3. Neunburger Kunstherbst: Das war’s!

EröffngFisher (2)Tanzkunst in höchster Perfektion hielt zur „Ahoj-15“-Eröffnung Einzug im Kunstquartier.

„Die bunten Blätter des Neunburger Kunstherbstes sind nun gefallen. Ein überaus vielfältiges und anspruchvolles Programm ist beendet“. Mit diesen Worten zieht Beate Seifert, 1. Vorsitzende des Kunstvereins Unverdorben, den Schlussstrich unter die dritte Auflage des kulturellen Saisonfestivals in der Pfalzgrafenstadt. In einem ersten Resümee für die Lokalpresse unterstreicht sie den Anspruch der KVU-Führungsriege ein breitgefächertes Angebot an Musikdarbietungen, Lesungen, Ausstellungen und Theateraufführunge dem mittlerweile weit über die Grenzen Neunburgs interessiertem Publikum zu unterbreiten. So habe man insgesamt 23 Kunstherbst-Veranstaltungen in drei Monate gepackt und dabei sehr viele Genres bedient. Der Kunstverein Unverdorben habe Kunstinteressierten der Region die Möglichkeit eröffnet, staunend durch Ausstellungen zu streifen, Grenzen überschreitende Menschen und Künstler kennenzulernen, entspannt sich in wunderbaren Konzertabenden wieder zu finden, aber auch an unterhaltsamen Abende den Alltag kurz auszublenden, Aktuelles und Vergangenes nachdenklich zu betrachten und zu reflektieren, sowie Jugendliche zum kreativen Tun anzuregen.

NOCH MEHR MENSCHEN ERREICHEN

„Wenn man mich fragen würde, welches Kunstherbst-Ereignis mich am meisten berührte, könnte ich dies nicht leicht beantworten“, betont Beate Seifert. Neugierig sei sie aber auf jede Darbietung der unterschiedlichen Künstlerinnen und Künstler gewesen – „und jede Veranstaltung hat mich auf ihre Art beeindruckt“. In einem kurzen Ausblick auf den 4. Neunburger Kunstherbst verleiht die 1. Vorsitzende ihrer Hoffnung Ausdruck, dass im kommenden Jahr noch mehr Menschen mit der Programm-Auswahl angesprochen und erreicht werden können. In die von den KVU-Gremien und ihren Helfern geleisteten Arbeit fließe viel Herzblut, so Seifert. Deshalb erinnert sie an die alte Binsenwahrheit „Das Brot des Künstlers ist der Applaus“ – die Wertschätzung der Tätigkeit eines Kunstvereins sei der Besuch seiner Veranstaltungen.

MIT EU-KULTURHAUPTSTADT KOOPERIERT

In seinen Funktionen als Geschäftsführer und Schatzmeister liefen viele organisatorische Fäden bei Peter Wunder zusammen. „Wir sind froh und ein bisschen stolz, ein so vielfältiges Programm mit einem so kurzen Zeitansatz und einigen schnell gelösten Problemen auf die Beine gestellt zu haben“, so lautet sein erstes Fazit der abgelaufenen Saison. Als besonderen Aspekt stellt er die Kooperation mit der Europäischen Kulturhauptstadt 2015 Pilsen via Partner-Organisation Centrum Bavaria Bohemia Schönsee sowie damit einhergehende Förderung durch den Bayerischen Kulturfond heraus. Die „Ahoi 15“-Kunstprozession mit beachtlichen Werken deutscher und tschechischer Künstler, den Pantomimen des Pilsener Theatervereins Klenba und den unvergessenen Auftritt der Regensburger Tanzakademie in der alten Frankbrauerei, so Wunders Einschätzung, könne man wohl zu den spektakulären Höhepunkten zählen. Auch die KreativAktion mit Schülern der oberen Klassen der Mittel- und der Realschule, die in vielen Facetten den Minnesänger Peter Unverdorben darstellten und die Themenwoche „Aufbruch 1945“ setzten für ihn beachtliche künstlerische und literarische Glanzlichter.

Ohne der endgültigen finanzielle Abrechnung der Kunstherbstsaison vorzugreifen, geht der KVU-Schatzmeister davon aus, dass der budgetierte Kostenrahmen (ca. 15 000 Euro) eingehalten werden kann. Gemeinsam mit seinen Veranstaltungspartnern sei der Kunstverein auf einem guten Weg, Neunburg vorm Wald mit dem Museum, der Musikschule und dem Festspiel immer mehr zu einer profilierten Kulturstadt zu entwickeln.

 „KNOW-HOW, DAS UNBEZAHLBAR IST“

Für Karl Stumpfi, den zuständigen Programm-Koordinator, zählt neben der großen „Ahoj“-Herbstausstellung die Neunburger Operngala zu den tragenden Säulen des Kunstherbstes: „Wir bringen damit Hochkultur und Internationalität in unsere Stadt“. Ohne die guten Tschechien-Kontakte der neuen 2. Vorsitzenden Renata Heimerl und die seit Eröffnung der Schwarzachtalhalle 2012 bewährte Zusammenarbeit mit Chefdirigent Hans Richter (Smetana Philharmoniker Prag) hätte man diese „Rufzeichen“ nicht setzen können. Der Kunstverein mache sich hier ein Know-how zunutze, das unbezahlbar sei. Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem 3. Kunstherbst werden in den Planungen 2016 ihren Niederschlag finden, kündigte Stumpfi an. Eine Diskussion über Ober- und Untergrenzen des Angebots wolle er nicht führen, „denn für uns ist dieses Programm keine Frage der Quantität, sondern der Qualität“. Der Neunburger Kunstherbst müsse unterschiedlichen Formaten Platz bieten, dürfe auch vor Experimenten nicht zurückschrecken – und deshalb versichert der Koordinator: „Wir schielen nicht unentwegt nach vollen Sälen“.

Nicht zuletzt versteht sich der Neunburger Kunstherbst unter Regie des Kunstvereins als großes Gemeinschaftswerk, welches nur durch Bündelung aller verfügbaren Kräfte auch zur Erfolgsgeschichte werden könne. Deshalb richtet der KVU-Vorstand einen pauschalen Dank an alle Unterstützer aus der heimischen Wirtschaft und an die privaten Sponsoren. Sie sind übrigens alle zur Vorweihnachtsfeier willkommen, die am 14. Dezember im Kunstquartier zugleich für einen harmonischen Ausklang des Kunstjahres sorgen wird.

Der Neue Tag Schwandorf, Wochenendausgabe 12./13. 12.15:

NTKunstherbstbilanz15

Kunstherbstblatt15DAS MEDIENECHO

Bericht in der MZ v. 7.12.15 als pdf-Datei:

SAD.STN1.S.5796774

Bericht in der MZ v. 7.12.15 als jpg-Kopie:

KunstherbstbilMZ

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NT: „Kunstherbst ’15 vorbei – es lebe der Kunstherbst ’16!“

Medien sind vom „Blauen Montag“ begeistert

ePaper_2015_11_28_38_preview.jpg_Ausschnitt_SeiteKunstherbstblatt15

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Ein Kunstherbst-Finale vom Feinsten!

"Die 4 Unverdorbenen" liefen beim Gänswirt in Hochform auf! Foto: Udo Weiß, NT

„Die 4 Unverdorbenen“ liefen beim Gänswirt in Hochform auf! Foto: Udo Weiß, NT

Ein großartiger „Blauer Montag“, die Abschlussveranstaltung des 3. Neunburger Kunstherbstes, ging am Abend des 23. November im Gasthof „Zur goldenen Gans“ über die Bühne. Die Gaststube war bis auf den letzten Platz gefüllt…
Vielen Dank an die vielen Gäste, die diese humorvollen Stunden mit uns verbrachten.
Herzlichen Dank an unser „Unverdorben-Quartett“ , Karl Stumpfi, Jürgen Zach, Klaus Götze und Franz Schöberl für die wunderbare Gestaltung einer besonderen Sitzweil!

Kunstherbstblatt15

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Am 23. November ist Blauer Montag!

Unterhaltsames Kunstherbst-„Endspiel“

Die "4 Unverdorbenen" in der Besetzung (v. li.) Klaus Götze (Gitarre), Jürgen Zach (Gitarre und Bass), Franz Schöberl (Akkordeon) und Karl Stumpfi (Rezitation). Foto: Alfred Grassmann

Die „4 Unverdorbenen“ des Neunburger Kunstvereins in neuer  Besetzung (v. li.): Klaus Götze (Gitarre), Jürgen Zach (Gitarre und Bass), Franz Schöberl (Akkordeon) und Karl Stumpfi (Rezitation). Foto: Alfred Grassmann

Fritz Grünbaum, ein Wiener Kaffeehaus-Literat.

Fritz Grünbaum, ein Wiener Kaffeehaus-Literat.

Das ist mitlerweile kultig und gar nicht mehr wegzudenkent! Der Kunstverein Unverdorben lässt den Neunburger Kunstherbst wieder mit einem unterhaltsamen Blauen Montag ausklingen. Zur musikalischen Lesung unter dem Motto „Von komischen Käuzen“ sind am 23. November, 19 Uhr, alle Kunstinteressierten im Gasthaus „Zur Goldenen Gans“ willkommen.

Auf dem Programm dieses bayerisch-österreichischen Satiregipfels stehen Texte von Karl Kraus, Ludwig Thoma, Friedrich Torberg, Oskar Maria Graf, Fritz Grünbaum, Ernst Jandl, Erich Fried, Fred Endrikat u. a. Es musizieren die „Unverdorbenen“ in der neuen Besetzung Klaus Götze (Gitarre), Jürgen Zach (Gitarre, Bass) und  – als Nachfolger von Gründungsmitglied Günter Schmid – Franz Schöberl (Akkordeon). Rezitator ist Karl Stumpfi.

Der Eintritt ist frei,Spenden für den Kunstverein Unverdorben sind erwünscht. Platzreservierungen nimmt ab Freitag „Gänswirt“ Peter Standke, Hauptstraße, entgegen.

Lesezeichen15

MEDIEN-ECHO

Vorschau in der SAD-Ausgabe „Der Neue Tag“ v. 19.11.15:

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Nachkriegszeit als kulturelles Kaleidoskop

Das „Literarische Sextett“ mit (v.li.) Burga Männer, Philipp Mardanow, Beate Seifert, Karl Stumpfi, Hans Fischer und Peter Wunder beim Abschlussabend der Themenwoche „Aufbruch 1945“.

Das „Literarische Sextett“ mit (v.li.) Burga Männer, Philipp Mardanow, Beate Seifert, Karl Stumpfi, Hans Fischer und Peter Wunder beim Abschlussabend der Themenwoche „Aufbruch 1945“. Foto: Alfred Grassmann, NT

Nach dem Einführungsreferat „1945 – Aufbruch ins neue Deutschland“ und der szenischen Lesung „Draußen vor der Tür“  ging die literarische Themenwoche im 3. Neunburger Kunstherbst mit dem multimedialen Leseabend „Nachkriegszeit – ein kulturelles Kaleidoskop“ im Sporrersaal zuende. Vorbereitet und präsentiert wurde er von Hans Fischer, Vorstandsmitglied des Kunstvereins Unverdorben. Unterstützt wurde er von vier weiteren Lektoren aus dem Kunstverein und Festspielverein sowie von Peter Wunder (Kunstverein), zuständig für die Bilddokumentation und technische Realisierung.

EIN WILDER KONTINENT…

„Der zeitliche Abstand von nunmehr 70 Jahren und der Blick auf die örtlichen Erfahrungen verkürzen oftmals die Sicht auf die unmittelbare Nachkriegszeit“, führte  Fischer

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Hans Fischer

in die Thematik ein. Deshalb eingangs gleich sein Hinweis auf den Historiker Keith Lowe und dessen neuestes Buch „Der wilde Kontinent“. In einer Gesamtschau dokumentiert der Autor die Ereignisse in den Ländern Europas. Gleichwohl sei es eine Absicht dieses Leseabends, die Betroffenheit des einzelnen Menschen von den Nachkriegsereignissen herauszustellen.

Wer sich an den in Cham gedrehten Film „Die Brücke“ von Bernhard Wicki erinnert, weiß, dass gerade in den letzten Tagen des Krieges viele sehr junge Leute in einem sinnlosen Aufgebot noch in das Kampfgeschehen gehetzt wurden. Heinrich Böll erzählt in seiner Kurzgeschichte „Wanderer, kommst du nach Spa“ über einen Jungen, der schwerverwundet in ein Notlazarett transportiert wird. Als er durch die Gänge getragen wird, dämmert es ihm, dass er sich in jener Schule befinde, aus der er vor drei Monaten entlassen worden sei. Beate Seifert (Kunstverein) trug den Schluss der Geschichte vor.

„TODESFUGE“ FÜR DREI STIMMEN

Die unmittelbare Nachkriegszeit war laut Fischer in ganz Europa gekennzeichnet von einem ungeheuren Mangel an Nahrungsmitteln. Hunger gehörte zu den täglichen Erfahrungen von Millionen von Menschen. Wie der Hunger das Denken und Handeln eines älteren Ehepaares beeinflusste, gibt Wolfgang Borcherts Kurzgeschichte „Das Brot“ wieder, vorgetragen von Karl Stumpfi (Kunstverein).

Beate Seifert

Beate Seifert

Zu Hunger und anderen täglichen Problemen gesellte sich bei vielen Menschen das Entsetzen über die Gräueltaten des Naziregimes in den Konzentrationslagern. Die jungen Schriftsteller machten es sich zur Aufgabe, diese Geschehnisse in Worte zu fassen und sich und den Lesern so eine Bewältigung zu ermöglichen. Ein ergreifendes Beispiel dafür ist die „Todesfuge“ von Paul Celan. Worte wie „die schwarze Milch“ sind darin z.B. Metaphern für den täglich drohenden Tod. Wie bei einer musikalischen Fuge verwebt er drei Themen miteinander. Um sie auch hörbar zu machen, wurde die „Todesfuge“ vom Trio Burga Männer, Beate Seifert und Philipp Mardanow gesprochen.

Millionen von Menschen betraf das Schicksal der Kriegsgefangenschaft. Günter Eich formulierte die Gedanken eines betroffenen jungen Deutschen in einem Gedicht. Er macht „Inventur“. Viele waren gesund in den Krieg gezogen, um traumatisiert und versehrt in die Heimat zurückgekommen. Eine solche Situation hat Heinrich Böll in der Kurzgeschichte „Mein teures Bein“ festgehalten, die von Beate Seifert vorgelesen wurde. Einen lokalen Bezug, noch dazu politisch hoch aktuell, stellte der Abschnitt „Flüchtlinge“ her. Nach Kriegsende kamen auch Hunderte von DPs (displaced persons) in die Stadt, ehemalige Kriegsgefangene der Deutschen, Zwangsarbeiter, KZ-Häftlinge. Einige an die Leinwand projezierte Originaldokumente aus dieser Zeit konnten die Geschehnisse damals vergegenwärtigen.

ERSTER TEXT  IN DER „GRUPPE 47“

Im zweiten Teil des Leseabends durften Auszüge der Kurzgeschichte „Das Begräbnis“ von Wolf-Dietrich Schnurre nicht fehlen. Dies war der erste Text, der in der berühmten „Gruppe 47“ bei ihrer ersten Tagung gelesen und diskutiert wurde. Der Schriftsteller gestaltet darin einen Bewusstseinzustand nach dem Krieg, in dem es vielen Menschen erscheint, als ob Gott gestorben sein müsse. Daran knüpfte Hans Fischer einige Gedanken zur Literatur in der Nachkriegszeit. Zum Thema „Besatzungszeit“ kam mit dem Amberger Friedrich Brandl ein Autor aus der Region zu Wort. Burga Männer (Kunstverein) las Ausschnitte aus seinen Erzählungen „Dubble Bubble“ und „Geld“, autobiografisch gefärbte Kinder-Erlebnisse. Zum Schluss bemühte Fischer ein Zitat aus dem Neunburger Festspiel: Lernen wir aus Geschichte? Überleitung zum bereits 1953 im Bayerischen Rundfunk gesendeten Hörspiel „Herr Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch. Einen kurzen Ausschnitt aus der Schlussszene rezitierten Karl Stumpfi (Kunstverein) und Philipp Mardanow (Festspielverein). Zum Nachdenken anregen sollte das von allen Mitwirkenden vorgetragene „Finale“ mit einem Text von Borchert: „Dann sag‘ nein!“.

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Bericht über den 3. Abend der Themenwoche 1945 im NT:

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„Unverdorben“-Ausstellung letztmals geöffnet!

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Jungkünstlerin im Gespräch mit RS-Direktorin Schmidberger (Mitte) und Staatssekretärin a. D. Deml.

Mädchen und Burschen aus zwei Neunburger Schulen haben Peter Unverdorben, den gewaltsam zu Tode gekommenen Namenspatron unseres Kunstvereins, zu neuem Leben erweckt – durch viele inspirierte und hoch originelle Arbeiten im Kunsterziehungsunterricht.
Am Sonntag, 8. November, 14 bis 16 Uhr, können die Schülerarbeiten zum Thema „Peter Unverdorben“ letzmals öffentlich im Kunstquartier, Im Berg 7, besichtigt werden. Sie sind das Resultat einer Kreativ-Aktion, welche der Kunstverein Unverdorben gemeinsam mit der Gregor-von-Scherr-Realschule und der Mittelschule Neunburg für den 3. Kunstherbst initiiert hatte.

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Die „4 Unverdorbenen“ gehen ins Kloster!

Die "4 Unverdorbenen" Klaus Götze, Jürgen Zach, Günter Schmid & Karl Stumpfi (v. li.) nach ihrem erfolgreichen ersten Ensdorfer Gastspiel im November 2014. Foto: Alfred Grassmann, NT

Die „4 Unverdorbenen“ des Neunburger Kunstvereins:  Klaus Götze, Jürgen Zach, Günter Schmid & Karl Stumpfi (v. li.) nach ihrem erfolgreichen ersten Ensdorfer Gastspiel im November 2014. Foto: Alfred Grassmann, NT

Nach der Premiere am 24. November 2014 zum Ausklang des 2. Neunburger Kunstherbstes im Stammlokal „Zur Goldenen Gans“ und einer Reprise am 29. Januar 2015 in der Alten Seilerei geben die „4 Unverdorbenen“ mit ihrem musikalischen Satire-Programm „Mit freudigem Geifern“ ein Auswärtsspiel. Das  hauseigenen Ensemble des Neunburger Kunstvereins mit seinen Mitwirkenden Günter Schmid (Akkordeon), Jürgen Zach (Bassgitarre), Klaus Götze (Gitarre) und Karl Stumpfi (Rezitation) gastiert am Sonntag, 8. November, 19 Uhr, im Keller des Bildungshauses Kloster Ensdorf. Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten. Bereits im Vorjahr hatten die „4 Unverdorbenen“ das erste, gemeinsam erarbeitete Abendprogramm „Denk‘ ich an Deutschland….“ im Landkreis Amberg-Sulzbach präsentiert und viel Applaus eingeheimst.

„Mit freudigem Geifern – Deutsche Humoresken“ war der Beitrag des Quartetts zum traditionellen Blauen Montag 2014, mit dem der Kunstverein Unverdorben sein saisonales Kulturfestival „Neunburger Kunstherbst“ ausklingen ließ. Es bietet eine bunt gemischte Abfolge von satirischen Texten bekannter Autoren wie Erich Kästner, Heinrich Spörl, Hans Magnus Enzensberger, Oskar Maria Graf, Hermann Hesse und anderen, kombiniert mit handgemachter Musik unterschiedlicher Stilrichtungen von der Volksmusik über Oper und Musical bis Pop & Rock.

Die „Unverdorbenen“ sehen dieses Gastspiel im Kloster Ensdorf auch als Aufwärmrunde für den bevorstehenden Blauen Montag, 23. November, 19 Uhr, beim Gänswirt. Dann werden sie ihr neues Programm „Von komischen Käuzen – Bayerisch-österreichischer Satiregipfel“ dem einheimischen Publikum vorstellen. Platzreservierungen für diesen unterhaltsamen Abend zum Finale des 3. Neunburger Kunstherbstes werden bereits jetzt von Peter Standke, Gasthaus „Zur Goldenen Gans“ entgegen genommen.

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Vorschau in der Mittelbayerischen Zeitung, Ausgabe Amberg-Vilstal v. 31.10.15:

VilstalMZBericht über das Ensdorfer Gastspiel im NT/Amberger Zeitung:

Literaturaben (2)Bericht in der Amberg-Vilstal-Ausgabe der MZ v. 10.11.15:

Vilstal2015

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Impressionen vom Borchert-Lesetheater

TanjaKrausFoto4787126_tmb1Akteure des Lesetheaters (v.re.) Karl Stumpfi, Beate Seifert und Philipp Mardanow.

Hauptakteure des Lesetheaters (v.re.) Karl Stumpfi, Beate Seifert und Philipp Mardanow. Fotos: Tanja Kraus, Mittelbayerische Zeitung /Udo Weiß, Alfred Grassmann, Der Neue Tag

Die szenische Lesung „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert  setzte am Dienstag, 3. November, 19.30 Uhr, die literarischen Themenwoche „Aufbruch 1945“ des 3. NEUNBURGER KUNSTHERBSTES im „Hussitenkeller“ fort. PorträtBorchertDas Abendprogramm wurde gestaltet vom Lektorentrio Philipp Mardanow (Festspielverein Neunburg v. W.), Beate Seifert (Neunburger Kunstverein Unverdorben) & Karl Stumpfi (Kulturbeauftragter der Stadt Neunburg v. W.) sowie den „Kelch“-Musikanten Burga Männer, Evi und Georg Schmid. Helmut Mardanow, 1. Vorsitzender des Festspielvereins Neunburg, konnte zu dieser besonderen Lesetheater-Premiere in der Burg rund 60 interessierte Zuhörer willkommen heißen. Die geizten nach der rund 90minütigen Interpretation des aufwühlenden Heimkehrerdramas nicht mit Applaus.

Fazit: Ein weiterer Höhepunkt des 3. Neunburger Kunstherbstes! Fortgesetzt und abgeschlossen wird die literarische Themenwoche „Aufbruch 1945“ am Freitag, 6. November, 20 Uhr, im Gasthof Sporrer (Saal) mit dem multimedialen Leseabend „Nachkriegszeit: Kulturelles Kaleidoskop“.

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1. Vorsitzender Helmut Mardanow

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Evi Schmid, „Kelch“

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Georg Schmid, „Kelch“

 

 

 

 

 

 

 

 

MEDIEN-ECHO

NT Schwandorf v. 6. November 2015:

BorchertNT2015MZ vom 10. November 2014:

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Literarische Themenwoche „Aufbruch 1945“

Aus Trümmern zum Wirtschaftswunder

 

Die Petticoat-Mode - Ausdruck eines neuen Lebensgefühls in den fünfziger Jahren...

Die Petticoat-Mode – Ausdruck eines neuen Lebensgefühls in den fünfziger Jahren…

Auch die dritte Auflage des NEUNBURGER KUNSTHERBSTES  hat wieder eine literarische Themenwoche im Angebot: „Aufbruch 1945“ beleuchtet an drei Abenden die Zeitenwende nach dem 2. Weltkrieg.

Am 30. Oktober Start im Pfarrsaal

Auftaktveranstaltung ist am Freitag, 19.45 Uhr, im Pfarrsaal St. Georg mit einer Bilddokumentation von Franz Spichtingerbild19, ehemaliger Vorsitzender des Katholischen Diözesanrats, mit dem Titel „1945: Aufbruch ins neue Deutschland“. Der Referent spannt einen weiten Bogen vom Kriegsende und der Heimatvertreibung 1945/46 über die Hungerjahre der Nachkriegszeit bis zur Währungsreform 1948, dem Wiederaufbau und die Gründung der Bundesrepublik 1949 bis zum deutschen Wirtschaftswunder in den fünfziger Jahren. Eintritt frei, mit Spenden soll das Neunburger Orgelbauprojekt unterstützt werden. Für die Bewirtung der Gäste sorgen Mitglieder des Orgelbauvereins Neunburg e. V.

Referent beim Eröffnungsabend der Themenwoche "Aufbruch 1945": Franz Spichtinger

Referent beim Eröffnungsabend der Themenwoche „Aufbruch 1945“: Franz Spichtinger

Ein Stück Weltliteratur

Fortgesetzt werden die Benefizabende des Kunstvereins Unverdorben am Dienstag, 3. November, 19.30 Uhr, im Hussitenkeller mit einer hörergerechten Aufbereitung eines Stücks Weltliteratur ohne großen szenischen Aufwand als „Lesetheater“. In Kooperation mit dem Festspielverein steht „Draußen vor der Tür“ nach dem Drama von Wolfgang Borchert auf dem Programm. Neunburgs Kulturbeauftragter Karl Stumpfi hat eine rund 90-minütige Lesefassung erstellt und schlüpft gemeinsam mit Beate Seifert (Kunstverein) und Philipp Mardanow (Festspielverein) in die Lektorenrolle. Die Umrahmung übernehmen Musikanten der Instrumentalgruppe „Kelch“. Bewirtung der Zuhörer durch Mitglieder des Festspielvereins Neunburg vorm Wald. Der Eintritt ist frei, Spenden zugunsten des Neunburger Festspielvereins sind erwünscht.

Die Leiden des jungen Beckmann

„Draußen vor der Tür“ spielt an einem einzigen Abend nach dem 2. Weltkrieg, als der Kriegsveteran Beckmann zurück in seine Heimatstadt kommt. Er humpelt und ist auch psychisch angeschlagen. Daher versucht er sich mit einem Sprung in die Elbe das Leben zu nehmen, doch diese spuckt ihn wieder aus. So beginnt für den Kriegsheimkehrer ein Abend des Leidens. Beckmann trifft zuerst „den Anderen“ – ein Fremder, der ihm erklärt, dass er als Ja-Sager und Optimist immer an seiner Seite sein werde. Beckmann will davon nichts wissen, flieht und läuft in die Arme einer jungen Frau. Diese hat Mitleid mit dem Mann, welcher noch immer mit der Gasmaskenbrille aus dem Krieg umherirrt. Sie nimmt ihn mit zu sich nach Hause und gibt ihm die Jacke ihres Mannes, der seit Stalingrad vermisst wurde. Beckmann sieht den Mann vor sich und verlässt die Wohnung fluchtartig. Von einem zweiten Suizidversuch kann ihn „der Andere“ abhalten. Er schlägt ihm vor, seinen militärischen Vorgesetzten zu besuchen. Beckmann möchte ihm die Verantwortung zurückgeben und sich so von seinen Schuldkomplexen und den damit verbundenen Albträumen zu befreien. Doch der Oberst und seine Familie machen sich über den ungebetenen Gast lustig und haben kein Verständnis für dessen Problem.

Das Borchert-Drama "Draußen vor der Tür" in einer Inszenierung des renommierten Schauspielhauses Bochum.

Das Borchert-Drama „Draußen vor der Tür“ in einer Inszenierung des renommierten Schauspielhauses Bochum.

Mit einer herben Enttäuschung endet auch Beckmanns Versuch, von einem Kabarettdirektor engagiert zu werden. Dieser erklärt ihm nach einem kurzen Vorsprechen, dass er Talent habe. Doch der Vortrag sei zu bitter und und zu hart. Wenn er auch die Wahrheit sagte, würde diese niemanden interessieren. Beckmann ist wütend und will wieder zur Elbe, doch „der Andere“ kann ihn abermals davon abhalten. Er bringt ihn dazu, dessen Eltern aufzusuchen. Aber auch dieses Treffen endet in einem Fiasko. Beckmann erfährt von der Nachmieterin, dass seine Eltern sich das Leben genommen hätten. Draußen vor der Tür und völlig verzweifelt bricht Beckmann zusammen. Als er aus seinem Traum erwacht, ruft er klagend nach Gott und fragt nach einer Antwort, doch niemand antwortet ihm…

Protestschrei gegen den Krieg

Autor Wolfgang Borchert wurde, gezeichnet von Krieg, Gefangenschaft und Flucht, nur 26 Jahre alt. Sein einziges Drama – ein verzweifelter Protestschrei gegen die zerstörerische Macht des Krieges – schrieb er innerhalb von acht Tagen. Borchert,_UraufplakatEs wurde am 21. November 1947, einen Tag nach Borcherts Tod, in den Kammerspielen  Hamburg uraufgeführt. Den Durchbruch schaffte „Draußen vor der Tür“ als Hörspiel, welches insbesondere die um ihre Jugend betrogene Generation aufwühlte.

Ihren Abschluss findet die literarische Themenwoche am Freitag, 6. November, 20 Uhr, im Sporrersaal mit einem multimedialen Leseabend unter dem Titel „Nachkriegsjahre – ein kulturelles Kaleidoskop“. Ein vom Vorstandsmitglied des Kunstvereins Unverdorben Hans Fischer ausgewählter Mix von Texten aus dem neu entstehenden Literaturbetrieb in Deutschland wird ergänzt mit informativen Sachtexten zum zeitgeschichtlichen Hintergrund. Beispiele aus Presse, Film, Funk und Fernsehen veranschaulichen die allmählich entstehende neue Alltagskultur. Zu Wort kommen berühmte Autoren wie Heinrich Böll, Bert Brecht und Paul Celan, aber auch regionale Schriftsteller wie Friedrich Brandl. Zitate aus Protokollen und behördlichen Dokumenten der Nachkriegszeit stellen lokale Bezüge her.  Für die audiovisuelle technische Umsetzung zeichnet KVU-Geschäftsführer Peter Wunder verantwortlich. Der Eintritt ist frei, Spenden für den Kunstverein Unverdorben sind erbeten.

Eröffnung der literarischen Themenwoche am 30. Oktober im Pfarrsaal St. Georg (v.li): KVU-Vorsitzende Beate Seifert, Organisator Hans Fischer und Referent Franz Spichtinger. Foto: Grassmann

Eröffnung der literarischen Themenwoche am 30. Oktober im Pfarrsaal St. Georg (v.li): KVU-Vorsitzende Beate Seifert, Organisator Hans Fischer und Referent Franz Spichtinger. Foto:  Alfred Grassmann

DAS MEDIEN-ECHO:

Vorschau in der Mittelbayerischen Zeitung v. 30.10.15

Themenwoche15MZ

Vorschau auf die szenische Lesung „Draußen vor der Tür“ NT v. 31.10.15:

Themenwoche2Bericht über den Eröffnungsabend der Themenwoche 1945  im „Der Neue Tag“:

Themenwoche1

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Peter Unverdorben: Der Namenspatron lebt!

Der spätmittelalterliche Minnesänger Peter Unverdorben in vielen Farben, Formen und Facetten, dargestellt in Schülerarbeiten im Rahmen der Kreativ-Aktion 2015.

Der spätmittelalterliche Minnesänger Peter Unverdorben in vielen Farben, Formen und Facetten, dargestellt in Schülerarbeiten im Rahmen der Kreativ-Aktion 2015. Fotos: Alfred Grassmann

Mädchen und Burschen aus zwei Neunburger Schulen haben Peter Unverdorben, den gewaltsam zu Tode gekommenen Namenspatron unseres Kunstvereins, zu neuem Leben erweckt – durch viele inspirierte und hoch originelle Arbeiten im Kunsterziehungsunterricht.

Am Sonntag, 25. Oktober, 14 bis 16 Uhr, können die Schülerarbeiten zum Thema „Peter Unverdorben“ erstmals öffentlich im Kunstquartier, Im Berg 7, besichtigt werden. Sie sind das Resultat einer Kreativ-Aktion, welche der Kunstverein Unverdorben gemeinsam mit der Gregor-von-Scherr-Realschule und der Mittelschule Neunburg für den 3. Kunstherbst initiiert hatte.

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Ausstellung „Peter Unverdorben“ ist eröffnet…

Den Jugendlichen war zur Aufgabe gestellt worden, den im Neunburger Schiltenhilm-Turm eingekerkerten Minnesänger mittels diverser künstlerischer Stilmitteln aus der Versenkung des Spätmittelalters in die Gegenwart zurückzuholen. „Heute Abend versuchen wir Peter Unverdorben, den Namenspatron unseres Kunstvereines, eine Gestalt, ein Gesicht, eine Form zu geben“. Mit diesen Worten eröffnete Beate Seifert, 1.Vorsitzende des Kunstvereins Unverdorben die Vernissage am Donnerstagabend. „Ich bin begeistert, wie hervorragend  euch das  gelungen ist“, lobte sie die im Vereinsdomizil gezeigten Schülerwerke, „und ich bin begeistert von der Vielfältigkeit Eurer Malarbeiten, Zeichnungen, Collagen und Skulpturen. Sogar kleine gemalene Geschichten findet man heute in diesen Räumen“. Des Weiteren beleuchtete die KVU-Vorsitzende  ausführlich den  historischen Hintergrund der Kreativ-Aktion 2015.

Das Geheimnis des Minnesängers

 Das Mittelalter – eine Epoche, von der uns der dichte Nebel der Jahrhunderte trennt und die dem Heute dennoch so nahe scheint.  Eine in sich zerrissene Epoche: Rohe Gewalt und tief empfundene Frömmigkeit, prunkvoller Reichtum und bittere Armut, vehemente philosophische Diskurse, einer kleinen Schicht von Gebildeten und die derbe Lust der breiten Volksmassen. Es ist die Zeit der Troubadoure und Minnesänger, gern gesehener Gäste an mittelalterlichen Fürstenhöfen, begabter Poeten, früher Verfechter der volkssprachlichen Dichtungen.  Was waren eigentlich Minnesänger ?  Die erste Bedingung für die Existenz von Minne, für das Singen von Minneliedern ist die höfische Umgebung, der prächtige, kultivierte Hof eines Königs, eines Herzogs oder eines mächtigen Grafen. Nur in dieser Umgebung und nur zwischen den Angehörigen der kleinen gesellschaftlichen Elite, die im 12. und 13. Jahrhundert zur „höfischen“ Gesellschaft zu rechnen ist, ist die Minne überhaupt möglich.  Für die breite Masse der Bevölkerung steht sie außerhalb jeder Erfahrung. Minne, das ist Liebe und Leid, das Leid eben der unerfüllten Liebe und die beiden Elemente sind untrennbar miteinander verbunden.

 Wer war  Peter Unverdorben?

Er ist ein idealer Ritter, tapfer und wohlerzogen und gilt als einer der besten Minnesänger seiner Zeit. Ein schöner Mann, der für die Künste lebt, für die Musik und dem gesungenem Wort. Seine „Art“ Leidenschaft, Liebe , Sehnsucht, heimliche Verehrung und Verlangen zum Ausdruck zu bringen. Und eben diese Leidenschaft gibt er zum Besten, eines Tages in der Festhalle der herzoglichen Burg.  Aber was wurde ihm nun zum Verhängnis? Warum rankt sich so ein Geheimnis um ihn? Eingekerkert im Turm des Schiltenhelm zu Neunburg vorm Wald, dahingeschieden und nichts mehr ward von ihm gehört.

Was ist geschehen?   In seinem Lied, verfasst voller Pein, schildert er sein tragisches Dasein. Noch besang er die Schönheit und Tugend seiner wohlgeborenen Herrin und erntet den verstohlenen Dank seiner Holden und den geballten Zorn seines Herzogs…seines Fürsten.  Unverblümt, wissend sich um Kopf und im wahrsten Sinne des Wortes, Kragen zu singen, tut er es. Mit Mut und Courage begibt er sich in seinen Traum, die Verehrende zu besingen und ihr seine ganze Wertschätzung darzubringen.   Ob es so war……mag sein. Vielleicht war es ganz anders. Wir wissen es nicht. An diesem Abend soll er nun geehrt werden, dieser  geheimnisumwitterte Mann. Der Mann, der so für die Liebe sang, unverdorben und reinen Herzens:

…das mir min herz nit breche,

got gesegen dich, sunn got gesegnen dich, mon!

got gesegen dich, schönes lieb, wa ich doch hon!

Ich muß mich von dir schaiden.

 ….das mir mein Herz nicht breche,

Gott segne Dich, Sonne, Gott segne Dich, Mond!

Gott segne Dich, meine schöne Liebe, die mir wert,

Ich muss nun von Dir scheiden.

 Evi Schmid, eine Aktive der historischen Musikgruppe „Kelch“ im Neunburger Festspielverein, bereicherte die Vernissage mit ihrem Vokalvortrag des historisch überlieferten Liedes von Peter Unverdorben. Die Präsentation übernahmen Pia Marie Stegerer, Anna Kiener und Franzi Walbrun (Realschule) sowie Sarah Dahlem und Tringa Buzhala (Mittelschule). LogoNENKunstherbst430Im Beisein von 1. Bürgermeister Martin Birner, 2. Bürgermeisterin Margit Reichl, Altbürgermeister Wolfgang Bayerl, Staatssekretärin a. D. Marianne Deml, der Schulleiterinnen Diana Schmidberger und Irene Träxler sowie der beteiligten Kunsterzieherinnen wurde anstelle der vorgesehenen Einzelprämierung ein Geldbetrag in Höhe von jeweils 200 Euro von Schatzmeister Peter Wunder an die Schülervertreter ausgehändigt. Dazu gibt demnächst „Spezial-Unterricht“ mit den KVU-Mitgliedern Andras Ohla, Renata Heimerl, Tanja Lennert und Renate Ullmann in Kunsterziehungsklassen beider Schulen.

Die Ausstellung „Kreativ-Aktion Peter Unverdorben“ ist an den Sonntagen, 25. Oktober und 8. November jeweils von 14 bis 16 Uhr im Kunstquartier geöffnet. Sie endet am Dienstag, 10. November 2015.

Bei der Vernissage (v. re.) Bürgermeister Martin Birner, KVU-Vorsitzende Beate Seifert, RS-Direktorin Diana Schmidberger, Schülerinnen der RS und MS Neunburg, KVU-Schatzmeister Peter Wunder, MS-Rektorin Irene Träxler.

Bei der Vernissage (v. re.) BGM  Martin Birner, KVU-Vorsitzende Beate Seifert, RS-Direktorin Diana Schmidberger, Schülerinnen der RS und MS Neunburg, KVU-Schatzmeister Peter Wunder, MS-Rektorin Irene Träxler.

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