einen bedeutsamen Beitrag.

Kann man sagen: Corona ist schuld daran, dass der Neunburger Kunstherbst 2020 eine Uraufführung erlebt?

Foto: Maria Siebenhaar

Foto: Maria Siebenhaar

Die Suite aus „Café Ringelspiel“ ist ein Extrakt, rund 25 Minuten Spielmusik aus der dreistündigen Operette, eine Abfolge aus Arien, Duetten und Zwischenspielen. Besonders die Tänze, darunter Mazurka, Polka, Walzer und Tango sind gut für ein Instrumentalduo Geige/Klavier geeignet. Ioana hat das große Verdienst, dass dieses Stück nicht nur schnell arrangiert, sondern auch violinistisch angereichert worden ist. Es stimmt, die Suite ist eigens für den 2. Oktober entstanden, nachdem der Veranstalter nach Absage der großen Neunburger Klassik-Gala nach einem „Ersatzprogramm“ suchte. Übrigens: Ioana und ich werden diese Suite eine Woche später im Tonstudio für das Rumänische Kulturinstitut in New York aufnehmen und sie 2021 dort auch aufführen.

Die Corona-Regeln erzwangen ein Umdisponieren vom großen Orchesterkonzert in Richtung Kammermusik-Format. Janáček, Enescu und Bartók stehen jetzt auf dem Programm. Warum darf das Publikum auf diese Werke gespannt sein?

Weil alle drei Komponisten eines vereint: der starke folkloristische Einfluss auf ihr eigenes Schaffen. Janacek, Enescu und Bartok mit ihren volksmusikalischen Wurzeln sind Pioniere der modernen Kunstmusik und haben ihren originären Kompositionsstil entwickelt. Enescu hat zum Beispiel an die „Fiddlertradition“ angeknüpft. Aber auch die Wiener Operette verwendet alte, folkloristische Elemente. Das verbindet das Programm am 2. Oktober – eine Reise durch Musiklandschaften in Rumänien, Tschechien, Ungarn, Österreich und Bayern.
So eröffnet dieser außergewöhnliche Kammermusikabend in Neunburg eine reizvolle kulturelle Ost-West-Perspektive.

Corona hat den gesamten Kulturbetrieb in eine existenzielle Krise gestürzt. Woraus schöpfen Sie Zuversicht, dass die Kunst alle Rückschläge überwinden kann?

Die Lage wird sich wieder stabilisieren. Es bleibt mir jedoch ein zentrales Anliegen: Viele Künstler glauben, sich vom Konzertleben verabschieden zu müssen, indem sie ihre Arbeit Livestreams und Onelinediensten zur Verfügung stellen. Das kann aber nur Übergangslösung in einer Notlage sein. Es muss das Bewusstsein wiederkehren, dass wir Konzerte für reale Begegnungen mit dem Publikum brauchen. Deswegen ist dieser Kammermusik-Abend auch eine schöne Geste: Wir erinnern uns, wo wir vor einem halben Jahr stehen geblieben sind, als uns Corona aufhielt – und freuen uns sehr, jetzt weitermachen zu können.
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OLYMPUS DIGITAL CAMERADas Interview führte Redakteur a. D. KARL STUMPFI, 2. Vorsitzender des Kunstvereins Unverdorben e. V., Programm-Koordinator des Neunburger Kunstherbstes und Klassik-Beauftragter der Stadt Neunburg vorm Wald. PLKH2020
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RADIO SALZBURG: Interview mit Alexander Maria Wagner
https://radiothek.orf.at/sbg/20201014/SAV/1602668303000
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Ioana Popescu (Geige) und Alexander M. Wagner (Klavier) gastieren

Uraufführung beim Kammermusik-Abend

Hohe künstlerische Qualität: Ioana Popesco (Violine) und Alexander Maria Wagner (Klavier) spielen am 2. Oktober in der Schwarzachtalhalle u. a. Werke von Janáček, Enescu und Bartók. Foto: Maria Siebenhaar

Hohe künstlerische Qualität: Ioana Popesco (Violine) und Alexander Maria Wagner (Klavier) spielen am 2. Oktober in der Schwarzachtalhalle u. a. Werke von Janáček, Enescu und Bartók. Foto: Maria Siebenhaar

Am 2. Oktober ersetzt Kammermusik die corona-bedingt abgesagte Klassik-Gala in der Schwarzachtalhalle. Auf dem Programm steht eine Uraufführung: Suite aus der Operette „Café Ringelspiel“. Komponist Alexander Maria Wagner begleitet Geigerin Ioana Popescu am Klavier. Es ist die erste öffentliche Kulturveranstaltung im großen Saal seit Anfang März.
Es bedurfte eines dritten Anlaufs, um klassische Musik im Kunstherbst-Programm 2020 erklingen zu lassen. Trotz vieler Lockerungen nach dem Lockdown war die Ausgangslage klar: Ein Orchesterkonzert mit rund 60 Musikern ist unter Beibehaltung der Abstandsregel und weiterer Schutzmaßnahmen nicht realisierbar. Das „Aus“ für ein attraktives Programm, welches neben dem 1. Klavierkonzert von Johannes Brahms auch die populäre 9. Symphonie „Aus der Neuen Welt“ von Antonin Dvorak vorsah.
Der Kunstverein Unverdorben setzte sich als Veranstalter mit der Vogtland-Philharmonie in Reichenbach (Sachsen) in Verbindung, um nach Alternativen zu suchen. Als zweite Konzert-Version kam ein kammermusikalisches Format ins Gespräch: ein Streichorchester mit 15 Musikern. Mozarts „Serenata notturno“ und Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ waren Favoriten der Programmplaner. Bei den im Sommer geltenden Beschränkungen – maximal 100 Personen in geschlossenen Räumen – blieb das finanzielle Restrisiko zu hoch.
Schließlich drehte der KVU ein weiteres Mal an der Stellschraube. Pianist Alexander Maria Wagner – er studiert zurzeit am Royal College of Music in London – erklärte sich bereit,
A. M. Wagner am Boston-Flügel der Schwarzachtalhalle im Neunburger Kunstherbst 2018. Foto: R. Gohlke, MZ

A. M. Wagner am Boston-Flügel der Schwarzachtalhalle im Neunburger Kunstherbst 2018. Foto: R. Gohlke, MZ

mit seiner Partnerin Ioana Popescu einen Duo-Abend (Violine/Klavier) zu geben. Sein Vorschlag: Kammermusikalische Werke der Komponisten Leoš Janáček, Georges Enescu und Béla Bartók aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sollen einem zeitgenössischen Opus gegenüber gestellt werden. Nach zwei Sonaten für Violine und Klavier wird es erstmals bei den Klassik-Konzerten am 2. Oktober eine Uraufführung geben. Wagner und Popescu haben gemeinsam eine rund 25-minütige Suite aus „Cafe Ringelspiel“ arrangiert. Den Schwerpunkt bildet eine Tanzfolge mit Mazurka, Polka, Walzer und Tango. Das abendfüllende Gesamtwerk – es knüpft an die Wiener Tradition der Strauß-Dynastie an – haben Alexander Wagner und Lukas Metzenbauer während ihrer Studienzeit am Salzburger Mozarteum gemeinsam getextet und vertont. Die Operette „Café Ringelspiel“ wartet noch auf ihre Premiere.

NICHT ALLTÄGLICHER KUNSTGENUSS

Warum der Kunstverein trotz aller Hindernisse am „Klassik-Feiertag“ festhielt, begründet 1. Vorsitzender Peter Wunder so: „Der 2. Oktober ist seit 2013 eine der beiden tragenden Säulen des Neunburger Kunstherbstes: Die Internationale Ahoj-Kunstausstellung und eine prominent besetzte Operngala im Wechsel mit einem großen Symphoniekonzert werten unser Saisonfestival zu einem regionalen Kulturereignis auf“. Dazu kommt ein weiteres Anliegen: Am 2. Oktober geht es laut Wunder auch um die Botschaft, dass nach einer endlos langen Serie von Absagen und Verschiebungen „Kultur live“ wieder möglich ist. Selbstverständlich unter Einhaltung aller vorgegebenen Sicherheitsauflagen. So habe der Vorstand des Kunstvereins im engen Schulterschluss mit der Freizeit GmbH Neunburg ein Schutz- und Hygienekonzept entwickelt und dem Landratsamt Schwandorf vorgelegt. Die Gesamtdauer des Kammermusikabends beträgt ohne Pause rund 75 Minuten.
Die Verantwortlichen des Kunstvereins Unverdorben appellieren an alle Musikfreunde in der Region: „Kommen Sie am Vorabend des Nationalfeiertages zu unserem kammermusikalischen Konzert in die Schwarzachtalhalle, beenden wir gemeinsam den kulturellen Lockdown mit einem nicht alltäglichen Kunsterlebnis!“

Eintrittskarten sind online (www.okticket.de / „Kammermusik im Kunstherbst“), bei den örtlichen VVK-Stellen und an der Abendkasse erhältlich.

DAS ABENDPROGRAMM

Jules Massenet (1842 – 1912)
Méditation
aus der Oper Thaïs

Leoš Janáček (1854 – 1928)
Sonate für Violine und Klavier
Con moto – Ballada. Con moto – Allegretto – Adagio

Georges Enescu (1881 – 1955)
Sonate für Violine und Klavier – „Torso”

—KURZE PAUSE–
(ca. 5 Minuten, Zuhörer bleiben auf ihren Plätzen!)

Alexander M. Wagner (*1995)
Lukas Metzenbauer (*1995)

Suite aus der Operette „Café Ringelspiel“
für Violine und Klavier
I
Mazurka
„Der Lauf der Uhr“
II
Marsch und Landler
Auftritt der Schönen Frau – Liebelei 1

III
Galopp
„Hut ab et en passant“
IV
Tango
„Nur ned hudln“
V
Landler und Polka
Liebelei 2 – Morgenszene
VI
Chanson
Unterweltsfranzose
VII
Walzer
Die Tödin und der Maler

Béla Bartók (1881 – 1945)
Rumänische Volkstänze (Auswahl)

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PORTRÄT: ALEXANDER MARIA WAGNER

Alexander Maria Wagner, Jahrgang 1995, studierte Klavier und Komposition bei Franz Hummel und Tristan Murail. Anschließend arbeitete er mit dem Pianisten Pavel Gililov am Salzburger Mozarteum, an welchem er Komposition studierte. Seit September 2019 setzt er seine Studien am renommierten Royal College of Music in London fort. Hierfür erhielt er das Leverhulme Arts Stipendium.AMWagner2
Seine Konzerttätigkeit führte ihn, neben zahlreichen Auftritten in Deutschland (Herkulessaal und Gasteig München, Beethoven-Haus und Beethovenfest Bonn, Karlshalle Ansbach, Audimax Regensburg, Max-Reger-Halle Weiden etc.) auch ins Ausland (Österreich, Schweiz, Tschechien, Italien, Frankreich und in die USA). Seine erste Sinfonie mit dem Titel „Kraftwerk“ komponierte er im Alter von 14 Jahren. Dieses jugendliche Orchesterwerk begeisterte den damaligen Chefdirigenten der Bulgarischen Nationalphilharmonie, Alexei Kornienko, auf Anhieb so sehr, dass er es mit seinem Orchester in Sofia für Oehms Classics auf CD einspielte.
Über seine zweite CD mit Klavierwerken von Bach, Schumann und einer eigenen Komposition schreibt Ingo Harden im Fono Forum: „…verblüfft von den ersten bis zu den letzten Takten durch die unverstellte Direktheit des Spiels und die klare, selbstgewisse Entschiedenheit der Aussage.“ / „… packt gewaltig kraft- und temperamentvoll zu, gestaltet aufregend „fertig“ und markant, meistert die vielen pianistischen und musikalischen Hürden mit einer überrennenden Bravour, als existierten sie überhaupt nicht.“
Im Januar 2016 gab er sein Solo-Debüt im Münchner Herkulessaal. Im Frühjahr 2017 spielte das Radiosinfonieorchester Moskau seine zweite Sinfonie und Tschaikovskys 1. Klavierkonzert b-moll op. 23 mit ihm als Solisten ein. Als Solist dieses Konzerts debütierte er mit großem Erfolg beim Neunburger Kunstherbst 2018, begleitet von den Prager Smetana Philharmonikern unter Leitung von Hans Richter. Vergangenen Herbst gab Wagner sein Debüt mit der Jenaer Philharmonie als Solist in Beethovens 3. Klavierkonzert c-moll. Kurz darauf führte ihn ein Kompositionsstipendium des Virginia Creative Center of Arts, erhalten für seine Wiener Operette „Café Ringelspiel“, mehrere Monate in die USA.

PORTRÄT: IOANA POPESCU

Jahrgang 1996, wurde in eine rumänische Musikerfamilie geboren. Bereits im Alter von acht Jahren gab sie ihr erstes öffentliches Rezital als Geigerin. Im Alter von 14 Jahren gewann Ioana Popescu mehrere Preise bei renommierten nationalen Wettbewerben für Geige, darunter einen 1. Preis bei Wettbewerb „Paul Constantinescu“, einen 2. Preis beim „George Georgescu International Competition“ und einen 2. Preis beim „Remember Enescu International Competition“. Bei Letzterem gewann sie ebenfalls einen Sonderpreis IoanaPopescfür die beste Interpretation der „Toccata Brevis“ von Alexandra Cherciu. Ioana Popescu ist Absolventin der „George Enescu Musikschule“ Bukarest (Prof. Valeriu Rogacev), welche sie mit höchster Auszeichnung abschloss. Seit September 2015 studiert sie an der Universität Mozarteum in Salzburg bei Prof. Annelie Gahl Geige.
Ioana Popescu arbeitete im Rahmen internationaler Meisterkurse mit Künstlern wie Sherban Lupu
(University of Illinois), Peter Schuhmayer (Royal College of Music, London), Gerard Schubert
(Wiener Philharmoniker) und Eric Grossman (Juilliard School of Music, New York). Ihre rege solistische und kammermusikalische Konzerttätigkeit führte sie neben zahlreichen Auftritten innerhalb Rumäniens auch ins Ausland (Österreich, Italien und Deutschland). Im Frühjahr 2020 führte sie eine Konzertreise mit ihrem Duo-Partner durch Rumänien, u. a. in die Philharmonien von Brasov und Bukarest. Für diese Saison stehen weitere Konzerte im Alten Rathaus Wien, in der Residenz Salzburg und der Stiftung Mozarteum an.

LUKAS METZENBAUER (*1995) ist ein österreichischer Komponist und Musiker. Seit Oktober 2019 studiert er an der Universität Mozarteum in Salzburg steirische Harmonika. Im Herbst 2018 führte ihn ein Kompositionsstipendium des Virginia Creative Center of Arts für mehrere Monate in die USA. Derzeit arbeitet er gemeinsam mit A. M. Wagner an der Operette „Café Ringelspiel“

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MEDIEN-ECHO

Konzert-Vorschau in der Zeitung „Der Neue Tag“ v. 1.10. 2020 als JPG-Datei: NT1Okt20
Konzert-Vorschau in der Chamer Zeitung/Straubinger Tagblatt v. 30. 09. 2020 als PDF- und JPG-Datei:030_CHO_ZTG_00_300920ChamerZeitung30Sept
Konzert-Vorschau in der Mittelbayerischen Zeitung, Ausgabe SAD, v. 30.09.2020 als JPG-Datei:30_Sep.STN1

Konzert-Vorschau in der Wochenzeitung „Rundschau Schwandorf“ v. 26.09.2020 als PDF-Datei:RundschauKlassik20

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Foto-Impressionen von der AHOJ 20-Vernissage & Kunstprozession

Signale, wie Kunst in Corona-Zeiten wirkt

Der 8. NEUNBURGER KUNSTHERBST ist eröffnet! Mitten in der Corona-Pandemie setzt er ein starkes Zeichen: Kunst und Kultur sind auch in Krisenzeiten existent und elementarer Bestandteil gesellschaftlichen Lebens. Von einem angenehmen Spätsommerwetter begünstigt, lockten Vernissage und Kunstprozession der Internationalen Ausstellung AHOJ 20 eine ansehnliche Besucherschar aus der Region an – folgende Foto-Kollektion mit Aufnahmen von Alfred Grassmann, Maria Wunder und Karl Stumpfi bietet Eindrücke von einem ermutigendem Auftakt der Neunburger Kunstherbstsaison 2020.

KVU-Vorsitzender Peter Wunder (am Rednerpult) begrüßte am 18. September kurz nach 18 Uhr im Hallenfoyer Künstlerinnen und Künstler aus der Tschechischen Republik und Bayern.

KVU-Vorsitzender Peter Wunder (am Rednerpult) begrüßte am 18. September kurz nach 18 Uhr im Hallenfoyer Künstlerinnen und Künstler aus der Tschechischen Republik und Bayern.

1. Bürgermeister Martin Birner dankte dem Ausstellungsteam des Kunstvereins Unverdorben für sein Engagement und warb für zahlreiche Teilnahme an den Kunstherbst-Events der kommenden Wochen.

1. Bürgermeister Martin Birner dankte dem Ausstellungsteam des Kunstvereins Unverdorben für sein Engagement und warb für zahlreiche Teilnahme an den Kunstherbst-Events der kommenden Wochen.

Das Foyer der Schwarzachtaler war Treffpunkt der Vernissage-Gäste und Ausgangspunkt der "Kunstprozession".

Das Foyer der Schwarzachtaler war Treffpunkt der Vernissage-Gäste und Ausgangspunkt der „Kunstprozession“.

Die strikte Einhaltung von Schutz- und Hygienemaßnahmen demonstrierten die Mitglieder der KVU-Vorstandschaft durch Tragen der eigens für den Kunstverein gestylten Gesichtsmasken.

Die strikte Einhaltung von Schutz- und Hygienemaßnahmen demonstrierten die Mitglieder der KVU-Vorstandschaft durch Tragen der eigens für den Kunstverein gestylten Gesichtsmasken.

Nestor der Ausstellerriege, Karl Martz (82) unter einem seiner Werke der Fotoserie "Historischer Garten Fürth 1911"

Nestor der Ausstellerriege, Karl Martz (82) unter einem seiner Werke der Fotoserie „Historischer Garten Fürth 1911“

Kunstfotograf Josef Merkl (mit Vater Richard li.) auf dem Weg von der Schwarzachtalhalle zum zweiten Ausstellungsquartier Spitalkirche in der Hauptstraße.

Kunstfotograf Josef Merkl (mit Vater Richard li.) auf dem Weg von der Schwarzachtalhalle zum zweiten Ausstellungsquartier Spitalkirche in der Hauptstraße.

Die "Kunstprozession" passiert das Schaufenster der "Kunst-Station", ehemaliges Haushaltswarengeschäft Klonner-Pirzl.

Die „Kunstprozession“ passiert das Schaufenster der „Kunst-Station“, ehemaliges Haushaltswarengeschäft Klonner-Pirzl.

Die ehemalige und jetzt profanisierte "Spitalkirche zum Heiligen Geist" nutzt der Kunstverein Unverdorben nach "Kunst und Glauben" (2017), "Kunst und Frieden" (2018) und "Kunst und Natur" (2019) ein weiteres Mal als AHOJ-Bildergalerie.

Die ehemalige und jetzt profanisierte „Spitalkirche zum Heiligen Geist“ nutzt der Kunstverein Unverdorben nach „Kunst und Glauben“ (2017), „Kunst und Frieden“ (2018) und „Kunst und Natur“ (2019) ein weiteres Mal als AHOJ-Bildergalerie.


Vor dem dritten Ausstellungsquartier Fronfeste wurde das von Maria Bücherl und Jochen Ullmann betreute "Sekt-Buffet" eröffnet.

Vor dem dritten Ausstellungsquartier Fronfeste wurde das von Maria Bücherl und Jochen Ullmann betreute „Sekt-Buffet“ eröffnet.

Stellvertretender Landrat Jakob Scharf stößt mit seiner Gattin auf ein Gelingen der Neunburger Kunstherbst-Saison 2020 an.

Stellvertretender Landrat Jakob Scharf stößt mit seiner Gattin auf ein Gelingen der Neunburger Kunstherbst-Saison 2020 an.

In der Alten Fronfeste ausgestellt: "Gegenseitiges Vertrauen" von Jana Sitková, Budweis.

In der Alten Fronfeste ausgestellt: „Gegenseitiges Vertrauen“ von Jana Sitková, Budweis.

LogoKH AHOJ 20 – KUNST & HEIM@“: NÄCHSTE BESICHTIGUNGSZEITEN sind am Sonntag, 27. September in der Spitalkirche, Hauptstraße 1, und in der Fronfeste, Im Berg 17, von 14 bis 16 Uhr. Das Hallenfoyer ist an diesem Sonntag nicht zugänglich!

Florian Zeitler: "Schattentanz"

Florian Zeitler: „Schattentanz“


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MEDIEN-ECHO

Bericht in der Zeitung Der Neue Tag, Kreisausgabe SAD, v. 23. 09. 2020 als PDF- und JPG-Datei:
Ahoj20PDFNTAhoj20
Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung, Kreisausgabe SAD, v. 21.09.2020 als JPG-Datei:
21_Sep.STN1

PLKH2020

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Saison-Vorbereitungen abgeschlossen, Ausstellung AHOJ 20 beginnt:

Es ist wieder Neunburger Kunstherbst-Zeit

Großflächige Werbebanner an den Ausfallstraßen lenken das Augenmerk auf den Neunburger Kunstherbst '20.

Großflächige Werbebanner an den Ausfallstraßen lenken das Augenmerk auf den Neunburger Kunstherbst ’20.

Letzte Handgriffe im Ausstellungsquartier "Hallenfoyer" am Donnerstag Nachmittag. Fotos: Karl Stumpfi, KVU

Letzte Handgriffe im Ausstellungsquartier „Hallenfoyer“ am Donnerstag Nachmittag. Fotos: Karl Stumpfi, KVU


Nach monatelangen organisatorischen Vorbereitungen – von der Corona-Pandemie immer wieder durcheinander gewirbelt – hat es der Kunstverein Unverdorben „just in time“ geschafft: Am Freitag, 18. September fällt der Startschuss zum 8. NEUNBURGER KUNSTHERBST traditionell mit Eröffnung der Internationalen Kunstausstellung AHOJ 20. Dabei gilt es diverse Schutz- und Hygienemaßnahmen zu beachten, informiert der KVU als Veranstalter.
Karl Martz, Fürth, wird in der Spitalkirche seine Fotografie-Serie "Historischer Garten 1911" präsentieren.

Karl Martz, Fürth, wird in der Spitalkirche seine Fotografie-Serie „Historischer Garten 1911“ präsentieren.


Nach „Kunst und Glauben“ (2017), „Kunst und Frieden“ (2018) und „Kunst und Natur“ (2019) steht im Krisenjahr 2020 „Kunst und Heimat“ im Fokus. Öffentliche Vernissage ist ab 18 Uhr, Treffpunkt der Teilnehmer vor dem Foyer der Schwarzachtalhalle. Nach musikalischer Einleitung durch eine Flötengruppe der Kunstschule Klatovy wird Vorsitzender Peter Wunder in seiner Funktion als Ahoj 20-Kurator die fünf ausstellenden Künstlerinnen und Künstler mit Vita und Werk-Synopse vorstellen.
Die sanierte Spitalkirche ist eine von drei Ahoj 20-Ausstellungsquartieren.

Die sanierte Spitalkirche ist eine von drei Ausstellungsquartieren.

Nach Besichtigung der Exponate im Hallenfoyer schließt sich die „Kunstprozession“ in kleinen Gruppen durch die Altstadt an. Sie führt vorbei an 14 Kunststationen entlang der Hauptstraße über die Spitalkirche (Besichtigung), Rahmstraße zur Fronfeste (Besichtigung). Im Burghof sorgt ein Sektempfang für den geselligen Ausklang. Sankt Petrus scheint ein weiteres Mal dem Kunstverein gewogen zu sein: Sonniges und trockenes Spätsommerwetter sagen die Meteorologen für Freitag voraus. Die Ausstellung läuft bis 25. Oktober. Besichtigung der Kunstwerke in den Ahoj 20-Quartieren Hallenfoyer, Spitalkirche und Fronfeste sind jeweils am Sonntag von 14 bis 16 Uhr möglich.
Nächste Veranstaltungen im Kunstherbst-Programm ’20: Der zweiteilige Workshop „Lust am kreativen Schreiben“ am 25./26. September mit Autorin & Schreibpädagogin Sabine Eva Rädisch (Anmeldeschluss 21. September) und das Klassik-Konzert „Kammermusik im Kunstherbst“ am 2. Oktober, 20 Uhr, in der Schwarzachtalhalle. Ioana Popescu (Geige) und Alexander Maria Wagner (Klavier) spielen Werke von Massenet, Janacek, Enescu, Bartok und Wagner/Metzenbauer. Kartenvorverkauf: www.okticket.de und örtliche VVK-Stellen.
Erstmals tritt die Fronfeste, Im Berg 17, als Bildergalerie für die Ahoj-Ausstellung in Funktion.

Erstmals tritt die Fronfeste, Im Berg 17, als Bildergalerie für die Ahoj-Ausstellung in Funktion.

INFO

Kunst und Corona

Die Vernissage AHOJ 20 „Kunst & Heim@“ findet am 18. September von 18 bis ca.21 Uhr in Form einer Prozessionsausstellung statt

Wegen der geltenden Infektionsschutzmaßnahmen müssen sich die Teilnehmer an der Vernissage/Kunstprozession persönlich registrieren lassen.

"Abstand halten" ist das 1. Hygiene-Gebot...

„Abstand halten“ ist das 1. Hygiene-Gebot…

Für die Regelung zum Einlass in das Foyer der Schwarzachtalhalle, in die Spitalkirche und in die Fronfeste werden KVU-Mitglieder eingesetzt, die vorher in das Schutz- und Hygienekonzept eingewiesen wurden. Der Mindestabstand 1,5 Meter ist einzuhalten.

Zeitplan: 18 Uhr Eröffnung der Ausstellung vor der Schwarzachtalhalle; Einlass ins Foyer in kleinen Gruppen (20 Personen) mit Mund-Nasen-Bedeckung OLYMPUS DIGITAL CAMERAzur Besichtigung der Bilder. Bei Regen Eröffnung der Ausstellung im Foyer mit Schutzmaske, maximal 40 Teilnehmer.
18.30 Uhr Wanderung in kleinen Gruppen durch die Innenstadt – Hauptstraße bis zur Spitalkirche.
19.15 Uhr Einlass in Spitalkirche in kleinen Gruppen mit Maske.
19.30 Uhr Wanderung über Rahm zur Fronfeste – dort Einlass in kleinen Gruppen mit Maske.
20 bis ca. 21 Uhr Ausklang im Burghof.
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MEDIEN-ECHO:

Ausstellungs-Vorschau in O-Netz und Der Neue Tag, Ausgabe SAD, v. 18. 09. 2020 als PDF-und JPG-Datei: PDFNeuerTag20
ntKunstherbs

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Fünf Künstler/innen aus drei Ländern in Neunburg

Kurzportraits der AHOJ 20-Aussteller

Jane Broadwater Larew: Flusslandschaft in Ostbayern

Jane Broadwater Larew: „An der Naab“ – Flusslandschaft in Ostbayern

JANE BROADWATER LAREW, Virginia/USA:
Jane Broadwater Larew hat ihre Ausbildung zum Master of Fine Arts in Painting and Drawing an der University of Delaware, Newark, absolviert. Beeindruckende Farbdynamik und emotionale Ausdruckskraft sind längst zu ihrem Markenzeichen geworden.
„Ich hätte früher nie gedacht, dass ich überhaupt einmal nach Deutschland reisen werde“, so die professionelle Kunstmalerin und bekennende Jazz-Liebhaberin, deren Urgroßvater Deutscher war. Erstmals kam sie im Jahr 1998 als Gastkünstlerin über das internationale Austauschprogramm mit dem Virginia Center for the Creative Art (USA) zu einem mehrwöchigen Arbeitsaufenthalt in das Oberpfälzer Künstlerhaus nach Schwandorf-Fronberg. Mittlerweile verbringt sie rund ein Drittel des Jahres in der Oberpfalz. Aus dem Wechsel der Jahreszeiten der Region, klimatisch durchaus mit dem Wetter in Virginia vergleichbar, zieht sie eine ganz eigene Inspiration. „Bayern und Virgina“ war folgerichtig eine Ausstellung überschrieben, die in der Regionalbibliothek Weiden zu sehen war. Gemeinsam mit Broadwater präsentierte die Augsburger Malerin und Kunstpädagogin Irene Fritz eigene Werke, anschließend auch bei „Layers“ im Mc Guffey Art Center in Charlottesville/Virginia.
Neben weiteren amerikanischen Städten (Millay Colony for the Arts, New York; Arlington Arts Center, Washington D.C.; Muse Gallery, Philadelphia/Pennsylvania; Maryland Institute of Art, Baltimore/Maryland) trat Jane Broadwater Larew auch in der Tschechischen Republik (Schloss Klenova) sowie wiederholt in Ostbayern bei Ausstellungen auf: Regensburg (Kunst und Gewerbeverein, Städtische Galerie), Weiden (Kunstverein), Wackersdorf (BMW Innovationspark) und Schwandorf (Artist in Residence im Oberpfälzer Künstlerhaus).
Quelle: http://www.janebroadwaterlarew.com/vita/vita.html)
Jane Broadwater-Larew

Jane Broadwater-Larew


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JANA ŠIFTOVÁ, České Budějovice, Tschechische Republik:
Die Künstlerin wurde 1960 in Písek geboren und lebt heute in Budweis. Nach ihrer Gymnasialzeit in der Heimatstadt immatrikulierte sie an der Universität für Landwirtschaft und Gartenbau in Brünn. Dort studierte sie von 1978 bis 1983 und schloss mit dem Ingenieursgrad ab.
Jana Siftová

Jana Siftová

Wie sie zur Malerei kam, beschreibt Jana Šiftová wiefolgt: „Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich in meinem Geburtshaus inmitten des Gebirges Písecké hory. Diese Tatsache hat mich für den Rest meines Lebens beeinflusst. Für mich sind die Natur und meine Aufenthalte in ihr eine Flucht in eine Traumwelt, ein Ort des Friedens, der Gelassenheit und der Liebe. Während meines Studiums begann ich zu malen, insbesondere Aquarelle und Ölgemälde – autodidaktisches Schaffen aus dem inneren Bedürfnis heraus, flüchtige Momente von der Schönheit der Blumen, Sonnenuntergängen, Herbstfarben festzuhalten.
Dann kam eine Zeit, in der ich mich ganz meiner Familie widmete und erst wieder anfing mit meiner Kreativität, als meine Töchter älter waren. Zuerst in Form von Aquarellen – eine Zeit des Malens unter freiem Himmel (Plainair-Malerei). In den Jahren 2000 bis 20005 widmete ich mich der Makrofotografie. Ich habe hauptsächlich die Details der Blumen erfasst. Mit meinen großformatigen Fotografien nahm ich an mehreren Ausstellungen des Intersalons des Verbandes tschechischer Künstler in České Budějovice teil. Erst 2013 kehrte ich durch das Atelier Tvor unter der Leitung von Mgr. Marta Vaverková intensiver zum Malen zurück. Seit 2016 male ich bei der akademischen Malerin MgA. Irena Friess Staneva, jetzt unter der Schirmherrschaft der südböhmischen Aleš-Galerie (Alšova jihočeská galerie), arbeite mit Aquarellen, Pastellen, Acrylfarben und bin auch wieder zum Öl zurückgekehrt. Ich wähle Themen, bei denen es keine farbkontrastierenden Kompositionen gibt, ich verwende keine harten Linien und Konturen. Ich mag die nahtlose Mischung aller möglichen Farbtöne mit dem Spiel von Licht und Schatten. Derzeit ist die größte Herausforderung für mich das Aquarell, das sich nicht wie andere Techniken wiederholt überlappen kann. Ich mag die Transluzenz und Leichtigkeit von feuchtem Aquarell. Malen ist pure Freude, ein Weg der Meditation…“
Jana Šiftová: Natur-Aquarell

Jana Šiftová: Natur-Aquarell

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JOSEF MERKL, Zangenstein:
„Die Grafik und die Farben, wie die Natur sie zeichnet,“ so Josef Merkl in einem MZ-Interwiev vom 22. März 2020, hätten ihn zur „Lichtmalerei“ bewegt. Die Naturfotografie sei zu seiner Passion geworden. Beruflich ist der gebürtige Zangensteiner (Jg. 1968) als Sozialpädagoge engagiert. Inzwischen umfasst allein das Archiv seines erklärten Lieblingsmotivs – Landschaften rund um die Schwarzach – weit über 2000 Aufnahmen. Daraus hat er 2017 erstmals eine beeindruckende Multivisionsshow zusammengestellt, welche einmalige Einblicke in die Natur von den beiden Quellen bis zur Mündung in die Naab gewährt. Erst eine große Fotoausstellung 2019 im Schwandorfer Heimatmuseum motivierte Merkl, das Thema in einem Bildband zu veröffentlichen. „Die Schwarzach – eine Perle unter den bayerischen Flüssen“ erschien im Frühjahr 2020 als hochwertiges Offset-Druckerzeugnis mit 188 Seiten.

Josef Merkl. Foto: Ralf Gohlke, MZ

Josef Merkl. Foto: Ralf Gohlke, MZ


Auf seinen fotografischen Werdegang blickt Josef Merkl zurück: „Im Dezember 1996 kaufte ich mir meine erste Spiegelreflex-Kamera. Über 20 Jahre bin ich der Marke Canon treu geblieben, bevor ich Anfang 2017 auf die Fuji X-T2 umgestiegen bin und nun nach und nach die passenden Objektive hierfür erwerbe. Der Umstieg von analoger zu digitaler Fotografie erfolgte erst spät. Der Wechsel war aber dann 2011 mit dem Kauf einer digitalen Spiegelreflex-Kamera vollzogen…“
Die Schwarzach. Foto: Josef Merkl

Die Schwarzach. Foto: Josef Merkl


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KARL MARTZ, Fürth,
geboren 1938 in Lodz, präsentiert bei AHOJ 20 – Kunst & Heim@ eine Fotografie-Serie aus einem historischen Garten.
Karl Martz

Karl Martz

Alle Exponate dieser Ausstellung stammen aus einer Gartenanlage, die am Stadtrand von Fürth liegt und im Jahr 1911 angelegt wurde. Er ist im Grundkonzept bis heute erhalten und wird von der heutigen Eigentümerfamilie im ursprünglichen Stil gepflegt. Der eingewachsene Garten mit seinen Großbäumen strahlt das mystische Flair aus, welches nur eine alten Anlage bieten kann und lädt mit ihrer motivischen Vielfalt zum künstlerischen Fotografieren ein. Der Ehrgeiz der gezeigten Bilder ist laut Martz neben dem Vordergründigen, das zunächst nicht Sichtbare einzufangen und das geheimnisvolle der Natur eines in die Jahre gekommenen Gartens, der nur geordnete und gezähmte Natur sei, zu vermitteln. Karl Martz rät deshalb den Ausstellungsbesuchern in der Neunburger Spitalkirche, Hauptstraße 1: „Wenn Sie sich beim Betrachten der Bilder etwas Zeit lassen und Sie dann mehr spüren als Sie sehen, dann haben diese Bilder ihren Zweck erfüllt“.
Historischer Garten bei Fürth, 1911. Foto: Karl Martz

Historischer Garten bei Fürth, 1911. Foto: Karl Martz


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FLORIAN ZEITLER, Teublitz:
1966 in der Landeshauptstadt München geboren und wohnt heute in Loisnitz. Er ist seit rund drei Jahrzehnten als experimenteller Objekt- und Metallkünstler freischaffend tätig, seither auch mit zahlreichen Ausstellungen sowie Kunstprojekten an die Öffentlichkeit getreten. Darüber hinaus ist Zeitler als Dozent in Workshops im Auftrag diverser Bildungseinrichtungen unterwegs. Additive und formende Verfahren bestimmen den Prozess der experimentellen Gestaltung dieses Künstlers. Skulpturen und Objekte beinhalten dominierend Metall oder Eisen als eigenständiges Gestaltungselement, werden aber oft durch die Kombination mit weiteren Materialien zu besonderen Objekten. Form und Volumen der Werke entstehen in nahezu traditioneller, fast vergessener Arbeitsweise.
Florian Zeitler, Teublitz

Florian Zeitler, Teublitz

1983 durchlief Zeitler eine Ausbildung im Eisenwerk Maxhütte-Haidhof – wohl Initialzündung für den Objektkünstler, den Werkstoff Metall in das Zentrum seiner kreativen Arbeit zu rücken. Allein oder durch die Kombination mit beispielsweise Stein, Glas oder Holz entsteht ein experimentelles Kunstwerk. Vorhandenes und Neukonstruiertes werden eine Einheit in der Absicht, ein rhythmisches Spannungsverhältnis zwischen dynamischen und statischen Aussagen zu erhalten. Deshalb kommen seine Werke modern-futuristisch daher oder auch als Rekonstruktion von klassischen Motiven. Florian Zeitler ist regelmäßig Teilnehmer beim Bildhauersymposion in Mühlhausen. Unter anderem ist sein Name mit dem Projekt „Kunstwaldgarten“ im Raffa verbunden.
In der Heimatregion ist seine Inspiration und Kreativiät unübersehbar, so bei „Kunst im Park“, eine 2018 umgesetzte Idee zur Aufwertung des Stadtparks in Maxhütte-Haidhof. Zu Beginn dieses Jahres nahm der Kunstverein Unverdorben Kontakt zu Florian Zeitler auf. Im Zusammenhang mit der sanierten Neunburger Fronfeste ist eine künstlerische Ausgestaltung dieses historischen Bauwerks im Burgbereich angedacht. Er hat inzwischen Skizzen für eine Personalskulptur in der früheren Arrestzelle vorgelegt. Leider mussten diese Pläne infolge der Corona-Pandemie einstweilen zurückgestellt werden. Ein kleiner Schaffens-Querschnitt des Objekt- und Metallkünstlers bleibt jedoch Bestandteil der diesjährigen Internationalen Ausstellung „AHOJ 20 – Kunst & Heim@“ im Rahmen des 8. Neunburger Kunstherbstes.
Florian Zeitler: Outdoor-Kunstprojekt

Florian Zeitler: Outdoor-Kunstprojekt

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Workshop in die Alte Fronfeste verlegt!

Freude am kreativen Schreiben wecken

 Blick in die Schreibwerkstatt: Bei diesen Manuskripten ist die Tinte noch nicht trocken... Foto: (c) S. E. Rädisch

Blick in eine Schreibwerkstatt: Bei diesen Manuskripten ist die Tinte noch nicht trocken… Foto: (c) S. E. Rädisch


Der im Neunburger Kunstherbst-Programm angebotene Workshop „Kreatives Schreiben“ findet nach Rücksprache des Veranstalters mit dem Landratsamt Schwandorf mit geringfügigen coronabedingten Einschränkungen am 25. und 26. September statt. Neu ist der Veranstaltungsort Alte Fronfeste, Im Berg 17, Raum F7. Die Teilnehmer müssen Schutzmasken mitbringen.
Das von Schreibpädagogin und Autorin Sabine Eva Rädisch, Regensburg, geleitete Seminar beginnt am Freitag, 16 Uhr (Dauer drei Stunden) und wird am Samstag, 10 Uhr, fortgesetzt (Dauer sechs Stunden). Anmeldung und Info beim Kunstverein Unverdorben, Tel. 09672/4337.

DAS SCHREIBEN NEU LERNEN…

Viele Menschen glauben, dass sie gar nicht „schreiben können“. In Deutsch hatten sie eine schlechte Note, Aufsätze waren ihnen ein Gräuel. Dennoch sehnen sich viele danach, schriftlich ausdrücken zu können, was sie bewegt. Das können sie altersunabhängig lernen.

Autorin Sabine Eva Rädisch, Regensburg, leitet den Schreibworkshop.

Autorin Sabine Eva Rädisch, Regensburg, leitet den Schreibworkshop.

Die Regensburger Autorin Sabine Eva Rädisch lehrt deshalb in Kursen kreatives Schreiben. Der Kunstverein Unverdorben hat die ausgebildete Schreibpädagogin erstmals für einen Workshop verpflichtet – ein flankierendes Angebot zur seit 1. August laufenden Kunstherbst-Aktion „Neunburg schreibt“.
Kreatives Schreiben dürfe nicht mit dem Erlernen des Schreibhandwerks verwechselt werden. Sabine Eva Rädisch geht es nicht darum, Techniken zu vermitteln, wie man einen Roman oder eine Biografie verfasst. Ihren Kurs beginnt sie, indem sie zwei Begriffe vorgibt. Die Aufgabe lautet, einfach niederzuschreiben, was den Teilnehmern dazu einfällt. Es können Wörter sein, Sätze, Assoziationen. Sie können Bilder beschreiben, OLYMPUS DIGITAL CAMERAGeschichten erfinden oder auch nur subjektive Empfindungen zu Papier zu bringen. Und schon hat die Autorin erreicht, was sie wollte: Bei den Teilnehmern werden Gedanken in Gang gesetzt und ein Reflex ausgelöst, diese niederschreiben zu wollen.
Der Schreibworkshop dauert zwei Tage. Er beginnt am Freitag, 25. September, 16 Uhr – nicht wie ursprünglich vorgesehen – im Foyer der Schwarzachtalhalle, sondern in der Alten Fronfeste. Die erste Abschnitt dauert rund drei Stunden. Die Teilnahmegebühr in Höhe von 20 Euro ist bei Kursbeginn zu bezahlen. Fortgesetzt wird der Workshop am Samstag, 26. September, 10 Uhr, wieder in der Alten Fronfeste (und nicht wie im Kunstherbst-Programm angekündigt im Seminarium Untermurnthal). Dauer rund sechs Stunden, Proviant für Mittagspause mitbringen.
Auftakt zum KVU-Workshop

Auftakt zum KVU-Workshop in der Alten Fronfeste „Kreatives Schreiben“ am 25. September. Foto: K. Stumpfi

MEDIEN-ECHO
Bericht in der Tageszeitung „Der Neue Tag“ vom 29. 09. 2020 als PDF- und JPG-Datei:

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Saison-Programm 2020 den regionalen Medien vorgestellt

Kunstherbst unter Vorzeichen der Coronakrise

Dieser Neunburger Kunstherbst hebt sich signifikant von seinen Vorläufern ab! Die Corona-Pandemie überschattet die achte Auflage des regionalen Saisonfestivals im Schwarzachtal. Am 31. Juli stellten die Verantwortlichen des Kunstvereins Unverdorben das auf neun Kulturtermine komprimierte Programm vor.

Sie präsentierten im Foyer der Schwarzachtalhalle das Programm des  8. Neunburger Kunstherbstes (von rechts) KVU-Vorsitzender Peter Wunder, Koordinator Karl Stumpfi, Bürgermeister Martin Birner, Hallenmanagerin Rosa Schafbauer und KVU-Vorstandsmitglied Hans Fischer. Foto: Alfred Grassmann

Sie präsentierten im Foyer der Schwarzachtalhalle das Programm des 8. Neunburger Kunstherbstes (von rechts) KVU-Vorsitzender Peter Wunder, Koordinator Karl Stumpfi, Bürgermeister Martin Birner, Hallenmanagerin Rosa Schafbauer und KVU-Vorstandsmitglied Hans Fischer. Foto: Alfred Grassmann


Die Medienpräsentation leitete 1. Bürgermeister Martin Birner mit einem Grußwort ein. Er nutzte diesen „Prolog“ für ein großes KomplimentSONY DSC an die ehrenamtliche Arbeit des Kunstvereins Unverdorben, welche im weiten Umkreise ihresgleichen suche. Den Verantwortlichen gelinge es immer wieder mit Ideenreichtum und Kreativität Kulturschaffen an verschiedenen Schauplätzen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Er erinnerte an viele eindrucksvolle Events im Schlosssaal, in der Spitalkirche oder in der Schwarzachtalhalle. Das vom KVU entwickelte Konzept einer „Prozessionsaustellung“ unter Einbeziehung der Altstadt sei inzwischen vielerorts kopiert Das Stadtoberhaupt zollte Dank und Anerkennung dafür, dass die Programm-Macher sich angesichts der fehlenden Planungssicherheit nicht entmutigen ließen und hohe Flexibilität an den Tag gelegt hätten. Trotz der umfassenden und sich oft ändernden Hygienevorschriften könne sich der Erfolg ihrer Anstrengungen sehen lassen: ein facettenreiches Angebot für die Neunburger Kunstherbstsaison 2020. „Dafür sind Euch der Stadtrat und ich sehr dankbar!“, betonte Bürgermeister Birner.
1. Vorsitzender Peter Wunder ließ in seinem Statement die zurückliegenden, äußerst bewegten Planungswochen Revue passieren. Er schilderte, wie der Kunstverein genau zu jenem Zeitpunkt mit der Corona-Pandemie und ihren Folgen konfrontiert worden war, als das komplette Kunstherbst-Programm 2020 druckreif vorlag.SONY DSC Viele Wochen kämpfte der Vorstand um das geplante Klassik-Galakonzert am 2. Oktober mit der Vogtland Philharmonie und Pianist Alexander Maria Wagner. Im Juni zeichnete sich ab, dass es nicht möglich sein werde, bei eingeschränkter Platzzahl und 1,5-Meter-Abstandsregel ein 60-Musiker-Orchester in der Schwarzachtalhalle auftreten zu lassen. Weitere für die Sommerzeit anvisierte Kulturevents wie die KVU-Werkschau und ein Barockkonzert in der Wallfahrtskirche mussten abgesagt werden. Weitere Kunstherbst-Veranstaltungen mussten umdisponieren, um den gesetzlichen Infektionsschutzmaßnahmen zu entsprechen. Inzwischen sei er selber ein Fachmann für Hygienekonzepte geworden, merkte Wunder ironisch an. Einen pauschalen Dank adressierte er an alle Mitstreiter, die das Zustandekommen des Neunburger Kunstherbstes 2020 ermöglichten. Näher ging der KVU-Vorsitzende auf die Internationale Ausstellung „AHOJ 20 – Kunst & Heim@“ ein. Sie eröffnet traditionell die Veranstaltungsserie des Neunburger Kunstherbstes und bezieht erstmals die Alte Fronfeste als Ausstellungslocation ein.
„Der Kunstverein Unverdorben stand wie viele andere Promoter vor der Entscheidung: Alles absagen und auf bessere Zeiten warten – oder trotz Unwägbarkeiten und Risiken den Re-Start wagen?“, blendete Programm-Koordinator und 2. Vorsitzender Karl Stumpfi auf die harte Lockdown-Phase zurück. „Im Krisenjahr 2020 einen Neunburger Kunstherbst anzubieten, ist und bleibt eine Gratwanderung“.SONY DSC Gleichwohl ließen sich die Programm-Macher von einer Kernaussage des Staatsministers für Kunst und Wissenschaft Bernd Sibler leiten, wonach alle Formen der Kultur elementar wichtig für unser Sozialleben seien.
Kunstausstellung, Workshop, Konzerte und Lesungen – das alles werde der KVU den Kunstinteressierten der Region in den kommenden Herbstmonaten bieten -„trotz Corona oder gerade wegen Corona“. Das verschlankte Programm 2020 enthält ausschließlich Veranstaltungsformate, die unter strikter Einhaltung der gesetzlichen Infektionsschutz-Maßnahmen realisiert werden können. Sollte es die weitere Pandemie-Entwicklung erfordern, behalten sich der KVU und seine Veranstaltungspartner kurzfristige Absagen vor.
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„Kultur ist kein Luxus, den wir uns entweder leisten oder nach Belieben auch streichen können. Kultur ist der geistige Boden, der unser Überleben sichert.“
Richard von Weizsäcker

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Persönlich freue er sich darüber, dass ein Kammermusikabend mit Ioana Popescu und Alexander Maria Wagner als „Plan C“ den angestammten Neunburger Klassik-Feiertag 2. Oktober „retten“ konnte. Nach 2016 und 2018 ist der KVU ein weiteres Mal Gastgeber eines Musik-und Kulinarik-Abends im Foyer der Schwarzachtalhalle. Für Kunst- und Gaumengenüsse sorgen am 6. November Chansonette Anja Killermann und ein Kunstherbst-Menue aus der Esszimmer-Gourmetküche. Mit ihrem neuen literarisch-musikalischen Programm „Auf den Hund gekommen“ ziehen die Vier Unverdorbenen am 23. November corona-bedingt in den großen Saal des Gasthofs Sporrer um. Der Programm-Koordinator des Neunburger Kunstvereins schloss wörtlich: „Nach den Turbulenzen in der Vorbereitungsphase hoffen wir umso mehr auf einen weitgehend ruhigen und harmonischen Verlauf der geplanten Aktivitäten. Unsere Einladung an alle Kunstinteressierten ist zugleich ein Appell: Kommt zu unseren Veranstaltungen, euer Besuch wäre ein starkes Zeichen der Solidarität und auch Beleg dafür, dass wir eine richtige Entscheidung getroffen haben!“
Einen Programm-Schwerpunkt im Kunstherbst 2020 bildet der Workshop „Lust am kreativen Schreiben“ und die erstmalsSONY DSC von den KVU-Vorstandsmitgliedern Jürgen Zach und Hans Fischer initiierte Kunstaktion „Neunburg schreibt…“. Fischer nahm beim Pressegespräch die Gelegenheit wahr, diese Literatur- und Schreibaktion näher zu erläutern. Es seien weder Thema noch Motto oder Textart vorgegeben. Zur Auswahl stehen Prosatexte, Lyrische Formen – z.B. Erzählungen, Kurzgeschichten, Berichte, Beschreibungen, Stimmungsbilder, Aufsätze, Betrachtungen, Gedankenlyrik, Kindergedichte usw. „Man darf in alle Richtungen denken und schreiben“, unterstrich Hans Fischer. Teilnahmeberechtigt sind nicht professionell Schreibende, die im Landkreis Schwandorf leben oder Interesse an der Kulturarbeit des KVU haben. Besonders angesprochen fühlen sollen sich Schüler aller Altersstufen, sogar schon ab der Grundschule – „denn literarische Höchstleistungen sind hier nicht gefragt!“
Die Beiträge sollen nicht mehr als 7.500 Zeichen (ohne Leerzeichen) umfassen und müssen mit den Kontaktdaten der Einsender in der Zeit vom 01.August bis zum 30. November 2020 beim KVU eingegangen sein.
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KUNSTHERBST-KALENDER 2020

Fr., 18. 9. – 18.00 Uhr bis So., 25.10.
Ahoj 20 – Kunst & Heim@

Nach den Themen „Kunst und Glauben“ (2017), „Kunst und Frieden“ (2018) und „Kunst und Natur“ (2019) lautet das Motto „Kunst& Heim@“. Ausstellende Künstler: Kunstmalerin Jane Broadwater-Larew (Virginia/USA), Kunstmalerin Jana Šiflová (České Budějovice) in der Sparte Kunstfotografie Josef Merkl, Zangenstein (Die Schwarzach: Porträt eines Flusses von der Quelle bis zur Einmündung in die Naab) und Karl Martz, Fürth (Fotografie-Serie aus einem historischen Garten); Objektkünstler Florian Zeitler (Teublitz) sowie Arbeiten der Kunstschule Klatovy und des Kunstzweigs der Gregor-von-Scherr-Realschule Neunburg vorm Wald. Lokationen: Foyer Schwarzachtalhalle, Rötzer Straße 2 (Vernissage), Spitalkirche, Hauptstraße 3 (Vernissage), Fronfeste, Im Berg 17 (Vernissage); Schaufenster in der Hauptstraße und Rahmstraße (Kunstprozession).

Fr., 25. 9. – 16.00 Uhr / Sa., 26.9. – 10.00 Uhr
Lust am kreativen Schreiben

Die Regensburger Autorin Sabine Eva Rädisch lehrt in diesem Workshop kreatives Schreiben. Die ausgebildete Schreibpädagogin klärt auf: Kreatives Schreiben dürfe nicht mit dem Erlernen des Schreibhandwerks verwechselt werden. Bei den Teilnehmern werden Gedanken in Gang gesetzt und ein Reflex ausgelöst, diese niederschreiben zu wollen. Orte: Foyer der Schwarzachtalhalle (1. Tag, Dauer ca. 3 Stunden) und Seminarium Untermurnthal (2. Tag, Dauer ca. 4 Stunden, Proviant für Mittagspause mitbringen). Teilnahmegebühr: 20 € (bei Kursbeginn zu bezahlen), Anmeldung bis 21. 9. beim Kunstverein Unverdorben: Tel. 09672/4337, e-Mail: peter_wunder@web.de

Ab Sa., 1. 8. bis Mo. 30. 11.
Aktion „Neunburg schreibt…“

Pro Autor/Autorin werden maximal drei Beiträge angenommen. Unter allen Teilnehmenden werden Büchergutscheine verlost. Weitere Details siehe offizielle Ausschreibung unter www.kunstverein-unverdorben.deFoto4LogoNEN schreibt

Fr., 2. 10. – 20.00
Kammermusik im Kunstherbst

Kammermusik des 20. Jahrhunderts erklingt am Vorabend des Nationalfeiertages in der Schwarzachtalhalle. Die Solisten Ioana Popescu (Geige) und Alexander Maria Wagner (Klavier) spielen Werke von Leoš Janáček, George Enescu, Jules Massenet und Béla Bartók. Weiters steht eine Uraufführung auf dem Programm: Suite aus der modernen Operette „Café Ringelspiel“, ein gemeinsames Opus der Jung-Komponisten Alexander Maria Wagner (Oberpfalz) und Lukas Metzenbauer (Österreich). Der Vorverkauf hat bereits begonnen, Tickets online bei www.okticket.de („Kammermusik im Kunstherbst“) und in den örtlichen VVK-Stellen!

Mo., 5. 10. – 19.30 Uhr
Zwiefaches in Wort und Musik

Der in Neunburg gebürtige Kalligrafiewortverdreher Johann Maierhofer und das Oberpfälzer Zwiefacher-Genie Hans Wax bieten Lustiges und Listiges in Musik und Text in der Polier der Alten Glasschleife, Untermurnthal 1-3. Anmeldung/Platzreservierung beim Kunstverein Unverdorben erforderlich unter Tel. 09672 / 4337. Eintritt frei, Spenden für den Kunstverein erbeten.

Sa., 17. 10. – 20.00 Uhr
DaEbner zieht vom Leder…

Einen Hut, eine Gitarre und eine Bühne… mehr braucht Patrick Ebner alias DaEbner nicht! So kennt man ihn und so begeistert der Straubinger sein Publikum sicher auch in der Alten Seilerei, Hauptstraße 40. „Hundsdog“ heißt sein drittes Soloprogramm, Alltagssituationen werden auf die für ihn typisch spitzbübische und humorvolle Art und Weise aufgearbeitet. Eintritt: 12 € (Vorverkauf), 14 € (Abendkasse) Infos: www.AlteSeilereNeunburg.de, Tel. 09434/3672 oder Mail: Kontakt@Feldmeier-vm.de

Fr., 6. 11. – 20 Uhr
Chansons für Feinschmecker

Anja Killermann singt Chanson-Klassiker im Foyer der Schwarzachtalhalle: Skurrile und schöne Geschichten über Liebe, Lust und Laster, nostalgische Chansons und humorvolle Hits sind die Zutaten für einen musikalischen Abend der ganz besonderen Art. Über Friedrich Holländer, Georg Kreisler und Hugo Wiener spannt sich der Bogen bis zu Hildegard Knef. Kongenial begleitet wird die Chansonette von ihrem Pianisten Toby Mayerl. Und in Neunburg gibt’s mit Gaumenfreuden aus dem „Esszimmer“ noch eine Genuss-Steigerung! Eintritt: 40 Euro auf allen Plätzen, inklusive Drei-Gänge-Menü (Abendkasse). Persönliche Anmeldung/Platzreservierung ist erforderlich beim Kunstverein Unverdorben: Tel. (09672) 4337, eMail: peter_wunder@web.de

Di., 17. 11. – 18 Uhr
Lyrik in der Spitalkirche

„Ich hab schon mal angefangen…“ – Gedichte von Fabian Biersack gut gepflegt abzugeben: Motto eines Leseabends mit musikalischer Begleitung von Isi in der der Begegnungsstätte Spitalkirche, Neunburg vorm Wald, Hauptstraße 3.
Eintritt frei. Reservierung coronabedingt erforderlich unter e-Mail: g.irlbacher@beraten-planen.de

Mo., 23. 11. – 19.00 Uhr
Auf den Hund gekommen

Der Blaue Montag ist seit 2013 ein „Pflichttermin“ im Kunstherbst. Das Kleinkunst-Ensemble „Die 4 Unverdorbenen“ bietet traditionell zum Saisonfinale eine literarisch-musikalische Lesung mit neuem Programm. Bekannte deutsche und österreichische Autoren sind diesmal „auf den Hund gekommen“. Rezitator Karl Stumpfi liest Texte von Thomas Mann, Kurt Tucholsky, Oskar Maria Graf, Friedrich Torberg, Marie Ebner von Eschenbach u. a. Die Musiker Jürgen Zach (Bass und Gesang), Klaus Götze (Gitarre) und Franz Schöberl (Akkordeon) warten mit einem reizvollen Klang-Mix auf, „Ohrwürmer“ aus Rock & Pop, Chanson und Folklore. Lokal: Saal des Gasthofs Sporrer, Jobplatz 9. Eintritt frei, Spenden für den Kunstverein erbeten. Persönliche Anmeldung/Platzreservierung beim Kunstverein Unverdorben ist erforderlich: Tel. 09672/4337 oder eMail: peter_wunder@web.dePLKunstherbst2007-01
MEDIEN-ECHO
Bericht in der Chamer Zeitung/Straubinger Tagblatt v. 13. August 2020 als PDF-Datei und JPG-Datei: 028_CHO_ZTG_00_130820
CHAZeitungStraubingerTagblattAusstellungen
Bericht im Wochenblatt Schwandorf vom 11. August 2020 als JPG-Datei und Link zur Webseite:
https://www.wochenblatt.de/kultur/schwandorf/artikel/334892/irgendwo-zwischen-lockdown-und-normalitaet-neunburger-kunstherbst-2020
programmpraesentationkh_202008111516_full
Bericht im O-Netz/Der Neue Tag vom 6. August 2020 als JPG-Datei: NTKunstherbst20
Bericht in der Rundschau Schwandorf v. 8. August 2020 als PDF-Datei: RSKunstherbst20
Bericht im Regionalmagazin Schwarzachtalanzeiger, August/September 2020, als PDF-Datei: VF_Kunstherbst_1S_LR
Bericht im Ostbayern-Kurier online vom 4. August 2020. Link zur Webseite:

https://www.ostbayern-kurier.de/kunstherbst-20-kultur-in-krisenzeiten.html?fbclid=IwAR0mFgLA0LUma1cOykKN1Cn8awEwgdENS505CuI5kaI8suQ-5QzX-OHkEDo
Bericht in der MZ-Kreisausgabe Schwandorf/Neunburg vom 5. August 2020 als JPG-Datei:05_Aug.STN1

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Eigentexte können bis Ende November eingesandt werden

„Neunburg schreibt“: Hobby-Autoren gesucht!

SONY DSCSeit März musste auch der Kunstverein Unverdorben wegen Corona den örtlichen Kunst- und Kulturbetrieb vorübergehend einstellen und danach zurückfahren. Weil bis heute niemand weiß, wie lange und wie sehr diese Einschränkungen dauern werden, ist kreative Eigeninitiative gefragt. Warum sollte man die Ergebnisse der Beschäftigung mit sich selber im Laufe der Kontaktbeschränkungen nicht einmal zu Papier bringen und eventuell sogar anderen zugänglich machen?

Der Kunstverein Unverdorben lädt Sie daher ein zu einer Literatur- und Schreibaktion unter dem Motto „NEUNBURG SCHREIBT“.
Es sind weder Thema noch Motto oder Textart vorgegeben. (Prosatexte, Lyrische Formen – z.B. Erzählungen, Kurzgeschichten, Berichte, Beschreibungen, Stimmungsbilder, Aufsätze, Betrachtungen, Gedankenlyrik, Kindergedichte, Elfchen, Haikus, …)
Man darf in alle Richtungen denken und schreiben. Teilnahmeberechtigt sind nicht professionell Schreibende, die im Landkreis Schwandorf leben
oder Interesse an der Kulturarbeit des KVU haben. Besonders angesprochen fühlen sollen sich Schüler aller Altersstufen, sogar schon ab der Grundschule.
Die Beiträge sollen nicht mehr als 7.500 Zeichen (ohne Leerzeichen) umfassen,
– müssen mit den Kontaktdaten der Einsender
in der Zeit vom 01.08.2020 bis zum 30.11.2020 beim KVU eingegangen sein
per e-mail an kunstverein-unverdorben@gmx.de
per Post Kunstverein Unverdorben, Stephanstraße 18, 92431 Neunburg v.W.

– im Ausschreibungszeittraum oder wenigstens 2020 entstanden sein,
– den Betreff „Neunburg schreibt“ enthalten und die Erlaubnis zur Veröffentlichung mit oder ohne Namen oder mit Pseudonym.
– Pro Autor/Autorin werden maximal drei Beiträge angenommen.kh2020_FOTO 5LogoNENschreibt (1)

Die Aktion „NEUNBURG SCHREIBT“ ist ein Prozess, der mit dem Tag der Ausschreibung 1. August 2020 beginnt.
Während der Aktion wird eine Jury die Beiträge begutachten und je nach Eingang fortlaufend veröffentlichen, z.B.
– online auf der Webseite des KVU /auf dem Blog „Neunburg schreibt“,
– möglicherweise auf sog. Literaturfahnen an oder in Gebäuden im Stadtgebiet,
– in einer kleinen gedruckten Ausgabe,
– bei einer Literatur-Perfomance im Schlosssaal,
– bei Lesungen im kleinen Kreis in der Buchhandlung am Tor oder in der Stadt- und Pfarrbücherei.
Jury: Karl Stumpfi (Redakteur und 2. KVU-Vorsitzender), Alfred Wolfsteiner (Bibliothekar), Bernhard Setzwein (Schriftsteller), Sabine Rädisch (Autorin und Schreibpädagogin)

Gefragt sind bei der Aktion „NEUNBURG SCHREIBT“ nicht literarische Höchstleistungen, sondern gedanklich und sprachlich originelle Einfälle.
Überraschen Sie damit Ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Unter allen Teilnehmenden werden Büchergutscheine verlost.LogoKH

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Oktober-Ausstellung in der evangelischen Versöhnungskirche

Die Kreativ-Aktion fährt reiche Ernte ein

evAusstell„Ich wünsch mir eine Kirche, die…“: Wie würden Sie diesen Wunsch vervollständigen? Die evangelische Kirchengemeinde Neunburg vorm Wald gestaltet dazu im Oktober 2020 ihre jährliche Ausstellung in der Versöhnungskirche, Bahnhofsstraße 3.
Dazu erklärt Pfarrer Gerhard Beck: „Mit der Aktion und der Ausstellung wollen wir auf unseren Herzenswunsch aufmerksam machen: Einen barrierefreien Zugang zu unserer Kirche. Wir sammeln daher unter https://www.natuerlich-barrierefrei.de Texte,
Bilder, Lieder (ein Lied gibt es schon, weitere Strophen werden gesucht), Videos, etc zum Thema: Ich wünsch mir eine Kirche, die…“.
Die Werke werden unter der Creative Commons Lizenz auf der Homepage veröffentlicht und in der Ausstellung im Monat Oktober in der Versöhnungskirche verwendet. Pfarrer Gerhard Beck betont zusammenfassend : „Wir würden uns freuen, wenn Sie uns ein Werk mit Ihrem Herzenswunsch an Kirche für unsere Homepage und die Ausstellung überlassen würden“.
Bitte unbedingt die Veröffentlichungsbedingungen lesen (unter https://natuerlichbarrierefrei.de) und zur Kenntnis nehmen.
Einsendeschluss für die Werke ist am 1. September 2020!
Die evangelische Kirchengemeinde ist ständiger Veranstaltungspartner des Kunstvereins Unverdorben seit Beginn des regionalen Kulturfestivals NEUNBURGER KUNSTHERBST im Jahr 2013. Der KVU wirbt deshalb bei allen (Hobby)Kunstschaffenden, Beiträge zur Kreativ-Aktion und Ausstellung „Ich wünsch‘ mir eine Kirche, die…“ zu leisten.

Foto: (c) Rosel Eckstein/pixelio.de / Bildbearbeitung: Pfr. G. Beck

Foto: (c) Rosel Eckstein/pixelio.de / Bildbearbeitung: Pfr. G. Beck


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OVIGO-Ensemble meldet sich aus der „Corona-Pause“ zurück

Theater-Zeitreise zur Burg Murach hat Premiere

Am Samstag, 18. Juli geht*s wieder los mit dem Theaterbetrieb bei OVI. Zunächst mit einer Serie von Open-Air-Vorstellungen bis Ende August. Fotos: Florian Wein

Am Samstag, 18. Juli geht*s wieder los mit dem Theaterbetrieb bei OVI. Zunächst mit einer Serie von Open-Air-Vorstellungen bis Ende September. Fotos: Florian Wein


Nach über vier Monaten Pause startet das OVIGO Theater wieder durch. Mit der „Zeitreise“ gibt es ein völlig neues Produktionskonzept für die Theatermacher: geführte Wanderungen zu sagenhaften Orten, garniert mit spannenden Schauspiel-Szenen. Die erste Wanderung führt die Besucher zur Burg Murach bei Oberviechtach. Die Premiere steigt am kommenden Samstag (18.07.2020). Es gibt für einige Termine noch Restkarten!
„Schrazeln, Hoymänner und der wilde Hans – ein sagenhafter Spaziergang zur Burg Murach“ heißt die erste OVIGO „Zeitreise“, auf die in den nächsten Jahren weitere in der Region folgen können. Die Wanderung wird von einem OVIGO-Mitglied geführt und bringt die Teilnehmer der Führung an verschiedenen Stationen die spannenden Sagen rund um die Burg Murach und die Umgebung näher. Zum Abschluss steht ein Besuch der Burg selbst an.zeitreise1
Seit mindestens 700 Jahren thront die Burg Murach auf einem Granitfelsen über der Region Oberviechtach. Seit 215 Jahren als Ruine, zuvor viele Jahre als Wohnsitz – und noch weiter in der Vergangenheit als imposantes Symbol der Macht. Bei einem Spaziergang zur Burg erfahren Besucher nicht nur, welche sagenhaften Gestalten die Wälder rund um die Burg bewohnen und wieso man den kleinen Schrazeln auf keinen Fall Geschenke machen sollte, sondern auch, mit welchen Widrigkeiten die Amtspfleger auf der Burg zu kämpfen und was ein 70-jähriger Oberpfälzer mit dem Sieg über die Hussiten zu tun hatte.
Die Zeitreise verläuft am Ortsrand von Obermurach vorbei, einen Flurweg entlang, der zur Burg führt und dabei den Karl-Krampol-Weg streift. Die Wege sind leicht zu begehen. Die Führungen sind auch für Kinder (ab 8 Jahren) bzw. Familien, jedoch nicht für Rollstuhlfahrer geeignet. Ein Führer leitet die Wanderung und bringt die Besucher am Ende wieder zurück zum Ausgangspunkt, dem Spielplatz Obermurach. Die Zeitreise wird rund 90 Minuten dauern.

* Restkarten-Verkauf: Eigentlich sind sämtliche reguläre Termine bereits ausverkauft, doch da nach den letzten Lockerungen größeren Gruppen möglich sind, gibt es für bestimmte Termine noch Restkarten. Diese können über info@ovigo-theater.de erfragt bzw. bestellt werden. Die „Zeitreise“ ist auch als Gruppe zu einem Sondertermin buchbar. Die Informationen hierzu finden sich ebenfalls auf der OVIGO-Webseite.

* Das geltende Hygienekonzept finden Sie unter www.ovigo-theater.de/zeitreise. SCHRAZLN2-768x512

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