LAST CALL: 2. Neunburger Operngala!

Donnerstag, 2. Oktober 2014, 20.00, Schwarzachtalhalle Neunburg.
Ausschnitte aus Opern von Verdi („Rigoletto“, „Nabucco“, „Trovatore““, Aida“), Puccini („Tosca“), Mascagni („Cavalliera rusticana“), Rossini („Barbier von Sevilla“), Thomas („Mignon“) und Saint-Saens („Samson und Dalilah“).
Razvan Sararu (Tenor), Bertha Granados (Sopran), Joanna Kasuska (Mezzosopran), Kyubong Lee (Bariton)
Smetana Philharmoniker Prag, Dirigent Hans Richter.
Tickets gibt es noch an der Abendkasse ab 19 Uhr!

Operngala14

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Sonntags, 14 bis 16 Uhr

Das Kunstquartier öffnet

Das Neunburger Kunstquartier Unverdorben, Im Berg 7, ist wegen der laufenden Kunstherbst-Ausstellung „Ahoj 14“ bis einschließlich 19. Oktober jeden Sonntag von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Die Exponate in den anderen 16 Kunststationen zwischen Schwarzachtalhalle und Vorstadt können „rund um die Uhr“ besichtigt werden. Ausstellende Künstlerinnen und Künstler: Kamila Zemkova und Linda Klimentova aus Tschechien, Harri Schemm aus Nürnberg und Hannes Würdinger aus Burglengenfeld.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Operngala setzt ein Kunstherbst-Glanzlicht

Razvan Sararu, Tenor

Razvan Sararu, Tenor

 

Für Opernfreunde aus der Region ist es längst ein Pflichttermin, die Neunburger Operngala am Vorabend des Nationalfeiertags. Zum dritten Mal ist die Freizeit GmbH Neunburg Gastgeberin dieses Kulturhöhepunkts in der laufenden Kunstherbstsaison. Am Donnerstag, 2. Oktober, 20 Uhr, gastieren in der Schwarzachtalhaller erneut die Smetana Philharmoniker Prag unter Leitung von Chefdirigent Hans Richter.
Hans Richter am Dirigentenpult
Der 1950 in Neunburg vorm Wald geborene Dirigent ist ein Weltenbummler der klassischen Musik. Neben seinem Job als Orchesterchef in der Goldenen Stadt nimmt Richter regelmäßig Dirigieraufträge im Ausland an. So leitete er im Frühjahr eine Serie von „Fledermaus“-Aufführungen in Japan. Im Sommer wurde der 63jährige „Maestro“ in die Vereinigten Staaten eingeladen. Er dirigierte dort unter anderem Tschaikowskys 1. Sinfonie „Winterträume“. Mit seinem Orchester gestaltete Hans Richter am 20. Juni das Eröffnungskonzert des renommierten Europäischen Kulturfestivals Europäische Wochen in Passau mit Werken von Richard Strauss, Antonin Dvorak und Nikolai Rimsky-Korssakov. Die vor zehn Jahren gegründeten Smetana Philharmoniker haben sich aber auch als Opernorchester profilieren können, nicht zuletzt durch ihre Kooperation mit dem hessischen Open-Air-Spezialisten „Classica Europa“.
Solisten der Spitzenklasse
Dieser Leidenschaft frönen die Musikerinnen und Musiker wieder bei ihrem Gala-Auftritt am 2. Oktober in der Pfalzgrafenstadt. Hans Richter, der für die künstlerische Gesamtleitung verantwortlich zeichnet, hat dieses Kunstereignis seit einem Jahr akribisch vorbereitet. Es ist ihm gelungen, ein hochkarätiges, internationales Solistenquartett für die Neunburger Opernnacht 2014 zu engagieren. Die Sopranistin Bertha Granados wurde in Mexico City geboren, studierte in der „Escuela Nacional Autónoma de Mexico“ und absolvierte Meisterklassen bei Magda Olivero und Ramon Vargas. Sie debütierte an der Oper Bellas Artes in Mexico City als Norma. Weitere Rollen folgten als Tosca im Teatro Nacional in Costa Rica und als Constanze in „Entführung aus dem Serail“ an der Oper Bellas Artes. Anlässlich des Internationalen Festivals Tamaulipas sang sie die Turandot. Ihr Deutschland-Debüt gab die in Wien lebende Künstlerin als Leonora im „Troubadour“. In Neunburg präsentiert sie unter anderem zwei große Soloszenen aus italienischen Opern: „O mein Vaterland“, die Nil-Arie aus Verdis „Aida“ und Floria Toscas Gebet „Nur der Schönheit weiht‘ ich mein Leben“ aus Puccinis „Tosca“.
Tenorglanz aus Rumänien
Tenor Razvan Sararu absolvierte ein Studium am Nationalkonservatorium in Bukarest bei Prof. Dr. Ionel Voineag. Meisterklassen besuchte er bei international renommierten Künstlern wie Grace Bumbry und Reina Kabaivanska. Seit 2007 ist Sararu erster Tenor an der Nationaloper in Constanta. Der Sänger wurde als ausgewiesener Fachmann des romanischen Opernrepertoires an zahlreiche große Konzert- und Opernhäuser in Europa engagiert, u. a. im Großen Festspielhaus Salzburg, Gewandhaus Leipzig, Philharmonie am Gasteig München, Tonhalle Zürich und Tokyo Opera. Die Besucher der Neunburger Operngala dürfen sich auf zwei „Bravourarien“ freuen: „Holde Aida“ von Verdi und „Und es blitzten die Sterne“ aus der Puccini-Oper „Tosca“.
Mezzosopran Joanna Krasuska absolvierte das Gesangstudium an der Frédéric Chopin-Musikakademie in Warschau und legte 2010 ihr Diplom mit Auszeichnung ab. Weitere Meisterkurse folgten u. a. bei Teresa Żylis-Gara und Janet Perry. Seit 2012 ist sie als Solistin bei Opera Podlaska in Polen engagiert. Die Sängerin war Finalistin und Trägerin des Preises für die beste Altstimme im internationalen Gesangwettbewerb „CantateBach” in Greifswald. Ihr Opernrepertoire reicht von Händels „Julius Cäsar“ über Mozarts „Zauberflöte“ bis Bizets „Carmen“. Am 2. Oktober singt sie eine Arie der Fenena aus Verdis „Nabucco“ und die schwelgerische Romanze „Sieh, mein Herz erschließet sich“ aus der Oper „Samson und Dalila“ von Saint-Saens.
Beim ARD-Wettbewerb prämiert
Bariton Kyubong Lee ist 1983 in Seoul/Südkorea geboren. 2002 begann er ein Studium an der Kunsthochschule, welche er im Frühjahr 2009 mit dem Bachelor-Examen im Fach Vokalmusik erfolgreich abschloss. Seine Ausbildung setzte Lee am Conservatorio G. Frescobaldi di Ferrara/Italien fort und schloss sie im 2012 mit dem Master ab. In Italien gab der Südkoreaner auch sein Bühnendebüt mit Verdis „Rigoletto“. Eine Arie der Titelfigur bringt er nun auch bei seinem Neunburger Auftritt zu Gehör. Und dazu noch einen echten „Schlager“ der komischen Oper: Die Kavatine des Figaro „Ich bin das Faktotum dieser Welt“ aus Rossinis „Barbier von Sevilla“. In seiner jungen Sängerkarriere kann Lee schon auf eine Reihe von Erfolgen und Prämierungen zurückblicken. Der bedeutendste ist ein dritter Platz beim angesehenen Musiknachwuchswettbewerb der ARD.
***********
INFOS RUND UM DIE OPERNGALA
Das Programm bietet Ouvertüren, Arien, Duette und Szenen aus bekannten Werken italienischer und französischer Komponisten wie Guiseppe Verdi („Macht des Schicksals“, Nabucco“, „Rigoletto“, „Troubadour“, „Aida“), Giacomo Puccini („Tosca“), Gioacchino Rossini („Barbier von Sevilla“), Vincenzo Bellini („Die Puritaner“), Pietro Mascagni („Cavalliera Rusticana“), Ambroise Thomas („Mignon“) und Camille Saint-Saens („Samson und Dalila“).
Im Programm-Flyer, der kostenlos auf den Plätzen ausgelegt wird, finden sich kurze Erläuterungen zu den Werken und ihrer Schöpfer. Auf eine Conference wird verzichtet, bei der Operngala soll die Musik „das letzte Wort“ haben.
Eintrittskarten im Preis von 25, 30 und 35 Euro gibt es noch online unter www.okticket.de (Stichwort Oper und Operette),bei den örtlichen Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse (Saalöffnung 19 Uhr). Gruppenermäßigung ist ab zehn Personen vorgesehen, Info-Telefon (09672) 9208529.
Weitere Informationen zur Neunburger Operngala und zu den weiteren Kunstherbst-Angeboten auf der Webseite www.neunburger-kunstherbst.de

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Foto-Retrospektive

Die Herbstausstellung „Ahoj14“ ist eröffnet!

Gemälde des Burglengenfelder Künstlers Hannes Würdinger

Gemälde des Burglengenfelder Künstlers Hannes Würdinger

 

Hauptsponsorin Michaela Dettmann macht den Weg zur 1. Kunstprozession frei. Foto: Udo Weiß, NT

Hauptsponsorin Michaela Dettmann macht den Weg zur 1. Kunstprozession frei. Foto: Udo Weiß, NT

*************************
KVU-MEDIENREFERENT KARL STUMPFI & NT-REPORTER UDO WEIß WAREN BEI DER „AHOJ 14-KUNSTPROZESSION“ AM 18. SEPTEMBER MIT DER KAMERA UNTERWEGS…Die auf insgesamt 17 Kunststationen verteilten Exponate der vier Künstler aus Tschechien und Bayern können noch bis einschließlich 19. Oktober „rund um die Uhr“ besichtigt werden: Restaurant MundArt, Blasinstrumentenwerkstatt Kroner, Büro- und Pressezentrum, Metzgerei Baumgärtner, Bäckerei/Konditorei Scheitinger, Biomarkt „Erikas Naturladen“, Uhren&Schmuck Alesik, Fensterbau Kerschberger, Blumen Sturm, Sparkasse, „Zum Schütz“ Haushaltswaren Klonner-Pirzl, Kunstquartier Unverdorben, Elektro Landkammer, Mode Becher, Friseursalon Braun und Bäckerei Café Irl. Das Kunstquartier Unverdorben, Im Berg 7, ist während dieser Zeit immer sonntags von 14 bis 16.00 offen!
**************************

Besichtigung der entlang der Hauptstraße in den Schaufenstern gezeigten Kunstwerke. Foto: Udo Weiß, NT

Besichtigung der entlang der Hauptstraße in den Schaufenstern gezeigten Kunstwerke. Foto: Udo Weiß, NT

Parade der "Kunststationen" mit KVU-Vorstand Martin Schmid (am Pult) und den anwesenden Künstlern Hannes Würdinger, Harri Schemm und Linda Klimentová im Foyer der Schwarzachtalhalle

Parade der „Kunststationen“ mit KVU-Vorstand Martin Schmid (am Pult) und den anwesenden Künstlern Hannes Würdinger, Harri Schemm und Linda Klimentová im Foyer der Schwarzachtalhalle.

 

Vorsitzender Martin Schmid bei der Künstlerpräsentation (im Hintergrund der bekannte Maler und Performance-Künstler Harri Schemm aus Nürnberg.

Vorsitzender Martin Schmid bei der Künstlerpräsentation (im Hintergrund der bekannte Maler und Performance-Künstler Harri Schemm aus Nürnberg).

 

Mit dem "Ahoj 14"-Laubblatt dekoriert: 1. Bürgermeister Martin Birner (r.) und Peter Wunder, 2. Vorsitzender des Kunstvereins Unverdorben.

Mit dem „Ahoj 14“-Laubblatt dekoriert: 1. Bürgermeister Martin Birner (r.) und Peter Wunder, 2. Vorsitzender des Kunstvereins Unverdorben.

Gut gelaunte "Straßenmusikanten" Günter Schmid (Akkordeon) und Klaus Götze (Gitarre) neben Museumsleiter Theo Männer und Maria Wunder im Kunstquartier.

Gut gelaunte „Straßenmusikanten“ Günter Schmid (Akkordeon) und Klaus Götze (Gitarre) neben Museumsleiter Theo Männer und Maria Wunder im Kunstquartier.

 

Cyrus Saleki (Gitarre), Christian Schmid (Bass) und Jonas Sorgenfrei (Schlagzeug) unterhielten die Gäste der Ahoj-14-Premiere.

Cyrus Saleki (Gitarre), Christian Schmid (Bass) und Jonas Sorgenfrei (Schlagzeug) unterhielten die Gäste der Ahoj-14-Premiere.

 

Vor dem Kunstquartier feierten ein "harter Kern" von KVU-Mitgliedern und Freunden bis Mitternacht weiter....

Vor dem Kunstquartier feierte ein „harter Kern“ von KVU-Mitgliedern und Freunden bis Mitternacht weiter….

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Ahoj 14-Künstlerporträts (III/IV)

Kamila Zemková & Linda Klimentová

KamilaZemkovaBild

KamilaZemkova-sw

KAMILA ZEMKOVÁ wurde 1983 in Budweis geboren und studierte von 2003 bis 2009 an der Fakultät der Schönen Künste in Brünn.
Ein zusätzliches pädagogisches Studium am Institut für Sozialwissenschaften schloss sich an. Es folgten verschiedene Praktika, unter anderem ein Aufenthalt im Egon Schiele Art Zentrum in Krumau (2013), in Lissabon (2007/08) und in Ljubljana (Slowenien). Zwischen 2004 und 2012 richtete Kamila Zemková insgesamt acht Einzelausstellungen in Prag, Budweis, Brünn und Iglau aus. Dazu kamen Auftritte bei diversen Gruppenausstellungen, unter anderem in der Slowakei und in Serbien.

Linda Klimentova

LINDA KLIMENTOVÁ wurde 1977 in Prag geboren und lebt in der tschechischen Hauptstadt. Sie studierte an der Kunstschule von Vaclav Hollar und an der Akademie der Bildenden Künste im Malatelier von Dr. Michael Rittsein.
2005 absolvierte sie ein Austauschpraktikum an der Universität Castilla de la Mancha, Facultad de Bellas Artes in Spanien. Sie nimmt an Gemeinschafts-Ausstellungen zeitgenössischer Kunst teil und stellt regelmäßig selbst aus. Klimentovas Aquarellmalerei trägt eine deutlich erkennbare, ausdrucksstarke Handschrift. Leuchtende Farben und ihre Lasurtechnik verleihen ihren Werken eine positive Ausstrahlung.
LindaKlimentovBild

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Ahoj 14-Künstlerporträts (II)

Hannes Würdinger: Das Universum malt mit

WürdingerBild
„In meinen Arbeiten versuche ich das Natürliche mit dem Künstlichen zu verbinden. Am wohlsten fühle ich mich, wenn ich eine Verbindung schaffe zwischen natürlich entstandenen und dem gewollt geschaffenen“. Sagt der 1960 in Burglengenfeld geborene Künstler Hannes Würdinger. Bei ihm „malt das Universum mit“, wenn man so will. Im Idealfall entdeckt er neue Landschaften, die „zufällig“ entstanden sind – und so werde er immer wieder selbst von dem Ergebnis überrascht. Von ihm bevorzugt verwendete Materialien sind hauptsächlich Asche, Leim, Erde und Feuer. Fast jedes Exemplar wird mit Feuer behandelt, um eine Patina zu erzeugen. Und die Inspiration eines „herben oberpfälzischen Herbsttags“ dominiert die Grundstimmung seiner Bilder.

Hannes Würdinger, Burglengenfeld

Hannes Würdinger, Burglengenfeld

Der MZ-Journalist Michael Scheiner beschreibt die Wirkung von Würdinger-Werken anlässlich dessen jüngster Ausstellung „nihil fit sine causa“ (nichts geschieht ohne Grund) in der Regensburger Galerie am Ölberg unter anderem so: „Wenn Hannes Würdingers Bilder dem einen oder anderen Appetit auslösen, dann vermutlich kaum wegen der besonders verführerischen Sujets. Vielmehr findet man auf einem kleineren Format eine ganze Schicht von Erdnussschalen und –häuten. Wie ein Flöz durchzieht es das düstere Bild, das den Querschnitt durch eine möglicherweise untergegangene oder verlassene Welt enthüllen mag. Zivilisationsreste und –müll, Teer, schimmerndes Bitumen, angesengte Papierstreifen, patzige weiße Farbkleckse und erdfarbene raue Masse bilden sich in überlagernden Schichtungen. Würdingers Gebilde sind schwere Kost – im doppelten Sinn. Es sind emotional fordernde Bilder, die in ihrer Düsternis und Anmutung zerstörerischer Ereignisse aufwühlen und beklemmen können“.
Hannes Würdinger ist der Sohn einer Oberpfälzer Metzgerfamilie und sollte einmal den elterlichen Betrieb übernehmen. Er entschied sich allerdings für eine Ausbildung zum Grafiker und absolvierte ein Designstudium auf der Hochschule der Künste in Berlin. Zudem studierte Würdinger drei Jahre Kirchenmusik. Er arbeitete lange in der Hauptstadt, lebte aber seit einigen Jahren wieder seiner Heimat Oberpfalz. In den letzten zwei Jahrzehnten war der Künstler bei zahlreichen Ausstellungen präsent. So unter anderem in Regensburg (2013, 2010), mit „Generativen Landschaften“ und „Future Kitsch“ in der Galerie Schwarzer Hund in Kallmünz (2009, 2007), mit Zeichnungen im Café Reihn in Neumarkt (2004), mit „Hommage an Lisitzki“ und mit Zeichnungen bei Gemeinschaftsausstellung sowie in der Galerie Braun in Berlin (1994, 1993, 1990).

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Ahoj 14-Künstlerporträts (I)

Harri Schemm und der radikale Provinzialismus

HarriSchBild

Der Künstler Harri Schemm, einer der vier Aussteller bei „AHOJ 14“ vom 18. September bis 19 Oktober in Neunburg vorm Wald, ist ein echtes Gesamtkunstwerk: Er malt, schreibt, fotografiert und performt mit allem, was ihm und seinem Improvisationstalent gerade zur Verfügung steht. Der „Provinzialismus, die selbstgenügsame Beschränkung aufs Nächstliegende“ (Bazon Brock) wird von Harri Schemm konsequent als experimenteller Freiraum genutzt – unabhängig davon, ob diese Provinz geographisch oder mental verortet ist.

Harri Schemm, Nürnberg

Harri Schemm, Nürnberg

Auf ebenso humorvolle wie direkte und entwaffnende Weise reflektieren die Werke Harri Schemms Biographisches und Alltagsszenen, aber auch die gesammelten Absurditäten unserer Zeitläufe. Neben farbenprächtigen Ölbildern und Aquarellen zählen zu seinem ebenso umfangreichen wie vielfältigen Werk bildhauerische Arbeiten, Siebdrucke, Fotografien, Gedichte und vieles andere mehr. Vor allem aber entstehen immer wieder Performances von groteskem Witz, wenn der Künstler z. B. als Chinese verkleidet selbsterfundene Lebensweisheiten verkauft, mit einem Rüttler von der Baustelle Lachsäcke zerstampft oder als Weißer Elefant – seinem Alter Ego – auf einem Moped durch die Nacht fährt.

(Laudatio von Anke Schlecht, Institut für moderne Kunst Nürnberg)

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Theaterpremiere beim Kunstherbst

Letzte Proben für die Premiere "Dr. med. Hiob Prätorius" am 20. September in der Schwarzachtalhalle. Foto: OVIGO

Letzte Proben für die Premiere „Dr. med. Hiob Prätorius“ am 20. September in der Schwarzachtalhalle. Foto: OVIGO

Die Premiere steht unmittelbar bevor! Am Samstag, 20. September (20 Uhr) führt das OVIGO-Ensemble im Rahmen des Neunburger Kunstherbstes seine neue Inszenierung „Dr. med. Hiob Prätorius – Facharzt für Chirurgie und Frauenleiden“ in der Schwarzachtalhalle auf.
In dem Stück von Curt Goetz untersuchen Sherlock Holmes und Watson einen mysteriösen Verkehrsunfall, bei dem Prätorius und seine Frau ums Leben kamen. Eingebettet in diese Rahmenhandlung wird das Leben von Prätorius geschildert, einem außergewöhnlichen Mediziner, der Zeit seines Lebens auf der Suche nach der Mikrobe der menschlichen Dummheit war.
Regie führt der langjährige Kunstlehrer und Theaterfreak des Ortenburg-Gymnasiums Oberviechtach Wolfgang Pöhlmann. Neben ehemaligen Schülern wie Florian Waldherr, Julia Ruhland oder Martina Baumer, sind auch derzeitige Schüler wie Maria Wabra, Sophia Zimmermann oder Judith Höcherl dabei.
Wenn Sie sich Karten reservieren möchten, tun Sie das ganz einfach per Mail über florian.wein@ovigo-theater.de, telefonisch unter 0160 / 96 22 71 48 oder rechtzeitig vor Ort an der Abendkasse. Die Karten kosten für Erwachsene 12 Euro und für Schüler/Studenten 6 Euro.
Weitere Informationen zur Inszenierung und zur OVIGO-Gruppe gibt es unter www.ovigo-theater.de.

DAS VERANSTALTUNGSPLAKAT:

plakat_schwarzachtalhalle_zumverschicken

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Kunstherbst-Blog

Chronik einer ausgefallenen Premiere

Das „Drehbuch“ zur Auftaktveranstaltung des 2. Neunburger Kunstherbstes war seit Monaten festgeschrieben. Mit einem hochkarätig besetzten Liederabend „Ave Patrona Bavariae“ sollte das kleine, feine Kulturfestival am Sonntag, 7. September loslegen. Mit der Prager Sopranistin Lucie Silkenová und dem Münchner Pianisten & Komponisten Anton Zapf „on stage“ im historischen Schlosssaal.
* * *
Es kommt anders – und für den Kunstverein Unverdorben als Veranstalter knüppeldick! Denn die Sängerin sagt am Sonntagmittag mit SMS ihren Auftritt wegen eines grippalen Infekts ab. Ein „Krisenstab“ mit dem 2. KVU-Vorstand Peter Wunder, Kunstherbst-Koordinator Karl Stumpfi und Pianist Anton Zapf tagt im Schlosssaal. Ergebnis: Verschiebung des Konzerts auf den von Frau Silkenová angebotenen Nachholtermin 26. Oktober ja – Canceln der offiziellen Kunstherbst-Eröffnung nein!
* * *
Also irgend etwas improvisieren. Es gilt jetzt, rund um die vorgesehenen Reden und die Verteilung der Kunstherbst-Buttons ein musikalisches Rahmenprogramm zu stricken. Der Pianist will gerne dazu beisteuern. Zwei Stunden vor Beginn der Abendveranstaltung erfährt der aus Bodenwöhr stammende Berufsmusiker Prof. Josef Blank in einem Telefongespräch von der angespannten Situation beim Kunstverein. Spontane Antwort: „Ich komme und bring‘ meine Oboe mit!“
* * *
Gesagt, getan. Eine halbe Stunde später stellen sich Zapf und Blank einander vor, studieren aus dem Stand vier weitere Stücke ein. Die ersten Gäste treffen im Schloss ein, werden von der neuen Sachlage in Kenntnis gesetzt. Ungläubiges Kopfschütteln über das, was demnächst im Saal folgen würde. Pünktlich um 19 Uhr beginnt ein im wahrsten Sinne des Wortes ausgefallenes Konzert. Knapp eine Stunde später: Lange anhaltender, herzlicher Applaus, Zugabe-Rufe, Zapf und Blank kramen noch ein Notenblatt hervor. Das „Ave Maria“ von Bach-Gounod.
* * *
Keiner geht nach Hause. Beste Sektlaune beim anschließenden Empfang in der Musikschullobby. Und der nun sehr entspannte Krisenstab setzt feiermäßig noch einen drauf: Bacchantisches Finale im „Pomodoro“!

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

„Ave Patrona Bavariae“ auf 26. Oktober verlegt!

Der zur Eröffnung des 2. Neunburger Kunstherbstes geplante Liederabend „Ave Patrona Bavariae“ musste am 7. September wegen Erkankung der Prager Sopranistin Lucie Silkenová kurzfristig abgesagt werden. Das komplette Programm mit Vertonungen von Marientexten aus fünf Jahrhunderten und großen Gebetszenen aus Opern von Wagner, Verdi und Janacek wird am Sonntag, 26. Oktober 2014, 19 Uhr, im historischen Schlosssaal nachgeholt. Die erworbenen Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit, können aber auch bei den Vorverkaufstellen zurückgegeben werden. Der Restkartenverkauf findet in der Buchhandlung am Tor, Hauptstraße, und Fa. Schmidl Druck/media9, Neukirchner Straße, statt. Veranstalter ist der Kunstverein Unverdorben, unterstützt durch die Stadt Neunburg und die Kath. Pfarrei Neunburg-St.Josef.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar