Veranstalter Alois Feldmeier hat den für Freitag, 22. Oktober in der Alten Seilerei geplanten Kleinkunst-Abend mit dem fränkischen Liedermacher Martin Rohn abgesagt. Die Veranstaltung wird deshalb ersatzlos aus dem Neunburger Kunstherbst-Programm gestrichen. Der Kunstverein Unverdorben bittet um Kenntnisnahme und Verständnis für die Terminabsage!
🔴 ACHTUNG, VERANSTALTUNG ABGESAGT‼️Das Gastspiel von Martin Rohn fällt aus
Musik & Kulinarik setzt nächsten Kunstherbst-AkzentDie Lieblingslieder einer Chansonette
Auf diesen Abend hatten die (Musik)Genießer lange warten müssen: Das musikalisch-kulinarische Event „Chansons für Feinschmecker“ mit Anja Killermann & Toby Mayerl stand schon auf dem Programm des Neunburger Kunstherbstes 2020, sollte Mitte April nachgeholt werden und am 15. Oktober war es in der Schwarzachtalhalle endlich so weit…

Mit deutschen Chansons und Filmschlagern der 20er und 30er Jahre gelang es dem Duo Anja Killermann & Toby Mayerl, den Funken aufs Publikum überspringen zu lassen.
FAIBLE FÜR „AUSTRIA-CHANSONS“
Anja Killermann – ihre ersten Bühnenerfahrungen sammelte sie im Oberviechtacher Schultheater – hat sich schon seit langem als Liebhaberin des deutschsprachigen Chansons und Filmschlagers geoutet. Dabei zeigt sie auch eine Affinität zur österreichischen Spielart des Schwarzen Humors. Als Einstieg wählte sie ganz bewusst den ersten Teil einer frivol-satirischen „Trilogie“ mit dem Titel „Der Nowak lässt mich nicht verkommen“. Sie erlangte einen besonderen Bekanntheitsgrad im reichen, über 500 Chansons umfassenden Schaffens des Komponisten, Pianisten und Autors Hugo Wiener (1904 – 1993). Im Jahr 1954 veröffentlicht, musste diese Fassung in Deutschland später mit dem Vermerk versehen werden: „Achtung! Verkauf an Jugendliche verboten!“
Georg Kreisler (1922 – 2011) stand stilistisch in der Tradition des singenden Klavierhumoristen, der sich zu eigenkomponierten Liedern selbst begleitet. Seit Mitte der 1950er Jahre wurde er im deutschen Sprachraum durch Lieder wie „Der Tod, das muss ein Wiener sein“ populär. Mit seinem schwarzen, tiefsinnigen Humor und Sprachwitz hat Kreisler das musikalische deutschsprachige Kabarett seiner Zeit als Interpret und Verfasser eigener Werke stark beeinflusst.
Als virtuoser Meister der Sprache, Mimik und Gestik schlüpfte Georg Kreisler in dutzende verschiedene Sprachmasken, mal als verführerischer Frauenmörder oder als gewalttätiger Kapitalist. Als er dann auch noch das Wienerlied makaber parodierte, fiel Kreisler als „Nestbeschmutzer“ bei seinen Landsleuten in Ungnade. Für die Killermann eine Steilvorlage, sich mehrmals am „Kreisler-Buffet“ zu bedienen und dabei durfte „Gemma Tauben vergiften“ natürlich nicht fehlen…
HOMMAGE AN HILDEGARD KNEF
Den so genannten Deutschen Schlager möchte die Sängerin nicht despektierlich behandelt sehen. Namentlich die Filmmusik der 20er- und 30er Jahren, geprägt von genialen Songschreibern wie Friedrich Hollaender, Theo Mackeben, Walter Kollo und Michael Jary, gilt heutzutage als Fabrik für Evergreens. Anja Killermann wandelte so in den Spuren von Marlene Dietrich und Zarah Leander, interpretierte in ihrem ureigenen, unverwechselbaren Stil die Erfolgstitel „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ aus dem „Blauen Engel“ (1929), „Kann denn Liebe Sünde sein“ aus dem „Blaufuchs“ (1938) und „Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da“ aus „Tanz auf dem Vulkan“ (1938). Dazu passten weitere Highlights aus der Goldenen Ära Berliner Revue- und Tanzmusik wie „Solang die Hose nicht am Kronleuchter hängt“. Die persönliche Favoritin der Chansonette Killermann ist und bleibt Hildegard Knef. Die berühmte deutsche Schauspielerin und Chanson-Sängerin hätte 2021 den 95. Geburtstag feiern können. Mit dem Knef-Titel „In dieser Stadt, da kenn‘ ich mich aus“ schloss sich der Kreis an diesem rundum gelungenen Gourmet-Abend. Als Altendorferin kennt Anja Killermann die Pfalzgrafenstadt Neunburg vorm Wald in- und auswendig…
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KULINARISCHE GENÜSSE
Aus der Restaurantküche „Esszimmer“ wurde serviert: Sellerie-Schaum-Süppchen * Tranchen vom Oberpfälzer Jungschwein mit Kürbis-Risotto * Ricotta-Gnocchi mit gegrillter Paprika, Rispentomaten und Rucola * Créme brulée von der Orange mit Macadamia-Eiscreme
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Vorsitzender Peter Wunder dankte dem Esszimmer-Küchenteam mit seinen Chefs Martin Pongratz und Matthias Bartcyk am Ende eines sinnenfrohen Abends. Fotos: Maria Wunder / Karl Stumpfi
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MEDIEN-ECHO
Bericht in der Zeitung „Der Neue Tag“, Ausgabe SAD, vom 22. Oktober 2021 als JPG-Datei:
Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung, Ausgabe SAD, vom 21. Oktober 2021, als JPG-Datei:
„Wunderbares Team und Publikum“Grüße der Königgrätzer Philharmoniker

Mitglieder der KVU-Vorstandschaft empfingen am Nachmittag des 2. Oktober die Gäste der Filharmonie Hradec Králové im Foyer der Schwarzachtalhalle.
Poděkování Neunburg…srdečně vás zdravíme z Filharmonie Hradec Králové. Rádi bychom vám touto cestou poděkovali za skvělou organizaci koncertu, za vstřícné jednání, výborné jídlo a rodinnou péči. Bylo nám velkým potěšením zahrát si ve vašem sále a setkat se s báječným kolektivem a publikem.
Pokud budete mít cestu do Čech, rádi vás přivítáme u nás na koncertě, či návštěvě. Podívejte se na náš program www.fhk.cz a neváhejte se kdykoli ozvat.
Budeme se těšit na další spolupráci.
Se vřelým pozd celý kolektiv Filharmonie Hradec Králové
Wir grüßen Sie herzlich von der Philharmonie Hradec Králové. Wir möchten uns an dieser Stelle für die tolle Organisation des Konzerts, für die hilfsbereite Art, das hervorragende Essen und die familiäre Betreuung bedanken. Es war uns eine große Freude, in Ihrem Saal zu spielen und ein wunderbares Team und Publikum zu treffen.
Wenn Sie eine Reise nach Tschechien unternehmen, begrüßen wir Sie gerne bei einem Konzert oder Besuch. Schauen Sie sich unser Programm www.fhk.cz an und zögern Sie nicht, uns jederzeit zu kontaktieren. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit! Mit freundlichen GrüßenUnterzeichnet von Intendant Dr. Václav Derner und Magister Tereza Fabiánková.

Just One More „live“ in der Alten SeilereiMusik-Mix mit Blues, Rock, Jazz und Pop
ACHTUNG! Es gilt die 2G- / 3Gplus-Regel. Kontrolliert werden beim Einlass: Impfnachweis, Genesenzertifikat und ein 48 Stunden gültiger PCR-Test-Beleg. Keine Maskenpflicht und kein Mindestabstand im Lokal!
Personalisierte Anmeldung ist notwendig unter eMail www.kontakt@feldmeier-vm.de oder Telefon 09434/3672 / Mobil 0173 9560092.
Erstklassiges Orchester und ein brillanter Virtuose„Slowakei-Paganini“ begeistert Klassik-Fans

Der slowakische Geiger Milan Pal’a brillierte als Solist des Beethoven-Violinkonzerts, begleitet von den Königgrätzer Philharmonikern unter Dirigent Andreas Sebastian Weiser. Fotos: Stephan Wunder
„Sie haben es alle gehört, der Kunstverein spielt jetzt in einer anderen Liga!“ Mit diesem sportiven Vergleich hatte der 1. Vorsitzende des Kunstvereins Unverdorben Peter Wunder, noch in den tosenden Beifallsorkan hinein, das soeben verklungene Beethoven-Konzert belegt – und er hatte nicht zu hoch gegriffen. „Das war ein wunderbarer Abend“, hörte man Gäste der Klassik-Gala ’21 auf dem Nachhauseweg schwärmen. Immer noch hingerissen von einem Klangerlebnis als Resultat bestechend präziser Orchesterarbeit und genuiner böhmischer Musizierfreude.
Dirigent Andreas Sebastian Weiser
spornte die Königgrätzer Philharmoniker in Beethovens Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92 zu einer nahe an Perfektion grenzenden Ensembleleistung an: Streicher und Holzbläser bereiten schon in den Eingangstakten „poco sostenuto“ den Boden für das rhythmische Spektakel , welches im Allegretto phasenweise abbremst und im furios dahinwirbelnden Presto nun auch die Blechbläser mächtig auftrumpfen lässt. „Con brio“ mündet der Finalsatz in eine überschäumende, mitreißende Tanz-Ekstase.Spontane Bravo-Rufe auch nach der leidenschaftlichen Interpretation des einzigen Beethoven-Violinkonzerts D-Dur op. 61 durch den „slowakischen Paganini“ Milan Pal’a. Die Parforcejagden in den Kadenzen von Guillou und Pal’a mit spieltechnisch horrenden Schwierigkeitsgraden gerieten sowohl für den Solisten als auch fürs Instrument buchstäblich zur Zerreißprobe. Ein Spiel in einer anderen Liga eben…Nach dem langen Orchester-Lockdown hat sich die „Klassik-Hochburg“ Neunburg mit diesem Sinfoniekonzert eindrucksvoll zurückgemeldet. Und die „Beethoven-Nacht“ macht Appetit auf mehr. Alle freuen sich jetzt auf das Neunburger Neujahrskonzert am Samstag, 15. Januar, 18 Uhr, mit Gesangsolisten und der Vogtland-Philharmonie in der Schwarzachtalhalle!

Die „Apotheose des Tanzes“, Beethovens 7. Symphonie A-Dur op. 92, wurde dank der großartig disponierten Königgrätzer Philharmoniker unter Leitung von Dirigent Andreas ebastian Weiser in der Schwarzachtalhalle zu einem grandiosen Hörerlebnis. Foto: Karl Stumpfi

Dr. Karel Rechlik (2 v. re. mit Gattin) war aus Brünn zur Beethoven-Nacht angereist. Er hatte dem KVU das Gastkonzert der Königgrätzer Philharmoniker vermittelt. Foto: Stephan Wunder

Vor der Klassik-Gala: Konzertbesucher aus München, unter ihnen Komponist und Dirigent Anton Zapf (im Gespräch mit Dr. Vaclav Derner, Direktor der Königgrätzer Philharmoniker) Foto: Karl Stumpfi
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NEUNBURGER BEETHOVEN-SYMPHONIEN-ZYKLUS
In der im Juli 2012 eröffneten Schwarzachtalhalle Neunburg vorm Wald wurden bis dato vier der insgesamt neuen Symphonien Ludwig van Beethovens von verschiedenen Orchestern aufgeführt:
Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21 am Samstag, 10. September 2012 mit dem Ostbayerischen Jugendorchester unter Leitung von Dirigent Hermann Seitz.
Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125 mit Schlusschor „An die Freude“ am Samstag, 26. Oktober 2013 mit Chor und Orchester der Chorphilharmonie Regensburg und dem Kammerchor Kobe (Japan) unter Leitung von Dirigent Horst Frohn.
Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68 „Pastorale“ am Freitag, 26. April 2014 mit der Thüringen Philharmonie Gotha unter Leitung von Dirigent Juri Lebedew.
Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92 am Samstag, 2. Oktober 2021 mit der Filharmonie Hradec Králové (Königgrätz), Tschechien, unter Leitung von Dirigent Andreas Sebastian Weiser.
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MEDIEN-ECHO
Bericht in der Zeitung „Der Neue Tag“ v. 7. 10. 2021 als JPG-Datei: 
Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung, Ausgabe SAD, v. Dienstag, 6. Oktober als JPG-Datei:

AHOJ ’21-Kunstausstellung geöffnet
Die Internationale Ausstellung AHOJ 21 im Rahmen des Neunburger Kunstherbstes ist heute, Sonntag, 26. September, in der Zeit von 14 bis 16 Uhr, geöffnet. Die Kunstwerke können in der Alten Fronfeste und im Pfarrsaal St. Georg, Im Berg, sowie in der Spitalkirche, Hauptstraße, besichtigt werden. Eingewiesene KVU-Mitglieder führen die Aufsicht. 3G-Regel bitte beachten, Schutzmaske mitbringen!
Konzert endet in einem „Taumel der Ekstase“, aber:Es beginnt mit vier leisen Paukenschlägen…

Zur „Nachfeier“ des 250. Geburtstags Ludwig van Beethovens am 2. Oktober bringen die Königgrätzer Philharmoniker zwei Werke mit, die im reichhaltigen Schaffen des Meisters sozusagen ein Alleinstellungsmerkmal tragen. Das Violinkonzert, Opus 61, blieb die einzige Auseinandersetzung Beethovens mit dieser Kategorie orchestraler Musik – und gilt bis heute als edelstes und bedeutendstes Werk seiner Gattung. Rätselhaft beginnt es mit vier pulsierenden, leisen Paukenschlägen, bevor in den Holzbläsern eine choralartige Melodie einsetzt. Und die siebte Symphonie, Opus 92, wird von einem alles beherrschenden Element geprägt – dem Rhythmus! Sie sei, wie es Richard Wagner formulierte, die „Apotheose des Tanzes“. Nachfolgend ein kurzer Abriss der Entstehungsgeschichte und Werkanalyse dieser beiden Beethoven-Meisterstücke.
GEIGE UND ORCHESTER IM DIALOG
Sein einziges Violinkonzert komponierte Beethoven in wenigen Wochen zwischen November und Dezember 1806. Auf dem Höhepunkt seiner gestalterischen Kraft waren zuvor die vierte Symphonie, das vierte Klavierkonzert, die Sonate „Appassionata“ und das Tripelkonzert entstanden. Als „Vorstudien“ kann man die beiden 1802/03 geschriebenen Romanzen für Violine und Orchester betrachten. Der Pianist Beethoven hatte sich intensiv in den Charakter des Streichinstrumentes eingefühlt. Er spürte genau auch den Gegensatz eines Geigenkonzertes zu dem eines Konzertes für Klavier und Orchester. Hier bleibt das Tasteninstrument aufgrund seines natürlichen Klanges selbständig – es tritt dem von Streichern und Bläsern gebildeten Orchesterklang kontrastierend gegenüber. Die Geige hingegen steht von Natur aus dem Orchester näher. Sie gelangt weniger in einen konzertierenden Wettbewerb mit ihm als zu einem gemeinsam geführten Dialog. Das Solo-Instrument ist in den sinfonischen Verlauf des Ganzen völlig eingebunden. Diese organische Struktur verlangt vom Solisten, dass er weit über Technik und individuellen Ausdruck hinaus in die Form, die Substanz, den geistigen Gehalt des Werkes einzudringen vermag. Gelingt dies, dann strahlen Größe und Tiefe dieses Violinkonzertes auf die seiner würdigen Interpreten zurück.
Der erste Satz (Allegro ma non troppo) beginnt mit dem besagten rhythmischen Paukenmotiv, dem ein kantables Holzbläsermotiv folgt. Etwas Mysteriöses haftet der gesamten Orchestereinleitung an: mit ihrem An- und Abschwellen zwischen dramatischen Ausbrüchen und lyrischen Klängen erzeugt sie eine erwartungvolle Spannung vor dem ersten Soloeinsatz der Violine. Voller Eleganz und Anmut schwingt sie sich zu manchem Höhenflug empor. Die Möglichkeit, Virtuosität unter Beweis zu stellen, besteht insbesondere bei den Kadenzen, also jenen solistischen Improvisationen gegen Ende eines Satzes. Vom Komponisten sind keine Kadenzen zu seinem Violinkonzert überliefert. Nur für eine spätere Fassung als Klavierkonzert, Opus 61b, hat Beethoven Kadenzen geschrieben. Bei vielen bekannten Einspielungen auf Tonträgern hört man an dieser Stelle von den jeweiligen Interpreten ausgewählte Kadenzen, zum Beispiel die des berühmten Geigenvirtuosen Fritz Kreisler.
Bei der Neunburger Aufführung des Beethoven-Violinkonzerts werden übrigens sehr „moderne“ Geigenklänge die Partitur infiltrieren. Denn Solist Milan Pal’a verwendet in den ersten beiden Sätzen zeitgenössische Kadenzen des französischen Komponisten Jean Guillou und im dritten Satz eine eigene „Pal’a-Kadenz“!
Im zweiten Satz (Larghetto) beweist das Solo-Instrument mit weit gespannten Bögen abermals ihre lyrisch-melodischen Fähigkeiten. Der gesamte langsame Mittelsatz verströmt zarten, romantischen Duft. Die Melodie wird zuerst von den Streichern, später den Hörnern und Klarinetten vorgetragen, anmutig umspielt von der Solovioline. Eine Kadenz leitet unvermittelt zum dritten Satz (Rondo) über. Die Violine bringt zweimal das nach Art der Jagdmusiken rhythmisierte Thema, das dann vom ganzen Orchester jubelnd aufgegriffen und wiederholt wird. Dieses finale Rondo präsentiert sich als das glanzvolle Schlussstück und die Krönung des Konzerts: heiter, fast ausgelassen fröhlich in der Stimmung, farbig und brillant in der Orchesterbehandlung und besonders des Solo-Instruments, das in spielerischen Läufen glitzernd, das Violinkonzert Opus 61 zu einem temperamentvoll-strahlenden Abschluss führt.
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Milan Pal’a spielt Beethovens Violinkonzert (1.Satz) – Link zu youtube
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Die Uraufführung von Beethovens Symphonie Nr. 7 A-Dur fand am 8. Dezember 1813 statt – sechs Wochen nach der Volkerschlacht von Leipzig, die Napoleons Untergang einleitete. Im Gegensatz zur Symphonie Nr. 6 „Pastorale“ verfolgt Opus 92 keine programmatische Absicht, obwohl man darin Anspielungen auf politische Ereignisse heraushören könnte: Kollektives Gefühl eines gemeinsam errungenen Sieges, als ob die ganze Menschheit in Bewegung gerate und vor Freude miteinander zu tanzen beginne. Es kristallisiert sich ein punktierter und damit tänzerischer Rhythmus heraus, der nicht nur den gesamten ersten Satz prägen, sondern auch Keimzelle aller weiteren Motive der ganzen Sinfonie sein wird. Nie vorher oder nachher hat Beethoven eine Musik geschrieben, die so ausschließlich von einem prägnanten, mit geringfügigen Abwandlungen unablässig wiederholten rhythmischen Grundmotiv beherrscht wird.
Den zweiten Satz könnte man als Pavane oder einen anderen Schreittanz aus alten Zeiten empfinden. Nach einem fahlen a-moll-Akkord setzt geheimnisvoll in den Bässen das Allegretto ein. In allmählichem Crescendo erhebt sich der Hauptteil dieses geballten, in der Stimmung höchst intensiven Satzes. Das Schreiten steigert sich im strahlenden Glanz des vollen Orchesters, um dann wieder in die Anfangstimmung abzugleiten. Dann folgt eine zarte Dur-Melodie wie ein Intermezzo. Diese Idylle wird aber hart unterbrochen. Das erste Thema, nunmehr herb und kämpferisch, beherrscht den weiteren Verlauf des Satzes, der wie begonnen mit einem geheimnisvollen Bläserakkord verklingt. Auf einen ähnlichen Kontrast ist auch der dritte Satz (Presto) aufgebaut: Neben dem sprühend lebhaften, wirbelnden Scherzo steht die besinnliche Ruhe der Trio-Melodie (die angeblich auf ein österreichisches Wallfahrtslied zurückgehen soll). Der Schlusssatz (Allegro con brio) trumpft vital auf, bringt ein schmetterndes Nebenthema und ist von einer überschäumenden Lebensfreude getragen. Das Finale erreicht in seiner fulminanten Schlusssteigerung einen Taumel der Ekstase. Und wieder tritt der Rhythmus entfesselt in Aktion und entfacht einen wahren Wirbelsturm von mitreissender Tanzbewegung. Beethoven-Biograf Walter Rietzler hat die Siebte einen „Sieg der Symphonie über die Alleinherrschaft des Rhythmus“ genannt.
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Symphonie Nr. 7 A-Dur, 3. Satz (Presto) – Link zu youtube
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°Es gibt noch TICKETS für die Beethoven-Nacht am 2. Oktober, 20 Uhr, in der Schwarzachtalhalle mit den Königgrätzer Philharmonikern unter Leitung von Andreas Sebastian Weiser und Solist Milan Pal’a (Violine) bei den Neunburger Stadtwerken: Telefon (09672) 9208514 oder eMail: schwarzachtalhalle@stadtwerke-neunburg.de ES GILT DIE 3G-REGEL!
Beethoven-Nacht mit Milan Pal’a und den KöniggrätzernViolinkonzert und die „Siebte“ im Paket

Der slowakische Geiger Milan Pal’a (Jg. 1982) spielt am 2. Oktober den Solopart in Beethovens einzigem Violinkonzert.

Milan Pal’a (Jg. 1982) übernimmt den Solopart im Violinkonzert D-Dur op. 61 mit zeitgenössischen Solo-Kadenzen von Jean Guillou und Milan Pal’a. Während seines Studiums am Konservatorium J.L. Bellu in Banska Bystrica gewann er zahlreiche Preise und erlangte internationale Aufmerksamkeit bei europäischen Wettbewerben wie dem Concourse Moderne in Riga, dem Anglo-Czecho-Slovak Trust in London, dem Leoš Janáček International Competition in Brno und unter anderem beim Bohuslav-Martinu-Wettbewerb. Der Geiger setzte sein Studium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien und der Janáček Academy of Performing Arts in Brünn fort, wobei er immer mehr zu einer Kombination von Violinschulen neigte. In einer Privatklasse bei Semyon Yaroshevich lernte er die legendäre russische Schule von David Oistrach kennen, doch eine enge Beziehung und kreative Zusammenarbeit mit dem legendären französischen Komponisten und Organisten Jean Guillou veranlasste ihn, sich mehr und mehr auf die Elemente der französischen Moderne zu konzentrieren. Während dieser Zeit besuchte Milan Pal’a regelmäßig die internationalen Meisterkurse von Vladimir Spivakov in Zürich.
Heute ist der 39-Jährige ein prominenter und gefeierter Geiger, und Experten ordnen ihn längst der Elite der jungen Künstlergeneration zu
. Als Solist hat er mit dem National Radio Symphony Orchestra Kiew, der Kioi Sinfonietta Tokyo, dem Prager Symphonieorchester, dem Sankt Petersburger Philharmonischen Kongressorchester, der Sankt Petersburger Philharmonie zusammengearbeitet; St. Petersburg State, Capella Symphony Orchestra, Brünner Philharmonie, Altenburg-Gera Orchestra, Slowakische Philharmonie, Slowakisches Radio Symphony Orchestra und andere. Er arbeitete auch mit Dirigenten wie Theodor Guschlbauer, Howard Arman, Alexander Cernusenko, Leos Svarovsky, Mario Kosik, Aleksandar Markovic, Andreas Sebastian Weiser, Ondrej Vrabec, Ondrej Olos, David Svec, Peter Gribanov und anderen zusammen.Die Diskographie von Milan Pal’a besteht aus über zwanzig Aufnahmen.
Eines davon ist ein einzigartiges und unübertroffenes Projekt; eine Anthologie slowakischer Werke für Solovioline, die 2009 mit dem Ľudovít Rajter-Preis ausgezeichnet wurde. Pal’a ist einer von nur zwei jungen Interpreten der slowakischen Musik, die diesen Preis erhalten haben, den er nicht nur für seine außergewöhnlichen darstellerischen Fähigkeiten, sondern auch für seinen einzigartigen Zugang zur slowakischen Musik erhielt. 2014 gewann er den Kunstpreis des Kulturministeriums und der Tatra Banka Foundation. Einige der außergewöhnlichen Qualitäten von Milan Pal’a sind in der Dokumentation des Tschechischen Fernsehens von 2012 zu sehen, die sich auf das Leben der besten jungen tschechischen klassischen Musiker konzentriert.
ORCHESTER-TRADITION SEIT 1887
Im zweiten Teil des Gala-Konzerts am 2. Oktober erklingt die Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92. Beethoven nannte sie „das Beste meiner Werke“ und Richard Wagner rühmte Beethovens Siebte als die „Apotheose des Tanzes“. Auf Einladung des Neunburger Kunstvereins gastiert erstmals das tschechische Traditionsorchester Filharmonie Hradec Králové (Philharmonie Königgrätz). Am Pult steht Maestro Andreas Sebastian Weiser. Er war Chefdirigent dieses Orchesters in den Jahren 2012 bis 2018, bevor er an die Prager Staatsoper wechselte. Im Jahr 1978 unter dem Namen „Hradec Králové City Orchestra“ gegründet, wurde es ein Jahr später in „Hradec Králové Symphony Orchestra“ und 1987 in „Hradec Králové State Symphony Orchestra“ umbenannt. Seit der Gründung der Tschechischen Republik (1. Januar 1993) heißt das Orchester Philharmonie Hradec Králové, was eine historische Kontinuität ausdrückt, die sich von der Sokol-Philharmonie in Hradec Králové (1921 bs 1965) bis zur seit dem Jahr 1887 in der Stadt Königgrätz tätigen Philharmonischen Einheit erstreckt .
Eine bedeutende künstlerische Periode dieses Klangkörpers ist mit dem Namen von Prof. František Vajnar verbunden, der von 1991 bis 2001 ununterbrochen als Chefdirigent mit dem Orchester zusammenarbeitete, bis er zum Ehrenchef des Ensembles ernannt wurde. In den Jahren 2001 bis 2012 war Ondřej Kukal Chefdirigent des Ensembles tätig, von 2012 bis 2018 war Andreas Sebastian Weiser der künstlerische Leiter.
Er bekam bereits als Kind Klavier-, Cello- und später ebenfalls Dirigierunterricht und war Mitglied der Stuttgarter Hymnus Chorknaben. Beim ersten internationalen «Arturo Toscanini Dirigier-Wettbewerb» in Italien 1985 gehörte er zu den Finalisten. In der Saison 1987/1988 absolvierte er ein Meisterstudium bei Václav Neumann, dem Chefdirigenten der Tschechischen Philharmonie. 1990 wurde Weiser zum Chefdirigenten der Jenaer Philharmoniker gewählt. In den Folgejahren arbeitete Andreas Weiser mit bedeutenden europäischen Klangkörpern und Solisten zusammen, unter anderen mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Münchner Rundfunkorchester, dem Luzerner Sinfonieorchester, dem Berner Sinfonieorchester, dem MDR Sinfonieorchester und gastiert an der Opéra de Lille, der Opéra de Nice, dem Staatstheater Kassel und der Staatsoper Prag. Seine CD-Einspielungen mit dem Tschechischen philharmonischen Kammerorchester erschienen bei Artesmon. Im Jahre 2009 dirigierte Weiser das Qatar Philharmonic Orchestra bei seinem Auslands-Debut in Washington D.C., zudem studierte er im Rahmen des Castleton Musikfestivals in den USA Brittens Oper «The Turn of the Screw» ein. Sein Nachfolger als Chefdirigent bei der FHK ist seit der Spielzeit
2018/2019 der prominente Schweizer Dirigent Kaspar Zehnder.

Dirigent Andreas Sebastian Weiser (li.) und Dr. Vaclav Derner, Intendant der Königgrätzer Philharmoniker, besichtigten am 7. Juli die Schwarzachtalhalle im Hinblick auf die Klassik-Gala 2021. Foto: Karl Stumpfi
Das FHK ist auf den Bühnen der großen europäischen Konzertsäle aufgetreten (Großer Musikvereinssaal Wien, Gewandhaus Leipzig, Victoria Hall Genf, Queen Elizabeth Hall Antwerpen, Tonhalle Düsseldorf, Neue Flora Hamburg, KKL Luzern etc.) in Belgien, Frankreich, Italien, Deutschland, den Niederlanden, Polen, Österreich, Spanien und Murten, Schweiz. Ausgewählte Konzerte werden vom Tschechischen Fernsehen, Television Noe und dem Tschechischen Rundfunk übertragen. Die erreichte interpretatorische Qualität des Orchesters wird durch zahlreiche CD-Aufnahmen für in- und ausländische Gesellschaften oder für den Tschechischen Rundfunk dokumentiert. Das FHK tritt bei bedeutenden Festivals auf (Prager Frühling, Smetanas Litomyšl, Janáčeks Hukvaldy, Český Krumlov usw.).
Seit 2005 organisiert das HK in Zusammenarbeit mit dem Tschechischen Rundfunk Vltava ein einzigartiges Festival – das Musikforum Hradec Králové – in dem tschechische Uraufführungen von Werken von Schnittke, Penderecký, Henze, Kančeli, Gubajdulina, Corigliano, Tan Dun, Pärt u. a. stattfanden. Alle Konzerte des Musikforums werden regelmäßig vom Tschechischen Radio Moldau live übertragen. Das Philharmonische Orchester Hradec Králové spricht seit langem ein jüngeres Publikum an, verwebt musikalische Genres und bietet Crossover-Konzerte.
Der Neunburger Kunstverein setzt den 2012 in der Schwarzachtalhalle begonnenen Zyklus aller neun Beethoven-Symphonien fort. Hier wurden bereits die 1., 6. und 9. Symphonie aufgeführt. Zur Reaktivierung der infolge Corona unterbrochenen bzw. stark eingeschränkten grenzüberschreitenden Kulturbeziehungen wird dieses Klassik-Konzert vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds Prag, vom Sonderfonds des Bundes für Kultur-Veranstaltungen und vom Bezirk Oberpfalz gefördert.
°Eintrittskarten zu 40 € / 35 € / 40 € – Abendkasse am 2. Oktober ab 19 Uhr im Foyer der Schwarzachtalhalle
Es gilt die 3G-Regel, Schutzmasken können auf dem Sitzplatz abgenommen werden!
Das Konzert beginnt um 20 Uhr mit einem Grußwort des 1. Vorsitzenden Peter Wunder, Kunstverein Unverdorben e. V., anschließend Beethovens Violinkonzert. Lüftungs- und Umbaupause von ca. 20.50 bis 21 Uhr, das Publikum bleibt auf den Plätzen. Nach der Pause Beethovens 7. Symphonie. Ende des Konzerts ca. 22 Uhr.
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MEDIEN-ECHO
Konzertvorschau in der Tageszeitung „Der Neue Tag“, Ausgabe SAD, vom 1. Oktober 2021 als JPG-Datei:
Konzertvorschau in der Chamer Zeitung vom 30. September 2021 als JPG-Datei: 

Platzkonzert mit dem Reservistenmusikzug OberpfalzDen Kunstherbst ’21 musikalisch eingeläutet

Der Reservistenmusikzug Oberpfalz in großer Besetzung bei seinem Neunburg-Debüt am Sonntagnachmittag im Burghof. Fotos: Karl Stumpfi
„Mit vereinten Kräften“, einem Marsch aus Südtirol, stieg das von Thomas Prechtl dirigierte Blasorchester schwungvoll in das Programm ein. Gut aufgelegt, schlagfertig und humorvoll erläuterten Anton Lottner und Christian Ziegler in „Doppelconference“ die nachfolgenden Musiktitel, darunter den „Marsch der Medici“ von Johan Wichers, drei Sätze aus der „Theatre Music“ von Philip Sparke, die Serenade op. 22 von Derek Bourgoeois und einen russischen Marsch. Eine weitere Steigerung schien kaum mehr möglich, doch mit dem neuen Arrangement für Blasorchester eines Musical-Klassikers legte der Oberpfälzer Reservistenmusikzug noch eine Schippe drauf: Leonard Bernsteins „Westside Story“ wirbelte klanglich – und allesamt mitreißend – über die Neunburger Festspielbühne! Die Ohrwürmer „I feel pretty“, „Somewhere“, „Maria“, „Tonight“ und „America“ stimulierten Zuhörerinnen und Zuhörer zu einer wahren Schlussapplaus-Orgie. Nach Dankesworten des KVU-Vorsitzenden Peter Wunder verhallten dann auch „Zugabe“-Rufe nicht ungehört. Der RMZO intonierte „Highland Cathedral“, eine beliebte Dudelsackmelodie, welche von Ulrich Roever und Michael Korb 1982 anlässlich der Highland Games in Deutschland komponiert wurde.
Keine Zugabe, sondern „Pflicht“ für das vorwiegend aus Soldat/innen und Reservist/innen formierte Blasorchester sind die ultimativen Musikstücke eines jeden ihrer Konzerte: Bayernhymne und Deutschlandlied.
Wegen Erkrankung und Quarantäne:Theaterpremiere am 25. September abgesagt!
Aufgrund einer akuten Erkrankung und einer damit verbundenen Quarantäne-Maßnahme im Produktionsteam, muss die für Samstag, 25. September, 19 Uhr, in der Alten Glasschleife Untermurnthal geplante Premiere des Schauspiels „Liebe Frau Nüsslan“ abgesagt werden. Die im Rahmen des laufenden Neunburger Kunstherbstes gastierende Kulturbühne Regensburg bemüht sich gegenwärtig um einen Ersatztermin. Auch der Kunstverein Unverdorben unterstützt alle Bestrebungen, die Erstaufführung des Bühnenstücks nach einem Roman von George Farmer in der Bearbeitung von Johann G. Maierhofer zeitnah nachzuholen.
Aktuelle Informationen hierzu folgen in Kürze!










