Kunstherbst-Themenwoche „1. Weltkrieg“

Gerüstet für die Lesetheater-Premiere "Die letzten Tage der Menschheit" im Pfarrsaal (v.l.): Jürgen Zach (Gesang & Ton), Wolfgang Huber ("Der Patriot"), Karl Stumpfi (Erzähler), Pfarrer Stefan Wagner (Gastgeber), Peter Wilhelm (Bewirtung) und Wolfgang Süß ("Der Optimist"). Nicht auf dem Foto Ulrich Wabra ("Der Nörgler"). Foto: Alfred Grassmann

Gerüstet für die Lesetheater-Premiere „Die letzten Tage der Menschheit“ im Pfarrsaal (v.l.): Jürgen Zach (Gesang & Ton), Wolfgang Huber („Der Patriot“), Karl Stumpfi (Erzähler), Pfarrer Stefan Wagner (Gastgeber), Peter Wilhelm (Bewirtung) und Wolfgang Süß („Der Optimist“). Nicht auf dem Foto Ulrich Wabra („Der Nörgler“). Foto: Alfred Grassmann

Welche Auswirkungen der 1. Weltkrieg auf Literatur und bildende Kunst hatte, versuchen öffentliche Lesungen in der Stadt Neunburg vorm Wald am 13. und 17. Oktober zu vermitteln.
Die Grundidee stammt von Heimatpfleger Theo Männer. Er initiierte gemeinsam mit dem Arbeitskreis Museum die laufende Sonderausstellung „1. Weltkrieg – Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ zur Erinnerung an den Beginn des Völkerringens vor hundert Jahren. Der Kunstverein Unverdorben konzipierte gemeinsam mit dem Schwarzachtaler Heimatmuseum und dem Kuratorium der Stadt- und Pfarrbücherei St. Georg eine Themenwoche im Rahmen des 2. Neunburger Kunstherbstes.


Im Mittelpunkt stehen zwei öffentliche Lesungen als Abendveranstaltungen, welche von zwei Info-Nachmittagen in der Buchhandlung am Tor und in der Bücherei flankiert werden. Der Eintritt ist frei, um Spenden für das Neunburger Orgelbauprojekt wird gebeten. Über Programmdetails informierten kürzlich Peter Wunder und Karl Stumpfi vom Kunstverein Unverdorben sowie Hans Fischer (Büchereikuratorium) und Peter Pauly (Schwarzachtaler Heimatmuseum) im Kunstquartier. Pfarrer Stefan Wagner und Diakon Ulrich Wabra sicherten ihre Unterstützung zu.

Die Themenwoche „1. Weltkrieg“ beginnt am Mittwoch, 8. Oktober, 17 Uhr, in der Buchhandlung am Tor mit einer Besprechung von interessanten Neuerscheinungen. Zugleich soll eine kurze Vorschau zum Besuch des ersten Leseabends am Montag, 13. Oktober, 20 Uhr, im Sporrersaal animieren. Dort werden Bücherei und Museum einen multimediale Veranstaltung präsentieren. Titel: „In Stahlgewittern – der 1. Weltkrieg und die Kunst“. Es handelt sich hierbei um eine kaleidoskopartige Präsentation von Prosa- und Lyriktexten bekannter Autorinnen und Autoren wie Lena Christ, Virginia Cowles, Herbert Grimm, Carl Zuckmayer, Hannes Stein, Bert Brecht, Peter Huchel, Walter Flex und anderen sowie private Aufzeichnungen wie die Tagebucheintragungen des Neunburgers Georg Becher.

Erfahrungen von Menschen

Als Lektoren treten Burga Männer, Hans Fischer, Peter Pauly und Karl Stumpfi auf. Es geht laut Hans Fischer um keine Gesamtschau und um keinen historischen Abriss, sondern vielmehr um die Erfahrungen einzelner Menschen, um Zeugnisse dieser Erfahrungen sowie der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Zeitgeist. Dabei wird auch der in dieser Epoche entstandene Expressionismus beleuchtet. So werden die Lesungstexte mit Bildern in unterschiedlichen Techniken von Malern wie Otto Dix, Max Beckmann, August Macke, Ernst Ludwig Kirchner, Felix Nussbaum und anderen illustriert. Eine öffentliche Auslage themenbezogener Literatur rundet diesen Leseabend ab.
Die Besprechung interessanter Neuerscheinungen findet bei einem weiteren Info-Nachmittag am Mittwoch, 15. Oktober, 18 Uhr, in der Stadt- und Pfarrbücherei St. Georg ihre Fortsetzung. Damit verbunden ist eine Vorschau auf die große Karl-Kraus-Lesung als weiterer Benefizabend für das Orgelbauprojekt am Freitag, 17. Oktober, 19 Uhr, im Pfarrsaal St. Georg. Die Tragödie in fünf Akten mit Vorspiel und Epilog „Die letzten Tage der Menschheit“ des Wiener Satirikers gilt als eine der wichtigsten literarischen Reaktionen auf den 1. Weltkrieg. Kraus selbst hielt diese Collage aus Originalzitaten, Zeitungsmeldungen, militärischen Tagesbefehlen, Verordnungen, Gerichtsurteilen, Anzeigentexten und Gedichten in über 200 Szenen für unspielbar. „Die Aufführung des Dramas, dessen Umfang nach irdischem Zeitmaß etwa zehn Abende umfassen würde, ist einem Mars-Theater zugedacht“, schrieb der Autor in seinem Vorwort. Angefangen von der Ermordung des österreichischen Thronfolgers in Sarajevo am 28. Juni 1914, endend mit dem Untergang der Welt, führt das Stück kreuz und quer durch die K.u.K. Monarchie und über dessen Grenzen hinaus.

Ausgewählte Szenen und Dialoge

Im Rahmen der Kunstherbst-Themenwoche „Erster Weltkrieg“ erleben die Zuhörer „Die letzten Tage der Menschheit“ in einer rund einstündigen Lesetheaterfassung mit ausgewählten Szenen des Vorspiels und der Akte 1 bis 3. Auf dem Podium befindet sich ein Rezitatorenquartett: Ulrich Wabra ist „Der Nörgler“, sein Dialog-Widerpart Wolfgang Süß als „Der Optimist“. Die Volks- und Dialektszenen lesen Wolfgang Huber („Der Patriot“ u. a.) sowie Karl Stumpfi („Der Zeitungsausrufer“ und Erzähler). Als Gesangsolist wird Jürgen Zach die Textpassagen mit Soldatenliedern aus dem 1. Weltkrieg und Gitarrenbegleitung umrahmen. Wolfgang Gräßl und Diana Mazurek sind für die Beleuchtung zuständig. Die Bewirtung der Gäste übernehmen Mitglieder des Orgelbauvereins. Der Reinerlös kommt ebenfalls dem Orgel-Finanzierungsfond zugute.

DIE PRESSE-VORSCHAU:

Die letzten Tage der Menschheit

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Begeisternde Neunburger Opernnacht

Chefdirigent Hans Richter leitet die Smetana Philharmoniker Prag bei der Operngala

Chefdirigent Hans Richter leitet die Smetana Philharmoniker Prag bei der Operngala

 

Rund 450 Zuhörerinnen und Zuhörer erlebten am 2. Oktober Opernmusik vom Feinsten in der Schwarzachtalhalle, von Bürgermeister Martin Birner eingangs als die „ostbayerische Metropolitan Opera“ bezeichnet. Vom ersten Takt der dramatischen Verdi-Ouvertüre „Die Macht des Schicksal“ spürten sie das Engagement der von Chefdirigent Hans Richter einmal mehr souverän geleiteten Smetana Philharmoniker, diesem „Ehrentitel“ am Vorabend des Nationalfeiertags gerecht zu werden. Und was das vom „Maestro“ nach Neunburg geholte Solistenquartett bot, verdient ohne Abstriche das Prädikat internationale Spitzenklasse. Die Mexikanerin Bertha Granados (Sopran), die Polin Joanna Krasuska (Mezzosopran), der Rumäne Razvan Sararu (Tenor) und der Südkoreaner Kyubong Lee (Bariton) bescherten der Klassikgemeinde ein exorbitantes Fest der Stimmen u. a. bei Ausschnitten aus Aida, Nabucco, Rigoletto und Troubadour von Guiseppe Verdi, Tosca von Giacomo Puccini und Samson und Delilah von Camille Saint-Saens. Nach der das Galakonzert beschließenden Kavatine des Figaro aus Rossinis „Barbier von Sevilla“ brandete ein tosender Schlussapplaus auf. Den quittierten die Künstler mit einer einzigen Zugabe, welche Chefdirigent Richter dem „Neunburger Kulturfanatiker“ Karl Stumpfi widmete: Duett aus der Oper „Die Perlenfischer“ von Georges Bizet mit Tenor Sararu und Bariton Lee.
Für den 3.Neunburger Kunstherbst kündigte Hans Richter eine ausschließlich mit Werken von W. A. Mozart bestückte Operngala am 2.Oktober 2015 in der Schwarzachtalhalle an.

PRESSE-ECHO auf die 2. Neunburger Operngala:

Mittelbayerische Zeitung v. 4.10.14
Operngala14MZ

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LAST CALL: 2. Neunburger Operngala!

Donnerstag, 2. Oktober 2014, 20.00, Schwarzachtalhalle Neunburg.
Ausschnitte aus Opern von Verdi („Rigoletto“, „Nabucco“, „Trovatore““, Aida“), Puccini („Tosca“), Mascagni („Cavalliera rusticana“), Rossini („Barbier von Sevilla“), Thomas („Mignon“) und Saint-Saens („Samson und Dalilah“).
Razvan Sararu (Tenor), Bertha Granados (Sopran), Joanna Kasuska (Mezzosopran), Kyubong Lee (Bariton)
Smetana Philharmoniker Prag, Dirigent Hans Richter.
Tickets gibt es noch an der Abendkasse ab 19 Uhr!

Operngala14

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Sonntags, 14 bis 16 Uhr

Das Kunstquartier öffnet

Das Neunburger Kunstquartier Unverdorben, Im Berg 7, ist wegen der laufenden Kunstherbst-Ausstellung „Ahoj 14“ bis einschließlich 19. Oktober jeden Sonntag von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Die Exponate in den anderen 16 Kunststationen zwischen Schwarzachtalhalle und Vorstadt können „rund um die Uhr“ besichtigt werden. Ausstellende Künstlerinnen und Künstler: Kamila Zemkova und Linda Klimentova aus Tschechien, Harri Schemm aus Nürnberg und Hannes Würdinger aus Burglengenfeld.

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Operngala setzt ein Kunstherbst-Glanzlicht

Razvan Sararu, Tenor

Razvan Sararu, Tenor

 

Für Opernfreunde aus der Region ist es längst ein Pflichttermin, die Neunburger Operngala am Vorabend des Nationalfeiertags. Zum dritten Mal ist die Freizeit GmbH Neunburg Gastgeberin dieses Kulturhöhepunkts in der laufenden Kunstherbstsaison. Am Donnerstag, 2. Oktober, 20 Uhr, gastieren in der Schwarzachtalhaller erneut die Smetana Philharmoniker Prag unter Leitung von Chefdirigent Hans Richter.
Hans Richter am Dirigentenpult
Der 1950 in Neunburg vorm Wald geborene Dirigent ist ein Weltenbummler der klassischen Musik. Neben seinem Job als Orchesterchef in der Goldenen Stadt nimmt Richter regelmäßig Dirigieraufträge im Ausland an. So leitete er im Frühjahr eine Serie von „Fledermaus“-Aufführungen in Japan. Im Sommer wurde der 63jährige „Maestro“ in die Vereinigten Staaten eingeladen. Er dirigierte dort unter anderem Tschaikowskys 1. Sinfonie „Winterträume“. Mit seinem Orchester gestaltete Hans Richter am 20. Juni das Eröffnungskonzert des renommierten Europäischen Kulturfestivals Europäische Wochen in Passau mit Werken von Richard Strauss, Antonin Dvorak und Nikolai Rimsky-Korssakov. Die vor zehn Jahren gegründeten Smetana Philharmoniker haben sich aber auch als Opernorchester profilieren können, nicht zuletzt durch ihre Kooperation mit dem hessischen Open-Air-Spezialisten „Classica Europa“.
Solisten der Spitzenklasse
Dieser Leidenschaft frönen die Musikerinnen und Musiker wieder bei ihrem Gala-Auftritt am 2. Oktober in der Pfalzgrafenstadt. Hans Richter, der für die künstlerische Gesamtleitung verantwortlich zeichnet, hat dieses Kunstereignis seit einem Jahr akribisch vorbereitet. Es ist ihm gelungen, ein hochkarätiges, internationales Solistenquartett für die Neunburger Opernnacht 2014 zu engagieren. Die Sopranistin Bertha Granados wurde in Mexico City geboren, studierte in der „Escuela Nacional Autónoma de Mexico“ und absolvierte Meisterklassen bei Magda Olivero und Ramon Vargas. Sie debütierte an der Oper Bellas Artes in Mexico City als Norma. Weitere Rollen folgten als Tosca im Teatro Nacional in Costa Rica und als Constanze in „Entführung aus dem Serail“ an der Oper Bellas Artes. Anlässlich des Internationalen Festivals Tamaulipas sang sie die Turandot. Ihr Deutschland-Debüt gab die in Wien lebende Künstlerin als Leonora im „Troubadour“. In Neunburg präsentiert sie unter anderem zwei große Soloszenen aus italienischen Opern: „O mein Vaterland“, die Nil-Arie aus Verdis „Aida“ und Floria Toscas Gebet „Nur der Schönheit weiht‘ ich mein Leben“ aus Puccinis „Tosca“.
Tenorglanz aus Rumänien
Tenor Razvan Sararu absolvierte ein Studium am Nationalkonservatorium in Bukarest bei Prof. Dr. Ionel Voineag. Meisterklassen besuchte er bei international renommierten Künstlern wie Grace Bumbry und Reina Kabaivanska. Seit 2007 ist Sararu erster Tenor an der Nationaloper in Constanta. Der Sänger wurde als ausgewiesener Fachmann des romanischen Opernrepertoires an zahlreiche große Konzert- und Opernhäuser in Europa engagiert, u. a. im Großen Festspielhaus Salzburg, Gewandhaus Leipzig, Philharmonie am Gasteig München, Tonhalle Zürich und Tokyo Opera. Die Besucher der Neunburger Operngala dürfen sich auf zwei „Bravourarien“ freuen: „Holde Aida“ von Verdi und „Und es blitzten die Sterne“ aus der Puccini-Oper „Tosca“.
Mezzosopran Joanna Krasuska absolvierte das Gesangstudium an der Frédéric Chopin-Musikakademie in Warschau und legte 2010 ihr Diplom mit Auszeichnung ab. Weitere Meisterkurse folgten u. a. bei Teresa Żylis-Gara und Janet Perry. Seit 2012 ist sie als Solistin bei Opera Podlaska in Polen engagiert. Die Sängerin war Finalistin und Trägerin des Preises für die beste Altstimme im internationalen Gesangwettbewerb „CantateBach” in Greifswald. Ihr Opernrepertoire reicht von Händels „Julius Cäsar“ über Mozarts „Zauberflöte“ bis Bizets „Carmen“. Am 2. Oktober singt sie eine Arie der Fenena aus Verdis „Nabucco“ und die schwelgerische Romanze „Sieh, mein Herz erschließet sich“ aus der Oper „Samson und Dalila“ von Saint-Saens.
Beim ARD-Wettbewerb prämiert
Bariton Kyubong Lee ist 1983 in Seoul/Südkorea geboren. 2002 begann er ein Studium an der Kunsthochschule, welche er im Frühjahr 2009 mit dem Bachelor-Examen im Fach Vokalmusik erfolgreich abschloss. Seine Ausbildung setzte Lee am Conservatorio G. Frescobaldi di Ferrara/Italien fort und schloss sie im 2012 mit dem Master ab. In Italien gab der Südkoreaner auch sein Bühnendebüt mit Verdis „Rigoletto“. Eine Arie der Titelfigur bringt er nun auch bei seinem Neunburger Auftritt zu Gehör. Und dazu noch einen echten „Schlager“ der komischen Oper: Die Kavatine des Figaro „Ich bin das Faktotum dieser Welt“ aus Rossinis „Barbier von Sevilla“. In seiner jungen Sängerkarriere kann Lee schon auf eine Reihe von Erfolgen und Prämierungen zurückblicken. Der bedeutendste ist ein dritter Platz beim angesehenen Musiknachwuchswettbewerb der ARD.
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INFOS RUND UM DIE OPERNGALA
Das Programm bietet Ouvertüren, Arien, Duette und Szenen aus bekannten Werken italienischer und französischer Komponisten wie Guiseppe Verdi („Macht des Schicksals“, Nabucco“, „Rigoletto“, „Troubadour“, „Aida“), Giacomo Puccini („Tosca“), Gioacchino Rossini („Barbier von Sevilla“), Vincenzo Bellini („Die Puritaner“), Pietro Mascagni („Cavalliera Rusticana“), Ambroise Thomas („Mignon“) und Camille Saint-Saens („Samson und Dalila“).
Im Programm-Flyer, der kostenlos auf den Plätzen ausgelegt wird, finden sich kurze Erläuterungen zu den Werken und ihrer Schöpfer. Auf eine Conference wird verzichtet, bei der Operngala soll die Musik „das letzte Wort“ haben.
Eintrittskarten im Preis von 25, 30 und 35 Euro gibt es noch online unter www.okticket.de (Stichwort Oper und Operette),bei den örtlichen Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse (Saalöffnung 19 Uhr). Gruppenermäßigung ist ab zehn Personen vorgesehen, Info-Telefon (09672) 9208529.
Weitere Informationen zur Neunburger Operngala und zu den weiteren Kunstherbst-Angeboten auf der Webseite www.neunburger-kunstherbst.de

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Foto-Retrospektive

Die Herbstausstellung „Ahoj14“ ist eröffnet!

Gemälde des Burglengenfelder Künstlers Hannes Würdinger

Gemälde des Burglengenfelder Künstlers Hannes Würdinger

 

Hauptsponsorin Michaela Dettmann macht den Weg zur 1. Kunstprozession frei. Foto: Udo Weiß, NT

Hauptsponsorin Michaela Dettmann macht den Weg zur 1. Kunstprozession frei. Foto: Udo Weiß, NT

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KVU-MEDIENREFERENT KARL STUMPFI & NT-REPORTER UDO WEIß WAREN BEI DER „AHOJ 14-KUNSTPROZESSION“ AM 18. SEPTEMBER MIT DER KAMERA UNTERWEGS…Die auf insgesamt 17 Kunststationen verteilten Exponate der vier Künstler aus Tschechien und Bayern können noch bis einschließlich 19. Oktober „rund um die Uhr“ besichtigt werden: Restaurant MundArt, Blasinstrumentenwerkstatt Kroner, Büro- und Pressezentrum, Metzgerei Baumgärtner, Bäckerei/Konditorei Scheitinger, Biomarkt „Erikas Naturladen“, Uhren&Schmuck Alesik, Fensterbau Kerschberger, Blumen Sturm, Sparkasse, „Zum Schütz“ Haushaltswaren Klonner-Pirzl, Kunstquartier Unverdorben, Elektro Landkammer, Mode Becher, Friseursalon Braun und Bäckerei Café Irl. Das Kunstquartier Unverdorben, Im Berg 7, ist während dieser Zeit immer sonntags von 14 bis 16.00 offen!
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Besichtigung der entlang der Hauptstraße in den Schaufenstern gezeigten Kunstwerke. Foto: Udo Weiß, NT

Besichtigung der entlang der Hauptstraße in den Schaufenstern gezeigten Kunstwerke. Foto: Udo Weiß, NT

Parade der "Kunststationen" mit KVU-Vorstand Martin Schmid (am Pult) und den anwesenden Künstlern Hannes Würdinger, Harri Schemm und Linda Klimentová im Foyer der Schwarzachtalhalle

Parade der „Kunststationen“ mit KVU-Vorstand Martin Schmid (am Pult) und den anwesenden Künstlern Hannes Würdinger, Harri Schemm und Linda Klimentová im Foyer der Schwarzachtalhalle.

 

Vorsitzender Martin Schmid bei der Künstlerpräsentation (im Hintergrund der bekannte Maler und Performance-Künstler Harri Schemm aus Nürnberg.

Vorsitzender Martin Schmid bei der Künstlerpräsentation (im Hintergrund der bekannte Maler und Performance-Künstler Harri Schemm aus Nürnberg).

 

Mit dem "Ahoj 14"-Laubblatt dekoriert: 1. Bürgermeister Martin Birner (r.) und Peter Wunder, 2. Vorsitzender des Kunstvereins Unverdorben.

Mit dem „Ahoj 14“-Laubblatt dekoriert: 1. Bürgermeister Martin Birner (r.) und Peter Wunder, 2. Vorsitzender des Kunstvereins Unverdorben.

Gut gelaunte "Straßenmusikanten" Günter Schmid (Akkordeon) und Klaus Götze (Gitarre) neben Museumsleiter Theo Männer und Maria Wunder im Kunstquartier.

Gut gelaunte „Straßenmusikanten“ Günter Schmid (Akkordeon) und Klaus Götze (Gitarre) neben Museumsleiter Theo Männer und Maria Wunder im Kunstquartier.

 

Cyrus Saleki (Gitarre), Christian Schmid (Bass) und Jonas Sorgenfrei (Schlagzeug) unterhielten die Gäste der Ahoj-14-Premiere.

Cyrus Saleki (Gitarre), Christian Schmid (Bass) und Jonas Sorgenfrei (Schlagzeug) unterhielten die Gäste der Ahoj-14-Premiere.

 

Vor dem Kunstquartier feierten ein "harter Kern" von KVU-Mitgliedern und Freunden bis Mitternacht weiter....

Vor dem Kunstquartier feierte ein „harter Kern“ von KVU-Mitgliedern und Freunden bis Mitternacht weiter….

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Ahoj 14-Künstlerporträts (III/IV)

Kamila Zemková & Linda Klimentová

KamilaZemkovaBild

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KAMILA ZEMKOVÁ wurde 1983 in Budweis geboren und studierte von 2003 bis 2009 an der Fakultät der Schönen Künste in Brünn.
Ein zusätzliches pädagogisches Studium am Institut für Sozialwissenschaften schloss sich an. Es folgten verschiedene Praktika, unter anderem ein Aufenthalt im Egon Schiele Art Zentrum in Krumau (2013), in Lissabon (2007/08) und in Ljubljana (Slowenien). Zwischen 2004 und 2012 richtete Kamila Zemková insgesamt acht Einzelausstellungen in Prag, Budweis, Brünn und Iglau aus. Dazu kamen Auftritte bei diversen Gruppenausstellungen, unter anderem in der Slowakei und in Serbien.

Linda Klimentova

LINDA KLIMENTOVÁ wurde 1977 in Prag geboren und lebt in der tschechischen Hauptstadt. Sie studierte an der Kunstschule von Vaclav Hollar und an der Akademie der Bildenden Künste im Malatelier von Dr. Michael Rittsein.
2005 absolvierte sie ein Austauschpraktikum an der Universität Castilla de la Mancha, Facultad de Bellas Artes in Spanien. Sie nimmt an Gemeinschafts-Ausstellungen zeitgenössischer Kunst teil und stellt regelmäßig selbst aus. Klimentovas Aquarellmalerei trägt eine deutlich erkennbare, ausdrucksstarke Handschrift. Leuchtende Farben und ihre Lasurtechnik verleihen ihren Werken eine positive Ausstrahlung.
LindaKlimentovBild

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Ahoj 14-Künstlerporträts (II)

Hannes Würdinger: Das Universum malt mit

WürdingerBild
„In meinen Arbeiten versuche ich das Natürliche mit dem Künstlichen zu verbinden. Am wohlsten fühle ich mich, wenn ich eine Verbindung schaffe zwischen natürlich entstandenen und dem gewollt geschaffenen“. Sagt der 1960 in Burglengenfeld geborene Künstler Hannes Würdinger. Bei ihm „malt das Universum mit“, wenn man so will. Im Idealfall entdeckt er neue Landschaften, die „zufällig“ entstanden sind – und so werde er immer wieder selbst von dem Ergebnis überrascht. Von ihm bevorzugt verwendete Materialien sind hauptsächlich Asche, Leim, Erde und Feuer. Fast jedes Exemplar wird mit Feuer behandelt, um eine Patina zu erzeugen. Und die Inspiration eines „herben oberpfälzischen Herbsttags“ dominiert die Grundstimmung seiner Bilder.

Hannes Würdinger, Burglengenfeld

Hannes Würdinger, Burglengenfeld

Der MZ-Journalist Michael Scheiner beschreibt die Wirkung von Würdinger-Werken anlässlich dessen jüngster Ausstellung „nihil fit sine causa“ (nichts geschieht ohne Grund) in der Regensburger Galerie am Ölberg unter anderem so: „Wenn Hannes Würdingers Bilder dem einen oder anderen Appetit auslösen, dann vermutlich kaum wegen der besonders verführerischen Sujets. Vielmehr findet man auf einem kleineren Format eine ganze Schicht von Erdnussschalen und –häuten. Wie ein Flöz durchzieht es das düstere Bild, das den Querschnitt durch eine möglicherweise untergegangene oder verlassene Welt enthüllen mag. Zivilisationsreste und –müll, Teer, schimmerndes Bitumen, angesengte Papierstreifen, patzige weiße Farbkleckse und erdfarbene raue Masse bilden sich in überlagernden Schichtungen. Würdingers Gebilde sind schwere Kost – im doppelten Sinn. Es sind emotional fordernde Bilder, die in ihrer Düsternis und Anmutung zerstörerischer Ereignisse aufwühlen und beklemmen können“.
Hannes Würdinger ist der Sohn einer Oberpfälzer Metzgerfamilie und sollte einmal den elterlichen Betrieb übernehmen. Er entschied sich allerdings für eine Ausbildung zum Grafiker und absolvierte ein Designstudium auf der Hochschule der Künste in Berlin. Zudem studierte Würdinger drei Jahre Kirchenmusik. Er arbeitete lange in der Hauptstadt, lebte aber seit einigen Jahren wieder seiner Heimat Oberpfalz. In den letzten zwei Jahrzehnten war der Künstler bei zahlreichen Ausstellungen präsent. So unter anderem in Regensburg (2013, 2010), mit „Generativen Landschaften“ und „Future Kitsch“ in der Galerie Schwarzer Hund in Kallmünz (2009, 2007), mit Zeichnungen im Café Reihn in Neumarkt (2004), mit „Hommage an Lisitzki“ und mit Zeichnungen bei Gemeinschaftsausstellung sowie in der Galerie Braun in Berlin (1994, 1993, 1990).

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Ahoj 14-Künstlerporträts (I)

Harri Schemm und der radikale Provinzialismus

HarriSchBild

Der Künstler Harri Schemm, einer der vier Aussteller bei „AHOJ 14“ vom 18. September bis 19 Oktober in Neunburg vorm Wald, ist ein echtes Gesamtkunstwerk: Er malt, schreibt, fotografiert und performt mit allem, was ihm und seinem Improvisationstalent gerade zur Verfügung steht. Der „Provinzialismus, die selbstgenügsame Beschränkung aufs Nächstliegende“ (Bazon Brock) wird von Harri Schemm konsequent als experimenteller Freiraum genutzt – unabhängig davon, ob diese Provinz geographisch oder mental verortet ist.

Harri Schemm, Nürnberg

Harri Schemm, Nürnberg

Auf ebenso humorvolle wie direkte und entwaffnende Weise reflektieren die Werke Harri Schemms Biographisches und Alltagsszenen, aber auch die gesammelten Absurditäten unserer Zeitläufe. Neben farbenprächtigen Ölbildern und Aquarellen zählen zu seinem ebenso umfangreichen wie vielfältigen Werk bildhauerische Arbeiten, Siebdrucke, Fotografien, Gedichte und vieles andere mehr. Vor allem aber entstehen immer wieder Performances von groteskem Witz, wenn der Künstler z. B. als Chinese verkleidet selbsterfundene Lebensweisheiten verkauft, mit einem Rüttler von der Baustelle Lachsäcke zerstampft oder als Weißer Elefant – seinem Alter Ego – auf einem Moped durch die Nacht fährt.

(Laudatio von Anke Schlecht, Institut für moderne Kunst Nürnberg)

 

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Theaterpremiere beim Kunstherbst

Letzte Proben für die Premiere "Dr. med. Hiob Prätorius" am 20. September in der Schwarzachtalhalle. Foto: OVIGO

Letzte Proben für die Premiere „Dr. med. Hiob Prätorius“ am 20. September in der Schwarzachtalhalle. Foto: OVIGO

Die Premiere steht unmittelbar bevor! Am Samstag, 20. September (20 Uhr) führt das OVIGO-Ensemble im Rahmen des Neunburger Kunstherbstes seine neue Inszenierung „Dr. med. Hiob Prätorius – Facharzt für Chirurgie und Frauenleiden“ in der Schwarzachtalhalle auf.
In dem Stück von Curt Goetz untersuchen Sherlock Holmes und Watson einen mysteriösen Verkehrsunfall, bei dem Prätorius und seine Frau ums Leben kamen. Eingebettet in diese Rahmenhandlung wird das Leben von Prätorius geschildert, einem außergewöhnlichen Mediziner, der Zeit seines Lebens auf der Suche nach der Mikrobe der menschlichen Dummheit war.
Regie führt der langjährige Kunstlehrer und Theaterfreak des Ortenburg-Gymnasiums Oberviechtach Wolfgang Pöhlmann. Neben ehemaligen Schülern wie Florian Waldherr, Julia Ruhland oder Martina Baumer, sind auch derzeitige Schüler wie Maria Wabra, Sophia Zimmermann oder Judith Höcherl dabei.
Wenn Sie sich Karten reservieren möchten, tun Sie das ganz einfach per Mail über florian.wein@ovigo-theater.de, telefonisch unter 0160 / 96 22 71 48 oder rechtzeitig vor Ort an der Abendkasse. Die Karten kosten für Erwachsene 12 Euro und für Schüler/Studenten 6 Euro.
Weitere Informationen zur Inszenierung und zur OVIGO-Gruppe gibt es unter www.ovigo-theater.de.

DAS VERANSTALTUNGSPLAKAT:

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