Das Kunstjahr ’15 klingt harmonisch aus

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LICHTERBAUM VOR DEM KUNSTQUARTIER, IM BERG…aufgenommen am 5. Dezember von Karl Stumpfi

Ein arbeitsintensives, aber auch erfolgreiches Neunburger Kunstjahr neigt sich seinem Ende zu. Kurz vor Weihnachten lädt der Kunstverein Unverdorben am Montag, 14. Dezember ab 19 Uhr alle Mitglieder und Freunde, Werbepartner und Unterstützer zu einem stimmungsvollen Jahresabschluss in das festlich dekorierte Kunstquartier, Im Berg 7, ein. Für Bewirtung der Gäste ist gesorgt – und es gibt (vorweihnachtliche) Überraschungen!! Um es mit den Worten unserer 1. Vorsitzenden Beate Seifert in Erinnerung zu rufen:

„In Windeseile ist unser Kunstjahr 2015 vergangen. Wir sind schon voll in der Planung und Vorbereitung 2016 – es gibt tolle Ideen und viel Arbeit. Dennoch soll Zeit zum Innehalten sein, zurückzublicken und Euch/Ihnen allen zu danken.  Wir wollen einen entspannten Abend erleben, mit fröhlichen Gesprächen, Bildern, Geschichten und Erlebtem aus einem bewegtem künstlerischem Jahr. Feste soll man feiern, wenn sie denn so fallen…“

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Adieu, Europa-Kulturhauptstadt 2015…

12. September 2015 - Ein Tag in Europas Kulturhauptstadt Pilsen (Bustour im Rahmen des 3. Neunburger Kunstherbstes)

12. September 2015 – Ein Tag in Europas Kulturhauptstadt Pilsen (Bustour im Rahmen des 3. Neunburger Kunstherbstes)  Foto: Johann Fischer

……. und na shledanou – Auf Wiedersehen Pilsen! Die Kulturhauptstadt Europas 2015 setzte an diesem Wochenende den Schlusspunkt unter das 11-monatige Programm in heiterer und entspannter Atmosphäre mit Operngala, Snowboard Freaks, Trommelshow, zweieinhalb Kilometer langem Fotoalbum vom ganzen Jahr und Party im Depot2015. DSC_0169Das ehemalige Busdepot entpuppte sich immer mehr als Kreativzone – die gute Botschaft ist, das Depot2015 bleibt den Pilsner und Gästen als Kultur- und Veranstaltungsort erhalten.
Der Neunburger Kunstverein Unverdorben war Kooperationspartner der Europäischen Kulturhauptstadt Pilsen 2015 im Rahmen des vom CeBB Schönsee koordinierten Begleitprogramms „Treffpunkt Kulturorte“ und einem regen Kulturaustausch im vom Bayerischen Kulturfond geförderten 3. Neunburger Kunstherbst (Kunstprozession Ahoj 15 u. a. mit den Pilsener Kunstgruppen ArtVrch und Uboc, Theaterverein Klenba). DSC_0249Bleibende Eindrücke bescherte „Ein Tag in der europäischen Kulturhauptstadt Pilsen“ durch die vom KVU organisierten Busfahrt am 12. September (Siehe Foto-Erinnerungen von Vorstandsmitglied Hans Fischer).
Wehmut, dass Pilsen 2015 vorbei ist, Freude, dass das Jahr so gut gelungen ist. Dazu Hans Eibauer, Geschäftsführer des Centrums Bavaria Bohemia,  in einem kurzen Resümee: „Wir vom CeBB haben mit großartigen Kulturakteuren und zusammen mit unseren Regensburger und Pilsner Partnern einiges zum Gelingen beigetragen. Vor allem der Zug zur Kultur und das vom CeBB federführend organisierte Fest Blumen für Pilsen am 26. April mit über 20 000 Gästen am Hauptplatz werden unvergesslich bleiben“.

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3. Neunburger Kunstherbst: Das war’s!

EröffngFisher (2)Tanzkunst in höchster Perfektion hielt zur „Ahoj-15“-Eröffnung Einzug im Kunstquartier.

„Die bunten Blätter des Neunburger Kunstherbstes sind nun gefallen. Ein überaus vielfältiges und anspruchvolles Programm ist beendet“. Mit diesen Worten zieht Beate Seifert, 1. Vorsitzende des Kunstvereins Unverdorben, den Schlussstrich unter die dritte Auflage des kulturellen Saisonfestivals in der Pfalzgrafenstadt. In einem ersten Resümee für die Lokalpresse unterstreicht sie den Anspruch der KVU-Führungsriege ein breitgefächertes Angebot an Musikdarbietungen, Lesungen, Ausstellungen und Theateraufführunge dem mittlerweile weit über die Grenzen Neunburgs interessiertem Publikum zu unterbreiten. So habe man insgesamt 23 Kunstherbst-Veranstaltungen in drei Monate gepackt und dabei sehr viele Genres bedient. Der Kunstverein Unverdorben habe Kunstinteressierten der Region die Möglichkeit eröffnet, staunend durch Ausstellungen zu streifen, Grenzen überschreitende Menschen und Künstler kennenzulernen, entspannt sich in wunderbaren Konzertabenden wieder zu finden, aber auch an unterhaltsamen Abende den Alltag kurz auszublenden, Aktuelles und Vergangenes nachdenklich zu betrachten und zu reflektieren, sowie Jugendliche zum kreativen Tun anzuregen.

NOCH MEHR MENSCHEN ERREICHEN

„Wenn man mich fragen würde, welches Kunstherbst-Ereignis mich am meisten berührte, könnte ich dies nicht leicht beantworten“, betont Beate Seifert. Neugierig sei sie aber auf jede Darbietung der unterschiedlichen Künstlerinnen und Künstler gewesen – „und jede Veranstaltung hat mich auf ihre Art beeindruckt“. In einem kurzen Ausblick auf den 4. Neunburger Kunstherbst verleiht die 1. Vorsitzende ihrer Hoffnung Ausdruck, dass im kommenden Jahr noch mehr Menschen mit der Programm-Auswahl angesprochen und erreicht werden können. In die von den KVU-Gremien und ihren Helfern geleisteten Arbeit fließe viel Herzblut, so Seifert. Deshalb erinnert sie an die alte Binsenwahrheit „Das Brot des Künstlers ist der Applaus“ – die Wertschätzung der Tätigkeit eines Kunstvereins sei der Besuch seiner Veranstaltungen.

MIT EU-KULTURHAUPTSTADT KOOPERIERT

In seinen Funktionen als Geschäftsführer und Schatzmeister liefen viele organisatorische Fäden bei Peter Wunder zusammen. „Wir sind froh und ein bisschen stolz, ein so vielfältiges Programm mit einem so kurzen Zeitansatz und einigen schnell gelösten Problemen auf die Beine gestellt zu haben“, so lautet sein erstes Fazit der abgelaufenen Saison. Als besonderen Aspekt stellt er die Kooperation mit der Europäischen Kulturhauptstadt 2015 Pilsen via Partner-Organisation Centrum Bavaria Bohemia Schönsee sowie damit einhergehende Förderung durch den Bayerischen Kulturfond heraus. Die „Ahoi 15“-Kunstprozession mit beachtlichen Werken deutscher und tschechischer Künstler, den Pantomimen des Pilsener Theatervereins Klenba und den unvergessenen Auftritt der Regensburger Tanzakademie in der alten Frankbrauerei, so Wunders Einschätzung, könne man wohl zu den spektakulären Höhepunkten zählen. Auch die KreativAktion mit Schülern der oberen Klassen der Mittel- und der Realschule, die in vielen Facetten den Minnesänger Peter Unverdorben darstellten und die Themenwoche „Aufbruch 1945“ setzten für ihn beachtliche künstlerische und literarische Glanzlichter.

Ohne der endgültigen finanzielle Abrechnung der Kunstherbstsaison vorzugreifen, geht der KVU-Schatzmeister davon aus, dass der budgetierte Kostenrahmen (ca. 15 000 Euro) eingehalten werden kann. Gemeinsam mit seinen Veranstaltungspartnern sei der Kunstverein auf einem guten Weg, Neunburg vorm Wald mit dem Museum, der Musikschule und dem Festspiel immer mehr zu einer profilierten Kulturstadt zu entwickeln.

 „KNOW-HOW, DAS UNBEZAHLBAR IST“

Für Karl Stumpfi, den zuständigen Programm-Koordinator, zählt neben der großen „Ahoj“-Herbstausstellung die Neunburger Operngala zu den tragenden Säulen des Kunstherbstes: „Wir bringen damit Hochkultur und Internationalität in unsere Stadt“. Ohne die guten Tschechien-Kontakte der neuen 2. Vorsitzenden Renata Heimerl und die seit Eröffnung der Schwarzachtalhalle 2012 bewährte Zusammenarbeit mit Chefdirigent Hans Richter (Smetana Philharmoniker Prag) hätte man diese „Rufzeichen“ nicht setzen können. Der Kunstverein mache sich hier ein Know-how zunutze, das unbezahlbar sei. Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem 3. Kunstherbst werden in den Planungen 2016 ihren Niederschlag finden, kündigte Stumpfi an. Eine Diskussion über Ober- und Untergrenzen des Angebots wolle er nicht führen, „denn für uns ist dieses Programm keine Frage der Quantität, sondern der Qualität“. Der Neunburger Kunstherbst müsse unterschiedlichen Formaten Platz bieten, dürfe auch vor Experimenten nicht zurückschrecken – und deshalb versichert der Koordinator: „Wir schielen nicht unentwegt nach vollen Sälen“.

Nicht zuletzt versteht sich der Neunburger Kunstherbst unter Regie des Kunstvereins als großes Gemeinschaftswerk, welches nur durch Bündelung aller verfügbaren Kräfte auch zur Erfolgsgeschichte werden könne. Deshalb richtet der KVU-Vorstand einen pauschalen Dank an alle Unterstützer aus der heimischen Wirtschaft und an die privaten Sponsoren. Sie sind übrigens alle zur Vorweihnachtsfeier willkommen, die am 14. Dezember im Kunstquartier zugleich für einen harmonischen Ausklang des Kunstjahres sorgen wird.

Der Neue Tag Schwandorf, Wochenendausgabe 12./13. 12.15:

NTKunstherbstbilanz15

Kunstherbstblatt15DAS MEDIENECHO

Bericht in der MZ v. 7.12.15 als pdf-Datei:

SAD.STN1.S.5796774

Bericht in der MZ v. 7.12.15 als jpg-Kopie:

KunstherbstbilMZ

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NT: „Kunstherbst ’15 vorbei – es lebe der Kunstherbst ’16!“

Medien sind vom „Blauen Montag“ begeistert

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Ein Kunstherbst-Finale vom Feinsten!

"Die 4 Unverdorbenen" liefen beim Gänswirt in Hochform auf! Foto: Udo Weiß, NT

„Die 4 Unverdorbenen“ liefen beim Gänswirt in Hochform auf! Foto: Udo Weiß, NT

Ein großartiger „Blauer Montag“, die Abschlussveranstaltung des 3. Neunburger Kunstherbstes, ging am Abend des 23. November im Gasthof „Zur goldenen Gans“ über die Bühne. Die Gaststube war bis auf den letzten Platz gefüllt…
Vielen Dank an die vielen Gäste, die diese humorvollen Stunden mit uns verbrachten.
Herzlichen Dank an unser „Unverdorben-Quartett“ , Karl Stumpfi, Jürgen Zach, Klaus Götze und Franz Schöberl für die wunderbare Gestaltung einer besonderen Sitzweil!

Kunstherbstblatt15

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Am 23. November ist Blauer Montag!

Unterhaltsames Kunstherbst-„Endspiel“

Die "4 Unverdorbenen" in der Besetzung (v. li.) Klaus Götze (Gitarre), Jürgen Zach (Gitarre und Bass), Franz Schöberl (Akkordeon) und Karl Stumpfi (Rezitation). Foto: Alfred Grassmann

Die „4 Unverdorbenen“ des Neunburger Kunstvereins in neuer  Besetzung (v. li.): Klaus Götze (Gitarre), Jürgen Zach (Gitarre und Bass), Franz Schöberl (Akkordeon) und Karl Stumpfi (Rezitation). Foto: Alfred Grassmann

Fritz Grünbaum, ein Wiener Kaffeehaus-Literat.

Fritz Grünbaum, ein Wiener Kaffeehaus-Literat.

Das ist mitlerweile kultig und gar nicht mehr wegzudenkent! Der Kunstverein Unverdorben lässt den Neunburger Kunstherbst wieder mit einem unterhaltsamen Blauen Montag ausklingen. Zur musikalischen Lesung unter dem Motto „Von komischen Käuzen“ sind am 23. November, 19 Uhr, alle Kunstinteressierten im Gasthaus „Zur Goldenen Gans“ willkommen.

Auf dem Programm dieses bayerisch-österreichischen Satiregipfels stehen Texte von Karl Kraus, Ludwig Thoma, Friedrich Torberg, Oskar Maria Graf, Fritz Grünbaum, Ernst Jandl, Erich Fried, Fred Endrikat u. a. Es musizieren die „Unverdorbenen“ in der neuen Besetzung Klaus Götze (Gitarre), Jürgen Zach (Gitarre, Bass) und  – als Nachfolger von Gründungsmitglied Günter Schmid – Franz Schöberl (Akkordeon). Rezitator ist Karl Stumpfi.

Der Eintritt ist frei,Spenden für den Kunstverein Unverdorben sind erwünscht. Platzreservierungen nimmt ab Freitag „Gänswirt“ Peter Standke, Hauptstraße, entgegen.

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MEDIEN-ECHO

Vorschau in der SAD-Ausgabe „Der Neue Tag“ v. 19.11.15:

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Nachkriegszeit als kulturelles Kaleidoskop

Das „Literarische Sextett“ mit (v.li.) Burga Männer, Philipp Mardanow, Beate Seifert, Karl Stumpfi, Hans Fischer und Peter Wunder beim Abschlussabend der Themenwoche „Aufbruch 1945“.

Das „Literarische Sextett“ mit (v.li.) Burga Männer, Philipp Mardanow, Beate Seifert, Karl Stumpfi, Hans Fischer und Peter Wunder beim Abschlussabend der Themenwoche „Aufbruch 1945“. Foto: Alfred Grassmann, NT

Nach dem Einführungsreferat „1945 – Aufbruch ins neue Deutschland“ und der szenischen Lesung „Draußen vor der Tür“  ging die literarische Themenwoche im 3. Neunburger Kunstherbst mit dem multimedialen Leseabend „Nachkriegszeit – ein kulturelles Kaleidoskop“ im Sporrersaal zuende. Vorbereitet und präsentiert wurde er von Hans Fischer, Vorstandsmitglied des Kunstvereins Unverdorben. Unterstützt wurde er von vier weiteren Lektoren aus dem Kunstverein und Festspielverein sowie von Peter Wunder (Kunstverein), zuständig für die Bilddokumentation und technische Realisierung.

EIN WILDER KONTINENT…

„Der zeitliche Abstand von nunmehr 70 Jahren und der Blick auf die örtlichen Erfahrungen verkürzen oftmals die Sicht auf die unmittelbare Nachkriegszeit“, führte  Fischer

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Hans Fischer

in die Thematik ein. Deshalb eingangs gleich sein Hinweis auf den Historiker Keith Lowe und dessen neuestes Buch „Der wilde Kontinent“. In einer Gesamtschau dokumentiert der Autor die Ereignisse in den Ländern Europas. Gleichwohl sei es eine Absicht dieses Leseabends, die Betroffenheit des einzelnen Menschen von den Nachkriegsereignissen herauszustellen.

Wer sich an den in Cham gedrehten Film „Die Brücke“ von Bernhard Wicki erinnert, weiß, dass gerade in den letzten Tagen des Krieges viele sehr junge Leute in einem sinnlosen Aufgebot noch in das Kampfgeschehen gehetzt wurden. Heinrich Böll erzählt in seiner Kurzgeschichte „Wanderer, kommst du nach Spa“ über einen Jungen, der schwerverwundet in ein Notlazarett transportiert wird. Als er durch die Gänge getragen wird, dämmert es ihm, dass er sich in jener Schule befinde, aus der er vor drei Monaten entlassen worden sei. Beate Seifert (Kunstverein) trug den Schluss der Geschichte vor.

„TODESFUGE“ FÜR DREI STIMMEN

Die unmittelbare Nachkriegszeit war laut Fischer in ganz Europa gekennzeichnet von einem ungeheuren Mangel an Nahrungsmitteln. Hunger gehörte zu den täglichen Erfahrungen von Millionen von Menschen. Wie der Hunger das Denken und Handeln eines älteren Ehepaares beeinflusste, gibt Wolfgang Borcherts Kurzgeschichte „Das Brot“ wieder, vorgetragen von Karl Stumpfi (Kunstverein).

Beate Seifert

Beate Seifert

Zu Hunger und anderen täglichen Problemen gesellte sich bei vielen Menschen das Entsetzen über die Gräueltaten des Naziregimes in den Konzentrationslagern. Die jungen Schriftsteller machten es sich zur Aufgabe, diese Geschehnisse in Worte zu fassen und sich und den Lesern so eine Bewältigung zu ermöglichen. Ein ergreifendes Beispiel dafür ist die „Todesfuge“ von Paul Celan. Worte wie „die schwarze Milch“ sind darin z.B. Metaphern für den täglich drohenden Tod. Wie bei einer musikalischen Fuge verwebt er drei Themen miteinander. Um sie auch hörbar zu machen, wurde die „Todesfuge“ vom Trio Burga Männer, Beate Seifert und Philipp Mardanow gesprochen.

Millionen von Menschen betraf das Schicksal der Kriegsgefangenschaft. Günter Eich formulierte die Gedanken eines betroffenen jungen Deutschen in einem Gedicht. Er macht „Inventur“. Viele waren gesund in den Krieg gezogen, um traumatisiert und versehrt in die Heimat zurückgekommen. Eine solche Situation hat Heinrich Böll in der Kurzgeschichte „Mein teures Bein“ festgehalten, die von Beate Seifert vorgelesen wurde. Einen lokalen Bezug, noch dazu politisch hoch aktuell, stellte der Abschnitt „Flüchtlinge“ her. Nach Kriegsende kamen auch Hunderte von DPs (displaced persons) in die Stadt, ehemalige Kriegsgefangene der Deutschen, Zwangsarbeiter, KZ-Häftlinge. Einige an die Leinwand projezierte Originaldokumente aus dieser Zeit konnten die Geschehnisse damals vergegenwärtigen.

ERSTER TEXT  IN DER „GRUPPE 47“

Im zweiten Teil des Leseabends durften Auszüge der Kurzgeschichte „Das Begräbnis“ von Wolf-Dietrich Schnurre nicht fehlen. Dies war der erste Text, der in der berühmten „Gruppe 47“ bei ihrer ersten Tagung gelesen und diskutiert wurde. Der Schriftsteller gestaltet darin einen Bewusstseinzustand nach dem Krieg, in dem es vielen Menschen erscheint, als ob Gott gestorben sein müsse. Daran knüpfte Hans Fischer einige Gedanken zur Literatur in der Nachkriegszeit. Zum Thema „Besatzungszeit“ kam mit dem Amberger Friedrich Brandl ein Autor aus der Region zu Wort. Burga Männer (Kunstverein) las Ausschnitte aus seinen Erzählungen „Dubble Bubble“ und „Geld“, autobiografisch gefärbte Kinder-Erlebnisse. Zum Schluss bemühte Fischer ein Zitat aus dem Neunburger Festspiel: Lernen wir aus Geschichte? Überleitung zum bereits 1953 im Bayerischen Rundfunk gesendeten Hörspiel „Herr Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch. Einen kurzen Ausschnitt aus der Schlussszene rezitierten Karl Stumpfi (Kunstverein) und Philipp Mardanow (Festspielverein). Zum Nachdenken anregen sollte das von allen Mitwirkenden vorgetragene „Finale“ mit einem Text von Borchert: „Dann sag‘ nein!“.

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Bericht über den 3. Abend der Themenwoche 1945 im NT:

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„Unverdorben“-Ausstellung letztmals geöffnet!

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Jungkünstlerin im Gespräch mit RS-Direktorin Schmidberger (Mitte) und Staatssekretärin a. D. Deml.

Mädchen und Burschen aus zwei Neunburger Schulen haben Peter Unverdorben, den gewaltsam zu Tode gekommenen Namenspatron unseres Kunstvereins, zu neuem Leben erweckt – durch viele inspirierte und hoch originelle Arbeiten im Kunsterziehungsunterricht.
Am Sonntag, 8. November, 14 bis 16 Uhr, können die Schülerarbeiten zum Thema „Peter Unverdorben“ letzmals öffentlich im Kunstquartier, Im Berg 7, besichtigt werden. Sie sind das Resultat einer Kreativ-Aktion, welche der Kunstverein Unverdorben gemeinsam mit der Gregor-von-Scherr-Realschule und der Mittelschule Neunburg für den 3. Kunstherbst initiiert hatte.

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Die „4 Unverdorbenen“ gehen ins Kloster!

Die "4 Unverdorbenen" Klaus Götze, Jürgen Zach, Günter Schmid & Karl Stumpfi (v. li.) nach ihrem erfolgreichen ersten Ensdorfer Gastspiel im November 2014. Foto: Alfred Grassmann, NT

Die „4 Unverdorbenen“ des Neunburger Kunstvereins:  Klaus Götze, Jürgen Zach, Günter Schmid & Karl Stumpfi (v. li.) nach ihrem erfolgreichen ersten Ensdorfer Gastspiel im November 2014. Foto: Alfred Grassmann, NT

Nach der Premiere am 24. November 2014 zum Ausklang des 2. Neunburger Kunstherbstes im Stammlokal „Zur Goldenen Gans“ und einer Reprise am 29. Januar 2015 in der Alten Seilerei geben die „4 Unverdorbenen“ mit ihrem musikalischen Satire-Programm „Mit freudigem Geifern“ ein Auswärtsspiel. Das  hauseigenen Ensemble des Neunburger Kunstvereins mit seinen Mitwirkenden Günter Schmid (Akkordeon), Jürgen Zach (Bassgitarre), Klaus Götze (Gitarre) und Karl Stumpfi (Rezitation) gastiert am Sonntag, 8. November, 19 Uhr, im Keller des Bildungshauses Kloster Ensdorf. Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten. Bereits im Vorjahr hatten die „4 Unverdorbenen“ das erste, gemeinsam erarbeitete Abendprogramm „Denk‘ ich an Deutschland….“ im Landkreis Amberg-Sulzbach präsentiert und viel Applaus eingeheimst.

Mit freudigem Geifern – Deutsche Humoresken“ war der Beitrag des Quartetts zum traditionellen Blauen Montag 2014, mit dem der Kunstverein Unverdorben sein saisonales Kulturfestival „Neunburger Kunstherbst“ ausklingen ließ. Es bietet eine bunt gemischte Abfolge von satirischen Texten bekannter Autoren wie Erich Kästner, Heinrich Spörl, Hans Magnus Enzensberger, Oskar Maria Graf, Hermann Hesse und anderen, kombiniert mit handgemachter Musik unterschiedlicher Stilrichtungen von der Volksmusik über Oper und Musical bis Pop & Rock.

Die „Unverdorbenen“ sehen dieses Gastspiel im Kloster Ensdorf auch als Aufwärmrunde für den bevorstehenden Blauen Montag, 23. November, 19 Uhr, beim Gänswirt. Dann werden sie ihr neues Programm „Von komischen Käuzen – Bayerisch-österreichischer Satiregipfel“ dem einheimischen Publikum vorstellen. Platzreservierungen für diesen unterhaltsamen Abend zum Finale des 3. Neunburger Kunstherbstes werden bereits jetzt von Peter Standke, Gasthaus „Zur Goldenen Gans“ entgegen genommen.

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Vorschau in der Mittelbayerischen Zeitung, Ausgabe Amberg-Vilstal v. 31.10.15:

VilstalMZBericht über das Ensdorfer Gastspiel im NT/Amberger Zeitung:

Literaturaben (2)Bericht in der Amberg-Vilstal-Ausgabe der MZ v. 10.11.15:

Vilstal2015

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Impressionen vom Borchert-Lesetheater

TanjaKrausFoto4787126_tmb1Akteure des Lesetheaters (v.re.) Karl Stumpfi, Beate Seifert und Philipp Mardanow.

Hauptakteure des Lesetheaters (v.re.) Karl Stumpfi, Beate Seifert und Philipp Mardanow. Fotos: Tanja Kraus, Mittelbayerische Zeitung /Udo Weiß, Alfred Grassmann, Der Neue Tag

Die szenische Lesung „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert  setzte am Dienstag, 3. November, 19.30 Uhr, die literarischen Themenwoche „Aufbruch 1945“ des 3. NEUNBURGER KUNSTHERBSTES im „Hussitenkeller“ fort. PorträtBorchertDas Abendprogramm wurde gestaltet vom Lektorentrio Philipp Mardanow (Festspielverein Neunburg v. W.), Beate Seifert (Neunburger Kunstverein Unverdorben) & Karl Stumpfi (Kulturbeauftragter der Stadt Neunburg v. W.) sowie den „Kelch“-Musikanten Burga Männer, Evi und Georg Schmid. Helmut Mardanow, 1. Vorsitzender des Festspielvereins Neunburg, konnte zu dieser besonderen Lesetheater-Premiere in der Burg rund 60 interessierte Zuhörer willkommen heißen. Die geizten nach der rund 90minütigen Interpretation des aufwühlenden Heimkehrerdramas nicht mit Applaus.

Fazit: Ein weiterer Höhepunkt des 3. Neunburger Kunstherbstes! Fortgesetzt und abgeschlossen wird die literarische Themenwoche „Aufbruch 1945“ am Freitag, 6. November, 20 Uhr, im Gasthof Sporrer (Saal) mit dem multimedialen Leseabend „Nachkriegszeit: Kulturelles Kaleidoskop“.

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1. Vorsitzender Helmut Mardanow

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Evi Schmid, „Kelch“

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Georg Schmid, „Kelch“

 

 

 

 

 

 

 

 

MEDIEN-ECHO

NT Schwandorf v. 6. November 2015:

BorchertNT2015MZ vom 10. November 2014:

BorchertmZ

 

 

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