Ans Fest denken, Neujahrskonzert-Karten schenken!

Gala mit Hofer Symphonikern und vier Solisten

Die Hofer Symphoniker unter Leitung von Dirigent Michael Konstantin kommen am 11. Januar zu einem festlichen Neujahrskonzert in die Schwarzachtalhalle.

Die Hofer Symphoniker unter Leitung von Dirigent Michael Konstantin kommen am 11. Januar zu einem festlichen Neujahrskonzert in die Schwarzachtalhalle.

Das zehnte Neunburger Neujahrskonzert strahlt Jubiläumsglanz aus! Am Samstag, 11. Januar 2025, 19 Uhr, gastiert mit den Hofer Symphonikern ein bayerisches Traditionsorchester erstmals in der Pfalzgrafenstadt. Das Gala-Konzert wird vom Opernfestival Oberpfalz in Kooperation mit dem Neunburger Kunstverein veranstaltet. Der aus dem Stadtgebiet Neunburgs stammende Dirigent Michael Konstantin, zurzeit als Kapellmeister und Chordirektor am Städtetheater Zwickau-Plauen tätig, übernimmt die musikalische Leitung des rund 60 Musiker starken Profiorchesters. Als Gesangsolisten werden Gesche Geier (Sopran), Vera Semeniuk (Alt), Jeffrey Nardone (Tenor) und Daniel Ochoa (Bassbariton) in der Schwarzachtalhalle auftreten.
Bei einem Pressegespräch im Foyer der Schwarzachtalhalle präsentierten Dirigent Konstantin, Opernfestival-Oberpfalz-Gesellschafter Michael Brunner, 2. KVU Vorsitzender und Klassik-Beauftragter Karl Stumpfi das Programmkonzept der Neujahrsgala 2025. Anwesend waren auch 1. Bürgermeister Martin Birner und die ehemalige Hallenmanagerin Rosa Schafbauer, zuständig für die Abwicklung des Kartenvorverkaufs und der Abendkasse. Michael Konstantin, der aus dem Ortsteil Seebarn stammt und gegenwärtig als Kapellmeister und Chordirektor am Städtetheater Zwickau-Plauen in Sachsen beruflich tätig ist, beleuchtete kurz die „Vorgeschichte“. Auf seine Initiative war 2018 die gemeinnützige Gesellschaft Opernfestival Oberpfalz aus der Taufe gehoben worden. Nach der Corona-Zwangspause konnten in deren Trägerschaft zwei erfolgreiche Festivals im Regierungsbezirk (Amberg und Cham) organisiert und durchgeführt werden.
Dirigent Michael Konstantin und Bürgermeister Martin Birner beim Pressegespräch im Hallenfoyer. Fotos: Alfred Grassmann

Dirigent Michael Konstantin und Bürgermeister Martin Birner beim Pressegespräch im Hallenfoyer. Fotos: Alfred Grassmann

„Es ist nun dringend an der Zeit auch einmal im Landkreis Schwandorf aktiv zu werden“, betonte er. Naheliegenderweise richtete er den Fokus sofort auf seine Heimatstadt Neunburg vorm Wald und suchte frühzeitig den persönlichen Kontakt mit dem Neunburger Kunstverein Unverdorben. Die Kultur-Location Schwarzachtalhalle hatte er als Orchesterleiter bereits im Sommer 2013 kennenlernen dürfen. Auf Einladung der Stadtwerke Freizeit GmbH gastierte Konstantin mit dem Großen Orchester des Allgemeinen Gesangvereins München in der Pfalzgrafenstadt. Auf dem Programm standen Werke von Joseph Haydn, Peter Tschaikowsky, George Gershwin und Friedrich Gulda. Im Gedankenaustausch mit dem Klassik-Beauftragten bot sich an, das zehnte Neunburger Neujahrskonzert 2025 als musikalische Neujahrsgala in Kooperation zwischen dem Opernfestival Oberpfalz und dem KVU vorzubereiten und am Samstag, 11. Januar, 19 Uhr, in der Schwarzachtalhalle über die Bühne zu bringen. Dazu konnte Konstantin mit den Hofer Symphonikern ein bayerisches Traditionsorchester verpflichten. Dazu wird auch ein Vokalistenquartett mit Gesche Geier (Sopran), Vera Semieniuk (Alt), Jeffrey Nardone (Tenor) und Daniel Ochoa (Bassbariton) zur Gestaltung beitragen. Eingebunden ist das Gala-Konzert in ein dramaturgisch-visuelles Konzept, entwickelt und umgesetzt durch das Team Eva Maria Eiberger (Regie), Tanja Jackwerth (Ausstattung) und Michael Schwarzfischer (Beleuchtung). „Es wird etwas ganz Besonders werden, Überraschungen geben und Unterhaltung auf hohem künstlerischen Niveau garantieren“, weckte Konstantin schon jetzt Vorfreude auf das Kultur-Event kurz nach Neujahr.
Klassikbeauftragter Karl Stumpfi sieht im Neujahrskonzert ein "Fest der leichten klassischen Musik".

Klassikbeauftragter Karl Stumpfi sieht im Neujahrskonzert ein „Fest der leichten klassischen Musik“.

Und es wird im Programm-Angebot für alle Musikgenießerinnen und -genießer etwas dabei sein: Bekannte Arien und beliebte Duette aus Oper, Operette und Musical. Die beiden Komponisten-Jubilare im Jahr 2025, Johann Strauß und Georges Bizet, werden sicher einen besonderen Platz einnehmen: Der Opern-Ohrwurm „Carmen“ darf laut Dirigent Konstantin nicht fehlen. Auch „Die Fledermaus“ wird im Saal flattern, so dass die Operettenfans auf ihre Kosten kommen. Abgerundet wird dieser beschwingte, spritzige Neujahrs-Mix durch populäre Musical-Melodien. Das Programm integriere drei Musik-Genres, werde als zehnte Auflage des Neunburger Neujahrskonzerts sicher ein Ereignis und könne durchaus eine neue Zielgruppe unter der jüngeren Generation erschließen, gab sich der Dirigent betont optimistisch.
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„Nach dem großen Finale werden wir gemeinsam mit Sekt auf das neue Jahr 2025 anstoßen!“ (Dirigent Michael Konstantin)
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„Ich bin stolz darauf, das Opernfestival Oberpfalz nach Neunburg zu bringen“, betonte Bürgermeister Martin Birner. Es sei kein leichtes Unterfangen hochwertige Klassik aufs flache Land zu bringen und hier zu etablieren, räumte er ein. Dank enormen ehrenamtlichen Einsatzes habe dies der Kunstverein Unverdorben seit einem Jahrzehnt geschafft und dies sei schon eine „Jubiläums-Gala 2025“ wert. Dann begann das Stadtoberhaupt sofort, die Werbetrommel zu rühren: An das Weihnachtsfest denken, Konzertkarten verschenken! Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen. Tickets für 40, 35 und 30 Euro können im Vorverkauf über die Ordermail schafbauerrosa@gmail.com oder Kartentelefon (09672) 3435 bestellt oder im Büro-und Pressezentrum, Hauptstraße 50, erworben werden. Die Abendkasse öffnet am 11. Januar um 18 Uhr im Hallenfoyer. Schüler, Studenten und Auszubildende haben bei Vorlage von Ausweisen freien Eintritt. Im Anschluss an das Konzert können die Besucher im bewirtschafteten Foyer auf das Neue Jahr anstoßen.
Bei der Medienpräsentation des 10. Neunburger Neujahrskonzerts von links: Bürgermeister Martin Birner, Dirigent Michael Konstantin, Kassenleiterin Rosa Schafbauer und 2. KVU Vorsitzender Karl Stumpfi.

Bei der Medienpräsentation des 10. Neunburger Neujahrskonzerts von links: Bürgermeister Martin Birner, Dirigent Michael Konstantin, Kassenleiterin Rosa Schafbauer und 2. KVU Vorsitzender Karl Stumpfi.

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Orchester am Singrün beim OGO-Konzert in Top-Form

Sinfonischer Sound aus der Neuen Welt

Das Jubiläumskonzert zum 60-jährigen Bestehen des Ortenburg-Gymnasiums ging vor einer stattlichen Zuhörerkulisse in der Mehrzweckhalle über die Bühne. Fotos: Georg Lang

Das Jubiläumskonzert zum 60-jährigen Bestehen des Ortenburg-Gymnasiums ging vor einer stattlichen Zuhörerkulisse in der Mehrzweckhalle über die Bühne. Fotos: Georg Lang

Das Regensburger „Orchester am Singrün“ unter Leitung von Dirigent Michael Falk gastierte mit einem thematisch kontrastreichen Symphoniekonzert in der Mehrzweckhalle Oberviechtach. Das Ortenburg-Gymnasium und zwei Kulturvereine – die Freunde der Kunst Oberviechtach und der Kunstverein Unverdorben Neunburg v. W. – hatten dieses außerordentliche musikalische Angebot möglich gemacht.
Mit dem Programm seines Herbstkonzerts „made in United States“ traf das Regensburger „Orchester am Singrün“ genau den Geschmack des Publikums bei den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 60. Geburtstag des Ortenburg-Gynasiums in Oberviechtach. Nach „Spamalot“ und „Sportgala“ war Klassik angesagt und da zeigte sich das renommierte Regensburger Symphonieorchester unter dem Dirigat von Michael Falk als musikalisches Highlight des ganzjährigen Jubiläumsprogramms. Die Kulturvereine Unverdorben von Neunburg v. Wald und die Oberviechtacher Kunstfreunde standen gerne Pate bei diesem herausragenden Orchesterauftritt.
Die so genannte „Amerikanische Suite“ von Antonin Dvorak (1841 – 1904), „Colors für Posaune und Orchester“ des zeitgenössischen belgischen Komponisten Bert Appermont (geb. 1973) und die 1. Sinfonie e-moll der amerikanischen Komponistin Florence Price (1887 – 1953) bildeten die vielseitige Programmgestaltung ab, bei der auch die junge Zuhörerschaft ihren Platz finden konnte. Dem Jubiläumscharakter der Schule entsprechend waren viele Jugendliche mit ihren Eltern in der zum Konzertsaal umfunktionierten Sporthalle erschienen, wo Schulleiter Ludwig Pfeiffer und die beiden Vereinsvorsitzenden Peter Wunder und Monika Krauß mit ihren Teams die Konzertbesucher betreuten.
Michael Falk dirigierte das rund 80 mitwirkende Instrumentalisten umfassende Singrün-Orchester.

Michael Falk dirigierte das rund 80 mitwirkende Instrumentalisten umfassende Singrün-Orchester.


Mit Antonin Dvoraks Amerikanischer Suite eröffnete das Orchester mit seinen über 80 Musikern das Herbstkonzert, das Ende des Monats nochmals im Audimax der Uni Regensburg aufgeführt wird. Dvorak bezog die „Amerikanische Suite“ ausdrücklich auf seine Zeit in den Vereinigten Staaten von 1892 bis 1895. Tänzerische Leichtigkeit und eine schwermütige Stimmung prägen die Sätze, bei denen die Mischung aus amerikanischen Einflüssen und Bezügen zur böhmischen Heimat des Komponisten zum Ausdruck kommen.
Noch ausgeprägter gestalteten sich die Gegensätze im Frühwerk des belgischen Komponisten Bert Appermont von 1998. Wie der Titel „Colors für Posaune und Orchester“ zum Ausdruck bringt, orientieren sich die vier Sätze an den Farben. Stimmungen und Grundhaltungen werden mit den vier Farben Gelb, Rot, Blau und Grün assoziiert. Der Posaunist Helmut Schätz setzte im Zusammenspiel mit dem Orchester die musikalische Bandbreite dieses atmosphärischen Konzertstücks ausdrucksstark um. Die Farbe Gelb gilt als inspirierend und stimulierend, Rot als dynamisch und leidenschaftlich, Blau als melancholisch und träumerisch und Grün als hoffnungs- und erwartungsvoll. Appermont erweiterte im Entstehungsjahr dieser Komposition seine Studien in Richtung Musical und Filmmusik. Dieses Genre wurde in der klanggewaltigen Darbietung von Singrün auf faszinierende Weise umgesetzt.
Die 1. Sinfonie e-moll von Florence Price stand nach der Pause auf dem Programm. Für die Afroamerikanerin bedeutete diese Komposition den Durchbruch der lange Zeit verkannten farbigen Musikerin, die selbst bekannte: „Ich habe zwei Handicaps, ich bin eine Frau und ich habe auch schwarzes Blut in meinen Adern.“ Die Interpretation ihrer 1. Sinfonie e-moll. gestaltete Singrün nicht weniger eindrucksvoll und mitreißend als das vorausgegangene Appermont-Werk. In der kontrastreichen Darbietung hörte das Publikum kirchenliedähnliche sakrale Töne und schmissige Tanzpartien. Thematisch gab es durchaus auch Anklänge an Dvoraks berühmte 9. Symphonie „Aus der Neuen Welt“, aber auch an Jazz und Swing, so dass sich der Kreis zum ersten Programmpunkt des höchst beeindruckenden Konzertabends schloss. Die engagierten Musiker durften sich über Stehende Ovationen freuen.
Posaunist Helmut Schätz in Aktion. Foto: Peter Wunder

Posaunist Helmut Schätz in Aktion. Foto: Peter Wunder

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„Songs of Love and Hate“ in der evang. Kirche

Pop und Rock im Liedermacher-Format

Was sagt eigentlich der Text von Liedern aus, die man gut kennt und gerne hört? Oft singt man einfach mit, ohne den meist englischen Text genau zu kennen. Die Jahreslosung „Alles, was Ihr tut, geschehe in Liebe“ ist der Auslöser für ein Konzert der besonderen Art, 1f341das im Rahmen des 12. NEUNBURGER KUNSTHERBSTS am Samstag, 16. November, 18 Uhr, in der evangelischen Versöhnungskirche Neunburg vorm Wald, Bahnhofstraße, stattfinden wird. Präsentiert wird es vom Pfarrer-Ehepaar Kathrin und Stephan Nagel aus Bad Kötzting. Unter dem Motto „Lieder und Lyrik“ ist eine ganz subjektive Auswahl an Liebesliedern aus der Rock- und Popmusik in der Originalsprache, liebevoll ins Liedermacherformat umarrangiert. Jeweils vor einem Liedvortrag vermittelt Kathrin Nagel die deutsche Übersetzung, um so beim anschließenden Hören einen umfassenden Eindruck des Liedes zu haben. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.GrafikBeck

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Abend der Schelmenromane wird abgesagt!

Wegen eines familiären Trauerfalls muss der für Dienstag, 3. Dezember, 19 Uhr, in der Spitalkirche geplante Literarische Abend zum Thema „Schelmenromane“ abgesagt werden. Die Veranstaltung mit dem Literatur-Experten Wolfgang Huber soll nach Mitteilung des Neunburger Kunstvereins Unverdorben zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Einen entsprechenden Terminhinweis in der Tagespresse und in den Internetforen bitte beachten!Simpl

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Neunburger Premiere für ein MusiTextical

In der Heiligen Nacht erklingen Gospels

Dr. Klaus Sauerbeck und Reiner Kowalski sind die Hauptakteure bei "Ludwig Thoma's Gospel-Weihnacht"

Dr. Klaus Sauerbeck und Reiner Kowalski sind die Hauptakteure bei „Ludwig Thoma’s Gospel-Weihnacht“

Das „MusiTextical“, eine vom Burglengenfelder Autor Dr. Klaus Sauerbeck entwickelte Bühnenform zwischen Konzert und Musical, macht erstmals Station in Neunburg vorm Wald. Zusammen mit seinem kongenialen Bühnenpartner Reiner Kowalski, einem der besten deutschen Gospel-Interpreten, verbindet Sauerbeck die zu Herzen gehende „Heilige Nacht“ von Ludwig Thoma mit internationaler Gospelmusik. Termin: Freitag, 22. November, 19 Uhr, im Historischen Schlosssaal.
Verblüffend sind dabei die Verbindungen und Gemeinsamkeiten, die aufgezeigt werden zwischen dieser in bayerischer Mundart verfassten Weihnachtsgeschichte und unterschiedlichsten Gospelsongs. „Ludwig Thomas Gospel-Weihnacht“ – das verspricht beste vorweihnachtliche Einstimmung auf die Adventszeit. Sauerbeck interpretiert aus tiefem Herzen die „Heilige Nacht“ als „Xaver“, enger Freund des Dichters Ludwig Thoma, Reiner Kowalski umrahmt die Erzählung mit einer Stimme, die gewaltig und zart, laut und leise, ausdrucksstark und sensibel für Gospelmusik erschaffen scheint.
In Neunburg v. W. geboren
Bemerkenswert ist die ganz besondere Verbindung Sauerbecks zur Stadt Neunburg v. W. Der Autor wurde hier geboren, hat viele Jahre seiner Kindheit hier verbracht, hat hier seinen Wehrdienst absolviert und hatte bis zu deren Tod eine sehr enge Bindung zu seinen in Kröblitz lebenden Großeltern, die er bis heute regelmäßig auf dem Neunburger Friedhof besucht. Aus dieser Verbundenheit zur Stadt, so Sauerbeck, „resultiert eine ganz besondere Freude, als Künstler nach Neunburg eingeladen zu werden“.
Aufgeführt wird das Thoma-MusiTextical am Freitag, 22.November 2024, um 19 Uhr im Schlosssaal, Im Berg 12. Einlass ist ab 18 Uhr.
Eintrittskarten sind im Vorverkauf für 15 Euro im Büro- und Pressezentrum, Hauptstraße 50, und in der Buchhandlung am Tor, Hauptstraße 35, erhältlich, Restkarten gibts für 17 Euro ab 18 Uhr an der Abendkasse.LogoKH

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Allerseelen-Konzert mit Mozart-Meisterwerken KV 622 und KV 626

Musikalisches Vermächtnis eines Genies

Eindrucksvolle Requiem-Aufführung durch das Westböhmische Symphonieorchester, Cerchovan-Chor und vier Vokalsolisten mit Dirigentin Alena Hron in der Schwarzachtalhalle. Foto: K. Stumpfi

Eindrucksvolle Requiem-Aufführung durch das Westböhmische Symphonieorchester, Cerchovan-Chor und vier Vokalsolisten mit Dirigentin Alena Hron in der Schwarzachtalhalle. Foto: K. Stumpfi

Zum Allerseelen-Konzert gastierte das Westböhmische Symphonieorchester Marianske Lazne und der Cerchovan Chor Domazlice in der Schwarzachtalhalle. Auf dem Programm standen Meisterwerke Mozarts: Das kurz vor seinem Tod fertig gestellte Klarinettenkonzert und das unvollendete Requiem.
Dem vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds geförderten Konzertabend ging nachmittags ein Musik-Workshop für Schüler aus Neunburg v. W., Oberviechtach, Marienbad und Taus voraus. Dirigent Jan Mikolas gab nach der Akustikprobe in Anwesenheit der Jugendlichen eine ausführliche Werkanalyse. Dabei unterstützte ihn auch der Solist Petr Michalec (Klarinette) mit praktischen Beispielen.
KVU Vorsitzender Peter Wunder begrüßte Orchester und Klassikfreunde aus der Region.

KVU Vorsitzender Peter Wunder begrüßte Orchester und Klassikfreunde aus der Region.

Klassikbeauftragter Karl Stumpfi, Kunstverein Unverdorben, streifte schlaglichtartig die letzten Wochen im Leben W. A. Mozarts 1791. Obwohl der 35-Jährige an rheumatischem Fieber litt, hatte er im September mit „Titus“ und „Zauberflöte“ zwei Opern zur Uraufführung gebracht. Anfang Oktober stellte er für seinen Freund Anton Stadler das Klarinettenkonzert fertig, welches kurz darauf in Prag erstmals erklang. Danach wandte sich der Meister dem Requiem zu. Dieses war von einem anonymen Boten in Auftrag gegeben worden. Mozart glaubte, dass er seine eigene Totenmesse zu komponieren habe. Tatsächlich verstarb er am 5. Dezember und hinterließ sein Opus 626 als Fragment. Die fehlenden Sätze ergänzte sein Schüler Süßmayr mithilfe von notierten Skizzen.
Die junge tschechische Dirigentin Alena Hron zeichnete für eine klangmächtige Wiedergabe des Requiems verantwortlich, die buchstäblich unter die Haut ging. Ein gut disponiertes Orchester und der von Marek Vorlicek (ehemaliger Schwandorfer Oratoriumchor-Leiter) einstudierte Chorpart überzeugten das Publikum ebenso wie das Quartett der Gesangsolisten: Susanne Bernhard (Sopran), Bella Adamova (Alt), Raman Hasymau (Tenor) und Radek Martinec (Bass). Vor der Pause begeisterten Instrumentalsolist Michalec und die Marienbader Sinfoniker unter Leitung von Jan Mikolas beim Konzert für Klarinette A-Dur KV 622. Das schwärmerisch-melodische Adagio wurde umrahmt durch einen von Esprit sprühenden Kopfsatz und ein temperamentvoll dahin wirbelndes Schlussrondo. In den kräftigen Applaus mischten sich auch viele Bravo-Rufe.
Solist Petr Michalec bewies   großartige Virtuosität bei seiner Interpretation des Klarinettenkonzerts A-Dur KV 622. Am Pult stand Jan Mikolas. Foto: Stefan Wunder

Solist Petr Michalec bewies großartige Virtuosität bei seiner Interpretation des Klarinettenkonzerts A-Dur KV 622. Am Pult stand Jan Mikolas. Foto: Stefan Wunder

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Vor dem Konzerterlebnis ein Blick hinter die Kulissen

Workshop: Schüler lernen Mozart kennen

workshop4Workshop1WorkshopGruppeDem vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds geförderten Allerseelen-Konzert am 2. November mit W. A. Mozarts Requiem d-moll KV 626 und Klarinettenkonzert A-Dur KV 622 ging in der Schwarzachtalhalle ein Workshop für bayerische und tschechische Schüler aus Neunburg v. W., Oberviechtach, Marianske Lazne und Domazlice voraus. Dirigent Jan Mikolas, Westböhmisches Symphonieorchester, gab nach der Akustikprobe in Anwesenheit der Jugendlichen eine ausführliche Werkanalyse. Dabei unterstützte ihn auch der Solist des Konzertabends, Petr Michalec (Klarinette) mit praktischen Beispielen. Klassikbeauftragter Karl Stumpfi, Kunstverein Unverdorben, streifte schlaglichtartig die letzten Lebenswochen Mozarts 1791. Die Übersetzung ins Tschechische besorgte Katarina Honysova, Prag, die seit vorigem Jahr auch Mitglied des Kunstvereins Unverdorben ist. Mit Ehrenkarten ausgestattet, durften die Schülerinnen und Schüler ab 19.30 Uhr auch dem Mozart-Konzert des Westböhmischen Symphonieorchesters Marianske Lazne und des Cerchovan-Chors Domazlice beiwohnen. Die Organisatoren hoffen darauf, dass die jungen Leute Geschmack an der klassischen Musik mit dem einhergehenden Orchesterbetrieb finden und am 2. November nicht zum letzten Mal „Konzert-Atmosphäre“ geschnuppert haben.
Fotos: K. Stumpfi, K. Cretan
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OGO-Jubiläumskonzert mit dem Singrün-Orchester

Sinfonische Spezialitäten „made in USA“

Das Regensburger Orchester am Singrün gastiert zum OGO-Jubiläumskonzert am 9. November in Oberviechtach.

Das Regensburger Orchester am Singrün gastiert zum OGO-Jubiläumskonzert am 9. November in Oberviechtach.

Sie präsentierten das OGO-Jubiläumskonzert (v. li.): KVU-Vorsitzender Peter Wunder, Oberstudiendirektor Ludwig Pfeiffer, 2. Vorsitzende der Freunde der Kunst OVI Anne Gierlach, 1. Bürgermeister Rudolf Teplitzky, 1. Vorsitzende Freunde der Kunst OVI Monika Krauß und 2. KVU-Vorsitzender Karl Stumpfi. Foto: Georg Lang

Sie präsentierten das OGO-Jubiläumskonzert (v. li.): KVU-Vorsitzender Peter Wunder, Oberstudiendirektor Ludwig Pfeiffer, 2. Vorsitzende der Freunde der Kunst OVI Anne Gierlach, 1. Bürgermeister Rudolf Teplitzky, 1. Vorsitzende Freunde der Kunst OVI Monika Krauß und 2. KVU-Vorsitzender Karl Stumpfi. Foto: Georg Lang

Das Regensburger Orchester am Singrün lädt herzlich zu seinen Herbstkonzerten im November 2024 ein. Die erste Aufführung findet am Samstag, 9. November, 19 Uhr, im Gymnasium Oberviechtach statt. Den aktuellen Anlass dazu bietet das 60-jährige Jubiläum des Ortenburg-Gymnasiums Oberviechtach. Unterstützer dieses Konzertabneds in der OGO-Sporthalle sind die Freunde der Kunst Oberviechtach und der Neunburger Kunstverein Unverdorben. Die Besucher und Besucherinnen erwartet ein äußerst vielseitiges Programm, in dem es gleich mehrere spannende Werke zu entdecken gibt.
Neben der berühmten 9. Symphonie „Aus der Neuen Welt“ und dem „Amerikanischen“ Streichquartett ist die Amerikanische Suite das dritte Werk, das Antonín Dvořák im Titel ausdrücklich auf seine Zeit in den Vereinigten Staaten (1892–1895) bezog. Zunächst für Klavier komponiert, sind die fünf Sätze von jener Mischung aus amerikanischen Einflüssen und Rückbezügen auf die böhmische Heimat geprägt, die für Dvořáks Werke dieser Periode typisch ist.
Mit seinen Colors für Posaune und Orchester von 1998 schrieb der belgische Komponist Bert Appermont ein atmosphärisches Konzertstück mit filmmusikalischem Flair. Die vier Farb-Sätze charakterisiert Appermont wie folgt: „Gelb – inspirierend und stimulierend (auch: Weisheit und Licht); Rot – dynamisch, leidenschaftlich, ins Dramatische, Furiose und Kämpferische sich entwickelnd (auch: Mut und Willensstärke); Blau – melancholisch, träumerisch und introvertiert (auch: Wahrheit und Friede); Grün – voller Hoffnung und Erwartung (auch: Kraft und Harmonie im Gleichgewicht)
Florence Price war die erste Afroamerikanerin, der als Komponistin der Durchbruch gelang. Ihre 1. Sinfonie e-Moll wurde 1932 mit dem ersten Preis der Wanamaker Foundation ausgezeichnet und ein Jahr später vom Chicago Symphony Orchestra aufgeführt. In Anlage und Orchestrierung selbstbewusst an Dvořáks Neunter orientiert, kommt auch diese Musik klar in einem amerikanischen Tonfall daher: Die Sätze sind zum Beispiel von Folk, Kirchenchoral und Spirituals inspiriert.
DAS ORCHESTER
Intensive Orchesterarbeit mit leidenschaftlichem Musizieren zu verbinden ist das Anliegen des Orchesters am Singrün. 1986 in Regensburg gegründet, kommen hier regelmäßig knapp 100 Instrumentalist/innen unterschiedlichen Alters und verschiedener Berufsgruppen zusammen. Seit fast 40 Jahren sind wir fester Bestandteil des Regensburger Kulturlebens und setzen musikalische Akzente im ostbayerischen Raum. Mehrere Konzertreisen führten uns in Partnerstädte der Stadt Regensburg, z.B. 2015 nach Pilsen und 2019 nach Brixen (Südtirol).
Dirigent Michael Falk ist der musikalische Leiter.

Dirigent Michael Falk ist der musikalische Leiter.


DER DIRIGENT
Michael Falk studierte neben der Schulmusik und Jazzklavier an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln Orchesterleitung in der Dirigierklasse von Prof. Rüdiger Bohn an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf. Als Pianist konzertierte er im In- und Ausland. Meisterkurse führten ihn weiterhin zu Lehrern wie Bernard Haitink, Kenneth Kiesler, Johannes Schläfli, James Lowe sowie Paavo Järvi. Als Dirigent arbeitete er bereits mit dem Beethoven Orchester Bonn, den Hofer Symphonikern, dem Philharmonischen Kammerorchester Berlin, der Rumänischen Staatsphilharmonie »Dinu Lipatti« Satu Mare, dem Rousse Philharmonic Orchestra, der Neuen Philharmonie Westfalen und den Bergischen Symphonikern zusammen. Seit der Spielzeit 2015/16 ist Michael Falk als 2. Kapellmeister und Solorepetitor am Theater
Hof engagiert.
Helmut Schätz ist Solist des Posaunenkonzerts.

Helmut Schätz ist Solist des Posaunenkonzerts.


Der Solist
Helmut Schätz ist seit 1996 als Soloposaunist im Philharmonischen Orchester Regensburg engagiert. Zuvor hatte ihn bereits 1990 ein Lehrauftrag für Posaune an die jetzige HfKM nach Regensburg geführt, welchen er bis heute inne hat. Nach seinem Abitur studierte er zunächst an der Musikhochschule München Posaune und Musikpädagogik; später setzte er seine Studien am Richard-Strauss-Konservatorium in München mit Schwerpunkt Jazz- und Popularmusik, sowie durch ein künstlerisches Aufbaustudium an der Musikhochschule Trossingen, wie auch bei diversen Meisterkursen fort. Zusätzliche Erfahrungen konnte er durch umfangreiche freiberufliche Tätigkeit in unterschiedlichen Genres und vielen verschiedenen Orchestern und Ensembles gewinnen. Seine Tätigkeit als Orchestermusiker wird begleitet von vielfältigen solistischen und kammermusikalischen Projekten. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt in der Aus- und Weiterbildung von Jugendlichen und Studenten. Neben seinem Engagement an der HfKM ist er in der musikalischen Jugendarbeit an mehreren Gymnasien und der Städtischen Musikschule Regensburg tätig.LogoKH

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Requiem und Klarinettenkonzert von W. A. Mozart

Allerseelen-Konzert: Dirigenten und Solisten

Abschlussproben beim Westböhmischen Symphonieorchester für das Mozart-Requiem in Marienbad. Fotos: Západočeský symfonický orchestr Mariánské Lázně

Abschlussproben beim Westböhmischen Symphonieorchester für das Mozart-Requiem in Marienbad. Fotos: Západočeský symfonický orchestr Mariánské Lázně

Das Konzert des Westböhmischen Symphonieorchesters Mariánské Lázně an Allerheiligen (Casino Marienbad) und Allerseelen (Schwarzachtalhalle Neunburg) führt das letzte Instrumentalkonzert (für Klarinette KV 622) und das finale sinfonische Chorwerk (Requiem KV 626) von Wolfgang Amadeus Mozart zusammen. Und eine weitere Besonderheit dieses denkwürdigen Konzertabends in Böhmen und in der Oberpfalz: Am Dirigentenpult wird es eine „Arbeitsteilung“ zwischen Alena Hron (Requiem) und Jan Mikoláš (Klarinettenkonzert) geben.
Dirigentin Alena Hron

Dirigentin Alena Hron


Dirigentin Alena Hron zählt zu den erfolgreichen tschechischen Nachwuchsdirigenten und wird ab Spielzeit 2024/25 als erste Frau in der Tschechischen Republik eine Chefdirigentenstelle antreten, nämlich bei der Südtschechischen Philharmonie (Jihočeská filharmonie). Sie studierte das Fach Master Music Performance bei Christoph-Mathias Müller im renommierten Dirigentenstudio der Zürcher Hochschule der Künste. Alena Hron hat schon mit den meisten Symphonieorchestern der Tschechischen Republik zusammengearbeitet. Ihr Debüt als Dirigentin beim Internationalen Festival „Prager Frühling“ 2023 mit Werken von Prokofjew, Novak und Respighi war ein großer Erfolg. Einige Zeitungen schrieben in ihren Rezensionen sogar von einem „musikalischen Triumph“. Mit der Janáček-Philharmonie ist sie in Berlin und Paris aufgetreten. Gemeinsam mit Stardirigent Jakub Hrůša leitete sie im August 2022 und 2023 Orchesterkonzerte an der Ševčík-Akademie in Horažďovice. Im Sommer 2024 lieferte sie einen überzeugenden Gastauftritt mit dem US-Spitzenorchester Chicago Symphony Orchestra beim Ravinia Festival. Beim Allerseelen-Konzert obliegt ihr die musikalische Leitung bei W. A. Mozarts Requiem d-moll KV 626, vollendet von Franz Xaver Süßmayr.
Jan

Dirigent Jan Mikoláš

Dirigent Jan Mikoláš wurde 1979 in Sokolov geboren, wo er auch mit dem Geigenspiel an der örtlichen LŠU begann. Er setzte sein Studium der Bratsche am Konservatorium in Pilsen fort. Anschließend studierte er Dirigieren an der JAMU in Brünn, dem Prager Konservatorium und der HAMU in Prag. Er vervollständigte seine Ausbildung bei Meisterkursen für Dirigieren in Wien bei Prof. Vladimir Kiradjiev und István Dénész. Seit 2003 dirigiert er regelmäßig das Mariánské Lázně ZSO, 2014-2015 war er stellvertretender Chefdirigent des KSO Karlovy Vary. Seit 2022 arbeitet er als Dirigent mit dem Nordböhmischen Theater Ústí nad Labem und der Nordböhmischen Philharmonie Teplice zusammen. Seit 2023 dirigiert er auch das „Phantom der Oper“ im GOJA-Musiksaal in Prag und in diesem Jahr auch die Vorstellung „Les Misérables“. Seit 2017 ist er Chefdirigent des Orchesters Františkovy Lázně. In diesem Jahr hat Jan Mikoláš außerdem die Funktion eines Orchestermanagers des Westböhmischen Symphonieorchesters Mariánské Lázně übernommen. Beim Allerseelen-Konzert dirigiert Mikoláš das Westböhmische Symphonieorchester im ersten Programmteil Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur KV 622.

Solist Petr Michalec (Klarinette) wurde in Usti nad Labem geboren. Er erhielt seine musikalische Ausbildung

Solist Petr Michalec (Klarinette)

Solist Petr Michalec (Klarinette)

am Konservatorium in Teplice und anschließend am Prager Konservatorium, das er 2003 erfolgreich abschloss. Er vertiefte seine Ausbildung an der Musikhochschule in Lugano/Schweiz. In den Jahren 2001 bis 2007 arbeitete er im Orchester des F. X. Salda Theaters in Liberec. Seit 2018 ist er Mitglied des Westböhmischen Symphonieorchesters Mariánské Lázně und seit 2020 des Orchesters der Burgwache und Polizei der Tschechischen Republik. Er ist auch kammermusikalisch tätig (Bläsertrio, Trio Anima Pura und Bläserquintett).
Sopranistin Susanne Bernhard

Sopranistin Susanne Bernhard

Susanne Bernhard (Sopran) stammt aus München, erhielt ihre Ausbildung an der HMT in München und wurde als junges Nachwuchstalent von August Everding gefördert. Sie debütierte 1997 als „Susanna“ in Mozarts „Le nozze di Figaro“ im Prinzregententheater München. Direkt im Anschluss an das Studium wurde sie Ensemblemitglied am Opernhaus der Landeshauptstadt Kiel. Sie war als Gast an mehreren Opernhäusern zu hören, beispielsweise an der Oper Frankfurt und der Dresdner Semperoper. Zuletzt debütierte sie mit der Partie der „Leonore“ aus Beethovens „Fidelio“ am Theater Bregenz unter der Leitung von Karsten Januschke, sowie beim Stavanger Symphony Orchestra unter der Leitung von Markus Stenz. Ihre vielfältigen Engagements als Konzertsängerin führten sie zur Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten wie Enoch zu Guttenberg, Thomas Søndergård, Semyon Bychkov, Daniel Harding, Andrew Manze, Markus Poschner, Paavo Järvi, Jukka-Pekka Saraste, Helmuth Rilling und Michael Sanderling. Bernhard ist insbesondere mit Werken von Richard Strauss (z.B. „Vier letzte Lieder“), mit Verdis „Messa da Requiem“, mit Beethovens „Missa solemnis“ und Neunte Symphonie (u. a. Neujahrskonzert Januar 2025 im Audimax Regensburg) bei renommierten Orchestern und Festivals zu Gast. Wiederholte Zusammenarbeit verbindet sie mit der Radiophilharmonie Hannover, dem WDR Sinfonieorchester, dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Münchner Rundfunkorchester, dem OSESP Orchestra São Paulo, sowie dem Royal Liverpool Orchestra.

Bella Adamova (Alt) wurde in Tschetschenien geboren und wuchs in Prag auf, studierte in Köln und London und absolvierte ein Improviationsstudium an der Musikhochschule Basel/Schweiz. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe. Im Duo mit dem deutschen Pianisten Malte Schäfer gewann sie den Internationalen Robert-Schumann-Musikwettbewerb in Zwickau und im Juli 2022 den zweiten Preis beim Kammermusikwettbewerb „Franz Schubert und die Moderne“ in Graz/Österreich. Einen weiteren Wettbewerb konnte die Sängerin 2022 in Hertogenbosch/Niederlande, in der Kategorie Oratorium, gewinnen.

Raman Hasymau (Tenor) erhielt seine Ausbildung in Chorleitung am Konservatorium in Minsk/Weißrussland und widmete sich anschließend dem Studium des klassischen Gesangs. Er setzte seine Studien an der HAMU in Prag fort. Beim Barockfestival in Olmütz sang er die Rollen des Generals Parmenio in Alexandre Magnis „Lacrimae“ und den Giovanni in Tomas Hanzlics „Piraten“. Beim Internationalen Dvorak-Festival in Prag sang er die Titelrolle in „Dimitri“. Seit 2023 ist er Solist der Oper des Mährischen Theater Olmütz, wo er in der Spielzeit 2023/24 die Rollen des Turiddu in „Cavalliera rusticana“ von Mascagni, des Ismael in „Nabucco“ von Verdi und des „Jenik“ in „Die verkaufte Braut“ von Smetana verkörperte. Darüber hinaus trat Haymau in den Philharmonien in München und Hamburg sowie im Berliner Konzerthaus auf. Auslandsauftritte er hatte er zudem in der Schweiz, in Österreich und in Belgien.

Radek Martinec (Bariton) ist Absolvent der Akademie der musischen Künste in Prag. Während seines Studiums absolvierte er ein einjähriges Praktikum an der Frederyk-Chopin-Universität in Warschau. Während seines Studiums wurde er Preisträger mehrerer Wettbewerbe. Er gewann den ersten Preis In der Kategorie Oper beim Internationalen Gesangwettbewerb in Karlovy Vary und den 1. Preis beim Stonavska-Baborka-Vokalensemble-Wettbewerb. Im Jahr 2023 folgte sein Debüt am Nationaltheater Prag in der Rolle des Muezzin in der Dvorak-Oper „Armida“. Er hat mit führenden Dirigenten wie Robert Jindra und Tomas Netobil zusammengearbeitet.

Alena Hron bei der Probenarbeit im Vorfeld der beiden Aufführungen des Mozart-Requiems in Marienbad und Neunburg vorm Wald.

Alena Hron bei der Probenarbeit im Vorfeld der beiden Aufführungen des Mozart-Requiems in Marienbad und Neunburg vorm Wald.


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°RESTKARTENVERKAUF für das Allerseelen-Konzert am Samstag, 2. November ab 18.30 Uhr an der Abendkasse im Foyer der Schwarzachtalhalle: Tickets der Kategorie I (40 €), Kategorie II (35 €) und Kategorie III (30 €). Schüler, Studenten und Auszubildende haben bei Vorlage von Ausweisen an der AK freien Eintritt.
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Kunstherbst2024

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2. November: Allerseelen-Konzert nächstes Musik-Glanzlicht

International besetztes Mozart-Requiem

Der 12. Neunburger Kunstherbst erwartet den nächsten musikalischen Höhepunkt. Am 2. November gastieren das Westböhmische Symphonieorchester und der Čerchovan-Chor aus Marienbad/Taus. Auf dem Programm stehen mit Klarinettenkonzert und Requiem zwei späte Meisterwerke von W. A. Mozart.

Bei der Medienpräsentation des Allerseelen-Konzerts v. li.: KVU Vorsitzender Peter Wunder, Auslandsagentin Katarina Honysová, Tschechien-Kontaktfrau Dana Ettl, stv. Orchesterdirektorin Kamila Cretan, Orchestermanager Jan Mikoláš, Verkaufsleiterin Rosa Schafbauer, 1. Bürgermeister Martin Birner und Kunstherbst-Koordinator Karl Stumpfi. Foto: A. Grassmann

Bei der Medienpräsentation des Allerseelen-Konzerts v. li.: KVU Vorsitzender Peter Wunder, Auslandsagentin Katarina Honysová, Tschechien-Kontaktfrau Dana Ettl, stv. Orchesterdirektorin Kamila Cretan, Orchestermanager Jan Mikoláš, Verkaufsleiterin Rosa Schafbauer, 1. Bürgermeister Martin Birner und Kunstherbst-Koordinator Karl Stumpfi. Foto: A. Grassmann


Zu einem Pressegespräch im Foyer der Schwarzachtalhalle begrüßte der 1. Vorsitzende des Kunstvereins Unverdorben, Peter Wunder, mit der stellvertretenden Direktorin Kamila Cretan, Manager Jan Mikoláš und Auslandsagentin Katarina Honysová drei Orchester-Repräsentanten aus dem Nachbarland Tschechien. Die Stadt Neunburg und die städtische Freizeit GmbH vertraten 1. Bürgermeister Martin Birner und Rosa Schafbauer, zuständig für Kartenvorverkauf und Abendkasse. Das KVU-Team vervollständigten Kunstherbst-Koordinator und 2. Vorsitzender Karl Stumpfi sowie die Tschechien-Kontaktfrau des KVU Dana Ettl. Nach dem erfolgreichen Neunburg-Debüt beim Neujahrskonzert 2024 kommt das Westböhmische Symphonieorchester bereits zum zweiten Mal in die Pfalzgrafenstadt und tritt diesmal sogar als Konzertveranstalter auf. Der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds fördert dieses grenzüberschreitende Musikprojekt mit dem Neunburger Kunstverein als deutschen Kooperationspartner.ZitatAlbert
Der in Mariánské Lázně beheimatete Klangkörper begleitet im Rahmen des sinfonischen Chorkonzerts am „Allerseelen“-Abend den Čerchovan-Chor aus Domažlice, welcher erstmals in Neunburg zu hören sein wird. Dessen musikalischer Leiter ist im Landkreis Schwandorf allerdings kein Unbekannter: Marek Vorlicék ist ehemaliger Dirigent des Oratorienchors Schwandorf nach der Ära Robert Schander.
W. A. Mozart und sein Freund und Klarinetten-Virtuose Anton Stadler

W. A. Mozart und sein Freund und Klarinetten-Virtuose Anton Stadler


Obwohl die beiden Werke im letzten Lebensjahr Mozarts fast unmittelbar hintereinander entstanden waren, werden das Klarinettenkonzert A-Dur KV 622 und das Requiem d-moll KV 626, wie Jan Mikoláš betonte, nur selten gemeinsam aufgeführt. Doch dies lohne sich wegen der Kontraste: Einerseits das letzte vom Meister komponierte, viele positive Gefühle ausstrahlende, Anfang Oktober 1791 fertig gestellte Instrumentalkonzert, andererseits die dem Jenseitigen zugewandte Totenmesse. Um den Kompositionsauftrag für das Requiem ranken sich bis heute zahlreiche Mythen. Noch vor dessen Vollendung starb Mozart am 5. Dezember 1791 in Wien. In den vorbereiteten Notenblättern zur Partitur-Niederschrift hatte er bereits die Jahreszahl 1792 eingetragen. Sein Schüler Franz Xaver Süßmayr rekonstruierte auf Bitte der Witwe Konstanze Mozart anhand des Skizzenmaterials die noch unvertonten Sätze Offertorium, Sanctus, Benedictus, Agnus Dei und Communio.
Letzte Requiem-Partiturseite mit der Handschrift Mozarts, der noch die ersten Takte des "Lacrimosa" notierte.

Letzte Requiem-Partiturseite mit der Handschrift Mozarts, der noch die ersten Takte des „Lacrimosa“ notierte.


Das Instrumentalkonzert hatte der Meister seinem Freund, dem Star-Klarinettisten Anton Stadler „auf den Leib geschneidert“. Am 16. Oktober 1791 übernahm er die Uraufführung in Anwesenheit des Komponisten. Berühmt wurde das Klarinettenkonzert durch den zweiten Satz „Adagio“, der es sogar zum Film-Soundtrack gebracht hat. („Jenseits von Afrika“). Den Solopart in der Neunburger Aufführung spielt Petr Michalec, seit 2018 Mitglied des Westböhmischen Orchesters. Am Pult steht Jan Mikolás. Den Taktstock übernimmt nach der Pause die tschechische Nachwuchsdirigentin Alena Hron. Gesangsolisten im Requiem sind Susanne Bernhard (Sopran), die bei den Berliner Philharmonikern unter Daniel Barenboim ihr Debüt gegeben hatte. Mezzosopranistin Bella Adamova wurde in Tschetschenien geboren, studierte in London und Köln. Sie gewann mehrere Internationale Gesangwettbewerbe. Tenor Raman Hasymau erhielt seine Ausbildung am Konservatorium in Minsk, studierte in Prag und ist seit 2023 im Ensemble des Mährischen Theater Olmütz engagiert. Bariton Radek Martinec ist Absolvent der Akademie für musischen Künste in Prag und debütierte 2023 auf der Bühne des Prager Nationaltheaters.
°Der Beginn des Konzertabends am Samstag, 2. November wurde in Absprache mit Pfarrer Stefan Wagner auf 19.30 Uhr festgesetzt, um Teilnehmern an der Allerseelen-Lichterprozession den Konzertbesuch zu ermöglichen.
°Eintrittskarten für 30, 35 und 40 Euro sind im Vorverkauf erhältlich unter eMail schafbauerrosa@gmail.com, Telefon (09672) 3435 oder Büro- und Pressezentrum, Hauptstraße 50. Die Abendkasse öffnet um 18.30 Uhr im Hallenfoyer. Gegen Vorlage von Ausweisen haben Studenten, Schüler und Auszubildende freien Eintritt!
Internet-Werbung für das Neunburger Konzert des Westböhmischen Symphonieorchesters.

Internet-Werbung für das Neunburger Konzert des Westböhmischen Symphonieorchesters.

GASTIERENDE ENSEMBLES AUS TSCHECHIEN

Der gemischte Chor Čerchovan ist seit seiner Gründung im Jahr 1901 ununterbrochen in Domažlice tätig. Zurzeit besteht er aus über 50 Sängerinnen und Sängern. Marek Vorlicek ist seit 1997 sein Leiter. Čerchovan beschäftigt sich hauptsächlich mit geistlicher Musik, schreckt aber auch vor stilisierter mittelalterlicher Musik, Spirituals oder Opern nicht zurück. Zum Repertoire gehören natürlich auch Chorarrangements von Volksliedern. Bei der Aufführung vokal-instrumentaler Werke arbeitet der Chor mit verschiedenen Orchestern und professionellen Solisten zusammen. Der Chor ist auch mehrmals mit der Pilsner Philharmonie aufgetreten und wurde in den letzten Jahren regelmäßig zur Zusammenarbeit mit dem Westböhmischen Symphonieorchester in Marienbad eingeladen.ChorCerchovanTaus1
Westböhmisches Symphonieorchester: Im wunderschönen Marienbad (Mariánské Lázně), mitten im Herzen Europas, hat das älteste Sinfonieorchester der Tschechischen Republik – das Westböhmische Sinfonieorchester (WSO) – seinen Sitz. Seit dem Gründungsjahr 1821 hat dieses beständige Musikensemble vielfache Veränderungen erfahren. Musiker und viele Dirigenten brachten Neuerungen mit sich. Der ganzjährige Orchesterbetrieb besteht aus Abonnement-Sinfoniekonzerten, aus regelmäßigen Konzerten auf der Kolonnade während der Sommerkursaison und Konzerten außerhalb Marienbads in den Städten des Kreises Karlsbad und im benachbarten Deutschland. Traditionell pflegt das WSO auch Zusammenarbeit mit einigen Musikhochschulen wie in Prag, Weimar, Nürnberg und Zürich in Form von Dirigentenkursen. Besonderen Wert legt das Orchester auch auf Aufführungen für Schulen sowie Kinder-Konzerte. Mit dem WSO musizieren regelmäßig bekannte tschechische und ausländische Solisten und Chöre. In seiner 50-jährigen Tradition ist das Orchester mit dem renommierten Chopin-Festival eng verbunden.Westboehmische
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MEDIEN-ECHO

PR Bericht im „Schwarzachtal-Anzeiger“ v. 19. September 2024 als PDF-Datei:AllerseelenRequiem
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