
Hier absolviert die Vogtland Philharmonie einen Großteil ihrer Abonnementskonzerte. Heute Abend gastieren sie in Neunburgs Stadthalle.
Weiterer Infos unter www.kunstverein-unverdorben.de

Hier absolviert die Vogtland Philharmonie einen Großteil ihrer Abonnementskonzerte. Heute Abend gastieren sie in Neunburgs Stadthalle.
Für das Doppeljubiläum „10 Jahre Kunstverein Unverdorben“ und „10. Neunburger Kunstherbst“ ist den KVU-Verantwortlichen „ein Hochglanz ausstrahlendes Programm“ lieb und teuer. Für das Kultur-Highlight par excellence, die Neunburger Klassik-Gala 2. Oktober 22, fährt sie zwei Orchesterwerke auf, die man ohne Übertreibung als „Blockbuster“ der klassischen Musik bezeichnen kann: das Klavierkonzert Nr. 1 d-moll op. 15 von Johannes Brahms und die Symphonie Nr. 9 e-moll op. 95 „Aus der Neuen Welt“ von Antonín Dvořák. Aufgeführt werden sie in der Schwarzachtalhalle von Solist Alexander Maria Wagner (Klavier) und der Vogtland-Philharmonie mit über 50 Instrumentalisten unter Leitung von Dirigent Reinhold Mages. Nachfolgend stellen wir diese beiden Werke vor.

Johannes Brahms (1833 – 1897), als er in den Jahren 1854 – 58 an seinem ersten Klavierkonzert arbeitete.
JOHANNES BRAHMS: KONZERT FÜR KLAVIER UND ORCHESTER NR. 1 d-moll op. 15
Am Morgen des 8. Februar 1855 schrieb der 22-jährige Johannes Brahms an Clara Schumann:“Ich träumte heute nachts, ich hätte meine verunglückte Symphonie zu meinem Klavierkonzert benutzt und spielte dieses. Vom ersten Satz, Scherzo und Finale furchtbar schwer und groß. Ich war begeistert“. Die Idee, eine geplante Sonate für zwei Klaviere zunächst zur Symphonie und dann zum „Concert für das Pianoforte mit Begleitung des Orchesters“ umzuarbeiten, kam sozusagen über Nacht. Allerdings dauerte es noch bis Anfang 1859, bis das Werk nach weiteren Umarbeitungen endlich reif für seine Uraufführung war. Am 22. Januar war es im Königlichen Hoftheater Hannover soweit. Der junge Komponist übernahm den Solopart am Flügel, sein Förderer Joseph Joachim dirigierte. Die gewaltige Dimension des Werks mit einer Aufführungsdauer von ca. 50 Minuten irritierte das Publikum. Der Pianist hat hohe technische Anforderungen zu bewältigen, ohne dabei als Solist glänzen zu können. Denn Brahms verzichtet auf jede oberflächliche Virtuosität. Außerdem gibt es lange Passagen, in denen entweder das Klavier das Orchester begleitet statt andersherum, oder das Orchester sogar allein spielt. Heute zählt dieses monumentale erste Brahms-Konzert zu den meistgespielten der spätromantischen Klavierliteratur.
Formal gesehen ist an diesem Werk zunächst nichts Ungewöhnliches. Die klassische Dreisätzigkeit gliedert sich in einen Kopfsatz, der etwa so viel Spielzeit einnimmt wie die beiden anderen zusammen. Der Kopfsatz steht in Sonatenform mit zwei kontrastierenden Themen, das Adagio ist ein weitgehend schlichter, liedartiger Gesang, und als Finale folgt ein Rondo. Das ist alles auch bei Beethoven und Mozart üblich. Vielmehr ist es die schicksalhafte Größe dieses ersten thematischen Gedankens, mit welchem der Kopfsatz „maestoso“ in kraftvollen Schritten und düsteren Trillern anhebt. Die Einleitung beginnt mit einem Orgelpunkt d in den Bässen und einem drohend auf- und abschwelllenden Paukenwirbel, der durch einen B-Dur-Sextakkord ergänzt wird. Zu diesem unerbittlich hart zupackendem Thema, das den Zuhörer in den Bann schlägt, gesellt sich ein lyrisches Seitenthema, bevor das herbe Schicksalsthema wiederkehrt. Nachdem der elementare Ausbruch des Orchesters pianissimo verklungen ist, setzt das Klavier ein. Es entfaltet sich, begleitet nur von leisen Pizzicatos und Tupfern von Trompeten, Hörner und Pauken, entfaltet sich piano und espressivo der versöhnliche lyrische Gedanke. Die Durchführung setzt mit leidenschaftlichen Oktavengängen des Klaviers ein, die dunklen Gewalten gewinnen wieder Oberhand. Der Höhepunkt des Kopfsatzes wird mit der Wiederkehr des mächtigen Hauptthemas erreicht, diesmal im Fortissimo des Klaviers, untermalt vom donnernden Wirbel der Pauke.
Auf diesen von innerer Leidenschaft durchglühten ersten Satz folgt als denkbar größter Gegensatz ein Adagio mit seiner Innigkeit und weihevoller Abgeklärtheit.
In seinem Autograph hatte Brahms unter den ersten fünf Takten die Worte „Benedictus qui venit in nomine domini“ gesetzt („Gelobt sei der, der im Namen des Herrn kommt“. Manche sehen hierin eine Hommage an den verstorbenen Robert Schumann. Das Orchester stellt ein D-Dur-Thema vor, das das Klavier in abgewandelter Form aufgreift. Insgesamt ist dieser zweite Satz ein Dialog zwischen Orchester und Klavier. Im Verlauf dessen wird das Eingangsthema immer weiter entwickelt. Es ist ein friedvoller Hymnus, der sich zu erhabener Größe steigert, um endlich in einem sphärischen Pianissimo zu verklingen. Der Finalsatz beginnt unmittelbar mit dem Hauptthema, das vom Klavier allein vorgetragen wird. Dieses ungarisch angehauchte Rondo mit seiner kräftigen Synkope zu Beginn bringt neben zwei lyrischen Zwischenspielen auch zwei Fugatoteile. Sie zeigen das bei Brahms schon früh ausgeprägte Interesse für barocke Formen, ein zu seiner Zeit durchaus ungewöhnliches Hobby. Kämpferisch, fast trotzig ist der Grundcharakter dieses Finales. Der kraftvollen Kadenz quasi Fantasia folgt der gelöste Schlussteil in D-Dur. Nach einer neuerlichen Kadenz endet er in Doppeltrillern in beiden Händen und fanfarenartiger Verkürzung des Hauptthemas in triumphaler Größe.
Orchesterbesetzung des 1. Klavierkonzerts von Johannes Brahms: Streicher (1. und 2. Violinen, Bratschen, Violoncelli, Kontrabässe), 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte; 2 Trompeten, 4 Hörner und Pauken.
********************************************************************************
ANTONIN DVORAK: SYMPHONIE NR. 9 e-moll op. 95 „AUS DER NEUEN WELT“
Als Antonín Dvořák 1882 amerikanischen Boden betrat, um der Berufung zum Direktor des National Conservatory of Music of America Folge zu leisten, war er bereits ein weltberühmter Komponist. Zu Beginn seiner Laufbahn zählte auch der um acht Jahr ältere Johannes Brahms zu seinen Förderern. Mit der 9. Symphonie, die während seines dreijährigen Amerika-Aufenthalts entstand, schuf Dvořák wohl sein populärstes sinfonisches Werk. Der Kopfsatz Adagio – Allegro molto beginnt mit einer elegischen langsamen Einleitung, die ungemein differenziert instrumentiert ist. Das Hauptthema setzt im Horn Allegro molto ein, das von der Oboe, den Streichern und schließlich fortissimo vom ganzen Orchester aufgegriffen wird. Die zweite Themengruppe in den Flöten und Oboen geht auf eine indianische Tanzweise zurück: „Swing low, sweet chariot“, die aber von Dvorak vollends ins böhmische Kolorit übertragen wird. Als Nachsatz erscheint eine Flötenmelodie, die sich nach G-Dur wendet und in ihrer eigenwilligen Rhythmisierung gleichfalls darauf schließen lässt, dass hier Antonín Dvořák eine indianische Weise in sein angestammtes Ideom übertragen hat.
Der zweite Satz, ein Largo in Des-Dur, soll durch Dichtungen von Longfellow („Hiawatha“) angeregt worden sein. Er ist in großer dreiteiliger Form gehalten. Nach einleitendem Bläserchoral und Streichervorspiel, beginnt eine traurige, wie von Heimweh gefärbte Kantilene des Englischhorns. Der bewegtere Mittelteil baut sich über cis-moll auf, führt zu dramatischen Steigerungen und mündet zurück in die Schalmeien-Melodie, die langsam in den Streichern verebbt. Mit Triangelgeläut und harten Akkorden setzt das wild bewegte Scherzo ein Dem stürmischen Hauptgedanken stehen zwei Trios gegenüber: das erste mit einer melancholischen e-moll-Melodie der Holzbläser, das zweite als ein derber böhmischer Tanz in C-Dur. Das Grundmotiv meldet sich nach der Reprise mit drohendem Unterton.
Das Finale (Allegro con fuoco) ist von einer mitreißenden Dynamik geprägt. Schmetternd wird er mit einer glanzvollen Trompetenmelodie eröffnet. Vom vollen Orchester wird das marschartig energetische Hauptthema vorgetragen, das pathetisch von der Neuen Welt kündet. Das zweite Thema in den Klarinetten dagegen drückt Antonín Dvořák Sehnsucht nach seinem Vaterland aus. Wieder bricht sich das Hauptthema seine Bahn. Nach einer vielgliedrigen Reprise mündet Dvořáks letzte Symphonie in eine verklärende Stretta. Der Satz wird mit einigen Akkorden beendet, von denen der letzte von den Bläsern gehalten wird, was statt eines abrupten Endes ein langsames Verklingen herbeiführt.
Die Weltpremiere der 9. Symphonie „Aus der Neuen Welt“ spielten am 16. Dezember 1893 die New Yorker Philharmoniker in der Carnegie Hall in New York unter Leitung von Dirigent Anton Seidl. Der Komponist schrieb über die Uraufführung: „Die Zeitungen sagen, noch nie hatte ein Komponist einen solchen Triumph. Die Leute applaudierten so viel, dass ich mich aus der Loge wie ein König bedanken musste“. Auf dem europäischen Kontinent fand die Erstaufführung am 20. Juli 1894 in Karlsbad statt.
Orchesterbesetzung der 9. Symphonie von Antonín Dvořák: Streicher (1. und 2. Violinen, Bratschen, Violoncelli, Kontrabässe), 2 Flöten (2. Flöte auch Piccoloflöte), 2 Oboen (2. auch Englischhorn), 2 Klarinetten in A, 2 Fagotte, 4 Hörner in E, C und F, 2 Trompeten, 3 Posaunen, Tuba, Pauken, Triangel und Becken.
(Quellen: Concerti.de; wikipedia; Knaurs Konzertführer)
*****************************************************
NEUNBURGER KLASSIK-GALA 2. OKTOBER 2022, 19 Uhr, Schwarzachtalhalle
Orchester: Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach; Werke von Brahms und Dvořák
Dirigent: Reinhold Mages
Solist: Alexander Maria Wagner, Klavier
Eintritt: 45 € / 40 € / 35 € – Schüler, Studenten, Auszubildende frei (Ausweis, Bescheinigungen etc. mitbringen!)
Kartenbestellung (bis einschließlich 30. 9.) unter E-Mail www.schwarzachtalhalle@stadtwerke-neunburg.de; Tel. 09672 / 9208 514 (Rosa Schafbauer)
Restkartenverkauf/Abendkasse: Ab 18 Uhr im Foyer der Schwarzachtalhalle
Konzertbeginn: 19 Uhr, ca. 20 Minuten Pause, Ende gegen 21.30 Uhr.
Es gelten die aktuellen Corona-Regeln nach dem Infektionsschutzgesetz. Pressehinweise beachten!
LARS VOGT ERKLÄRT BRAHMS: 1. Klavierkonzert d-moll op. 15
Link zu Youtube:
DVORAK’s SYMPHONIE „AUS DER NEUEN WELT“: Finale (Allegro con fuoco)
Link zu Youtube:
https://youtu.be/csJu7I7mRsQ
Die Internationale Kunstausstellung AHOJ 22 stadt.land.kunst im Rahmen des zehnten NEUNBURGER KUNSTHERBSTS ist heute, Sonntag, 25. September in der Zeit von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Gemälde und Kunstobjekte von Barbora Novorodá, Prag; Kristyna Nejedla Bujarková, Prag; Gerda Pamler, München; und Brigitta Weigl, Maxhütte; sowie der Kunstschule Klatovy/Tschechien und Staatliche Gregor-von-Scherr-Realschule Neunburg vorm Wald können in den Ausstellungsräumen Alte Fronfeste, Im Berg 17, und Spitalkirche, Hauptstraße 3, sowie in Schaufenstern der Hauptstraße und Rahmstraße besichtigt werden. Die Kunstausstellung AHOJ 22 stadt.land.kunst dauert bis Sonntag, 30. Oktober.
Die Aufnahme zeigt ein dem Ausstellungsmotto entsprechendes Gemälde: „Häuserflucht“ von Viktor Schröpf und Nazar Korechnikov (9. Techniker-Klasse der Gregor-von-Scherr-Realschule Neunburg vorm Wald).

Die Herbstausstellung 2022 der evang.-luth. Gemeinde Neunburg widmet sich dem Thema „Wir scheuen keine Konflikte“ des Zivilen Deutschen Friedensdienstes.
PROJEKT „GITARREN STATT GEWEHRE“
Pfarrer Gerhard Beck, der bei seinem Studium in Belfast die Arbeit des Friedensforschers John Paul Lederach kennengelernt hat, wird das Thema „Wo Gerechtigkeit und Friede sich küssen – zur Theologie der Versöhnung“ eingehen und im Anschluss das Brot für die Welt Projekt „Gitarren statt Gewehre“ vorstellen.
Am 25. September, 9.30 Uhr, lädt die evangelische Gemeinde zu einem Filmgottesdienst in die Versöhnungskirche ein. Inhaltlich geht es dabei um „Die Kraft der Versöhnung“. Der Film erzählt die persönliche Geschichte eines Tutsi-Angehörigen, der einen Großteil seiner Familie beim Völkermord von Ruanda im April 1994 verloren hat. Am 14. Oktober, 19 Uhr, findet an gleicher Stelle das Konzert „…so ist Versöhnung…“, mit Musik und Texten zu Krieg, Frieden und Versöhnung statt. Die Akteure sind Evi Beck, Aurel von Bismarck, die Brucker Marktschreier, der Ökumenische Kirchenchor Bruck-Nittenau, das Projekt Contigo, Mitglieder des Festspiels Neunburg, der Jugendchor Neunburg, Jörg Maderer, Stefan Wagner und Jürgen Zach.
Ein weiterer Beitrag in dieser Reihe ist am 8. Oktober die vom Kunstverein Unverdorben organisierte Autorenlesung mit Lieven Rother, Dortmund, in der Spitalkirche. Seine Kriminalroman „Marshall in Love“ thematisiert brisante Themen wie Holocaust und Rechtsextremismus. Beginn 20 Uhr. Am 21. Oktober folgt ein Vortrag und Gespräch mit Sigrid Schell-Straub. Sie berichtet unter dem Titel „Bildung schafft Versöhnung“ von ihrer Tätigkeit als Friedensfachkraft in Sierra-Leone. Beginn ist um 19 Uhr.

Der Bochumer Autor Lieven Rother (32) zeigt seinen Debüt-Roman „Marshall in Love“, dem Anfang des Jahres die Literaturkritik „eine beharrliche Treue zum Realismus und ein aufrichtiges Engagement für eine warme, soziopolitische Analyse“ bescheinigte. Foto: Angelina Zander
***********************************************************
„Aus der Geschichte der Völker können wir lernen, dass die Völker nichts aus der Geschichte gerlernt haben“. (Georg Wilhelm Friedrich Hegel)
***********************************************************
Derartige Kriegsverbrechen waren für uns alle unvorstellbar und so befahlen wir das gesamte Dorf zusammen, alle Erwachsenen. Ihnen wurde von uns auferlegt, dass die Leichen der Häftlinge aus dem Wald, auf einen ehrwürdigen Friedhof gebracht werden müssten, um dort zunächst aufgebahrt und anschließend im Rahmen eines angemessenen Begräbnisses beigesetzt zu werden. Wir fanden tatsächlich die kolportierte Anzahl der Toten, sogar noch eine Handvoll mehr…Für mich, als Kriegsberichterstatter, war es das nächste Erlebnis, das sich tief in mein Gedächtnis einbrennen wird. Teilweise waren die Leichen böse zugerichtet, lagen ineinander verkeilt, wobei die Austrittswunde des einen Leichnam unmittelbar in die Eintrittswunde des anderen überging. Eine Grausamkeit und Entmenschlichung, die ihresgleichen sucht.“
Nur ein kurzer Auszug aus dem 23. Kapitel des Romans „Marshall in Love“ von Lieven Rother, der um die Jahreswende 2021/22 im Verlag Europa Buch erschienen ist. Genauer: Es ist ein Kriminalroman der besonderen Art. Und deshalb schickt der Verlag gleich voraus: „Die Leser seien gewarnt. Wer keine Lust darauf hat oder sich nicht traut, unsere moderne Geschichte einmal wieder durchzuarbeiten, sollte sich eher enthalten, diese Seiten durchzublättern. Denn ja, nicht leichtherzig lässt sich dieser Roman lesen“..
Tatsächlich gelingt dem Autor, ein komplexes Mosaik zu verfassen, eine dichte Fläche, auf der sich gewebeartig kleine und große Geschichten miteinander verflechten. Die aufmerksamen Leser werden auch erkennen und schätzen, wie scharf der Autor das Ruhrgebiet als Roman-Schauplatz wählt, das, wie wenige andere Orte Europas, die Probleme und Herausforderungen der kontemporären Zeit auf sich nimmt. Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen in einer Erarbeitung von privaten und kollektiven Ereignissen, während persönliche Geschichten sich zur Verwirklichung der gemeinsamen Historie erheben. Zum Stil des Autors muss man ohnehin die detaillierten Deskriptionen hervorheben, die in wenigen Pinselstrichen den Kern einer traumatisierten Menschheit und ihre schmerzhaften Beziehungen offenlegen und zum unmittelbaren Mitleid führen. Zudem zeigt die rohe Sprachwahl eine beharrliche Treue zum Realismus und ein aufrichtiges Engagement für eine warme, soziopolitische Analyse.
BEZUG AUF DEN HOLOCAUST
Welche Themen bestimmen den Roman „Marshall in Love“? Autor Lieven Rothers Antwort lautet: „Mein Buch ist kein klassischer Kriminalroman. Die Handlung umfasst einen Antagonisten, der von der Gesellschaft ausgeschlossen und abgehangen wurde. Aufgrund dieser sozialen Ausgrenzung, entwickelt der Antagonist perfide Mordfantasien und setzt diese in die Tat um, indem er wahllos Migranten tötet“. Darüber hinaus behandelt der Roman die Themen Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus Im Rahmen dessen wird unmittelbar Bezug auf den Holocaust genommen – so im eingangs zitierten 23. Kapitel, das eines der dunkelsten Abschnitte der Geschichte Neunburgs streift – weitab vom wesentlichen Schauplatz der Romanhandlung, nämlich Dortmund und das Ruhrgebiet.
Lieven Rother, der 1990 in Bochum geboren wurde, möchte seinen Leserinnen und Lesern eine Möglichkeit bieten, sich kritisch und reflektiert mit der historischen Verantwortung Deutschlands auseinanderzusetzen. Denn: Hass und Ausgrenzung gegenüber jeder Person und jeder Lebensform ist eine Gefahr für unsere pluralistische Gesellschaft, betont der Autor. Sein Protagonist – Linus Gerling – hat ein stark demokratisch geprägtes Werte- und Moralsystem und handelt auch dementsprechend. Diese Charaktereigenschaften werden im Laufe des Buches immer mehr entwickelt und dargestellt.
*********************************************
„Je weiter wir fuhren, desto größer wurde die Erkenntnis, dass die Mehrzahl der Bürger zumindest geahnt haben muss, welche Verbrechen die Nazis an den Juden begangen haben. Die Antwort auf diese Vermutung fanden wir in den Wäldern bei Neunburg vorm Wald.“ (Aus dem 23. Kapitel des Romans „Marshall in Love“ von Lieven Rother)
*********************************************
Der Protagonist setzt sich zudem kritisch und reflektiert mit der historischen Verantwortung Deutschlands auseinander. So schließt das Neunburg-Kapitel von „Marshall in Love“ mit dieser Schlussfolgerung: „Diese Tötungen skizzierten das perfide Denken der Täter, untermalten den strukturierten Genozid und ließen keinen Zweifel daran, dass sowohl innerhalb, als auch außerhalb Deutschlands eines der größten Verbrechen der jüngeren Geschichte begangen wurde“.
Beruflich ist der 32-Jährige als Polizeibeamter beim Polizeipräsidium Bochum in Nordrhein-Westfalen tätig. Seit 2020 wohnt er mit seiner Ehefrau und zwei Söhnen Fröndenberg bei Dortmund und genießt dort nach eigenem Bekunden „das Leben auf dem Land“.

Erstmals wurde eine AHOJ-Kunstausstellung im Foyer des Neunburger Rathaus-Erweiterungsbaus ausgerichtet. Die Besucher – hier im angeregten Gespräch – und der veranstaltende Kunstverein Unverdorben waren sich einig: Eine passende Location mit gediegenem Ambiente und eine Bereicherung des Raumangebots für kulturelle Events in der Pfalzgrafenstadt Neunburg v. W.!

Gruppenbild mit Künstlerinnen, Veranstalter und Hausherr (von rechts): 1. Bürgermeister Martin Birner, Direktorin der Staatlichen Gregor-von-Scherr-Realschule Neunburg vorm Wald Diana Schmidberger, Kunstmalerin Gerda Pamler, München; KVU-Vorsitzender Peter Wunder, Direktorin der Kunstschule Klatovy Jarmila Stepánková, Kunstherbst-Koordinator Karl Stumpfi und Kunstmalerin Brigitta Weigl, Maxhütte.

KVU-Vorsitzender Peter Wunder gab in der Begrüßungsrede seiner Freude Ausdruck, dass dem Kunstverein Unverdorben sozusagen die Vor-Einweihung des Neuen Rathauses vorbehalten war. Nach persönlicher Vorstellung der an AHOJ 22 beteiligten Künstlerinnen und Schulen aus Bayern und Tschechien lud er alle Anwesenden zur „Kunstprozession“ durch die Altstadt ein.

Im Obergeschoss der Alten Fronfeste erwartet die Ausstellungsbesucher eine Retrospektive „11 Jahre Kunstverein Unverdorben und 10. Neunburger Kunstherbst“ mit Fotografien, Plakaten, Flyern und Dokumenten von der Gründerzeit des KVU im Sommer 2011 bis zum Sommer 2022 .

Künstlergespräch im Erdgeschoss der Alten Fronfeste mit der gebürtigen Zangensteinerin Gerda Pamler, die seit den Siebziger Jahren in München lebt. Ihre Kunstwerke sind im Flur und EG bis Ende Oktober zu besichtigen.

In der Spitalkirche werden Kunstwerke von Brigitta Weigl, Maxhütte-Haidhof, gezeigt: Neben ihren Gemälden auch die Kreativ-Installation „Lasst Kinder um mich sein“.

Die Pfalzgraf-Johann-Gedenkstatue war zur Ahoj 22-Vernissage von drei Freiluft-Kunstwerken der Künstlerin Brigitta Weigl flankiert. Nachdem starke Windboen eine „Fahne“ beschädigt hatte, wurden die Objekte am Sonntag wieder von der Burgmauer abgenommen. Foto: Gaby Irlbacher

Der Neunburger Kunstherbst bietet dem krisengebeutelten Jahr 2022 mit insgesamt 20 Kulturterminen die Stirn. Foto: Karl Stumpfi


„Kreatives Denken“ hat die 12-jährige Rosalie Kubecová ihre Keramik-Plastik betitelt. Kunstobjekte der tschechischen Kunstschule Klatovy runden das Ausstellungsangebot von AHOJ 22 stadt.land.kunst ab. Zu besichtigen sind sie im Erdgeschoss und ersten Stockwerk der Alten Fronfeste. Foto: Karl Stumpfi
Barbora Novorodová
In ihrer jüngsten Gemälde-Serie versucht die junge Künstlerin sakrale Schönheit, die sie in alltäglichen Objekten und Situationen wahrnimmt, zumindest teilweise einzufangen.
Kristýna Nejedlá Bujárková
An der Grenze zwischen Landschaft und Stilleben, Form und Inhalt, Form und Farbe:
Brigitta Weigl
Die geborene Kielerin hat in Maxhütte-Haidhof mit viel Fantasie und Schaffenskraft den Kunstpark mit Atelier aus einem verwilderten Bergbau-Gelände geschaffen.
Jahrelang war sie im Leistungssport international unterwegs und hat mehrere paralympische Medaillen eingesammelt. Als Rollstuhlfahrerin trifft man sie im Winter gern im Monoski, im Sommer ist sie mit dem Handbike oder Kajak unterwegs. Den Ausgleich zum Sport findet Gerda Pamler in der Malerei.***************************************************************************************************
Die Internationale Kunstausstellung AHOJ 22 stadt°land°kunst dauert vom Freitag, 16. September bis Sonntag, 30. Oktober 2022. Vernissage ab 18 Uhr im neuen Rathaus-Foyer: Begrüßung und Vorstellung der Ahoj 22-Aussteller, Grußwort des 1. Bürgermeisters Martin Birner, musikalische Umrahmung durch Valentin Lennert (E-Piano), anschließend „Kunstprozession“. Ausklang in der Alten Fronfeste mit Künstler-Gesprächen.
Besichtigungen sind möglich jeden Sonntag von 14 bis 16 Uhr in der Alten Fronfeste, Im Berg 17, und Spitalkirche, Hauptstraße 3. Sonderführungen außerhalb der angegebenen Zeiten können mit dem Kurator Peter Wunder vereinbart werden (Telefon: 09672 / 4337 oder eMail peter_wunder@web.de) Eintritt ist frei, Spenden für den Kunstverein Unverdorben erbeten.


Angekommen: Der Kunstverein Unverdorben hielt gestern „Einzug“ im soeben baulich vollendeten Rathaus-Erweiterungsbau – an gleicher Stelle des von 2013 bis 2018 vom KVU als Kunstquartier genutzten Altmannhauses, Im Berg 7. In Neunburgs neuer „Pinakothek“ wird am Freitag, 16. September, 18 Uhr, die Internationale Kunstausstellung Ahoj 22 stadt°land°kunst eröffnet. Erste Kunstwerke wurden am Montag Nachmittag von Peter Wunder, Joachim Ullmann und Karl Stumpfi von der Alten Fronfeste ins Neue Rathaus überführt. Von dort aus wird sich nach Begrüßung, Künstlervorstellung und Sektempfang eine „Kunstprozession“ durch die Hauptstraße und zu den weiteren Ausstellungs-Locationen Spitalkirche und Alte Fronfeste in Bewegung setzen.
Alle Liebhaber*innen der Bildenden Künste aus Region sind herzlich willkommen. Ahoj 22 stadt°land°kunst endet am 30. Oktober. Besichtigungszeiten sind jeweils Sonntag von 14 bis 16 Uhr.
***********************************************
MEDIEN-ECHO
Vorschau in der Mittelbayerischen Zeitung, Ausgabe Schwandorf, vom 16. September 2022 als JPG-Datei: 

140 Orchestermusiker und Choristen aus Prag und Regensburg waren bei der ersten Neunburger Operngala vor zehn Jahren „on stage“. Foto: Ralf Gohlke, MZ

Klassik-Beauftragter Karl Stumpfi zeigt die „Stars“ der Operngala am 2. 10. 2012, darunter Tenor Ikaya Purdy vom Ensemble der Wiener Staatsoper. Foto: Alfred Grassmann
DIE SCHUBKRAFT DES ERFOLGS
Die Schubkraft dieses Erfolgs – das Haus war mit rund 600 Gästen ausverkauft – verlieh der neu etablierten Konzertreihe ausreichend Schwung für die Folgejahre. 2013 ging der Neunburger Kunstherbst an den Start – und wartete gleich mit den nächsten Highlight auf. Die Chorphilharmonie Regensburg, verstärkt durch ihren Partnerchor Osaka führten Beethovens 9. Symphonie mit dem Schlusschor „An die Freude“ auf. Und wieder war dem Unternehmen öffentliche Anerkennung gewiss. „Bayern und Japaner stemmen einen Koloss“ lautete eine Presse-Schlagzeile. Die zweite Auflage der Operngala 2014 und ein Jahr darauf die „Mozart-Opernnacht“ rückten die Schwarzachtalhalle weiter in den Fokus der regionalen Musik-Gourmets. Folgerichtig sollte der 2. Oktober 2017 zum Stadtjubiläum „1000 Jahre Neunburg vorm Wald“ für das Nonplusultra der Konzertserie sorgen. Auf einer ins XXL-Format ausgedehnten Bühne gastierte die Bayerische Philharmonie unter Leitung von Chefdirigent Mark Mast. 85 Orchestermusiker aus 27 Ländern bescherten mit opulentem Streicherklang und mächtigen Bläserchorälen in Anton Bruckners „Romantischer Symphonie“ ein unvergessliches Hörerlebnis.
Die Anfänge einer Entwicklung, die im Jahrtausendkonzert 2017 gipfelte, reichen rund zehn Jahre zurück. Im Februar 2006 hatten Statiker nach dem Einsturz der Reichenhaller Eishalle die Neunburger Stadthalle auf Standfestigkeit abgeklopft – und Bürgermeister Bayerl die sofortige Schließung empfohlen. Damit war auch ein jahrelanger Diskurs „Sanierung oder Neubau“ entschieden worden. Um den nach Schließung des Krankenhauses 2003 und Abzug der Bundeswehr 2007 resultierenden Zentralitätsverlust der Stadt abzufedern, nahmen die Planer „einen Hallentyp mit Alleinstellungsmerkmal“ ins Visier. Zumal für die Realisierung einer „konzertreifen“ Veranstaltungs-Location eine höchst attraktive Bezuschussung winkte: Allein rund drei Millionen Euro stellte die EU an Fördermitteln in Aussicht. Und sicherte so die Finanzierung des Zehn-Millionen-Projekts für die neue Stadthalle samt Außenanlagen. Im Jahr des Baubeginns 2010 richtete die Stadtverwaltung ein Beratungsgremium ein. Sein Auftrag: Die Entwicklung eines den Förderrichtlinien entsprechenden Kulturprogramms auf den Weg zu bringen. Ergebnis war unter anderem ein „klassisches“ Eröffnungskonzert am 14. Juli 2012: Erstmaliges Gastspiel eines ausländischen Sinfonieorchesters, welches den neuen Kulturtempel mit Bedrich Smetanas „Ma Vlast“-Zyklus (Mein Vaterland) sozusagen mit Moldau-Wasser taufte. Wenige Monate später fiel der Startschuss für die Neunburger Klassik-Konzertreihe am 2. Oktober…DER KUNSTVEREIN SPRANG EIN
Um ein professionelles Orchester mit großer sinfonischer Besetzung (50 und mehr Instrumentalisten) nach Neunburg zu transferieren, ist ein Budget zwischen 10.000 bis 20.000 Euro für Gagen, Künstlersozialkasse, Saalmiete, Werbung etc. vonnöten. Dafür stand in der Gründerzeit von 2012 bis Ende 2015 in Sachen Trägerschaft die Freizeit GmbH als städtische Tochtergesellschaft gerade. Von Beginn an mit im Boot war der frühere MZ-Redakteur Karl Stumpfi in ehrenamtlichen Funktionen: ab 2010 als Klassik-Beauftragter der Freizeit GmbH und ab 2014 als Kultur-Beauftragter des Stadtrates.
*****************************************************************************************************
„Wir glauben an die Kraft der klassischen Musik und sind von Anfang an unseren Weg gegangen. Letztlich haben wir genau das umgesetzt, was gesellschaftspolitisch seit Langem gefordert wird: auf dem Land ein kulturelles Angebot zu etablieren, das weit mehr offeriert als eine Reihe von Einzelveranstaltungen, nämlich die Entwicklung von Infrastruktur mithilfe des Instruments Hochkultur“. (Thomas E. Bauer, Initiator und Intendant des Konzerthauses Blaibach, Lkr. Cham)
*****************************************************************************************************
Um den Weiterbestand der Neunburger Klassik-Konzertreihe zu sichern, sprang ab 2016 der gemeinnützige Kunstverein Unverdorben in die Bresche. Federführend kümmert sich seither 1. Vorsitzender Peter Wunder um organisatorische Belange und Beschaffung von Fördermitteln, pflegt Kontakte zu Sponsoren. Unter seiner Regie bleibt der Vorabend des deutschen Nationalfeiertags eine feste Größe im Kulturkalender der Region: Max-Reger-Gedenkkonzert 2016, Jahrtausendkonzert 2017, Tschaikowsky-Nacht 2018, Klassik-Rock-Gala 2019, coronabedingt ein Kammermusik-Abend 2020 und die Beethoven-Nacht 2021 sorgten für Kontinuität und festigten den Ruf der „Klassik-Hochburg“ Neunburg vorm Wald.
Die nachweislich positive Außenwirkung weiß 1. Bürgermeister Martin Birner durchaus zu schätzen. Erst kürzlich gratulierte er „seinem“ Kunstverein für das in den zurückliegenden zehn Jahren Geschaffene. Hier treffe hervorragendes ehrenamtliches Engagement und große Kooperationsbereitschaft mit Bildungseinrichtungen und einheimischer Wirtschaft zusammen, welches in der Summe zu einer beachtlichen Bereicherung des kulturellen Lebens in unserer Heimat führe. Das Jubiläumskonzert am Sonntag, 2. Oktober (Details im Info-Anhang) soll diese Erfolgsstory nun fortsetzen. Für hohe künstlerische Qualität bürgen diesmal die Vogtland Philharmonie aus Sachsen/Thüringen unter Leitung von Dirigent Reinhold Mages sowie der aus dem Landkreis Cham stammende, inzwischen auch international gefeierte Pianist Alexander Maria Wagner. Und Musik der Romantiker Brahms und Dvorak, so wünschen es sich die Veranstalter, „soll für einige Stunden ein Leuchtturm in stürmischen Zeiten sein“.
**************************************************************************
NEUNBURGER KLASSIK-GALA 2. 10. ’22: KÜNSTLER, KARTEN, KONDITIONEN
° Dirigent: Reinhold Mages (Jg. 1966) stammt aus dem Fichtelgebirge
und war bis zum Abitur 1987 bei den Regensburger Domspatzen. Er studierte an der Hochschule für Musik und Theater in München Schulmusik und Orchesterleitung bei Prof. Hermann Michael. 1990 assistierte er Maestro Leonard Bernstein bei dessen Mozart-Konzerten in der Basilika Waldsassen. Der Musikpädagoge lebt und arbeitet in München.°Solist: Alexander Maria Wagner (Jg. 1995) begann das Klavierspiel mit vier Jahren und wurde ab 2007
von Franz Hummel in Klavier und Komposition ausgebildet. Mit 14 Jahren komponierte er seine erste Sinfonie „Kraftwerk“, die vom Sofia Philharmonic Orchestra für CD eingespielt wurde. Er studierte am Salzburger Mozarteum und begeisterte das Publikum im Neunburger Kunstherbst 2018 mit seiner Interpretation des Klavierkonzerts Nr. 1 von Tschaikowksy. Heute lebt und arbeitet Wagner in Wien.°Programm: Eingeleitet wird die Klassik-Gala mit dem Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 d-moll op. 15 von Johannes Brahms. Dieses monumentale Werk aus der Sturm- und Drangperiode des gebürtigen Hamburgers dauert ca. 50 Minuten. Nach der Pause folgt die Symphonie Nr. 9 e-moll op. 95 von Antonin Dvorak. Ihr Untertitel „Aus der Neuen Welt“ hat zur großen Popularität dieses Werks wesentlich beigetragen.
°Konzert-Termin ist Sonntag, 2. Oktober. Bitte den frühen Beginn bereits um 19 Uhr beachten! Saalöffnung und Abendkasse ab 18 Uhr. Eintrittspreise: 35/40/45 €.
°Kartenbestellungen sind bei den Neunburger Stadtwerken/Freizeit GmbH, Bärnhof, möglich. E-Mail: schwarzachtalhalle@stadtwerke-neunburg.de; Telefon: 09672 / 9208514 (Rosa Schafbauer).
°Jubiläums-Jugendbonus: Für Schüler, Studenten und Auszubildende ist der Eintritt frei. Gegen Vorlage eines Ausweises, Immatrikulations-Nachweis etc. erhalten sie an der Abendkasse Freikarten ausgehändigt.
**************************************************************************
MEDIEN-ECHO
Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung, Ausgabe Schwandorf, vom Dienstag, 13. September 2022 als JPG-Datei:
