Literarische Themenwoche „Aufbruch 1945“

Aus Trümmern zum Wirtschaftswunder

 

Die Petticoat-Mode - Ausdruck eines neuen Lebensgefühls in den fünfziger Jahren...

Die Petticoat-Mode – Ausdruck eines neuen Lebensgefühls in den fünfziger Jahren…

Auch die dritte Auflage des NEUNBURGER KUNSTHERBSTES  hat wieder eine literarische Themenwoche im Angebot: „Aufbruch 1945“ beleuchtet an drei Abenden die Zeitenwende nach dem 2. Weltkrieg.

Am 30. Oktober Start im Pfarrsaal

Auftaktveranstaltung ist am Freitag, 19.45 Uhr, im Pfarrsaal St. Georg mit einer Bilddokumentation von Franz Spichtingerbild19, ehemaliger Vorsitzender des Katholischen Diözesanrats, mit dem Titel „1945: Aufbruch ins neue Deutschland“. Der Referent spannt einen weiten Bogen vom Kriegsende und der Heimatvertreibung 1945/46 über die Hungerjahre der Nachkriegszeit bis zur Währungsreform 1948, dem Wiederaufbau und die Gründung der Bundesrepublik 1949 bis zum deutschen Wirtschaftswunder in den fünfziger Jahren. Eintritt frei, mit Spenden soll das Neunburger Orgelbauprojekt unterstützt werden. Für die Bewirtung der Gäste sorgen Mitglieder des Orgelbauvereins Neunburg e. V.

Referent beim Eröffnungsabend der Themenwoche "Aufbruch 1945": Franz Spichtinger

Referent beim Eröffnungsabend der Themenwoche „Aufbruch 1945“: Franz Spichtinger

Ein Stück Weltliteratur

Fortgesetzt werden die Benefizabende des Kunstvereins Unverdorben am Dienstag, 3. November, 19.30 Uhr, im Hussitenkeller mit einer hörergerechten Aufbereitung eines Stücks Weltliteratur ohne großen szenischen Aufwand als „Lesetheater“. In Kooperation mit dem Festspielverein steht „Draußen vor der Tür“ nach dem Drama von Wolfgang Borchert auf dem Programm. Neunburgs Kulturbeauftragter Karl Stumpfi hat eine rund 90-minütige Lesefassung erstellt und schlüpft gemeinsam mit Beate Seifert (Kunstverein) und Philipp Mardanow (Festspielverein) in die Lektorenrolle. Die Umrahmung übernehmen Musikanten der Instrumentalgruppe „Kelch“. Bewirtung der Zuhörer durch Mitglieder des Festspielvereins Neunburg vorm Wald. Der Eintritt ist frei, Spenden zugunsten des Neunburger Festspielvereins sind erwünscht.

Die Leiden des jungen Beckmann

„Draußen vor der Tür“ spielt an einem einzigen Abend nach dem 2. Weltkrieg, als der Kriegsveteran Beckmann zurück in seine Heimatstadt kommt. Er humpelt und ist auch psychisch angeschlagen. Daher versucht er sich mit einem Sprung in die Elbe das Leben zu nehmen, doch diese spuckt ihn wieder aus. So beginnt für den Kriegsheimkehrer ein Abend des Leidens. Beckmann trifft zuerst „den Anderen“ – ein Fremder, der ihm erklärt, dass er als Ja-Sager und Optimist immer an seiner Seite sein werde. Beckmann will davon nichts wissen, flieht und läuft in die Arme einer jungen Frau. Diese hat Mitleid mit dem Mann, welcher noch immer mit der Gasmaskenbrille aus dem Krieg umherirrt. Sie nimmt ihn mit zu sich nach Hause und gibt ihm die Jacke ihres Mannes, der seit Stalingrad vermisst wurde. Beckmann sieht den Mann vor sich und verlässt die Wohnung fluchtartig. Von einem zweiten Suizidversuch kann ihn „der Andere“ abhalten. Er schlägt ihm vor, seinen militärischen Vorgesetzten zu besuchen. Beckmann möchte ihm die Verantwortung zurückgeben und sich so von seinen Schuldkomplexen und den damit verbundenen Albträumen zu befreien. Doch der Oberst und seine Familie machen sich über den ungebetenen Gast lustig und haben kein Verständnis für dessen Problem.

Das Borchert-Drama "Draußen vor der Tür" in einer Inszenierung des renommierten Schauspielhauses Bochum.

Das Borchert-Drama „Draußen vor der Tür“ in einer Inszenierung des renommierten Schauspielhauses Bochum.

Mit einer herben Enttäuschung endet auch Beckmanns Versuch, von einem Kabarettdirektor engagiert zu werden. Dieser erklärt ihm nach einem kurzen Vorsprechen, dass er Talent habe. Doch der Vortrag sei zu bitter und und zu hart. Wenn er auch die Wahrheit sagte, würde diese niemanden interessieren. Beckmann ist wütend und will wieder zur Elbe, doch „der Andere“ kann ihn abermals davon abhalten. Er bringt ihn dazu, dessen Eltern aufzusuchen. Aber auch dieses Treffen endet in einem Fiasko. Beckmann erfährt von der Nachmieterin, dass seine Eltern sich das Leben genommen hätten. Draußen vor der Tür und völlig verzweifelt bricht Beckmann zusammen. Als er aus seinem Traum erwacht, ruft er klagend nach Gott und fragt nach einer Antwort, doch niemand antwortet ihm…

Protestschrei gegen den Krieg

Autor Wolfgang Borchert wurde, gezeichnet von Krieg, Gefangenschaft und Flucht, nur 26 Jahre alt. Sein einziges Drama – ein verzweifelter Protestschrei gegen die zerstörerische Macht des Krieges – schrieb er innerhalb von acht Tagen. Borchert,_UraufplakatEs wurde am 21. November 1947, einen Tag nach Borcherts Tod, in den Kammerspielen  Hamburg uraufgeführt. Den Durchbruch schaffte „Draußen vor der Tür“ als Hörspiel, welches insbesondere die um ihre Jugend betrogene Generation aufwühlte.

Ihren Abschluss findet die literarische Themenwoche am Freitag, 6. November, 20 Uhr, im Sporrersaal mit einem multimedialen Leseabend unter dem Titel „Nachkriegsjahre – ein kulturelles Kaleidoskop“. Ein vom Vorstandsmitglied des Kunstvereins Unverdorben Hans Fischer ausgewählter Mix von Texten aus dem neu entstehenden Literaturbetrieb in Deutschland wird ergänzt mit informativen Sachtexten zum zeitgeschichtlichen Hintergrund. Beispiele aus Presse, Film, Funk und Fernsehen veranschaulichen die allmählich entstehende neue Alltagskultur. Zu Wort kommen berühmte Autoren wie Heinrich Böll, Bert Brecht und Paul Celan, aber auch regionale Schriftsteller wie Friedrich Brandl. Zitate aus Protokollen und behördlichen Dokumenten der Nachkriegszeit stellen lokale Bezüge her.  Für die audiovisuelle technische Umsetzung zeichnet KVU-Geschäftsführer Peter Wunder verantwortlich. Der Eintritt ist frei, Spenden für den Kunstverein Unverdorben sind erbeten.

Eröffnung der literarischen Themenwoche am 30. Oktober im Pfarrsaal St. Georg (v.li): KVU-Vorsitzende Beate Seifert, Organisator Hans Fischer und Referent Franz Spichtinger. Foto: Grassmann

Eröffnung der literarischen Themenwoche am 30. Oktober im Pfarrsaal St. Georg (v.li): KVU-Vorsitzende Beate Seifert, Organisator Hans Fischer und Referent Franz Spichtinger. Foto:  Alfred Grassmann

DAS MEDIEN-ECHO:

Vorschau in der Mittelbayerischen Zeitung v. 30.10.15

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Vorschau auf die szenische Lesung „Draußen vor der Tür“ NT v. 31.10.15:

Themenwoche2Bericht über den Eröffnungsabend der Themenwoche 1945  im „Der Neue Tag“:

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Peter Unverdorben: Der Namenspatron lebt!

Der spätmittelalterliche Minnesänger Peter Unverdorben in vielen Farben, Formen und Facetten, dargestellt in Schülerarbeiten im Rahmen der Kreativ-Aktion 2015.

Der spätmittelalterliche Minnesänger Peter Unverdorben in vielen Farben, Formen und Facetten, dargestellt in Schülerarbeiten im Rahmen der Kreativ-Aktion 2015. Fotos: Alfred Grassmann

Mädchen und Burschen aus zwei Neunburger Schulen haben Peter Unverdorben, den gewaltsam zu Tode gekommenen Namenspatron unseres Kunstvereins, zu neuem Leben erweckt – durch viele inspirierte und hoch originelle Arbeiten im Kunsterziehungsunterricht.

Am Sonntag, 25. Oktober, 14 bis 16 Uhr, können die Schülerarbeiten zum Thema „Peter Unverdorben“ erstmals öffentlich im Kunstquartier, Im Berg 7, besichtigt werden. Sie sind das Resultat einer Kreativ-Aktion, welche der Kunstverein Unverdorben gemeinsam mit der Gregor-von-Scherr-Realschule und der Mittelschule Neunburg für den 3. Kunstherbst initiiert hatte.

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Ausstellung „Peter Unverdorben“ ist eröffnet…

Den Jugendlichen war zur Aufgabe gestellt worden, den im Neunburger Schiltenhilm-Turm eingekerkerten Minnesänger mittels diverser künstlerischer Stilmitteln aus der Versenkung des Spätmittelalters in die Gegenwart zurückzuholen. „Heute Abend versuchen wir Peter Unverdorben, den Namenspatron unseres Kunstvereines, eine Gestalt, ein Gesicht, eine Form zu geben“. Mit diesen Worten eröffnete Beate Seifert, 1.Vorsitzende des Kunstvereins Unverdorben die Vernissage am Donnerstagabend. „Ich bin begeistert, wie hervorragend  euch das  gelungen ist“, lobte sie die im Vereinsdomizil gezeigten Schülerwerke, „und ich bin begeistert von der Vielfältigkeit Eurer Malarbeiten, Zeichnungen, Collagen und Skulpturen. Sogar kleine gemalene Geschichten findet man heute in diesen Räumen“. Des Weiteren beleuchtete die KVU-Vorsitzende  ausführlich den  historischen Hintergrund der Kreativ-Aktion 2015.

Das Geheimnis des Minnesängers

 Das Mittelalter – eine Epoche, von der uns der dichte Nebel der Jahrhunderte trennt und die dem Heute dennoch so nahe scheint.  Eine in sich zerrissene Epoche: Rohe Gewalt und tief empfundene Frömmigkeit, prunkvoller Reichtum und bittere Armut, vehemente philosophische Diskurse, einer kleinen Schicht von Gebildeten und die derbe Lust der breiten Volksmassen. Es ist die Zeit der Troubadoure und Minnesänger, gern gesehener Gäste an mittelalterlichen Fürstenhöfen, begabter Poeten, früher Verfechter der volkssprachlichen Dichtungen.  Was waren eigentlich Minnesänger ?  Die erste Bedingung für die Existenz von Minne, für das Singen von Minneliedern ist die höfische Umgebung, der prächtige, kultivierte Hof eines Königs, eines Herzogs oder eines mächtigen Grafen. Nur in dieser Umgebung und nur zwischen den Angehörigen der kleinen gesellschaftlichen Elite, die im 12. und 13. Jahrhundert zur „höfischen“ Gesellschaft zu rechnen ist, ist die Minne überhaupt möglich.  Für die breite Masse der Bevölkerung steht sie außerhalb jeder Erfahrung. Minne, das ist Liebe und Leid, das Leid eben der unerfüllten Liebe und die beiden Elemente sind untrennbar miteinander verbunden.

 Wer war  Peter Unverdorben?

Er ist ein idealer Ritter, tapfer und wohlerzogen und gilt als einer der besten Minnesänger seiner Zeit. Ein schöner Mann, der für die Künste lebt, für die Musik und dem gesungenem Wort. Seine „Art“ Leidenschaft, Liebe , Sehnsucht, heimliche Verehrung und Verlangen zum Ausdruck zu bringen. Und eben diese Leidenschaft gibt er zum Besten, eines Tages in der Festhalle der herzoglichen Burg.  Aber was wurde ihm nun zum Verhängnis? Warum rankt sich so ein Geheimnis um ihn? Eingekerkert im Turm des Schiltenhelm zu Neunburg vorm Wald, dahingeschieden und nichts mehr ward von ihm gehört.

Was ist geschehen?   In seinem Lied, verfasst voller Pein, schildert er sein tragisches Dasein. Noch besang er die Schönheit und Tugend seiner wohlgeborenen Herrin und erntet den verstohlenen Dank seiner Holden und den geballten Zorn seines Herzogs…seines Fürsten.  Unverblümt, wissend sich um Kopf und im wahrsten Sinne des Wortes, Kragen zu singen, tut er es. Mit Mut und Courage begibt er sich in seinen Traum, die Verehrende zu besingen und ihr seine ganze Wertschätzung darzubringen.   Ob es so war……mag sein. Vielleicht war es ganz anders. Wir wissen es nicht. An diesem Abend soll er nun geehrt werden, dieser  geheimnisumwitterte Mann. Der Mann, der so für die Liebe sang, unverdorben und reinen Herzens:

…das mir min herz nit breche,

got gesegen dich, sunn got gesegnen dich, mon!

got gesegen dich, schönes lieb, wa ich doch hon!

Ich muß mich von dir schaiden.

 ….das mir mein Herz nicht breche,

Gott segne Dich, Sonne, Gott segne Dich, Mond!

Gott segne Dich, meine schöne Liebe, die mir wert,

Ich muss nun von Dir scheiden.

 Evi Schmid, eine Aktive der historischen Musikgruppe „Kelch“ im Neunburger Festspielverein, bereicherte die Vernissage mit ihrem Vokalvortrag des historisch überlieferten Liedes von Peter Unverdorben. Die Präsentation übernahmen Pia Marie Stegerer, Anna Kiener und Franzi Walbrun (Realschule) sowie Sarah Dahlem und Tringa Buzhala (Mittelschule). LogoNENKunstherbst430Im Beisein von 1. Bürgermeister Martin Birner, 2. Bürgermeisterin Margit Reichl, Altbürgermeister Wolfgang Bayerl, Staatssekretärin a. D. Marianne Deml, der Schulleiterinnen Diana Schmidberger und Irene Träxler sowie der beteiligten Kunsterzieherinnen wurde anstelle der vorgesehenen Einzelprämierung ein Geldbetrag in Höhe von jeweils 200 Euro von Schatzmeister Peter Wunder an die Schülervertreter ausgehändigt. Dazu gibt demnächst „Spezial-Unterricht“ mit den KVU-Mitgliedern Andras Ohla, Renata Heimerl, Tanja Lennert und Renate Ullmann in Kunsterziehungsklassen beider Schulen.

Die Ausstellung „Kreativ-Aktion Peter Unverdorben“ ist an den Sonntagen, 25. Oktober und 8. November jeweils von 14 bis 16 Uhr im Kunstquartier geöffnet. Sie endet am Dienstag, 10. November 2015.

Bei der Vernissage (v. re.) Bürgermeister Martin Birner, KVU-Vorsitzende Beate Seifert, RS-Direktorin Diana Schmidberger, Schülerinnen der RS und MS Neunburg, KVU-Schatzmeister Peter Wunder, MS-Rektorin Irene Träxler.

Bei der Vernissage (v. re.) BGM  Martin Birner, KVU-Vorsitzende Beate Seifert, RS-Direktorin Diana Schmidberger, Schülerinnen der RS und MS Neunburg, KVU-Schatzmeister Peter Wunder, MS-Rektorin Irene Träxler.

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Kleines Salonorchester mit großer Oper

Große Oper und ein kleines Salonorchester in Neunburgs  historischem Schlosssal, Im Berg 20 – geht das zusammen? Eine spannende und Fantasie anregende Frage, die am Freitag, 23. Oktober, 20 Uhr, im Rahmen des 3. Neunburger Kunstherbstes eine höchst unterhaltsame Antwort finden wird.Quasi una Opera (1)

Das Motto des Abends „Quasi una opera“ heißt alles, bedeutet aber in Wahrheit nichts, denn es ist – musikalisch – alles nur geklaut. Das aber immerhin von den größten Meistern der Tonkunst, egal ob aus der klassisch-romantischen Epoche oder aus dem Zeitalter der Pop-Musik. Die Gäste erleben sozusagen hautnah und exklusiv die Vorpremiere der größten europäischen Opernproduktion der Gegenwart. Und sie erhalten als besonderes Extra sogar eine persönliche Werkseinführung durch den Kompositeur dieses „Opus magnum“ …

Die Besucher erwartet auf jeden Fall ein qualitativ hochwertiger Musikabend voller Überraschungen. Auf Einladung der Neunburger Musikfreunde wird das Programm „frisch und frech“ vom ersten kleinen Salonorchester (eks) vorgetragen. Mitwirkende sind Magdalena Weigert (Soloflötistin), Ulrich Gieseke (Konzertmeister), Aleksander Huber (Solocellist), Martin Hagmaier (Solo- und Zweihandpianist) und Michael Weigert (Gedanke und Stimme). Darüber hinaus ist für dieses Kulturereignis mit Seltenheitswert noch ein hörenswerter „Spezialgast“ angekündigt.

Tickets für zehn Euro sind noch an der Abendkasse erhältlich!

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Unser Peter Unverdorben hält Einzug…

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Herzlich willkommen zur Vernissage der

KREATIV-AKTION „PETER UNVERDORBEN“
im Rahmen des 3. Neunburger Kunstherbstes!!!

Jugendliche der Gregor-von-Scherr-Realschule und der Mittelschule Neunburg v. W. gaben dem spätmittelalterlichen Minnesänger und Namenspatron des Neunburger Kunstvereins, Gestalt und Gesicht – in vielerlei Farben und Facetten. Jetzt zieht Peter Unverdorben ins Kunstquartier ein! Die im Kunsterziehungsunterricht gefertigten Schülerarbeiten werden Im Berg Nr. 7 ausgestellt, bewertet und prämiert.
Vorab unseren Dank und Respekt an die Schülerinnen und Schüler beider Schulen für die tollen Arbeiten !!!

Heute, Donnerstag, 22.10.15, 18:00, Uhr Eröffnung der Ausstellung.

Öffnungszeiten: Sonntag, 25. Oktober und Sonntag, 8. November, jeweils von 14 bis 16 Uhr.

Dauer der Ausstellung bis Dienstag, 10.11.15.

Ort: Kunstquartier, Im Berg 7.

Eintritt frei, Spenden für  den Kunstverein.

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Last call: Kunstprozession „Ahoj 15“!

 

ArtVrch/Uboc Pilsen: "Cesta vlakem"

ArtVrch/Uboc Pilsen: „Cesta vlakem“

Die seit 18. September laufende „Ahoj 15“- Ausstellung im Kunstquartier, Im Berg 7, und in der „Straßengalerie“  (Kunstprozession) kann am Kirchweihsonntag, 18. Oktober letztmals besichtigt werden.

Emmy Klinker: "Staffelsee"

Emmy Klinker: „Staffelsee“

Vier Wochen nach der Vernissage kommt vom Kunstverein Unverdorben der letzte Aufruf an die Kunstinteressierten aus der Region, die rund 80 Exponate in Augenschein zu nehmen. „Ahoj“ (tschechisch: Hallo) sagten sich auch im dritten Neunburger Kunstherbst Maler, Zeichner und Grafiker aus Bayern und Tschechien. Die Eröffnungszeremonie am 18. September mit Straßentheater der Pantomimen-Grupp Klenba aus Pilsen sowie einer Tanzperformance der Tanzakademie Krippner, Regensburg, hatte beim Publikum großen Anklang gefunden. Die Darbietungen waren Bestandteil des grenzüberschreitenden Begleitprojekts „Treffpunkte – Kulturorte“ zur Europäischen Kulturhauptstadt Pilsen 2015 und wurden durch den Bayerischen Kulturfond gefördert.

Anton Alesik: "Wasserspiele"

Anton Alesik: „Wasserspiele“

Die Ahoj-Kunstausstellung stand dieses Jahr im Zeichen der „vergessenen Künstlerin des Sturms“ Emmy Klinker (1891-1969).

Emmy Klinker: Selbstportrait

Emmy Klinker: Selbstportrait

Einem repräsenativen Querschnitt ihres Schaffens wurden Arbeiten zeitgenössischer Kunstmaler aus Bayern (Nachwuchskünstler Anton Alesik) und Mitglieder des Pilsner Künstlergilden ArtVrch und Uboc gegenübergestellt.

Die Werke werden einerseits im Foyer der Schwarzachtalhalle, Rötzer Straße 2, und im Kunstquartier Unverdorben, Im Berg 7, präsentiert (Letztmalige Möglichkeit zur Besichtigung im Kunstquartier Sonntag, 14 bis 16 Uhr).

Anton Alesik: "Lustknabe"

Anton Alesik: „Lustknabe“

Andererseits können die Kunstwerke „rund um die Uhr“ in folgenden Kunststationen quer durch die Altstadt und Vorstadt in Augenschein genommen werden: Restaurant MundArt, Blasinstrumenten-Geschäft Kroner, Büro- und Pressezentrum, Metzgerei Max Baumgärtner, Bäckerei Scheitinger, Uhren & Schmuck Alesik, Fensterbau Kerschberger, Blumen Sturm, Sparkasse, Hörhaus Kaps & Lütje, Zum Schütz, Haushaltswaren Klonner, Textilien Ettl, Fa. Landkammer, Mode Becher, Salon Braun, Lindenapotheke, Cosmetic-Stüberl Silvia und Bäckerei Irl.

Emmy Klinker: "Abendspaziergang"

Emmy Klinker: „Abendspaziergang“

Anton Alesik: "Photosynthese"

Anton Alesik: „Photosynthese“

ArtVrch/Uboc Pilsen: Peter Kozel Zrcadlo

ArtVrch/Uboc Pilsen: Peter Kozel Zrcadlo

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Bericht im NT, Ausgabe SAD, v. 16. Oktober 15:

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Hommage an den Jahrhundert-Humoristen

Vor dem Kunstherbst-Debüt des LTO (v. li.) Bürgermeister Martin Birner, Kulturbeauftragter Karl Stumpfi, Intendant Frank Kasch, KVU-Vorsitzende Beate Seifert, Chefdramaturg Till Rickelt und Schauspielerin Julia Gruber. Foto: Grassmann, NT

Vor dem Kunstherbst-Debüt des LTO (v. li.) Bürgermeister Martin Birner, Kulturbeauftragter Karl Stumpfi, Intendant Frank Kasch, KVU-Vorsitzende Beate Seifert, Chefdramaturg Till Rickelt und Schauspielerin Julia Gruber. Foto: Grassmann, NT

Mondgesicht, Hornbrille und herrliche Pointen – so lieben wir unseren Heinz Erhardt (1909 bis 1979), den „Klassiker“ deutscher Unterhaltungskunst! Er war Dichter und Schauspieler, Kabarettist und Humorist, Schauspieler und Entertainer. heinz_erhardt_Und er war ein Star der Wirtschaftswunderjahre. Scheinbar locker-flockig produziert er eine schelmische Komik, die auch heute eine moderne Generation von Fans wieder begeistert. Heinz Erhardt hat Kultstatus! Sein 100. Geburtstag vor sechs Jahren löste einen neuen Kino-Boom aus. „Auch die Jugend rennt zu Erhardt“ titelten die Zeitungen und ergründeten dieses Erfolgsgemeimnis in der zeitlosen Qualität seines Humors.
Lernen Sie einen unserer großen deutschen Komiker kennen oder entdecken Sie ihn wieder: Eine unterhaltsame Revue, gestrickt aus seinen Texten und Liedern, bringt das Landestheater Oberpfalz (Regie: Daniel Grünauer) im Rahmen des 3. Neunburger Kunstherbstes am Freitag, 16. Oktober um 20 Uhr (Einlass: 19:30 Uhr) in der Schwarzachtalhalle.
VVK: 11,00 – 19,90 (zzgl. VVK- Gebühr) nummerierte Plätze.
Tickets unter www.landestheater-oberpfalz.de und www.nt-ticket.de und im Presse- und Bürozentrum sowie in allen bekannten Vorverkaufsstellen!

MEDIEN-ECHO: Vorschau in der Tageszeitung „Der Neue Tag“ v. 15.10.15; Berichterstattung im NT v. 20.10.15:

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Retrospektive: Michaela Krinner (1915 – 2006)

Michaela Krinner: Die Neunburgerin Mara Pfäffinger als Pfalzgräfin im Festspiel "Die Hussitengeißel".

Michaela Krinner: Die Neunburgerin Mara Pfäffinger als Pfalzgräfin im Festspiel „Die Hussitengeißel“.

Eine Werkausstellung im Schwarzachtaler Heimatmuseum im Rahmen des 3. Neunburger Kunstherbstes erinnert an Michaela Krinner, eine große Künstlerin und Malerin des magischen Realismus, welche in den Nachkriegsjahren in Neunburg vorm Wald lebte und heuer 100 Jahre alt geworden wäre. Ein repräsentativer Querschnitt ihres künstlerischen Schaffens mit Bildern, Zeichnungen und Grafiken kann ab Sonntag, 11. Oktober bis einschließlich 31. Oktober im Schwarzachtaler Heimatmuseum besichtigt werden. Es handelt sich hierbei um Leihgaben des Museums Laufen e. V., des Schwarzachtaler Heimatmuseums Neunburg vorm Wald, von Dr. Friedl Brych, Barbara Mayer, Gertrud Stadlbauer, Ludwig Meixner, Theo Männer, Rudi Schmid und Christl Sieß.

Öffentliche Vernissage ist am Sonntag ab 10 Uhr im historischen Schlosssaal mit einer Einführung durch Heimatpfleger Theo Männer und musikalischer Umrahmung durch „Die Klanghölzer“. Öffnungszeiten der Ausstellung: Sonntag von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr sowie Mittwoch von 14 bis 17 Uhr. Eintritt frei, Spenden für den Museums-Arbeitskreis erbeten.

 BIOGRAFIE:

Michaela Krinner wird am 29. September 1915 in Waldmünchen geboren. Ihre Familie stammt väterlicherseits ursprünglich aus Bad Tölz und lässt sich als eine der Tölzer Flößerfamilien bis ins Mittelalter zurückverfolgen. 1916 stirbt ihr Vater während eines Einsatzes als Militärarzt in Polen an Flecktyphus. Ihre Gymnasialzeit verbringt Krinner von 1927 bis zum Abitur im Regensburger Internat der Salesianerinnen. Danach absolviert sie von 1931 bis 1937 eine Ausbildung als Lehrerin bei den Ursulinen in Straubing. Von 1939 bis 1941 ist sie als Referendarin bzw. Lehrerin in Rötz, Regenstauf, Amberg und Schönsee tätig. Von 1942 bis 1945 unterrichtet sie als Zeichenlehrerin an der Lehrerbildungsanstalt in Polling bei Weilheim und nimmt gleichzeitig ein Studium an der Akademie für angewandte Kunst in München bei Prof. Anton Marxmüller (geb. 1898 München) auf. In München ausgebombt, kehrt sie kurz vor Kriegsende auf abenteuerlichem Weg in die Oberpfälzer Heimat zurück. Von 1945 bis 1951 lebt sie in Neunburg vorm Wald in der Nähe von Regensburg und arbeitet als Lehrerin für Kunst und Theaterspiel. Sie setzt ihr Malstudium bei Prof. Walter Dolch in Amberg fort. Nach einem kürzeren Aufenthalt in Helmbrechts siedelt sie 1953 nach Ohlstadt bei Murnau über, wo sie eine Anstellung als Lehrerin erhalten hat. Die Begegnung mit Peter Beckmann, dem Sohn des Malers Max Beckmann, Kurdirektor und leitender Arzt in der Ohlstadter Rehabilitationsklinik, ist für ihre künstlerische Entwicklung wegweisend: auf seine Empfehlung besucht sie als Malschülerin von 1953 bis 1956 regelmäßig die Akademie-Kurse „Schule des Sehens“, die Oskar Kokoschka in Salzburg abhält. Von 1957 bis 1964 lebt sie in Tutzing am Starnberger See im Midgard-Haus, einem Künstlerhaus der Jahrhundertwende. Einige der in dieser Zeit geschaffenen Bilder entstehen in Zusammenarbeit mit ihrem Mitbewohner, dem Tänzer, Choreographen und Emil Orlik-Schüler Helge Peters-Pawlinin (1903–1981). Zwischen 1964 bis 1968 lebt sie in Fontainebleau bei Paris, wo sie am „Collège d’Etat International“ unterrichtet. Nach Deutschland zurückgekehrt, geht sie zunächst wieder nach Tutzing und zieht 1974 nach Laufen an der Salzach. 1978 beendet sie ihre Lehrtätigkeit und widmet sich nur noch der Malerei. In den achtziger Jahren unternimmt Krinner zahlreiche Reisen durch Südeuropa, Ägypten und in europäische Städte. Die gewonnenen Eindrücke schlagen sich in Reiseskizzen und in neuen Motiven ihrer Gemälde nieder. Zwischen 1982 und 1989 bildet sich Krinner in den graphischen Techniken durch Kurse bei Friedrich Meckseper (* 1936) in Salzburg und Willi Wimmer in Wolkersdorf weiter. In dieser Zeit treten die graphischen Arbeiten gleichberechtigt neben das Gemäldeschaffen. Noch bis kurz vor ihrem Tod ist Krinner künstlerisch tätig. Sie stirbt am 11. Oktober 2006 in Freilassing. (Quelle: wikipedia)

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MEDIENECHO: MZ v. 10. 10.2015 als pdf

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Gloria – Musik für Orgel und Trompete

KONZERT!! So., 11 .10. – 18.00 UhrKath. Stadtpfarrkirche St. Josef 

Der Orgelbauverein St. Josef organisiert im Neunburger Kunstherbst einen Konzertabend zugunsten der neuen Orgel für die Neunburger Stadtpfarrkirche. Für festliche Klänge sorgen Paul Windschüttl (Trompete) und der international bekannte Organist Norbert Düchtel. Im Anschluss können die Besucher das Konzerterlebnis bei einem Umtrunk ausklingen lassen. Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei. Spenden kommen der neuen Kirchenorgel zugute.

Prof. Norbert Düchtel studierte Kirchenmusik, Komposition und Orgel in Würzburg, Prag, Paris und München. 1978 künstlerische Staatsprüfung im Konzertfach „Virtuoses Orgelspiel“.bild15  Ergänzende Orgelstudien bei Jiri Reinberger (Prag), Michael Schneider (Köln / Freiburg), Ewald Kooiman (Amsterdam / Detmold), Michael Radulescu (Wien / Hamburg) und Daniel Roth (Paris). Von 1979 bis 2015 war er Dozent für künstlerisches Orgelspiel und Improvisation an der Hochschule für Katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik in Regensburg und von 1988 bis 2011 Leiter einer internationalen Orgelklasse an der Staatlichen Hochschule für Musik in Detmold. 2004 erfolgte die Ernennung zum Professor für künstlerisches Orgelspiel durch das Land Nordrhein-Westfalen. Von 1985 bis2008 war er Organist an der päpstlichen Basilika „Unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle“ in Regensburg. Dort spielte er am 13. September 2006 anlässlich der Orgelweihe im Beisein von Papst Benedikt XVI. die neue Mathis-Orgel ein. Eine umfangreiche, internationale Konzerttätigkeit als Organist führte Norbert Düchtel in verschiedene Musikzentren in Europa, Israel und Südamerika. Seit 2010 ist Norbert Düchtel Organist der Schwalbennest-Orgel in der Minoritenkirche des Museums der Stadt Regensburg und künstlerischer Leiter der Sonntäglichen Matineen.

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Paul Windschüttl wurde 1954 in Thanstein geboren. Er studierte Kirchenmusik in Regensburg, Trompete an der Hochschule für Musik in München sowie Cembalo und Generalbasslehre bei Domorganist Eberhard Kraus in Regensburg. Paul Windschüttl ist ein musikalisches Multitalent. Neben seiner Tätigkeit als Direktor der Landkreismusikschule Cham ist er ein gefragter Trompetensolist, Trompeter in vielen namhaften Ensembles, Organist, Dirigent, Dozent und Komponist. Konzerttourneen führten ihn durch Europa, in die USA und nach Asien.

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Neunburger Operngala begeisterte das Publikum

Kunstherbst-Highlight mit W. A. Mozart

Drei Damen lesen Papageno die Leviten (v.li.) Carolin Neukamm, Denisa Neubarthová und Olivera Mercurio

Drei Damen lesen Papageno die Leviten (v.li.) Carolin Neukamm, Denisa Neubarthová und Olivera Mercurio

Am Vorabend zum Tag der Deutschen Einheit spielt ein Prager Philharmonisches Orchester und singen Sängerinnen aus Serbien und der Tschechischen Republik sowie Sänger aus Südkorea Arien des österreichischen Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart in der Neunburger Schwarzachtalhalle – wenn das nicht international ist?“ So empfand ein Besucher der Operngala am Freitag einen weiteren Höhepunkt des Neunburger Kunstherbstes 2015, unabhängig von der hervorragenden musikalischen Darbietung. Der Abend war vom musikalischen Leiter und Dirigenten der Smetana Philharmoniker Prag, dem in Neunburg geborenen Hans Richter ganz bewusst allein dem Werk Mozarts gewidmet worden. „Jeder muss für sich selbst die Brücke zu Mozart finden“, forderte er vom Publikum.

Tenor Dong-Seok Im als Tamino und Bariton Chul-Ho Jang als Papageno

Tenor Dong-Seok Im als Tamino und Bariton Chul-Ho Jang als Papageno

So verwies Richter gleich zu Beginn darauf, dass die Oper „Don Giovanni“ am 29. Oktober 1787 im Prager Nationaltheater uraufgeführt worden sei und von dort ihren Siegeszug durch die großen Opernhäuser dieser Welt angetreten habe. Und er hatte noch ein geflügeltes Wort aus den Reihen der musikschaffenden Künstler parat: „Mozart ist für Amateure zu leicht und für Profis zu schwer.“

Offiziell eröffnete Bürgermeister Martin Birner als Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Freizeit GmbH und damit Gastgeber der Operngala, den Abend. Er verwies mit einem Zitat des bayerischen Komponisten Werner Egk auf die große Persönlichkeit Mozarts. Egk habe zum Beispiel geäußert, nichts spielten Instrumenten freiwilliger und lieber als Mozarts Musik. Das einzige, was ein guter Spieler tun könne sei, sie nicht daran zu hindern. Musikern, die Mozart spielen möchten, sollten vor allem jene Lektionen abgefragt werden, die Leopold Mozart seinem Sohn Wolferl aufgegeben habe und nicht zuletzt sollten Richter verpflichtet werden, regelmäßig „Don Giovanni“ zu hören, um zu lernen was Gerechtigkeit hieße, Ehemänner aber „Così fan tutte“. Laut Birner beschäftigte sich Egk auch mit der Musik, die im Himmel erklingen sollte. Dafür kämen weder Beethoven noch Brahms, nicht einmal der fromme Bruckner in Frage, allenfalls noch Sebastian Bach für „besondere Gelegenheiten“. „Für den normalen Sternenalltag könnte man sich aber nur auf Mozart einigen“, umschwärmte Werner Egk sein Idol.

Die junge tschechische Sopranistin Hana Holodnaková gab Kostproben ihres Talents

Die junge tschechische Sopranistin Hana Holodnaková gab Kostproben ihres Talents

„Um im Bild zu bleiben, holen wir Ihnen heute diese Sterne vom Himmel in die Schwarzachtalhalle“, sagte der Bürgermeister. Ein Lob vorab galt Hans Richter, der „für sein Heimspiel“ erneut keine Mühen gescheut habe, um dem Neunburger Publikum Künstler von internationalem Rang präsentieren und so Sternstunden der Mozart-Musik bieten zu können. Darin bezog er auch alle jene mit ein, die für das Gelingen im Hintergrund ihre Beiträge geleistet hätten.

AUFTAKT MIT „DON GIOVANNI“

Das Konzert begann mit der dramatischen Ouvertüre aus „Don Giovanni“, bei der die Orchestermusiker der Smetana Philharmoniker ihre Hochform unter Beweis stellen konnten. Den ersten Solopart übernahm die Sopranistin Olivia Mercurio mit der Arie „Non mi dir“ der Donna Anna. Dirigent Hans Richter übernahm in bewährte Weise wieder selbst die Moderation, um die Bilder der Opern-Szenen im Publikum wachzurufen, etwa das Bild in jenen Garten in Sevilla, wo Don Giovanni im Zweikampf den Vater von Donna Anna tötet und darauf flieht. Sie verlangt darauf von Don Ottavio, den Mord an ihrem Vater zu rächen. „Il mio tesoro intanto“, singt der Tenor Dong-Seok Im, die Arie in der Ottavio das Schicksal seiner Verlobten Donna Anna beklagt.

Weiter geht die erste Hälfte des Konzertabends mit Auszügen aus „Figaros Hochzeit“. Denisa Neubarthová singt in einer „Hosenrolle“ die Arie des Cherubino „Non so piu“. Die junge Hana Holodnáková schließt sich mit der Arie der Barbarina „L’ho perduta“ an und Carolin Neukamm hat ihren ersten Auftritt mit der Arie der Marcelina „Il capro e la capretta“. Die „Zauberflöte“ beendet die erste Konzerthälfte. „Der Vogelfänger bin ja ich“ singt frischauf Chul-Ho Jang die bekannte Arie. Mit dem Quintett „Der Arme kann von Strafe sagen“, gesungen von Denisa Neubarthová, Hana Holodnáková, Carolin Neukamm sowie Don-Seok Iem und Chul-Ho Jang wurde das Publikum in die Pause entlassen.

 ZUGABE AUS DEM „FIGARO“

Zur Einstimmung in den zweiten Teil des Abends ließ das Orchester die vor Esprit und Lebensfreude sprühende Ouvertüre aus „Così fan tutte“ erklingen. „Das Bildnis ist bezaubernd schön“ schwärmt in Anschluss Dong-Seok Im in der berühmten lyrischen Arie aus der „Zauberflöte“. Ein Solo des Figaro und des Cherubino sowie das Duett der Susanna und der Marcellina aus „Figaros Hochzeit“ bildeten noch einmal einen eher heiteren Übergang zur Tragik in „Don Giovanni“ und der Arie der Anna „Don Ottavio, son morta“, exzellent gesungen von Olivera Mercurio. Den offiziellen Schlusspunkt setzten Chul-Ho Jang mit Figaros Arie „Non piu Andrei“ sowie das Duo Hana Holodnáková/ Chul-Ho Jang mit „Pa-Pagena! Pa-Pageno “ aus der „Zauberflöte“. Mit seinem begeisterten Applaus forderte das Publikum eine Zugabe. Diesen Part übernahm die serbische Sopranistin Olivera Mercurio mit  „Porgi Amor“, einer der beiden großen Arien der Gräfin aus „Figaros Hochzeit“.

TEXT & FOTOS von Ralf Gohlke, Mittelbayerische Zeitung

Chefdirigent Hans Richter dirigiert die Smetana Philharmoniker Prag

Chefdirigent Hans Richter dirigiert die Smetana Philharmoniker Prag

MEDIENECHO: Der Neue Tag v. 5.10.2015

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Neunburger Opernnacht ’15: „Alles Mozart!“

 Chefdirigent Hans Richter dirigiert die Prager Smetana Philharmoniker. Denisa Neubarthová singt bei der Mozart-Gala zwei Cherubino-Arien aus „Figaros Hochzeit“.

Chefdirigent Hans Richter dirigiert die Prager Smetana Philharmoniker. Denisa Neubarthová singt bei der Mozart-Gala zwei Cherubino-Arien aus „Figaros Hochzeit“.

Die festliche Operngala, das internationale Kunstherbst-Glanzlicht, ist am Freitag, 2. Oktober in der Schwarzachtalhalle einem einzigen Komponisten gewidmet: W. A. Mozart.

Tenor Dong-Seok Im

Tenor Dong-Seok Im

Der geniale Schöpfer von über 600 Meisterwerken der Klassik starb 1791 erst 35 Jahre alt in Wien. Seine Melodien haben sich als unsterblich erwiesen. Nobelpreisträger Albert Einstein definierte Mozarts Schaffen sogar als „die innere Schönheit des Universums“. Hans Richter, der in Neunburg vorm Wald geborene Chefdirigent der Smetana Philharmoniker Prag, erfüllt sich in seiner Heimatstadt nun einen lange gehegten Wunsch: „Eine Opernnacht und alles Mozart!“

Carolin Neukamm (Mezzosopran)

Carolin Neukamm (Mezzosopran)

Für die Kunstherbst-Gala `15 strickte er ein Programm mit den schönsten und bekanntesten Ouvertüren, Arien, Duetten und Ensembles aus den Meisteropern „Figaros Hochzeit“, „Don Giovanni“, „Cosi fan tutte“ und „Die Zauberflöte“.

Um der Vielfalt des Mozart’schen Opernwerks Rechnung zu tragen, verpflichtete Richter für diese spezielle Neunburger Opernnacht erstmals sechs Gesangssolisten aus

Bariton Chul-Ho Jang

Bariton Chul-Ho Jang

vier Ländern. Als „bewährte Routiniers“ bezeichnet er die aus Südkorea stammenden Sänger Don Seok Im (Tenor) und Chul-Ho Yang (Bariton). Mit beiden Sängern hat der „Maestro“ wiederholt bei Tournee-Produktionen von „Classica Europa“ in Deutschland und Frankreich zusammengearbeitet. Am Vorabend des Nationalfeiertags warten sie mit echen Mozart-Hits auf, darunter die Tamino-Arie „Das Bildnis ist bezaubernd schön“ oder „Der Vogelfänger bin ich ja“ aus der „Zauberflöte“. Die tschechische Mezzosopranistin Denisa Neubarthová bringt die zwei bekanntesten Cherubino-Arien „Voiche sapete“ und „Non so piu“ aus „Figaros Hochzeit“ zu Gehör.

Olivera Mercurio (Sopran)

Olivera Mercurio (Sopran)

Besonders freut den 64-jährigen Maestro, dass er mit der Serbin Olivera Mercurio eine international viel gefragte Sängerin nach Neunburg holen konnte. Sie verfügt laut Richter über einen jugendlich-dramatischen Sopran, der von Fachleuten auch als „Spinto-Sopran“ bezeichnet werde. Auf der Bühne der Schwarzachtalhalle wird sie mit den zwei Solo-Auftritten der Donna Anna aus „Don Giovanni“ zu hören sein. Am Beginn einer vielversprechenden Karriere stehen ihre Kolleginnen Hana Holodnaková, eine Jungsopranistin aus Prag und die am Stadttheater Regensburg engagierte Mezzosopranistin Carolin Neukamm. In den Rollen der Papagena („Zauberflöte“) und Marcelline („Figaro“) runden sie das exklusive Mozart-Programm ab. Die Vokal-Darbietungen leiten rund 50 Musiker der

Hana Holodnákova (Sopran)

Hana Holodnákova (Sopran)

Prager Smetana Philharmoniker mit zwei großen Mozart-Ouverüren ein. Hans Richter dirigiert die Orchestervorspiele aus „Don Giovanni“ und „Cosi fan tutte“.

Eintrittskarten für diesen musikalischen Genuss gibt es „online“ unter www.okticket.de („Neunburger Operngala“) sowie bei den bekannten VVK-Stellen. Eintrittspreise: 25 €, 30@ und 35 €. Die Abendkasse öffnet um 19 Uhr im Foyer der Schwarzachtalhalle, Konzertbeginn ist um 20 Uhr.

Presse-Präsentation der Mozart-Gala '15 mit (v.r.) Bgm. Martin Birner, Chefdirigent Hans Richter, Kulturbeauftragtem Karl Stumpfi und Hallenmangerin Rosa Schafbauer. Foto: Mardanow, NT

Presse-Präsentation der Mozart-Gala ’15 mit (v.r.) Bgm. Martin Birner, Chefdirigent Hans Richter, Kulturbeauftragtem Karl Stumpfi und Hallenmangerin Rosa Schafbauer. Foto: Mardanow, NT

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