
Die Neunburger Kunst-Hochsaison beginnt am 20. August, 18 Uhr, im Kunstquartier Im Berg 7, mit der Vernissage zur Internationalen Ausstellung „Begegnung 15“ zum Thema „Steine“. Hierbei kooperieren zum zweiten Mal der KVU mit der Akademie für Natur und Industriekultur. Der Amberger Autor Friedrich Brandl liest Gedichte aus seinem „Gesteine-Zyklus“; Musik: Jürgen Zach & Freunde. In der Pfalzgrafenstadt Neunburg treffen sich die internationalen Künstler Jean-Christophe Meillon (Graphiken, Fotografien), Vasilij Plotnikov (Steinplastiken) und Marek Skubal (Grafiken, Zeichnungen, Miniaturen). Die Ausstellung ist am Altstadtfest-Wochenende in Verbindung mit dem schon traditionellen Unverdorben-Weinhof mit Live-Musik geöffnet. Danach kann sie noch bis einschließlich 13. September jeweils an Sonntagen besichtigt werden.
„Steine“, Wein & Musik zum Altstadtfest
Neunburger Hochsaison der schönen Künste

Bei der Vorstellung der Sommer-/Herbst-Aktivitäten des KVU am 15. Juli im Rathaus (v. li.) Programm-Koordinator Karl Stumpfi, 1. Vorsitzende Beate Seifert, 1. Bürgermeister Martin Birner und Schatzmeister Peter Wunder.
Foto: Alfred Grassmann, NT
Bei einer Vorbesprechung, die am Mittwoch, 15. Juli 2015 im Rathaus stattfand, berichteten Vorstandsmitglieder des Kunstvereins Unverdorben über den aktuellen Organisationsstand der bevorstehenden Kulturaktivitäten. Im Fokus der regionalen Kunstszene stehen die Internationalen Ausstellungen „Begegnung 2015“ im Rahmen des Altstadtfestes (22. August bis 13. September) und „Kunstprozession Ahoj 15“ (18. September bis 18. Oktober) im Rahmen des 3. Neunburger Kunstherbstes.
Die dritte Auflage des Saisonfestivals „Neunburger Kunstherbst“ wird insgesamt 23 Termine umfassen, die von 14 Veranstaltungspartnern des Kunstvereins eigenverantwortlich getragen werden. Schwerpunkte liegen auf den Sektoren bildende und darstellende Kunst. Das Angebot reicht von Ausstellungen über Konzerte, Theater- und Kleinkunstabende bis zu einer literarischen Themenwoche. Der Kunstverein Unverdorben als Initiator und Koordinator bündelt hierbei nicht nur das kreative Potenzial der Region. Mithilfe seiner Kooperationspartner knüpft er auch Kontakte zur internationalen Kunstszene.
Auftakt am 20. August
Die Kunst-Hochsaison beginnt am Donnerstag, 20. August, 18 Uhr, im Kunstquartier Im Berg 7, mit der Vernissage der Internationalen Ausstellung „Begegnung 15“ zum Thema „Steine“. Der Kunstverein Unverdorben kooperiert zum zweiten Mal mit der Akademie für Natur und Industriekultur. Der Amberger Autor Friedrich Brandl liest Gedichte aus seinem „Gesteine-Zyklus“ Granit – Schiefer – Kalk. Musik: Jürgen Zach & Freunde. In der Pfalzgrafenstadt treffen sich der in Ingelheim lebende Künstler Jean-Christophe Meillon (Graphiken, Fotografien, Zeichnungen), der in Schwarzhofen lebende Künstler Vasilij Plotnikov (Steinplastiken) und der in Dýšina lebende Künstler Marek Skubal (Grafiken, Zeichnungen, Miniaturen). Die Ausstellung ist am Altstadtfest-Wochenende in Verbindung mit dem traditionellen Weinhof des Kunstvereins geöffnet. Danach kann sie bis einschließlich 13. September an Sonntagen besichtigt werden.
Verbindungen zu Pilsen 2015
Der gemeinnützige Kunstverein Unverdorben verfolgt den satzungsgemäßen Auftrag, die Schwarzachregion kulturell als bayerisch-böhmischen Begegnungsraum zu etablieren und zu profilieren. Ein wesentlicher Beitrag zur Förderung eines kreativen Austauschs zwischen beiden Nachbarländern ist die internationale Herbstausstellung „Ahoj“ (tschechisch: Hallo). Das 2014 erfolgreich erprobte Konzept einer dezentralen Ausstellungspräsentation – die so genannte „Kunstprozession“ – wird in diesem Jahr erneut realisiert und steht ganz im Zeichen der Europäischen Kulturhauptstadt Pilsen 2015. Im Rahmen des Dachprojekts „Treffpunkte – Kulturorte“ als bayerisch-böhmisches Begleitprogramm verknüpft der Kunstverein Unverdorben den Auftakt ihrer internationalen Herbstausstellung „Ahoj 15“ mit einer außergewöhnlichen Tanz- und Straßentheater-Performance. Sie beginnt am Freitag, 18. September, 19 Uhr, im Foyer der Schwarzachtalhalle (Vernisssage) und endet im Kunstquartier Im Berg 7 (Finale). Im Mittelpunkt steht eine rund 20 Minuten dauernde choreografische Produktion „Tanzen frank und frei“ im und am leer stehenden Kesselhaus der früheren Frankbrauerei. Lichtinstallationen sorgen für besondere visuelle Effeke. Mitwirkende sind Akteure der Tanzakademie Krippner Regensburg, das OVI Kindertanztheater II, die dANCE wORxxx company (Gesamtleitung Eva Eger) sowie Pantomimen des Theatervereins Klenba aus Pilsen.
Nach der Eröffnung mit musikalischer Begrüßung und Künstler-Präsentation im Hallenfoyer verlagert sich das Geschehen in die „Straßengalerie“: Rund 50 Exponate zeitgenössischer tschechischer und bayerischer Kunstschaffender können in 18 Kunststationen quer durch Altstadt und Vorstadt „rund um die Uhr“ besichtigt werden. Aus der Kunstsammlung der Familie Wunder wird die Ausstellung um diverse Werke der „vergessenen Künstlerin des Sturms“ Emmy Klinker (1891 – 1969) bereichert. Die Werbekampagne für den 3. Neunburger Kunstherbst startet schon in den nächsten Tagen durch die weiträumige Aussendung und Verteilung der druckfrischen Programmfolder und Plakate. Kurz vor Beginn der Veranstaltungsserie am 10. September werden der Kunstverein Unverdorben und seine Co-Veranstalter die regionalen Print- und Funkmedien bei einer Pressekonferenz im Rathaus-Sitzungssaal über weitere Programm-Details informieren.
INFO: Veranstaltungspartner im Kunstherbst ´15
Kunstverein Unverdorben: Ausstellung „Steine“ im Kunstquartier (20.8. – 13.9.); KunstTour nach Pilsen (12.9.); Kunstprozession „Ahoj 14“ (18.9. – 19.10.), Literarische Themenwoche „Aufbruch 1945“ (30.10 – 6.11.); Blauer Montag im Gasthaus „Zur Goldenen Gans“ (23.11.) – Akademie für Natur und Industriekultur: Ausstellung „Steine“ im Kunstquartier (20.8. – 13.9.) – Stadtwerke Freizeit GmbH: Mozart-Operngala mit den Smetana Philharmonikern Prag (Chefdirigent Hans Richter) und sechs internationalen Gesangsolisten in der Schwarzachtalhalle (2.10.); Kabarett „Herz sticht“ mit den Wellküren in der Schwarzachtalhalle (12.11.); Comedy „Offroad“ mit Rick Kavanian in der Schwarzachtalhalle (27.11.) – Musikschule/Neunburger Freunde der Musik: Jazz, Latin & Kulinarisches, Schlosssaal (17.10.); „Quasi una Opera“, Schlosssal (23.10.) – Kath. Pfarrgemeinde/Orgelbauverein: Musik für Orgel und Trompete, Pfarrkirche St. Josef (11.10.) – Evangelische Kirchengemeinde: Fotoausstellung „Frauen im Kreuzfeuer“ (1.9.– 30.9.), Konzert „The Gregorian Voices“ (10..9.), Musik für Orgel und Harmonium (19.9.) – Junge Union: Concert mit „Displaced Milestones“ & DJ MathixX, Kunstquartier (25.9.) –
Stadt- und Pfarrbibliothek: Vortragsabend „1945: Aufbruch ins neue Deutschland“, Pfarrsaal St. Georg (30.10.); Multimedialer Literaturabend „Aufbruch 1945“, Sporrersaal (6.11.) Festspielverein: Lesetheater „Draußen vor der Tür“, Hussitenkeller (3.11.) – Theatergruppe OVIGO: Tragikkomödie „Diamond Lucy“, Schwarzachtalhalle (26.9.) Landestheater Oberpfalz: „Heinz-Erhardt-Abend“, Schwarzachtalhalle (16.10.) – Junge Philharmonie Ostbayern: Sinfonische Italienreise, Schwarzachtalhalle (11.9.) Schwarzachtaler Heimatmuseum: Ausstellung „Michaela Krinner“, Museum (11.-31.10.) – Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten: Wanderausstellung „Kultur im Wald“, Foyer Schwarzachtalhalle (1.-25.10.) – Realschule Neunburg/Mittelschule Neunburg: Kunsterziehungsprojekt „Peter Unverdorben“ im Neunburger Kunstherbst 2015.
Kunstverein arrangierte „Sommerempfang“
Vor Aufführung der Shakespeare-Komödie „Die lustigen Weiber von Windsor“ – die Neunburger Freilichttheater-Premiere des Landestheaters Oberpfalz (LTO) –
hatten die Stadt Neunburg vorm Wald, das LTO mit ihrem Geschäftsführer Frank Kasch und der Landkreis Schwandorf mit Landrat Thomas Ebeling und Kulturreferent Franz Pfeffer am Sonntagabend in den Burghof zu einem Sommerempfang eingeladen. Die Organisation übertrug 1. Bürgermeister Martin Birner an den Kunstverein Unverdorben, welcher vom Festspielverein Neunburg unterstützt wurde.
Die Tageszeitung „Der Neue Tag“ berichtete darüber unter dem Titel „Austausch der Kultur-Macher“ (Foto: Udo Weiß)
Den vollständigen Artikel finden Sie unter dem Web-Link
http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/4653989-128-austausch-der-kultur-macher,1,0.html
„Pfalzgräfin Beate“ hat heute Premiere!
Wir vom Neunburger Kunstverein Unverdorben wünschen unserer 1. Vorsitzenden Beate Seifert, Darstellerin der Pfalzgräfin Beatrix, für die heutige Saisonpremiere des historischen Festspiels „Vom Hussenkrieg“ und für alle nachfolgenden Aufführungen im 33. Festspieljahr TOI, TOI, TOI!!!
Kulturfonds Bayern fördert KVU-Projekte `15
Der Freistaat Bayern fördert im laufenden Jahr 144 kulturelle Projekte mit mehr als sechs Millionen Euro aus dem Kulturfonds. Mit dieser Summe könnten weitere Impulse für die kulturelle Vielfalt in Bayern gegeben werden.
Auf der Förderliste steht erstmals auch der Kunstverein Unverdorben, dessen grenzüberschreitende Kulturprojekte „Begegnung 2015“ (Sommerausstellung „Steine“ in Kooperation mit der Akademie für Natur und Industriekultur ab 20. August) und 3. Neunburger Kunstherbst (mit internationaler Kunstausstellung „Ahoj 15“ ab 18. September) mit einer Fördersumme in Höhe von 5000 Euro unterstützt werden. (KNA)
Der Link zum Artikel im Oberpfalznetz:
http://www.oberpfalznetz.de/onetz/4631013-131-kulturnotizen-sechs-millionen-euro-fuer-kulturelle-projekte,1,0.html
„Blaue Wanderung“ zum Kröblitzer Schloss
Den Blauen Montag im Sommermonat Juni verlegt der Kunstverein Unverdorben ins Freie. Am Abend des Peter-und-Paul-Tages 29.6. sind alle Mitglieder, Freunde und Kunstinteressierte zur Wanderung nach Kröblitz herzlich eingeladen. Treffpunkt der Teilnehmer ist um 19 Uhr am Mauermann-Kunstwerk vor der Schwarzachtalhalle. Ziel ist das malerisch am Eingang des Murnthals gelegene Schloss respektive die Gast-Terrasse. Dort gemütliche Einkehr, Brotzeit und Umtrunk zum „Kraft tanken“ für die anstehenden KVU-Vorhaben Sommerausstellung mit Altstadtfest-Weinlaube (ab 20. August) und Neunburger Kunstherbst mit Internationaler Ahoj-15-Ausstellung (ab 18. September). Rückfahrt von der Schlossbrauerei zum Ausgangspunkt der Wanderung kann auf Wunsch organisiert werden!
Der Ort Kröblitz – 1972 im Zuge der Gebietsreform nach Neunburg eingemeindet – blickt auf eine lange Geschichte zurück. Als erster Schlossherr ist 1255 Georg der Prackendorfer überliefert. Das im einfachen Barockstil gehaltene Schloss wurde 1735 auf Kellern eines mittelalterlichen, adeligen Ritter- oder Landgutes neu erbaut. Das Haus war im 16. bis 18. Jahrhundert das Landsassengut Kröblitz, bevor es im 19. Jahrhundert zunächst das Patrimonialgericht, danach die Landgemeinde beherbergte.1886 erwarb Johann Hofmann aus Nabburg das Anwesen – seitdem befindet es sich in Familienbesitz. Die Schlossbrauerei wurde 1989 eingestellt. Die von der Besitzerin Angelika Grimm mit Hingabe und Herzblut bewirtschaftete Schlossgaststätte erfreut sich als Speiserestaurant und Ausflugstätte großer Beliebtheit.
Ein Gitarrenexkurs der besonderen Art…
Unverwechselbar charmant, wortgewandt und unterhaltsam machte der „klassische“ Gitarrist Hans Wax beim Kunstverein Unverdorben deutlich, warum für ihn der bayerische Zwiefache und der spanisch-andalusische Flamenco „Verwandte im Geiste“ sind.
Klingende Wirtshaus-Kultur
Über den gut gefüllten Saal des Gasthauses Sporrer freute sich besonders sein Musikantenkollege Jürgen Zach, welcher diesen „Blauen Montag“ organisiert hatte. Er erinnerte daran, dass der Kunstverein die Neunburger Wirtshäuser mit kulturellen Inhalten begleiten wolle. Hans Wax, beruflich als stellvertretender Bezirksheimatpfleger in Regensburg tätig, schilderte hautnah seine persönliche Entdeckung des klassischen Gitarrespiels, um sich seinem Publikum in eindrucksvoller Manier als Virtuose dieses Saiteninstruments zu präsentieren. Er gestand seinen Zuhörern, dass er zur Bewältigung einer Lebenskrise sich schon mal vier Stunden täglich ins Gitarrenspiel versenkt habe.
Gitarrensoli und ein Spottlied
Eine Therapie, die augenscheinlich nachhaltigen Erfolg zeitigte. Denn Hans Wax erwies sich nach den beiden einleitenden Sologitarrenstücken auch als humorvoller Unterhalter und Stimmungsmacher (zum Beispiel bei einem Spottlied mit dem Refrain „In Neustadl, Altenstadt und in der Weiden“). Die Gäste konnten dabei nicht nur herzhaft lachen, sondern lernten an diesem Abend hinzu, machten unter anderem Bekanntschaft mit Zwiefachen aus der Feder von Konrad Max Kunz, Türmerssohn aus Schwandorf und Komponist der Bayernhymne. Immer wieder verknüpfte er gekonnt Volksmusik „made in der Oberpfalz“ mit dem musikalischen Flair der iberischen Halbinsel.
Farrcua, Rumba und Tientos
Dabei führte Wax die ganze Bandbreite des Flamenco von der leichten Farrcua über die beschwingte Rumba bis zu tiefgründigen, melancholischen Tangos und Tientos. Ganz nebei erfuhren die Zuhörer, dass der Gitarrist seine Wurzeln in der musikalischen Epoche der 60er-Jahre hat und bis heute ein Fan von Bob Dylan und Leonard Cohen geblieben ist. Um ganz zum Schluss zum Verwandtschafts-Verhältnis zwischen Zwiefachen und Flamenco aufzuklären: „Sie haben überhaupt nichts miteinander zu tun, sie treffen sich nur in meiner Seele!“. Die Zuhörer dankten ihm mit langem herzlichen Schlussapplaus.
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FOTOS UND TEXT von NT-Reporter Alfred Grassmann
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Presseartikel im NT v. 30.5.15

Bayerisch Zwiefacher trifft spanischen Flamenco

Der Kunstverein Unverdorben setzt im Wonnemonat seine Lokaltour durch die Pfalzgrafenstadt fort und bittet am 18. Mai, 19.30 Uhr, zum traditionellen Blauen Montag in den Gasthof Sporrer (Saal). Unter dem reizvollen Titel „Vom Zwiefachen zum Flamenco“ lädt Bezirksheimatpfleger Hans Wax zu einer besonderen Reise mit der Gitarre ein.
Waren die „Blauen Montage“ des Kunstvereins Unverdorben in der Vergangenheit eigentlich als Stammtische geplant, so sind sie seit den musikalischen Lesungen des letzten Jahres zu Kleinkunst-Geheimtipps avanciert. Die Akteure waren allesamt Kunstvereinsmitglieder.
Im Jahr 2015 möchte der Kunstverein Unverdorben die Kleinkunst in die Neunburger Wirtshäuser tragen und dort etablieren. Nach dem erfolgreichen Start Ende Januar in der Alten Seilerei mit der Neuauflage der musikalischen Lesung “Mit freudigem Geifern – Deutsche Humoresken” und dem “Blauer Donnerstag” vom Februar in der Jakobsbrauerei “Songs an einem Winterabend” kommt am Montag, 18. Mai um 19.30 Uhr der Bezirksheimatpfleger Hans Wax in den Gasthof Sporrer. Wie Insider wissen, ist Wax auch ein überregional bekannter Flamenco-Gitarrist.
In seiner charmanten und unterhaltsamen Art wird er mit seiner Gitarre beweisen, dass der bayerische Zwiefache ein direkter Verwandter des spanischen und andalusischen Flamencos ist. Dabei versteht es Hans Wax fast schon kabarettistisch, die Zuhörer zu begeistern.
Der stellvertretende Bezirksheimatpfleger Wax schöpft aus einem tiefen volkskundlichen musikalischen Wissen und stellt erstaunliche Verbindungen zwischen ostbayerischer und spanischer Volksmusik her. Der Gast aus Regensburg und das „europäische“ Thema versprechen einen kurzweiligen Abend mit gepflegter Gastlichkeit.
Der Eintritt ist frei. Spenden für den Kunstverein Unverdorben sind
erwünscht.
Ein Vorgeschmack auf den 3. Kunstherbst…

„Der Neunburger Kunstherbst 2015 ist in spannender Vorbereitung. Zur Eröffnungsausstellung AHOI 15 am 18.September werden Werke von Emmy Klinker gezeigt“, schreibt 1. Vorsitzende Beate Seifert im aktuellen Info-Rundbrief an KVU-Mitglieder und Kunstfreunde.
Zitat Emmy Klinker: „Ich wollte mich unabhängig von allen Lehrmeinungen selbstständig mit der Natur und Welt auseinandersetzen; dazu bedurfte es freilich eines langen Weges mit den unvermeintlichen Umwegen. Bei dieser Entwicklung ist es meine Überzeugung geworden, dass die künstlerische Gestaltung eine selbstverständliche Voraussetzung bilden soll für eine Aussage, sei sie weltanschaulicher oder zeitbewusster Art.“
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Die Künstlerin wurde am 14. Juni 1891 in Eupen geboren. Mit 16 Jahren begann sie das Studium der Malerei, Lehrmeister waren Paul von Ravenstein, Hans Thoma und Wilhelm Trübner,
– mit 20 Jahren Studien bei Lovis Corinth und Martin Brandenburg.
– Ausstellungsdebüt Galerie des „Sturm“ Herausgeber Herwarth Walden.
– es folgten Ausstellungen bei der Gruppe „Junges Rheinland“
– Kontakt mit Alexej Jawlensky, Paul Klee, Albert Bloch und der Gruppe „Blauer Reiter“.
– in ihren Werken der 20er und 30er Jahre sind Parallelen zu Gabriele Münter erkennbar, mit der sie lebenslang eine tiefe Freundschaft verband.
– ihre Abneigung gegen den Nationalsozialismus wurde insbesondere durch ihre Freundschaft zu dem jüdischen Dichter Karl Löwenstein geprägt. Er inspirierte sie zu einigen anklagenden Werken.
– Emmy Klinker trug wesentlich dazu bei, dass jüdische Freunde unentdeckt blieben und den Holocaust überlebten.
– 1944/45 musste sie für 5 Monate ins KZ-Dachau.
– ausgebombt und vom Konzentrationslager gezeichnet, konnte sie erst 1947 wieder das Malen aufnehmen.
– sie lebte zurückgezogen und starb am 2. Juni 1969 an den Folgen eines Verkehrsunfalles.
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Einen kleinen Vorgeschmack für diese Ausstellung zur Eröffnung des Neunburger Kunstherbstes 2015 gibt uns Klinkers Darstellung von „Kreatürliches“. Wieviele Gesichter und Fratzen es zeigt, war die Aufgabe des Suchspiels zur Schwarzachtalmesse. Die Bereitschaft von 50 Messebesuchern dieses Gemälde genau zu betrachten, erfreute uns sehr.
Die Meinungen über dieses Bild gingen weit auseinander: Einige fanden es eher freundlich, einige etwas bedrückend und mahnend, die meisten fanden es sehr interessant.
Interessant wird die Klinker-Ausstellung zum Kunstherbst 2015 allemal. Vielen Dank an Familie Wunder, Neunburg, die diese Austellung ermöglicht. Am „Gesichter-Suchspiel“ haben fünf Personen die richtige Zahl an Gesichtern und Fratzen erkannt. Neunburger Einkaufsgutscheine, gesponsert von 1. Bürgermeister Martin Birner, werden in Kürze den Gewinnern zukommen. Herzlichen Glückwunsch!
Messe-Team spendet Kunstverein 1000 Euro
Überraschung und Freude waren riesen groß, als Messedirektor Peter Scheitinger während des Eröffnungsakes der Schwarzachtalmesse 2015 am Samstag Vormittag bekannt gab: „Wir setzen die Tradition fort und unterstützen die Arbeit eines Neunburger Vereins mit einer Spende. Ein Scheck über 1000 Euro geht diesmal an den Kunstverein Unverdorben!“ Das Messe-Team würdigt damit vielfältige Leistungen und Initiativen des KVU in den zurückliegenden Jahren. Die Spende überreichte Scheitinger stellvertretend an den Medien- und Öffentlichkeitsreferenten Karl Stumpfi, welcher die Neunburger Messe seit deren Gründung in seiner aktiven Redakteurszeit begleitet habe. Der Neunburger Kunstverein hatte sich erstmals mit einem eigenen Infostand beteiligt und die beiden Messetage 25./26. April zur publikumswirksamen Darstellung seiner Vereinsaktivitäten genutzt.
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SCHNAPPSCHÜSSE VON DER SCHWARZACHTALMESSE 2015:












