Vergnügliches Kunstherbst-„Endspiel“

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Es war ein viel beachteter „Kultur-Marathon“ mit über 20 Veranstaltungen auf den Feldern Musik, Theater, Literatur und bildende Kunst in der Pfalzgrafenstadt. Mit einem musikalischen Leseabend geht der zweite Neunburger Kunstherbst am „Blauen Montag“, 24. November, 19 Uhr, im Gasthaus „Zur Goldenen Gans“ zuende. Gastgeber ist des Abschlussabends ist der Kunstverein Unverdorben, zum zweiten Mal verantwortlich für die Programm-Koordinierung des Kunstherbstes. Willkommen sind alle Freunde der Kunst. Beim vorjährigen Finale fanden sie mit deutschen Satiren und „unplugged“ gespielter Unterhaltungsmusik großen Beifall.

Unter dem Titel „Mit freudigem Geifern“ präsentieren diesmal Rezitator Karl Stumpfi und die Musikanten Günter Schmid (Akkordeon), Klaus Götze (Gitarre), Jürgen Zach (Bass) & Special Guest Eddy Gabler (Gitarre) ein heiter-beschwingtes Programm mit deutschen Humoresken. Mit Beiträgen vertreten sind die Autoren Erich Kästner, Heinrich Spörl, Oskar Maria Graf, Hermann Hesse, Robert Gernhardt, Hans Magnus Enzensberger und andere. Umrahmt wird die Lesung mit bekannten Titeln aus Oper, Musical, Chansons, Pop-Balladen und Volksmusik.

Der  Eintritt ist frei, Spenden für den Kunstherbst-Fond des Kunstvereins Unverdorben sind willkommen!

Bild:

Das „Unverdorben-Quartett“, verstärkt mit dem Gitarristen Eddy Gabler gestaltet den Kunstherbst-Ausklang am 24. November beim „Ganswirt“ (v.l.) Jürgen Zach, Klaus Götze, Günter Schmid (Musik) und Karl Stumpfi (Rezitation). Foto: Ralf Gohlke, MZ

PRESSE-ECHO:

Vorschau in der Mittelbayerischen Zeitung v. 22.11.14

SAD.STN2.S.5863367

 

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OVIGO kooperiert mit Neunburger Kunstherbst

Das nächste Theaterprojekt des OVIGO-Ensembles hat ebenfalls in der Schwarzachtalhalle Neunburg Premiere.

Das nächste Theaterprojekt des OVIGO-Ensembles hat ebenfalls in der Schwarzachtalhalle Neunburg Premiere.

„Zum Glück gibt es immer noch die Kunst des zivilisierten Umgangs
miteinander, oder?“ Ist dem denn wirklich so? Vielleicht d i e Kernfrage in dem gefeierten Theaterstück von Yasmina Reza „Der Gott des Gemetzels“.

Das OVIGO-Ensemble Oberviechtach hat sich an die nicht einfache Aufgabe heran getraut, diesen Welterfolg neu zu inszenieren. Dazu haben kürzlich die Proben begonnen. Der neue künstlerische Leiter Florian Wein gibt sein Regie-Debüt, nachdem der langjährige Chef Wolfgang Pöhlmann sich in den Theaterruhestand verabschiedet hat. Die Premiere „Der Gott des Gemetzels“ geht am Sonntag, 8. März, 19 Uhr, in der Schwarzachtalhalle Neunburg über die Bühne. Reprisen gibt es am 11. und 18. April (jeweils 20 Uhr) im Emil-Kemmer-Haus Oberviechtach, am 14. März im W1 (Zentrum für junge Kultur) in Regensburg sowie am 15. März im Gemeindesaal der Passionskirche in Nürnberg-Langwasser.

Bei der OVIGO-Truppe wird indessen bereits eifrig an der Zukunft gefeilt. So wurde das Ensemble nun als fester Bestandteil des Sprechtheater-Sektors in das regionale Kulturfestival „Neunburger Kunstherbst“ aufgenommen. Auch die letzten Produktionen „Jakes Frauen“ und „Dr. med. Hiob Prätorius“ waren in diesem Rahmen beachtliche Erfolge. Und am 26. September 2015 wird es bereits das nächste OVIGO-Stück beim 3. Neunburger Kunstherbst in der Schwarzachtalhalle geben.
Interessierte, die auch gerne mal auf die Bühne wollen, können sich jederzeit über die 0160 / 96 22 71 48 oder florian.wein@ovigo-theater.de melden.
Weitere Informationen: www.ovigo-theater.de.

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Mit „Pura Crema“ zu neuen Klangwelten

Das Trio "Pura Crema" gastiert im Rahmen des 2. Neunburger Kunstherbstes am 14. November, 20 Uhr, im   historischen Schlosssaal.

Das Trio „Pura Crema“ gastiert im Rahmen des 2. Neunburger Kunstherbstes am 14. November, 20 Uhr, im historischen Schlosssaal.

Das Trio „Pura Crema“ entführt das Publikum mit faszinierendem Glasinstrumentarium in völlig neue Klangwelten.Heinz Grobmeier, Peter Knoll und Wolfgang A. Schwarzfischer ernteten bei ihren Auftritten, u.a. in Würzburg, Passau, Regensburg, Bayreuth, Amberg, Berlin , Slavenji Gradec (Slowenien) regelmäßig frenetischen Applaus. Oberstes Gebot der drei Profi-Musiker und Multiinstrumentalisten ist Spielwitz, Spielfreude, Virtuosität, Spontaneität, stilistische Vielfalt und das immer wieder neue Erfinden von außergewöhnlichen Klangbildern.
Die selbstgebauten, filigranen Glasinstrumente entwickeln und bauen die drei Tausendsassas in Zusammenarbeit mit der „Glashütte Sellner“/Lohberg und der „Glasfachschule“Zwiesel. „Pura Crema“ kombiniert im Konzert ethnische und klassische Instrumente, wie Gitarre, Saxophon, Steel-Drum, Balaphon mit Glasinstrumenten: Glasklarinette, Glasdidgeridoo, Glasudu, Glasplattenspiel, Glaskalimba, Glasschlappophon, Glasrüssel, Glaswaldteufel, Glaschimes, Aufweckgläser, Rubbel-Glas, Glastrommel, Glaschalumeau, Glasdeckelspiel und Glasbibb.
Dieses musikalisch einmalige Hörerlebnis bietet der 2. Neunburger Kunstherbst am Freitag, 14. November, 20 Uhr, im historischen Schlosssaal. Karten für zehn Euro sind an der Abendkasse erhältlich. Mit diesem Konzert setzt der Kunstverein Unverdorben seine Kooperation mit der Akademie für Natur und Industriekultur fort.
PRESSE-ECHO:
Bericht und Vorschau im NT
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„Unverdorben-Quartett“ in Ensdorf zu Gast

Das "Unverdorben-Quartett" beim Blauen Montag (v. l.) Karl Stumpfi (Rezitator), Klaus Götze (Gitarre), Jürgen Zach (Bass) und Günter Schmid (Akkordeon). Foto: Alfred Grassmann

Das „Unverdorben-Quartett“ beim Blauen Montag (v. l.) Karl Stumpfi (Rezitator), Klaus Götze (Gitarre), Jürgen Zach (Bass) und Günter Schmid (Akkordeon). Foto: Alfred Grassmann

Der musikalische Leseabend „Denk‘ ich an Deutschland…“ fand als Blauer Montag des Kunstvereins Unverdorben am 24. Februar im Gasthaus „Zur Goldenen Gans“ bei den Zuhörern großen Anklang Vier KVU-Mitglieder gestalteten einen ebenso unterhaltsamen wie nachdenklich stimmenden Programm-Mix. Im Mittelpunkt: Lesungen aus deutschen Satiren des 19. und 20 Jahrhunderts. Karl Stumpfi (Rezitation) sowie Günter Schmid (Akkordeon), Klaus Götze (Gitarre) und Jürgen Zach (Bassgitarre) wiederholen dieses Programm am Samstag, 8. November, 19.30 Uhr, im Kloster Ensdorf.
Diese teils zum Schmunzeln anregende, teils nachdenklich stimmende “kleine Zeitreise durch deutsche Satirelandschaften” beginnt mit zwei Gedichten Heinrich Heines aus den Vormärz-Jahren 1844 und einer ganz speziellen Betrachtung über die Kunst aus Ludwig Thomas “Filser-Briefen”. Einen thematischen Schwerpunkt bildeten die deutschen Schicksalsjahre vom Ausbruch des 1. Weltkriegs 1914 bis zum Beginn des “1000-jährigen Reichs” 1933 mit Texten von Erich Weinert, Alfred Polgar, Siegfried v. Vegesack, Erich Kästner und Bert Brecht („Drei Paragraphen der Weimarer Verfassung“). Nach der Pause wird der deutsche Bürokratismus aufs Korn genommen, mithilfe der satirischen “Edelfeder” Kurt Tucholsky (“Der Apparat”). Die literarische Tour d’horizont endete mit Beiträgen der zeitgenössischen Satiriker Robert Gernhardt (“Der Fall Binder”) und Hans Magnus Enzensberger (“Vorschläge zur Strafrechtsreform”). Das „Unverdorben-Trio“spannt einen melodisch-rhythmischen Bogen vom Loreley-Lied und Mackie Messer bis zum Kriminaltango und Zwiefachen.
Zum Abschluss des 2. Neunburger Kunstherbstes präsentiert das Quartett mit „Special Guest“ Eddy Gabler (Gitarre) am Blauen Montag, 24. November, 19 Uhr, das neue Programm „Mit freudigem Geifern“ (Deutsche Humoresken) im Gasthaus „Zur Goldenen Gans“, Hauptstraße.
Bericht der Amberger Zeitung als PDF:
Link zu MZ online:
http://www.mittelbayerische.de/region/amberg/amberg/artikel/viel-stoff-zum-nachdenken-und-schmunzeln/1149244/viel-stoff-zum-nachdenken-und-schmunzeln.html
www.mittelbayerische.de/region/amberg/amberg/artikel/literarische-zeitreise-durchs-land/1144188/literarische-zeitreise-durchs-land.html
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LichtMomente im Neunburger Kunstherbst

„LichtMomente“, ein Meditationskonzert zu den Kirchenfenster von St. Josef findet am Sonntag, 9. November, 18 Uhr, in der Neunburger Stadtpfarrkirche statt. Ausführende sind der Chor CONTIGO mit Band unter Leitung von Jürgen Zach.

Der aus Eggisried bei Ottobeuern stammende Künstler  Erich Schickling Contigo( + 2014) hat seine eindrucksvollen Glaskunstwerke verschiedenen Themen gewidmet. Die Schönheit und Ausdruckskraft der Fenster, aber auch der Wert und die Symbolkraft sind bei einem kurzzeitigen Innehalten nicht sofort erkennbar.
Nur ein genaues Betrachten der verdichteten Darstellungsweise Schicklings und die zunächst wie ein kaleidoskopartiger Bildteppich wirkenden großen Südfenster lassen die inhaltliche Einheit und Bedeutung deutlicher erfassen. Sie sind LichtMomente. Die jeweils gegenüber liegenden Bilder oben an der Nordseite der katholischen Pfarrkirche spiegeln die größeren Südfenster in Szenen aus dem neuen Testament, haben aber – umgedeutet – den gleichen Inhalt.
Schon vor über zehn Jahren hatte sich die Musikgruppe „eigentlich“ dieser Meditationsaufgabe gestellt. Zu jedem Fenster wurde ein neues Lied geschrieben, das neben anderen bei der Meditation auch uraufgeführt wurde. CONTIGO bietet nun im 3. Neunburger Kunstherbst ein „Best of…“ dieses Programms.

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Über 700 Euro für Orgelprojekt eingespielt

Eine Kirchenorgel zählt zu den wichtigsten Kulturgütern eines Gemeinwesens. Die so genannte „Königin der Instrumente“ steht zurzeit auch in Neunburg vorm Wald im Fokus des öffentlichen Interesses. Die alte Orgel in der Pfarrkirche St. Josef ist nicht mehr mit einem vernünftigen Kostenaufwand zu sanieren. So ist ein 2012 gegründeter Orgelbauverein bemüht, einen finanziellen Grundstock für die 650 000-Euro-Investition zu schaffen. Dabei sind die Neunburger Orgelbauer auf  tatkräftige Mithilfe angewiesen. Die örtlichen Kunstschaffenden ließen sich nicht zweimal bitten und wurden aktiv!

Mit seiner Kunstherbst-Themenwoche “Erster Weltkrieg” vom 13. bis 17. Oktober hat der Kunstverein Unverdorben, tatkräftig unterstützt von seinen Partnern Schwarzachtaler Heimatmuseum, Stadt- und Pfarrbücherei St. Georg und Katholische Pfarrei St. Josef, nicht nur einen beachtlichen Publikumserfolg erzielt. Was finanziell “unterm Strich” herauskam, kann sich ebenso sehen lassen. Das bestätigt das Pfarramt Neunburg in aktuellen “Kirchenanzeiger”.

Darin heißt es zu den beiden Benefizveranstaltungen am 13. und 17. Oktober unter anderem wörtlich: Der Leseabend „In Stahlgewittern – der 1. Weltkrieg und die Kunst“ im Gasthaus Sporrer und das Lesetheater „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus im Pfarrsaal St. Georg waren beeindruckende Veranstaltungen. Vergelt´s Gott den Organisatoren und allen Mitwirkenden! Der Erlös für den Neunburger Orgelbauverein beträgt insgesamt 715,21 €. Auch dafür sagt die Pfarrei Neunburg St. Josef ihren Unterstützern herzlichen Dank!

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Ein großer Abend der Gesangskunst

Nach dem großen Liederabend "Ave Patrona Bavariae" (v. li.) Komponist und Pianist Anton Zapf, München; Sopranistin Lucie Silkenová, Prag, und Kunstherbst-Koordinator Karl Stumpfi. Foto: Alfred Grassmann

Nach dem großen Liederabend „Ave Patrona Bavariae“ (v. li.) Komponist und Pianist Anton Zapf, München; Sopranistin Lucie Silkenová, Prag, und Kunstherbst-Koordinator Karl Stumpfi. Foto: Alfred Grassmann, MZ

Sopranistin Lucie Silkenová aus Prag und Pianist Anton Zapf aus München im  historischen Schlosssaal. Foto: Tanja Kraus, MZ

Sopranistin Lucie Silkenová aus Prag und Pianist Anton Zapf aus München im historischen Schlosssaal. Foto: Tanja Kraus, MZ

Der am 7. September wegen Erkrankung der Solistin abgesagte Liederabend „AVE PATRONA BAVARIAE“ des Kunstvereins Unverdorben geriet beim Nachholtermin 26. Oktober im historischen Schlosssaal zu einem Triumph für die Prager Sopranistin Lucie Silkenová, am Klavier begleitet von Komponist, Dirigent und Pianist Anton Zapf. Im ersten Teil standen bekannte Marienliedvertonungen von W. A. Mozart, Franz Schubert und Max Reger auf dem Programm. Dazwischen reflektierte Pfarrer Stefan Wagner das Gehörte in einer interessanten Erörterung des Themas „Vertonung von Marientexten“ durch die Jahrhunderte. Die Prager Opernsängerin, die schon am nächsten Vormittag wieder zu Proben für die Dvorak-Oper „Rusalka“ im Tschechischen Nationaltheater engagiert war, lief in den folgenden dramatischen Partien großer Gebetszenen aus Richard Wagners „Tannhäuser“ (Arie der Elisabeth „Allmächtge Jungfrau hör mein Flehen“), Giuseppe Verdis „Otello“ (Ave Maria der Desdemona) und Leos Janaceks „Jenufa“ zur Hochform auf. „Unter die Haut“ gingen auch ihre Interpretationen der Anton-Zapf-Komposition „Just like birds“ und der Zugaben „Morgen“ von Richard Strauss und „Ave Maria“ von Bach/Gounod. Zum Abschluss gab es Standing Ovations, auch für Pianist Anton Zapf und seinem Klavier-Solostück „Scintille nell ‚Aria“, das auf Motive des „Ave Maria“ von Jacobus Arcadelt und dem Volkslied „Ein Blümlein auserlesen“ aufbaut. Wer dieses denkwürdige Konzert im Schlosssaal verpasst hat, kann sich für den entgangenen Kunstgenuss aber noch beim Anhören eines Live-Mitschnitts schadlos halten, der demnächst auf CD erscheinen wird. Mit dem Pianisten des Abends gibt es schon am 28. März 2015 ein Wiedersehen beim Frühlingskonzert in der Schwarzachtalhalle. Dann wird Anton Zapf als Dirigent die Karlsbader Sinfoniker leiten – bei einem romantischen Programm mit Werken von Antonin Dvorak (Karneval-Ouvertüre, Violinkonzert, 5. Sinfonie F-Dur) sowie dem eigenen Opus 4 „Andenken an Antonin“.

 

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Originelles Finale der Ausstellung „Ahoj 14“!

 

Mit dem Kirwabaum voraus bewegte sich die kleine Kunstprozession in Richtung Kunstquartier. Foto: Alfred Grassmann, NT

Mit dem Kirwabaum voraus bewegte sich die kleine Kunstprozession in Richtung Kunstquartier. Foto: Alfred Grassmann, NT

AM KIRCHWEIHSONNTAG, 19. OKTOBER ist die vier Wochen dauernde Internationale Herbstausstellung Ahoj 14 in Neunburg vorm Wald zuende gegangen. Bei der Gestaltung der Abschlusszeremonie lehnte sich der Kunstverein Unverdorben an überlieferte Kirchweihtraditionen an. So schritt bei der abschließenden kleinen Kunstprozession durch die Budenstraße der 1. Vorsitzende Martin Schmid mit einem symbolischen Kirwabaum voran. Auf dem Weg zum Kunstquartier Im Berg 7 wurden die Exponate mehrerer Kunststationen eingesammelt. Zum beschwingten Ausklang spielte dann das Duo Sepp Sochor & Toni Lottner in den Räumen des Kunstvereins für die Gäste auf.

 

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Karl-Kraus-Lesetheater beeindruckt die Zuhörer

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Im Rahmen der laufenden Kunstherbst-Themenwoche wurde am 17. Oktober, 19 Uhr, im Pfarrsaal St. Georg ein Stück Weltliteratur in neuartiger Form vorgestellt – und das Publikum war vom Karl-Kraus-Lesetheater „Die letzten Tage der Menschheit“ gleichermaßen beeindruckt wie begeistert!

„Außergewöhnlich“ und „einmalig“

„Ein außergewöhnlicher Abend, der zum Nachdenken anregt“, bilanzierte Stadtpfarrer Stefan Wagner unmittelbar nach der Vorstellung. Ehrenbürger Theo Männer hatte schon in der Pause seine Begeisterung kundgetan: „In Neunburg noch nicht dagewesen und einmalig!“ Anhaltend lautstarker Applaus der rund 80 Zuhörer bekräftigte am Freitagabend diese Einzelmeinungen über die szenische Lesung „Die letzten Tage der Menschheit“. In einer Co-Produktion der Pfarrei St. Josef und des Kunstvereins Unverdorben präsentierte ein Rezitatorenquartett ausgewählte Szenen und Dialoge aus dem Vorspiel und den ersten drei Akten dieses monumentalen Endzeitdramas des Wiener Satirikers Karl Kraus (1847 – 1936).

Dokumentarisches Theater

Der Verfasser selbst hielt das Stück mit über 200 Szenen für unaufführbar und deshalb „für ein Marstheater“ gedacht. In seinem Vorwort stellt er jedoch klar: „Die unwahrscheinlichsten Gespräche, die hier geführt werden, sind wörtlich gesprochen worden; die grellsten Erfindungen sind Zitate. Larven und Lemuren, die hier auftreten, tragen lebende Namen“. Seine Chronik des Ersten Weltkriegs mit dem Titel „Die letzten Tage der Menschheit“ handelt von einzelnen lokalen Begebenheiten im Hinterland und an der Front. Sie beginnt mit der Nachricht von der Ermordung des Thronfolgerpaares in Sarajevo und reicht bis zur Katastrophe des Zusammenbruchs, die in die eine Vision von der Vernichtung des Geistes als den wahren Weltuntergang mündet. Karl Kraus ist mit diesem Werk als Schöpfer des dokumentarischen Theaters und der Montagetechnik in die Dramenliteratur des 20. Jahrhunderts eingegangen.

„Neunburger Fassung“ erstellt

In einer eigens für die Neunburger Kunstherbst-Themenwoche erarbeiteten Fassung für Lesetheater wurden 25 Szenen ausgewählt und in zwei Leseblöcken im Pfarrheim dargeboten. Statt eines Programmheftes fanden die Besucher ein Faltblatt mit einem „Glossar“ vor, das typisch wienerische Begriffe wie Pallawatsch (Wirrwarr), Spompanadeln (Wichtigtuereien) oder Gustomenscherl (hübsche Mädchen) in deutsche Schriftsprache übersetzt. Die Lesepassagen wurden durch Liedvorträge (Gitarre & Gesang: Jürgen Zach) sowie Musikeinblendungen aus Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 5 sinnfällig ergänzt. Wolfgang Gräßl und Diana Mazurek besorgten die stimmungsreiche Lichtregie. Den diffizilen Dialog-Part „Der Nörgler und der Optimist im Gespräch“ bewältigten Ulrich Wabra und Wolfgang Süß in beeindruckender Manier, während in den Volksszenen Karl Stumpfi (u.a. als Zeitungsausrufer, Hofrat, oder KuK-General) sowie Wolfgang Huber (u. a. als Patriot, Berliner Schieber oder Kaiser Wilhelm II.) mit Wiener Dialekt bzw. preußischem Zungenschlag zuweilen auch für Gelächter in den Zuhörerreihen sorgten.

Beklemmende Schlussszene

Eher beklemmend dann die Schlussszene, wenn der „Nörgler“ (als Sprachrohr des Autors Karl Kraus) einen an Goethes Faust II angelehnten, ätzenden Nachruf auf den „letzten Wiener“ hält – ein Betrunkener, der mitten auf der Straße seine Notdurft verrichtet: „Das Sterben geht ihn einen Schmarren an, sein innerstes Bedürfnis muss er stillen. Es bleibt die Spur von seinen Erdentagen und dies ist der Weisheit letzter Schluss…“. Nach dem Schluss-Crescendo des Scherzo-Satzes aus Gustav Mahlers 5. Sinfonie ein kurzer Blackout, bevor Jürgen Zach mit dem Chanson „Die Antwort der Blumen“ den Karl-Kraus-Leseabend ausklingen ließ. In einem Nachwort bedankte sich Pfarrer Wagner bei allen Mitwirkenden des Lesetheaters mit dem Initiator Karl Stumpfi an der Spitze. Es freue ihn besonders, dass das Neunburger Orgelbauprojekt mit ins Boot genommen worden sei. Mitglieder des Orgelbauvereins bewirtete die Gäste mit erlesenem Rebensaft und leckeren Appetithappen.

Nachdem die Initatoren mit dieser Premiere voll punkten konnten, wird über eine Fortsetzung des Karl-Kraus-Lesetheaters (Akte 4, 5 und Epilog)  in den Reihen des Kunstvereins Unverdorben bereits nachgedacht. Voraussichtlich im Neunburger Kunstherbst 2016 stünde dann Teil 2 des Dramas „Die letzten Tage der Menschheit“ auf dem Programm…

Der Schüler Merores meldet sich...

Der Schüler Merores meldet sich…

Wolfgang Huber spricht den Kaiser Wilhelm II,

Wolfgang Huber spricht den Kaiser Wilhelm II.

Jürgen Zack (Gitarre & Gesang) trat mit drei Kriegsliedern auf.

Jürgen Zach (Gitarre & Gesang) trat mit drei Kriegsliedern auf.

Patrioten unter sich: "Die Russen und die Serben, die hauen wir in Scherben....."

Patrioten unter sich: „Die Russen und die Serben, die hauen wir in Scherben…..“

Getränkenachschub für die Pause...

Getränkenachschub für die Pause…

Der Nörgler (Ulrich Wabra, rechts) und der Optimist (Wolfgang Süß) im Gespräch.

Der Nörgler (Ulrich Wabra, rechts) und der Optimist (Wolfgang Süß) im Gespräch.

 

 

BILDERNACHLESE mit Fotos von Alfred Grassmann (NT)

PRESSE-SPIEGEL mit Berichten in der MZ und im NT:

MZKrausKraus

NTKraus

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Finale der Kunstausstellung „Ahoj 14“

WürdingerBildMit einer kleinen Kunstprozession samt Finissage endet am Kirchweihsonntag, 19. Oktober die Kunstausstellung Ahoi 14 im Rahmen des 2. Neunburger Kunstherbstes. Treffpunkt der Teilnehmer ist um 16:00 Uhr am Kunstquartier Unverdorben, Im Berg 7. Von dort aus startet die Abschluss-Kunstprozession über die obere Hauptstraße. Geplant ist, die Kunststationen 6 bis 17 einzubeziehen.
Die Prozession lehnt sich an die Neunburger Kirchweih an. Sie wird angeführt durch einen „mobilen Kirwabaum“ im Kunstherbst-Stil. Außerdem sind Musiker mit dabei, um die Kunstwerke aus den Stationen „rauszuspielen“. Kommt alle und beteiligt euch an der finalen Kunstprozession, damit es ein eindrucksvoller, spaßiger und mitreissender Umzug wird!
Bei „Sauwetter“ entfällt die Kunstprozession und es werden stattdessen ab 17:00 Uhr direkt im Kunstquartier die dort eintreffenden Teilnehmer / Kunststationen mit den Kunstwerken „reingespielt“. Die Werke werden dann mit dem Auto eingesammelt.
Am Sonntag um 17:00 Uhr beginnt dann der gesellige Ausklang im Kunstverein Unverdorben mit Musik, Umtrunk und Knabbereien! Hierzu sind alle Kunstinteressierten in der Region herzlich eingeladen.

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